Donnerstag IS. Juni 1903
ISS. Jahrgang
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger "
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen
Aie heutige Wummer umfaßt 8 Seiten.
Neues üöer die Dereinigteu Staaten von Huropa.
Schon Ende der achtziger Jahre w<rr es zwei so verschied eiren Geistern wie Werner v. Siemens und Friedrich Nietzsche unzweifelhaft geworden, daß das zwanzigste Jahrhundert den Kampf um die Erdherrschaft, den Zwang zur großen Politik uno *" die Ucberwindung der europäischen Kleinstaaten, wenigstens in handelspolitischer Hinsicht bringen werde. Werner v. Siemens hat — und sein Wort ist umso bemerkenswerter, als es von einem der größten Industriellen der Erde stammt — die Notwendigkeit der merkantilen Geschlossenheit Europas gegenüber Amerika betont zu einer Zeit, als man von amerikanischer Gefahr nichts ahnte. Im Laufe der neunziger Jahre begann dann das Schlagwort von den Vereinigten Staaten Europas weitere Kreise zu ziehen, und wenn wir Steads vor kurzem erschienenes Buch „Die Amerikanisierung der Welt" zur Hand nehmen, finden wir, daß diese Idee des „Europa für die Europäer" immer mehr Anhänger gewinnt. Ja sogar stellt es der englische Schriftsteller so dar, als ob der deutsche Kaiser selber an der Spitze dieser Bestrebungen stünde, Europa handelspolitisch unter einen Hut zu bringen. Zuerst, so behauptet Stead, habe der deutsche Kaiser den Zaren für ein geschlossenes Frontmachcn gegenüber dem Amerikanismus zu gewinnen gesucht. Dies fei mißlungen. Darnach habe der Leiter von Oesterreich-Ungarns auswärtiger Politik, Graf Goluchowski, sich im Sinne Kaiser Wilhelms 1897 in einer Parlamentsrede dahin ausgesprochen, daß die Hftstcnz der europäischen Völker in Wahrheit von der Macht abhinge, mit welcher sic Schulter au Schulter gegen die transatlantische Konkurrenz kämpfen würden. Dann kam das Kaiserwort von der deutschen Zukunft, die auf dem Wasser liege, ferner ein angebliches Zwiegespräcy zwischen Wilhelm II. und französischen Touristen an Bord der „Hohcnzollern" in den norwegischen Gewässern, gelegentlich dessen der Kaiser bereits eine Ahnung von der „Ri Organisierung" der Ozeanlinien geäußert habe. Als ferner am 23. Oktober 1901 die Vertreter der österreichischen Industrie und Landwirtschaft über die Abwehr der amerikanischen Gefahr berieten, kam es nach der Darlegung des bekannten Voltswirtschafters A. Peetz zu einer Resolution, deren vierter Punkt lautete, die zentral-europäischen Staaten sollten sich zum gegenseitigen Schutze gegen die transatlantische Konkurrenz vereinigen. Interessant sind des weiteren die Worte, mit welchen der englische Schriftsteller die Ansichten des Generalsekretärs des „Bundes der Industriellen, des Dr. Wendlandt (Berlin), wiedergiebt. Die Zeit sei gekommen für einen neuen Bismarck, der die europäischen Nationen vereinigte und die amerikanische Gefahr unterdrückte. Eine abschließende Allianz aller europäischen Mächte, England eingeschlossen, werde die Folge der amerikanischen Invasion fein. Selbst eine französische Stimme von gewichtigem Klang, der Nationalökonom Le- roy-Beaulieu, hat sich ausdrücklich zu Gunsten eines europäischen Zollvereins ausgesprochen. Und schließlich hat vor einem halben Jahr Mr. Sidney Brooks in der Monatsschrift „Atlantic Monthly" ausgeführt, man solle zwischen den verschiedenen Staaten Europas die Zollvcr- pflichtungen nicht ganz abschaffen, sondern sie nur durch detailliert abgefaßte und für längere Zeit geschlossene Handelsverträge beträchtlich herabsetzen. Eine europäische Zoll-
Union sollte möglichst enge Beziehungen zwischen den europäischen Staaten zu schuften suchen. „Es würde eine willkommene Folge des Schreckens über die amerikanische Nation sein, wenn sie auf einander eifersüchtige und feindlich gesinnte Nationen dazu brächte, an Stelle eines jahrelangen Streites eine Föderation zu setzen." Vom ftskalischen Standpunkt aus, mit diesen Worten ungefähr schließt Stead seine Betrachtungen, würden die gedachten Bestrebungen auf Vereinigte Staaten von Europa hinauslaufen.
Tie Theorie ist mächtiger, als man glaubt. Diese europäische Handelsunion liegt in der Logik der Thatsachen und wird immer mehr Befürworter zeitigen. Europa ist heute in der Lage Deutschlands vor nicht ganz hundert Jahren. Damals war ja auch noch jeder deutsche Kleinstaat Ausland für den Nachbar, und erst mußten die Zollschranken fallen, ehe die politischen fielen.
Aas Jubiläum der Manner Morussta.
Bonn, 18. Juni.
Auf die militärische Erinnerungsfcier der Königshusaren folgte heute das studentische Jübiläumsfest der Bonner Preußen. Zur gestrigen R h e i n f a h r t war eine Anzahl Bonner Herrschaften, die dem Kaiser aus seiner Studienzeit bekannt waren, geladen. Abends 8 Uhr sand bei den Schaumburgischen Herrschaften ein Mahl statt, an dem außer dem Kaiserpaar teilnahmen: Der Kronprinz, der Erhgroßherzog von Baden, Generaloberst v. Lotz, der Kommandeur der Königshusaren Oberstleutnant Hertzfeld, sowie die Herren und Damen der Umgebung. Das Kaiserpaar sah dem Fackelzug von dem an der Wasser- seitc des Gartens errichteten Pavillon zu. Ter Rektor der Universität, Geheimrat Ludwig, stellte dem Kaiserpaar den Ausschuß der Studenten vor.
Der Kaiser dankte für die ihm dargebrachte Huldigung und drückte seine Freude darüber aus, daß man seine bei der Immatrikulation des Kronprinzen an die Studentenschaft gerichteten Worte im guten Andenken bewahrt habe. Er hoffe, daß sie auch von künftigen Generationen beherzigt werden würden. Er wechselte mit jedem Mitglied der Abordnung einige Worte und reichte jedem die Hand. Beim Vorbeimarsch des Zuges begrüßte er jede einzelne Fahne. Der Kaiser, der Kronprinz und Prinz Adolf trugen auch hier wie bei der Rheinfahrt den Borussenstürmer. Ter Zug bewegte sich alsdann nach dem Markt, wo die Fackeln unter dem Absingen des Liedes.Gaudeamus igitur zusammengeworfen wurden. Auf dem Markte brachte noch der erste Chargierte des Vereins deutscher Studenten ein Hoch auf den Kaiser aus.
Nach einem Umzug durch die Stadt, den das Korps „Borussia" unter Voran ritt eines kostümierten Musikkorps veranstaltet hatte, fand heute um drei Uhr nachm. im Saale der Lesegesellschaft das Festmahl zur Feier des 75jäh- rigen Bestehens des Korps statt. In der Mitte der langen Tafel saß der Kaiser in Kouleur zwischen dem Generaloberst v. Los und dem ersten Chargierten des Korps, v. Ben- tivegni; gegenüber hatte der Erbgroßherzog von Baden Platz genommen. Studiosus v. Bentivcgni dankte dem Kaiser für sein Erscheinen und gelobte namens des Korps, daß cs dessen Endziel bleibcu solle, für den König und das Vaterland brauchbare Männer zu bilden, ebenso wie sie auf der Mensur eine schneidige Klinge zu schlagen versuchten. Der Trinkspruch klang in ein Hoch auf den Kaiser aus.
Tie Musik spielte diie Nationalhymne. Der Kaiser antwortete:
„Von ganzem Herzen danke ich Ihnen als ersten Chargierten der „Borussia" für die Worte, die Sie mir soeben namens der jungen Generation, die jetzt das Korps ausmacht, entgegengebracht haben. Sie sehen^ um sich versammelt, der Einladung des Korps folgend, aus allen Gauen und Teilen des Vaterlandes herbeigeeilt, die alten Herren, ein Beweis, wie fest und innig das schwarz-weißschwarze Band uns umschlingt. Ihr Jungen, die Ihr noch das Leben vor Euch habt, und den hochschäumenden Becher mit Freude zum Munde führt, möget mit aller innigen Fröhlichkeit und aller überschäumenden Kraft der Jugend doch der Tage gedenken, auf die JhrEuch vorbereiten müßt, denn das Leben ist ernst und das Vaterland bedarf der Männer. Die Jugend bedarf aber vor allen Dingen der Vorbilder, und ich glaube, daß nieNland von Euch im Zweifel d arüber sein wird, wenn er sich in diesem Kreise umblickt, daß Ihr dem Himmel dankbar sein könnt für alle die Männer, die aus dem Korps hervorgegangen sind, von denen ein jeder an seinem Ort, in seinem Stand und in seinem Amt dazu beiträgt, unser Vaterland groß, und glücklich zu machen, und dabei die Ehre unseres Bandes und Korps zu verherrlichen. Euch ist es beschäeden, Fürstensöhne unter Euch zu sehen, sie vorbereiten zu helfen und fte einzuführen in das Leben. Möge ihnen nicht nur die heitere, sondern auch die ernste Seite des Lebens klar gemacht werden. Ich aber spreche von ganzem Herzen meine Freude aus, daß es mir vergönnt ist, wieder einmal unter den jungen Borussen zu weilen, denn die Jugend hat Wagemut und Thatkrast und folgt dem Rufe, während das reifere Alter zuweilen zweifelt und zögert, dem Rufe zu folgen. Ich wünsche, daß alle, die aus dem Korps hervorgegangen sind und das schwarzweißschwarze Band tragen, stets dem Gelöbnis des ersten Chargierten des Korps getreu sind und dem Rufe des Königs gern folgen werden, sei es im Innern zum Wohl des Vaterlandes, sei es n a ch a u ß e n z u s e i n e r V e r t e i d i g u n g. Wir, die alten Herren, erheben aber die Gläser und hoffen, daß bis in die Ewigkeit sich stets ein junger Nachwuchs finden möge, der aus diesem Korps auch ferner solche Männer hervorbringt, wie hier unter den alten Herren fitzen. Ich wünsche Ihnen namentlich bis in das höchste Alter denselben Schneid, dieselbe frische, fröhliche Thatkraft und Freude am Leben und Vaterlande, wie sic zum Beispiel Exzellenz v. L o e zeigt. Und nun die Gläser hoch und donnerndes Hurra dem Korps, ein Vivat, crescat, floreat in alle Ewigkeit Hurra! Hurra! Hurra!"
Heute abend war in der Beethovenhalle ein F e st- kommers des Korps „Borussia". Der Saal war mit studentischen Emblemen reich verziert. In der Loge hatten die Kaiserin, die Er'bgroßherzogin von Baden, Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe und die Umgebung Platz ge- genommen. An der Ehrentafel saßen die ältesten Semester und die Herren vom Gefolge des Kaisers. Der Kaiser, der die Uniform der Leibhusaren mit Stürmer und Band trug, ergriffden Schläger,eröffnete den Kommers und behielt das Präsidium. Nach einer Antwort auf die Begrüßungsanfprache des ersten Chargierten der „Borussia" brachte der Kaiser ein Hurra auf die Kaiserin aus. Im Verlauf ^des Kommerses hielt Generaloberst v. Lo s als ältestes, 112 Semester zählendes Mitglied eine Rede, in der er dem Kaiser namens des Korps für sein Erscheinen dankte und darack erinnerte, daß
üissa solemnis.*)
Pr. Gießen, 19. Juni.
Mit vollem Recht wird noch heute überall die Aufführung der missa solemnie, dieses genialsten und gewaltigsten aller Chorwerke L. oan Beethovens, als eine mustkalische Graßthat allerersten Ranges bezeichnet. Daß der musikalische Apparat, der für eine möglichst annähernd kongeniale Wiedergabe des Riesenwerkes nötig ist, nicht nur ein sehr großer, sondern auch ein vorzüglich geschulter fein muß, und daß zu einer guten Aufführung nur ein durchaus tüchtiger Leiter, der den großen Ideen von Beethovens gewaltigem Genius den würdigsten Ausdruck zu verleihen weiß, berufen sein kann, bedarf keiner weiteren Erörterung. Thatsachc ist, daß das Werk nach seiner ersten vollständigen Aufführung zu Petersburg im Jahre 1824 lange Zeit unbeachtet blieb, und daß es erst in den 60er Jahren deS vorigen Jahrhunderts den Bemühungen des Riedelvereins zu Leipzig gelang, es durch regelmäßige Aufführungen bekannter zu machen. Bis in die letzte Zeit ist die inissa soleinnig immer noch eine Domaine großstädtischer Gesangvereine gewesen, und nur wenige Städte von der Größe Gießens haben sich bisher diesen erhabenen Kunstgenuß zu verschaffen gewagt. Daß nun auch Gießen zu den Städten gehört, die eine Aufführung des gewaltigen Oratoriums ermöglichten, verdanken wir in erster Linie der unermüdlichen Energie unseres hochgeschätzten Gustav Traui- mann, der sich durch fein Hindernis von feinem Vorhaben, den Musikfreunden Gießens einmal etwas ganz besonders Großes zu bieten, abschreckcn ließ, und der es durch seinen großen Fleiß und durch strammste Schulung seiner Sängerschar erreichte, daß die von ihm angeregte Aufführung der Missa zu einer schönen und wohlgelungenen sich gestaltete.
*•) Wir machen unsere Musikfreunde nochmals aus die im Vertage der Berliner Verlagsgesel'.ichaft erschienene Schrift „Zur Einführung in Beethovens missa uolemnib“ von Prof. Dr. Rich. Sternfeld (77 S.) aufmerkjam.
Eine ausführliche Besprechung des herrlichen Werkes hatte schon vor dem Konzert an gleicher Stelle gestanden und allen Musikfreunden Gelegenheit geboten, sich über alles Wissenswerte genügend zu orientieren. Wir wenden uns deshalb der Aufführung selbst zu und berichten gern, daß die Gesamtwirkung eine großartige war, die auch den verwöhntesten Geschmack befriedigt haben wird. Die Ausdauer, mit der die mitwirkenden Damen und Herren von der ersten bis zur letzten Rote aushielten, verdient volle Anerkennung, und wir nennen an dieser Stelle besonders gern die Leistungen des Sopran, der seine mit besonders großen Schwierigkeiten ausgestattete Partie glänzend durchführtc. 2(n manchen Stellen im „Gloria" und im „Credo" hätte vielleicht eine Verstärkung des Chores nicht geschadet, aber das war jedenfalls nicht möglich, und bei den, wir möchten fast sagen rücksichtslosen Anforderungen, die der große Tonheros gerade in diesen beiden Chören an den Sopran stellt, ist die Ausdauer der Mitwirkenden um so anerkennenswerter. Im übrigen trug die Aufführung den Stempel hoher Vollendung. Die dynamischen Vorschriften wurden mit größter Genauigkeit befolgt, und die Präzision der Einsätze, sowie die lateinische Tertaussprache waren so vorzüglich, daß wir in dieser Beziehung die gestrige Aufführung denen in größeren Städten getrost an die Seite stellen. Um wenigstens etwas herauszugreifen, so nennen wir die int Gloria und Credo eingefügten andachtsvollen Sätze, die in Bezug auf Zartheit des Ausdrucks besonders glücklich wieder- gegeben wurden und als Gegenstücke zu dem rauschenden Fortissimo zu den schönsten Zierden des gestrigen Konzerts gehörten.
Die durch auswärtige Kräfte verstärkte Kapelle unseres Regiments hielt sich während der ganzen Aufführung gleich, falls sehr wacker und trug durch verständnisvolles Eingehen auf die Wünsche des geschätzten Dirigenten viel zum Gelingen des Ganzen bei.
Und nun endlich zu den Solisten, Frl. Aenni Wie
gand aus Frankfurt (Sopran), Frl. Agnes Ley dHecker aus Berlin (Alt), Herr Richard Fischer (Tenor), Herr Rudolph Helmr ich (Baß), Herr Adolph Rcbner (Violine) sämtlich aus Frankfurt und Herr Otto Gört ach (Orgel) aus Gießen.
Von den beiden Damen verfügt Frl. Wiegand über einen glänzenden Sopran von bedeutendem Umfang, der ihr auch beim hohen C keine Schwierigkeiten bereitet. Frl. Lcyd- hecker besitzt eine schöne klangvolle Altstimme, die sic in ihrer Partie mit Glück und Geschick zur Geltung zu bringen wußte. Die Herren Fischer und Helmrich sind von früher her (Faust- szenen) noch vorteilhaft bekannt und haben auch gestern ihren künstlerischen Ruf wieder vollauf bewährt. Tie vier Künstler bildeten ein köstliches Ensemble, das neben großer Sicherheit in den Einsätzen feines Verständnis für alle Schönheiten der einzelnen Solopartien zeigte und somit einen großen Teil des guten Gelingens auf fein Konto setzen rann. Von den beiden mitwirkenden Jnstrumentalsolisten nennen wir zunächst Herrn Adolph Redner, der mit dem einfachen und anmutigen Vio- lmsolo im Venediktus nur eine neue Prob.c seiner Meisterschaft gab, und — /ast not least — unseren verehrten Mitbürger Herrn Otto Görlach, der längst als OrgelvirtuoS vorteilhaft bekannt ist und auch gestern sich wieder vortrefflich bewährte. — Die guten akustischen Verhältnisse unserer Stadtkirche haben gleichfalls nicht wenig dazu bei getragen, die Wirkung der Aufführung zu erhöhen, und wir begrüßen es gern und mit Freuden, daß das Gotteshaus für geistliche Aufführungen des akad. Gesangvereins wieder geöffnet ist. — Wenn wir am Schluß unseren Gefühlen noch einmal Ausdruck verleihen wollen, so sind es Worte der Anerkennung und des Tankes, die wir Herrn Musikdirektor Trailtmann und allen Mitwirkenden nochmals aussprechen.
Mögen die musikalischen Bestrebungen in Gießen einen weiteren glücklichen Verlauf nehmen I


