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April
Wetter
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17. bis 18. April 19,6° C.
17.
18.
2,8° C.
Aus Stadt und Land
be-
Eine gestern Abend veranstaltete
190g.
Polizei zog blank und ging Zehn Sozialisten wurden ver-
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Ter Herr Des sind Herr, die Und lasse Gleichwie
Polizei zusammen. Die gegen die Menge vor. mundet.
Loewen, 19. April.
Menn die Gefangenen der Herr einst wird erlösen Von Zion, werden wir als träumend sein gewesen. Alhdann wird unser Mund voll Lachens ganz und gar Und unsere Zunge sein voll Rühmens immerdar.
sehr große Ding bei ihnen thun hat wollen; sehr Großes hat an uns hierin gethan, wir fröhlich sehr, des freuet sich jedermann. Gefängnis doch einmal von uns abwende, doch nur bald es kommen zu dem Ende,
jSonnenschein Klarer Hrm. Sonnenschein
für unsere Abonnenten. Preis für Nichtabonnenten Mk. 5.00,
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 17. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschraubendampfer „Breslauch Kapitän H. Feyen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgens wohl- behalten in Baltimore angekommen.
Die Thränen säen aus, mit Freuden erndten werden; Sic gehen zwar so hin und weinen hier auf Erden, Doch edlen Samen sie dann tragen ohn Beschwer, Und kommen freudig bald und bringen Garben her.
Das von dem fürstlichen Dichter fernen Eltern verehrte Exemplar der Psalinenübertragung trägt neben einer De- dilätion iil poetischer.Form die Unterschrift: „Euerer Gnaden gantz dienstwilligster treu gehorsamster Sohn und ergebenster schuldigster Diener biß in den Tod. Ludwig zu Hessen." ~
Kundgebung, deren Teilnehmer die Straßen durchzogen, gab Anlaß zu zwei Zusammenstößen mit der Bürgergarde. Der erste Zusammenstoß fand vor der Wohnung des Vizepräsidenten statt, der zweite in der Tirlemonstraße. Beide Male euerte die mit Steinen beworfene Bürgergarde. Im Ganzen gab es fünf Tote, davon zwei oder drei beim ersten Zu- ammenstoß, und zwölf Verwundete. Die Toten und Verwundeten wurden von den Manifestanten fortgeschafst.
Neueste Mewuugeu.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 18. April. Wie einer hiesigen Correspondenz zufolge in Zentrumskreifen verlautet, dürfte künftighin der Abg. Bachem die führende Stelle in der Zenrumspartei einnehmen. Bachem gehörte zu den Vertrauen Liebers und teilt dessen Anschauungen.
Berlin, 19. April. Die „Berl. Pol. Nachr." melden, in parlamentarischen Kreisen werde gegenwärtig erwogen, ob es nicht zweckmäßig sei, den Landtag für den Fall, daß er )is zur Vertagung des R e ichstages die ihm unterbreiteten Vorlagen nicht erledigt habe, gleichfalls bis zum Herbst zu vertagen.
Brügge, 19. April. Aus einer Versammlung kommende Sozialisten stießen vor dem katholischen Klubhause mit der
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Passendes Geschenk für Schüler! Karte von Hessen und den angrenzenden Gebietsteilen zum Preise von
Gerichtssaat.
Hamburg, 18. April. Der dreizehnjährige Knabe Salomon, welcher am 22. Dezember 1901 den fünfjährigen Knaben Schauer ermordete, wurde vom Landgericht zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, dagegen von der Anklage wegen Sittlichkeits- Verbrechens on dem Kinde freigesprochen, da ihm diezurStras- barkeit erforderliche Einsicht fehlte.
Bei Heyden luirb alßd-ann man sagen sollen: Der Herr
die Wasser du, so gegen Mittag sind, Vertrocknest, wenn du nur auslässest deinen Wind.
Darmstadt, 18. April. Der Großherzog hat, gleitet von Flügeladjutant Rittmeister Kraemer, um 2 Uhr 57 Min. nachm. die Reise nach Italien angetreten.
Prof. Reisser (Breslau), Prof. Wulff (Straßburg) und Prof. Kirchner (Berlin), erläßt etit Rundschreiben int Interesse einer Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung ber Geschlechtskrankheiten.
In Wiesbaden findet am 4. Mai die 38 General- Versammlung des Vereinsder Tierärzte des Regierungsbezirks Wiesbaden statt. Vorträge werden gehalten: über Spat und seine Behandlung von Prof. Dr. Pfeiffer- Gießen und über Organotherapie von Dr. Joest-Frank- furt a. M.
Berlin, 17. April- Die Petitionskommission des Reichstages hat eine Petition der Zahnärzte, daß als Voraussetzung für das Studium der Zahnheilkunoe das Maturitätszeugnis einer höheren Lehranstalt zu gelten habe, dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen.
03t der früheren Verhandlung des Oberkriegsgerichts teil» genommen haben, laut Entscheidung des Reichsgerichts keinen Ablehnungsgrund bilde, und der zweite Ablehnungsgrund vollständig ins Wasser gefallen sei. Hierauf wurde die amtlich abgegebene Erklärung des Oberkriegsgerichtsrats Scheer verlesen, in der dieser versichert, er sei in keiner Weise befangen. Er erinnere sich nicht die behaupteten Aeußerungen zu jemand gethan zu haben. Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Beratung zurück und er scheint nach etwa einer halben Stunde wieder, worauf Oberkriegsgerichtsrat Fischer verkündet, daß die Ablehnungsanträge der Angeklagten als unbegründet verworfen seien. Die Danziger Herren treten darauf ab. Scheer und Rößler treten wieder in das Richterkollegium ein. Oberkriegsgerichtsrat Scheer übernimmt wieder die Leitung und trägt den Sachverhalt der vorliegenden Angelegenheit vor. Alsdann verliest der Vorsitzende Kriegsgerichtsrat Rößler das Urteil der ersten Instanz.
Im weiteren Lerlaufe der Verhandlung fragt Ober- kr'iegsgerichtsrat Scheer den Angeklagten Marten auf Ehre und Gewissen, ob er den Rittmeistervon Krosigk mit Hickel oder einem ander en erschossen habe und wer eventuell der andere gewesen, oder oo er wisse, wer der Thäter war. M a r t e n e r w i d e r t mit bewegter Stimme: Herr Oberkriegs-Gerichtsrat, auf Ehre und Gewissen, so wahr e i n G o t t i m H r m m e l lebt, i ch st e 1) e u n | d) u I b i g vor ben Schranken. Ich weiß auch nicht, wer der Thäter war, hatte auch keine Ursache, den Rittmeister zu erschießen.
Hickel erklärt ebenfalls aus Befragen des Vorsitzenden, daß er vollständig unschuldig sei, und auck) den Thäter nicht kenne. Danach wird die Verhandlung von 1 bis 4 Uhr nachmittags vertagt.
Am Nachmittag wird mit der Vernehmung des Angeklagten Marten sortgesahreu. Dieser erzählt auf Befragen des Oberkriegsgerickstsrats Scheer, daß er im Jahre 1896 freiwillig eingetreten ist, 1899 zum Gefreiten und im Oktober toLer desselben Jahres zum Unteroffizier befördert und vom November 1899 bis Januar vom Rittmeister v. Krosigk auf die Telegraphenschule nach Berlin gesandt worden ist. Im Oktober 3900 habe er als jünt/ter Unteroffizier eine Rekrutenabteilung zur Ausbildung' erhalten. Diese habe er im Dezember vorgestellt und das Veste Zeugnis bekommen. Zu Weihnachten habe er auch dafür den längeren Urlaub erhalten. Er sei allerdings am 19. und 21 .Januar vom Rittmeister v. Krosigk heftig getadelt worden, weil er das Remontepferd „Isidor" nickst reiten konnte. Der Rittmeister sei aber nicht aiusgeregt gewesen.
Es wird daraus eine eingehende Ortsbesichtigung borgenommen. Auf die Frage des OberkriegsgerichtsriatS Scheer, weshalb er Drückeberger ab sang en wollte, da sich doch dabei Herausstellen konnte, daß er selbst ein Drücke- ' berger war, bemerkte der Angeklagte Marten: „Es war 1 ja fraglich, ob ich Anzeige gemacht hätte." Um sieben Uhr : abends wird die Verhanolung auf Samstag vertagt. 1
— Bnsch-Nummer des ,,SimPlicissimus". Der „Sim-, plicissimus" gratuliert dem Altmeister natürlich auf seine Weise. Keinen Hymnus auf den Jubilar, kein tiefgefühltes Tankeswort, sondern Früchte, die auf eigenem Boden gewachsen sind. Sie haben ihm den Max und Moritz umgearbeitet. Th. Th. Heine und Ludwig Thoma (Peter Schlcmihl) haben die Geschichte der bösen Buben im politischen Simplicissimusstile neu ersteheu lassen. Aus den zwei ungezogenen Lausbuben sind im Lause der Jahre Männer geworben, — aber welche! Max ist Maler, Moritz Dichter. Und wie sie einst die guten Dorfbewohner durch ihre Streiche zur 23er« zmeiflung brachten, so sind sie jetzt der Schrecken größerer Persönlichkeiten geworden.
„Herrscher necken, Menschen quälen, Hohe Ideale stehlen, Die das deutsche Volk sich schuf, Ja, das ist nun ihr Beruf!"
In sieben Streichen erzählen Heine und Thoma ebenso viele Angriffe gegen Militarismus, Kirche, Thron, Schule, die offizielle Kunst, die Justiz. Alles wird in der Weise behandelt, wie einst der gute Lehrer Lämpel, Schneider Beck und die Witwe Bolte. Im siebenten Streich richten Max und Moritz ihre Bosheit gegen das Kapital — und gehen daran natürlich zu Grunde.
Arbeiterbewegung.
Kopenhagen, 18. April. Die Hafenarbeiter und Seeleute aller dänischen Häfen beschlossen, am 25. d. M. die Arbeit niederzulegen, falls nicht bis dahin eine Uebereinfunft mit den Rhedereien, betr. den Lohn und die Arbeitsverhältnisse der Heiner, Seeleute und Hafenarbeiter, erzielt ist. Die Hafenarbeiter, die nicht dem Facbvereinsverband angehören, beabsichtigen, bereits morgen in den Ausstand zu treten.. — Die Zahl der im Ausstand besind- lichen Hafenarbeiter wird augenblicklich auf 500 geschätzt. Die Vereinigte Dampsschiffahrts-Gesellschaft sandte gestern Abend Dampfer nach England und Aalborg ab; die übrigen planmäßigen Fahrten wurden eingestellt oder sind verschoben ivorden. — Die Arbeiterorganisation teilte telegraphisch der deutschen, englischen, schwedischen und norwegischen Hafenorganisation mit, daß die Schiffe der Vereinigten Dampsschiffahrts-Gesellschaft boykottiert seien, um deren Ladung zu verhindern.
i Rammte, Velvets.
P Man verlange Muster, lonöluna Krefeld.
Feuilleton.
Landgraf Ludwig VI. als Psalmenüberseher.
Landgraf Ludwig VI. (1661—1678) war — so wird uns von geschätzter Seite geschrieben — ein frommer und sehr- gelehrter .Herr, dabei äußerst geschickt im Entwerfen und Zeichnen von Bauplänen. Ihm verdankt das Residcnzschloß zu Darmstadt bedeutende Erweiterungen und Verschönerungen. Zu den von ihm ausgeführten Bauten gehört der im Schloßhofe stehende Glockenbau mit dem noch heute thätigcn Glockenspiel. Weniger bekannt dürfte sein, daß Ludwig als Prinz in den Jahren 1649—1656 die davwischen Psalme in Reime übersetzte. Er ließ diese Reimpoesie im Jahre 1658 in Gießen im Druck erscheinen unter dem Titel: „Der Psalter des königlichen Propheten Davids. In deutsche Reime der Opitzianischen Art gemäß verfaßt. Darinnen, soviel der Reimen wegen thunlich gewesen, sich immer an den Text gehalten und dessen Worte meistenteils gebraucht werden. Zu Gottes Ehren uub christlicher Hebung der Gottseligkeit heraußgelaßen und an das Licht gegeben". Wir lassen im Nachstehenden als Probe die Uebersetzung des 126. Psalm folgen:
— Eine Tabakbaueru-Bersammluug findet am 27. April in Ladenburg mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung der Versammlung durch den Landesvorsitzenden für Baden, Grafen W. Douglas-Gondelsheun; 2. TabakzollundTabaksteuer; Referent: Fritz Bley-Berlin; 3. Diskussion. Alle Tabakbauern von Baden, Hessen und der Pfalz sind zu dieser Versammlung eingeladen.
Landwirtschaft.
— Wanderausstellung der Deutschen Laudtvirtschafts- Gesellschaft in Maunheim. Auf Anregung aus dem land- wirtschaftl ich en Vereins bezirk von Rheinhessen i|t für die 16. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft, welche in Mannheim vom 5. bis 10. Juni stattfmdet, ein Preisausschreiben für frisches Ob st und G e - m ü s c erlassen worden. Es werden in 19 Klassen sowohl überwintertes als auch frisches Gemüse, ferner frische Kirschen und Erdbeeren, Dörrobst, Fruchtsäste u. dal. zur Ausstellung gebracht. Eine größere Anzahl Preismünzen und Ehrengaben steht 'für die Preisverteilung zur Verfügung. Der Anmeldelermin wird am 5. Mai geschlossen. — Während in früheren Jahren zu dem Besuch der Wanderausstellungen von sämtlichen Bahnen im Deutschen Reich eine Fahrpreisermäßigung gewährt wurde, ist ein Antrag seitens der preußisch-hessischen und sächsischen Staatselsenbahnen im Hinweis auf die 45tägige Dauer der Rückfahrkarten abgelehnt worden! Dagegen haben die süddeutschen Staaten sich bereit erklärt, eine Fahrpreisermäßigung eintreten zu lassen. U. a. wird während der Dauer der Ausstellung auf den badischen Bahnen und auf der Main-Neckarbahn für die Strecke Laudenbach-Mann- heim eine Fahrpreisermäßigung in der Weise gewährt, daß alle vom 2. bis 10. Juni einschließlich gelösten einfachen Personen- und Schnellzugssahrkarten 1., 2. und 3. Klasse nach Mannheim und für den Verkehr von pfälzischen Stationen auch nach Ludwigshafen zur Rückreise bis einschließlich 13. Juni beiiutzt werden dürfen, wenn der Besuch der Ausstellung durch Abstempelung der Fahrkarte be- cheinigt ist.
Heimes eine Tochter, Emma Franziska, geb. den 13. April. Den 17. April. Dem Fabrikant Karl Plank ein Sohn, Hermann Heinrich Karl, geb. den 19. Dezember 1901. Markuskiemeinde. Den 13. April. Dem Küfer Robert Körber eine Tochter, Karoline Luise, geb. den 19. Februar. Dem Schreiner Heinrich Frebel eine Tochter, Olga Anna Georgine, geb. den 10. März. Dem Bremser Johannes Honig ein Sohn, Hans Heinrich, geboren den 10. März. Militär gemeinde. Den 13. April. Dem Feldwebel Ludwig Raab ein Söhn, Otto Heinrich Wilhelm, geb. den 20. Februar.
Getraute. Johan nesgemeinde. Den 12. April. Karl Heinz, Schmied zu Gießen und Henriette Repp zu Gießen. Lukas gemein de. Den 13. April. Heinrich Ludwig Reust Bäcker zu Gießen und Linse Plank, Tochter des verstorbenen Bäckermeisters Karl Plank zu Gießen. Ten 14. April. Karl Semmler, Bahnarbeiter zu Gießen und Elisa Göbel, Tochter des Maurers Konrad Göbel zu Ermenrod.
As«liilstt llkbnficht der TobtsM in Gitßt«
Monat
Universitäts-Nachrichten.
Prof. v. Leyden. Arn 20. April vollendet Ernst Viktor von Leyden, einer der bedeutendsten Mediziner der Gegenwart, fein 70. Lebensjahr. Von seiner Heimat Danzig wandte sich Leyden 1849 nach Berlin, wo er an dem Friedrich-Wilhelms-Jnstitut studierte. Nach Abschluß feiner Studien wurde er 1854 preußischer Militärarzt, um als solcher 1857—62 unter Traube wieder im Friedrich- Wilhelrns-Jnstitut thätig zu sein. Nach einer dreijährigen praktischen Thäligkeit als Bataillonsarzt im Garde-Füsilier- Regiment, wurde er als ordentlicher Professor der Pathologie und Therapie und Direktor der medizinischen Klinik nach Königsberg berufen. Hier entfaltete Leyden sieben Jahre lang eine reiche Lehrthätigkeit, bis er 1872 einem Ruf nach Straßburg folgte, und 1876 als Nachfolger seines ehemaligen Lehrers Traube und ordentl. Professor mit der Leitung der proprädentischen Klinik in Berlin betraut wurde. Seit 1885 Direktor der ersten medizinischen Klinik, blieb Leyden dauernd in Berlin, und wurde neben Bergmann, Virchow u. a. einer der. bedeutendsten Universitätslehrer. Zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen, vorwiegend über Nerven- und Rückenmarkkrankheiten, entstammen seiner langen Lehrthätigkeit. Als Autorität auf diesem Gebiet wurde Leyden des öfteren an Fürstenhöfe berufen. Der deutsche Kaiser gab der Würdigung der großen Verdienste Leydens dadurch Ausdruck, daß er ihm 1896 den erblichen Adel verlieh. Die „Medizinische Woche" widmet dem Jubilar in ihrer Nr. 15 (20 Pf.) einen umfangreichen Artikel von Prof. A. Fränkel und fügt ein Portrait Leydens bei.
Friedrich v. Thierfch, der ausgezeichnete Münchener Architekt, vollendete am Freitag das 50. Lebensjahr. Thierfch wurde zu M a r b u r g an der Lahn 1852 geboren. Thierschs erstes größeres Werk, die Mainzer Rhein brücke half seinen Ruhm begründen.
Ein vorbereitender Ausschutz, bestehend aus Dr. Blaschko (Berlin), Dr. Galewsky (Dresden), Pros. Lesser (Berlin),
Beerdigte. M a t h äus g e m eind e. Den 14. April. Johannes Hill, Bäckerlehrling, Sohn des Fuhrmanns Johannes Hill und ferner Ehefrau Elisabeth, geb. Steih, 15 Jahre alt, starb den 12. April. Den 15. Lina Kinkel, geb. Steller, Ehefrau des Wagners Wilhelm Kinkel, 45 Jahre alt, starb den 13. April L u k a s g c m e i n d c. Den 14. April. Eduard Riemer, Wirt, 43 Jahre alr, starb den 12. April. Jo Han nesgemeinde. Den 14. April. Georgine Scriba, geb. TaschS, Ehefrau des Kreisarztes Dr. Scriba zu Wiesbaden, 63 Jahre alt, starb den 12. April. Den 15. April. Bertha Kohlermann, geb. Kolb, Witwe des Königs. Eifenbahnstations-Assislenten Karl Ludwig Kohlermann, 38 Jahre alt, starb den 12. April. 3
Höchste Temperatur am
Niedrigste „ „
Summa: 65 (22) 36 (15) 11 (2) 8 (5)
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Auszug uus dr» §irdjnibiidjcr« btt Stnöt Gießt«.
Evangelische Gemeinde.
Getaufte. M a t h ä' u s g e m e i n d e. Den 13. April. Dem Postassistent Karl Erb eine Tochter, Paula Katharine Elisabeth, geb. den 12. Februar. Dem Knecht Karl Schmidt ein Sohn, Jean Hans Georg, geboren den 13. Januar. Dem Zuschneider Mathias
18.
236
749,4
15,7
3,6
28
NE.
2
18.
9®5
750,3
9,8
6,0
66
N.
2
19.
7"
751,0
4,9
5,5
84
NE.
2
Es starben an: Zusammen:
Erwachsene:
im
vom
Diphteritis
3 (3)
1. Lebensjahr:
2.—15. Jahr
—
3 (8)
Kindbettfieber
1
1
Tuberkulose derLunge 6 (3)
6 (3)
——
——
Tuberkulose
andererOrqanc. 2 (1)
1 (1)
1
Lungenentzündung
3 (1)
3 (1)
—
Lungenkatarrh
7 (1)
3 (1)
3
1
Gehrrnschlag
2
2
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Herzleiden
3 (1)
3 (1)
—
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Tarmkatarrh Atrophie u. Lebens-
3
1
2
—
schiväche
4 (2)
_
4 (2)
e—
Krebs
6 (3)
6 (3)
Andere Krankheiten
14 (7)
9 (5)
2
3 (2)
Selbstmord
1
1
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