Ausgabe 
19.3.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 66 grf4«U« «««<* außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Univers.-Buch- mStein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

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Zweites Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch 19. März 1003

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w für den polil. u. allgem.

Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

zeigenteil: Hanß Beck.

Die Heutige Mummer umfaßt 12 Seiten.

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Die KeimKeßr des Minzen Keiurich.

Cuxhaven, 18. März.

Das PanzerschiffKaiser Wilhelm II.", mit deut Kaiser an Bord, ist, gefolgt von dem kleinen Kreuzer ,Dela", am Vormittag hier eingetroffen.

Außer dem PanzerschiffKaiser Wilhelm IL" und der Hela" liegt auf der hiesigen Rhede das PanzerschiffBa­den". Gegen 3 Uhr nahm die Ehrenkompagnie der 4. Ma- trosen-Artillerie-Abteilung Aufstellung. Ter preußische Gesandte v. Tschirschky und Bögendorss sowie die Ham­burger Bürgermeister Tr. Mönckeberg und Dr. Burchard, die Aussichtsräte derHamburg-Amerika-Liuie" Tietgens und Witt, Generaroirektor Ballin sowie die Direktoren Wolff und Dr. Ecker waren zur Begrüßung Sr. Majestät erschienen. Stadt und Hafenanlagen sind prächtig geschmückt, ebenso der Seestern-Pavillon, wo der Empfang des Prinzen Heinrich stattfindet. Um 3*/s Uhr passierte das SchulschiffMoltke" elbaufwärts. Vom Fort Grimmer- hörn wurden auf Befehl des Kaisers 21 Salutschüsse für die Bürgermeister von Hamburg abgefeuert.

Um 3 dreiviertel Uhr nachmittag wurde von Station Duhnen dieDeutschland" mittels drahtloser Telegraphie gemeldet.

Kurz vor 6 Uhr kam der DampferDeutschland", der gestern in der französischen Hafenstadt Cherbourg kurz ge­landet hatte, mit dem Prinzen Heinrich an Bord hier an. Ter Kaiser begrüßte Se. Königliche Hoheit auf der Rhede aufs herzlichste und begab sich mit ihm an Bord des LinienschiffesKaiser Wilhelm 11.", das danach die Fahrt nach Kiel durch den Kaiser Wilhelm-Kanal antrat.

An den: Diner' auf demKaiser Wilhelm II." nahmen der Gesandte o. Tschirschky und Bögendorff und General­direktor Ballin teil.

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Soweit die bisherigen Meldungen über die Ankunft des Amerikafahrers aus der deutschen Heimaterde.Das Bouquet der Reise ist der Augenblick des Wiederzuhause- seins." Prinz Heinrich wird die Wahrheit dieser feinen Bemerkung, mit der Andersen, der berühmte Märchen­dichter seine Reiseschilderungen schließt, doppelt empfinden, denn wieviel auch die Amerikasahrt des Großen und Ge­waltigen, an Anregungen aller Art, gebracht hat von einer genußreichen Ausnahme der Eindrücke kann nichl die Rede sein. Man darf die Fahrt beinahe eineExpedition" nennen, weil sie die äußersten Anforderungen stellte an das Ertragen von Strapazen, an die Kräfte des Körpers und des Geistes. Wie Prinz Heinrich diese echt ameri­kanische Blitztour ausgehalten hat, stets bei Laune, bereit, alles in Augenschein zu nehmen, was ihm seine Gastgeber mit Stolz und Eifer zu zeigen wünschten, Reden anhörend und beantwortend, jeden Tag in ganz neuen Kreisen sich bewegend: Diese Elastizität und Frische nötigten auch, den Amerikanern Bewunderung ab. Nichts hat die Mission des Prinzen Heinrich ungünstig beeinflußt, vielmehr, wurden die Kundgebungen immer wärmer und herzlicher, je länger er auf amerikanischem Boden weilte. Uns liegt eine Anzahl amerikanischer Blätter, aus Baltimore, St. Louis, Boston, Newyork, Washington ?c. vor. Alle sind voll von Enthu­siasmus. Die meisten bringen eine ganze Bildergalerie von der Prinzenreise, beschäftigen sich mal heute mit der wört­lichen Wiedergabe fast sämtlicher Reden, die während der Reise gehalten wurden, und bieten für jeden Deutschen eine geradezu herzerquickende Lektüre. Und auch! diejenigen ausländischen Preßorgane, die von Anfang an nach! einem Zwischenfall" spähten, wagen nicht mehr zu behaupten, daß der Erfolg der Entsendung kein vollständiger gewesen sei. Die Erwartungen sind nicht nur erreicht, sondern über­troffen worden. Diefriedlichen Eroberungen", die Prinz Heinrich gemacht hat, bestehen in der Hauptsache darin, daß endlich einmal gründlich mit den in den Vereinigten Staaten seit Jahren genährten Vorurteilen und dem Miß­trauen gegen Deutschland aufgeräumt worden ist. Allmäh­lich begannen die Ausstreuungen sogar in den amerikani­schen Kreisen Glauben zu finden, die zu den einflußbesitzenden gezählt werden, und wenn nicht der amerikanische Botschafter in Berlin, der treffliche Mr. White, immer wieder für die Loyalität der deutschen Politik sich verbürgt hätte, so würden vielleicht auch die a m t l i ch e n Beziehungen zwischen Berlin und Washington nicht frei von einer Spannung geblieben sein. Nach den letzten Meldungen wird White erfreulicherweise nicht von seinem Berliner Posten zurück­treten, da sein Gesundheitszustand sich gebessert hat. Deutschf- land und die Ver. Staaten befinden sich heute in einem Freundschaftsverhältnis, man hat drüben erkannt, daß es nur zum Vorteil des amerikanischen Volkes ist, die dar­gebotene Hand zu ergreifen, daß bei mancher Gelegenheit beide mit Nutzen gemeinsam ihre Macht und ihr Ansehen in die Wagschale werfen können. Auch das Deutschtum in den Ver. Staaten wird von dem Besuch des Prinzen Heinrich eine Stärkung enrpfangen haben; da, wo es in Gefahr war, sich zu verlieren, ist das nationale Em­pfinden, die Liebe zur alten Heimat, wieder geweckt worden.

Wie aus Cherbourg berichtet wird, unterhielt sich Prinz Heinrich während des Afenthalts des Dampfers Deutschland" mit den Lotsen über die französischen Unter seeb o te. Der Prinz, dessen Ansicht über diese Fahrzeuge recht skeptisch, zu sein schien, war sehr erstaunt, als der Lotse ihm erzählt, daß die Unterseeboote mit Erfolg wiederholt unter den Küstenfahrzeugen manö- veriert chaben.

Politische Tagesschau.

Eine neue Poleuintrrpellatiou des Zentrums.

W. T. B. meldet: Im preuß Abgeordnetenhause brachte Faltin (Ztr.) eine Interpellation em, ob der Re­gierung bekannt sei, daß am 2. März 1901 eine Arberterversammlung in Rybnik (Oberschlesien) aufgelöst sei, weil die Verhandlungen polnisch geführt worden waren und welche Maßnahmen die Regier­ung in dieser Beziehung zu treffen gedenke.

Tas Zentrum, dessen sämtliche Mitglieder die Inter­pellation unterzeichnet haben, scheint auch von Mißstimm­ung darüber beeinflußt zu sein, daß seine Beschwerden im Abgeordnetenhause über Zurücksetzung des katholischen Ordenswesens seitens der Negierung in keinem Punkte anerkannt wurden. Man darf auf die Beantwortung der Interpellation umsomehr gespannt sein, als nach Ent­scheidungen des preuß Oberverwaltungsgerichts in Ver­sammlungen nur die deutsche Sprache zu gebrauchen ist.

Ein neuer parlamentarischer Skandal in Wien.

Im Mgeordnetenhause in der Kaiserstadt an der schönen blauen Donau kam es am Dienstag wieder einmal zu einem großen Tumult. Schönerer erklärte, seine Partei strebe ein bundesrechtliches Verhältnis mit Deutschland an, und werde jede Regierung, die sich dem widersetzte, daher auch die gegenwärtige, be­kämpfen. Er schließt, um gegen den dem Abg. Eisenkolb wegen seiner anerkennenden Aeußerungen über die Hohen- zollern erteilten Ordnungsruf zu demonstrieren, mit dem Ruse: Hoch und Heil Hohenzollern! (Demon­strative Heilrufe bei den Alldeutschen, Gelächter und e n e r - gische Protestrufe rechts und im Zentrum, anhal­tender Lärm.) Ter Präsident erteilte Schönerer einen Ordnungsruf wegen des die patriotischen Ge­fühle verletzenden Schlusses seiner Rede. Franko Stein ruft: Hurra Hohenzollern! Abg. Kramarsch er­hellt Einspruch gegen die letzten Worte der Rede Schönerers, wobei es zu lärmenden Auftritten zwischen den Tsche­chen und Alldeutschen kommt. Dr. Der schatt a und Funke weisen die gegen die deutschen Parteien erhobenen Vorwürfe Schönerers zurück, indem sie die Reichstreue der Teutsch-Oesterreicher betonen. Abg. Kathrein wendet sich unter dem lebhaftesten Beifall fast aller Parteien gegen die die dynastischen und patriotischen Gefühle verletzenden Schlußworte Schönerers und erklärt: Wir Oesterrei­cher ohne Unterschied der Nationalität und Partei halten treu und fest zu Kaiser und Reich. (Erneuter stürmischer Beifall. Langanhaltende Hochrufe, welche die lärmenden Gegenrufe der Alldeutschen Übertönen.) Darauf wird der Antrag Kathreins aus sofortige Vornahme der dritten Lesung mit 109 gegen 69 Stimmen abaelehnt.

Ein Duell zwischen den Abgg. Franko Stein und Dr. Dyck dürfte die nächste Folge sein. Stein hatte auf einen Zwischenruf Dycks gerufen: ,Schweigen Sie, schwarzer Rastelbinder". Czeche Dyck zu Stein: Sie sind ein gemeiner Kerl, Sie gehören nicht herein." Stein:Der gemeine Kerl fällt auf Sie zurück; darüber werden wir übrigens noch reden." Ber­ger ruft:Es wird gleich Ohrfeigen regnen!" Pospischil:Sie werden selbst Ohrfeigen bekommen und vielleicht von mir."

Deutsches Reich.

Berlin, 18. März. Ein abermaliger Kaiserbesuch in Bremen steht in kürzester Zeit bevor, und zwar beab­sichtigt der Monarch, in Gesellschaft des Königs von Würt­temberg einer Einladung des Nordd. Lloyd zu einer kurzen Fahrt mit dem SchnelldampferKronprinz Wilhelm" in die Nordsee und bis nach Skagen hinauf Folge zu leisten.

Das Berliner Hauptorgan des Zentrums, dieGer­mania", schreibt:

Der kgl. preußische Gesandte beim päpstlichen Stuhl, Frhr. v. Rotenhan, überreichte infolge besonderen Auf­trages dem hl. Vater die bereits erwähnten Hand­schreiben der Großherzöge von Baden und Hessen, in welchen die beiden deutschen Bundesfürsten Sr. Heiligkeit ihre Glückwünsche anläßlich des Eintritts in sein 25. Pontifikatsjahr ausdrücken. Leo XIII. war sehr erfreut über diese Huldigung, welche ihm von diesen beiden deutschen Souveränen erwiesen wurde.

Wie dieNat.-Ztg." hört, ist Oberleutnant Nolte, der seit August 1896 der Schutztruppe angehört, durch Ein­geborene getötet worden.

An den Gräbern der Märzgefallenen ent­wickelte sich heute Vormittag ein nur mäßiger Verkehr des Publikums. Bis mittag waren etwa 150 meist sehr präch­tige Kränze niedergelegt, darunter solche von den sozial­demokratischen Wahlvercinen, liberalen Vereinen und Anarchisten. Wie in früheren Jahren, waltete auch diesmal am Eingang zum Friedhöfe die Polizei mit der Zensur­schere ihres Amtes. Von etwa zehn Kränzen wurden die Inschriften wegen revolutionären Inhalts entfernt, von einigen die Schleifen ganz abgetrennt. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen.

Gerdauen, 18. März. Reichstagsersatzwahl Rastenburg-Gerdauen-Friedland. Es erhielten nach den bis­herigen Zählungen v. Prautter (kons.) 9 310, Dultz (sreis.) 4694, Ebhardt (Soz.) "3204 Stimmen. Aus einigen Ort­schaften steht das Ergebnis noch aus.

Braunschweig, 18. März. DieB. L." meldet, die auswärts verbreiteten Nachrichten, daß gegen den Land­

gerichtspräsidenten Dedekind Disziplrnar- untersuchung eingeleitet sei und daß die Regierung eine Gegenschrift gegen die Darlegungen Dedekinds vorbereite, sowie die Meldung, daß dem Landtag ein Gesetz^ entwurf wegen Anstellung weiblicher Fabrrkinspek- toren zugegangen sei, entbehren jeder Begrün­dung.

Rothenburg v./T., 18. März. Der Kronprinz ist heute hier eingetroffen. Im Kaisersaale des Riühauses erwarteten die Mitwirkenden des F e st s p i e l sM elfter- trunk" den Gast. Der Darsteller der Rolle des Bürger­meisters entbot dem Kronprinzen den Willkommengruß, der Kellermeister überreichte einen Ehrentrunk. Um 3.30 Uhr erfolgte die Abreise._________________________________________

Ausland.

Madrid, 18. März. Das neue Kabinett ist heute nachmittag zu stände gekommen und wie folgt zu­sammengesetzt: Sagasta Vorsitz, Herzog Almodovar Aeußeres, Montiller Justiz, Rodriganez Finanzen, Moret Inneres, Weyler Krieg, Beragua Marine, Romanones Un­terricht und Canaleias Ackerbau.

Bern, 18. März. Der italienische Gesandte Silvestrelli (Bern) hatte wegen Beleidigung des An­denkens des Königs Humbert durch das Genfer A n a r ch i st e n b l a t tReoeil" Maßnahmen vom Bundes­rat gewünscht. Ter Bundesrat erwidert, gegen das ge­nannte Anarchistenorgan könne er nur vorgehen, wenn die italienische Behörde gemäß des Bundesstrafrechts beim Bundesrat einen Strafantrag gestellt habe. Darauf übermittelte der Gesandte dem Bundesrat eine zweite Note, die sich in unzulässiger Weise über die Schweizer Rechts­ordnung aussprach. Darauf habe der Bundesrat beschlossen, diese Note zu refüsieren.

Wien, 18. März. Aus T r i e st wird berichtet, sowohl aus Padua als aus Frankreich seien an die österreichisch^ Regierung Anzeigen gelangt, daß gegen den Hafen von Po la sowie gegen die im Bau begriffenen drei Kriegsschiffe im Stabilimento in Triest und gegen die Marine-Akademie in Fiume Attentate ge­plant seien. Ein größerer Dynamit di eb stahl beim Bahnbau in Montona (Istrien) wird damit in Zu­sammenhang gebracht.

Lemberg, 18. Mär^.Przedswit" meldet aus War­schau, daß dort gestern die russische Gendarmerie rn das Gebäude des deutschen und österreichi­schen Konsulats eingedrungen und Haussuch­ungen vorgenommen habe, die mit der Spionage- Afsaire des Obersten Grimm zusammenhängen. Gleich darauf hätten sich die russischen Behörden bei den maßgebenden Stellen in Berlin und Wien erkundigt. Ge­neralgouverneur Tschortkow werde als Opfer dieser Ver­letzung des internationalen Rechtes fallen. Weiter enthüllt Przedswit", daß bei der Spionageaffaire es sich um eine militärische Verschwörung im ausgedehn­testen Maße handelt, an der schon viele Jahre die hervor­ragendsten Generale beteiligt seien, so daß man den Obersten Grimm unter ihnen als einenkleinen Mann" bezeichnen könne. Als Hauptschuldiger werde der kurländische General Bjestram bezeichnet. Das Fernbleiben des Generals Puzynowski sei sehr auffällig; die Meldungen von Turchsuchungen seiner Wohnung bestätigen sich,

Belgrad, 18. März. Tie Skupschtina beschloß, dem im Prozesse wegen Mordanschlags auf König Mi- l a n seinerzeit zu 20 Jahren Kerker verurteilten, inzwischen begnadigten Obersten Wlajko Nikolitisch den rück­ständigen Pensionsbetrag auszuzahlen.

Hongkong, 18. März. Meldungen aus Kwangsi zufolge dehnt sich der Ausstand mit Schnelligkeit auf die drei Provinzen Kwangsi, Kwangtung und Wnnan aus. General Ma, der mit Truppen von Kanton abgesandt wurde, kam mit den Aufständischen bei Fangtscheng ins Gefecht. Die Schlacht dauerte zwei Tage. Ge­neral Ma war schließlich gezwungen, sich zurück- zuziehen. Die Ausständischeu nahmen Fang- tsch en g und errichteten dort ihr Hauptquartier. Die Mandarinen wurden entweder von ihnen getötet oder gefangen genommen, und die Stadt wurde ge­plündert. In einem Briese aus Tienpek, das 50 Meilen von Kwangtschou liegt, wird gemeldet, daß dort aus Furcht vor den Aufständischen alle Geschäfte stocken. General Su, der bei Lientschao und General Ma, der bei Kaotschou steht, warten beide auf Verstärkung und möchten ihre Streitkräfte vereinigen, aber die Aufständischen halten alle dazwischen liegenden Gebirgspässe be­setzt, um die Vereinigung der Truppen zu verhindern und den aus dem Innern des Landes kommenden Proviant wegzunehmen. Zahlreiche kaiserliche Truppen schließen sich d e n A u f st ä n d i s ch e n an, um an der Plünderung teilzunehmen und höheren Sold zu er­langen. An der Spitze der Aufständischen steht Hungming.

Vorn Burcrrkrieg.

Heute liegen wieder einmal zur Beruhigung der eng­lischen Gemüter ein paar Kitchenersche Erfolgdepeschen vor. Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria vom 14. März: General Bruce Hamilton griff in Ngothi Thale, östlich von Vryheid, ein B u r e n l a g e r an. Nachdem er es umzingelt und die Ausgänge versperrt hatte, eroberte er dasselbe. Vier Buren wurden getötet, sechs verwundet und 17 ge-, sangen, darunter ein Schwager Bothas, General Cherry Emett. Lord Kitchener meldet aus Pretoria: Nach den Berichten der einzelnen Abteilungen sind in der letzten Woche 18 Buren getötet und verwundet lvorden, 284 wurden zu Gesangenen gemacht oder Hai. sich ergeben. Im west-