Ausgabe 
18.10.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. S4k»

Erstes Blatt. 153. Jahrgang

Samstag 18. Oktober 1902

Crfftetttt tifilt* außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesfischea Landwirt die Siebener Zamtlien» blattet öietmol in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag bet Brü h l'schea Unioers.-vuch-u. Stein- druckerei (Pietsch 8tben) Redaktion, (trpebUlM und Druaereir

Schulstraße 7.

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Fernsprechanschluß Nr. 61.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger *'

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

VeznaSprei», monaluch76Ps^ viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Dik. 2.viertel- fährt, auvschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die TageSnumm« bi» vormittag» 10 Uhr, Zeilen prei»: lokal 12Ps^ a»4wärt« 20 Psg. veraniwortlichr für den polit. e. otigern, Leil: P. Witiko; für .Stadt und Land" und .Gerichtksaal": Curt Plato; für den An­zeigenteil: Han» Beck.

Bekanntmachung.

Betr.: Die Veranstaltung von Verlosungen innerhalb! des Großherzogtums.

Die altkatholische Pfarrgemeinde zu Offenbach beab­sichtigt im Januar 1903 eine Verlosung von Industrie- und Wertgegenständen zu veranstalten. Großh. Ministerium de- Jnnern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung, welche die BezeichnungOrgel- und Glocken-Industrie-Verlosung der altkat^rlischen Pfarr- aemeinde Offenbach" erhalten wird, unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 12000 Lose zu 50 Pfennig das Stück ausgegeben werden dürfen und der Wert der Gewinn- Segenstände mindestens 60% des Bruttoerldses aus dem erkaufe der Lose beträgt.

Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großhertzog,tum gestattet worden.

Gießen, den 16. Oktober 1902.

Großherzogliches Kreis amt Gießen.

Dr. B r e i d e r t.

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 11. bis 18. Oktober 1902 wurden in hiesiger Stadt

gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 goldener Ring, eine Nachtjacke und 1 Schuh;

entflogen ist: 1 großer hellgrüner Papagei.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 18. Oktober 1902.

Gvoßherzogliches Polizeiamt Gießen.

Hechler.

Fie Aureu-Keverale in Merlin.

Von dem ersten Berliner Tage der Burengenerale haben kvtr noch einiges nachzutragen.

Im HotelPrinz Albrecht" hielt General Dewet eine Rebe folgenden Inhalts:

Meine Herren! Meine Mutter ist eine Deutsche. Ich fühle also mit Ihnen und wie Sie alle Mr haben die Deutschen kennen gelernt, nicht trat in Johannes­burg, Pretoria, Bloemfontein, sondern vor allem auf den Schlachtfeldern, wo sie als tapfere Männer auf unserer Sette mitgekämpft haben, Mr sind im Kampfe besiegt worden und wir fügen uns. Wir sind nicht ge­kommen, um Rache zu suchen. Wir werden Treue halten. Aber in unserem Lande herrscht eine furchtbare Not. Wir brauchen Hilfe, und darum sind wir gekommen. Ich kann Sie versichern, ich habe noch nicht etwas gesehen.

wie die Art. mit der man uns hier in Berlin empfangen hat. Ich fühle mich besonders froh, daß meine Mutter eine Deutsche ist und deutsches Blut in meinen Adern fließt. Ich danke Ihnen herzlich!" _______

Bet dem Festmahle sprach Dewet länger. Er führte auS:

Werte Damen und Herren! Ich will nur ein paar Worte sprechen, denn mein Freund, der Kommanoant Banks, benutzt die paar Worte Afrikanisch, die er versteht, um mir immer ruzurufen:Wozu die vielen Reden!" (Große Heiterkeit.) Ich muß ihm in gewisser Beziehung recht geben. Ich will mich also kurz fassen. Ich habe alle Zeit mehr die Gelegenheit wahr^unehmen gesucht, zu fluchten, selbst weit zu flüchten. Ich habe Zeit zu Redestuoien nicht gehabt, als zu jener Zeit höchstens, da ich Schafe hütete. Ich muß also kurz meinen herz­lichen Dank aussprechen, den Dank aus meinem Herzen und dem Herzen meines Volkes. Auch ich bin nicht hier­her gekommen, um mich bejubeln zu lassen, obwohl keine jubelnde Begrüßung meines Voltes uns angenehmer sein könnte als die, welche hier vom deutschen Volke kommt. Wie schon Botha gesagt hat: wir wären am liebsten auf die eigene Farm gegangen; aber der Notstand unseres Volkes hat uns hierher getrieben, um gleichsam als Bettler aufzutreten. Ich weiß nicht, wer hier in Deutsch­land die Aufgabe des Kvllektierens verlieht. Bei uns sind es die Diakonen der Kirche. Aber als Bettler auf­zutreten, ist kein angenehmes Gefühl. Ich habe nur eine Sprache gelernt, die holländische, und in dieser Sprache lese ich aus den Zeitungen auch von Deutschland, und obwohl es Zeitungen flieht, denen man nicht viel Gutes nachruhmen kann, giebt es doch auch Zeitungsredakteure, die für Menschlichkeit eintreten. Daß es in Deutschland solche Zeitungen giebt, habe ich erfahren. Solange der­artige Zeitungen in der Welt sind, können wir sicher sein, daß die Welt nicht untergeht. Wir haben auch solche Zeitungen in England, denen jeder zivilisierte Mensch Dank schuldig ist. Ich will damit kein politisches Urteil abgeben. Wir haben keine politische Ausgabe, wenn wir ehrliche Menschen sein wollen. Hatten wir unehrlich sein wollen, so hätten wir in den zwei Jahren acht Monaten des Kampfes baAu Zeit gehabt. Wenn ich Politik treiben wollte, so wäre das unehrlich. Wir wollen beweisen, daß die englische Regierung treue unterthanen habe. Wir sind gekommen, Hilfe zu suchen für unser unbeschreiblich ruiniertes Volk, und hier, wo uns so viel Hilfe geworden ist, will ich die Versicherung abgeben, daß das Geld ehrlich und gerecht verteilt werden wird. Die Kommission, die uns gewählt hat, bürgt dafür. Jeder, der dazu bei­trägt, die Sammlung zu vermehren, rann überzeugt sein, daß sie verwendet wird für die Bedürfnisse, für die sie bestimmt ist. Wir betteln nicht für Leute, die noch Grund­

besitz haben. Denn ein Mann, der Grundbesitz hat, bat noch einen Halt. Wir betteln für die Witwen, für die Waisenerziehung, für h'ie Kinder und alle anderen, die so ruiniert sind, daß sie für die menschliche Gesellschaft nur Leichname wären, wenn ihnen nicht geholfen würde. ES ist möglich, daß ich hier nicht aushalten kann, denn eS kommen traurige Nachrichten von Hause: der Tod eines Kindes, die Krankheit eines anderen und die klima­tischen Verhältnisse der Gegenden, in denen wir reifen, sodaß ich nicht sicher bin, ob ich weiter an diesem Werke teilnehmen kann. Aber das weiß ich, daß deshalb kein Pfennig weniger gegeben wird, denn das Geld wird ge­geben, nicht weil man nach mir, dem General Dewet schaut, sondern weil man auf die Vernichtung meines Volkes blickt. Ob Sie es mir geben oder Botha es kommt in einen Kasten. Wir sind eins gewesen im Streit, eins im Friedensschluß, und ich hoffe, daß wir auch als Volk einig bleiben, so lange wir leben."

Am Freitagmorgeu traten die Generale zu einer mehr­stündigen Konferenz zusammen. Gegen 12 Uhr erschienen sie auf dem Balkon ihres Hotels. Brausende Hurrarufe ertönten, die sich in der Menge immer weiter fortpslanzten. Im Gesellsthaftsanzuge, bloßen Hauptes, verweilten die Generale mehrere Minuten auf dem Balkon, sich nach allen Seiten gegen das Publikum dankend verneigend.

Ein hübsches Wort des Generals Dewet wollen wir festhalten; es ist bezeichnend für die ganze Persönlichkeit, ihren Charakter und chre derzeittge Stim­mung. Ter General sagte; in der Unterhaltung mit einem der Träger der deutschen Burenbewegung:Es ist doch schwer, eine Persönlichkeit zu sein; ich war glücklicher, als ich nur Bauer war."

Um halb 2 Uhr verließen die Generale das Hotel und fuhren nach dem Denkmal des Fürsten Bismarck, an dem sie die Wagen halten ließen. Nach kurzer Besichtigung des Monumentes fuhren sie nach dem Reichstags-Ge­bäude.

Der Besuch im Reichstag.

Im Reichst age erschienen die Buren-Generale wäh­rend der Tauerrede des Wg. Antrick. Sobald es bekannt wurde, daß die tapferen Männer das HauS betreten hätten, bemächtigte sich des Publikums auf der Tribüne eine sicht­liche Erregung, alles erwartete mit Spannung, ob sie auch in den Sitzungssaal kommen wurden. Geführt von Dr. Liman und dem Abg. Liebermann von Sonnenberg, nahmen sie erst die Wandelhalle und die anderen Räumlichketten des unteren Stockwerks, auch die Restauration inAugenschein, um 1/4 nach 2 Uhr endlich betraten sie die für die Abgeord­neten der deutschen Landtage reservierte Loge. Alsbald standen nicht nur die Besucher auf allen Tribünen von ihren Plätzen auf und reckten sich beinahe die Hälse auS, um von

Gießener Stadtchcater.

DaS große Licht.

Schauspiel in 4 Aufzügen von Felix Philippi.

,So kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, daß die Dämonen, um die Menschheit zu necken und zum besten zu haben, mitunter einzelne Figuren hinstellen, die so an­lockend sind, daß jeder nach ihnen ftrebt, und so groß, daß niemand sie erreicht." So sagt Goethe in einem Gespräch mit seinem getreuen Eckermann. *) Eine solche Figur,zu anlockend, um ihr nachzustreben, und zu groß, um sie zu erreichen", hat, wie es scheint, Felix Philippi in seinem Dombaumeister Ferleitner schassen wollen. »Die Wohlthäter der Menschheit" und ,Das Erbe" zeigten schon ähnliche grandiose Kraftmenschen. Ferleitner ist Bajuoare, grob, selbst­bewußt, und wenn wir ihm selbst und seinen Freunden glauben sollen, die nur in Tönen höchster Verzückung von der Kunst des ,Meisters" reden, ein Genie, wie es nur alle Jahr­hunderte einmal erscheint. Herr Gerl ach, der erfolgreiche Spielleiter unseres Theaters, stellt bei uns diesen lieber- menschen dar, und zwar in einer Sudermann-Maske. Er verzichtet sprachlich auf jede süddeutsche Färbung, und thut recht daran; entweder ganz oder gar nicht. Die rauhe Kraft dieses braven Kunstheros stand ihm aber wohl zu Gesichte, auch fand er im 3. Akte warme Herzenstöne, die ihm leider am Schluffe fehlten. Soweit es ihm möglich, wurde er dieser Vollnatur von sonniger Helle und überragendem Wüchse gerecht.

Der von der unerreichbaren Größe FerleitnerSAn- zelockte" und Nachstrebende", der Maler Rasmussen, bietet dem Darsteller sehr erhebliche Schwierigkeiten. Rasmusien ist in der zweiten Hälfte des Stückes, das sich weit weniger bei der Lektüre als bei der Aufführung als ein richtiger Sensationsschinken" von theatralischer Univahrhastigkeit doku- mentirt, ein Kranker, dessen wilde Ausbrüche von Ruhmsucht, Eigendünkel, Eifersucht, Sinnlichkeit und Reid in einem An­fall von Paralyse verlaufen. Das ethische Interesse, das schon im ersten Akte gegenüber der konsequenten Stupidität schwach war, wird vom 2. Akte ab völlig ausgeschaltet. Ein seelisch toter Mann, der aber immer noch von der Heyse'schen Kammer voll Sonne" träumt, schleppt sich durch das Stück. Herr 0. Stahl brachte das Pathologische dieser komplizietten

) Lergl.Gespräch mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Von Joh. Peter Eckermann", die soeben in einer neuen, sehr guten Ausgabe, besorgt von Ludw. Geiger, in Max Hesse's Verlag in Leipzig erschienen sind. Preis geb. Mk. L76.

Bühnenfigur mit großem Geschick zum Ausdruck. Er inter- pretttte interessant das unheimliche Wachsen seiner halb egoistischen, halb erotischen Wahnideen. So viel ist sicher: dieser begabte, leidenschafts- und gedankenvolle Künstler beherrscht den sogenannten klassischen Stil in einer Weise, wie man ihr heute nicht häusig begegnet. Er versteht im Sinne der alten Schule zu nuancieren und doch die elementare Wirkung nicht zu vernachlässigen. Virtuosen­art hastet ihm an, er beherrscht jede Aeußerung der Affekte und reflektiert doch schließlich weniger als er gestaltet. Die äußeren Mittel entsprechen seiner Technik. Eine schlanke Ge­stalt, ausdrucksvolle Züge und ein modulationssähigeS, wenn auch etwas rauhes Organ stehen ihm zu Gebote. Seine Sprache ist stets getragen, niemals so ganz natürlich, jeden­falls ganz und garnicht naturalistisch und er hat sich vor der Eigenatt des Hervorstoßens einzelner Worte zu hüten. Rach alledem ist jedenfalls das klassische Drama seine Domäne; da wird er sein Talent gewiß am anregendsten bewähren, da wird er in großen Linien sicherer und entschiedener zu charakterisieren wissen wie in dramatischer Kleinarbeit. Aber es darf vom Darsteller und Regisseur eins nicht vergeßen werden: wenn es auch einen allein seligmachenden Dar­stellungsstil in der deutschen dramatischen Kunst nicht giebt, vielmehr jede Technik sich dem Wesen des Kunstwerks unter­zuordnen hat, so muß doch das Ensemble bei jedem Kunstwerke auf einen einheitlichen Ton gestimmt werden und es darf nicht einer der Darstellenden im großen Stile der Rhetorik tradieren, während gleichzeitig em Anderer sich bemüht, höchste Natürlichkeit nach moderner Larstellungsart zu geben. Ver­schiedene Tonart verlangen die ekstatisch-schwärmerischen Ju­genddramen Schillers, die Werke des klassischen Idealismus, die großzügige Realistik Shakesspeares, die Naturalistik der verflossenen Jahrzehnte und die Neoromantik der Modernsten; aber jedes von diesen verlangt von dem ganzen darstellenden Ensemble einheitliche Wiedergabe. Doch alles in allem: Herr von Stahl macht aus dem blaffen jungen Künstler eine Figur von erschütterndem Eindruck. Wenn er stellenweise über das Ziel hmausschießt, so ist das ein Fehler, der sich im Laufe der Zett abschleifen läßt. Jedenfalls hat er die undankbare Aufgabe, einen undankbaren Maler darzustellen, zum Danke des Publikums gelöst.

Zu dem Architekten und dem Maler tritt, als dritter im Künstlerbunde der Organist Goldner, ausgezeichnet bei uns dargestellt von Herrn Ramsey er, der sich einen Beethoven­kopf zu Ehren desgroßen Lichts" gibt. Trotz der bis ins Kindische und Unwahrscheinliche verzertten Bach- und Mozart- Manie wirkt diese, schon von zahlreichen anderen Stücken

her beliebte Musikersigur erfreulich und erfrischend. .Herr R. hatte zudem auch selber manchen theaterwirksamen Einfall, der diesem Goldner mtt goldnem Herzen zu gute kam, sodaß vom 3. Sitte, in dem der grobe, brummige Gemütsmensch die Hauptfigur ist, das Publikum am meisten gefeffelt und zum innigsten Vergnügen geführt wurde. Denn Herr R. gibt einen Charakter, wo nur dramatische Einzelheiten vorgeschrieben sind für eine Figur, die unverständlich häusig in Aktion tritt.

Zwanzig wettere handelnde Personen sind Staffage. Wenig interessant sind zumal die Frauenrollen. Frl. Brücher, die Muse aller Schaffenden, zeigt sich als sympathische Dar­stellerin von Anmut und liebenswürdiger Wärme, vielleicht etwas munterer, als sich mit den tiefen Tönen, die ihr der Autor leiht, vereinen läßt. Aber zwanglose Munterkeit und hettere Jnnigkett sind wahrhaftig Eigenschaften, die der jungen Dame in anderen Rollen sehr zustatten kommen können. Allenfalls zu nennen sind sonst noch Frau Schmidt als Mutter Rasmuffen und Herr Steinert als Oberbürger­meister.

Die Ausschußsitzung im ersten Akte war lebhaft bewegt, und die einzelnen kleinen Rollen griffen tadellos in einander. Es kamen allerlei nette kleine Nuancen zur Geltung, und doch blieb die realistische Lebendigkeit im allgemeinen gewahrt. Nur eine Frage: verträgt sich eine Gallerte von Karrikaturen ä la Hogarth mit der ernsten Würde des Rathaussaales einer großen Stadt? Daß die Spielleitungwider die majestätische Länge", um mit Gottfr. Aug. Bürger zu reden, mit Erfolg angekämpft hat, verdient hervargehoden zu werden.

Bei Philippi aber sehen wir uns hoffentlich in diesem Jahre nicht mehr wieder. P. W.

Felix Philippi reifte dieser Tage nach Wien, um an den letzten Proben feines SchauspielsDas große Licht" teilzunehmen, das am 22. b- M. mit Josef Kainz im Burgtheater zum erstenmale in Szene geht.

In der ZeitschriftH e ss en 1 an b" (Verlag von Friede. Scheel in Cassel, vierteljährlich 1,50 Mk.) beginnt Alexander Burger über Alfred Bock einen längeren Aufsatz, der ein tüchtiges Charatterportratt dieses geschätzten hessischen Romanschriftstellers zu geben verspricht, llebrigens be­schäftigte sich neulich die NaumannscheHilfe" sehr gründ­lich mit dem neuesten Bockschen RomanKinder des Volkes" und rühmte ihm viel Gutes nach.

Wie Berliner Blätter berichten, hat ein dortiger Buch­händlerVirchows Geschichte von Schivelbein" aufgefunden. Daß Virchow eine Geschichte seiner Vater­stadt geschrieben habe, war oft behauptet, aber ntegr als Anekdote aufgefaßt worden.