60 ML, 2. DnaL 54—56 ML; Kühe L Qual. 66—68 ML, 2. Qual.
als Gast.
4% Oesterr. Goldretne . . 103.80 4*/3 % Oesterr. Silberrente 10244
. 2645 . 3L80 . 86.00 .4084)0, . 21640 . 183L0 . 13440 . 14340
. 15L50i . 15410-' . 18.40 . 17140 . 192.00 . 180.40 . 16240/
10240
92.70
102.40
92.40
100.40
9940
/feierte der Krieg Lrver ein fern 28. Stiftungsfest. Das /Fest erhielt ferne besondere Weihe durch Verleihung der Äaiserschleife an den festgebenden 'Verein, die Mitwirkung Mehrerer Gesangvereine und ein farbenprächtiges Aeußere ; durch die Teilnahnre der inr besten Sonntagsstaat erschien prenen weiblichen Jugend. — An dem G-auwettfahren, das der Dilbenburger Radfahrerverein veransbiltete, beteiligten sich^ auch, mehrere Gießener Radler; sie legten' die c<l 120 Kilometer länge Strecke Dillenburg-Laasphe- Marburg-Dilleuburg trotz stellenweise gründlich aufge- 1 weichter Straße und mehrerer starker Steigungen in gutem Tempo zurück.
-1- Heuchelherm, 17. August. Unter den jüngeren Kindern tritt schon seit einigen Wochen der Keuchhusten in heftiger Weise auf.
? Staufenberg, 16. Aug. Heinrich Benzler wurde »Lei der heutigen Stichwahl mit 45 Stimmen zum Beige- -o rd neten gewählt. Sein Gegenkandidat Heinrich Zecher VL erhielt 31 Stimmen.
§ Butzbach, 18. August. Für den normalspurigen Ba-hnbau Butzbach-Lich ist die Erwerbung von 24 Hektaren Gelände erforderlich, zu welchem Behufe den Ortsgerichten der beteiligten Gemeinden bereits die Verzeichnisse 'der abzutretenden Parzellen zwecks Taxierung der letzteren übersandt wurden, sodaß die Uebereignungsoerträge demnächst Protokolliert werden können. Der Voranschlag und die Lage- pläne über den Bahnbau sind jetzt auf unserer Bürgermeisterei /zur Einsicht der Interessenten offengelegt.
L Fried ber g, 17. Aug. Ueber ein schsw eres Verbrechen wird uns gemeldet: In der Usagasse wohnt der -verheiratete Schuhmachermeister Deutsch, ein Wiener von Geburt. Heute vormittag kam ein beschäftigungsloser älterer Schuhmacher geselle, der vor ungefähr drei Wochen bei Deutsch! gearbeitet hatte, und verlangte von D. Arbeit. Da D jedoch bereits einen Gesellen angenommen hatte, so wußte er ihn äbweisen. Hierüber geriet der Geselle so in Wut, daß er ein Schustermesser ergriff und aus D. eindrang. Als die Frau hinzusprang, um abzuwehren, gerieten die Angegriffenen wahrscheinlich ins Fallen, worauf der Wüterich blindlings auf beide einstach. Zwei NachharK- Leute horten die Hilferufe und eilten sofort in die Wohnung. Hier fanden sie Adann und Frau auf dem Boden liegen und den Unhold fortwährend aus sie einstechen Eine Blutlache stand bereits am Bobern Die beiden kräftigen benach^ barten Männer rissen den Unhold von ihren Opfern, wobei das Messer zu Boden fiel. Auch andere Leute waren unterdessen herbeigeeilt und hatten die Polizei gerufen, die den Verbrecher verhaftete. Die Uebersallenen bluteten aus zahlreichen Wunden, die Frau ist sehr schwer verletzt, an ihrem Aufkommen wird gezioeifelt. Der eine Unterarm hat mehrere tiefe Stiche erhalten, die Schlagader ist durchschnitten Später wurden noch drei tiefe Stiche in den Unterleib festgeftellt. Die Frau ist bewußtlos, ihre Ueberführung nach Gießen in die Klinik erfolgte heute mittag um 1 Uhr. Der Mann hat dagegen keine lebensgefährlichen Verletzungen erhalten und konnte in das hiesige Hospital gebracht werden. Außer ,Fleischwund en an Hals und Gesicht hat er erneu Stich durchs die rechte Hand erhallen Die herbeigeellte Volksmenge war so erregt, daß der Verbrecher fast gelyncht worden wäre. Tie Uebersallenen gellen für sehr fleißige und ordenlliche Leute, die sich mit ihren drei kleinen Kindern, von denen ba» jüngste erst einige Wochen all ist, redllch ernähren. Weiterhin wird uns zu der Mutchat noch mllgetellt: Der Verbrecher hatte zuerst die beiden größeren Kinder mit Erstechen bedroht, und daun die hinzuerlenden Eltern an- gefallen Zwei hiesige Aerzte legten Notverbände an und veranlaßten dann die sofortige Ueberführung der Fran in die Gießener Klinik. Auf dem Transport nach, der Bahn war der Zustand der Frau derart, daß das Eintreten des! Todes jeden Augenblick bevorstand. Die ganze Stadtnimnit Anteil an dem schweren Schicksalsschlag, der diese Famllie betroffen. Der Thäter soll in einem Anfall von Geistes- gestörthett gehandelt haben. — Der deutsche Athleten- Wettstreit, verbunden mit Fahnenweihe des hiesigen ersten Stemm- und Rürg-Klubs hat heute seinen Anfang genommen Zu der Vorfeier, die gestern abend von 8 Uhr ab aus dem Festplatz stattfand, hatten sich zahlreiche Athleten eingefunden — Heute vormittag 6 Uhr fand Wecken statt, danach von 7 Uhr ab Empfang auswärtiger Gäste. Etwa von 9 Uhr bis gegen halb 12 Uhr fand der Wettstreit un Stein stoßen und Stemmen stall Die Achteten waren in vier Klassen eingeteill. Erstaunlich^ waren die Kraftleistungen, welche besonders in der ersten Klasse ansgeführt wurden. Heute nachmittag folgt. Fortsetzung des Wettstreites
00—00 ML Kälber: L Qualität80—82Psg^ LebendgewichtöO—OriPst 2* QuoL 76—78 Pfg., Lebendgewicht 47—48 Pfg., Schlachd-
4% Ungar. Goldrente . . 4*>/o Italien. Rente . . . 4*/2% Portugiesen . . . S% Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . . Türkenlose.....
4% Griech. Monopol .-Anl. 4?]a% äussere Argentiner
30/0 Mexikaner . . , 4%% Chinesen . . . Electric. Schachert . . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . . Diskonto-Konunandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . . « Gotthardbahn . . . . Laurahütte.....
Bochum ...... Harpener.....
Tendenz: fest.
Garnison-Lazareth übergeführt worden. — Wie aus Lüden- cheid depeschiett wird, greift der Typhus in besorgniserregender Weise um sich. Es werden energische Maßregeln zur Bekämpfung der Seuche getroffen. — Aus Posen wird amtlicherseits gemeldet: Die Nachricht, daß hier die Cholera oder eine cholera-ähnliche Krankheit herrsche, beruht auf Er- indung. In einem Teil der Unterstadt hat vor einiger Zeit Brechdurchfall grassiert, der zu zahlreichen Erkrankungen ühtte, gegenwättig aber bereits im Erlöschen begriffen ist.
102.20
103.00
4740
29.35
28.45
113.60
43.50
Vermischtes.
* Griudelwald, 17_ August. Am Wetterhorn wurden gestern zwei englische Touristen mit zwei Führern von einer neuen Schneelawine überrascht. Ein Engländer und ein Führer wurde getötet, der andere Engländer wurde leicht und der Führer schwer verletzt.
* Tausend Menschen ertrunken. Eine Hongkonger Depesche vom 15. Aug. berichtet über verheerende U e b e r s ch w e m m u n g e n in der chinesffchen Provinz Kwangsi, tausend Personen seien ertrunken. Infolge heftiger Regengüsse in Hongkong seien mehrere Häuser eingestürzt und 20 Personen getödtet worden.
• Ein schweres Unglück auf der See. Eine Lloyddepesche aus Kapstadt vom 9. d. M. meldet: Als die britische Bark „Highfteld" von Cardiff gestern Nacht bei tarkem Sturm in den hiesigen Hafen einlief, stieß sie mit rem dott ankernden Hamburger Dampfer „Kaiser" zusammen. Die Bark sank sofott. Von der Bemannung sind 2 3 Personen ertrunken und 4 gerettet Ob Dampfer „Kaiser" gerettet ist, ist unbekannt
* Epidemien. Der „Schles. Ztg." zufolge sind von Mannschaften des in Liegnitz garnisonierenden Königs- Grenadier-Regiments, die gegenwättig in Schwersenz b. Posen zum Regiments- und Brigade-Exerzieren einquattiett sind, 69 Mann an der Ruhr ettrankt und in das Posener
olgte eine Besichtigung der Ausstellung unter Führung des Ehrenpräsidenten, des Rittmeisters Baron RiedeseL Um 3 Uhr sprach Sdjjrer Seip> in freier, feffeluder Weise über den Nutzen der Bienenzucht und erntete reichen Bestall der zahlleichen Versammlung.
372% Reichsanleihe
30/0 do.
3V,o/o Konsols .
3O/o do. . .
372% Hessen
3% Oberhessen
Zpielplan der vereinigten Frankfurter Ztadttheater. Lperuhaus.
Dienstag den 19. August, abends 7 Uhr: „Die Regiments-, tochter." Hieraus: Tanzbilder (Ballettdioertissemeut).
Schauspielhaus.
Dienstag den 19. August, abends 7 Uhr: Dramen-EykluS, -um Abschiede vom alten Schauspielhause. Neunter Abend. Friedrick) Hebbel (geb. 1813, gest 1863.) „Maria Magdalenas Clara: Fraulein Irene Triesch vom Deutschen Theater mBerürp
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. M., 18. August 1902.
OberpostseckretjLv i- P. Wacher vor beut Megetixenfmol eine Ansprache, irt ber er .tl <l auch dem Dank Ausdruck toerlielt daß die <3£ai>t Gießen ihre Krieger in dem Denkmal nnd den in dem allehrwürdigen Rathanse angebrachten GedeuLafellr geehrt; er l^te mit den Worten^ die Kaiser Wilhelm L bei der Enthüllung des Niederwald- (bentmafe gesprochen: „Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden gyr Anerkennung, oen kommenden Geschlechtern zur Nacheiferung. Das walle Gott", einen Kranz am Denkmal nieder. Der Redner schloß mell einem Hoch auf Kaiser nnd Großherzog. — Zur FÄer des Tages konzertierte darauf die Regimentskapelle am Kriegerdenkmal.—Der vom Veteran en-Verein am Nachmittag veranstaltete Ans- flng nach Bichlers Terrasse war urcht besonders stark besucht, ‘toaS wohl dem Umstande zuzuschrmbeu war, daß die Mehr» zahl der Vergnügung und Unterhaltung Suchenden entweder die'Wiesecker Kirmes oder das in Steins Garten statt- fiudende Koschat- Konzert aufsuchte. Ueberdas letztere .können wir berichten, daß es sehr gut besucht war und die Vorträge des berühmten Qmntetts verdienten Beifall fanden. Besonders geehrt wurde der Komponist Thomas Koschat selbst; mit cheralevesker Gemütlichkeit lieferte er allen, die ihn darum angingen, sein notengeschmücktes Auto- tgramm ans — der Schwerenöter 1 — In Wies eck gab es Kirmes, Nnd was das heißt, konnte man nachmittags sehen, als der Strom der Gäste sich, nach der in letzter Zett ge- walttg sich ausdehnenden Zukunftsvorstadt wälzte. Wohl die Hälfte seines Bestandes an Männlein nnd Weiblein hatte Gießen hinansgeschickt nach Wiefeck, wo gar verführerisch -lockten duftende Bratwürste und Walzerkomposttionen bekannter, verkannter und unbekannter Meister,' und die alle nach ihrem Geschmack bedienten Biertrinker schmunzelten ebenso mit den Wirten um die Wette, wie die tanArein- schwingenden Jünglinge mit nicht minder tanzlusttgen Schönen zwischen 16 und 50 Jahren. Wer den Festort früh verließ, geht heute wieder nach Wiefeck, und wer spät heimtrollte, dttio. — DerArbettergesangverein Marburghatte als Zttl seiner Sängerfahrt den „Windhof" erkoren. 'Die Gießener „Eintracht"' leistete ihm Gesellschaft, und beide Vereine unterhielten"sich und ihre Gäste nut hübschen Chor- und Quartettgesängen. — In Watzenborn-Ste^inber g
Kunst und Wissenschaft.
Bayreuth, 16. Aug. Tie heutige „Si egs ried"-Anfuhr u u g befriedigte das internatwnale Publikum vollauf. Siegfried Wagner dirigierte mit vielem Geschick. Die Be- etzung war folgende: Siegfried: Ernst Kraus-Berlin, Mime: Hans Breuer-Wien, Wanderer: Theodor Bertram-Berlüi, Alberich: Fritz Friedrichs-Bremen, Fafner: Johannes Elmblad-Stockholm, Erda: Ernestine Schumann-Heink-Berlin, Brürchilde: Ellen Gulbranson- Christiania, Waldvögelem: Emmn Destin-Berlin. — Frau Costma LÄrgner hat sich wieder vollständig erholt und sieht sehr wohl aus.
Bcsau^ou, 17. Aug. Heute fand hier die Einwechung des Pasteur-Denkmals statt. Bei derselben hielt Ackerbau- mimster Mougeok eine Rede, m der er Pasteur als Wohllhäter der Menschheit feierte.
Arbeiterbewegung.
Köln, 17. Aug. Eine stark besuchte Maurer versamm- l u n g beschloß heute, sich mit den Aushilfsarbeitern, die wegen Lohnerhöhung in den Ausstand gerieten sind, solidarisch zu ettlären und morgen überall bxe Arbeit niederz uLe gen, wo die Forderungen der letzteren nicht bewilligt werden, auch wenn die Forderungen der Maurer, die seit einiger Zeit selbst in der Aus- tandsbewegung sind, bewilligt werden. Ten gleichen Beschluß aßte die Organisation der Zünmerleute und Stuckateure. Gleichzeitig hielt die Kölner Baugewerbe-Innung eine außerordenlliche Generalversammlung ab, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, über die zuletzt bewilligten, aber den Forderungen der Arbeiter nicht völlig entsprechende Erhöhung der Löhne nicht hinauszugehen.
Hamburg, 17. Aug. Die Fuhrwerksbesitzer lehMen gestern in nichtöffenllicher Versammlung einen Antrag ab, nach dem der Verkehr im Interesse des Publikums bis zum Septernber wieder ausgenommen werden und danach der Ausstand wieder in vollem Unffang eintreten sollte, wenn die Polizei bis dahin keine Abänderung des neuen Reglements genehmigte. Von morgen ab soll auch die Leichenbeförderung eingestellt werden. Die Aerzte versuchten heute schon überall vergeblich Fuhrwerke zu erhalten. Die Hamburg-Amerika-Linre ließ die auf ihren Schiffen eingetroffenen Reffenden durch von ihr gemietete Motorwagen der Straßenbahrr in die Stadt befördern. Obgleich eine größere Anzahl Ausständiger am Hafen anwesend war, sind Ruhestörungen nicht vor- gekommen. Streikposten an den Hamburger Grenzen suchen auswärtiges Fuhrwerk abzuhalten. Wie es heißt, solle versucht werden, auch die Schaffner und Führer der elektrischen Bahnen zum Ausstand zu veranlassen, damit die Polizei zum Nachgeben gezwungen werde. Es verlautet, daß in den nächsten Tagen auch die Rollfuhrwerksbesitzer den Betrieb einstellen wollen.
Paris, 17.Arrg. EinAusstand der Kohlenarberter des Loirgebrets steht bevor. Morgen sollen die Direktoren der Gesellschaft die Antwott aus die Forderungen der Arbeiter geben. Da dieselbe aber abschlägig laiueit dürfte, wrrd voraussichtlich am Dienstag der allgemeine Ausstandi beschlossen werdeii.
.ffg., <sd)ate: L UuaL ^cyiacyrgewrcyr 04—00
2. Quäl. 60—62 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweüre L Qual. 70—00Pfg., Lebendgewicht 56 Pfa.,2.Qual.68—69Psg., Lebendgewicht 55—00 Pfg., 3. Qual. 58—60 Pfg^ Lebendgewicht 00—00 M. —> Geschäft: bei Hornvich gut, bei Kleinvieh gut, alles oettaust.
fc. Frankfurt a. M., 18. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gießem. Anz.") Amlliche ^Notierungen der heutigen Fruchtmarktp-reife.; Merzen All. 00.00—00.00, Kurhestffcher Alk. 00.00—00.00, La Plata Alk. 16.75—17.75, Kansas Mk. 16.75—17.75, Roggen (hieftger>, Matt 1445—14.75, Gerste (Wetterauer) All. 00.00—00.00, Franke»-, selber Alk. 00,00—00,00, Hafer All.1740—1840, Mais ML 1245—0000,,' Weizenmehl 0 Mk. 25.00—2540, 2. Qualität Mk. 23t»,
bis Mk. 24.00, 3. Qualität Mk. 21.00—2140, Roggenmehl 0 Mk. 24.00—00.00, 1. Qualität ALL 22.50—00.00, Weizenkleie bis Mk. 0.00, Roggenkleie Mk. 940—0.00, Maiskeime ML HHXK bis Mk. 00.00, Fraiiken, Pfälzer, Ried Atk.00.00—00.00. Alles per, 100 Kg. ab hier.
und zahlreicher Zuschauer von dem Kreisrat Dr. Wallau Ä wuuu <ö_,o via.,
hier mit einer kurzen, packenden, die Bestrebungen der gewicht 62—65 Pfg., Schafe: L Qual. Schlachtg^ncht 64—66 Bienenzüchter anerkennenden Ansprache eröffnet Darauf '
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Mainz, 18. Aug. Der Kaiser richtete am 16. d. MtZ. aus Homburg folgendes Telegramm au den Gr-vtz- herzvg: „Es ist mir ein Bedürfnis Dtt nochmals auszu- prechen, wie ich durch die Beweise wahrer patriotischer Gefiu- nuug im Heffenlaude gestern ans der prächtigen Rheiufahtt und heute in dem schönen Mainz hocherfreut worden bin. Zch darf/ Dich wohl bitten, Deinem wackeren Volke meine» herzlichsten- Dank zu übermitteln."
Hornburg v. d- H., 18. Aug. Der Kattie r und te Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Joachim und Priuzesstttz Viktoria Luise trafen gestern nachmittag auf dem Sauris burg-Kastell ein und ließen sichj durch Baurat JaeoüL, die Bauten, die in der letzten Zett vollendet lvurden, erklären./ Besonders die römische Luftheizung, die angezündet mar.1 Sodann wurde im rechten Flügel des Prätoriums die dort; untergebrachte Ausstellung der Saalbnrgfteunde-BerLn^ deren Mitglieder augenblicklich hier sind, eröffnet. Der Kaiser^ lieh sich den Vorsitzenden, Major Schütz, den Schatzmerster^ unö die Aussteller vorstellen und wünschte zum Unternehmen Glück. Der Kaiser ließ sich alles eingehend erklären nnd, prach, sich sehr anerkennend aus. Zum Abschied reichte er, edem die Hand.
Hom du r g, 18. Aug. Der Kaiser hörte gesttm vor-, mittag Votträge und begäb sich nachmittags mit seiner Familie nach der Saallbu r g. Heute vormittag ritt der, Kaiser ebenfalls dorchin und hatte eine Konferenz mit Prof., Jchelhäuser.
Berlin, 18. Aug. Eine von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung txer Polen BerlrnÄ be- schäftchte sich, gestern mtt dem Thema: „Die antipoüftschen> Maßnchmen der Regierung und unsere nationalen Auf- gaBen." Redatteur Wrobel bezeichnete dos TLutschtumi als den Erbfeind des Polentums, daher dürfe man sich' nicht wundem, wenn die Machtstellung der Polen sich in' rücksichtslosem Kampfe gegen die Regierung zeige. Die Polen in Preußen seien von lauter Feinden nm^ geben. Namentlich! ba£ Zentrum strebe, sie unter den Macht des Glaubens zu germanisieren. Durch den An- siedlungssonds sollten die Polen unterdrückt werden. MiL-i tär- und andere Behörden, boytottierten die polnischen Ge-> schaftsleute. Es gelangte eine Resolution zur Annahme die gegen die polenfeirü>liche Politik der preußischen Negierung Protest erhebt. Es 'wird für eine heilige PfLcht der Polen erklärt, an chrer Nationalität festUchalten. ©ie bettachtet als Verrat der polnischen Sache den Verkauf' polnischer Grundstücke an die Ansiedlungskommisswn. Sie» verpflichtet sich alle Bestrebungen, welche zur Aufrecht-^ erhaltung des Polentums förderlich, find, thatkräfttg zu/ unterstützen. — Gegen die ft 0 In i scheu F r ackt i on Amttt«- g li e d e r im R e ichst ag e wurden im Lause der .Versanrm--- lung heftige Vorwürfe wegen deren schlappen Haltung in. der Polenfrage erhoben. Die Mitglieder der Fraktion, wwv" ben als politische Idioten bezeichsnet.
H a m b u r g, 18. Aug. In der Nacht ist der Genea^aul-) streik sämtlicher Droschkenkutscher proklamiett., Auch die Stallkutscher, die feste Kundschaft fahren,; haben die Fahrten eingestellt. Die StraßenLahuwagen find' infolge des Streikes überMlt.
P a r i s, 18. Aug. Der „Figaro" veröftentlicht das Bord- Tagebuch Easton-Meuriers auf der Nordlandre^ise mtt Waldeck-Rousseau diach demselben war das Zus am - mentreffen mit Kaiser Wilhelm zufällig. Nach dem Einlaufen der Ariane kam eine Ordonanz von der ,4)ohenzollern", die um die Namen der ftanzösischen Mcht! bat. Am nächsten Tage erschien Herr v- Tschir ss chktz im. Auftrage des Kaisers zur Begrüßung an BorA der „Ariane" und lud Waldeck- Rousseau allein ein,' an Bord der ,^>ohenzollem" zu kommen, da ihn der Kais er zu sprechen 'wünsche. Waldeck-Rousseau blieb eine. Stunde fort und brachte eine Einladung zum Abendesseu' Er kündigte ferner an, daß der Kaiser die, ,Ariane"^ zu besuchen wünsche. Die Besichtigung dauerte zwei/ Stunden. Beim Abendessen auf der „Hohenzollern" spreite-) die Musik nur französische Stücke. Die Unter-: Haltung betraf Theater rc. Als die „Ariane" am andern, Morgen in See stach, begrüßte der Kaiser beim Vor beifahren' nochmals die Insassen der „Ariane".
Kandel und Verkehr. Volksunrlschast
— Zuckerfabriken und Raffinerien für Kolorrialwareu- Häudler, e. G. m b H., in Magdeburg. Nach langen Vorarbeiten ist das Projekt, Zuckerfabriken und Raffinerien für Rechnung einer Genossenschaft von Kolonialwaren-Händlern zu betreiben, soweit gediehen, daß beim Amtsgericht in Magdeburg die Eintragung ins Genossenschastsregffter erfolgt rst. Mstglred der Genossenschaft kann jeder Kolonialwarenhandler, der glelchzeirig Ladeninhaber ist werden, der die Statuten der Genoffenschast für sich als bindend anettennt und den festen Vertrag von 100 Mk. als Geschäftsanteil entrichten Jeder Genossenschafter kann 300 Anteile erwerben. Die Zahl der Geschäftsanterle, die jcber Genossenschafter erwerben muß, richtet sich nach dem Quantum Zucker das er sich pro Jahr abzunebmeu verpflichtet, und zwar ist für je 20 Zentner Zucker ein Geschästsarüeil von 100 Mk. zu erwerben. Durch Gründung der Genossenschaft haben dre Koloma waren-Handler einen Schrift vorwärts auf dem Weg der Sell^thüfe gethan, um so mchr, als auch dem kleinen Kaufmann Gelegenheck geboten wird, sich an der Gelwssenfchaft zu beteiligen.
Märtte.
Grüuberg, 16. August. Fruchtmarkü (Turchschnitts- vreis vro 100 Kilo) Weizen 0040 bis 00.00 Mk., Korn lowO bis 0040 M^ Gerste 00.00 bis 00.00 M, Hafer 17.18 bis 00.00 ML, Erbsen 00.00—00 Mk., Linsen 00.M Mk., ^^^00-00 Mst Wicken 00.00 Matt, Samen 22.50-00.00 ML, Kartopttn 0.00 bis 0.00 Mk
fc. Frankfurt a. M., 18. Aug. (^elegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Rotiermigen der heurigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen 471 Ochsen, barimter 1^ chis Oesterreich, 44 BMen, darunter 2 aus .Oesteririch 870 ^ihe Fersen Stiere und Rinder, 0 Kuh ausOefterrerch, 186ftalbe_r, 139 ^cha,e und Härumel, 1157 Schweine, ,0Ziegen,0'Ziegen-,0SchasIammer. Bczm)lt wurde für 100 Pfund Schlachtgew, in ' > ch,eii l.Qualitat69-71 Mk L 65—ML, 3. Qua>. .>0—b2 All,; Bullen.LQmll. 08 brs
K. 16. Aftia, Heute narBmätag trnrrbe 60 ML, 2. DaaL 54—56 ML; Kühe L Quäl. 66—68 ML, 2. QrraL
die Äem mel^L-Gäste


