der Lage, auf Grund ernstester Informationen mitzuteilen, daß
Gelegenheit zur
Telephonischer Kursbericht«
Frankfurt a. H.» 18. April
102.40
Tendenz: fest.
111.60
44.60
101.80
92.10
101.70
91.90
100.10
der erste Früh- sür die Neu--
378% 3°/o 3V,% 3% S‘/2%
100.90
43.60
28.55
3u/q Mexikaner , . 4%7o Chinesen . , Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn Lombarden . « Gotthardbahn . . Laurahütte . . .
Bochum .... Harpener . . .
hältniffen zu suchen.
London, 18. April. „Daily Mail" meldet: „Wir find in
antwortlichen Regierung und auf einem Anteil der Buren am ausführenden Rat, der auf die Militärverwaltung folgen soll«.
Briefkasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
Z. in Lollar. Im Jahre 1877 fiel der Pfingstsonntag auf £en 20. Mai.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 19. April.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: heil. Beicht.
Pretoria gelöst sind." — Das Blatt giebt eine Darstellung der Verhandlungen, die am Montag mit Miluer begannen, und sagt: Die Buren verlangten dringend Waffenstillstand. Am Dienstag lehnte das englische Kabinet dieses Gesuch entschieden ab. Die Buren beruhigten fich hierbei; die Beratungen be
gannen. Es scheint jetzt, daß es sich hierbei niemals um die Besprechung von Bedingungen der Buren als Grundlage der Verhandlungen handelte. Thatsächlich unterbeiteten die Buren keine formellen Vorschläge irgendwelcher Art. Tas englische
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag Jubilate, den 2 0. April. G o t t e s d i e n st. In der Stadtkirche.
Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.
Am nächsten Sonntag den 27. April findet der erste Früh- gottesdienst statt, verbunden mit Christenlehre für die Neu- konfirmierten aus der Markusgemeinde.
In der Johauueskirche.
Vormittags 91/. Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Euler.
4'1,% Oesterr. Silberrente 101.55 4% Ungar. Goldrente . . 101.20
4% Italien. Rente . . , 4*/z% Portugiesen . . . ä°/ Portugiesen.....
1% C. Türken . . . . Türkenlose......
4% Griech. Monopol -Anl. 4*/2% äussere Argentiner
3% Hessen . . . .
4% Oesterr. Goldretne .
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
hd. Offenbach, 18.April. Original-Telegr. des „Gießener Anzeigers".) Die Stadtverordnetenversammlung beschloß gestern abend in gehetmer Sitzung, gegen den hiesigen Beigeordneten Wolff wegen seines Verhaltens als Aussichtsbeamter des Versorguugshauses auf Grund des § 5 des Disz.- Gesetzes eine Diszipliuaruutersuchuug mit dem Endziel der Dienstentlassung zu beantragen, und ihn alsbald von seinem Amt zu suspendieren. Gegen den Verwalter des Ver» sorguugshauses, Schiff, wurde ebenfalls eine Dis» ziplinaruutersuchung ungeordnet. Wolff hat in der vor- letzten Stadtverordnetensitzuug gegen Schiff ehrenrührige Be- schuldigungen erhoben, tue mit der Entlassung eines Mädchens aus dem Dersorguugshause Zusammenhängen, und hat, um seine Verdächtigungen zu beweisen, auf eigene Hand Mädchen, die früher im Versorguugshause waren, von auswärts kommea lasten und verhört. Wolff soll aus die vielen Anfeiudungeu hin, die ihm sein Verhalten eintrng, eine ganze Anzahl von Prozessen anhängig gemacht haben.
Berlin, 18. April. Zur parlamentarischen Lage wird geschrieben: Es hat den Anschein, daß der Bundesrat abwarter: will, ob der Reichstag selbst einen Antrag aus Diäten für die Mitglieder der Zolltarif-Kommission stellen wird, bezw. soll die vom Bundesrat bekanntlich bereite beschlossene Vorlage erst an den Reichstag gelangen, wenn die Gewißheit vorhanden ist, daß die Mehrheit des Reichstages die Zustimmung zur Vorlage nicht abhängig machen wird von der Gewährung allgemeiner Reichstags-Diäten. Von dieser Vorbedingung dürfte die Mehrheit des Reichstages auch ab seh en in der lieberzeugung, daß der Bundesrat später gezwungen sein wird, allgemeine Diäten zu bewilligen, um den Zolltarif durch die zweite und dritte Lesung im Plenum zu bringen. Von Mitgliedern der Zolltariskommission hört mau die Meinung äußern, daß es gelingen wird, die erste Lesung des Zolltarifs bis Pfingsten zu erledigen. Ueberhaupt macht sich zur Zeit eine zuversichtlichere Stimmung in Bezug auf die Aussichten des Zolltarifs geltend. Die Verständigung mit der Regierung dürfte mi- der Grundlage erfolgen, daß der weitaus größte Teil der von der Regierung beanstandeten Beschlüsse von der Kommission in der zweiter: Lesung aufgegeben werden wird und die Regierung ihrerseits in dem einen oder andern Punkte — man spricht hauptsächlich vom Gerstenzoll — nnchgiebt. — Im Abgeordnetenhause nehmen wohlunter- ricttete Mitglieder an, dan die Landtagssession nicht zum Pfingstfest schließen, sondern nach den üblichen Pfingstferien bis Mitte Juni dauern wird.
Berlin, 18. April. Wie das „B. T." erfährt, litt der Kaiser an einer Balg-Geschwulst am Knie, die er sich operieren ließ. Die Heilung erfolgte so glatt.
nannten Erwerbszweige zu Stande kommen könne. Sodann besprach der Generalsekretär des Vereins, Busemann (Berlm), die Mißstände und Chicanen im Handelsverkehr mit Rußland und erstattete Bericht über die in Betracht kommenden Aus- suhrmengen, über die jetzigen Zollsätze und über das Matz der unerläßlichen Ermäßigung derselben. Diese Ausführungen fanden widerspruchslose Zustimmung der Versammlung, aus der heraus noch einzelne Zusatzanträge gestellt wurden, die gleichfalls Annahme fanden. Auf Antrag der Handelskammern Oldenburg und Bremen wurde beschlossen, den Vorstand des Vereins zu ersuchen, auch die Frage des Mindestzolles auf Gerste auf die Tagesordnung der demnächst in Köln statt- findenden Hauptversammlung des Vereins zu setzen, da dieser Mindestzoll in Anbetracht der großen Menge Futtergerste, welche Deutschland aus Rußland bezieht, die Vertragsverhandlungen mit Rußland außerordentlich erschweren würde. Die Versammlung war sowohl von Mttgliedern des Vereins und anderen Firmen, als auch von zahlreichen Handelskammern gut besucht.
- Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Neubau der Herren Roth u. Kons, an der Beneckstraße n Bad-Rauheim wurde für 170 000 Mk. an Herrn W. Plate in Frankfurt a. Mk. verkauft.
1902.
. 26.35
. 89.80 . 111.90
.' 212*25 . 189.40 . 137.20 . 139.20 . 153.90 . 141.80 . 17.50 . 167.50 . 203.50 . 198.00 . 170.00
Am nächsten Sonntag, den 27. April, findet aottesdienst statt, verbunden mit Christenlehre konfirmierten aus der Lukasgemeinde.
Bekanntmachung,
betr.: Die Vertilgung der Raupennei ter.
Die Garten- und Feldbesitzer der Gernarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 1. Juni l. Js. ihre Bäume, Sttäucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen.
Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die in § 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haststrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden.
Gießen, den 16. April 1902. 3103
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Reichsanleihe do.
Konsole . do. . .
Hessen
Die englische Regierung lehnte es am Mittwoch ab, ihre Be» diugungeu in irgend einer Art abzuändern. Tie Antwort wurde den Buren am Donnerstag notifiziert. Doch versprach ihnen Milner, daß sie einen oder zwei Sitze im ausführenden Rat haben sollten. Wir glauben zu wisten, daß die Buren im Wesent- eichen die englischen Bedingungen annahmen. Es find nur noch Einzelheiten ohne Bedeutung zu regeln. — Bisher haben die Burenvertreter vollkommen unabhängig von den abgesandtev Buren in Holland gehandelt.
Southampton, 18. April. Die Kaiseryacht ist auf Solent eingetroffen und ging zur Ausschmückung und Fertig- stellung der inneren Einrichtung ins hiesige Dock.
Brüssel, 18. April. In ber Borinage und in Vdont wurden die Truppen plötzlich zusammenberufen. Auch in Brüssel wurden zwei Regimenter Infanterie in den Kasernen konsigniert. Die Zahl der Streikenden beträgt 312 000.
Offenbach, 18. April. Die Bestattung des Direktors Massenbach fand gestern nachmittag tm Krematorium unter sehr großer Beteiligung statt. Ein Mitglied des Aufsichtsrates der Akkumulatorenwerke widmete dem so unglücklich Dahingeschiedenen nicht nur Worte der wärmsten Sympathie, sondern spracht auch die feste Ueberzeugung aus, daß es nur ein verhängnisvolles Versehen gewesen sei, dessen persönliche Entdeckung den allzu Ehrliebenden in den Too getrieben. Alsdann sprachen noch ein Vertreter des physikalischen Vereins, der General- Tirektor der Elektrizitätsgesellschaft Lahmeyer, Professor Salomon, sowie ein Vertreter des Fabrikpersonals.
Haag, 18. April. Eine Extraausgabe des Amtsblattes melbet daß die Königin an typhösem Fieber erkrankt ist. Die Krankheit verlief bis jetzt normal.
Rotterdam, 18. April. Der „Nieuwe Rotterdam'sche Courant" meldet: Wir erfahren aus dem Haag aus glaubwürdiger Quelle, es bestehe Gruud zu der Annahme, daß die Friedens-Verhandlungen zwischen den Burenrepubliken und England infolge der Unmöglichkeit, zu einer Einigung zu gelangen, abgebrochen seien.
Wien, 18. April. Die wegen Unterschlagung steckbrieflich verfolgten Buchhalter Jakob Leyron aus Mannheim und Kaufmann Ernst Meimeth aus Kassel wurden hier verhaftet.
Petersburg, 18. April. Der Regierungsbote meldet die Ernennung des Staatssekretärs für Fmland, Plehwc, zum Minister des Innern unter Belassung seiner Würde als Staatssekretär und Senator.
Bekanntmachung,
betr.: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit.
Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Aft. 79 des Feldstrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben von jetzt bis 30. April in den Schlägen einzuhalten. lieber» tretungen dieser Vorschrift müssen nach Maßgabe des Feld- sttafgesetzes zur Anzeige und zur Bestrafung gebracht werden.
Gießen, den 16. April 1902. 3102
Großyerzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
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1 .auch noch "l'nd unsen °en gefallen, $te,t gerade Wer den, öbet wohl so '^rnieisier b,e Hand zn ausgab, qe, * ein ge, B ec Gießen, erden können. ln der Bahn tern ging in *er 21jährige, Bürgermeisters Hutuergtft« ^wißhcil noch darunter auch ussmschchl^chen andes besucht, h im Müllerei, u haben. Alz Geschwüre am m verursachten.
des Kreis, e Konferenz i statt. Der ’ die »Masern' so verbreitete : Backmana, den «Rechw man sich eint nsschulmfpcttor ie Beifügungen der Konferenz in gemeinsames
Vermischtes.
* Zahme Sperlinge sind schon von Eatull besungen worden, aber doch mehr aus Galanterie gegen feine Gelrebte Lesbia, die über den Tod ihres LieblingSvögeleins ,entzündete und vom Weinen angeschwollene Augen bekam.
Tenn er war ja so goldig traut und kannte Sie so völlig wie nur ein Kind seine Mutter. Und er rührte sich nicht von ihrem Schoße, Sondern statternd umher, bald hier, bald dorchin Piept er stettg der Herrin zugewendet. -----, -....... -
Auch in der Freiheit weiß sich der Sperlmg bald nut bic Grundfragen des Friedens tut wesentlichen m den Verhältnissen zurecht zu finden und eine Art FreundschastS- ~ vertrag mit seiner Umgebung zu schließen. Em liebliches Idyll derart hat man Gelegenheit, an der Landebrücke der Trajektschiffe von Disch zu Mainz zu beobachten. In dem äußersten Schiffskasten, der den Landeblock trägt sowie auf diesem selbst haben einige Sperlingsfamilien ihre ständige Wohnung aufgeschlagen. Auf einem der Trajektboote ist em Heizer beschäftigt, der bei jedesmaliger Ankunft ungefähr alle Viertelstunden die Sperlinge lockt und füttert. Schon eine .....
kleine Strecke wett fliegen die Vögel dem betr. Boot ent- Kabinct ging von dem Gesichtspunkte aus, daß weder ein Ver- gegen und suchen trotz den aussteigenden Paffagieren ein trag, noch ein Abkommen in Betracht kommen könne, sondern Plätzchen auf dem Boot. Stets entsteigt der Heizer, um einige baß es sich nur um Bedingungen handeln könne, die der Sieger Minuten frische Lust zu schöpfen, den unteren Räumen, nach- vcm geschlagenen Feinde stelle, der sich unterwerfe. Die Buren dem die Landung vollzogen ist. Sofort stürmen ihm die bestanden lebhaft aus Amnestie und Zurückziehung der Ver- Sperlinge entgegen, um ungeniert aus seiner Hand einige banuungs-Proklamation, der baldigen Wiederherstellung^einer ver» Krümchen Brot entgegenzunehmen. Wenn sie sich vor den einsteigenden Gästen etwas fürchten, so schnalzt und schmeichelt der Heizer, und wirklich folgen sie seinem Lockruf. Dabei verschmähen sie es natürlich auch nicht, etwaige kleine Nahrungsabfälle vom Boden des Schiffes aufzulesen und zugleich auch wie hungrige Hunde bei dem Mittagessen ihres befreundeten Heizers auf hingeworfene Bissen zu warten. Uebrigens sind derartige Sperlingsfreundschaften keine Seltenhett. Der Sperling ist eben überall und nirgends zu Hause.
Eisenbahn-Zeitung.
Aenderuugen im Sommcrsahrplau. Am L Mai treten die Sommersahrpläne in Kraft, die eine Reihe von Änderungen bringen: neue und ausfallende Züge, Frühverlegungeu ufro. In Folgendem geben wir ein Verzeichnis dieser wichtigeren Aende- rungen, abgesehen von den regelmäßig im Sommer erfolgenden Zugvermeyrungen und Zugoerfchiebungen. Wir bemerken, daß die unterstrichenen Ziffern die Zett von 6 Uhr abends bis 5,59 mor- genS bebeuten.^ ^.Dießen-Marburg-(Kassel). Personen- -ua 915 Friedberg ab 9™, Bad Nauheim an 0^. - Per,oneiAig 916 Bad Nauheim ab 82, Friedberg an 82 - Personenzug 804^ der bisher im Sommer nur ab Vilbel gefahren wurde, wird auch auf der Strecke Friedaerg-Vilbel beibehalten. .
Friedberg-Homburg. Personenzug 916 Friedberg ab 813 Homburg an 922; der Zug wurde bisher un Sommer nur Samstags, Sonntags und Feiertags gefahren. — Gemischter Zug 910 Friedberg ab 1,08 (bisher 1,10), Homburg an 1,56 (bisher 2,07); der Zug erhalt in Friedrichsdorf Anschluß an den Zug 759 nach Ufingen. Gemischter Zug 912 Friedberg ab 4,12 (bisher 4,30), Homburg an 5,12 (bisher 5,27).
Gerichtssaal.
8 Darmstadt, 17. April. Die Strafkammer verurteille heute den Lehrer Peter S o m m e r, 21 Jahre-alt, aus Lindenfels, der tm Oktober, November und Dezember v. Js. m Langfiade tn Ausübung seines Amtes bei 10 Kindern im Alter von 10—12 Jahren, Rnaben und Mädchen, das chm als Lchrer erlaubte Z ü ch - tiguugsrechl überschritten und dieselben mißhandelt hatte, in eine Geldstrafe von 40 Mark.
Elberfeld, 17. April. In dem Prozesse gegen den Berlags- buchhändler Wiemann wegen Beleidigung des Kaisers von Oesterreich wurde heute das Urtett gebrochen. Dasselbe lautet auf Freisprechung. Die Kosten werden der StaalLtasie zur Last gelegt
Arbeiterbewegung.
Köln, 17. April. Aus verschiedenen Städten des Jndustrie- bezirkes wird über Arbetterpersammlungen berichtet in denen zum Teil eine erregte Sprache über die heutigen Lohnverhalt- niiffe und sonstige Angelegenheiten geführt wurde. Eine in Oberhausen abgehaltene B er garbeit ervers ammlung nahm eine Resolutton an, in der über angeblich nicht gerechtfertigte Lohnabzüge und Arbeiterentlassungen, sowie über Einstellung fremb- ländis ch er Arbeiter lebhaft Klage geführt wurde. In einer Versammlung in Dorstfeld wurde insdefondere über die schlechte Behandlung der Arbetter durch die Beamten und rigorose Bestrafung foroie über schlechte Reinigung und Instandhaltung der Grubenlampen geklagt Gegen alle diese Ausführungen richtet sich die Köln. Ztg." in einem längeren Artikel und ermahnt die Arbeiter zur Besonnenheit Ferner fordert sie die Arbetter auf, sich nicht durch die sozialdemokrattschen und ultramontanen Arbeitervereine verleiten zu lassen. Man darf, so schließt das Blatt, von der Einsicht unterer Bergarbeiter wohl erwarten, daß ihre augenblickliche, unter Ausnutzung der Ungunst der wirtschaftlichen Gefamtlage mehr oder weniger künstlich gefteiaerte Ernegung bald wieder einer ruhigereren Beurtheilung der Lage weichen wird.
daß der Kaiser an der Fuhrt des Lloyddampsers KronprinA Wilhelm teilnehmen konnte.
Dresden, 18. April. In dem Vorort Löbtau durchschnitt heute Vormittag die 32jährige Ehefrau des Schmiedemeisters Kipp en Han ihren 3 Kindern im Alter von 9, 8 und V/s Jahren die Kehle und tötete sich dann selbst. Der Grund ist in zerrütteten Vermögensver-
: des Groß- tag fllachmiüag lgen. In seiner neister Krämer hönberg'schen Einladung des lommen hatten, )ß Schönberg m-§inascheMg ig eines Lre« lande an die
dabei der unter Voraus-
W. Der Ober* age näher freien igen erfüllt sei. bringen müssen, n unsinnigen i Wirtschaft ein ,alb einer halben cn. Beim 17. cz befallen und '
tzung der Stabt* her die Regelung Personals an [offen, das AN« steigend bi-
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Sonntag den 20. April.
3. Sonntag nach Ostern.
Vormtttags von 61/. Uhr an: Gelegenhett zur hell. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste hell. Meße, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
„ , 8 Uhr: Die zwette heiL Meffe.
Mllttärgottesdienst mtt Predigt.
, „ 9Va Uhr: Hochamt mtt Predigt.
Nachmittags um272 Uhr: Sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
Danbei und Uerbehr. Uoibswirtschast.
Deutsche Eisenindustrie. Aus leicht begreiflichen Gründen hat sich die Presse fortaesetzt mit der Lage der deutschen Eisenindustrie zu beschästiaen, denn sie ist ein wesentlicher Gradmesser dafür, ob unser industrielles Leben sich wieder in Reconoaleseenz befindet, oder abermals einer neuen, eventuell noch schwereren Erkrankung entgegengeht. Aus einer statistischen Arbeit des Tr. Rentsch über die Entwicklung der deutschen Eisen- und Stahlindustrie geht hervor, daß die ^ttwustrie innerhalb der letzten Jahrzehnte einen ganz bebeutenlen Aufschwung genommen hat und die Produktion m allen Artikeln dis zum vier-, ft'ms-, ja achtfachen gestiegen ist. Hingegen ist im vergangenen Jahre iviederum eine bedeutende Schwächung eingetreten. Die Nachfrage ging zurück und die Preise fielen. Ter Export ist allerdings gestiegen, aber die Herstellungskosten wurden nicht gedeckt. Das Jahr 1901 gehörte zu den schlechtesten, die in der derttschen Eisenindusttie vorgekommen sind. Attt diesen Ausführungen hat Dr. Rentsch nichts Neues gesagt. Aber er stellt auch der Zukunft kein günstiges Prognosttton. Er meint, es feien zwar gewisse Aussichten für eine Besserung vorhanden, aber es bleibe zu befürchten, daß die drohende Konkurrenz Amerikas auf dem Weltmarkt immer näher rückt und voraussichtlich auch die deutschen Grenzen überschrettei, eine Ansicht, die sogar an der gestrigen Börse eommenttrt wurde und aus die Hausse drückte.
Mafchiucusabrik Mocuus Act.-Ges. Frankfurt a. M. Nach dem (Geschäftsbericht dieses früher „Deutsch-Amerikanische Maschinen- Gesellschaft" firmirenben Unternehmens war dasselbe von der Ungunst der Verhälttiiffe des vergangenen Jahres nicht betroffen und der Reingewinn stellte sich um rund 17 000 All. höher als das Vorjahr. Die Aetionäre erhalten wiederum 9 pEt. Dividende au das Actiencapttal von 110 Millionen Alk.
Reue 3\.0 ,lge badische Ltaaatöauleihe. Der Uebernahme- kurs dieser kürzlich begebenen Anleihe im Betrage von 42 Mill. Mark beträgt 99,40 pEt.
Allgemeine Deutsche Kleiubahugcsellschaft. Die Frage, ob und welche Regreßansprüche gegen die Verwaltung mtt Aussicht auf Erfolg erhoben werden können, wird fortgesetzt vemilirt, sowohl in den Kreisen der Obligattonenbesitzer, wie m Actionärkreisen. Einer der Jntereffenten oder auch eine ganze Gruppe soll sich sogar an die Staatsanwaltschaft in Berlin gewandt haben. — Eigentlich kann man es den Leuten auch garnicht so Übel nehmen, wenn sie sich energisch bemühen, um roenigitens wieder zu einem Teil ihres leichtsinniger Weise verschleuderten Geldes zu gelangen. — Die deutsche Treuhandgesellschaft teilt mtt, daß von umlaufenden 36,3 Mill. Mk. Obligationen bis zum Ablauf der Beitrittsfrist 35,6 Attll. Mcwk der Schutzvereinigung beigetreten tznd.


