Vermischtes.
• Berlin, 16. April. Die Stadtv. Rosenow, Kreitling il Gen. brachten in der Stadtverordnetenversammlung den dringlichen Antrag ein, den Magistrat zu ersuchen, angesichts der durch den Wolkenbruch hervorgerufenen erheblichen Schädigungen der Bewohner Berlins überall, wo Not vorhanden sei, sofort hilfreich einzugreifen und der Versammlung über die Höhe der erforderlichen Beträge eine Vorlage zugehen zu kaffen.
* Charleroi, 16. April. In der vergangnen Nacht brach in der Glasfabrik in Courcelles Feuer aus, welches heute vormittag noch andauerte. Das Magazin init dem Inhalt wurde zerstört. In demselben befanden sich 20 Waggons Glas, die zur Absendung nach Rußland bestimmt waren. Der Brand ist durch Blitzschlag heroorgerufen worden.
* Brüx, 16. April. Die Brüxer Bergbaugesellschast stellt im Gemeindegebiete Kammern einen zum Mathllden- schacht gehörenden Luftschacht her. Heute früh erfolgte ober» tags bei den Ausführungsarbeiten zu demselben eine Dyna- mit-Erplosion, wahrscheinlich infolge unrichtiger Handhabung der Zündung. Ein Aufseher und sechs Arbeiter wurden schwer verletzt.
• Petersburg, 16. April. In Rjäsan gab der kaiserliche Gesandte Nikolski auf drei seiner Kollegen während eines Streites mehrere Revolverschüsse ab; einer der drei Herren wurde verletzt.
• Der frühere Oberleutnant Rüger, der, wie erinnerlich, in Mörchingen den Hauptmann Adam erschoß und hierauf zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, lernt im Zuchthaus zu Ensisheim die Schlosserei. Er beabsichtigt, nach Verbüßung der Strafe nach Amerika auszuwandern.
* Das Märchen von einem Ritualmord hat, so lesen wir in der „Deutschen Tagesztg.", in dem westpreuß. Städtchen Schlochau in den letzten Tagen viel von sich reden gemacht. Die Stimmung gegen die jüdische Bürgerschaft war bereits äußerst gereitzt; am Samstag wurde sogar dem Kaufmann A. Caspary ein kostbares Schaufenster eingeworfen, und zwar weil das Dienstmädchen eines jüdischen Pferdehändlers Z. bei Nacht und Nebel den Dienst verlassen hatte und niemand über den Verbleib Auskunft zu geben wußte. Als die Nachforschungen der Eltern des Mädchens, der Polizei und der Gendarmerie mehrere Tage erfolglos blieben, trat das Gerücht, das Mädchen sei das Opfer eines Ritualmordes geworden, immer bestimmter auf. Glücklicher Wetze ist die Verschwundene in Kamin (Westpr.) ausfindig gemacht worden, was sofort mittags durch öffentlichen Ausruf zur Beruhigung der besorgten Gemüter bekannt gegeben wurde.
* Zur Verhaftung des Pastors Disselhoff in Trebbin werden nou. nachstehende bemerkenswerte Einzelheiten mitgeteilt: „Disselhosf hat sich neben den Unterschlagungen auch einer schweren Urkundenfälschung schuldig gemacht. Zur Erlangung eines Darlehns von 12 OOU Mark, das ihm der Brauer Falkenthal in Luckenwalde gewährte, stellte er eine Schuld urkunde ans, die er mit dem Stempel der Kirchengemeinde Trebbin und den Namen dreier Kirchenältesten versah. Nachträglich fiel es dem Gläubiger cm, sich über die Echtheit des Dokuments Gewißheit verschaffen zu wollen, und da erfuhr er, daß eine Fälschung vorliegen müsse. Er forderte energisch von Disselhoff Rückersatz des herausgelockten Geldes, und um diese Deckung zu beschaffen, unternahm der Pastor einen Schritt, der ein häßliches Licht auf seinen ganzen Charakter wirft. Er hatte von der Näherin Zienecke aus dem Torfe Eliestow, einer krüppelhaften Person, die Talons von Wertpapieren im Betrage von 12 000 Mar. — ihr ganzes für die alten Tage zurückgelegtes Vermögen — in Verwahrung. D. nahm ihr nun die Kupons ab, dieselben müßten neu gestempelt werden. Diese Wertpapiere verwendete er dazu, die Ansprüche Falkenthals zu befriedigen, und wiegte sich dann in dem Glauben, daß die Katastrophe wieder einmal glücklich abgewendet sei. Daß es anders gekommen, haben wir bereits berichtet. Von anderer Seite wird noch mitgeteilt, daß Disselhoff in der BerlinerLebewelt recht heimisch gewesen fei. Freilich sei er hier nicht als Pastor Disselhoff aus Trebbin aufgetreten: er habe den „Geheimen Sanitätsrat" gespielt. In Trebbin galt Disselhoff als Wohlthäter der Armen, auch Darlehen gab er gerne, ohne daß seine Schuldner sich wegen der Rückzahlung viel Kopfzerbrechen zu machen brauchten. Obwohl man wußte, daß er kein Privatvermögei: habe, daß sein Gehalt kaum 3000 Mark betrage, so erregte sein Geldaufwand deshalb keinerlei Bedenken, weil er sehr geschickt die Legende von einer sehr reichen Tante in Westfalen zu verbreiten gewußt harte, die ihm, chrem Lieblingsneffen, von Zeit zu Zeit recht ausgiebige Zuschüsse sende. Der Bürgermeister von Trebbin, Major a. T. von Deusfen, hat die von allen Mitteln entblößte Familie des verhafteten Pastors in sein Haus genommen und sorgt in vornehmster und rück
stattfinden. Der Präsident beS ZentralvorstandeS, Geh. Kirchenrat Dr. Pank aus Leipzig, weilte gestern in unserer Stadt und stellte mit dem Vorstand des hessischen Landes- Verems das Programm endgiltig fest.
- Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Oberlehrer Roth, der seit einer Reche von Jahren an der Realschule in Alsfeld gewirkt hat, ist nach Offenbach a. M. versetzt worden, wohin er demnächst übersiedelt. — Eine Blutvergiftung durch Glacehandschuhe zog sich ein Dienstmädchen in Mainz zu. Tas Mädchen, das nun schwer krank un Hospital liegt, trug, während es eine Wunde am Finger hatte, grüne Handschuhe, diese färbten durch den Handschweiß ab und führten durch Verunreinigung der Wunde die Krankheit herbei. — Eme recht empfindliche Strafe erhielt wegen Steuerdeftaudation ein Bürger in Rüffelsheim. Er erhielt dieser Tage ein Strafmandat von 1036 Mk. zugeschickt. Der hinterzogene Steuerbetrag betrug ca. 129 Mk. — Bei der gestern in Rodheim bei Hungen stattgehabten wiederholten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Schäfer mit 35 gegen 26 Stimmen wiedergewählt. Die erste Wahl war bekanntlich wegen eines Formfehlers umgestoßen worden. — Dem Elementarschüler Jos. Winter in Heusenstamm, der seine Prüfung mit „vorzügliche bestand, wurde, wie das „Lang. Wochenbl." nutteilt, die Befähigung zum Einjährig-Freiwilligendienst ohne die Kenntnis ftemder Sprachen zuerkannt, ein recht selten vorkommender Fall.
sichtsvollster Weise für deren Lebensbedürfnisse. Die gerichtliche Behandlung der bedauerlichen Afsccire ist bereits eingeleitet worden. Gleichzeitig hat zur Besprechung derselben in Trebbin eine außerordentliche Sitzung ber Gemeindevertretung sowie der Kirchenältesten stattgefunden.
Universitäts-Nachrichten.
Berlin, 16. April. Wie die „Nat. Ztg." hört, hat sich der Kaiser befriedigt über die Bildung einer Vereinigung für staats wissenschaftliche Fortbildung, die unter dem Ehrenvorfiy des Reichskanzlers hier ins Leben getreten ist, ausgesprochen, ihre Zwecke gebilligt und vom Studienplan für das kommende Sommerhalbjahr Keimtnis genommen.
Kunst und Wissenschaft.
Nach der „Frkf. Ztg.", beabsichtigt Pros. Olbrich auch nach Uebernahme der für Bad Küniaswarl geplanten Arbeiten seinen Wohnsitz in Darmstadt beizubchalten.
Ter Kuustwart, Rundschau über Dichtung, Theater, Musik und bildende Künste. Herausgeber Ferdinand A v e n a r i u s. Verlag von Georg D. W. Callwey in München. (Vierteljährlich 3 Mark, das einzelne Heft 60 Pfg.) Inhalt des zweiter: Aprilheftes: Wie richte,: rvir den Türerbund ein? Dom Herausgeber. — Vergängliche Kunst? Vor: Ferdinand Gregori. — Allerhand Muslkalien. 2. Von Georg Göhler. — Carl Neumanns „Rembrandt". Von A. Lehmanu — Sprechsaal: Noch einmal: „Tendenzpoesie". Von Karl Otto Erdn:ann. — Lose Blätter: Balladen von Carl Spitteler. — Rundschau: „Nationaler Standpunkt" und Litteratur. Berliner Theater. Konzertprogramme. Die Jenaer Liederhandschrist. PH. Wolfrums Weihnachtsmyste- ri un: in: Gießener Konzertverein. Zu unserm Carmen-Aufsatz. Kunstbild oder Unterrichtsbild? Farbige Drucke. Eine Eingabe aus Amerika. Wilhelm Busch. Politik und Hofkunst. Eine Festschrift aus Basel. — Notenbeilagen: A. von Othegraven, Bei Mondenschein; Johann Rudolf Zumsteeg, Nachtgestu:g. — Bilderbeilagen: Fritz von Uhde, „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast"; Otto Greiner, Motiv aus Dante (22. Gesang).
Arbeiterbewegung.
Mainz, 16. April. Die Differenzen zwischen den Tapezierergehilfen sind, wie die „Franks. Ztg." meldet, durch Vertrag :m Einigungsamt des Gewerbegerichts beigelegt worden. Die neunstündige Arbeitszeit wird von jetzt ab eingesührt und bei Ueberstunden abends von 8 Uhr ab 25 Proz. vergütet.
Gerichtssaal.
L. Gießen, 16. April. Schöffengericht. Als letzter Gegenstand der Tagesordnung kam die «Strafsache gegen einen hiesigen Schneidermeister wegen Beamtenbeleidigung zur Verhandlung. Der Angeklagte kommt viel mit den Vollzugsbeamten in Berührung. Er:ft gegen diese Beamte nicht gerade fremwschaftlich gesinnt, besonders seit ihm sein blinder Eifer zwei Gefängnisstrafen von je 6 Wochen eingetragen hat. Um sich an dem Beamten, der damals als Belastungszeuge gegen ihn austrat, zu rächen, benutzte der Angeklagte jede Gelegenheit. So rief er ihm auf der Straße das Wort „Meineid" zu. Als das nicht anschlug, blieb er vor dem in der Schulstraße an ihm vorübergehenden Beamten stehen und machte mit erhobenen drei Fmgern und lächelnden Gesichts die äußeren Zeigen des Eidschwurs nach; er führte auch noch häßliche Redensarten, als ihn der Beamte bedeutete, daß er Anzeige erheben würde. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 10 Tagen. Der Amtsanwalt hatte vier Wochen beantragt. — Ein mehrfach wegen Tierquälerei vorbestrafter Landwirt aus Altenbuseck wurde wegen Bedrohung mit Begehung des Totschlags mit 10 Tagen Gefängnis bestraft.
Kletu-Wallstudt, 15. April. Wie s. Z. berichtet wurde, machte im November v. Js. der ArztDr. Dolger zu Klein-Wall- stadt seinem Leben durch Sub lim a tv er g :ft ung ein Ende, weil eine dortige ledige Fabrikarbeiterin ihn eines an ihr gelegentlich einer ärztlichen Untersuchung vorgenommenen Sittlichkeitsverbrechens beschuld:gte. Die in diesen Tagen zum Austrag gelangte Klage ergab die völlige Uns ch uld des bedauernswerten Mannes und endete mit der Verurteilung der Verleumderin zu insgesamt 4 Monaten Gefängnis.
Gottesdienst in der Synagoge, Südantage. Israelitische Neligionsgemeinde.
Samstag, oen 19. April 1902.
Vorabend: 7 Uhr. Äiorgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr.
Sabbathausgang: 816 Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Sabbathseier am 19. April 1902.
Freitag abend 650. Samstag vormittag 8°° Predigt. Nachmittag 400. Sabbathausgang 810.
Wochengottesdienst: morgens 680 Uhr, abends 700 Uhr.
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
B. B. C. Die berühmte italienische Bühnenkünstlerin Eleonore Düse erblickte das Licht der Welt am 3. Oktober 1859 in der Etzenbahn unweit von Venedig.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Bremerhaven, 17. April. Bei dem heute an Bord des Schnelldampfers „Kronprinz Wilhelm" stattgehabten Abendessen erhob sich der Landwirtsschastsminister v. Pod- b i e l s k: zu einer kurzen Ansprache und übergab dem Generaldirektor Wiegand im Namen des Ausschusses der Tellnehmer an der im September 1901 veranstalteten Nordlandfahrt des „Kronprinz Wilhelm" das von demselben zum bleibenden Andenken für den Dampfer gestiftete Geschenk, einem silbernen Tafelaufsatz in der Form eines phantasiereich stilisierten offenen Schiffes, das mit dem Symbol des Sturmvogels über den Wellen gleitet. Der Minister schloß seine Ansprache mit einem Hoch auf den Generaldirektor Wiegand und den Norddeutschen Lloyd. Wiegand sprach seinen Dank aus und trank auf die Stifter des Nordd. Lloyd.
Bremerhaven, 17. April. Der Kaiser und der Kronprinz sind heute Morgen &l/2 Uhr mit Gefolge bei der Lloydhalle eingetroffen. Zum Empfang waren der Präsident des Nordd. Lloyd, Geo Plate und Generaldirektor Wiegand, erschienen. Die Lloydkapttäne bildeten Spalier. Der Kaiser und der Kronprinz begaben sich sofort an Bord des vor der Vorhalle liegenden „Kronprinz Wilhelm", wo der Kaiser die gestern emgetroffenen Tellnehmer begrüßte. Um 7 Uhr wurde die Fahrt angetreten. Bei der Vorbeifahrt des „Kronprinz Wilhelm" feuerten die Weserforts den Kaisersalut. Tas Wetter ist ruhig.
London, 17. April. „Daily Telegraphie" erfährt, die Bärenführer hätten der englischen Regierung noch keinerlei endgiltigen Vorschläge unterbreitet und sich darauf beschränkt, in sehr allgemeiner Weise ihre Wünsche anzudeuten. Mau könne daher sagen, daß diese Art der Eröffnungen sich nicht dem nähere, was die Reichsregieruug bereit sei,
als vernünftige Grundlage für die Verhandlungen zu betrachten. Eine Mitteilung in diesem Sinne sei an die Burendelegierten in Pretoria gerichtet. Tas Blatt schreibt wetter: Wir können hinzufügen, erstens, daß die Buhrenfährer nicht baten, das Kabel zu benutzen, um mit Kruger und seinen Ratgebern in Utrecht sich in Verbindung zu fetzen, zweitens, daß die Annahme durchaus auf Einbildung beruht, daß die in dem aus Burenquellen geschöpften Brüffeler Telegramm vom letzten Dienstag angeführten Bedingungen der englischen Regierung in den jüngst au8 Südafrika erhaltenen Depeschen unterbreitet worden seien.
London, 17. April. Wie ans Amsterdam gemeldet wird, werde der Zustand der Königin Wilhelmine stündlich ernster. Man befürchtet Komplikationen. Es werden noch weitere Acconcheure hcrangezogen werden.
London, 17. 2lpril. „Daily Telegraph" meldet aus Washington: General Chaffee telegraphirte, es sei eine P ebii'ien in bas Lanb ber Deselloros, ber muselmanischen Einwohner von Minbanao entsanbt worben, einer von bat Inseln, mit benen es ben Amerikanern bisher gelungen war, freunbschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Der Zweck fei, bie Mörber ber amerikanischen Soldaten zu fangen unb zu bestrafen. Die Nachricht ruft große Unruhe in amerikanischen Kreisen hervor, bie eine allgemeine Erhebung ber Moros befürchten. Die Zahl ber Kämpfer auf Minbanao belaufe sich auf 400 000 Mann.
Loudon, 17. April. Dem Unterhause würben gestern Abenb keinerlei Mitteilungen über ben Stanb ber F rieb en sverhanbl ungen gemacht. Die Sitzung war gleichgiltigen Dingen gewidmet. Eine Anzahl Mitglieder des Kabinets, sowie zahlreiche Parlamentarier wohnten bei dem Lord-Major einen: Festbanket bei. Bei dieser Gelegenheit machte Chamberlain in seiner Antwort auf ben für bie Minister ausgebrachten Toast keine Anspielung auf bie Friebens-Verhanblungen.
Brüssel, 17. April. Bei ben Zeitungsverkäufern in Namur unb in ber Rebaktion bes vlämischen „Vorwärts" in Gent würben Haussuchungen abgehalten, bie erfolglos waren. In Antwerpen wirb agitiert, um auch bie Dock-Arbeiter zur Arbeitseinstellung zu bewegen. Trotz ber schweren Besch äbigungen einer Säule ber Eisenbahnbrücke bet Arlon burch eine Dynamit-Kartusche fanben keine Verkehrsunterbrechungen statt. — In ben Klöstern werben ben ganzen Tag Bußgebete verlesen.
Petersburg, 17. April. Zu bem Attentat auf ben Minister des Innern wirb gemelbet: Der Mörber trug vorschriftsmäßige Kapitäns-Uniform mit bem Abzeichen ber Abjutanten im Dienst. Als er sich bem Minister genähert unb ihm ein zusammengefaltetes Schriftstück übergeben hatte, rief er: „Deine Stunbe hat geschlagen!" Gleich barauf fielen bie tobtbringenben Schüsse. Nachher zeigte ber Attentäter bie größte Kaltblütigkeit. Im Gefängnis äußerte er: „Ich habe bie Methobe, ber Mae Kinley zum Opfer fiel, mit Erfolg nachgeahmt".
Kapstadt, 17. April. Das Monument zum Anbenlen an Cecil Rh ob es dürfte ein ungeheures Standbild werden, das ähnlich ber Freiheits-Statue im Newyorker Hafen in ber Tafel-Bai aufgestellt wirb. — Obwohl bie Unklarheiten über ben Stanb ber Friebens-Verhanblungen noch anhalten, bleiben boch bie optimistischen Anschauungen bestehen. Es wirb als unbentbar angesehen, baß bie in Pretoria anwesenben Burenführer sich entschließen würben, ben Kampf roieber aufzunehmen. — Aus Pretoria wirb gemelbet: Hier ist bie Grünbung eines obersten Gerichtshofes für Transvaal verfügt worben, ber am 8. Mai seine Sitzungen beginnen wirb. Ebenso werben Gerichtshöfe in verschobenen Bezirken bes Süb - Watersranb eingesetzt werben, bie am 20. Mai in Thätigkeit treten sollen. Die Verhanblungen müssen ausschließlich in englischer Sprache ge* führt werben._______________________________________________
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
April
Barometer aus 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
>
16. 2“
746,3
15,5
5,0
39
SE.
4
Sonnenschein
16. 9“
746,1
7,0
4,9
66
NE.
2
Sternh. Him.
17. 7“
745,5
3/3
5,1
88
NE.
2
Bew. Himmel
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16. A
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19,2<> c.
Niedrigste
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16.
u +
2,8° C.
Telephonäscher Kursbericht.
Frankfurt u. 31.. 17. April 1902.
3*/8% Reichsanleihe . . 101.55 8% do. ... 92.16 3V,% Konsole .... 101.70 3»/o do......91.85
3‘/20/n Hessen .... 100.10 3-6 Hessen ..... —.— 4-6 Oesterr. Goldretne . . 102.40 4'/z-6 Oesterr. Silberrente 101.50 456 Ungar. Goldrente . . 101.10 40/j Italien. Rente . . . 100.90 4>/z-6 Portugiesen . . . 43.60 3°/ Portugiesen.....28.55
1-6 C. Türken .... —.— Türkenlose......111.40
4% Griech. Monopol -Anl. 44L5 41/2-6 äussere Argentiner —.—
Tendenz:
3u/q Mexikaner .... 26.40 4,/2,/o Chinesen .... 89.90 Electric. Schuckert . . . 110.05 Nordd. Lloyd.....—.—
Kreditaktien , . . . . 211.70 Diskonto-Kommandit. . . 189.40 Darmstädter Bank . . . 137.40 Dresdener Bank .... 139.00 Berliner Handelsges. . . 153.50 Oesterr. Staatsbahn . . . 141.80 Lombarden . . . . . 17.10 Gotthardbahn.....157.50
Laurahütte ...... 202.60 Bochum ....... 197.00 Harpener......168.70
befestigt.
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