wird und die Förderschale freigemacht ist, wird mit Pumpen begonnen. Die benachbarten Schächte bleiben vorläufig außer Betrieb. Bergungsarbeiten sind von der angeordnetcn Ver- stürzung der obertägigen Pingen-Gefahr unzulässig.
'Agram, 16. Januar. Hier wurden gestern und heute früh leichte E r d st ö ß e, in Kostjanica am Unaflusse ein stärkerer Erdstoß verspürt. Unfälle sind nicht vorgekommen.
* Warschau, 16. Jan. Der 23 jährige Sohn des Aonditoreibesitzers Thur schost auf eine 19 jährige Christin und richtete den Revolver darauf gegen sich selbst. Der Zustand der beiden Verletzten ist levensgejährlich.
* Schnee st urmnachrichten kommen aus verschiedenen Gegenden Mitteleuropas. Irr Berlin verunglückten in heftigem Schneefturm vier Personen, die zum Teil erhebliche Verletzungen davontrugen. Ein Halberfrorener wurde in ein Krankenhaus gebracht- — Im Logt lande und in Thüringen hat der Wettersturz schweren Schaden angerichtet. In Mittel-Thüringen liegen die niedergegangenen Schneemasien tetlwe-ise 1 Meter hoch. Auf zahlreichen Eisenbahnlinien wurde der Verkehr erheblich gestört. — Auch in Görlitz hat der orkanartige Sturm großen Schaden angerichtet. Das Wellblechdach des dortigen Stadttheaters wurde abgehoben und eine Person durch die Trümmer des Daches nicht unerheblich verletzt. — In Oberschlesien sind alle Chausseen verschneit; der Straßenbahnverkehr mußte im ganzen Jn- dustriebezirk eingestellt werden- Auch auf der Staatsbahn erleiden die Züge große Verspätungen. — In Wien richtete ein Orkan an Gebäuden und Kulturen großen Schaden an. Ueber 50 Personen sind zum Teil schwer verletzt, und die Telegraphen- und Telephonleitungen meist vernichtet-
'Die edlen Polen. In Strasburg in Westpr. herrschen seit einiger Zeit unheimliche Zustände. Zuerst wurde seitens einiger Schreihälse den Deutschen mit „Sensenmännern" gedroht, und neulich wurde ein Wachtposten überrumpelt und mißhandelt. Am letzten Sonnabend wurden wiederum zwei Soldaten der dortigen Garnison angefallen. Die Uebelthäter sind allem Anschein nach Polen, und sie sollen sich zur Aufgabe gemacht haben, an der Strasburger Garnison Rache zu üben „für Wreschen". Es han- dell sich hier zweifellos um die Arbeit von Aufwieglern, die einen bestimmten Zweck im Auge haben. Die Graudenzer polnische Zeitung warnt in einem Extrablatt die Strasburger Polen vor unbesonnenen Schritten und Gewaltthätigkeiten und meint, jene Aufwiegler wären jedenfalls bezahlte Agenten, die eine polnische Revolution machen sollen, um den Feinden des Polentums willkommenes Material zu einer neuen Polenhetze zu verschaffen. Das polnische Blatt sagt, wer auf die Stimme jener Aufwiegler hört, sei ein gefährlicher Feind des Polentums, und das polnische Volk werde sich von chm lossagen.__________
Hande! und Verkehr. Volkswirtschaft.
Creseld, 16. Jan. Die erste Rate der Hafen-Anleihe in Höhe von 5 Millionen Mark wird durch das Bankhaus Delbrück, Leo u. Eo. in Berlin zum Kurse von 102,28 aufgelegt.
— Amerikanischer Gctrcidcschwiudel. Daß die amerikanischen Getreideschwindler schon oftmals großartiges leisteten, ist bekannt und so war auch das neueste Ereignis auf diesem Gebiete, von den: wir gestern kurz berichteten, keine allzu große lieber» rafchung. Man ist allmählich gewohnt, von drüben Sensationsmeldungen erhalten. Zuerst kam ein Preissturz des Kupfers, dann ein solcher des Zuckers und nun des Getreides; alles, Produkte, in denen Terminhandel getrieben wird. Die betreffenden Märkte sind der Tummelplatz für das frivolste Spekulantentum. Der „M a i s k ö n i g" Phillips, in Firma George SDl. Phillips u. Lo, in Chicago hat seine Zahlungen eingestellt. Er war schon im August d. I. einmal in der Lage, seine Zahlungen einzustellen, da er sich verspekuliert hatte. Freunde halfen ihm, sie werden ihn auch diesmal nicht sitzen lassen. Leute dieser Sorte gehen nicht unter in Amerika. — Im übrigen hat weder der Berliner noch der Frankfurter Getreidemarkt unter der amerikanischen Baisse zu leiden, denn beide Plätze haben keinerlei Beziehungen zu Spekulanten von der Sorte des berüchtigen ßiiter, der 1898 einen Corum in Weizen zu inszenieren suchte und damit scheüerte und von der Sorte eines Phillips, dem seine Freunde so schnell geholfen haben.
— Zur Lage der Textilindustrie. Man begegnet den Versicherungen, daß sich einzelne notleidende deutsche Industriezweige auf dem Wege der Besserung befinden, nicht mit Unrecht mit Zweifeln. Doch soll auf dem Gebiete der Textilindustrie die Krisis chatsächlich beendet sein. Der „Konfektionär" meldet, daß in Sachsen und im Vogtlande die Industrie reichlich mit Aufträgen versehen ist. Ferner sei die Chemnitzer Strumpf- und Trikotageindustrie reichlich beschäftigt, desgleichen die Spitzen- und Gardinenfabrikation in Plauen und die Lausitzer Tuchfabrikation. Aus Elsaß, Süd- und Mitteldeutschland kommen ebenfalls günstigere Berichte und in der rheinischen Seidenindustrie macht sich einiges Leben bemerkbar.
— Die neuen Staatsanleihen. Zu der demnächst statt- findenden Emission ist noch au erwähnen, daß außer den nunmehr begebenen Beträgen das Reich für späterhin die Ausgabe von 182 Millionen Mack neuer Reichsanleihe, Preußen von 125 Mill. 3 Prozent Konsols in Aussicht nimmt. Tie Ausgabe der neuen Reichsanleihe ist vorerst im nächsten Frühjahr zu erwacken.
Leipzig, 16. Jan. Vor dem Kgl. Amtsgeckcht fand beute ein Prüflings, errnin für die nachträglich anaemeldeten Forderungen der Leipziger Bank statt. Größere Beanstandungen erfolgten nicht. Im Ganzen find nunmehr an 11,020 Gläubiger zu berücksichtigen. Die Konkursverwaltung teilt mit, die Gläubiger würden von heute ab benachckchtigt, daß an sie vom Montag ab in der Reihenfolge der Anmeldungen der Forderungen die ersten Raten der Dividende zur Auszahlung gelangen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
2. Sonntag nach Epiphanias, den 19. Januar.
m 3« der Stadtkirchc.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein.
Nachmittags 2*/g Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrassistent Vogt.
Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.
Donnerstag den 23. Januar, abends 8 Uhr im unteren Konfirmandensaal, (Kirchstratze 9): Bibelstunde. Jac. 5, ff.
Pfarrer Dr. Grein.
Am Sonntag den 26. Januar, findet im Abendgottesdienst Deichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der Johanneskirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Euler.
Nachmütags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Montag den 20. Januar, abends 8 Uhr, B i b e l st u n d e im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Pfarrer Euler.
Die auf Dienstag den 21. Januar verabredete Zusammenkunft der neukonfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde im Sckwesternhause, findet erst 8 Tage später — am 28. Januar — Wt Pfarrer Euler.
Katholische Gemeinde.
SamStag den 18. Januar.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag den 19. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie.
Vormittags von 6', Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
w um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.
vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
w w 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. Militärgottesdienst mit Pregigt.
„ „ 9l/i Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
Wetter
Januar
= Jd
o °
c aJS
Ä
16.
16.
17.
2»
756,2
+ 5,3 5,9
89
NW
9"
758,4
+ 5,9 6,3
91
W.
7“
759,1
+ 4,7; 5,9
92
W.
Bed. Himmel
Äew. „
Höchste Temperatur am 15. Jan. bis 16. Jan. 4- 6,7° C.
Niedrigste „ „ 15. „ „ 16. „ — 0,1° C.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
London, 17. Jan. Im Oberhause erklärte Lord Rosebery, keine Regierung werde geneigt sein, den Großmut von 1881 zu wiederholen. Er wünsche zu wißen, ob Friedens- rroffnungen in jüngster Zeit gemacht Word n seien. Salisbury erwidert, daß es nicht der Fall sei. Rosebery fährt fort: Es gebe kein Land, wo der britische Rame nicht mit Feindseligkeit angesehen werde. Tas sei ein sehr gefährlicher Zustand. Bezüglich der letzten Rede Chamberlains glaube er, daß Chamberlain darin die richtigeAntwort getioffen habe. Toch erregt n die fortwährenden Kontroversen mit Deutschland und anderen Mächten, wozu Chamberlain beitrage, seine ernste Besorgnis. Lord Lawsdowne erklärt, es sei nicht wahr, daß England allgemein inEuropaverabscheut werde; und selbst wenn es wäre, hätte Rosebery das nicht im Rat der Ration proklamieren dürfen. England genieße zwar eine sehr große und unbequeme Unpopularität aus dem Fest- lande infolge des südafrikanischen Krieges. Er könne aber nicht zugeben, daß Englands Stellung gegenüber den Großmächten unbefriedigend sei. Was nun die militärische Stärke betreffe, so habe man in Süd • Afrika doch wohl die ganze Zeit über eine Streitmacht von über 200000 Mann aufrecht erhalten, und augenblicklich gebe es kaum eine leere Kaserne im Königreich. Tas höchste Ziel sei die Beendigung des Krieges. Die Adreße wird sodann angenommen, worauf sich das Haus bis Montag vertagt.
London, 17 Jan. Gestern spät abends wurde ein Blaubuch über die Lage in Südafrika ausgegeben. Milner er- klärt darin: Ohne allzugr-ßen Optimismus an den Tag zu legen, sei es unverkennbar, daß seit seiner achtmonatlichen Rückkehr nach Südafrika dort große Veränderungen eingetreten seien, vor Allem absolute Sicherheit der Eisenbahn und Pazifizierung größerer Distrikte im Innern. — Trotzdem die Opposition in der ersten Sitzung scharf zu Tage getreten ist, so waren die Verhandlungen doch nicht sensationell. — „Daily Mail" sagt, daß die Thronrede die Ehre der englischen Armee gerächt habe.
London, 17.Jan. Unterhaus. Fortsetzung. Chamberlain wurde bei seinem Erscheinen im Hause mit andauerndem Beifall auf den ministeriellen Bänken begrüßt. Im Laufe der Adrcßdebatte beklagte sich Campbell Bannerman über die Unzulänglichkeit der von der Regierung bezüglich des Krieges gegebenen Aufklärungen und verlangte eingehende Mitteilungen übee die Anwendung des Kriegsrechts. Es sei nicht im Zntereffe der gedeihlichen Entwickelung Südafrikas, wenn man unerbittlich die Politik der Gewalt und Eroberung fortsetze. Die Hauptsache sei, die Buren wißen zu laßen, daß man zu einer Lösung gelangen müße, die auf gegenseitiger Zu- stimmung und nicht aus Gewalt beruhe, dies ist die Politik seiner Partei. Redner protestierte gegen die Einführung von Zwaugsmaßregeln in Irland. Balfour erwiderte: Die Regierung habe keinerlei Nachrichten über den Krieg unterdrückt. Die Regierung sei entschloßen, die Buren zu unterjochen und ihr Land zu annektieren. Auf eine Anfrage bezüglich des Zwischenfalles am persischen Meerbusen erklärte Cranborne, die Politik Englands habe in dieser Frage keine Aenderuug erfahren. Tas Ziel der Politik sei der Einfluß Englands in dem Golf. Da England dort thatsächlich ein Handelsmonopol besitze, so sei es infolge des Zwistes zwischen zwei Scheiks genötigt gewesen, zur Aufrechterhaltung des Status quo eine Flottenmacht dorthin zu entsenden.
Mafeking, 17. Jan. Die Buren unter Kemp und Collier machten in der letzten Woche einen kombinierten Vorstoß, indem sie die Bahnliaie von Osten nach Westen ab- schritten. Em Kontigent traf in Millowdamm wenige Meilen von Mafeking ein, und überraschte die dort stehende eng- lischt Besatzung. Es folgte ein Gefecht. Ein anderes Kont'gent zog bis 5 Meilen vor Janmaribasstadt, nahm dort das Vieh weg und verbrannte die Wagen, die ihnen in die Hände fielen. Andere Buren griffen die Besatzungen von Maritzani und Kraaisstan an. Die Engländer brachten einen Panzerzug ins Gefecht. 3 gefallene Buren wurden aufgefunden, e ner wurde gefangen genommen. Einige Stück Vieh wurden den Buren wieder abgenommen. Man nimmt an, daß der Feind mit 1000 Stück Vieh entkommen ist. Die Haupt- maße der Buren ist am 10. Januar über die Bahnlinie zurück- gegangen.
Berlin, 17. Jan. So weit bis jetzt feststeht, wird Prinz Heinrich am 20. Äiärz die Heimreise auf dem Lloyddampser „Deutschland" der Hamburg-Amerikcv-Linie antreten. Auf der Hinreise wird der Prinz in Newport News die Hohenzollern besteigen, den Potomac hinauf direkt nach Washington fahren und von dort aus in Begleitung des Präsidenten nach New-Iort zur Taitfe der kaiserlichen Jacht abgehen. In New-Bork wird er mit den hervorragendsten amerikanischen Hacht-Eigentümern
konferieren, und diese im Auftrage des Kaisers zur Teil* nähme an der Kieler Woche einladen. Ebenso wird Prin^ Heinrich den Präsidenten ersuchen, das amerikanische Mittelmcer-Geschwader zur genannten Zeit nach Kiel zn entsenden, damit die amerikanischen Matrosen an däw Matrosen-Wcttfahrcn teilnehmen können. Der Prinz nimmt ein wertvolles Geschenk des Kaisers für Miß Roosevelt mit
Hannover, 17. Jan. Ter Zustand des Landratsf von Bennigsen ist bedenklich. Sein Gegner im Duell, Falkenhagen, reiste sofort nach Hameln ab, um sich der Behörde zu stellen-
London, 17. Jan. Das Mitglied des Unterhauses, Karr, beabsichtigt die Regierung zu interpellieren, ob der deutschen Regierung Versicherungen bezüglich der C h a m b e r l a in'schen Rede gegeben loor- den, und welcher Art dieselben seien.
Brüx, 17. Jan. Gestern nachmittag fanden ein Ingenieur und ein Bergwerks-Kommissar, die in den säst gänzlich vom Wasser befreiten I u p ite r-Sch acht einstiegen, einige Meter von dem Schacht-Eingange die erste Leiche. Es wird nun ununterbrochen cm der Bergung der Umgekommenen gearbeitet, und man hofft heule die gefundenen Leichen heranfbesördern zu können, Im Radetzky-Schacht sollte gestern mit zwei Drittel Belegschaft gearbeitet werden. Der Guido-Schacht ist noch auper Betrieb- Die feiernden Arbeller werden so weit wie möglich beschäftigt. Gestern fand sich ein vermißt geglaubter Bergmann wieder em. Er hatte sich vor Freude über seine Rettung einen Rausch angetrunken, den ec erst nach zwei Tagen wieder ausgeschlafen hatte.
Telephonischer Kursbericht.
3 */8% Reicheanleihe
30/, do.
37,0/. Konsole . . .
3% do ....
31 8°/ > Heesen . . . 3% Heesen ....
4% Oesterr. Go'drente 4‘ 6% Oesierr. bdherrente 4% Ungar. Goldrente . 4°/ Italien Rente . . 4’2% Portugiesen . .
0/ Portugiesin . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose ..... 4°/o.ürieoh. Monopo 1-Anl 4l/2% äussere Argentiner
Frankfurt a. M., 17
. 101.50 . 90.40 . 101.70 . 90 35 . 100.05 ' 102^60
100.50 . 100.95 . 100.90 . 40.65 . 26.80 . 27.60 . 105.70
42.30
8'/o Mexikaner 47g / Chinesen El< ctric. bei ackert j Nordd. Lloyd . . | Kreditaktien . .
Diskonto-Kommandii Darmstädti-r Bank Dresil n >r Bank . Ber iner Handelsges. Oesterr Staatobahn Lombarden . . Gott har bahn . . Lauranütte . . . Bochum .... Harpener . . .
Tendenz: fe«t
Januar.
. . 26.70
. . 88.35
. . 117.25
' 203*80
. . 185.60 . . 129.90 . . 135.50 . . 144.50 . . 140.70
. . 20.40 . . 169.80 . . 195.00 . . 183.20 . . 164.60
Holz-Versteigerung.
Dienstag den 21. Januar d. I., vormittags 9 Uhr anfangcnd, sollen im Lang-Gönser Gemeindewald, Distrist Haide, versteigert werden:
9 rm Buchen- und Nadel-Scheiter,
650 „ Birken-, Eichen- und Nadel-Knüppel,
8000 Stück , nun Wellen,
170 rm „ „ „ „ Stöcke.
Zusammenkunft an der Kreisstraße nach Holzheim, cm der Landhöhe; sowie
Mittwoch den 22. Januar d. I., vormittags um 9*/r Uhr anfangend, in demselben Distrikt:
10 Eichenstämme von 15—34 cm Durchm., 4—7 m lang — 4,57 fm,
190 Fichten- und Kiefernstämme von 15—37 cm Durchm., 6—15 m lang — 69,00 fm,
18 rm Kiefern-Rundfcheiter, 1,25 und 2 m lang,
45 „ „ -Knüppel, 3 m lang.
Zusammenkunft an der Kreisstraße nach Holzheim, an der Landhöhe.
Ferner sollen um 9 Uhr vormittags am westlichen AuS- gang des Ortes, vor der Hundtstaaten-Straße
8 Pappel-Schnittstämme von 38 cm mittlerem Durchm., 14 m Länge — 9,81 fm versteigert werden.
Lang-Göns, den 16. Januar 1902.
Großherzogliche Bürgerineisterei Lang-GönS.
Rompf. 576
Cokespreise
dcs Städtischen Gas- und Wasserwerkes Gießen.
Für den Centner ab Verkaufsstelle:
Stück-Cokes..............1,20 Alk.
Ruß-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für
Stubenheizung und für weite und enge
O s e n s ch ä ch t e passend zerkleinert:
Größe Rr. 1, etwas größer als durchschnittliche Körngröße des Amhractt, gang- barste Sorte......... 1,30 Mk.
Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthractt......1,35 Mk.
In Wagenladungen von mindestens 36 Gentnern: Stückcokes ....... 1,15 Mk.
Nußcokes Nr. 1.....1,25 „
NußcokeS 9tr. 2.....1,30 „
Bei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 200 Gentnern: Stückcokes.......1,10 Mk.
Nußcokes 9tr. 1.....1,20 „
Nußcokes 9tr. 2.....1,25 „
Für Cokesadnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Psg. pro CeMner
Für Aufuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner berechnet.
NB. Sofern das Verbringen der CokeS — bis zu 6 Centnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit keinem, außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.
Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Ceutuer Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der
KkumdMf der teilte
von 1 bis 5 Centner
eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gebr. Kahl, Franksurterslraße 151, Cd. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Cruil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Ltcherslraße 2, Georg Unverzagt, Kaplans gaffe 5.
Diese Firmen berechnen obcnstehende Preise der Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern.


