nähme am Mord verhaftet worden ist, wie man auch Jagd aus kinen jungen Arzt, Freund und Hazardaefährten Tullios, macht, der aber inzwischen das Weite gesucht und aefunden hat. Was nun den Mörder selbst anbelangt, so behauptet er durch den Mund seines Vaters, an dessen tragischem Schicksal man übrigens in Bologna den lebhaftesten Anteil nimmt, es sei zwischen ihm unb feinem Schwager zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf er den Grafen Bonmartini aus Notwehr getötet habe.
Mit Recht macht man gegen diese Darstellung geltend, daß der gewiegte Jurist Tullio Mirri dann nicht einmal nötig gehabt hätte, ins Ausland zu fliehen, viel weniger aber mit so ausgesuchtem Raffinement den Verdacht der Täterschaft in eine falsche Bahn zu leiten. Erstaunlich tote die ganze Sache, ist übrigens die Geschichte der Flucht Tullios, wie sie in ihrem lebten Teil ein Assistent seines Vaters, Prof. Daguini, erzählt. Als der Mord vollführt war, ging Tullio in gewohnter Weise seinen Geschäften nach, redete im Provinzialrat und im Kreis der Parteigenossen, errang wie immer durch die glänzende Art, wie er die Verderbnis der modernen Gesellschaft schilderte, stürmischen Beifall, und bewies ein paar Tage später, als der Leichengeruch zur Entdeckung des Verbrechens führte, im Anblick des toten Verwandten einen Gleichmut, der für die Gemeinheit seiner Seele charakteristisch ist, ebenso wie Die geschäftsmäßige Ueberlegung, mit der er den irreführenden Apparat der Beinkleider, Champagnergläser rc. in Szene setzte. Nach Entdeckung des Mordes bat Professor Mirri seinen ersten Assistenten, die „gebeugte" Witwe nach der Schweiz zu begleiten. Tullio schloß sich an und erzählte unterwegs, nachdem man die Lanoesgrenze überschritten, wie er bei Gelegenheit eines Streites mit seinem Schwager eine Wunde empfangen hätte, die er den Arzt bittet, anzusehen und zu behandeln. Alles im Eisenbahnzuge! Prof. Daguini ahnt sofort die Zusammenhänge und ist starr vor Entsetzen. Tullio seinerseits sieht ein, daß er eine Dummheit gemacht, steigt unter irgend einem Vorwande bei der nächsten Station aus und — ward nicht mehr gesehen. Vom Vater weiß man aber, daß er sich nach Belgrad begeben hat, welches auf Hallunlen aller Art großen Wert legt und selbst Mörder, sofern sie über Gelo verfügen, nicht ausliefert — dagegen einen Paß verlangt, den Tullio vom zuständigen Präsekten erbeten, aber natürlich nicht erhalten hat.
Vermischtes.
* Kiel, 15. Sept. Die Schulfregatte „Stosch* hat auf 6er Fahrt von Christiana nach Vigo einen französischenFisch- dampfer im Aermelkanal hilflos treibend getroffen. Der „Stosch" nahm das Schiff in das Schlepptau und brachte es ohne Zwischenfall nach seinem Heimatshafen Boulogne. Der Fischdampfer hatte 20 Mann Besatzung.
* Naumburg a. S-, 11. Sept. Bei einer Tiefbohrung am Dechantsgrund ist eine starke Soolquelle erschlossen worden, die in einer Menge von etwa 30 000 Liter pro Tag aus der Erdtiefe an die Oberfläche tritt. Aus der Quelle steigen /unausgesetzt zahllose Blasen auf, welche dem Soolspieget das Ansehen von kochendem Wasser verleihen. Vermutlich sind es tohlensaure Gase.
* Calcutta, 15. Sept. Die Flüsse Brahmani und Banslai in Südbengalen traten aus und schwemmten 25 Dörfer fort, wodurch 6000 Personen obdachlos geworden sind.
* Dem Deutschen Tag in Danzig (Siehe: Deutsches Reich) hat Professor Dr. Felix Dahn in Breslau folgenden Festgruß gewidmet:
Der Wunsch-Hort der Germanen.
Es ruht versenkt an stillem Ort, tief unter Urwalds Eichen, Ein teurer, weltentrückter Hort, ein Wunsch-Hort ohne Gleichen. Da liegt Herrn Wotans Runenspeer, dabei Frau Friggas Spule, Tort bilntt der Becher, goldesjchwer, des Königs Ring von Thule. Der Amalungen weißer Schild, das Schwert Herrn Karls, das scharfe, Leis' tönet, wie verträumt so mild, des Vogelweiders Harje: Der Schoppenspruch aus Pergament, der Schapel holder Ataide, Manch' Lied, desj' Sänger niemand kennt, und sleinbespangl Geschmeide.
Des Rotbart flatternd Kreuzpaiiier, des Rathausdaches Giebel, Der Hansa stolze Flaggenzter und Doktor Luthers Bibel. Darüber hin ein Hauch, ein Dust kernftrnen Rheinweins brütet. Er dringet kühn in diese Grust, die quellend Leben hütet.
AUauf, Genossen, unverwandt, laßt nach dem Schatz uns schürsen,
Nur reines Herz und reine Hand wird den erheben dürfen. Er ist nicht lot, er wächst, er blüht, er steigt uns selbst entgegen, Er will in Geist uns und Geinüt uiis seinen Segen legen: Den Segen deiitscher Herrlichkeit, die Heldenschast der Ahnen, Laßt Ulis ihn heben alle Zeit, den Wunsch-Hort der Germanen!
* Kaisercigarren. Jrn verflossenen Kaiser-Manöver ist so mancher Soldat für eine glänzende Augenblicksleistung durch den Kaiser durch Ueberveichung einer Cigarre geehrt worden. Diese Cigarren sinö etwa 17 Ctm. lang und haben einen Durchmesser von 3 Ctm.; sie stammen aus Havanna und werden für den Verkauf nicht hergestellt. Verpackt sind sie zu je 25 Stück, tragen einen „Havannaring" mit dem Bildnis des Kaisers und kosten dem Kaiser pro Stück 1.25—1.50 Mk. Gleichartige Cigarren sind hier nicht unter 5 Mk. das Stück zu haben. — Tie Cigarette des Kaisers hat ebenfalls Großformat; sie ist etwa lu Ctm. lang, wovon 5 Ctm. aus das Mundstück entfallen, hat einen Durchmesser von ungefähr 8 Mm. und wird vom Kaiser zumeist bis ans Mundstück ausgeraucht.
♦ Im Gewölbe Der Ban k von Frankreich. Wie wir neulich berichteten, sind aus der Bank von Frankreich auf unerklärliche Weise 22 000 Francs gestohlen worden. Wie schwierig eine solche „Arbeit" ist, geht am besten aus einer Schilderung des Gewölbes hervor. Auf einer sehr festgefügten und sehr engen Steintreppe, so eng, daß ein erwachsener Mensch nur von der Seite dieselbe hmabsteigen lann, gelangt man in das Gewölbe, welches 420 Meter lang ist. Am Ende der Treppe befindet sich eine schwere, eiserne Thür. Hat man dieselbe geöffnet, so befindet man sich in einer Art Vorraum, und vier weitere eiserne Thuren schließen diesen Vorraum von dem eigentlichen Gewölbe ab. Jede dieser vier Thüren ist mit drei sogenannten Kckinst- schlössern versehen. Die drei Schlüssel, welche zu jeder Thür gehören, befinden sich — je einer — in den Händen desj Bankdirektors, des Haupttassierers und eines hohen Beamten. Mari sieyt also, daß der Diebstahl auf ganz rätselhafte Weise ausaejüyrt sein muß. In dem E^wolbe lagert durchschnittlich Silber im Werte von tOO Millionen
bis zu einer Milliarde.
Gijmilmhn-ZeiUmg.
Brüssel, 15. Sept. Die drei Verwaltungsmitglieder der Staatseisenbahn, Ramaeckers, Garnier und de Ruidder,
sind nach Berlin abgereist, um mit der preußischen Regierung über die Bedingungen zu beraten, unter denen diese geneigt wäre, die direkte Eisenbahnlinie Aachen-Brüssel zu bauen. Durch eine solche Linie würden, abgesehen von der kurzen Fahrtdauer, auch die vielen Steigungen zwischen Aachen und Brüssel umgangen werden.
Zankel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Marburg, 15. Sept. Zu dem morgigen Herbst-Pferdemarkte trafen heute schon zahlreiche auswärtige Interessenten, zum Teil mit dort aufzustellenden Pterdematerial hier ein. Tie Lose scheinen so gut wie vollständig ausverkauft zu sein, denn überall hörte man heute noch nach solchen nachfragen. Die Verlosung findet morgen nachmittag um 3 Uhr auf dem Viehmarktplatz statt.
Landwirtschaft.
Gießen, 14. Sept. Schlechte Ernte. Die wenig günstige Witterung des verflossenen Sommers hatte zur Folge, daß im nördlichen Teile der Provinz Oberhessen das Getreide so spät reiste, daß jetzt noch Gerste und Hafer auf dem Felde sind. Die Obsternte, Die in Bezug auf Birnen und Aepfel reichlich zu werden verspricht, ist ebenfalls durch die Mißgunst des Wetters hintan- gehalten worden. Was zur Frühblüte kam, erfror, und was sich dann in der Blüte verzögerte, will nicht reif werden. In manchen Gemarkungen Oberhesfens, auf dem Westerwalde rc. hängen die Zwetschenbäumen zum Brechen voll, aber den Früchten fehlt die Wärme zum Reifen, ebenso geht es mit den Aepfeln, die übrigens in ihrem Wachstum infolge des ungünstigen Sommerwetters zurückgeblieben find. Das überreiche Quantum an Aepfeln befriedigt sonach hinsichtlich der Qualität nicht, auch wird von Kennern prophezeit, daß sich die Aepfel nicht lange halten werden. Mit der Aepselkelterei ist bereits begonnen worden; ob das Produkt aber an Gehalt demjenigen früherer Jahrgänge gleichkommt, ist noch ungewiß.
Büdingen, 13. Sept. Zur Förderung der Geflügelzucht findet bekanntlich am 3.-6. Oktober im Schulhaus am Marktplatz die dritte oberhessiche Geflügelausstellung statt. Anmeldungen zu dcrselb-n laufen fetzt täglich ein. Dieselbe scheint recht stack beschickt zu werden. Tas Ausslellungskomitee bittet, die Anmeldungen mögt ich st frühzeitig einzusenden. Außer einer ansehnlichen Summe, die für Geldpreise vorgesehen, sind weckvolle Ehrenpreise in Aussicht gestellt.
Berlin, 15. Sept. Das Komitee für die Einschränkung der Spiritusproduktion bat in feiner heute obgehaltenen Sitzung festgestellt, daß die geforderte Mindestbeteiligung durch vorbeballloseu Beitritt von 9Q Prozent des landwirtschaftlichen Kartofselkontingents erreid)t ist, daß weitere 51/* Prozent des Kontingents in ihrer Erzeugung fest gebunden sind, und hat einstimmig beschlossen, die Verpflichtung zur Produktionseinschränkung vom 1. Oktober 1902 in Kraft zu fetzen. Aus Grund dieses Beschlusses ist der Abschlagspreis für die Mitglieder des Verwertungsverbandes mit Geltung vorn 1. Oktober d. I. an auf 36 Alk. erhöht worden.
hielt einen tödlichen Schuß, ein Infanterist vom 44. Regiment einen Schuß in den Hals. Tie sofort ein geleitete; Untersuchung hat bisher kein Ergebnis gezeitigt.
Belgrad, 16. Sept. Wie verlautet, wird das Königspaar die Reise nach Livadia in der Zeck vom 3. bis- 7. Oktober antreten.
Petri kau, 16. Sept. Der von den preußischen Behörden an Rußland ausgelieferte angeblich anarchistische Student Kalajew wurde von dem Bezirksgericht zu sieben Jahren Zwangsarbeit im nördlichen Sibirien verurteilt.
Warschau, 16. Sept. Der Bankier Krolopp in Nuwalka ist nach Unterschlagung von Depotgeldern in Höhe von anderthalb Millionen Rubel flüchtig geworden.
Washington, 16. Sept. Die kolumbische Gesandtschaft erhielt ein Telegramm des Generals Marroquin vom 13. d. Nits., worin dieser berichtet, daß General Pennowo an der Spitze von 5000 Mann durch das Thal des Magda» lenenflusses m der Richtung noch Colon marschiert. Ein Telegramm des amerikanischen Vertreters in Bogota meldet, daß der Jnsurgenten-General Korreado, welcher gestern an der Spitze einer bedeutenden Streitmacht in der großen Ebene östlich von Bogota operierte, sich ergeben hat. Die Behörden sind der Ansicht, daß die Pacification der östlichen Gebiete nunmehr gesichert ist. Die kolumbische Regierung teilt ebenfalls mit, daß ein kolumbisches Kriegsschiff vor einigen Tagen einen Angriff der Aufständischen an den Ufern des Magdalcnenflusses zurückgeschlagen habe.
Kapstadt, 16. Sept. Der „Kap-Times" zufolge wird der Gouverneur von Ceylon, Sir Ridgeway, zum Nachfolger Milners ernannt werden.
Telephonischer Kursbericht.
3‘/8o/o Reichsanleihe
30/0
do<
d*/*% Konsole
3%
do,
4‘,2% Oesterr. biiberrente 101.40
101.50
103.30
49.10
30.70
28,80
122.20
44.25
. 102.25
. 92.50
. 102.10
. 92.40
. 100.30
. 99.70
. 103.50
3*/20/.i Hessen . .
3% Oberhessen
4% Oesterr. Goldrente
4% Ungar. Goldrente .
4°/ Italien. Rente . .
4’/a% Portugiesen . . .
■1°/ Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . .
Türkenlose.....
4% Uriech. Monopol.-Anl.
4’/,% äussere Argentiner
S'/o Mexikaner 4>/z /„ Chinesen . Electric. bcLuckert Nordd. Lloyd . . hreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn Lombarden . . Gottbarubahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . .
Frankfurt ». Al., 15. September
1902.
. 26.70 . 92.80 . 90.00 . 107.25 . 217.20 . 188.60 . 187.95 . 144.70 . 158.20 . 153.60 . 21.50 . 177.00 . 200.00 . 182.50 . 166.60
Tendenz: still.
Neueste Melsungen.
Originaldrahtmclduttgen des Gießener Anzeigers.
Hanau, 16. Sept. In der Stadtverordneten- Versaulinlung wurde nach Ablehnung eines Antrages auf sofortige respektive baldige Aufhebung der städtischen Fleischsteuer folgender Antrag angenommen: Die Sladtoerordneten-Versammlung und der Magistrat werden bei dem Bundesrat und den zuständigen preußischen Ministern dahin vorstellig, daß die Grenzsperre für Schlachtvieh mit Rücksicht auf die bestehende Fleischnot baldmöglichst aufgehoben werde.
Berlin, 16. Sept. In dem Prozeß des Herausgebers der „Allg. Musik-Ztg." Otto Leßmann gegen den Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Kunst Hinz W oll - ro d t fand vor dem hiesigen Landgericht 111 Berufungstermin statt. Die Verhandlung endete mit der Verurteilung des Angeklagten zu 100 Mark Geldstrafe.
Wittenberg, 16. Sept. Auf der Feldmark zwischen Elsterwerda und Königsbrück wurden sechs Ausflügler vom Blitze getroffen. Zwei sind tot, drei schwer verletzt.
Lübeck, 16. Sept. Ein Schuhmachergeselle feuerte auf die 15jährige Stieftochter seines Bruders einen Schuß ab, da diese seinen Liebesantrag zurückgewiesen hatte, wodurch das Mädchen tätlich verletzt wurde. Dann feuerte der Geselle noch auf eine andere Tochter des Bruders, die ebenfalls tätlich verletzt wurde. Hierauf tötete er sich durch einen Schuß in den Kopf.
London, 16. Scpt. Ter Shanghai-Berichterstatter des „Standard" meldet aus CH eng tusu: Gestern drangen bewaffnete Boxer sch ar en in die Stadt ein. Hierbei wurden einige Personen getötet oder in den Straßen gefangen genommen. Tie Läden sind geschlossen. Tie Lage soll ernst sein.
Paris, 16. Sept. In Decazeville ist die Ruhe bisher nicht gestört worden. Der Präfekt hat den Vorschlag gemacht, die Vermittlerrolle zu übernehmen. Er macht darauf aufmerksam, daß die Grubendirektion die Wiederaufnahme der Arbeit verlangt, ehe sie sich bereit erkläck, mit den Arbeitern zu verhandeln. Man glaubt, daß der Aus stand großen Umfang annehmen wird.
Rom, 16. Sept. Der Senator Murris beabsichtigt infolge der Ermordung seines Schwiegersohnes - die Praxis niederzulegen und Italien zu verlassen. Es wird versichert, der Advokat Murris sei aus Serbien zurückgekehrt und auf dem Bahnhofe von Bologna von seiner Mutter empfangen worden.
Verona, 16. Sept. Während einer Festlichkeit in Bovolone machte ein Luftschiffer mit seinem Ballon „Polarstern" einen Aufstieg. Als er landen wollte, fiel er aus unbekannten Gründen aus dem Korb und war auf der Stelle tot.
Wien, 16. Sept. Auch hier beginnen die Preise aller Fleisch waren erheblich zu steigen. Die mährischen, galizischen und böhmischen Viehzüchter und Schlächter motivieren die Preiserhöhung mit dem steigenden Export nach Deutschland.
Agram, 16. Sept. Das für den 18. ds. geplante Serben-Meeting gegen die kroatischen Exzesse wurde von der Regierung aus Furcht vor blutigen Ausschreitungen verboten. Dasselbe soll nun in Budapest stattfinden.
Agram, 16. Septhr. Die Untersuchung wegen der Exzesse ist bereits abgeschlossen. In Anklagezustand versetzt werden 96 Personen, darunter 4 Frauen, mehrere Hausbesitzer, Universitätslehrer und Journalisten.
Budapest, 16. Sept. Bei den Manövern in der Nähe von Pyoska wurde, als sich das 18. Honved-Regiment und das 69. Infanterieregiment gegenüberstanden, scharf geschossen. Ein Zugführer des letzteren Regiments er-
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