Nr. 164 Erstes Blatt.
153. Jahrgang
Mittwoch 16. Juli 190«
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kefflschen Landwirt die Siegener Familien. Mäher viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-B»rch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:
Tchulstratze 7.
Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen.
Kernsprechanschluß Nr. 51.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Bezugspreis: monatlich 75Pf., viertes äbrlich Mk. 2L0; durH Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme van Anzeigen für die Lagesnummer bis vormittag- 10 Uhr. ZetlenpretS: lokal ISPf, auswärts 20 Pfg.
Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: für »Stadt und LandE und »Gerichtssaal^: Curt Plato; für den Än- zeigenteil: Hans Beck.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Besetzung einer Schutzmannsstelle.
Bei unterzeichneter Behörde ist eine weitere Schutzmannsstelle mit einem Anfangsgehalt von Mk. 1320.—, steigend jährlich um Mt. 30.— bis zum Höchstgehalt von Mk. 1800.—, am 1. Oktober l. Js. zu besetzen.
Geeignete Bewerber wollen sich unter Vorlage selbstgeschriebener Gesuche, denen die Militärpapiere, sowie Führungs- zeugniffe anzuschließen sind, bis spätestens 20. August l. Js. melden und vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorstellen.
Gieß en, den 15. Juli 1902.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen, Hechler.
Gießen, den 14. Juli 1902.
Betr.: Die Pfleggeldsätze in den Kliniken der Landesuniversität.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien, sowie die Vorstände der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften des
Kreises.
In Abänderung des durch unser Ausschreiben tm Kreisblatt Nr. 39 vom 5. April 1902 bekanntgemachten Pflegegeldsatzes für die Verpflegung der III. Klasse in der Ophthalmo- logischen Klinik der Landesuniversität ist der tägliche Pflegegeldsatz in der genannten Klinik bis auf weiteres wie folgt festgesetzt:
Der veränderte Pfleggeldsatz für die HI. Klasse tritt sofort in Kraft. I. V.: Dr. Wagner.
Ordn.-Nr.
Täglicher Pfleggeldsah in der:
Für die I. Klasse im Sommer- | Winter- Halbjahr
Für die II. Klasse im Sommer-- | Winter-
Halbjahr
Für die HI. Klasse im
Sommer- | Winter- Halbjahr
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Qphthalrnologischen Klinik (Augenklrnck)
6 M.
6 Mk.
3 Mk.
3,50 Mk.
für Erwachsene:
1 Mk. I 1 Mb für Kinder:
0,70 Mk. 1 0,70 Mk.
Haager Konferenz gründen, die ans Initiative des Kaisers berufen wurde.
Dieser Appell an die „Solidarität der Kulturvölker" klingt sehr hübsch. Zweifellos haben die Ausführungen Wittes, rein abstrakt genommen, viel Berechtigung; nament- llch auf die Entwickelung in Amerika, das durch rücksichts-- los prohibitive Schutzzölle und durch die Bildung der Riesentrusts die Preise im Jnlande so hoch hält, daß es aus dem Weltmartt mit Schleuderpreisen als mächtigster Konkurrent der anderen Ausfuhrftaaten aufzutreten vermag, treffen sie durchaus zu. Und es ist ganz klar, daß die Petersburger Anregung sachlich wie formell durchaus auf demselben Wege liegt, wie die Brüsseler Zuckerkonvention. Nur soltte Herr v. Witte nicht vergessen, oaß gerade Ztußland am wenigsten Berechttgung zur Klage hat.
Volltische Tagesschau.
Eine neue Friedenskonferenz?
Aus Petersburg kommt wieder einmal eine internationale Ueberraschung. Diesmal hüllt sie sich aber nicht so in bunte Dekorationen idealisttscher Zukunfts- fchwärmereien; überall steht der nackte, nüchternste wirt- schaMche Egoismus aus den Hüllen der Phrase heraus. Als Herr v. Witte seine Note über die Zucker ko nvention versandte, wurde schon angekündigt, daß Rußland demnächst mit einer Anregung allgemeinerer Natur, namentlich bezüglich der Syndikate, hervortreten werde. Das geschieht jetzt. Und wenn es sich zunächst nur um amtliche Petersburger Zeitungsartikel hairdelt, so ist doch der RÄmen der Anregungen wetter als man erwarten konnte. Der Draht meldet von der Newa:
„Die Organe des Finanzministeriums veröffentlichen einen längeren Artikel mit der Ueberschrist „Die internationale Bedeutung der Syndikate und die Note des Finanzministeriums". Der Arttkel behandelt die Frage der künstlichen Herabdrückung der internationalen Preise als Ergebnis von Maßregeln zur Beseitigung der Konkurrenz auf den ausländischen Märkten oder zur Hebung der Preise auf den inländischen Märkten, beleuchtet sodann die Frage der Exportprämien und die der Syndikate überhaupt und schließt mtt folgenden Ausführungen: Es liegt gegenwärtig der Schwerpunkt der Frage der Prämiierung von Ausfuhrwaren und der durch sie hervorgerufenen Herabdrückuirg der. internationalen Preise ausschließlich in der Ausfuhrthätigkeit der Syndikate, Trusts und Kartelle. Es scheint, daß es gerade jetzt zeitgemäß ist, sich mtt der Frage dieser vom intern nationalen Gesichtspunkte aus schädlichen Thätigkeit zu beschäfttgen, umsomehr als der Zeitpunkt des Ablaufes der Handelsverträge herännaht und die außerordentlich ernste Frage ihrer Erneuerung erficht. Wird es klug sein, wenn man diese der vaterländischen Industrie schädliche Seite der Thättgkeit der Syndikate vor Augen hat und weiß, daß infolge chrer Acacht schon jetzt die Frage ihrer Gefährlichkeit als „eines Staates im Staate" aufgeworfen wird, wird es unter solchen Bedingungen klug sein, auf lange Zett hinaus Zollsätze festzulegen, sich da- ourch in BeMg auf die Anwendung des einzigen wirksamen Verteidigungsmittels gegen den g e w i s s e n l o s e n K o n k u r r e n z k a m p f der Syndikate die Hände zu binden und die vaterländische Industrie den Schlägen derselben preis^ugeben? Ueberhaupt widerspricht die Thätig- kett der Syndikate den Tendenzen der modernen Handelsverträge, welche auf dem Prinzip der Solidarität der Kulturvölker begründet sind. Die Handelsverträge vom Anfang und Die vom Ende des 19. Jahrhunderts sind ihrem Geiste nach schr verschieden. Letztere enthalten eine große Reihe von Paragraphen, welche ersteren Lcnbekaunt waren, und den gegenseitiges Schutz der Industrie zum Zweck haben. Selbst Zugeständnisse bei den Tarifsätzen, die auf dem Prinzip des „do ut des" beruhen, erscheinen, wenn man genauer auf sie eingeht, als gegenseitige Abgrenzung auf dem Gebiete der Warenproduktton, denn sie gründen sich auf ein sehr aufmerksames Studium der Bedingungen der Produktton und des Handels. Die zuletzt abgeschlossenen Verträge enthalten noch einen für die gegenwärtige Entwicklung der Handelsverträge ebenfalls charakteristischen Artikel, nämlich die Abmachung über die s ch i e d s r ich t e r l i ch e Entscheidung bet Meinungsverschiedenheiten über die Anwendung der Handelsverträge. Das Finanzministerium bewegt sich, indem es sich! mit seiner Note an die Signatarmächte der Brüsseler Konvention wendet, auf dem Wege der Solidarität der Völker, welche eine der besten (£> rungenschasten unserer Kultur bildet. Wesentliche Jn- teressensragen, welche viele Staaten berühren, müssen durch internationale Vereinbarungen gelüst werden. In dieser Beziehung ist die Note des Finanzministeriums aus ökonomischem Gebiete die Anwendung derjenigen Prinzipien, auf welche M die Beschlüsse der
Ausflug des landwirtschaftlichen ^okalvereins Kietzen.
(Originalarttkel des „Gieß Anz.")
-1- Gießen, 15. Juli 1902,
Der landwirtschaftlich^ Lokalverein Gießen uitternahm am Sonntag den 13. d. M. einen Ausflug auf die Versuchsfelder des landwirtschaftlichen Instituts, die bekanntlich dem neu errichteten Siechenhause gegenüber, östlich des alten Anneröder Weges längs der Oberhessischen Eisenbahn liegen. Herr Professor Dr. Albert hatte berettwilligst die Führung übernommen und erklärte in eingehendster Weise den zahlreich erschienenen Mitgliedern des Vereins die getroffenen Vorbereitungen zur Saat, die Düngung, die Aussaat selbst, die weitere Behandlung der Saaten und den Erfolg, der mtt den verschiedenen Getreidearten bis heute erreicht, und welche Zwecke mtt den Anbauversuchen verfolgt werden sollten.
Das Versuchsfeld, fünf Normalmorgen groß, ist in fünf gleiche Parzellen abgeteilt und zwar in Längs streifen, die von dem Feldweg sich nach der Oberhessischen Bahn hinabziehen, welche mit Dem oberhalb liegenden Weg hier nahezu parallel läuft. Quer durch diese Längsstreifen, die durch tiefe Furchen getrennt sind, wurden kleine Quergräben gezogen, die wiederum das Versuchsfeld und damit die ern- zettlen Längsstreifen in fünf gleiche Teile zerlegen. Die so entstandenen weiteren fünf Abteilungen sind nur in Bezug auf die Düngemittel — ausschließlich Hilfsdünger — verschieden resp. gar nicht behandelt.
Zwischen dem Feldwege und dem ersten Quergraben haben die Längsstreifen durchweg eine Bolldüngung von 1 Ztr. Chili, 1 Ztr. 20 Proz. Superphosphat und 2 Ztr. Kaintt erhalten. Die folgende Abteilung 1 Ztr. Superphosphat, 2 Ztr. Kainit, Die dritte Abteilung ist ungedüngt geblieben, die vierte hat 1 Ztr. Chili und 2 Ztr. Kainit erhatten, die fünfte Abteilung 1 Ztr. Chili und 1 Ztr. Superphosphat. In der Längsrichtung der Parzellen ist die Aussaat verschieden, in den Querabteilungen nur die Düngung.
Der erste Längsstreifen — jeder Längsstreifen ist, wie erinnert wird, 1 dtormalmorgen groß — trägt Sommerweizen. Dieser ist ungewöhnlich weit gedrillt, wurde mit der Hacke wiederholt bearbeitet und zeigt für diesen leichten Boden, — das ganze Versuchsfeld besteht aus humosem sandigen Lehm mit Kiesunterlage — einen guten Stand mit gut entwickelten Aehren. Auffallend zeigen sich die Wirkungen der verschiedenen Httfsdünger. Um nicht mißverstanden #u werden, sei hier gleich bei. der ersten Parzelle sestgestellt, wie die Düngung jede der fünf Weitungen, der Längsstreifen getroffen hat. Das erste Fünftel dieser Parzelle bis zum nächsten Onergraben hat durch das Quer- überstreuen der sämtlichen Parzellen die oben angeführte VoNdüngnng erhalten, das zweite Fünftett nur 1 Ztr. Superphosphat und 2 Ztr. Kainit, das dritte Fünfteil ist ungedüngt geblieben, das vierte Fünfteil erhielt 1 Ztr. Chili unD 2 Ztr. Kaintt, das letzte Fünsteil 1 Ztr. Chili und 1 Ztr. Superphosphat. Diese Düngergabe trifft nach den oben gemachten Ausführungen auch für die vier folgenden Längs- ftrpifen von je 1 Morgen zu.
Treterr die Urtterschiede zwischen den verschiedenen
Düngergaben und der ganz ungedüngt gebliebenen Fläche in der Vegetation des Sommerweizens nicht sehr fchchoff hervor, so ist das im hohen Maße der Fall bei dem nun folgenden Längsstreifen, dem zweiten, der Gerste und zwcrv 6 Sorten unmittelbar nebeneinander trägt. Diese sechs Sorten sind auf 21 Ctm. gedrillt, die Drillreihen folgen natürlich der Längsrichjtung der Parzelle und durchschneiden, es wird das wiederholt, um kein Mißverständnis auskommen zu lassen, die fünf in verschiedenen Zusammensetzungen auf* gestreuten Dünger, natürlich auch den'nicht gedüngten Quers* streifen (den dritten). Zwischen den verschiedenen Gerfftew» sorten ist keine Grenzlinie gezogen, jede Sorte nimmt 12? Drillreihen in Anspruch, aber die braucht man nickst zu zählen, um zu unterscheiden zwischen den Sorten. Die eine hebt sich scharf ab von der anderen dustch die Form und die hängende (nickende) ober aufreckst stehende Aehre, durch die raschere und langsamere Entwickelung der Pflanze und damit durch den Reifezustand.
Herr Professor Albert hielt uns über diese Gersten»» sorten einen längeren Vortrag. Wir sehen die Gerste vom Feldwege aus; dieser Teil der Parzelle hat Volldünguna en* halten. Die Entwickelung der Gerste ist prachtvoll, sie burfte auf biesem geringen Boben nicht kräftiger sein, denn einzelne Sorten zeigen Neigung zum Lagern, obwohl wir in ber letzten Zeit boch keinen ober nur leichte Regen hatten. Die erste Sorte bezeichnet Professor Albert als gewöhnliche Landgerste, die sich ausgezeichnet entwickelt hat, lange Aehren zeigt und in der Rette am weitesten vorgeschritten ist. Ob sie eine begehrte Braugerste liefern wird, steht dahin. Beim Gerstenbau müssen die Wünsche der Brauen in erster Linie berücksichtigt werden.
Die -folgende Sorte i st die sechszeilige dänische Gerste, welche bei den Brauern nicht beliebt ist, aber gstoße Erträge liefert, für das Brennereigewerbe zu Malz mit gutem Erfolg verarbeitet werden kann und wohl in erster Linie zu Futterzwecken verbraucht wttd.
Als dritte Gerstensorte reiht sich an die Jmperialgerstt mit ausrechtstehenden Aehren. Der Kem ist grobkörnig, nicht besonders beliebt als Braugerste. Die Pflmrze hat sonst den Vorzug, nicht leicht zu lagern, ist aber spätreif und liefert kein gleichmäßiges Malz.
Die Perlgerste, eine englische Hochzüchtung, entspricht allen Anforderungen der Malzfabriken, während die fünfte, die Hcmnagerste, sich rasch entwickelt, früh reift und in dieser! Beziehung neben ber Landgerste an erster Stelle steht.
Die letzte Gerstensorte, Chevallergerfte, reift später als bie Hannagerste, liefert gute Erträge, steht aber unter den Braugersten nicht in erster Reihe.
Die Gerstensorten stellen große Anforderungen an den Boden, kalkreiche warme, humose Lehmböden von bester physikalischer Beschaffenheit, auch kräftige sandige Lehmböden jagen ihr zu. Gute Braugerste wächst bei sonstiger guter Be* Handlung nur auf den besten Böden Deutschlands unter günstigen klimatischen Verhältnissen.
Auf die Gerstenparzelle folgt die Roggenparzelle. Auch ber Roggen ist ungewöhnlich weit gedrillt, die Sorte scheint nicht rein, zahlreiche Aehren, die in der Kömerbaldung starke Lücken zeigen, deuten auf Staudenroggen. Bei diesen Beobachtungen macht Pros. Albert befonberS daraus aufmerksam, daß sich diese Eigenschaft des Roggens, mangelhaft anzufetzen, trotz dem besten Befruchtungswetter, vererbe. Da nun bie Körner in der Nähe einer Lücke sich besonbers voll entwickeln, da ihnen die Nahrung für die nicht entwickelten Körner zufließe, so sei es fehlerhaft, bei der Fertigstellung des Saatgutes beim Roggen die stärksten Körner zum Säen auszusondem, da sich mit Sicherheit vor ausseh en lasse, daß solches Saatgut wieder sehr viel lückige Aehren erzeuge.
Die 4. und 5. Parzelle ist mit 13 Sorten Hafer bestellt und diese §aferforten erregen neben den Gerstensorten das allergrößte Interesse. Hafer kann auf jedem Boden gebaut werden, im Gebirge und im Thale. Die Haserpflanze ist genügsam, anspruck)slos, aber sie ist ungeheuer dankbar für jede Hülfe, bie ihr wird: gute Bodenbearbeitung, sachgemäße Düngung. Würde mau den Hafer mit so viel Aufwand bestellen, wie bie Zuckerrübe, man würde Wunder erleben. Wäre es nicht Zett, so zu verfahren, da heute ber Hafer teuerer ist wie jede andere Frucht und das Zuckerrübenbauen gleich nach dem Gänsestehlen kommt? Das hat aber Professor Albert nicht gesagt.
Bon den Hafersorten komntt zuerst ein tatarischer Fahnenhafer, der nickst empfohlen wird. Dann folgen Drei Hasersorten: Beseler 1, 2 und 3. Nr. 1 ist die bekannte starkwüchsige Beselersche Züchtung, stark und lang im Sttoh, mit stark entwickelten, gut besetzten- Rispen, die grp^ ftörtierernten, aber mtt sehr starker Schale und geringerem Fettgehalt im Kern liefert. Diese Sorte bleibt empfehlenswert zum Anbau für Landwirte, bie Hafer verkaufen wollen. Wir kommen hernach zu Hasersorten, die über 5 pCt. leicht- verdaulichen Fettes im Kern enthalten, während Beseler Nr. 1 wenig über 3 pCt. Fett enthält, welches für tüe nährung unserer jungen Zuchttiere so überaus wertvoll ist und auch den kleinen Menschenttndern so gut bekommt.' — Beseler Nr. 2 ist kürzer im Stroh, wahrscheinlich weniger ertragreich wie die vorige Sorte, aber reicher im Jett? gehalt der Körner. Während sich Nr. 2 Dem Gelhhäser, nähert, ist Beseler Nr. ß ein ausgezeichneter Gelbhafer, der durch seine mit Körnern von unten bis in die Spitze gut besetzten Rispe vielleicht dem Beseler Nr. 1 im (ö> trage gleichkommen wird. Weit übertrifft er ihn aber in Bezug aus Dünnschallgkeit und Nährwert ber Körner, Denn Über ö PCt. leichtverdaulichen Fettes enthalten dieselben.
Es folgt der Leutewitzer Gelbhafer von Stesger. Derselbe eignet sich für leichtere Böden, liefert wenig Strotz, viel Körner, entwickelt sich rasch intb ist früh reist Dch Rispen zeigen im unteren Teil und in Der Spitze leere


