Ausgabe 
16.1.1902 Erstes Blatt
 
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Nv. 13

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener Kamilien- dlätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu Unwers.-Buch- u.Stein­druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpeditu» und Druckerei:

Schul st ratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gtetzeu.

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Erstes Blatt.

153. Jahrgang

Donnerstag 16. Januar 1008

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger v **

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bezugspreis: monatlich 7b Ps., viertel- sährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Aik.2. viertel- ,ährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ir tue Tagesmimnier i iS vormittags 10 Uhr. ^eilenpreis: lokal 12Ps^ auswärts 20 Psg.

-verantwortlich: ür den polit. u. allgem. Teil: P. Witiko; sür ©tobt und Land" und GerichtSsaal*:R.Ditt- mann; für den An­zeigenteil: HanS Beck.

Dießen, 14. Januar 1902. Betr.: Tanzbelustigungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an Großh. Polizeiamt Gießen und an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Preises.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß nach einer Entscheidung des Großh. Oberlandesgerichts zu Darmstadt vom 21. April 1899 öffentliche Tanzbelustigungen, die nach der Musik von durch Einwurf eines Geldstücks aufspielenden Musikautomaten abgehalten werden, als Tanzunterhaltungen nach bezahlter Musik, stempelpflichtig sind. Sie wollen den Wirten, welche solche Automaten besitzen, hiervon Kenntnis geben, damit sich dieselben fernerhin keiner strafbaren Zu­widerhandlung schuldig machen.

v- Bechtold.

Gießen, den 15. Januar 1902. Betr.: Pflegekinder unter 6 Jahren.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Soweit Sie mit Erledigung unserer Auflage vom 6. De­zember 1901 (Kreisblatt Nr. 26) noch im Rückstände sind, werden Sie wiederholt hieran erinnert.

v. Bechtold.

Gießen, den 15. Januar 1902. Betr.: Die Ausführung der Kaiserlichen Verordnung vom 9. Juli 1900 und der Bekanntmachung des Reichs­kanzlers vom 13. Juli 1900; hier Anzeigepflicht der Motoren.

Das Mroßherzogliche Krrismnt Gießen

au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 22. November 1901 (Kreisblatt Nr. 22) noch nicht ent­sprochen haben, werden an deren Erledigung erinnert.

v- Bechtold.

Gießen, 15. Januar 1902.

Betr.: Die Feier des Geburtsfestes Sr. Maj. Kaiser Wil­helms IL

Die Großh. Kreisschulkommission Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

Wir beauftragen Sie, rubr. Feier in den Ihnen unter­stehenden Schulen in herkömmlicher Weise abhalteu zu lassen.

v- Bechtold.

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Berlin, 15. Januar.

Das Abgeordnetenhaus beendigte die Besprechung der Poleninterpellationen. Im Laufe der Dwatte tritt Justizmimster Dr. Schoen ste dt für die deutschen Richter in Posen ein; sie hielten sich frei von allen Eim- flüssen, Hütten dabei aber auch ihrerseits die Pflicht, dazu beizutragen, daß der deutsche Gedanke hochgehalten werde. Das Wreschener Urteil erscheine auf den ersten Blick außer­ordentlich hart; man werde aber anerkennen müssen, daß es Fülle giebt, wo man mit härtesten Strafen vorgehen müsse, wenn es sich um an sich geringfügige Vergehen handelt, bei fdenen es sich herausstellt, daß fie der Ausfluß eines Bestrebens sind, welches die staatliche Ordnung und Sicherheit in hohem Maße gefährdet. Dieser Gesichtspunkt fei hier maßgebend gewesen. Die polnischen Mütter Hütten ihre Kinder am besten vor Schaden bewahrt, wenn sie ein­gedenk des Wortes vom Gehorsam gegen die Obrigkeit ge­handelt hätten.__

Politische Tagesschau.

Zur Ausgabe der neuen Anleihe.

Heber die neue 300 Millionen-Anleihe für das Reich vnd Preußen schreiben dieBerl. Pol. Nachr.":Der Begebungskurs von 89,80 Mk- entspricht einerseits den finanziellen Interessen von Reich und Staat und er­öffnet andererseits den Zeichnern die Aussicht auf einen hohen Kursgewinn. Unter dem Einfluß der Kursrückgänge bei den Jndustriewerten hat sich seit längerer Zeit schon die Aufmerksamkeit des Anlagepapieve suchenden Publi­kums wieder mehr den festen Rentenpapieren zugewandt. Die in den Kurssteigerungen dieser Papiere sich kund­gebende Stärke der Nachfrage liefert zugleich den Beweis, daß unter der industriellen Stockung der Kapitalbesitz, und die Kapitalbildung bei unserer Bevölkerung nicht gleichfalls ins Stocken geraten sind- Wenn inzwischen der Tiefstand unserer industriellen Produktion auch über­schritten zu sein scheint, so sprechen doch jene Momente nach wie vor dafür, daß es der Lage des heimischen Geld­marktes durchaus entspricht, ivenn man dem Publikum diese 300 Millionen fester Rentenwerte jetzt zur Anlegung seiner verfügbaren Mittel anbietet, und daß kein Kurs- druck von der Emission zu befürchten ist. Wenn die An­leihe in der nächsten Woche von den (Änisfionshänsern aufgelegt werden wird, darf daher auch mit Bestimmt­heit auf einen Erfolg der Zeiäpiung gerechnet lverden, denn gerade in der Berücksichtigung aller hierbei in Betracht kommenden Interessen liegt oie sicherste Gewähr

dafür, daß die neue Anleihe sofort von dem Anlage- werte suchenden Publikum ausgenommen werden wird"

Grenelthaten im Kongostaat.

Ein Vertreter des Reuterschen Bureaus hat neuer­dings eine Unterredung mit Kapitän Guy Burrows über die Greuelszenen gehabt, welche dieser an die Regierung des Kongostaates berichtet haben wollte, deren Meldung aber von der Regierung in Abrede gestellt würde. Kapitän Burrows wiederholt seine Behauptung, daß er beständig seine Klageberichte eingesandt habe, daß davon aber in keiner Weise Notiz genommen worden sei.Im ver­gangenen Jahre tarn ich", so erzählt er,nach Brüssel und erstattete persönlich dem Kommandanten Liebrecht, dem Generalsekretär des Departements des Innern für den Kongostaat, Bericht. Ich meldete ihm, daß in zwei Distrikten Frauen täglich gepeitscht würden. Ich zeigte ihm die Photographie eines Eingeborenen, dessen Hände von Soldaten der Kongotruppen abgehackt wor­den waren.. Liebrecht nahm die Photographie, riß sie in Stücke und warf sie in den Papierkorb. Ich bemerkte darauf, daß ich dasselbe Bild in vielen Exemplaren besäße und ihm daher seine Manipulation nichts nütze. Im vorigen Januar, ehe ich den Kongo verlieh, war eine meiner letzten amtlichen Vornahmen, daß ich als stell­vertretender Staatsanwalt eine Untersuchung gegen den Beamten einer belgischen Gesellschaft einleitete, der des Mordes und der öffentlichen Anstiftung zum Kanni­balismus beschuldigt wurde. Die Dokumente über diese Untersuchung, die gewissenhaft und eingehend geführt wurde, und grausige *5) rüge ans Licht förderte, sind in meinem Besitz, wie auch in den Händen der Regierung. Unabhängige und glaubwürdige Zeugen bestätigten, daß dieser Belgier seinen eigenen Knaben hatte an die Flaggen­stange der Station binden und in Gegenwart seiner Brüder zu Tode prügeln lassen, woraus er den Leichnam den Eingeborenen zur Speise gab; daher weiter elf Gefangenen, neun Männern und zwei Frauen eigenhändig die Kehlen abschnitt und dann seine eingeborenen Arbeiter mit den Leichen dieser Leute bezahlt machte.Da, nehmt sie," sagte er, und schneidet sie Euch auf!" Ferner habe ich beschworenes Zeugnis dafür, dah dieser selbige Belgier einem Häuptling als Zahlung für Gummi zwei lebende Männer und sechs lebende Frauen auslieferte, mit der Bemerk­ung, er könne damit machen, was er wolle, sie schlachten und essen. Dieses Scheusal ist nie bestraft worden, und lebt, meines Wissens, jetzt in Belgien. Ich habe diese Beispiele nur angeführt, um zu zeigen, wie grundlos die Behauptung der Regierung sei, daß ich sie nie von den traurigen Vorgängen in Kenntnis gesetzt hätte. Ich bin eben mit der Abfassung einer Schrift be- schäfttgt, in der ich die Wirtschaft im Kongostaat, die ich noch sehr milde als eine Schande für die Zivilisation bezeichnet habe, an den verdienten Pranger stelle."

Kolonialpoft.

Spanische und deutsche Kolonialverwalt­ung. Im Missionsblatt desAmerican Board", also einer unparteiischen Stimme, steht zu lesen:Die deutsche Herr­schaft aus den Karolinen ist der früheren spanischen weit überlegen. Gesetze werden gegeben und auch aus­geführt. Das Interesse und die Wohlfahrt der Einge­borenen werden berücksichtigt. Der Gouverneur reist mit einer Schutztruppe unter dem Volk umher, und wird von allen geliebt und geachtet. Ein deutsches Kriegsschiff mit dem Gouverneur und einem angesehenen eingeborenen christlichen Lehrer hat sich neulich nach Ruk begeben, um eine Stamrnessebde zu schlichten, und Unruhen deizulegen. Durch Vermittelung des christlichen Lehrers wurde die Angelegenheit srieduch erledigt. Tie Mörder wurden aus- geliefert. Die evangelischen Missionsschulen, die früher durch die -spanischen Mönche arg geschädigt waren, blühen wieder auf. Die im Dorfe Kitt zählt schon über 100 Schüler und genießt eine namhafte Unterstützung seitens der Regierung._________________________________________

Die cLandschaftsformeo des Hdenwaldcs in ihrer

Beziehung zu seinem geologischen Kan.

D. Gießen, 15. Januar.

lieber dieses Thema sprach gestern abend Prof. Dr. Klemm-Darmstadt in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Die ältesten Bildungen im Odenwalde, so führte er aus, sind Schichtgesteine gewesen. Ihr Alter ist aber nicht bekannt, da sie eine erhebliche Umwandlung erlitten haben. Vielleicht gehörten sie derselben Zeit an, wie das Mittelrheimsche Schieferaebirge. Seitlicher Druck legte sie in nordöstlich streichende Falten, aber zugleich erfolgten Eruptionen, welche krystallinisches Massenaestein bildeten und erhebliche Veränderungen der bisher vorliegen­den Sedimentgesteine erzeugten. Das Ganze war wohl ein alpines Hoch gebirge, das von Süß das varis- kische genannt wurde. Dieses wurde durch ausgedehnte Abtragungen erniedrigt, jedenfalls noch vor der Periode des Rotliegenden. Letzteres ist in Gestalt von Süßwasserbild­ung en, Sandsteinen und Konglomeraten besonders imNorden des Gebirges erkennbar. Dazu traten als Eruptivgestein P orphyr, namentlich bei der Bergstraße, und Mela- phyr in der Nähe von Darmstadt. Auch Zechsteindolomite, die durch ihren Manganerzreichtum wertvoll sind, lassen sich im Odenwald nachweisen.

Dann folgt die wichttge Bunt sand ste in decke von etwa 500 Meter Mächtigkeit, die den ganzen südöstlichen Odenwald erfüllt und die ziemlich einfachen Oberflächen- jormen dieses Teils bestimmt. SHr selten ist der Mulchel­

kalk, der sich nur in Versenkungen erhalten hat. Vielleicht war auch Keuper oder Jura und Kreide vorhanden, doch sino diese Formationen gänzlich abgetragen, und auch Tertiär ist selten. Es findet sich namentlich an der Berg­straße und vereinzelt auf den Hochflächen des Odenwaldes. Basalte treten zahlreich hervor, aber immer nur in kleinen Vorkommnissen, lieber das Ganze wurde in der Quartärzeit viel loses Material gebreitet, und die Eiszeit scheint auch sür den Odenwald eine nicht unbedeutende Rolle gespielt zu haben.

Die Landschaftsformen des Odenwaldes werden durch die eben aufgezählten Gesteine und Formationen be­dingt. Die Granitberge find durch ihre kuppel- und domförmige Gestalt erkennbar. Die Verwitterung bringt häufig Blockbildungen aber Kugelformen hervor. Gewaltige Rinnen verlausen an den Granitbergen, und Felsenmeere entstehen durch die Zerstörung des Gesteins an der Oberfläche. Sie laufen in scharf abgegrenzten Streifen zwischen dem Walde, in muldenfrömigen Einfenkungen am. Berg entlang. An den abgeholzten Kuppen dieses Granit- gebiets findet der Landmann meist wenig Freude. Sie sind fast nur noch zum Oed land zu rechnen ober als Hutungen zu gebrauchen.

Im Rotliegenden und in den Melaphyr- kuppen zeigen sich keine charakteristischen Formen, weshalb namentlich die Gegend nordöstlich von Darmstadt einförmig ist. Wohl aber bieten die Porphyre, z. B. der Wachenberg bei Weinheim und der Oelberg bei Schriesheim bezeichnende Landschaftsbilder, und zwar alle Porphyr kuppen, seien sie wie die erstere Quellkuppen oder wie die letztere der Ueberrest einer großen Porphyrplatte.

Der Buntsandstein besteht namentlich aus Sand­stein und Letten und ist deutlich geschichtet. Die Letten­schichten sind undurchlässig, weshalb Quellenhorizonte an ihrer Grenze zu liegen pflegen. Die Verwitterung beein­flußt die äußere Form nur wenig. Blockhalden sind selten. Eine solche befindet sich bei Bullau in der Gegend von Erbach. Besondere Erhebungen sind im Buntsandstein- gebiet ebenfalls selten. Gelegentlich findet man sie jedoch, z. B. am Krähberg. Die Linien sind sehr einfach. Man erkennt das bei größeren llebersichten über das Land, z. B. beim Blick vom Oelberg ins Schriesheimer Thal. Die Gliederung ist sehr gering. Die Thaler des Buntsandsteines sind sehr flach, unb auch das Neckarthal ist im Buntsandstein ver­hältnismäßig einfach gestaltet. Der Muschelkalk ist zu gering' entwickelt, um ausgeprägte Landschaftsformen zu zeigen; doch ist er eigenartig durch unterirdische Wasserläufe, wie den bekannten Erdbach zwischen Erbach uno Stockheim, außerdem durch Erdfälle in der Art der Dolinen des Karstes. Als Basaltgruppen sind nur wenige wichtige Gipfel erwähnenswert, namentlich der Katzenbuckel, der Otz­berg und der Roßberg bei Roßdorf. An einer anderen Stelle finden sich Einschlüsse von rotliegendem Sandstein und Konglomeraten in Basalt, dellen säulenförmige Absonderung auffallender Weise in der Nähe dieser Einschlüsse verloren geht. Trachyte zeigen sich zwischen Offenbach und Darmstadt und sind ebenfalls vielfach säulenarttg abge­sondert.

Die Eiszeit erzeugte Flußterrassen an der Berg­straße 30 Meter über dem Rhein, am ganzen Westrand der Bergstraße, insbesondere bei Auerbach und Zwingen­berg, eine große Diluvialterrasse, die durch den alten Neckar­lauf angeschnitten ist, der s. Z. von Heidelbergs aus den Odenwald entlang nach der Gegend von Trebur führte. Ob Gletscher den Odenwald bedeckt haben, steht noch nicht voll­kommen fest. Jedenfalls finden sich grunbmoränenartige Gebilde in zahlreichen Thälern des Gebirges, und an dem Rodenstein glaubt man auch eine Endmoräne in Form eines gewaltigen Steinwalles aufgefunden zu haben. Uebevdies sprechen starke Stauchungserscheinungen in manchen Gegen­den für glaciale Einwirkungen.

Nach der Eiszeit trat ein trockneres Klima ein. Löß bedeckte |bie Gehänge an einzelnen Stellen in so großer Mächtigkeit daß z. B. bei Großumstadt Hohlwege durch das Lößgebiet führen. Von den alten Flußläufen ist außer dem Neckar, dessen Betten noch heute durch sumpfige, vertorfte Wiesen erkennbar sind, namentlich der alte Mainlauf von Babenhausen nach Sprendlingen erwähnenswert. Beide Flüsse vereinigten sich in der Gegend von Trebur zur Münd­ung in den damaligen Rhein. Die Schuttkegel der Oden­waldbäche warfen ihr Material seitlich über die Neckar­betten hinaus, lind verwischen daher hier und da heute den alten Flußlauf. Ferner traten später Gebirgsbewegungen aus, die das Gebirge noch weiter auch landschaftlich ge­gliedert haben.

Der Gegensatz zwischen dem Berg st räßer und dem Böll st einer Odenwalde ist von Chelius aufgestellt worden. In dem ersteren erscheinen die krystallinischen Schiefer steil aufgerichtet; in dem letzteren findet man we­niger scharfe Faltung, sondern mehr sanfte Kuppen. Auch zwischen den beiden Graniten dieser Abteilungen besteht ein Gegensatz. Eine größere Störungslinie geht durch dieses Gebiet. Sie ist auch äußerlich in der Form einer tiefen Linie erkennbar, die etwa das Weschnitz- und das Gersprenz­thal entlang zieht. An diesen und anderen kleineren Spalten sind auch später Gebirgsbewegungen eingetreten, nämlich parallel der großen Rheinthalspalte in der Richtung nach Nordnordosten. Große Verwerfungen haben eine Anzahl von langen Rücken hervortteten lassen, z. B. den Tro mm - zug, der insbesondere von Westen gesehen als ein langer durch eine Verwerfung ab geschnittener Wall erscheint.

Der Redner erläuterte die erwähnten Eigentümlich­keiten des Odenwaldes durch zahlreiche, gut ausgewählte- aber durch die Tücke des Projektionsapparats nicht voll­ständig geglückce Lichtbilder, und gab auf diese Weise nicht nur durch Wort, sondern auch durch Bild eine ungemein anschauliche Darstellung desjenigen, was durch die lang-