Gefallenen nieder uno streicht ihn auf dem Wege ab..... (Tine
im Innersten ergreifende Elegie, ein Werk echter deutscher Dichtkunst.
£ani)unrtfd,iift.
— Zur Förderung oeö Absatzes deutschcu Rotweine- hat der preußische Land>v:rlfchastsminister an die Provin^ialbe- hörden nachstehendes Rundschreiben erlassen: In den letzten Jahren fft wiederholt die schlimme wirtschaftliche Lage der deutschen Rot- weinproduzenten zur Sprache gebracht worden. Als Ursache der außerordentlich niedrigen Preise für Rotweine und für das Stocken de» Absatzes deutscher Rotweine ist hauptsächlich der zunehmende Wettbewerb der aus deutschen Weißweinen und ausländischen Rotweinen hergestellten Verschnittweine bezeichnet und deshalb das Verbot der Verstellung und deS Vertriebes derartiger Weine gefordert worden. Diesem Verlangen konnte indessen nicht entsprochen werden. Für den in der That darniederliegenden deutschen Rotweinbau könnte aber schon dadurch etwa? geschehen, die die unter staatlicher oder kommunaler Verwaltung oder Aufsicht stehenden Pflegeanstalten, Krankenhäuser oder sonstigen Anstalten oder Betriebe, welche Rotweine in größerer Menge verbrauchen, bei der Deckung ihres Bedarfs auf den Bezug von Rotwein nachweislich deutscher Herkunft, die anerkanntermaßen den an Rotweine zu stellenden Anforderungen im allgemeinen durchaus entsprechen, Bedacht nehmen. Ter immerhin große Bedarf, den öffentliche Anstalten, insbesondere die Krankenhäuser und Lazarette an naturreinem Rotwein haben, würde jedenfalls zum größeren Teile von den Winzergenoffenschaften am Rhein und an der Ahr gedeckt werden können, wie die zuständigen VerwaltungS- und Aufsichts-
behö.den auf den direkten Bezug der benötigten Weine durch die Wlnzervereine hinwirken. Tie Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz zu Bonn hat sich bereit erklärt, die erforderlichen Abmachungen zu vermitteln und auch diejenigen Genossenschaften namhaft zu machen, welche den gewünschten Wein in der verlangten Quantität zu liefern in der Lage sind. Die kiesige (Berliner) EharitS-Direktion bat im März d. Js. durch Vermittelung der Landwirtfchastskammer in Bonn von dem Winzeroerein in Mayschoß an der Ahr bereits ein Qhm deutschen Rotwein bezogen, der bei erheblich billigerem Preise dem früher bezogenen französischen Rotwein in der Qualität sehr nahe kam. Zur Anstellung eines größeren Versuchs sind deshalb von derselben Stelle neuerdings wieder 15 Shm Rotwein in Bestellung gegeben worden. Mit Rücksicht hierauf ersuche ich erqebenst, gefälligst Ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß auch in den Krankenhäusern und den sonstigen in Frage kommenden Anstalten Ihrer Bezirke dem Beispiele der hiesigen Charits-Direktion gefolgt und so zur Hebung des deutschen RotiveinbaueS beigetragen wird.
Gcrichtssaal.
München, 10. Dez. Die „Münchener Post" schreibt: Der Herr Zeitungsschmierer druckt sich. So rief der Oberleutnant v. Mal- sen vom Jnsanterie-Leibregiment, der am 22. Oktober als Verteidiger des Jägerleutnants Reuß vor dem Kriegsgericht flingierte, dem als Zeugen erschienenen Redakteur Gruber der „TL Polt" nach, als sich dieser aus dem Gerichtssaal entfernt hatte. Wegen dieser Aeußerung hatte sich der Oberleutnant heute vordem Kriegsgericht zu verantworten, das ihn zu 10 Mk. Geldstrafe verurteilte
und dem Beleidigten das Recht zulvrach, das Urteil auf Kosten ha Angeklagten am Gerichtsbrett anschlagen zu (offen.
Paris, 10. Dez. Ter berüchtigte Schwindler B o u l a i n » wurde heute wegen einer feiner finanziellen „Gumdunoen" (|J romn'oir* rtmie) von dem A rweNationHgerichlcchofe zu 1H Gefängnis und 3000 Francs Buße verurteilt. Seine ieM Tiit schuldigen kamen teils mit geringeren Gefängnisstrafen, teile Butzen davon.
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Bekanntmachung.
ES wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß unsere Kaffe im laufenden Monat zur Erhebung oder Bcischreibung der Zinsen Dienstags, Mittwochs, Donnerstags und SamStagS geöffnet ist.
Gießen, den 9. Dezember 1902. 8600
Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen.
Wiener.
Bekanntmachung.
Im nächsten Jahre soll wieder eine Anzahl armer skrophulöfer Kinder in der Kinderheilanstalt zu Bad-1 Nauheim behufs Gebrauchs einer Badekur auf Kosten der Sparkaffe untergebracht werden.
Es ergeht an diejenigen Bewohner des Sparkaffen- bezirkS Gießen, welche solche kranke Kinder haben, aber nicht in der Lage sind, die Kosten selbst bestreiten zu können, die Aufforderung, sich bei ihrem Pfarramt der betreffenden Bürgermeisterei zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugnis abzugeben, in welchem die Notwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es können auch solche Kinder berücksichtigt werden, welche bereits auf unsere Kosten eine Badekur durchgemacht haben, falls dies ärztlicherseits für notwendig gehalten wird.
Die Pfarrämter und Bürgermeistereien werden gebeten, die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung der Mittellosigkeit der betreffenden Eltern bis zum 15. Dezember l. I. hierher einzusenden. Später einlaufende Meldungen können nur dann berücksichtigt werden, falls rechtzeitig angemeldete Kinder auSsallen sollten. — Bemerkt wird noch, daß Kinder unter 3 Jahren, sowie Knaben über 14 und Mädchen über 15 Jahre in die Anstalt nicht ausgenommen werden.
Gießen, 24. November 1902. 8297
Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen:
Wiener.
Bekanntmachung
ES wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß auch im laufenden Jahre eine Prämiierung von Dienstboten des Sparkassen - Bezirks stattfinden soll. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung durch Zeugniffe auSweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahr abgesehen werden, wenn der Dienst- auStritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung deS Haushalts oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. ES werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgesordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eine« etwaigen Sparkassenbuchs bei unserer Kaffe oder der Bürgermeisterei deS Wohnorts bis zum 15. Dezember l. F. zu melden.
Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen.
Wiener. 8215
Mutung non WasscrlcilunMbtitell.
Die bei Herstellung der Wasserleitung für die Gemeinde Londorf, KreiS Gießen, vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, und zwar:
ort. T f Titel I QitellfaffitngSarbeiten,
{ „II Hochbehälter (120 cbm), o-a tt / Titel III Röhrengräben,
I p IV Rohrlieferungen und Verlegimgsarbeiten, sollen durch schriftliche? Angebot vergeben werden. Pläne und Bedingungen sind bei der unterzeichneten Behörde und bei der Großb. Bürgermeisterei Londorf einzufehen, Bedingungen und Angebotsvordrucke gegen postfreie Einsendung von 1 Mark — Bargeld — für jede? Los nur von unS beziehbar.
Angebote sind unter Benutzung der Drucke verfchloffen imb mit entsprechender Aufschrift versehen bis
Montag den 29. Dezember 1902, vormittags 11 Uhr,
auf unserem Bureau, Frankfurterstraße 29, einzureichen.
Eröffnung in Gegenwart der Anbieter. Freie AuSwahl bleibt vorbehalten. — ZufchtagSfrist 8 Wochen.
Gießen, den 2. Dezember 1903. 8468
Großh. Kultnrinfpektion Gießen.
Wißmann.__________________
HaMlbkWulkmM Alldumu Weiönachls-Zusllcll'ltng
der Handarbeiten findet statt am Sonntag dem 14. und am Montag dem 15. Dezember, von vormittags 11 bis ebendS 8 Uhr, und ist jedermann, insbesondere die Eltern und Angehörigen der Schülerinnen, zum Besuche freundlichst eingeladen. 8636
Auherordentlliche General-Versaimiilimg
der
Gewerbebcrnk 311 Greszen
Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht.
Die Mitglieder unserer Genossenschaft werden zu einer
außerordentlichen Henerak-'Dersaumiluiig
auf
Donnerstag den 18. Dezember, abends 8^ Uhr im Saale des Cafe Leib
mit der nachstehenden Tages-Ordnung ergebenst eingeladen.
1. Pensionierung von Beamten bezw. Witwe derselben.
2. Wahl und Anstellung von Vorstandsmitgliedern.
Gießen, den 6. Dezember 1902.
Der Dorllhende des Ausstchlsrales.
I. V.: L. Petri II.
Holz Versteigerung.
Donnerstag den 18. Dezember 1902, vormittags V,10 Uhr, werden in den Waldungen der Gemeinde Allen- dorf a. d. Lumda, Distrikte Todenberg, Kringelsberg, Fichtcn- wiese ic., nachoerzeichnete Holzsortimente versteigert:
12
8,5
10
51,5
50
42
67
1
155
nn Eichen-Scheit, rm Buchen-Knüppel, rm Eichen-Knüppel, rm Nadel-Knüppel, Buchenwellen, Eichen-Stämme von
1825 Eichenwellen,
1750 Nadelwellen, 4 rm Buchenstöcke, 16 rm Eichenstöcke, 20 rm Nadelstöcke, 26—43 cm Durchm., 4—8
Länge mit 23,24 fm,
Eichen-Stämme von 10—24 cm Durchm., 10—19
Länge mit 21,42 fm,
Eichen- und 169 Nadel-Derbstangen, Nadel-Reisstangen.
w
m
Das Holz in der Wann, Wellenfelswüstung und Winnereck wird bei der Versteigerung nicht voroezeigt und kommt am Schluß der Versteigerung zum AuSgebot.
Zusammenkunft hinter Todenhausen, am Todenberg.
Allendors a. d. Lda., am 10. Dezember 1902.
Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda.
Rein. 8659
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