Viertes Blatt.
ISS. Jahrgang
Samstag IS.NovemberLNvS
Nr. 869
•rieftet täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche betgelegL
IRotattonflbrud u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Stein» bruderet (Pietsch (irben) Rebaftton, «trpebuiott und Druckerei:
Lchulsiraße 7.
Rldresse tüt Depeschenr Anzeiger Gießen.
FernIprechanschlußAr 51.
StetzenerAnzeiger i
** Seneral-Anzeiger " “SS"
Mr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WM
zetgsnkeit Han« Beck.
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Magen-Leiden Darm-Leiden Durchfall Magerkeit Blutarmut Bleichsucht
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t a g ist für den 27. Magdeburg einberufe)
Uttivsitat Kletzen.
Am 15. Nooembe^u^en bie nachstehenden 29 dierenden immatrikuliert
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petfru und r.wwn,t A. U. .-h la Beuel am Rhein. ’
Zu haben in Gießen auf dem Fabriklager bei Herrn Emil
Hörnt, Stiegelpsad. 17b
Hunde privat geschlachtet, sodaß hierfür keine statistischen Angaben möglich sind. Tatsächlich wird aber in Sangen* bielau noch mehr Sundefleisch gegessen wie in Grünberg.
ps V e rnr ach t n r s. Ein tn Görlitz verstorbener Dresdener Rentier hat fein gesamtes, drei Viertel Al t l l i o n e n M a r k b a r und e i n e M i l l i o n in Grund- stucten betragendes Vermögen dem Kaiser als Geschenk hinterlassen.
* Huude und Pferde als Volksn ahrungs- Vc eIJ ^nGrunbergIN Schlesien wurden im Oktober an 7n geschlachtet, während sonst gewöhnlich im Döonat 60—40 Hunde ge.chlachtet werden. — In Langenbielau nahmen im Oltober die Pferdeschlachtungen um 121 brei Siebentel Prozent gegen den Vormonat zu. Trotz Begehens eines Schlachthauses werden in Langenbielau die
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. sich oas Geld zu verdienen/aber "es wäre zweifelhaft, ob der dem Blatt nahestehende Landtags-Abg Horn es könnte. Horn tilgte darauf wegen Beleidigung worauf die erwähnte Strafe gegen Wiehle verhängt wurde! Berlin, 14. Rov. Der frühere Bureauhilssarbeiter an der städtischen Sparkasse Ulbrich, der beschuldigt ist, im Laufe von 8 Jahren 25 000 Mk. unterschlagen zu haben, wurde vom Schwurgericht wegen Amtsverbrechens, schwerer einfacher Urkunden- salschung und Betrugs zu 3 fahren Zuchthaus und 1200 Mk. Geldstraje eventuell noch 80 4.age Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Der etaatSanroaft hatte 8 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust beantragt.
Gerichtsslial.
Zu 200 M k. Geldstrafe mürbe der Redakteur des sozialdem. „Offenb. Abendbl.", K Wiehle, verurteilt. Tie klerikale „Starkenb. Provinzialztg." hatte von dem Sozialdemokraten Rau in Mühlheim, der zum Landtag kandidierte, gefagt, sie biete 10 Mark, wenn Rau sie mit einem tadellos geschriebenen Briefe überrasche, in dem er nicht mindestens 10 Schulbubenböcke schieße. Darauf hatte Wiehle in seinem Blatte geantwortet, daß Rau sehr wohl in der Lage wäre, sich das Geld zu verdienen, aber es wäre
Aus Stak unö Land.
Gieß es &cn 15- November 1902.
•* Gedenktage. A 16‘ Novemb« 1796 starb Kaiserin Katharina ILDOn Rußland, nachdem sie 34 Jahre lang Alleinherrschi" ?ac* r ,f)rcm Privatleben sinnlich und genußsüchtig, '}e ^^^gentm kräftig und kühn. Wegen der Teilung^enS. ist Katharina von der Nachwelt hart getadelt roocn‘ &ie 'Q9^e Q^cr: war
nötig, daß ich zu erroerbenJC9te' „rorQ§ ld) nicht mitbrachte. Ich (am arm nach Rußlan — Pal/n und bie Krim sind meine Mitgift, die ich Ruß,'!? hmterlasse.
Am 17. November lL7ro 'tat.b 3U Boulogne-sur-Mar der französische Schriftstell Jte"e besage, der großen Ruhm erlangte durch geli^E Bearbeitung der spanischen Romane, worunter die vi^Lne .Geschichte des Gil Blas von Santillana* durch ftatf^ Darstellung und „Der hinkende Teufel* durch seine Anspielen auf Personen, Zustände und Geschichten von Paris unbekanntesten sind. Seme Werke sind auch ins Deutsche ülf^en worden.
Kleine Mitteil^Lbn aus Hessen und den Nachbarstaaten. Te^attonsu,,lstenten Wicke zu Bad Nauheim würbe von ™ goldene
Medaille des H. Anh. aus-Ordens Albrechts des Bären verliehen. — Tie Not. ^rc^n‘Hfitatü>n im
Kirchspiel Herchenh?! 1>L dahln-u berichtigen, daß dieselbe von Tekan Mün ^Schotten abgehalten wurde und zu dessen Befrie^nS ausftel - Zu Gunsten der Errichtung einer Bis? - ftnden in Marburg
am Freitag und TienÄ Muleunisfaale Vergnügungsabende start, ckn denen^ dre Studentemchast, bie Turnerschaft, bie Marburaei/^r a- beteiligen.
Vermischtes.
* Karlsruhe, 14. Nov. Heute früh fand die eidliche । Einvernahme der vier Schutzleute, die der Kutschereibesitzer Hoffmann der Ueberschreitung der Amts- befugnis und der Körperverletzung bezichtigt hatte, durch den Polizeidirektor statt. Eine hiesige Kvrre- ipondenz berichtet darüber folgendes: Am 10. November erhielten zwei Schutzleute den Auftrag, Hoffmann zur Verbüßung einer eintägigen Haftftrafe wegenNicht- zahlung eines Strafzettels von 1 M k. zwangsweise vorzuführen. Zu wiederholten Malen war Hoffmann zur Bezahlung dieser Forderung vergeblich gemahnt worden. Mit Rücksicht auf die Erfahrungen, welche die Polizeiorgane bereits seit Längerer Zeit mit Hoffmann gemacht haben, nahmen bie zwei Bestellten noch zwei weitere Schutzleute zur Vornahme ber Verhaftung mit, in der be- grunbeten Befürchtung, baß ihnen Hoffmann gewaltsamen Widerstanb entgegensetzen werbe. Hofsmann würbe im Hofe unter Angabe bes Auftrages aufgesorbert, sich mit den Schutzleuten nach bem Gefängnis zu begeben. Hoffmann meigerte, ftch und sprang in bie Wohnung zurück in ber Schicht, bie Thür abzuschließen. Ein Schutzmann folgte ihm unb juchte ihn festzuhalten. Als Hoffmann um sich schlug, eilten bie anberen drei Schutzleute zur Unterstützung herbei. Hoffmann würbe nochmals aufgesorbert gutwillig mitzugehen mit bem Bemerken, er könne ja im Gefängnis bie Mark bezahlen uub bann gleich wieber ent» la,jen werden; auch wurde ibm mitgeteilt, daß er allein nach dem Gefängnis gehen könne, ein Polizeibeamter werde chni in einiger Etuftrnung folgen. Auch oaraushin rocig.rte Uch Hoffmann nicht nur, mckzugehen, sonoern schlug mit benJarmen um sich, warf mit den Worten: „Ta habt Ihr Geld!", einige Geldstücke auf den Tisch unb versuchte um eine Verhaftung zu verhinbern, sich zu entkleiden. Nunmehr faßten bie Beamten den Hoffmann am Arm und Schultern, woraus sich Hoffmann auf b en Boden mar f unb mitben Tüßennach benSchutz- ^ey^en |t i e 0.. Taraufhin sahen sich bie Schutzleute veranlaßt, bem sich wie rasenb Geverdenden bie Sperr- (etten anzulegen. Trotz dieser Maßregel schleuderte Hoffmann, der von den Schutzleuten auf den Hof hinausgezogen wurde, einen der Beamten auf bas P e r u n d w ar f s i ch s e lb st a u f b e n Bo de n. Erst nachdem Hoffmann bedeutet wurde, daß er mit feinem eigenen Omnibus nach dem Gefängnis verbracht werden mußte, folgte er den Beamten gutwillig. Während des Vorganges in der Stube und auf dem Hofe waren sowohl r,4praU -a^ /ach die Kinder des Hoffmann anwesend, welche weinend und schreiend die Schutzleute umstanden, -tie ^eamten erklärten dabei einstimmig unter Eib, von ber blanken Waffe in keinem Augenblick des Vorganges irgendwie Gebrauch gemacht zu haben. Tie Verwundung des einen Kindes durfte vielmehr auf das rasende llrnsich- j ch l a g en des Vaters selbst zu r ü ckz u f ü h r7n I ^u. ferner hat tfrau Hoffmann die anwesenden Kutscher zum Widerstanb gegen bie Beamten auf gefordert mit den Worten: Fonnt Ihr benn sehen, wie mein Mann traktiert Wirb? Wollt Ihr nicht zugreifen?" Gegen Hoffmann ist Anklage wegen Widerstand unb Beleidigung der Beamten erhoben worden.
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Warnung!
Die meisten Nachahmungen v<.n D Hommels Haematogwn wor^en» um da° D. K. P. Hio. b.,önt zu umgehen, m.t Zuui leuaume ,on A^her bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt sohädlicü ist. Um sicher zu sein, das aetherfreie
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---------gg und Schule.
Berlin, 13. Notec V ""ß i sch eLehrer- , zember unb folgende Tage nach
.. «-kultät.
Th. Bühler, Birkenau , g « kuItLt.
S. Levi, München, in ,
o «Blei lll|^e Sakuliat.
v. Bleichnrann, Ti-rhlk, Ducken Klinüstraj-e LI.
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O. Meldmqer, Tierhlk., ^allthorstraße 16.
E. Schinidi, Med., Neufte5-, y^L^rtr m8 n0C^ nid^f bekannt.
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W ©SS, 60.
A. Streit, Tierhlk., Stein 90-
W. Weiß, Ated^ DarmstcT-^b'gNr. 68
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W. Asmus, Ehem^ Barn ^^do'lli'. 34.
A. Binzel, N. Phllol., «n. Bnichsiraße 9.
I. Buchner, Ehem., Dary7.7>"?121
L Ethner.'Lhe.n,'GießZ. 10’
H. Hahn, Math., Gießen
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