Ausgabe 
15.9.1902 Erstes Blatt
 
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etiahrie

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et zu acht Monaten Gesang aber damals nach Amerika.

ist ein ausserordentlich

f nahrhaftes Getränk, welches einen wohl- 'v thuenden Einfluss auf die Nerven ausübt ) Unübertroffen für den täglichen Gebrauch.4'

VAN HOUTENi

CACAO

Vermischtes.

* Dresden, 13. Sept. Aus allen Teilen Sachsens und Thüringens werden seit gestern früh verheerende Orkane gemeldet. Viele Dächer wurden abgedeckt. Zahl­reiche Personen wurden verletzt. Auf den Höhen ist das Thermometer bis auf 0 Grad gesunken. Der Schaden beziffert sich auf Millionen.

* Bamberg, 13. Sept. Die städtischen Kollegien be- schloffen die Erbauung eines großen Schlachthofes. Die Kosten betragen l'/4 Millionen Mark.

Paris, 14. Sept. Gestern Abend gegen 11 Uhr wurden auf dem Boulevard Arago in kurzer Zeit fünf Wohnhäuser durch eine Feuersbrunst zerstört. Das Feuer griff so schnell nm sich, daß es den Einwohnern nur mit Mühe gelang, das nackte Leben zu retten. In Dinant erschoß ein Marineoffizier aus Liebesgram ein junges Mädchen, das ihm ihre Hand verweigert hatte.

* Mons, 14. Sept. Gestern wurden hier zwei Gruben­arbeiter durch einen Förderkorb erfaßt und getödtet.

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Grrichtssaal.

Berltv, 14. Sept. Einen betrübenden Anblick bot eine Ver­handlung, welche vor der siebenren Ferienstrafkammer des Land­gerichts 1 statlfand. Auf der Anklagebank befanden sich sieben Knaben qu§ einer hiesigen Gemeindeschule, welche des Banden­diebstahls beschuldigt waren. Die Beweisaufnahme zeigte bei den jungen Burschen eine grenzenlose Berwahrlosung. Sie batten eine organisierte Diebesbande gebildet und' wie die Raben gestohlen. Zunächst machten sie die Laubenkolonien im Osten der Stadt unsicher, wo sie Kaninchen und Hühner stahlen. Dann wandten sie sich den Läden und großen Basaren zu und entwendeten hier alles, was in ihrem Bereich sich befand. Die Angeklagten waren durchweg Kinder von Eltern, welche des Mor­gens auf Arbeit gingen und erst des Abends nach Hause zurück­kehrten, so daß bte Knaben außer der Schulzeit sich selbst über­lassen waren. Ein Teil von ihnen ist inzwischen in Zwangserziehung gegeben worden. Ter Gerichtshof verurteilte sämtliche Angeklagten au Gefängnis st rasen, die sich zwischen zwei und neun Monaten bewegten.

bas ich sofort geziemend erwidert habe, zur allgemeinen Kenntnis zu bringen.

Peterhof, 12. Sept

Unsere treusten Gedanken weilten heute in der geliebten Heimat und bitten Wir Si daher, der Stadt Darmstadt Unser tiefstes Bedauern ^uszusprechen, daß Wir der Enthüllung des Denkmals, errichtet von den Frauen und Jungfrauen Hessens zur Erinnerung an Unsere teure Mutter, nicht haben beiwohnen können.

Elisabeth. Alexandra.

habe man nichts bemerkt von der Leidenschaft und sorge nach Besprechung mit dem Hausarzt für Unterbringung des Patienten in eine geschlossene Anstalt. Rur dadurch ist eine Heilung möglich. Freilich 7 "

der Kranke auch nach Entlassung aus der Anstalt noch^jahre^ lang fortdauernd überwacht wird, denn in Bezug auf das Morphium ist dem Patienten niemals zu trauen trotz gegenteiliger Versicherungen wird er stets sich heimlich von dem geliebten Gift zu verschaffen suchen.

Insbesondere aber bringe man dem Kranken Liebe und Freundschaft entgegen und man vergesse nicht, daß es Unglückliche sind, die nicht Verachtung, sondern Mitleid verdienen! v. S-

F Dr.W.Knechts Magenbitter ÄSÄNTISjst der beste M der Welt.

Schauspielhaus.

Dienstag den 16. September *):Der Erbförster/ Mittwoch den 17. September:Graf Essex." Donnerstag den 18. Sep­tember:Die Ränder." Freitag den 19. September:Die zärt­lichen Verwandten." Samstag den 20. September: Dramen-Zyklus zum Abschiede vom alten Schanspielhause. 14. Abend. Dr. Salomon Hermann Mosenthal (geb. 1821, gest. 1877). Reu einstudiert: Deborah." Sonntag den 21. September, nachmittags halb 4 Uhr: Alt-Heidelberg", abends 7 Uhr: Deborah." Montag den 22. Sep­tember:Die versunkene Glocke". Dienstag den 28. September: Rosenmontag."

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Morpyinistcn.

Bekannt ist es, daß die Morphiumsucht immer weiter um sich greift und besonders auch in gebildeten Kreisen ganz außerordentlich verbreitet ist. Der Grund ist wohl darin zu suchen, daß das Morphium anfänglich seine Opfer m ihrer Arbeit bedeutend fördert und unterstützt; den Künstler versetzt es inStimmung", dem Astronomen hilft es die schwierigsten mathematischen Probleme lösen, den Forschungsreisenden läßt es die Strapazen seiner Märsche vergessen. Aber, der Rückschlag tritt bald ein. Schon nach geringen Dosen wird das Morphium zur Leiden­schaft unb übt dann auf seine Opfer eine furchtbare demo­ralisierende Wirkung aus, ja treibt sie geradezu dem Ver­brechen in die Arme.

Es ist noch nicht lange her, da wurde in Karlsruhe ein Student der technischen Hochschule wegen Urkunden­fälschung zu Gefängnisstrafe verurteilt. Dieser Unglückliche hatte, lediglich, um seiner zur unwiderstehlichen Leiden­schaft gewordenen Morphiumsucht sröhnen zu können, ein Rezept gefälscht und sich auf die Weile Morphium ver­schafft. Ein solcher Fall giebt zum Siachdenken Anlaß. Jener junge Mensch wurde zum Fälscher, aber er wurde es nur, weil er ohne Morphium thatsächlich nicht mehr existieren tonnte. Bekennt doch ein Arzt, der selber mor­phiumsüchtig war, dem ihn behandelnden Kollegen offen: Ich wurde gewiß zum Betrüger, allein kam ich freiwillig dazu? Nein." Auch dieser morphiumsüchtige Arzt hatte sich in betrügerischer Weise Morphium selbst dann doch verschafft, als er sich in einer Heilanstalt befand, um eine Entziehungskur durchzumachen.

Das Furchtbare und Gefährliche der Morphiumsucht ist zunächst die verheerende Wirkung, die das Gift aus den Intellekt seiner Opfer ausübt, und dann ganz beson­ders auch die Zerrüttung der Moral des Kranken. Durch zahlreiche Beobachtungen ist sestgestellt, daß die Kranken, denn unglückliche Kranke sind die Morphinisten voll­ständig den Begriff vonGut" undBöse" verlieren. Wenn sich das Bedürfnis nach einer Einspritzung einstellt bekanntlich wird Morphium mittels einer kleinen Spritze, an der sich eine Hohlnadel befindet, unter die Haut ge­spritzt (injiziert). so erstirbt in dem Kranken jedes Gefühl für gute Sitte und Anstand. Morphinisten würden zweifellos alles verpfänden und verkaufen, was sie haben, um ihr Bedürfnis zu befriedigen, aus gleichen Gründen würden Frauen ihre heiligsten Güter preisgeben, und schließlich greifen solche unglückliche Kranke zu Betrug und Diebstahl, ja zum Einbruch.

S-o z. B- erbrach einmal ein hochangesehener franzö­sischer Rechtsgelehrter während einer Ozeanfahrt, als ihm das Morphium ausgegangen war, nachts gewaltsam die Schifssapotheke und entwendete den ganzen Morphium­vorrat. Vor wenigen Jahren geriet in Deutschland ein bis dahin hochgeachteter Herr in Vermögensverfall, er hatte, wie n achher im Gerichtsverfahren sestgestellt wurde, täglich nicht weniger als 20 Spritzen der stärksten Morphium­lösung zu sich genommen, und außerdem noch zahlreiche Spritzen einer 15prozentigen (!) Cocainlösung. Und schließ­lich, als seine Geldmittel erschöpft waren, hatte er sich nicht gescheut, zum Betrug zu greifen, um seiner Leiden­schaft weiter sröhnen zu können.

Ein Sachverständiger, Professor Ball, sagt:Das Morphium gestattet wohl der Intelligenz immer noch Spannkraft genug, um ein Verbrechen zu ersinnen und aus- zusühren, ohne jedoch die schweren Folgen begreifen zu lassen, welche daraus resultieren."

Vielfach vergleicht man die Morphiumes,er mit den Alkoholikern, aber sehr zu Unrecht. Der Trinker wird stets durch eigenes Verschulden Knecht ferner Leidenschaft, während das Morphium in den weitaus meisten Fällen den Patienten erst von Aerzten z. B bei schmerzhaften, Krankheiten gereicht wird. .

In Deutschland ist ja der freihändige Berkaus von Morphium verboten im Gegensatz zu Holland und Frank­reich, aber merkwürdigerweise ist der Engros-Handel mit Morphium erlaubt, also ein Kranker bracht sich nur von einer Groß-Firma ein paar Kilo senden zu lassen, um seiner Leidenschaft sröhnen zu können. Auch lassen sich solche Leute vielfach vorn Ausland, z. B- aus Paris, Mor- ohiürn schicken.

Zum Schluß noch ein Wort zur Behandlung von Mor- irhiophagen. Vor allem nehme man niemals plötzlich dem Franken die Spritze oder das Morphium fort, es könnten sonst durch plötzliche gewaltsame Entziehung schwere Er­scheinungen auftreten, z. B Herzschwäche, auch Tobsucht, Anter Umständen sogar der Tod. Man thue vielmehr, als

Rothe ist nach Beendigung seines Urlaubs heute nachmittag aus Bad Wildlingen wieder hier eingetroffen und wird am Montag wieder seinen Dienst an treten.

Mainz, 13. Sept. Bezüglich der Erbauung eineß neuen Hauptpostgebäudes wird milgeteilt, daß von der Garnisonbauverwaltuug hier gegenwärtig Berechnungen über den Wert des Geländes gemacht werden, welches der Militärsiskus Ecke der Schillerstraße und großen Bleiche nächst dem Münsterplatze besitzt. Nun soll aber merk­würdiger Weise die Idee ausgetaucht sein, daß die städtische Verwaltung das Terrain durch Kauf oder Tausch von dem Militärfistus erwerbe und der Postbehörde zum Bau eines neuen Postgebäudes zur Verfügung stelle, wofür die Stadt durch die Uebertragung des jetzigen Hauptpostamtgebäudes auf dem Brand teilweise entschädigt würde. Was die Stadt mit dem Terrain des jetzigen Postgebäudes auf dem Brand, das, beiläufig bemerkt, in keinem Verhältnis zu dem Werte der Militärgebäude am Ecke der Schillerstraße und der großen Bleiche steht, beginnen will oder soll, erscheint sehr rätselhaft. M. A.

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St. Friedberg, 11. Sept. Der Sträfling Alt aus Florstadt machte heute einen Fluchtversuch aus hie­sigem Arresthaus. Er floh in der Richtung nach Ossen­heim, schwamm durch Ufa und Wetter und wurde nach langer Jagd vom Arresthausverwalter Igle und zwei Maurern bei Ossenheim e ingeholt und trotz verzweifelter Gegenwehr hierher zurückgebracht. Alt war vor fünf Jahren wegen Schlägerei zu acht Monaten Gefängnis ver­urteilt worden, ging sechs Wochen zurückgekehrt, wurde er sofort verhaftet.

Darmstad 1, 13. Sept. Der Staatsminister

Spielplan der vereinigten Frankfurter StadtiHeater.

Opernhaus.

Dienstag den 16. September'): Zum ersten Male wieder­holt:Don Pasquale". Hierauf, zum ersten Male wiederholt: Zwischen zwei Feuern". Mittwoch den 17. September, abends halb 7 Uhr:Der Ring des Nibelungen." Zweiter Tag:Sieg­fried." Donnerstag den 18. September:Zar und Zimmermann." Freitag den 19. September, abends Halo 8 Uhr: Festvorstelluna zu Ehren des deutschen Bankiertages:Hoffmanns Erzählungen? Samstag den 20. September:Ter Ring des Nibelungen" Dritter Tag:Götterdämmerung." Sonntag den 21. September: Undine."

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Am Sonntag wird die Kapelle deS Husaren-RegtS.König Hum­bert von Italien" Nr. 13. eine Stunde vor Beginn im Freien und ,VM, ... während der Vorführung in der Halle konzertieren. Bei günstiger

Freilich ist Hauptbedingung, daß Gerung finden auch am Montag und Dienstag Militär-Kon-

Absöiürgbesres iMündwassen OeBWelf

Schiffsnachrichten.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 11. Sept. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-PostdampferHannover", Kapitän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr Morgens wohl­behalten in Baltimore angekommen.

Der Doppelschrauben-Schnellposldampfer Kaiserin Maria Theresia Kapitän P. Wetttn vom Norddeutschen Llovd in Bremen, ist gestern 10 Uhr morgens wohlbehalten in Newyort angekommen.

Red S t a r L i n i e" Antwerpen.

Der PostdampserVaderland" derRed Star Linie" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 8. September wohlbehalten in New-Pork angekommen.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aliei unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Einer Rohheit sondergleichen machten sich am gestrigen Sonn­tag einige Einwohner Heuchelheims anläßlich eines von einer Gießener Gesellschaft veranstalteten Lampionzuaes, schuldig. Als nämlich die Gesellschaft in durchaus ruhiger Weise den Heimweg antrat, wurden sie von mehreren Heuchelheimern belästigt und schließlich mit großen Steinen bombardiert, wobei ein Kind und ein Erwachsener nicht unerheblich am Kopf verletzt wurden. mk- ,

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben nnberückfichttgt.)

St. Wer Salzgurken in gewöhnliche irdene Töpfe einlegen will, verfährt wie folgt: Die Gurken werden gewaschen und ge­bürstet und mit sauren Kirsch-, Weinblättern uno Dill in die Töpfe geschichtet. Dann bedeckt man sie mit kaltem, abgekochtem Salz­wasser (10 Liter Wasser - J. Pfund Salz) legt ein Brett obenauf und bedeckt dies mit einem sauberen Stein, der den Zweck hat, die Gurken immer innerhalb der Lake unterzutauchen. Man läßt sie vier bis fünf Tage am warmen Ofen stehen, bewahrt sie dann aber kühl auf. Nach vierzehn Tagen sind sie reif.

Kunst und Wissenschaft.

Sensationelle Mitteilungen MarconiS über sein System der drahtlosen Telegraphie gelangen durch italienische Blätter in die Oeffentlichkeit. Marconi jagt, sein Snstem sei heute schon der­maßen vervollkommnet, bah 'em im Mtttelmeer liegendes Ge­schwader bequem mit einem anderen Geschwader im Indischen Ozean telegraphisch verkehren könne. Während der letzten Reise auf dem KreuzerEarlo Alberto" ließ Marconi an Bord täglich ein Jour­nal drucken, das auf Grund der Depeschen, die von überallher auf dem Schiff» einliefen, zujammengestellt war. Die leichte Schwie­rigkeit, welche das Sonnenlicht dem drahtlosen Telegraphieren ent­gegensetze, habe er bereits überwunden, lieber die Ausdehnung seines Systems bemerkt Marconi. daß bereits 60 englische Kriegs­schiffe und 27 Handelsdampfer oas System angenommen hätten. Allein in England beständen bereits 41 Marconi-Stationen, sodaß der finanzielle Erfolg des Unternehmens völlig gesichert sei.

In Hallstadt ist der Wiener Portrattmaler Swoboda im Alter von 80 Jahren gestorben.

Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft.

Mainzer Straßenbahn. In dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Reingewinn von 83380 Mk. (i. 93. 82 689 Mk.) woraus eine Dividende von 6 vEt. (i. 93. 6,6 pCt.) auf das von 1 Mill. Mk. auf 1,18 Mill. Mk. erhöhte Aktienkapital verteilt wird.

Gut beschäftigt sind Gärtnereien sowie die Arbeiter der Cigarren- und Handschuh -Fabrikation, wenn auch die Dauer der jetzigen Saison recht fragwürdig bleibt.

Zur Wein- und Tabakbau-Statistik in der Pfalz. Das Bezirksamt Neustadt besitzt die größte Fläche für Weinbau (5184 Hektar mit 156 897 Hektoliter Ertrag), die geringste Fläche Kaisers­lautern mit 1 Hektar. Der Gesamtbau betrug nach dem Jahres­bericht derPf. Handels- und Gewerbekammer" für das Jahr 1901 16 493 Hektar mit einem Mostertrag von 688791 Hektoliter zu je 23 Mk. Die mit Tabak bebaute Fläche betrug 2006 Hektar, der Wert der Ernte 3 749 165 Mark. Der Wert des Mostertrages beträgt 688 791 mal 23 ist 15 842 193 Mk. Rechnen wir hierzu noch die 3 749 165 Mk. Tabakbauerträgnis, so ergiebt sich als Gesamt­ertrag des pfälzischen Wein- und Tabakbaues die Summe von 19 591 358 9)tf. Diese trockenen Zahlen führen eine beredte Sprache über die Bedeutung des psälzijrnen Wein- und Tabak­baues. Nebenbei sei erwähitt, daß die ^Qualität des 1901 Mostes seitens des Jahresberichtes die Note 8 erhielt, so daß bei besserer Qualität erheblich höhere Beträge hätten erzielt werden können.

Eiuhuudertmarknoteu der Bank für Süddcntschlaud. Während beim Erlaß des Bankgesetzes im Jahre 1875 noch 33 Banken das Recht zur Ausgabe von Banknoten hatten, ist die Zahl dieser Banken im Laufe der Jahre recht stark zusammen- geschmolzen. Neben der Reichsbank geben nur noch wenige Banken Banknoten aus. Eine derjenigen Banken, welche m letzter Zeit auf dieses Recht verzichtet haben, ist die Bank für Süddeutschland in Darmstadt. Sie hatte beim Erlaß des erwähnten Bankgesetzes einen ungedeckten Notenumlauf von 10 Millionen Mark. Es ist darauf aufmerksam zu machen, daß nach den Einziehungs-Be­stimmungen, welche dcr Bundesrat getroffen hat, die Emhundert- marfnoten der Bank für Süddeutschland bis zum 31. Dezember des lausenden Jahres bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei deren Filiale in Frankfurt a. M. gegen Bargeld umgetauscht werden können. Nach diesem Termine Horen bte mit der Firma ber Bank für Sübbeutschlanb umlausenben Noten auf, Zahlungsmittel zu fein. Sie behalten jeboch bie Kraft einfacher Schuldscheine unb werben als solche bis zum Enbe 1905 von ben oben bezeichneten Kassen eingeläst werden.

Markte.

Frankfurt a. M., 13. Sept. Für den diesjährigen Herbst- Pf erb em ar kt, ber vom 21. bis 24. September stattfindet, hat infolge ber reichen Zufuhr von Pferben bas Marktkomitee beschlossen, L fSSfcSS SBtttSS markt statt! Dadurch ist cm großer Platz m d-r Nahe der Halle frei geworden, welcher stir die Voriuhrung und Musterung der Luxuspferde beftimmt ist, Tie Händler bringe» auch diefes Mal wieder prächtiges material, fodaß für dieEhrenpreste am Sonnta, den 21. bS. eine scharfe Konkurrenz entstehen wird. Die frhre». preife werden in der Woche uom 14. bis jum 20 d. M. UI dem Laden des Englifche» Hofes neben der »mie Tauon ausgestellt. I

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