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15.5.1902 Zweites Blatt
 
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Donnerstag IS. Mar 1»OX

Zweites Blatt

152. Jahrgang

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Nr. 112

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GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Z>ie heutige Yummer umfaßt 8 Seiten.

TieLegionen" in Khina.

Aus einer Zusammenstellung desOstas. Lloyd" geht hervor,.daß der Schiffsverkehr im Hafen von Tsing­tau während des vergangenen Jahres eine beträchtliche Zunahme erfahren h<rt. Der Fortschritt in Handel und Wandel, den die im Reichsmarineamt verfaßte Denk­schrift für die Zeit vom Oktober 1900 bis Oktober 1901 konstatiert, hielt darnach bis zum Schluß des Jahres an. Ueber die politische Situation äußert sich der betreffende Bericht desOstas. Lloyd" nicht, wodurch bestätigt wird, daß nach dieser Richtung hin in der Provinz Schantung altes gut steht. Im übrigen China, zumal in der Provinz Tschili, scheint die militärische Lage, abgesehen von dem durch die Chinesen soeben unterdrückten Aufstand im Süd­distrikt, unverändert zu sein. So verlautet nichts von einer Verständiugng zwischen den Großmächten über eine Ver­minderung der in jener Provinz befindlichen Besatz­ungstrupp en. Die Vermutung, der der preußische Kriegsminister v. Go ßler im Frühjahr d. I. in der Budget­kommission des Reichstages Ausdruck gab: es werde eine internationale Verständigung über die Beschränkung jener Garnisonen zustande kommen, traf sonach nicht zu. Dement­sprechend steht auch bezüglich der ostasiatischen Besatzungs­brigade alles beim Alten. Bei der Etatsdebatte in der Budgetkommission des Reichstages ließen die Vertreter des Zentrums keinen Zweifel, daß sie die Verminderung oder Auflösung der Besatzungsbrigade am liebsten sähen. Die Regierung drang jedoch mit ihrer Auffassung durch, eine budgetmäßige Herabsetzung der Truppenziffer sei aus poli­tischen Gründen unangebracht, Deutschland müsse sich hierin nach den anderen Mächten richten.

Diese letzteren werden allerdings eines Tages aus Tschili sich zurückziehen, in ihren Interessengebieten aber wohl dauernd militärische Machtmittel in angemessener Stärke verfügbar halten. Zu diesen Interessen gebieten zählen Peking, Shanghai und wohl auch Tientsin. Es gilt schon heute als feststehend, daß in den beiden erstgenannten Städten auch deutsche Truppen garnisoniert bleiben; ein Deutsches Besatzungsdetachement außerhalb Kiautschous wird also in China dauernd vertreten sein, eine Aende- rung ist allenfalls zu gewärtigen hinsichtlich der Stärke dieses Detachements. Der preußische Kriegsminister machte /denn auch gegenüber der Budgetkommission des Reichstags kein Hehl daraus, daß es dringend notwendig sei, über die st aa t s r e ch t l i ch e Natur der ostasiatischen Besatzungs­brigade Klarheit zu schaffen, ein Hinweis, gegen den auA der Kommission heraus eingewendet wurde, durch eine zu frühe staatsrechtliche Organisation der Brigade werde ihr ein dauernder Charakter beigelegt, was nicht im Interesse der Reichsfinanzen liege. Wie die Dinge sich gestaltet haben, erscheint die finanzielle Konsequenz freilich unumgänlich. Die anderen Mächte halten ein politisches Bedürfnis für vorliegend, ihre Truppenkontingente in China zu belassen; folglich kann Deutschland nicht zurückstehen.

Wie einer unserer Berliner Mitarbeiter vernimmt, ist die Negierung mit den Vorarbeiten für ein Gesetz be­schäftigt, durch das die staatsrechtliche Stellung der Be­satzungstruppen geregelt wird, und es heißt, daß für diese Organisation die Form einer besonderen ost asiatischen Schutztruppe gewählt werden dürfte. Eine Angliede­rung der Brigade an die in Kiautschou stehenden Marine- abteilungen soll nicht in Frage kommen. Von dem Termin an, da die staatsrechtliche Organisation durch Gesetz fest­gelegt ist, wurden die Kosten für Unterhaltung der Be­satzungstruppen als dauernd auf den ordentlichen Etat des

1 Reiches übergehen. Damit wäre dann zwar keine deutsche Kolonialarmee, wohl aber die überse eische Expeoi- tionstruppe in aller Form geschaffen.

Politische Tagesschau.

Zur Frage der Aufhebung de8 OctroiS.

Auf Veranlassung der Zolltarifkommission des Reichs­tags hat die Reichsregierung dieser nunmehr eine vollständige Zusammenstellung der im Jahre 1900 von den Re- meinden erhobenen Verbrauchsabgaben zugestellt. Dieselbe enthält folgende interessante Zahlen. Es haben im Jahre 1900 erhoben:

Man ersieht hieraus, daß die Verbrauchsabgabe auf tierische Erzeugnisse, kurzweg die Fleischsteuer, mit 70 pCt. bei weiterem die bedeutendere ist.

in

Zahl der Gemeinden'

Verbrauchs- Abgaben

Mk.

dav. entfiel, auf Vieh, Fleisch, Fleischw.u.Fett. Mk.

Preußen . . .

. . 101

4,716,084

4,668,443

Bayern . . .

. . 1172

4,300,185

1,693,486

Sachsen . . .

. . 4

1,486,990

760,399

Württemberg. .

. . 15

1,247,898

1,247,898

Baden ....

. . 7

627,403

325,358

Hessen. . .

. . 5^

891,716

736,099

Sachsen-Weimar.

. . 8

98,910

91,646

Meiningen

. . 32

79,692

7,908

Coburg-Gotha .

. . 10

68,706

68,555

Schw.-Sondershausen . 2

9,604

6,857

RuDolsladt

. . 2

1,033

1,033

Reuß j. L. . .

. . 2

21,031

17,330

Bremen . . .

. 1

451,893

451,893

Elsaß-Lothringen

. . 31

1,605,428

1,462,661

Deutsches Reich

1392

15,605,173

11,511,713

Sonderbündlerische Machenschaften.

Es war vorauszusehen, daß die süddeutsche Presse zu der von derTägl.Rundsch." veröffentlichten Zuschrift, von der wir gestern Notiz nahmen, nicht schweigen würde! Die offiziöseMünch. Allg. Ztg." fertigt denn auch den Ano­nymus mit seiner Schwarzseherei und der Deutung, die er der Auslassung desWürtt. Staatsanz." nach dem Be­suche des bayerischen Ministerpräsidenten Grafen Crails­heim gab, in derber Weise ab. Das Blatt schreibt:

Mer über die Dinge, die dort berührt werden, unter­richtet ist, weiß, daß, seitdem Graf Bülow das Amt des deutschen Reichskanzlers übernommen hat, in den Be­ziehungen der Reichsleitung zu den einzelnen BundesstaateneinVertrauenundeineGegen- seitigkeit besteht, wie je zu den Zeiten des Fürsten Bismarck. Der Widerhall davon waren die Morte und das Verhalten der leitenden Minister der süd­deutschen Staaten, als in den Volksvertretungen die Be­ziehungen zum Reiche, gemäß dem seinerzeit vom Fürsten Bismarck den einzelstaatlichen Parlamenten gegebenen Rate, aus den Parteien zur Erörterung gebracht wurden; und keiner hat dabei den födera liftifchen Gedanken und dessen Voraussetzung, die Treue zu einem einigen, starken Reiche bestimmter zum Ausdruck gebracht, als gerade der bayerischeMinisterpräsident Gras v. Crailsheim. Das ist in allen patriotischen Kreisen in und außerhalb Bayerns dankbar anerkannt worden.

Es ist daher ein beklagenswerter Mißgriff, die

Freundlichkeit, womit im württembergischen Staatsanzeiger von dem Besuche des bayerischen Ministerpräsidenten in Stuttgart Akt genommen tocroc, auch nur zum Aus­druck so verworrener und mißverständlicher Beschwerden zu machen. Der Besuch des Grafen Crails­heim in ©tutt gart und vorher in Karlsruhe war ein Akt der Courtoisie, der zugleich Anlaß zur Aus­sprache über gemeinsame Angelegenheiten der betreffenden Naclwarsiaaten und über-Reichsanaelegenheiten gegeben hat. Es ist darüber vor der Öffentlichkeit kein Hehl gemacht worden, so wenig über Inhalt und Zweck der Besprechungen sich irgend ein Reichstreuer beschwert fühlen tann. lind wenn bei einem solchen Zusammentreffen nachher einer um das Reich so verdienten Persönlick)keit, wie die des Grasen Crailsheim, ebenso freundlich gedacht wird, wie des Staatssekretärs des Innern bei seiner Rundreise cm den entsprechenden Höfen, dann könnte das eher als ein Anlaß zu den zentrifugalen Beklemmungen ein Anlaß zu hoher patriotischer Befriedigung darüber sein, daß man im Reiche allerwärts die Staatsmänner, die sich um das ge­meinsame geeinte Vaterland in einem Leben voll Arbeit verdient gemacht haben, dankbaren Sinnes zu ehren weist Nicht minder verfehlt nach Form, Inhalt und Zeit ist die Attacke auf die einzelsiaatlichen Gesandtschaften. Mollen BundesstaatenSonDerbundelei" betreiben, daun bedürfen sie dazu der Gesandtschaften nicht. Im Alter der Post, des Telegraphen, des Telephons und der Eisen­bahnen gäbe es der stillen Wege die Fülle. Und wenn es nur durch diplomatische Vertretungen möglich wäre, dann würde, wenn die Neigung dazü bestünde, das Vor­handensein von bundesstaatlicheii Geiandtschaften in Berlin vollkommen ausreichen. Will man angebliche Störungen solcher Art beseitigen, dann soll man niüjt den Teufel durch Belzebub, nicht Klatsch mit Klatsch bekämpfen. Beobachtet ein Patriot Störungen, die als «sonderbündelei in einem Föderativstaat mit verdoppelter Energie bekämpft werden müssen, dann soll er, um mit dem Fürsten Bismarck zu sprechen, die Zivilkourage haben und die Dinge mit ihrem Wanten und eine Katze eine Katze nennen; das wäre offen und ehrlich, dem Reiche nützlich und deutsch.

Aberglauben als Hetzmittel.

Dem Ostasiatischen Lloyd wird aus Ningpo, 2. April, geschrieben: Große Aufregung herrscht hier. Es handelt sich um einen Versuch, eine fremdenfeindliche Bewegung ins Werk zu setzen. 300 Taitschou-Leute sind angeblich über Ningpo und Umgebung zerstreut, und ihr Auftrag ist, Augen von Kindern zu sammeln, die angeblich von einem Manne Namens 'Zang mit 100 Doll, das Paar auf­getauft werden. Einige Taitschou-Leute lockten, so geht das Gerücht, gestern einen kleinen Jungen auf die Stadt­mauer, dort warfen sie ihn zu Boden und rissen ihm ein Auge aus. Auf die Hilferufe des Jungen eilten Leute herbei, die, als sie sahen, um was es sich handelte, in ihrer Wut einen der Taitschou-Leute totschlugen, während die andern von in der Nähe weilenden Soldaten ae fangen und nach dem Namen des Magistrats gebracht wurden. Der Magistrat stellte sofort ein Verhör an. Nach den Aussaaen der Gefangenen sollen dreihundert Leute denselben Auf­trag wie sie selbst haben, nämlich Augen von Kindern zu sammeln, die sie für 100 Doll, an den Atann 9)ang ver­kaufen, der sie angeblich, und dies ist der schwerwiegendste Teil ihrer Aussage, an die römisch-katholiscye Mission verkaufe. Die Augen seien angeblich für Me dizin bestimmt, die in dem gegenwärtig im Bau begriffenen neuen Hospital der katholischen Mission inNinapo angewandt werden solle. Der Magistrat begab sich sofort

Kie geistigen Wirkungen der ßrdöeöen und Kulkauausörüche. *)

Es giebt Wirkungen der Erdbeben und Vulkanausbrüche auf den Geist der Menschen und damit auf ganze Völker und auf das geistige Leben der Menschheit. Die Erfahrung, daß die feste Erde unter uns schwankt, gehört zu den un- erroarteften und erschreckendsten und bleibt unverlöschlich. Ein heftiges Erdbeben zerstört mit einem Male unsere ältesten Joeenverbindungeu. Tie Erde, das wahre Sinn­bild von allem, was dauerhaft ist, hat sich unter unseren Füßen bewegt wie eine dünne Rinde über einer Flüssigkeit. Dauert die Bewegung auch nur eine Sekunde, so hat sie doch unseren Geist mit einem fremdartigen Gefühl der Un­sicherheit erfüllt, das stundenlanges Nachdenken nicht her- vorgerufen haben würde.Ein Augenblick vernichtet die Illusion des ganzen früheren Lebens." (A. von Humboldt.- Die rätselhaften unterirdischen Geräusche, deren Schall be­sonders in Bergländern das Echo verstärkt, tragen zur Beunruhigung bei. Es giebt zwar große Erdbeben ohne alles Erdgeräusch; die Regel ist aber, daß die Erschütte­rung von unterirdischem Grollen und Donnern begleitet wird. Auch die Tiere schrecken beim Erdbeben zusammen, besonders Hunde und Schweine zeigen ängstliche Unruhe. Schon bei. einem leichten Erdbeben verstummt plötzlich der sonst lückenlose Gesang der Cikaden. In die beängstigende Stille Hingt nur noch baS geheimnisvolle Rauschen der erschütterten Bäume, das vielleicht plötzlich ein unterirdisches Rollen wie die Fortpflanzung fernen Kanonendonners unter­bricht. Nicht selten verstärken Stürme und Gewitter die

) Wir entnehmen diesen Aufsatz unter Zustimmung der Verlagshandlung Dem neuesten Werke Friedrich Ratzels: Die Erde und das Leben". Eine vergleichende Erdkunde. 30 Lieferungen zu je 1 Mark oder 2 Bände in aHlbleder gebunden zu je 17 Mark. (Im Erscheinen.) Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.

Schrecken der Erdbeben. Mitzopulos sagt in seiner Be­schreibung des Erdbebens von der jonischen Insel Zante im Jahre 1893, bei dem furchtbare Gewitterregengüsse der zerstörenden Erschütterung vom 21. Jan. folgten: den Kampf Der oberirdischen Elemente begleiten die unterirdischen Dä­monen mit schrecklichem Getöse und wiederholten Erdstößen. Jeder kann sich denken, was das unglückliche Volk in dieser Nacht gelitten haben muß.

Natürlich verstärkt Die Verbindung mit vulkanischer Thätigkeit diese Eindrücke um so mehr, als auch in dieser Verbindung oft etwas Rätselhaftes liegt. Wenn auf einen kräftigen Erdbebenstoß hin plötzlich die strombolianische ge­räuschvolle Thätigkeit eines Kraters aufhört unb Die Fuma- rolen in weitem Umkreis wie auf Verabredung ihr Rauchen einstellen, ist der Eindruck des Planmäßigen beängstigender als bei fortgesetzten Ausbrüchen. Obwohl das unwesentliche Begleitungserscheinungeii sind, so verstärken sie dennoch den Eindruck der Erdbeben aus unseren Geist. Die weite Ver­breitung der meisten Erdbeben trägt dazu bei, Furcht zu erregen. Man kann einem Vulkanausbruch, selbst einem nahenden Sturm entfliehen, aber aus einem Erdbebengebiet giebt es nicht so leicht eine Flucht. Zum Glück sind in eigentlichen Erdbebengebieten die unschädlichen Erschütte­rungen so häufig, daß in Japan ober Peru eine schwache Erschütterung kaum so viel Aufmerksamkeit erregt, wie bei uns ein Hagelwetter. Die verbreitete Meinung, es lägen zwischen verheerenden Erdbeben immer einige ruhige Jahr­zehnte, wiegt die Geister in Sicherheit. Jever rechnet sich zu der Generation, die verschont bleibt. Tie Menschen über­hören eben auch hier willig den Protest der Natur gegen die Sicherheit, mit der sie ihre Werke auf die nur scheinbar feste Erdrinde gründen.

Das Verhalten der Menschen gegenüber Den Vulkan­ausbrüchen zeigt die stärksten Gegensätze von Verzweiflung unb Unempfindlichkeit. Leopold von Buch hat uns be­schrieben, wie die Neapolitaner bei dem großen Ausbruch von 1794, da siesich nicht mehr auf festem Boden, bis.

Luft in Flammen erblickten und voll schrecklicher, nie ge­hörter Töne, von Furcht und Schrecken ergriffen, zu den Füßen der Heiligen und Kapellen und Kirchen stürzten, nach Kreuzen und Bilbern griffen und heulend in wilder Verwirrung die Stadt durchzogen." Das ist die Wirkung in einer dicht bevölkerten Gegend, wo ein einziger Aus­bruch, wie jener, der Pompeji und Herculanum mit einer 10 Meter dicken Decke von nicht mehr als haselnußgroßen Rapilli bedeckte, das Leben und die Werke von Hundert- taufenben und von Generationen begräbt. Darum bleibt immer einer der ergreifendsten unD größten Gegensätze das qualmende und grollende Schicksal über der selbst in ihren Resten noch lebensfreudigen Welt von Pompeji. In dünnbevölkerten Gegenden können die Vulkanausbrüche nie­mals so viel Schaden stiften wie in Ländern von der hohen Kultur Javas oder Japans. Das ist mit ein Grund, weshalb z. B. im Bismarck-Archipel die heftigen Ausbrüche, die nicht selten sind, wenig Eindruck auf den Geist der Eingeborenen gemacht zu haben scheinen.Tas geringe Mitgefühl der Kanälen verwindet den Verlust leicht, und die Erscheinung selbst wird als Produkt der besonders üblen Laune irgend eines bösen Geistes angesehen und vergessen." (I. Gras

Ä^or dem Ausbruch wird die Gefahr des Vulkans unter* schätzt; hat dann der Ausbruch begonnen, so wird seine Bedeutung über alle Maßen übertrieben. Tas gilt nicht bloß von deröffentlichen Meinung". Niemand hatte vor dem Mai des Jahres 1883 an die furchtbare Explosion des Kralatoa vor 203 Jahren gebucht; als aber Die Flut­welle 40 000 Menschen roeggefegt hatte und die Westseite Javas 18 Stunden Durch Aschenfalt in tiefe Nacht gefüllt war, glaubte man, Mßte und Meeresboden müßten tief verändert sein, unb Die niederländisch-indische Regie­rung warnte die Schiffahrt vor möglichen neuen Gefahren - aber im ganzen tauchte das Land Doch wieder ebenso aus dem Dunkel hervor, wie es vorher gewesen .