Ausgabe 
15.4.1902 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Worms, 14. April. Am Samstag Abend fingen vor einer Wirtschaft als gefährliche Raufbolde bekannte Handar­beiter von hier, nämlich der 36 Mal zum Teil schwer vor­bestrafte Heinrich Dietz, der 12 Mal vorbestrafte Moritz Berg und der 5 Mal vorbestrafte Joseph Knopp mit 3 Metzger­burschen ohne jede Veranlassung Streit an. Ein Metzger­geselle erhielt von Dietz einen Faustschlag ins Gesicht, so daß ihm die Rase blutete und von dem Knopp einen solchen Stoß, daß er rücklings zu Boden stürzte. Als der Metzger- burfche sich wieder erhoben, fielen die beiden Raufbolde aufs Neue über chn her und bearbeiteten chn mit den Fausten. Der Metzgergeseselle Gauß aus Stein, B.-A. Bretten L B., trat an die Streitenden heran, um sie zu trennen. Knopp zog ein offenes langes spitzes Tischmcsser aus der Tasche und versetzte dem Gauß damit einen wuchtigen Stich in die linke Seite unterhalb des Herzens. Mit den Worten: »Ich bin gestochen" lief Gauß noch einige Schritte, verfolgt von Berg, der auf den Schwerverletzten noch einhieb. Bald fiel Gauß zusammen und gab nach wenigen Minuten seinen Geist auf. Nach in der Nacht wurde Dietz hinter Schloß und Riegel gebracht, die beiden anderen sarrberen Kumpane waren flüch­tig gegangen. Knopp wurde gestern nachmittag eingeliefert. Berg ist bis jetzt noch nicht ergriffen, hinter ihm ist Steckbrief erlassen. Sonntag früh wurde der 65 Jahre alte Barbier Johann Schall IV., Witwer, in seiner Scheuer in der Al­zeyerstraße Nr. 215 zu Worms-Pfiffligheim an einer Leiter erhängt aufgefunden.

Erbach, 14. April. In der Lehmgrube des Ziegelei­besitzers Wilhelm Müller hier wurden dieser Tage die Reste eines riesigen vorsintflutlichen Tieres zu Tage ge­fördert. Soweit das Tier bloßgelegt ist, zeigt es die Ge­stalt eines Riesenpferdes, der Kopf hat die Form des Kopfes eines Flußpferdes. Auch eine versteinerte Wallnuß mit Schale wurde aufgefunden.

ko. Höchst a. M., 14. April. Heute Mittag brach in der Bau- und Möbelschreinerei Roos Feuer aus. Der Materialschaden ist bedeutend.

Wiesbaden, 14. April. Die städtische Behörde hat be- karmtÜch den Kaiser emgeladen, gelegentlich seiner Anwesen­heit in unserer Stadt während der Theaterfestspielzeit der Weihe des in seiner künstlerischdn Ausstattung seit einiger Zeit schon vollendeten Festsaales des Rathauses bei­zuwohnen. Dem Vernehmen nach wird der Kaiser dieser Einladung am 12. oder 13. Mai Folge leisten und voraus­sichtlich dabei auch den ersten Eintrag in das neue gol­dene Buch der Stadt vollziehen. Die Vorbereitungen für diesen Kaiserbesuch sind im vollen Gange, sie treten auch äußerlich dadurch in die Erscheinung, daß gegenwärtig das Innere des Rathauses, wie das Vestibül, das Haupttreppen­haus und der große Flur des ersten Obergeschoßes von Grund aus renoviert wird. In den übrigen Treppenhäusern und Fluren ist der Anstrich im vorigen Jahr erneuert wor­den. Eine unangenehme Ueberraschung erlebte ein junger Beamter, welcher über Ostern 10 Tage Urlaub erhalten hatte, aber schon nach 8 Tagen heimkehrte. Seine Ankunft erfolgte mit dem letzten Zuge, und nachdem er noch in seiner Stammkneipe sein Wiedereintreffen gemeldet und begaffen, begab er sich ahnungslos m sein altes Heim. Schon beim Oeffnen der Zimmerthür zog ihm ein ungewohnter Patschuli­dust in die Nase, auch lagen mehrere Damenkleidungsstücke umher, sodaß er glauben mußte, seine Wirtin habe hier rvährend der zehn Tage ihr Boudoir errichtet. Als er sich aber nun, nachdem er vergebens Feuerzeug gesucht, zum Bett hintastete und das Obcrbett zurücklegen wollte, erschreckte ihn ein markerschütternder Weiberschrei. Aus der Nebenstube stürzte die Wirtin herbei, und im tiefsten Negliglö gegen­seitige Vorstellung. Kurz und gut, das Zimmer war auf diese zehn Tage an eine Dame nochmals vermietet worden. Tableau!

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Li ch (Oberhessen) stürzte sich in einem Anfalle von Geistesstörung der Schuhmacher Dietz aus dem 3. Stockwerk seines Hauses auf die Straße und blieb sofort tot. In Bad Salzhausen wird vom 1. Mai bis 30. September wieder eine neue Postagentur eingerichtet.

Vermischtes.

Frankfurt a. M., 14. April. Von einem schweren Unglücksfall wurde in der vergangenen Nacht der Amts­gerichtsrat Dr. Radt betroffen. Durch unvorsichtiges Um­gehen mit einer brennenden Lampe waren die Kleider des­selben in Brand gerathen, sodaß Dr. Radt mit schweren Brandwunden bedeckt ins Hospital gebracht werden mußte. Der Bedauernswerte ist heute Mittag seinen Wunden er­legen.

Coburg, 14. April. Auf der Strecke Eisenach-Lich- ienfels wurde ein Rangirer, der seinem von einem Schnellz ug erfaßten Kinde zur Rettung nachstürzte, ge- tödtet.

* Regensburg. Wie aus Mantel bei Weiden gemel­det wird, hat der Sohn des Rittergutsbesitzers v. Grä­fe n st ein auf dem Rittergute Röthenbach, stud. med. v. Gräfenstein, seinen Vater während eines Streites zu Boden geschlagen undaufihn vier Revolverschüsse abgegeben. Drei der Schüsse verletzten den Rittergutsbesitzer lebensgefärlich. Darauf schoß sich der Sohn eine Kugel durch den Kopf, die seinen Sofortigen Tod herbeiführte. Der Selbstmörder ist erst vor kurzer Zeit aus der Irrenanstalt Katthaus-Prull entlassen worden.

* Linz, 14. April. Bei der Einfahrt in die hiesige Sta­tion entgleiste gestern Mittag infolge Versagens der Ein- fahrtwciche der Orient-Expreßzug. Die Lokomottve, der Gepäck- und Schlafwagen wurden aus den Schienen ge­worfen. Paffagiere wurden nicht verletzt.

'Petersburg, 14. April. In Sselenginck und Ki- achta wurden am Samstag sowie heute früh mehrere Erd­stöße verspürt, welche jedoch wenig Materialschaden an- richteten.

' F e uer. Am Montag Vormittag gerieten die bedeu­tenden Holzlager im Antw erpener Hafen in Brand.

* Ein Heiratsgesuch. In einem Frankfurter Blatte lesen wir folgendes Inserat: Graf, Inhaber hoher Orden, vermögend, Besitzer eines Ahnenschloffes in Frankreich aus de.-^ 3-Q» Jahrh-. glänZende Aukrmstr Jahre alr, vor-

urtheilSfret, sucht Gattin. Vermögen nicht unter i/s Milli o« M ark. Offerten unter A. St. Postamt 49 Berlin.

Handel uni» Verkehr. Volkswirtschaft.

Hannover, 14. April. Die Aktiengesellschaft P ort land - Cementfabrik Kronsberg zu Misburg bei Hannover hat heute mittag Konkurs anqemelbet

Leipzig, 14.April. DieLerwaltungsratssitzung der Leb ens- versicherunasgesellschaftLeipzig (Alle Leipziger) hat den Rechnungsabschluß des Vorjahres, der einen Jahresüberschuß von 7 446 471,89 Mk., nahezu eine Million mehr als im Jahre 1900, aufweist, genehmigt und die den Versicherten für 1903 zu zahlende Dividende auf 42pCt. der ordentlichen Jahresbeiträge festgesetzt. Die Generalversammlung der Versicherten findet am 3. Mai statt.

Hamburg, 14. April. Heute fand die Gläubiaerverfmnmlung der Firma Neben, Schulz u. Cie. statt. Ter Gläubiger- ausschuß wurde um zwei Mitglieder verstärkt. Beschlüße konnten nicht gefaßt werden, weil die Londoner Firma Denmstown, Croß u. Cie., eine Hauptgläuberin, bei dem Standpunkt, daß der Kon­kurs erklärt werden müsse, beharrt. Ter Rechtsbeistand von Neben, Schulz u. Cie. in London telegraphierte dagegen, er glaube Aus­sicht zu haben, daß die genannte Firma doch dem Akkord bei­treten werde.

Gerichtssaal.

Zum Wrescheuer Schulkrawall. Von den im Wreschener Schulkrawallprozeß Verurteilten haben 15 Angeklagte Gnadengesuche eingereicht.

Krieskaflen der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

Zieglers runder Tisch in Londorf. Der Eiffelturm in Paris ist 300 Nieter hoch, wogegen die beiden großen Türme des Kölner Domes nur 160 Meter messen.

Familien Nachrichten.

Gestorben: Frau Margarethe 9iaumann, geb. Hell, in Butz­bach. Großh. Hauptstaatskafse-Buchhalter Heinrich Weber, Land­gerichtssekretär i. P. Theodor Zimmermann, Bankbeamter Franz Fleck, sämllich in Darmstadt.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 15. April. Die Gesetzentwürfe betr. die Kinderarbeit in gewerbl. Betrieben und betr. Abänderung des § 7 der Sttaf-Prozeß-Ordnung,fliegender Ge­richtsstand der Pefse", sind dem Reichstag zugegangen.

Berlin, 15. April. DerBorsen-Couvier" glaubt gut unterrichtet zu sein, wenn er jagt, daß eine amtliche Kundgebung über die formelle Erneuerung des Dreibundes in nächster Zeit zu erwarten stehe. Vielleicht ift Graf Goluchowsky bis zum Zusammentritt der Delegationen am 6. Mai schon, in der Lage, dem zu­ständigen parlameutarischjen Faktor der österreichisch-unga­rischen Monarchie über die Erneuerung des DveibundeÄ eine amtliche Erklärung abzugeben. Sicherlich entbehrt die Nachricht jeder Begründung, daß der Inhalt des erneuerten Vertrages diesmal seinem ganzen Worllaute nach zur öffent­lichen Kenntnis gebracht werden soll.

Frankfurt a. M., 15. April. Wie aus Boppard am Rhein gemeldet wird, wurde der seitherige Direktor Massenbach der Mkumulatorenwerke Pollak von einem Schnellzuge überfahren und getötet.

Wiesbaden, 15. April. Heute morgen wurde im hiesigen Kurhaufe der 10. Kongreß für innere Medizin er­öffnet. Den Vorsitz fühtt Prof. Naunpn-Sttaßburg. Die Verhandlungen werden bis zum 18. April dauern.

Hamburg, 14. April. Bei dem heutigen Liebes­mahl des ostasiattschen Vereins hiell Prinz Heinrich eine Rede, in der er sagte: ' Sett der Rückkehr aus Amerika ist dies die erste willkommene Gelegenhett, einen kurzen Rückblick auf jene Tage zu werfen. Ich habe dort nicht allein das, was man jenseits des atlanti)chen Ozeans Dollarshunting nennt, gefunden, sondern die Natton ist besttebt, mit vollster Energie sich in den Besitz reiner idealer Güter zu setzen. Es herrscht dort ein Familienleben geistig und angenehm, wie es besser bei uns nicht zu denken ist. Wo es nicht vorhanden ist, wird es in allen Fasern erstrebt. Ich kann nur danken­den Herzens auf jene Tuge zurückblicken, wo ich Gast der großen Nation war, die sich bemühte, jede Stunde des Dortseins mir zu erleichtern. Mein Dank gebührt vor allem jener Person, die mir gebot, hinzuziehen, jener Person, der wir zu Anfang des Festes gedacht haben, und die mich damals hieß, nach dem fernen Osten zu ziehen. Glauben Sie aber nicht, daß die Eindrücke vom Westen des Atlantischen Ozeans jene Eindrücke beschatten konnten, die ich seinerzett im Westen des pazifischen Ozeans erhielt, wo ich bei den deutschen Kaufleuten die deutsche Gast­freundschaft Mei Jahre hindurch genießen konnte. Der Prinz schloß mit dem Wunsch, der Ostasiatische Verein möge wachsen und gedeihen uni) dessen Ziel ein Binde­glied zwischen der Heimat und dem fernen Osten sein.

Kempen, 15. April. Auf einem benachbarten Baueru- gehöst wurde ein Schw eizer von drei Kollegen er­stochen. Tie Thäter wurden verhaftet.

London, 15. April. Die meisten Blätter stellen fest, daß in halbamtlichen Kreisen großer Optimismus über die Konferenz mit den Burenführern herrsche. Dagegen drücktStandard" seine Freude aus, daß das Budget für eine Fortsetzung des Krieges bis zum Ende des Jahres be­rechnet sei. Die Buren würden daraus ersehen, daß England nicht gezwungen sei, Frieden zu schließen.Morning Leader" berichtet, auch die Fremden.würden einen großen Teil der Kriegskosten mitzutragen haben.

Loudon, 15. April. Bei einem Versuchsschießen mit einem 12zölligen Borbette-Gefchütz an Bord des auf der Höhe von Berreshaven liegenden englischen KriegsschiffesMars" sprang ein Geschütz. 2 Offiziere und 8 Mann wurden getödtet, 4 Mann verwundet.

London, 14. April. Im Laufe der Debatte im Unter­haus e äußerte der Schatzkanzler Hicks-Beach, daß die eng­lischen Kohlen ttotz des Ausgangszolles sich auf den auswärtigen Märtten behaupten. Redmond protestierte namens der Iren gegen die Methode und gegen die Ob­jekte der vorgeschlagenen Besteuerung.

Brüssel, 14. April. Der Abend ist hier und im Lande den bisher ein gegangenen Meldungen zufolge ruhig verlausen. Hier fand in der Vorstadt Anderlecht eine große sozialistische Versammlung statt, in der Bander- velde unter heftigen Ausfällen gegen die Regierung zum Verharren bei dem Begehren auf Revision der Verfassung

und zur Ruhe ausforderte. Gs gelte jetzt, tfte WMvon? her Regierung abzuwarten. Ilm diese zu erfahren, solle sich eine große Menschenmenge am Nttttwoch abend vor: der Kammer einfinden. Verharre die Regierung beim Mderstaiide, so solle bis zum Aeußersten durch, Mittel des Aufruhrs um die Revision der Vev»i fassnng gekämpft werden. Nach Schluß der Versamm­lung begab sich Vandervelde nach dem Vvlkshause, dessen Umgebung von der Bürgergarde freigehalten ^vird. Van­dervelde forderte auch hier die auf der Straße Vev, fammeUen auf, die Ruhe zu bewahren.

Brüssel, 15. April. Eine Deputation opposi^ tioneller Abgeordneter mit Einschluß der Sozial­demokraten wird sich zum König begeben, um als letzte, Instanz seine Vermittelung zur Beilegung des schwebenderr Konfliktes anzurufen. An dem Erfolg dieses Schrittes wirt» allgemein gezweifelt, da die konstitutionellen Rechte des Königs einer zu großen Beschränkung unterliegen. DaH BlattPeuple' meldet: Die Großindustriellen wer­den in einer Audienz beim König um Vermittelung im Interesse der nationalen Jndusttie bitten. Die liberale Partei beginnt sich zu rühren. Die junge liberale Garde schrieb an die sozialistische Garde einen Brief, um ein Zu­sammengehen bei eventuellen Kundgebungen auf gesetzlicher Grundlage zu vereinbaren. Die Gewerkschaften haben gestern abend überall öffentliche (SrHöningen angeschlagen, daß der gesetzliche allgemeine Ausstand nicht gegen die Arbeitgeber;' gerichtet sei. Es heißt, daß bisher sieben oder acht Personen gefallen sind. Die Toten werden auf Kosten der Arbeiterpartei begraben werden, die sich auch der hinterlassenen Waisen annehmen will. In La Lou- viere versuchten die Streikenden die Telegraphen^ Drähte abzuschneiden. Der Stationschef, der den Streikenden Widerstand leistete, wurde im Kampfe g e- tötet. In Huy wurden ein Gendarm und et# Streikender getötet

Brüssel, 15. April. Dr. Leyds hat in einem Inter» View erklärt, jede Hoffnung, daß der Friede abgeschloffen werde, muffe aufgegeben werden, well Milner keine Befugnis habe, die Unabhängigkeit zu gewähren. Die Reise der Buren-Dele­gierten nach Pretoria habe nur den Zweck, verschiedene unter­geordnete Fragen mit Kitcheuer zn regeln.

Brüffel, 15. April. DemEtolle Belge" zufolge ftmd gestern im Schloß Laeken ein Ministerrat unter dem Dov- sitz des Königs statt.

Namur, 15. April. Gestern abend durchzogen sozia» listische Truppen mehrmals die Sttaßen der Stadt. Diel Polizei versuchte vergeblich, sie zu zerstreuen. An dem Place Arnes griff die Menge mit Knüppeln die Polizei an, wobei 2 Polizisten verwundet und die Fensterscheiben des Polizeibureaus zertrümmett wmden. Die Polizei ging darauf mit blanker Waffe vor und gab blinde Schüsse ab. Endlich wurde die Menge, welche Wurfgeschosse gegen die Polizei schleuderte, zurückgedrängt, wobei zehn Verhaftungen vor» genommen wurden. Später traf Gendarmerie ein, die mit aufgepflanztem Bayonett vorging und die Menge, die alle Laternen auf dem Wege zerschlug^ in die benachbarter, Sttaßen trieb.

Paris, 15. April. Die Königin Natalie von Serbien, die feit Oktober in Berck im Departement PaS de Calais wellt, ist dort von der griechisch-orthodoxen Kirche zur römisch-katholischen tibergetreten.

Madrid, 14. April. In Euart bei Ballen cia fand ein Zusammenstoß zwischen den Liberalen und den Re­publikanern statt, wobei vier Liberale getötet und 8 Republikaner verletzt wurden. Die Gendarmerie stellte die Ordnung wieder her.

Lissabon, 14 April. Ter FinanKminister brachte! in der Deputiertenkammer die Vorlage der Konversion! der äußeren Schuld ein.

Agram, 15. April. In dem Kohlenwerk von Berlmae kam es wegen Lohn-Differenzen zu einem Zusammen­stoß zwischen Bergarbeitern und der Gendarmerie. Letztere machte, nachdem sie chätlich angegriffen, von ihrer Schieß­waffe Gebrauch, wobei zwei Arbeiter getötet, einer schwer, mehrere andere leicht verwundet wurden.

Orsowa, 15. Aprll. Unweit von Adakale versank eine die Donau übersetzende Fähre, wobei 17 Menschen ihrarv Tod fanden.

Telephonischer Kursbericht*

Frankfurt a. JHL. 15. April 1902.

8 Va°/o Reichs anleihe . . 101.75 y>/0 do. ... 92J0 3Vi% Konsols .... 101.75 30/0 do..... 92.00

372% Hessen .... 100.10 3% Hessen......

4% Oesterr. Goldretne . . 102.60

Oesterr. Silberrente 10L50 4% Ungar. Goldrente . . 101.00 4% Italien. Rente . . . 100.90 47,^6 Portugiesen . . . 43.50 3%, Portugiesen. .... 28.40 1% C. Türken ..... Türkenlose ...... 111.20 4% Grieoh. Monopol.-AnL 44J20

3% Mexikaner , . . 41/2a/o Chinesen . . . Electric. Sohuckert . , Nordd. Lloyd . . . . Kreditaktien , . . . Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . , Berliner Hondelages. . Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden , , . , Gotthard bahn .... Laurahütte . . . . . Bochum

Ha rp euer . . . .

4*/,% äussere Argentiner.

Tendenz: schwach.

26^01 90.20

109.00

211L0 189.30 137.50 138.50 153.50 142.00

17.20 167.50 203.00 19730 16830

Passendes Geschenk für Schüler!

Karte m Hessen und den angrenzenden Gebietsteilen zum Preise von

K* Mk. 1.00

für unsere Abonnenten.

. Preis für Nichtabonnenten Mk. 5.00. .

Hochfeine, stilvolle 1 Hof-Möbelfabrik und 1 1 1 Kunstschreinerel von

Einrichtungen |

758 Etablissement allerersten Ranges.

Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtungen Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haapt-Kolkklion.