Ausgabe 
15.1.1902 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.

152. Jahrgang

monotlii

jährlich

Mittwoch 15. Jannar 1903

jährl. auöschk. Destellg. Annahme von Anzeigen für die Lagesnummer bis oormtilogS 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12^3L auswärts 20 Psg.

Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Witt ko- für »Stadt und Land* und GcrichtSsaal": R.D i t t- mann: für den An­zeigenteil: HanS Beck.

Nr. 12

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt bte Siebener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Be> lag der Brüh l'schc Unioers.-Buch- u.Stem- druckerei (Pietsch Erbae- Redaktion, Erpeditioir und Druckerei:

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Abreffe für Depeschen. Anzeiger Gießen.

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GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger "

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Ate heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.

Politische Tagesschau.

Deutschland und England.

Wie wir bereits meldeten, hatte der preußische Admiral Frhr. o. Send en*Bibrau beim englischen König dieser Tage eine Audienz. Heute wird bekannt, daß er dem König ein Handschreiben Kaiser Wilhelms überreichte. Die »Times* erinnert daran, daß derselbe Herr im Jahre 1896 bei der in England durch Kaiser Wilhelms Telegramm an den Präsidenten Krüger veranlaßten Aufregung der Königin Viktoria einen sehr liebevollen Brief Kaiser Wilhelms über­reichte, dessen Inhalt den Eindruck jenes Telegramms in eng­lischen Hofkreisen beseitigen half. Londoner diplomatischen Kreisen hoffe man zuversichtlich, daß ein Meinungsaustausch über den Lhamberlain'scherr Zwischenfall inüondon und Berlin zu einer baldigen vollständigen Beilegung der Affaire führen werde.

Das englische Blatt stellt also die Sachllrge so dar, als ob Herr v. Senden mit einer politischen Mission betraut in London welle und als ob es heute noch der Beilegung der Chamberlain-Affaire bedürfe. Beides ist aber durchaus nicht der Fall. Selbst alle übrigen englischen Zeitungen er* keimen die »taktvolle Behandlung von Chamberlains letzter Rede durch die deutsche Presse" an und hoffen, daß die Epi­sode damll abgeschlossen ser, die für uns chatsächlich längst erledigt ist. Jldmiral v. Senden aber ist, wie wir gestern schon mitteilten, von König Eduard zu einer Audienz gebeten worden; er wäre sonst auS London abgereist, ohne den König gesehen zu haben, und daS Handschreiben des Kaisers hätte er sonst durch Vermittlung der englischen Diplomatie dem König zugestellt. Vom offiziösen Berliner Telegraphenbureau wird heute ausdrücklich versichert, daßvon einer politischen Mission des Vizeadmirals v. Senden-Bibran nichts bekannt ist. Senden ist, wie in jedem Jahre, so auch in diesem nach England gegangen, um der regelmäßig im Januar statt­findenden Zusammenkunft der Pachtfreunde für die Helgo­länder Rennen beizuwohnen." Die durchsichtige Absicht der von derTimes" aufgcfrischten zweifelhaften historischen Re­miniszenz ist selbstverständlich, anzudeuten, der Brief des Kaisers an seinen Onkel enthalte eine Begütigung oder gar Entschuldigung wegen der Aeußerungen des Reichskanzlers über Herrn Chamberlain. Graf Bülow hat durch dieseNotiz" deS Wolff'schen Bureaus kurz und trocken konstatiert, daß die Bemerkung derTllneS" eine böswillige Erfindung ist. Es ist ganz und garnichts mit der in London hier und da gehegten Hoffnung, der Kaiser werde den Reichskanzler des­avouieren und so Herrn Chamberlain und dessen Anhang eine Genugchuung bereiten. Da keine Verleumdung so ein- ,fällig ist, daß sie nicht doch von einem größeren Kreise als ;glaubl)aft betrachtet wird, so war das rasche Dementi durchaus xmgezeigt. Man wird in der Chamberlain-Presse etwas An­deres und Geschickteres ersinnnen müssen, zum Trost dieses nationalen Heros", der eine ganz ähnliche Rolle spielt wie !s. Zt. der tapfere Boulanger und vielleicht einstmals «ähnlich unrühmlich von der politischen Bühne ob treten wird.

Em vernünftiges Wort seit dem Chamberlain-Fal eines der wohl wenigen vernünftigen in der englischen Presse spricht dieMorning Post" durch die Verkündi­gung der Bereitwilligkeit Englands aus,vollkommene Herz- lichkeü im, Verhältnis zu der stammverwandten deutschen dlation aufrecht zu erhalten. DieMorning Post" wird als das Organ des Lord Salisbury betrachtet. Der greise eng­lische Premierminister hält es wohl an der Zell, den Streit­fall durch eine versöhnliche Aeußerung zum Abschluß zu bringen. Graf Bülow hatte in seiner zweiten Reichstags-- rede, in der Abwehr gegen Herrn Liebermann von Sonnenberg, die Hand zum Frieden geboten. Es war auf englischer Seite ebenso ungerecht wie unklug, ie zurückzustoßen.

Die Obstruktion im vollen Ganze!

Man schreibt uns aus Berlin, 14. Januarr

DieObstruktion" sst in der Zolltarif-Kommission im vollen Gange. Dtll jeder Sitzung tritt das deutlicher zu Tage. Die Vertreter der äußersten Linken haben den konser­vativen Kanalgegnern abgesehen,wie es gemacht wlld", um einen Gesetzentwurf mit solcher äußersten Gründlichkeit zu behandeln, so viel Fragen aufzuwerfen, so häusig von der Regierunginformatorisches Material" zu fordern, bis schließ­lich Keiner mehr auf der Gegenseite ein Interesse hat an der zu Tode gehetzten Vorlage. Heute wurde insbesonnere auf Grund sozialdemokratischer Anträge züm Zolltarifgesetz eine lange Debatte über Syndikate und Kartelle herbeige- sührt. Die Zölle sollen gemäß jenen Anträgen dann auf­gehoben werden, sobald ein Syndikat die betreffenden Waren im Auslande billiger als im Jnlande verkauft. Ein Antrag" Brömel (frs. Ver.) verlangte die Zustimmung des Reichs­tags zu der Befugnis des Bundesrats, Zölle auf solche Er­zeugnisse herabzusetzen oder aufzuheben, für welche im Jn­lande Kartelle oder Vertriebsmonopole bestehen. Diese An­träge, sowie ein Antrag Fischbeck (frs. Volksp.) wegen Ver- anualtung einer Erhebung über die Syndikate, wurden zwar allesamt abgelehnt aber der hauptsächlichste Effekt ist

trotzdem erreicht: die Beratung ist um keinen Schritt ge­fördert worden. Das grausame Spiel kann beliebig lang fortgesetzt werden; es sind Anträge zum Zolltarif in geradezu unerschöpflicher Zahl möglich und zulässig nach der Geschäfts­ordnung. Daß die zolltariffreundttche Mehrheit wenig er­baut davon ist, der Obstruktton ausgeliefert zn sein auf Gnade und Ungnade, kam heute u. a. in einem heftigen Zusammen­stoß zwischen dem Vorsitzenden Abg. v. Kardorff (Rp.) und dem Abg. Singer (Soz.) zum Ausdruck. Bereits ist einezweite Serie" von fünfzehn sozialdemokrattschen An* ttägen zum Zolltarifgesetz eingebracht! .. .

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Berlin, 14. Januar.

Fortsetzung der Poleninterpellation. Abg. Sieg (nai.) erklärt, dem Deutschtum im Osten liege jeder Gedanke an eine hetzende Thätigkeit fern, gehetzt werde nur auf pottüscher Selle. Abg. v. Tiedemann (kons.) führt aus, die Erregung über die deutsche Unterrichtssprache könne nur von außen hineingetragen sein. In der Schule müssen die Schuldisziplin und die staatlichen Vorschriften maßgebend sein. Er sei dem Ministerpräsidenten dankbar für seine gestrigen Erklärungen, und freite sich, daß man auf die Re­gierung nach langer Zeit wieder mit festem Verttauen blicken könne. Abg. v. Czarlinski (Pole) bemerkt, nicht die Polen hetzten, sondern die Deutschen. Die polnische Agitation bezwecke, den Polen Muttersprache, Sitten und Gewohnheiten zu erhalten, das sei eine nationale Pflicht. Minister des Innern v, Hammer st ein wendet sich gegen den Vorredner. Der Leitstern der Sokolvereine, der Gedanke an die Wieder­aufrichtung Großpolens, der Haß gegen das Deutschtum liege dem Polen tief in der Seele; er begleite ihn von der Wiege bis zum Grabe. Die Regierung werde dafür sorgen, daß deutsch oben bleibe. Abg. Kopsch (frs. Vp.) erklärt, feine Partei sei bereit, zur Wahrung des Deutschtums an positiven Maßnahmen alles zu unterstützen, was unter Wahrung der berechtigten Eigentümlichkeiten der polnischen Bevölkerung ge­eignet sei, die deutsche Sprache und deutsche Kultur in jenen Landesteilen zu heben.

Deutsches Reich.

Ber ltu, 14. Jan. Der Kaiser erschien gestern abend in der im Saale der Singakademie veranstalteten Sitzung der deutschen Orientgesellschaft, in der Professor Dr. De­litzsch, der Direktor der Sammlungen der vorderasiati­schen Altertümer, einen durch Lichtbilder erläuterten Vor­trag hielt über Babe lund Bibel. An der gestrigen Abendtafel im königlichen Schlosse nahm auch der Reichskanzler Graf Bülow teil. Deute morgen hörte der Kaiser d ie Vorträge des Chefs des Militärkabinetts und den des Chefs des Admiralstabes. Später stattete der Kaiser dem Grafen Bülow im Reichstagspalais einen längeren Besuch ab.

DeL König erteilte heute nachmittag im hiesigen königlichen Schlosse die erbetenen Audienzen den Prä­sidien des preußischen Herrenhauses (Frhr. von Manteuffel, Becker-Köln) und Abgeordnetenhauses nach einander. Er hatte die Uniform der Gardehusaren angelegt und war in sehr freundlicher Stimmung. Die Audienz des Präsidiums des Abgeordnetenhauses (von Kröcher, Dr. Frhr. v. Heereman, Dr. Krause) wahrte fünf Minuten, dem Vernehmen nach ist von Politik nicht die Rede gewesen. An den Präsidenten v. Kröcher richtete er die Frage, wie ihm die Hofjagd, an welcher Letzterer teil* genommen hat, bekommen sei Zu allen Mitgliedern des Präsidiums gewendet, wies er auf den Vortrag über Torfmoose beim Landwirtschaftsminister v. Podbielski hin, und verbreitete sich über das Thema: Weide und Kiefer. Herrn v. Manteuffel fragte er, wie es in der Provinz stehe, und ließ sich vom Oberbürgermeister Becker über den Rheinbrückenbau bei Köln einige Mitteilungen machen.

Als der englische Botschafter Sir Frank Lascelles Namens des Königs Eduard den Kaiser beim Neujcchrs- empfang fragte, ob chm der Besuch des Prinzen von Wales genehm wäre, antwortete, wie man jetzt zu be­achten weiß, der Kaiser ungefähr folgendes:Genehm ist nicht ganz der richtige Ausdruck: bin höchst erfreut darüber."

Der Kaiser wird sich bei den Krön un gs feie r- ichkeiten in England gutem Vernehmen nach durch den Prinzen Heinrich vertreten lassen.

Prinz Heinrich trifft am Donnerstag hier ein, um an den bevorstehenden Hoffestlichkeiten teilzunehmen und die näheren Dispositionen für seine Amerikafahrt Ku treffen. Die ihm in New-York zugedachten Aufmerk- amfeiten wird er durch ein Festmahl auf derHohen-- zollern" erwidern, zu welchem außer dem Präsidenten Roosevelt die hohen Staatswürdenträger der Union Ein­ladungen erhalten werden. Zu diesem Behufe wird aus dem Silberschatz des königl. Hauses kostbares Tafelgerät an Bord der Yacht gebracht werden. Die vereinigten Sänger von New-York haben eine deutsch-amerikanische Ovation eingeleitet, und einen Ausruf an alle Vereins- Verbände auch außerhalb New-Yorks erlassen. Auch die Städte St. Louis und Chicago hoffen, daß Prinz Heinrich ie besuchen werde. In Chicago traten bereits Vereine zn- ammen, um eine Deputation zu organisieren, die dem Arinzen eine Einladung überbringt

Wie dasBerl. Tagebl." hört, hat der Erzbischof v. Stablewski, dem Wunsche der Regierung gemäß,

Instruktionen im Sinne der Mäßigung an de? polnischen Klerus versandt.

Graf Waldersee trifft morgen abend zu bei Hoffestlichketten hier ein, und beabsichtigt, am nächster Samstag seiner näheren Umgebung aus der China-Expo dition ein Diner zu geben.

Am 15. Januar blickt der hiesige schweizerische Ge sandte Dr. Roth auf eine 25jährige Thätigkeit als diplo­matischer Vertreter der Schweiz beim Deutschen Reich zurück.

Der Abg. Frhr. Hehl zu Herrnsheim forder. zum Tarifgesetz Kampfbe stimm ungen gegen solch Länder, welche Nachweise über den Kostenpreis und ähnlich. Bescheinigungen fordern. Die Konservativen wollen bei an den Reichstag gelangten Wünschen des Vereins be: Jute-Industriellen Rechnung tragen, die sich auf die er- schwerte Einfuhr von Packmaterial für die zur Aussuh: gelangenden Waren beziehen.

Einzelne Blätter veröffentlichen einen langen Bo richt über die Stellung des Professors Sch Moller zu, gegenwärtigen Wirtschaftspolitik. Er soll sick in seiner jüngsten Vorlesung dafür ausgesprochen haben daß 500 ober 600 Millionen für. innere Kolonisation aus- gegeben und die Zollerhöhungen angenommen werden.

Die Abgg. Bassermann, Hitze und Roesicke brachtet *um Etat für das Reichsamt des Innern eine Resolutior betr. Arbeiter-Versicherungen ein.

Karlsruhe, 14. Jan. Der süddeutschen Reichskorre spondenz zufolge erachtet die badische Regierung die Hei- delberaer Schlohfrage noch nicht für sprach' reif unb unterläßt bte Einbringung einer entsprechenbe, Vorlage für ben gegenwärtigen Lanbtag.

Ausland.

Brüssel, 14. Jan. Die heutige Kammersitzun^ artete in einen großen Tumult aus, der bodnrch ent­stand, daß die Regierung die bereits von ber Kammer angenommene unb dem Senatsausschuß zugewiesene Ge. setzesvorlage zurückzog. Die Regierung griff zu biesir Maß. regel, weil bte Abgeordneten durch Annahme dieses End Wurfs freie Fahrt auf allen Staatsbahnen erhalten hätten Die Llbgg. Neujean und Janson erklärten, die R e g i : r u n g verdiene hierfür auf die Anklagebank gesetzt zu wer- den- Der Katholikenführer Woeste erklärte, der Entivurs sei nur von 52 gegen 50 Stimmen angenommen worden und daher ein Zufallsvotum. Bei diesen Worten erhob sicb die gesamte Linke und verlangte vom Präsidenten einen Ordnungsruf. Der Präsident erteilte diesen aber nicht, sondern hob die Sitzung auf. Nach einer halben Stunde wurde die Sitzung wieder aufgenommen; doch ließ die Linke den Abg- Woeste nicht zu Worte kommen, sodaß dll Sitzung auf morgen vertagt werden mußte.

Paris, 14. Jan. Bei ber heutigen Eröffnung bei Kammer würbe Desch anel mit 288 Stimmen ohne Gegenkanbidaten zum Präsidenten gewählt.

Nizza. 14. Jan. Don Iayme von Bourdon, der Sohn des spanischen Kronprätendenten Don Carlos, ist infolge eines Sturzes vom Automobil gefährlich erkrankt.

Wi.en, 14. Jan. (Budgetausschuß des Abge- o r b n e t e n h a u s e s.) Bei der Beratung des Titels Mmd terium des Innern sprach Ministerpräsident v. Körber über )as Veterinärwesen. Er gab zu, daß die derzeitige Handhabung der Veterinärkonveittion an der deutschen Grenze Klagen veranlaßt habe, weshalb die Regierung wiederholt Reklamationen bezüglich der Viehausfuhr er­hoben habe. Trotzdem sei es bisher nicht gelungen, eine ent* prechende Erledigung aller Beschwerden zu erzielen, wenn auch in einzelnen Fällen eine Erleichterung beim Vieh­expo rt eingetreten sei- Der Ministerpräsident betonte, daß diese Frage der Regierung außerordentlich am Herzen liege, unb daß sie Pie Bedeutung derselben für die Landwirt­schaft, ja für die ganze Wirtschaft überhaupt, nicht ver­kenne, daß aber die bestehenden Verhältnisse es ihr un­möglich machten, ihre gewiß besten Absichten -in Bezug auf ben Viehverkehr in jedem einzelnen Falle zu verwirklichen-

T e t s ch e n, 14. Jan. Der burch sein Duell mit dem ehemaligen Reichsrats-Abg. Wolf bekannt geworbene Pro­fessor Dr. Sei bl wurde heute seines Lehramtes an ber lanbwirtschaftlichen Akademie in Tetschen-Liebwerd ent­hoben. Der Abg. Schönerer weilte in Tetscheu unb hatte eine längere Rücksprache mit Prof. Seidl unb dessen Gattin.

Vom Burenkriege

Lord Kiichener meldet aus Johannesburg vom 13. Januar: Sell dem 6. Januar sind 20 Buren gefallen, 9 sind verwundet und 203 gefangen genommen worden, während sich 93 ergeben haben. Im östlichen Transvaal scheint sich ber Feind zerstreut zu haben, obwohl er daselbst 500 seiner besten Streiter zusammengezogen hatte, um bei Onverwacht gegen Plumer vorzugehen. Tie Hauptmasse des Feindes im westlichen Transvaal steht westlich von Rusten- bürg. Die Haupt an sammlun gen von Buren im Oranjefrei­staat sind beim Wilgefluß unb südlich von Bethlehem. Ver­schiedene englische Truppenabteilungen halten diese Korn- mondas in Atem. Monro, Lovat unb Follet streifen durch das Dreieck zwischen Jamestown, Aliwalnorth und Lady- grey in der Kapkolonie, wo kleine Burenabteilungen stehen; im Westen der Kapkolonie wird der Feind noch nach Norden zurückgedrängt unb es werden Proviantdepots errichtet, die als Stützpunkte für künftige Operationen jenseits der neuen Blockhauslinie dienen sollen. Der Streitmacht des Gene­rals Bruce Hamilton gelang es, bis auf drei Meilen an Louis Botha heranzukommen, der auf einem Wagen m der Nacht zum 11. ds. Mts. enttarn. Die Truppen, die