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Entnahme von mindestens 200 Stückcokes .... Nutzcolcs Str. 1 . . Nutzcokes Nr. 2 . .
nuten Bürgermeisterei offen.
Heuchelheim, den 14. November 1902.
Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim.
Kreiling.
Mitteilung des Ergebnisses der Oberreoision der Rechnung für 1900 durch Großh. Ober-Rechnungskammer. Desgleichen des Ergebniffes der Vorprüfung der Rechnung für 1901 durch den bestellten Revisor; Entlastung des Rechners.
Mitteilung des Ergebniffes der stattgehabten Kaffen- reoisionen.
Verteilung des Reingewinns und Bewilligung der Mittel: a. zur Prämiierung von Dienstboten,
worauf der Monarch ernst antwortete: „Es bedeutet, daß ich beabsichtige, dem Zweikampfe so lange zuzusehen, bis einer den anderen getötet hat und dann lasse ich den Ueberlebenden wegen Mordes auf hängen!" — Die Geschichte ist völlig wahr, nur hat sie sich nicht in Preußen, ereignet, sondern in Schweden, auch nicht unter der Regierung Wilhelms IL, sondern unter der Karls des Zwölften, der 1718 verstarb.
* Unverblümt. Man schreibt der „Münch. Post": Einen gelungenen Famulus besitzt ein hiesiges medizmi- sches Institut. Wie sein Herr und Meister ist auch der Diener Abstinent, der eifrig für den Antialkoholis- mus Propaganda macht. Als Vorstand eines Kriegervereins ließ er seine Getreuen zusammenkommen, und hielt ihnen einen einstündigen, mit derben, aber guten Witzen reich durchsetzten Vortrag über: Herzneurosen infolge Al- koholmißbrauchs. Zum Schluß meinte der Brave noch: „So, jetzt habt's ös hoffentlich aus meinem lichtvollen und anschaulichen Vortrag etwas gelernt, und sauft's in Zukunft nicht mehr wie a Stier; i hab' mir übrigens gnug Müh' geben, bis i mein'u Herrn Professa die Arbeit abgnommen hab, i hab mir halt dacht, von mir könnt's mehr lerna als von dem, denn der reö't viel z'gscheid für Euch versussne Manna!"-
. . IM ML . . 1,20 ♦ • l,2i> , Gentnern:
. . 1,-ML . . 145 , . . 1,20 „
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim für bocS Jahr 1903/04 liegt vom 17. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenten auf dem Bureau der unterzeich-
Friedrich Magnus
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Zn Wagenladungen von mindestens 36 Gentnern:
Einladung.
Die Vertreter der Vereinsgemeinden werden zur ordentlichen Hauptversammlung, welche Freitag, den 21. d. Mts., n rchmittags 3‘/2 Uhr im Saale der höheren Mädchenschule dcchier (Schillerstraße) stattfindet, ergebens! eingeladen.
Tagesordnung.
Kunst und Wissenschaft.
Frau Agnes Sorma gastierte in diesen Tage? im Hof- und Nationaltheater zu Mannheim,und zwar in dem Einakter,4Zephtas Tochter", in Schnitzlers holdestem Liebesstück ,4!ibelei" und in Wilbrandts bedeutendem Menschheitsdrama, der„Meister vonPalmvra" lieber ihr Auftreten in diesem letzteren Drama sagt der Kritiker der „N. Bad. Landcsztg.": In den fünf Rollen, die ihr der Dichter auferlegt, tritt sie einmal als Jüngling auf; und eigentlich müßte man sich, trotz der Anmut der Ephe- bengestalt gegen das Unkünstlerische solchen Experiments! beim Poeten selbst wehren, nicht minder wie die Empörung der nicht perversen Kunstreizen Zugänglichen die Hamlet- Darstellerinnen trifft. Viermal aber giebt sie Weibesleben! und -Welt. Sie durch gleitet die Kontraste der Gefühle^, Leidenschaften und Charaktere, steigt vom Märtyrertum durch Verworfenheit und menschliches Irren zur Heiligung^ pilgert durch Wüsten, jauchzt in Bacchanalen, gelobet sich dem Herrn und thut Gutes den Menschenkindern; ist Zoe, das Gottesgeschöps, Phöbe, das jung verderbte Dirncheu,, Persida, die glaubensverwirrte Gattin, Zenobia, die milde^ Erlöserin. Sie giebt Anfänge, Ausblicke, Endszenen, Stücke von vielen Tragödien; das schönste ist Phöbe, in seidenen' Kissen kauernd (man muß an die ,4Züdin von Toledodenken), am größten die schmerzensreiche Atutter unb1 wenn die segensreiche Seele in irren Fahrten und Wand-j lungen vorwärts schreitend, am Ende der Tage den Äien- scheu und sich wiederfindet. Immer schwebt es hold um sie, das Weib, wo die Düse allgemein Mensch und Trief ch nervös, Natur, Zeitgeist würde.
b. „ „ „ Sparern,
c. zu wohlthätigen und gemeinnützigen Zwecken.
5. Bewilligung der Kosten für die Pfennigsparkasse.
6. Beratung und Festsetzung des Voranschlags für 1903.
7. Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern.
8. Wahl von vier fehlenden Sparkasscvertretern in Gruppe c durch die Vertreter der Gruppe b (Bürgermeister der Landgemeinden).
Gießen, den 3. November 1902. 7787
Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen.
Wiener.
Vermischtes.
* Karlsruhe, 13. Nov. Die „Badische Presse" bringt I He Mitteilung eines hiesigen Bürgers, derwegenNicht- Izahlung einer Strafe von einer Mark, die in i'aftftrafe umgewandelt war, bei der Vornahme der Ver- htaftung von vier Schutzleuten mißhandelt mnb gefesselt wurde. Tue hinzugeeilten Kinder lmrrden durch Stöße und Säbelhiebe verletzt. Mit zerrissenenKleidern und gefesselt wurde der Mann un Gefängnis abgeliefert, wo er nach Erlegung der Mark in Freiheit gesetzt wurde. Nach dem ärztlichen Zeugnis erhielt ein Knabe eine Stichwunde in die Nase und ein Mädchen hatte an der linken Seite eine größere rote Stelle. Äer Vater zeigt Schürfungen, Schwellungen an den Hän- ! Iben und Handgelenken und Kontusionen des Kopfes. Tie „Badische Pr." erinnert dabei daran, daß die Behörde auch uroch keine Erklärung über die widerrechtliche Verhaftung eines englischen Obersten durch die hiesige Polizei gegeben h-rbe.
* Paris, 13. Nov. Der Abg. Congy wurde gestern v m einem Wagen überfahren und an Brust und Kops schwer verletzt. — Wie verlautet, soll der Apell- a;erichtsrat Andrieux infolge seiner Verwickelung u» die Boulaiue-Affaire aus dem Amte scheiden mollerr. Bemerkt wird nocb, daß Andrieux bei den letzten Wahlen Gegner des jetzigen Finanzminifters Rouvier war.
* Belovar (Kroatien), 13. Nov. In der Kohlengrube Lrojstvo stürzte ein Förderschacht ein. Zwei Ar- I b-ater wurden getötet und mehrere schwer verletzt.
* Petersburg, 13. Nov. Nach amtlichen Angaben ip in Russisch-Ostasieu vom 31. Oktober bis 3. November eilt Cholerafall, in Soeul vom 24. bis 30. Oktober kein Cholerafall vorgekommen. In Odessa wurde vom 4. bis 11. November ein pestverdächtiger Fall fest- « gestellt, der tödlich verlies.
* San Francisco, 13. Nov. Der Dampfer „New- pwrt", der aus Panama eintraf, berichtet über einen Ausbruch des Vulkans Santa Maria inGuatemala, durch den die Ortschaften Palmar, San Felipe, Colombia u nb Coatepac fast völlig zerschrt sind. Viele Menschenleben || sollen verloren sein.
* Die Unterschlagungen bei der Wenzels - Vorschußkasse in Prag betragen, wie von dort gemeldet wird, nach den neuesten Feststellungen nahezu 7 Millionen fcro neu.
* Der Kopenhagener Muttermörder. Das erwähnte abscheuliche Verbrechen eines jungen Kopenhageners, dem die eigene Mutter zum Opfer fiel, hat in bet Bevölkerung Kopenhagens größte Entrüstung hervor- g-trafen. Die gesamte hauptstädtische Presse widmet sich scht ausschließlich diesem Ereignis, und bringt detaillierte Berichte, aus welchen die näheren Umstände des Mordes hervorgehen. Als eine finländische Bark auf der Kopenhagener Rhede die Anker lichtete, fand man im Wasser 2lii Bündel zusammengeschnürter Fußbodenteppiche, die, wie bie Untersuchung ergab, eine unbekannte Frauenleiche enthielten. Man nahm sofort einen Mord an, kam aber erst auf die Spur, als nach einigen Tagen der Maler Jör- geifen das „Verschwinden" seiner Mutter anzeigte, und sich
Krieskasten der Redaktion.
M. J. Dem neuen Landtage werden folgende Nationale liberalen angehören: Reinhart, Mollinger, Braun, Lang, Dr. Heidenreich, Schönberger, Seeiinger, Stöpler, Breimer, Diel, Erch. Haas-Darmstadt, Häusel, Graf Onola, Pitthan, Schill, und Weiche somit 17 Abgeordnete, wozu noch der zwar fraktionslose, aber Öen' Nationalliberalen nahe stehende Abg. Euler zu rechnen ift. Ob bta beiden Mandate in Darmstadt, die bekanntlich mit nur 2 Stimmen Mehrheit gewonnen wurden, und deren Ungilttgkeitserkläruna beantragt werden soll, dem Freisinn erhallen bleiben, ist noch frag-, lich. Die vorwiegerid agrarische Zusammensetzung der Kammer? hat sich eher verschärft als gemildert, und es sind nunmehr auch! 17 Abgeordnete, vorwiegend vom Land, die keiner bestimmt ausgesprochenen Fraktion angehören und dabei in ihrer Alehrzahl bie' agrarischen Interessen in den Vordergrund stellen.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die fällig gewesenen Dcrmanialgefälle, nämlich Holz- und Grassteiggelder, bis zum 25. d.,Mts. an Großh. Bezirkskasse Gießen II abgefuhrt werden müssen.
Gießen, den 11. 9looember 1902. 7950
Eropyerzogluhe DUt.gcimeifterei Gießen.
Mecum.
Hausbesitzer.
Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wafferabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst oewährleislet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. Wir empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allen Beteiligten zur ganz besonderen Beachtung.
Reparaturen und Anschauung von Hauswasserlettungen werden am schnellsten von denjenigen Jnslallationsgeschäfren besingt, welche die betr. Hauswasserleitungen s. Zt. ausgefuhrt haben.
Gießen, den 1L 9lovember 1902.
Städtisches Gas- und Wafferwert Gießen. Otto Bergen.
Giseiidahn-Zeitung.
Berlin, 13. Nov. Ter „Reichsanz." meldet: Zwischen. Vertretern der beteiligten Reichs- und preußischen Ressorts» sowie der Bundesregierungen mit Staatsbahnbesitz fand gestern die Beratung des im Reichseisenbahnamt ausgearbeiteten neuen Entwurfs über die Verladung unps BeförderunglebenderTiere an Eisenbahnen ftatt; Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, doch ist zu hoffen, daß sie zu einem befriedigenden Ergebnis^ führen werden, wobei eine Reihe Wünsche, die auS landwirtscha ftlich en Kreisen und im Interesse be^i Tierschutzes laut geworden sind. Berücksichtig^ u n g finden wird.
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XW ab. Ein Bam > Waggon HA ' cmbringeu. ',ergem seine lgabel und bläute llh durch. Nachher und verrichtetejein
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Sämtliche Wahl» Erektors Tr. Lahm W. „Wir haben in gesagt, im ersten
-rm Kandidaten, Real, Wenn wir twkdem im lü von Lchaasheim Tirektor Tr. Lahm die dergelegt und uns auf tbunden hatte. Aeses war veranlaßt durch Wahlmänner des hem m zweiten WahlgMgr i, wodurch wir in dir :n, durch weiteres Arms, Stadttechner llebch Um dies zu vermeidet , zu hcmdeln." - Ä e, daß ch mit meine 15 selbstverständlich c Verpflichtung für me:
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Mer 40 derselbe Tage lang. Tie M ldern herumlaufen, uv n. Vorstellungen W irstand in Texheiiu en zu lassen. WM Len'leistetest km zum HandgE hieben
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Vorkehrungen
zcgen düs Einfrieren Her Mus-Wafseckitiiugkii.
Unter Hmweis auf tue ^Bestimnumgen über Anlage der Haus- wasserlettungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Einfrieren des Wassers In den Hauswasserleitungen bet etntretender KäUe vorzubeugen, es erforderlich ift, die Hauswasferleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabjperrhahn geschlossen und dann das sett- lich desselben befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestelll, geöffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in der Hausleitung stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen wird.
Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, während derselben das In dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zapfventll der Hausleitung offen zu halten, damtt die Luft Zutritt in die Leitung erhalle. — Ein größerer Tell des Wassers kann auch schon durch das Zapfventtl der untersten Küche entteert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht wird. — Nach stattgehabter Entleerung sind die beiden Zapfventtte, welche dem Eintrttt der Lust und der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen.
Das Schließen des Hanptabspcrrhahnes erfolgt durch Aufsetzen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrzeigers, bis Widerstand erfolgt. — Das Oeffuen des Haupt- abfperrhahnes geschieht durch Drchung in entgegengesetztem Sinne, bis Widerstand erfolgt.
Behufs Wasserentnahme muß des Marge,is der Hauptabsperrhahn wieder vollständig geöffnet werden.
Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, Hof- räumen, Gärten usw. sind während des Winters mittelst chrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und erteill hierüber im Besonderen am besten derjenige Installateur Auskunft, welcher die betreffende Leitung gefertigt hat. Bei anhaltender außerordentlicher Kälte empfichll es sich, die Wassere,ttnahme auch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszett die Hauswasjer- leitungen gleichfalls in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durcb Küchen unbenutzter Wohnungen geführt sind, kann man durch Unterhallung eines kleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch empfiehll es sich, in kalten Klosett- oder sonstigen ungeheizten Räumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Lettmig nicht schon durch eine Umhüllung gegen Kälte geschützt ift, die Temperatur durch ein Oeschen oder geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhallen.
Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorübergehend nicht m Gebrauch befindliche Klosetts (rote in Vereinshäusern usw.) werden durch Einstreuen von etwas Salz (Viehsalz) m das Schlußwasser des Syphons (Wasserabschlusses) gegen Auffrieren der Schüsseln geschützt.
Die Wassermeffer nebst dem nächstauschließenden Teil der Rohrleitung sind während des Winters mtt Stroh, Säcken oder ähtttichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch nameM- lich die betr. Kellerjenster geschlossen zu hallen. — Die Herstellung aller Wassermeffer, die in Folge ungenügenden Schutzes gegen Källe Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der
Bekanntmachung,
>etr.: Ausführung des Gesetzes vom 7. Juli 1896, 24. September 1900 Entschädigung für an Milzbrand, Rausch brand und Schweme- rotlauf gefallenen Tiere.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Kreis- llwsschuß des Kreises Gießen in Gemäßheit des Art. 7 des oben- erwähnten Gesetzes für den Bezirk der Stadt Gießen die Herren L-iadtoerordneten Helfrich und Oekonom Kitz zu Schätzern und dfe x> irren Ehr. Haubach L und Heinrich Noll VH. zu Stellvertretern Dacjdben ernannt bat.
Gießen, den 10. November 1902. 7944
Graßherzogluye Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Hercrusstellte, daß die ^Zerschw-rmdene" mit der Leiche identisch sei. Erst auf das Drängen anderer Familienangehöriger machte der Sohn die Polizei aufmerksam auf das „Ausbleiben"' seiner Mutter. Der Verdacht des Mordes richtete sich sofort gegen den Sohu, nachdem von anderen Hausbewohnern erschwerende Momente vorgebracht waren. So hatte man beobachtet, wie der junge Mann sich damit beschäftigte, den Fußboden eines Zimmers in der Wohnung zu waschen, und wie er das Zimmer verschlossen hielt. Im übrigen benahm er sich gleich nach dem Morde keineswegs verwirrt. Er war guter Dinge, sang, spielte Klavier usw. Das Geständnis des Mörders erfolgte schneller, als man es erwartet hatte. Nach der eigenen Erzählung des Mörders verübte er die That allein; er bedinte sich dabei eines Auftrennmessers, mit welchem er seiner Mutter einen tiefen Halsschnitt beibrachte. Als Motiv giebt er Uneinigkeiten mit der Mutter an; so wollte sie beispielsweise nicht in seine Verlobung willigen, urrd hatte ihm allerlei Vorhaltungen gemacht über sein arbeits- und verdienstloses Leberr. Nachdem bie Frau den Geist aufgegeben hatte, packte der Unmensch die Leiche in alte Teppiche ein und trug sie zum Hasen, wo er sie ins Wasser warf. Ob er dabei Mll- 1)elfer hatte, weiß man nicht bestimmt; der Mörder leugnet es. Auf die Frage des Richters, wie er nach der That hätte so vergnügt sein können, erwiderte er: ,4Zch glaubte, der Mord werde wohl niemals aufgeklärt werden!"
*EinZweikamPf. In dem englischen Blatte „Answers" befindet sich eine kleine Geschichte: „Ein höherer ; Offizier erhielt von dem Schiedsgericht die Erlaubnis zu einem Zweikampfe unter der Bedmgung, daß man Majestät von dem gewählten Orte der Zusammenkunft und der angesetzten Zeit in Kenntnis setze. Als die Duellanten auf dem Rendezvousplatze erschienen, waren sie nicht wenig erstaunt, den Monarchen dort zu treffen und zwar neben ; einem frisch errichteten Galgen sitzeno. Der Ausforderer des Duells wagte schüchtern zu fragen, was dies bedeute,
Für Cokescchnehiner, welche zwei unb mehr DoPPelwaggmrS beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Gentner.
Für Aufuhr au daS Haus werden 5 Pfennig für bett Gentner berechnet.
NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Gentnern—i auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mtt keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.
Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Gentner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der
Ulmotrimuf der Gascokes
von 1 bis 5 Lentner
eingerichtet, nämlich bei den Herren:
Bachenheimer & Schaumberger, Marburgerstraße 22, Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, ^ranksurlerstraße 151, Eb. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Llcherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5.
Diese Firmen berechneir obenstehende Preise unserer Gascokessamt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch tn Mengen unter 5 Gentnern. \
Tie Preise unserer Gaseokes für die Abnehmer außerhalb ber Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag ber- Octroirückvergütung von 4 Pfg. für den Gentner.
Gießen, den 16. April 1902. 3086
Städtisches Gas- unb Wafferwert Gießen.
Für den Gentner ab Verkaufs'
Stück-Gokes .
Nuß-Gotes, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert:


