ordert, nm die Interessen der .dortiges ReichsangeWrigen
verlies ohne jeben Zwischenfall, obwohl der Phllosopheuwald b-cttd von Menschen überfüllt war.
Aas Jugeudfest im KHUosopyeuwaloe.
tt Gießen, 14. Augush
Es war ein Jugendfest in jedem Sinne des Wortes,! nicht nur für die Jugend, nein, auch das Alter fühlte sich! wieder einmal jung und jugendfrisch, wie die lieben kleinen! selber, denen eigentlich die Feier gegolten hatte. So war dann das gestrige Fest ein wahres Gießener Volksfest, von dem sich niemand ausschließen wollte. Gott Pluvius mußte selbst angesichts der tausend und abertausend reizend ge-I schmücktet, in Festesfreude erwartungsvoll strahlenderKinder seine anfangs etwas drohende Haltung aufgeben; erst als! alle Kinder daheim den schönen Tag träumend weiterlebten, I ließ er seinen Regen sanft, gleichsam in den Schlaf wiegend,! auf die Erde niederrieseln. Während des Festes aber selbst strahlte die Sonne, fast unerwartet, in mildem Glanze, als wäre sie sich bewußt, daß nur sie das volle Gelingen des, sinnigen Festes bedingen könne. Auch die Stadt hatte ihr Möglichstes gethan: Der Philosophenwald war schon lange vorder nach Anordnung des Stadtbauamtes in einen großen Kinoerspielgarten umgewandelt worden, den die behäbigeren unserer Bürger bequem mit) ohne Mühe durch geeignete Omnibusverbindungen erreichen tonnten. Ueberall schmückten Fahnen die Straßen der Stadt; in den Papierläden prangten sie in Miniaturform, um bald von der fröhlichen Jugend bis auf die letzte in Besitz genommen und als Festesgruß schon früh am Morgen keck am Hute getragen zu werden.
Gegen 2 Uhr bewegte sich der Zug von der Bürgermeisterei aus durch die Gründergerstraße nach dem Fest-! platze. Der Festzug bot ein überaus anziehendes, liebliches Bild. Voran schritten Trommler und Musiker; dann kamen unter Obhut chrer Lehrer unb Lehrerinnen paarweise die Kinder der verschiedenen dlcädchensckMen, sämtlich in niedlichen Hellen Kleidchen, das aufgelöste, lockige Haar mit einem Epheukranz malerisch geschmückt; ihnen folgten, die Feuerwehrkapelle an der Spitze, die Knaben, von denen je einer der betreffenden Schule die Siegespreise in Form von Büchern, Portemonnaies und dergleichen triumphierend oorantrug. Zur Sicherheit begleiteten Sanitätsleute auf beiden Seiten den Fcstzug. Sie fanden aber glücklicherweise keine Gelegenheit, ihres Amtes zu walten, denn das Fest
günstige Nachrichit über den Ausgang der Kolonialkonferenz verbreitet (die uns derartig tendenziös erschien, daß wir sie als ostentative Sch«önfäÄerei unseren Lesern vorenthielteu. Die Red. d. Gieß. Anz.). Heute erklärt die „Daily News" das Fiasko der Kolonialkonferetiz für ben1 schwer st en Schlag, welchen der Imperialismus je erlitten habe. Die Niederlage Chamberlains sei so groß, daß man die Verhandlungen nicht veröffentlichen wolle.
Neapel,13. Aug. Kon einem aus Amerika einge- Lroffenen Dampfer sprang der aus der Provinz Cosenza gebürtige Sganza während der Fahrt ins Meer und ertrank. Man hat Anhaltspunkte dafür, daß er von Anar- chisten mit der Vollführung eines Attentates in Europa beauftragt war.
Newyork, 13. Aug. Tie venezolanischen Rebellen greifen Cumana an; sie sind der Regierungsimacht dreifach überlegen. (Cumana liegt 80 Km. östlich, von Barcelona, am Golf von Cariaoo. Die Stadt ist von hohen, dichtbewaldeten Bergen umgeben und mit Forts versehen. 1766 und 1853 wurde die Stadt durch Erdbeben schwer heimgesuchi. Wie ein inzwischen eingetrossenes weiteres Telegramm berichtet, beträgt die Zahl der Aufständischen 1110 und die der Verteidiger 350.)
Washington, 13. Aug. Ter amerikanische Kreuzer „Cincinnati" ging gestern von Porto Cabello nach Barcelona in See.
Auf dem Festplatze stellte sich das kleine Volk auf dem Platze vor der Leibschen Wirtschaft auf. In einer Ansprache wies Oberlehrer Hahn daraus hin, daß sich die Kinder schon lange auf dieses so sehr beliebte Jugend fest gefreut hätten. Die Kinder wollten durch frohe Lieder im freien Walde ihren Jubel ertönen lassen, heitere Spiele spielen und sich von Herzen freuen. Alle seien gekommen, Eltern, Lehrer und Freunde der Kinder, um sich mit ihnen zu freuen; es könnten sich alle überzeugen, ob das in der Schule Gelernte, das Turnen und Spielen auf das Verhalten der Kinder einen veredelnden Einfluß geübt Spiele und Turnen seien geeignet, Gehorsam, kameradschaftliche Gesinnung, wie Verträglichkeit und anständiges Betragen, gegenseitige Wertschätzung rc. in die Herzen der Schüler zu legen; sie sollen ferner zeigen, daß die Arbeit in der Schule nicht vergebens gewesen, und zeigen, daß der Freudentag der Schulkinder zugleich ihr Ehrentag ist. — Er nehme an, daß die Kinder, die in vaterländischer Gesinnung in der Schule erzogen werden, auch gern des Kaisers und des Lmtdesfürsten gedächten, und der Pflichten gegen dieselben eingedenk seien. Er fordere deshalb die Versammlung auf, mit ihm einzustimmen in den Ruf: Se. Maj. der Kaiser, Se. Kgl. Hoheit der Großherzog, sie leben hoch!
Ter von Bäumen weniger bewachsene Tell des Philosophenwaldes war für die verschiedenen Schulen zu Abteü-
M schützen
— Auf der Generalversammlung des Allgem euren deutschen Gärtnervereins in Harmover sprach am Sonntag der M»denreformer Damaschke über die B o - denbesitzreform mit Bezug auf die Gärtnereiverhältnisse. Die Versammlung stellte sich auf den Boden dieser Forderungen unter 2lnnahme einer Resolution, welche fvl- !gende Forderungen betont: L einen zweckmäßigen Ausbau des Ent eign ungs rechts der Gemeinden für Land, das zur Anlage von Parks, Schmuckplätzen und Gärten dienen soll; 2. eine allgemeine Einführung der „Grundsteuer nach dem gemeinen Wert." Dieser soll durch Selbst- eiuschätzuug des Eigentümers feftgestellt werden, und die Gemeinde das Recht haben, das betreffende Grundstück im Bedarfsfälle zu diesem selbst geschätzten Wert zu enteignen. Gärten und Parkgrundstücke, sofern sie als solche ins Grundbuch eingetragen werden, zahlen nur die halbe Gqmndsteuer. Werden sie indessen in Bauplätze verwandell, so wird' die Bauerlanbnis erst dann erteilt, wenn die Wertsteuer vom Tage ihrer Einführung ab. in ganzer Höhe nach gezahlt wird.
Ko bürg, 13. Aug. Die geschiedene Großherzogin Viktoria Rtelitta kehrt von Frankfurt, wo sie z. Z. im Englischen Hof aügestiegeri ist, am Donnerstag mit der Prinzessin Elisabeth von Langenschwalbach nach hier zurück und nimmt in dem jetzt für sie renovierten y__________ ... , , ...
Palais Edinburg, das früher von dem verstorbenen Erb- jungen abgesteckt, innerhalb deren Preisspiele aller Art Herzog Alfred (ihrem Bruder) bewohnt war, mit ihrer abgehalten wurden. Rings um den Spielplatz boten Schank- Tochter dauernden Wohnsitz. stätten Gelegenheit zur Labung, deren man in Anbetracht
Forchheim, 13. Aug. Bei der Reichstags-Ides von viü tausend Füßen aufgewirbelten Staubes auch ers atzw ahl im Kreise Forchheim-Kulmbach erhielten nach reichlich bedurfte. Die Spiele, die von den betreffenden den bis heute abend 9 Uhr festgestellten Ergebnissen Fa- Lehrern mit viel Geschick und bewundernswerter Ausdauer b er (nL) 1266, Deinhardt (Soz) 790, Weilnböck (Bauern-! geleitet wurden, boten unter den Klängen der beiden Musikbund) 423 und Zöllner (Ztr.) 161 Stimmen. korps ein überaus abwechselungsreiches, bewegtes Blld.
------ Hier sah man Bogenschützen um den Kampfpreis ringen, Leer und Flotte. dort sprangen gewandte Knaben über Sprungseil und Bock,
_ , n ® o 03 I oder schnappten, auf schmalen Balken balancierend, nach
\U n m a ro Ts1 Cinexr "Oven Ar- verführerisch winkenden Würsten und Bretzeln, wiederan
schrstt für den Betrieb und bte Verwaltung der preußischen g^^n Orten amüsierte mau sich mit „Plumpsack" oder Truppenküchen ist bei der Anschaffung der Verpflegungsmittel A^iserball, und dergleichen mehr. Die Preisverteilung, auf die heimische Landwirtschaft große Rücksichtdie nach dem dritten Spiele vorgenommen wurde, dürfte genommen. So ist, rote wir der „National-Ztg." ent- den Richtern mitunter wohl recht viel Mühe gemacht haben; nehmen, bestimmt worden, daß in den Truppenküchen schließlich aber verließ jedes Kind, auch das weniger nur Kuhbutter, keine Kunstbutter, wie Mar- gewandte, befriedigt den Kampfplatz. Pünktlich um 7i/2 aarine, verwendet werden darf. Schinken muß vonlllhr ertönten Trompetensignale, manchen, der wohl gern ?. z!,..». ».a,„ BW* ffÄ
"lsches Schmalz darf nicht v^roendet werden. Tie Sber- QUc bem ^letzt benutzten Spielplätze, von wo aus der Wendung ausländischer Konserven tst untersagt. I ^ordnete Abmarsch mit klingendem Spiel und Fahnen
qx t s über den Trieb nach der Bürgermeisterei erfolgte. 'Wie
gut das Fest gelungert war, konnte man an den freudestrah-
London, 13. „Standard", „Daily Telegraph" und lenden Gesichtern der heimziehenden Kinder, ihrem fröh- andere Blätter bestätigen, daß Präsident Krüger den lichen Gelange und ihren ausgelasienen Hurrahrufen deu^ neuenThatbestandinSüdafrikaanzunehmen lich erkennen. Dre Menschenmenge, bte sich hermw art» durch entschlossen ist, in der Hoffnung, dadurch die Erlaubnis zur die Straßen walzte, war schwer endlos,_ Achten doch ob00 Rückkehr nach Südafrika zu erlangen. Personen, laut Mtttellung der Kaffe, auf dem Festplatz Zu-
— Gestern wurde vom Reuterschen Bureau eine sehr tritt gefunden. e #
Unser Sonntagsberichterstatter legt uns das, was er gesehen und gehört hat, in folgendem Poem auf den Redaktionstisch:
Zum Jugendseste — seggt mei Fraa, Vergnieat sich alles — groß un klaa; Trum Alaun, zieh nor Dei Schlappe auS, E bische geh' mer doch enaus, 's dars a e bische regne.
Host Recht — wie immer — gab ich brttff Zur Antwort — un gleich heerl ich uff; Tie Arbeit lääft «et fort — ich eil’.— Mei Fraa, die biggelt uff derweil Ihr laabsroschgriene Tallje.
Un browirt uff ihrn neue Hut, Ob er ihr aach gut schtehe thut, Un guckt aach in de Schpiegel nei'. Ob ihr Gesicht is in de Reih, Sie hat ebbes Sommerjchprosse.
Bal war'n mer fertig — nix wie nauS Un zugeschlosse ward des Haus — Mer wollte aach de Zug noch seh', Un der war wirklich gar zu schee — Aler kunnt sich net satt gucke.
Mit klaane Fähncber an de Hiet', Marschirte viele Buwe mit;
Die Mädcher hatte Kränzcher uff Un Schlippcher vorn un hinne druff, Die Baa in gähle Schüchelcher.
So nachmittags um Uhre drei De Zug traf uff dem Festblatz ei, Un gleich druff stimmte alle an Tret' in die Runde, in die Bahn', Aach mei Fraa Hot gejunge.
Un als des Liedche war verhallt Folgt glei e Redd — an Jung un Alt, Se klang aus in e dreifach Hoch Uff Kaiser un uff Großherzog Un — Deutschland über alles.
Tie Kinner schpielte gruppeweis — Es krooch a jed's en hübsche Preis — Die Ahle guckte sreehlich zu Bei Sackhippe un bei Blinnekuh Un tränke fleißig Schoppe.
Ich un mei Fraa, mei Fraa un ich, Mir amrsierte beide sich:
Ich lhat manch Tippche schwabbele Un mei Fraa — die thät babbele Des macht er immer Freud.
Gemiethlich warsch! Ka Uebergriff' Ins Schpiel enei, ka Backekniff, Ka Kitzele mit Psauefedern — Un von Studenteschwerenethern War nich a anz'ger dy.
Um halber acht gabs das Singnal äum Haamgeh für die Kinder all n wie beim Auszug knit Musik | Gings wieder in die Schtadt zurück.
Aach Hurrah ivard Metrische.
Aus war der Zores, cttus des Schpiel — S' war dunkel un aach ziemlich kiehl. Doch fin mer noch net haamgesockt Un hawe hernach noch! gehockt
Im Saal hübsch bei ^enanner.
Tann sein mer Haarn, jwie annern aach Un hawe von dem schöne Tag Verzehlt bis in die schDäte Nacht An Schtadt- un Schulworschtand gedacht Un an de LorgennürstLr.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, 14. August 1902.
- Darmstädter Schloßfreiheitslotterie. AuS Darmstadt geht uns folgende Gewinnliste telegraphisch zu: Die Prämie von 60 000 Mk. siel auf den zuletzt gezogenen Gewinn von 200 Mk. auf Nr. 7739 (nach Beerfelden-Odenwald). Ferner fielen Gewinne von 40 000 Mk. auf 21356 nach Mannheim), 10000 Mk. auf 23 602, 3 Gewinne L 2000 Mk. auf 2046, 16 995 Mainz, 23 206, 5 Gewinne L 1000 Mk. auf 3966, 12 739, 19 420, 22 888, 22 346, 10 Gewinne & 500 Nck. auf 2981, 3834, 4025, 5096, 8383, 13 874, 14 396, 19 223, 20488, 24112; 20 Gewinne ä 200 Mk. auf 508, 872, 3576, 4350, 4529, 7715, 7739, 8297, 8645, 9588, 9746, 14059, 15 762, 15 842, 17 087, 17 487, 15 716, 19 557, 20 828, 21425, 21863, 23 227, 23 513, 23 732.
* * Koschat-Konzert. Ueber Koschat's Leistungen, der am nächsten Sonntag in „Steins Garten" konzertieren wird, urteilt bte „Preßb. Ztg.":
„Thomas Koschat, der Vielgefeierte, und seine ausgezeichnet geschulten Sangesgenossen haben auch, wie nicht anders zu erwarten war, bei unserem musikalischen Publikum einen durch- chlagenden künsllerischen Erfolg errungen. Als Komponist, als Sangeskundiger, als Meister der Vortragskünste und als echter Sohn Kärntens gewann er mit seinen lieblichen heiteren und innigen Männer-Quartetten und -Quintetten die vollste Gunst der Zuhörer und erntete reichlichen Beifall. Tank dem glücklichen Arrangement war der Saal ausverkauft."
* * Blühender Blödsinn. Wir lesen im „Tarmft Tägl. Anz.":
Tie unter Leitung des Professors Tr. Sommer stehende psychiatrische Klinik zu Gießen zählt augenblicklich 50 Kranke. Nach Errichtung der unlängst staatlich genehmigten Irrenanstalt wird dieselbe aufgelöst, bezw. mit letzterer verbunden werden. Die neue Anstalt ist zur Ausnahme von 400 Personen vorgesehen; eS werden an derselben außer dem Direktor noch drei Aerzte an° gestellt werden. Dieselbe Ausdehnung und EinrichMng wird die neue Anstalt in Alzey erhalten. Die Landesirrenanstalt in Hofheim, die jetzt etwa 1200 Kranke zählt, wird um 300 Personen, diejenige in Heppenheim, gegenwärtig 450 Irren zählend, sollen um 150 Personen entlastet werden. Es ist dann die Aiöglichkeck geboten, in den vier Landesirrenanstalten einer Anzahl bis zu 2000 Personen — gegenwärtig sind es über 1700 — Unterkunft zu geben.
Diese Mitteilungen sind, zum wenigsten soweit sie Gießen betreffen, absoluter Unsinn. Abgesehen davon, daß die hiesige psychiatrische Klinik nicht 50, sondern etwa 90 Kranke, z. Z. zahlt, kann von ihrer Auflösung selbstverständlich ernsthaft nicht die Rede sein. Als ein integrierender Bestandteil der Universität steht sie mit der zu errichtenden Provinzial- Jrrenanstalt in gar keinem Zusammenhänge; sie ist in erster Linie der Ausbildung der Studierenden gewidmet, und wird als solche nicht sowohl eine Auflösung, sondern stetige Erweiterung erfahren. Die Provinzialirrenanstalt dagegen hat ganz andere, in erster Linie Heil-Zwecke, sie wird aber dem psychiatrischen Universitätsinstitut reiches Material zu liefern im Stande sein. Gerade wegen der hiesigen psychiatrischen Klinik bemühte man sich ja gerade mit so außerordentlichem Eifer wie mit bestem Recht, daß unsere Stadt die Prooinzial- Jrrenanstalt erhalte und nicht irgend ein Prooinzstädtchen, damit den Studierenden Gelegenheit geboten werde zur Vertiefung und Bereicherung ihrer Kenntnisse m der Jrren- heilkunde.
* * Grünberg, 14. Aug. Das diesjährige Hauptpreisschießen des hiesigen Schützenverems, welches am Sonntag unb Montag abgehalten würbe, verlief in befriedigendster Weise. An dem Preisschießen beteiligten sich Mitglieder ber Schützenvereine von Gießen, Alsfeld, Lauterbach und Grünberg, während für die sonstigen Fest- teilnehmer die Unterhaltung durch eine gute Musikkapelle besorgt wurde. Leider war die Witterung so rauh, daß das Konzert im Garten aufgehoben und Zuflucht in den Räumen des Lokals gesucht werden mußte. Preise wurden errungen auf der 175 w Standscheibe: 1. Pr. Fried. Jöckel-Grünberg, 2. Pr. Herm. Kreuder-Grünberg, 3. Pr. Julius Bücking- Alsfeld, 4. Pr. Appel-Gießen, 5. Pr. Ehr. Wagner-Grünberg, 6. Pr. H. K. Zimmer-Grünberg, 7. Pr. Dr. Fritz- Grünberg, 8. Pr. H. Schmidt-Grünberg, 9. Pr. Fr. Seipel- G i e ß e n, 10. Pr. Noll-G i e ß e n, 11. Pr. Karl Jöckel-Grünberg, 12. Pr. Aug. Schlörb-Lauter, 13. Pr. Burk-Laubach. Auf. lagestand 100 m: 1. Pr. Hoegy-Laubach, 2. Pr. Friedrich Jöckel-Grünberg, 3. Pr. Seipel-Gießen, 4. Pr. Bücking- Alsfeld, 5.Pr. H. Schmidt-Grünberg, 6. Pr. Appel-Gießen, 7. Pr. Dreyling-Grünberg. 8. Pr. A. Enders-Laubach, 9. Pr. Weber-Alsfeld, 10. Pr. Herrn. Kreuder-Grünberg. Zentrum- Stand: 1. Pr. Weber-Alsfeld, 2. Pr. Herm. Kreuder- Grünberg, 3. Pr. Ehr. Kreuder-Grünberg, 4. Pr. Hermann Kreuder-Grünberg, 5. Pr. Bücking-Alsfeld, 6. Pr. Fr. Jöckel- Grünberg, 7. Pr. H. Linker-Grünberg, 8. Pr. Hoegy-Laubach, 9. Pr. Dr. Fritz-Grünberg. Die Ehrenscheibe schoß am Sonntag Dr. Fritz-Grünberg, am Montag Burk-Laubach.
Mainz, 13. Aug. Gestern abend traf eine Depesche des Hofmarschallamtes hier ein, nach welcher die Reisedispo- sitionen der Kaiserin — wohl infolge ihres Unfalles (vgl. unsere gestrige Meldung) — geändert worden seien. Die Kaiserin werde sich nicht an der Rheinfahrt des Kaisers nach Mainz beteiligen. — Eine Glanznummer im Festprogramm zur „Silbernen Jubelfeier des Verbandes ber kathol. kaufmänn. Vereinigungen Deutschlands unb des hiesigen kathol. kaufmänn. Vereins" wird gewiß bie für den Nachmittag bes 15. August geplante Rheinfahrt werben. Ganz besonbere Bedeutung wird die Rückfahrt dadurch erlangen, daß der von dem Komitee gemietete Dampfer „Parfifal" von Bingen aus sich direkt dem von dem Kaiser benützten Boote anschließen wird. Die Besitzer ber Villen bes Rheingaues hatten bem Komitee in bankenswertesler Weise für bie Zeit ber Vorüberfahrt bie Beleuchtung ihres Besitztumes zugesagt. Diese Illumination wirb burch bte Kaiserfahrt weit größere Dimensionen annehmen; in feenhaftem Glanze werben bie Rheinufer erstrahlen. — Währenb ber Truppenschau auf dem Großen Sande sind nicht weniger als 17 Regimenter dort versammelt. Nach ber Ankunft bes Kaisers am Freitagabend werben biese Regünenter mit ihren Kapellen einen Fackel* zug zum Schloß veranstalten. — Heute vormittag wurde bie 25. Kavalleriebrigabe (Kommandeur Oberst von Schmidt) auf dem großen Sande durch den kommandierenden General des 18. Armeekorps, von £ i n b e q u i ft, besichtigt. — Zu der Blutthat im Kirfchgarten roirb noch folgettdes ge*


