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ansehnliche Gewicht von oi/4 Psd.; dabei glänzte sie in graugrüner Farbe wie polierter Marmor, mit dem sie auch die Sparte gemeinsam zu haben schien. Wahrscheinlich hat das Pferd die ,Kugel", zu deren Bildung doch sicher eine geraume Zeit nötig gewesen war, schon jahrelang ber sich geführt . , ,, . £
8 Oppershofen, 13. Juni. Unter allverehrter, fast ein Menschenalter in der Gemeinde wirkender Pfarrer, Dekan Appel, hat zum Bedauern der Pfarreiangehorigen wegen seines hohen Alters sein Pensionierungsgesuch ein- gereicht. Appel, der bereits 75 Jahre alt ist, beging im August 1901 sein 50jähriges Jubiläum.
§ Mücke, 13. Juni. Auf der hiesigen Darnps-Holz- schneiderei verunglückte gestern nachmittag em Arbiter dadurch, daß ihm ein schweres Holzstück in den Rücken fiel, wodurch er an der Wirbelsäule schwere Ver- : ■ e b u n gen erhielt. __________
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Unerreichter Insectentödter!
Kaufe aber mir in Flaschen/ wo Plakate aushängen.
Vermischtes.
den neuesten Berliner Raubmord- bem wir gestern bereits kurze Mitteilung heute berichtet: In dem Hause Nr. 14 an wohnt im Quergebäude im ersten Stock die Witwe Albertine Altmann mit ihrem
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Meteorologische Beobachtungen
der Station Gietzen.
82 Jahre alte
Sohne Max und einem anderen Manne, der ihr Aftermieter i’t; mit einer Enkelin, die im 4. Stock wohnt, besorgt die Greisin ihrem Sohne die Wirtschaft. Am Donnerstag Vormittag um 11 Uhr verließ die Enkelin ihre Großmutter, nachdem sie ihr eine Stunde lang geholfen hatte. Bald darauf klingelte ein junger Mensch, der heruntergekommen aussah, und fragte nach einem Aftermieter Ritter. Als die Greisin antwortete, daß sie den nicht kenne, drängte er sich durch den Thürspalt in die Wohnung hinein, schlug die alte Frau, die ihn vergeblich abzuwehren versuchte, aufdenKopf, würgte sie so lange, bis sie, aus Mund, Nase und Ohren blutend, regungslos in der Küche liegen blieb, und plünderte dann alle Behältnisse. In der Küche fand er 3 Mk. 50 Pfg., sonst in der Wohnung aber kein bares Geld, obwohl er Spinden, Kommoden und andere Bshältnisse vollständig ausräumte. In der Meinung, daß die Greisin, die sich nicht rührte, tot sei, ließ er sich Zeit. Nachdem er alles durchsucht hatte, zog er seine abgetragene
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da er auch in der heutigen Verhandlung ausblieb, kostemälltg v e r - warfen. — Der Landwirt Eonrad Rüb von Merkenfritz war vom Schöffengericht Ortenberg wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 10 Mk. verurteilt worden. Ter dortige Polizeidiener war gelegentlich eines Men .enauflaufs aus der Menge heraus ^ugner geschimpft worden und bezeichnete ben Angeklagten als den Beleidiger. Auf Grund einer umfangreichen Beweisaufnahme halt das Gericht zwar die subjektive Glaubwürdigkeit des als Haupt- belastungszeugen austretenden Polizeidieners für erwiesen, ledoch einen thatsächen Irrtum seinerseits über die Person des ^haters nicht für ausgeschlossen. Mangels Beweises mußte daher der Angeklagte von Strafe und Kosten fveiae sprach en werden. — Tie Ehefrau Andreas Autsch aus Frankfurt a. M. war vom Schöffengericht Bad-Nauheim wegen Ucbertretunp des § 361?° St.G.B zu 10 Tagen Haft verurteilt worden. Tas Berufungsgericht setzte die Verhandlung behufs Erhebung weitererBeweise vorläufig aus. — In ber Prioatklagesache des Heinrich Böttinger aus Herbstein gegen den evangcl. Pfarrer dortjelbst war der Angeklagte vom . Schöffengericht Herbstein von der Beschuldigung der Beleidigung und Körperverletzung freigesprochen worden. Das Gericht vertagte, nachdem die Verhandlung zu Ende geführt war, die Entscheidung auf Freitag den 20. Jinii.
M. Gietzen, 13. Juni. S t r a f k a m me r. Den Vorsitz führte Landgerichtsdircktor Dr. Güngerich, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Reuß. — DerLandwirt Kaspar Kröchel von Rein- hardshain ist wegen Beleidigung des dortigen Polizeidieners an- geklagt. Vom Schöffengericht Grünberg war der Angeklagte frei- gesprochen worden, da bas Zeugnis des einzigen Belastungszeugen, bes Polizeibieners Brück, nicht als genügend zuverlässig erachtet wurde. Die Berufungsinstanz schenkte dem Polizeidiener Brück, dem von dem Beigeordneten in Reinharbshain das beste Zeugnis ausgestellt wurde, vollen Glauben und verurteilte den Angeklagten wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 20 Mk. — event. vier Tage Gefängnis. Dem Beleidigten wurde die Publikations- besugnis zugesprochen. — Der Generaldirektor Leo Otto Böing von Vallendar a. Rh. hat gegen das Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim vom 19. Dezember 1901, durch welches er wegen Vergehens gegen § 1471 der Gewerbeordnung zu einer Geldstrafe von 75 Mk. verurteilt worden ist, Berufung eingelegt. Dieselbe
Gerichlssaal.
Gietzen, 13. Juni. G ew er b e g e r i ch t. Den Vorsitz führt Stadtverordneter Keller. Der Arbeiter Sch. in Heuchelheim klagt gegen den Backsteinmacher Fr. dahier auf Zahlung von verdientem Lohn. Sch. will gegen einen Monatslohn von 78 Mk. und Gewährung freier Station* vom Fr. zur Arbeit angenommen worden sein. Abschlagszahlung sollte alle 14 Tage erfolgen Bei der ersten Abschlagszahlung habe er jedoch nur 15 Mk. erhalten. Da ihm dieser Betrag zu gering gewesen, habe er die Arbeit nieder- gelegt und verlange nun noch 24 Mk. Restlohn. Ter Beklagte wendet ein, daß Kläger 16 Mk. Abschlagszahlung erhalten und, für während der Arbeitszeit entnommene Nahrungsmittel und Getränke ca. 11 Mk. schulde. Der Kläger gab dies zu, worauf ein Vergleich zu Stande kam, nach dem Beklagter an den Kläger noch 6 Mk. zahlte. — Der Maurergeselle S. von Steinbach verlangt von dem Maurermeister Pf. dahier noch 7,95 Mk. Restlohn. Ter Beklagte habe anstatt des vereinbarten Stundenlohnes von 32 Pfg. nur 26 Pfg. gezahlt. Der Beklagte wendet ein, daß dies richtig sei, er habe ledöch dem Kläger wiederholt erklärt, baß, wenn er nicht mehr leiste, er Kürzuna des Lohnes eintreten lassen müsse. Ter Streit wurde ebenfalls durch Vergleich erledigt.
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fand in Stet»§ (Sorten unter recht zahlreicher Beteiligung ans allen Kreisen der evangelischen Gemeinde statt. Nach einem kurzen Rückblick aus die 700 jährige an Leiden und Kämpfen, an Helden und Blutzeugen reiche Geschichte der Waldenser, die, von dem Lyoner Kaufmann Petrus Waldus um 1160 begründet, ihre Heimat in den piemontcsischen Alpertthälern, chren Mittelpunkt in Torre Pelliu gefunden hat, und sich seit der 1848 ihnen gewährten staatlichen Duldung von da langsam und stetig in ganz Italien ausbveitet, gab der Redner eine Reihe von fesselnden Bildern von der Entstehung, den Leiden und dem Wachstum einzelner Gemeinden, und verstand, durch seine von südländischer Glut durchhauchten Darstellung die Herzen der Zuhörer für seine Sache zu erwärmen und zu begeistern. Die schönen Lichtbilder, die er dann noch vorsührte und erläuterte, trugen dazu bei, die empfangenen Eindrücke zu verstärken. Ter Dank der Versammlung kam in einer Tellersammlung zum Ausdruck, die den Betrag von 80,37 Mark einbrachte.
** Auszeichnungen. Das Ritterkreuz _ zweiter Klasse mit Schwertern und der Krone des Großh. Hess. Verdienst-Ordens Phllipps des Großmütigen wurde dem Hauptmann z. D. Fink, Bezirks-Offizier beim Landwehrbezirk St. Johann; das dem Großh. Hess. Verdienst-Orden Philipps des Großmütigen augereihte silberne Kreuz dem Vize-Wachtmeister Eappel im 2. Hamwverscheu lllanen- Regiment Nr. 14, kommandiert zur Leib-Gendarmerie, verliehen.
** Das Damen kränz ch en des Gabelsberger Stenographenvereins Gießen wird morgen einen Ausflug nach dem Windhof unternehmen. Mit- glieder des Stenographen-Vereins und Freunde sind will- rommeu.
** Der Gabelsbergersche Stenograpihentag tritt im Herbst in Berlin zusammen. Den Ehrenvorsitz hat der Staatssekretär d»es Reichsschfltzamtes v. Thiel- mann übernommen.
** Submissionsblüte. Zu der gestrigen Vergebung der Weißbiuderarbeiten am Siechenhaus waren drei Offerten eingegangen. Zwei derselben boten die Ausführung der Arbeiten für ca. 1400 Mk. an, eine dagegen glaubte die verlangten Arbeiten für 884 Mk. liefern zu können.
** Haushaltungskursus. Die Lehre von den Nahrungsmitteln und der Gesundheitspflege gewinnt in immer weiteren Kreisen an Bedeutung und Beachtung. Die Volksschule allerdings kann in dieser Beziehung nicht viel mehr als theoretische Erkenntnisse bieten. Tie praktische Arbeit muß einem Fortblldungsunterrichte überlassen bleiben. Zu diesem Zwecke bestehen auch in Gießen feit etwa fünf Jahren Haushaltungskurse für Mädchen, welche aus der Schule entlassen sind. Es finden jährlich zwei solcher Kurse statt, einer im Frühjahr und einer im Herbst. Ihre Tauer beträgt acht Wochen. Der Unterricht erstreckt sich auf theoretische Unterweisung über Herkunft, Zusammensetzung und Verwendung der Nahrungsmittel, auf Bereitung guter und billiger Speisen und auf Handarbeit. In dem Lxmdarbeitsunterrichte legt man weniger Wert auf Herestllung als auf sorgfältige Ausbesserung von Kleidungsstücken. Die Schulepinnen zahlen wöchentlich den geringen Betrag von einer Mark. Am 13. d. M. fand nun eine Prüfung statt, welche den letzten Kursus schloß. Die Darbietungen fanden durchweg den Beifall der Anwesenden. In der That verdient die geleistete Arbeit, wenn man die Kürze der Zeit berücksichtigt, alle Anerkennung. Es ist zu bedauern, daß der Besuch des Kursus so gering war. Wir können den Eltern im Interesse ihrer Kinder nur raten, von dieser segensreichen Einrichtung recht eifrigen Gebrauch zu machen.
)( Krofdorf, 13. Juni. Die Einführung des neuen Pfarrers der Pfarrei Krofdors-Gleiberg-Kinzenbach, Knieper, bisher in Herdorf, Kreis Altenkirchen, findet am Sonntag, den 22. Juni, statt. Der Gottesdienst beginnt aus diesem Anlaß vormittags 11 Uhr.
r. Rodheim a. Bieber, 13. Juni. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde kürzlich über die Zuteilung der bisher zu Rodheim gehörigen Nachbarsgemeinden, zum Gerichtsbezirk Wetzlar verhandelt. Für alle diese neuen Gemeinden werden bekanntlich wegen der großen Entfernung der Gerichtsstadt Gladenbach in jedem Monat zwei Gerichtstage auf dem hiesigen Rathaufe abgehalten. Nunmehr sind die Orte Hermannstein, Naunheim und Waldgirmes von Gladenbach abgezweigt und Wetzlar überwiesen worden. Ja in der ersten Plenarsitzung ist auch die Zulegung der übrigen Gemeinden zu Wetzlar für notwendig erachtet worden. Der Kommissar des Justizministers gab zum Schluß die Erklärung ab: „Die ganze Bewegung &u Gunsten der Verlegung dieser Ortschaften sei lediglich aus dem Kreise und der Stadt Wetzlar hervorgegangen und namentlich von der dortigen Handelskammer, die aber gar keinen Bexur habe, die envähnten Gemeinden gege,n deren Willen zu
roirb als unbegründet kostenfällig verworfen^ — Der Landwirt Ludwig Bier in Staufenberg hat Wagen und Schlitten, von denen er wußte, daß sie gepfändet waren und die ihm in die Wohnung gebracht worden waren, dort in Empfang genommen und verwahrt und dadurch der Vollstreckung entzogen. Die vorn Schöffengericht Gießen gegen ihn verhängte zehntägige Gefängnis ft rafe wird auf eine solche von drei Tagen herabgesetzt. — Tas Schöffengericht Ortenberg Halle den Einspruch des Heinrich K äuper au Wolf gegen einen Strafbefehl, durch den er wegen Uebertretung des § 3662 Str.-4A.--B. in eine Geldstrafe von 2 Mk. genommen worden roar, vc. morsen, da der Angeklagte in der Hauptverhandlung nicht erschienen war. Seine gegen das Urteil eingelegte Berufung wird,
Kirchliche Nachrichten. -
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, Zusammenkunft und Bibelbesprechung im Konsinnandensaal der Johanneskirche.
Arrsmg ßH5 den Slgvdksamisreg'.stkra der ätadt Gietzen.
Aufgebote.
Am 4. Juni. Heinrich Georg Ludwig Martin Wagner, Lehr- amtsafseffor in Langen mit Wilhelmine Adolsine Mathilde Hahn dahier. Am 6. Juni. Heinrich Brenner, Taglöhner m Vetzberg mir Katharine Spamer dahier. Am 7. Juni. Johannes Rahn, Taglöhner bal)iey mit Elisabethe Großhaus in Kesselbach. Am 10. Juni. Heinrich Emil Erle, Kaufmann dahier mit Marie Louise Wilhelmme SDlüller Hierselbst. Am 11. Juni. Friedrich Römer, Eisendreher dahier mit Marie Seht Hierselbst. Am 12. Juni. Heinrich Martin Tilges, Kaufmann dahier mit Emma Elise Auguste Wolf in Otterbach.
Eheschließungen.
Am 7. Juni. Adam Heinrich Ommert, Schreiner dahier mü Minna Margarethe Dürr^ Hierselbst. Am 10. Juni. Otto Repp. Pfarroerwalier in MittebSeemen mit Wilhelinine Karoline Henckel dahier. Am 13. Juni. Otto Potzernheim, Kaufmann dahier mit Rahel Ganß Hierselbst. H
Geborene.
Am 1. Juni. Tem Kaufmann Richard Loewenthal eine Tochter, Milli. Am 3. Juni. Dem Geometer 1. Kl. Heinrich Volz eine Tochter. Am 5. Juni. Dem Landgerichtsrat Ferdinand Schmidt ein Sohn. Tem Schremer Julius Sack eine Tochter. Dem Schneider Gustav Paul em Sohn, Albert Ernst Oskar. Am 6. Juni. Dem Kaufmann Philipp Heyligenstädt eine Tochter. Am 7. Juni. Dem Former Wilhelm Bietsch ein Sohn, Ernst Wilhelm. Am 8. Juni. Dem Kaufniaiiii Georg Schmincke ein Sohn. Am 10. Juni. Dem Kaufmann Philipp Meyerhofs eine Tochter, Eva Margarethe.
Gestorbene.
Am 6. Juni. Hermann Wilhelm Rohmann, 52 Jahre alt, Euenbahnbetriebssekretär dahier. Ain 7. Juni. Margaretl)e Geisel, geb. Lerch, 36 Jahre alt, Ehefrau des Flaschenbierhändlers Friedrich Geisel dahier. Johanna Petri, geb. Schmitt, 64 Jahre alt, Witwe des Eisenbahnbetriebssekretärs Karl Petri dahier. Elisabethe Körber, geb. Brück, 71 Jahre alt, Witwe des Dieners Philipp Störber dahier. Am 8. Juni. Elisabethe Schmitt, geb. Wehrum, 81 Jahre alt, Witwe des Bauaussehers Konrad Schmitt dahier. Johanna Pahlke, geb. Fiedler, 73 Jahre alt, Ehesrau des Werk- meisters Johann Pahlke dahier. Ani 12. Juni. Wilhelmme Brück, 24 Jahre alt, Dienstmädchen dahier._____________________________
Auszug aus deu Kirchenbücher« der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 8. Juni. Tem Lackierer August Johann Karl Kranier ein Sohn, Wilhelni August, geboren den 6. Mai. Markusgemeinde. Ten 7. Ium. Dem Milchhändler Kaspar Karl Vogel ein Sohn, Willi, geb. den 9. Mai. Militärgemeinde. Dem Cbcrleutuant Robert Gieße eine Tochter, Magda Lina Emma Emilie Theodore Helene, geb. den 10. März. L u k a s g e in e in d e. Ten 8. Juni. Tem Schlosser Friedrich Schneider eine Tochter, Ehristiane Alwine, geboren den 18. Mai. Dem Hilfsielegraphisten Karl Geitz eine Tochter, Helene, geboren den 25. Februar. Johannesgerneinde. Den 8. Juni. Dem Weißbiiider unb Lackierer Wilhelm Sommeriad eine Tochter, Elisabethe Anna Wilhelmine, geboren den 25. April. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tochter, Erna Lina Elisabethe, geb. den 22. April.
Getraute. Markusgemeinde. Den 7. Mai. Adam Heinrich Ommert, Schreiner zu Gießen und Minna Margarethe Dürr, Tochter des Ofensetzers Adani Dürr zu Gießen. Lukas- gemeinde. Ten 10. Juni. Otto Franz Karl Ludwig Emil Repp, Pfarrverwalter zu Mittel-Seemen und Wilhelniine Henckel, Tochter des Hauptsteileramts-Rendanten i. P. Friedrich Henckel zu Gießen. .. </x _
Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 10. Ium. Johanna Pahlke, geb. Fiedler, Ehefrau des Werkmeisters Johann Pahlke, 74 Jahre alt, starb den 8. Juni. Markusgemeinde. Ten 9. Juiii. Margarethe Geisel, gäb. Lerch, Ehefrau des Flaschen« bierhändels Friedrich Geisel, 36 Jahre alt, starb beit 7. Juni. Den 10. Juni. Elisabeth Schmitt, geb. Wehrum, Witwe bes verstorbenen Bauaufsehers Konrad Schmitt, 81 Jahre alt, starb den 8. Juni. Lukasgemeinde. Den 8. Juni. Hermann Rohmann, fönigL Eisenbahnbetriebssekrerär, 52 Jahre alt, starb den 6. Juni. Den 9. Junt. Elisabeth Körber, geb. Brück, Witwe des Anstaltsdieners Philipp Körber, 81 Jahre alt, starb den 7. Juni. Johannesgemeinde. Ten 9. Juni. Elise Freund, geb. Hof, Hospitalitin, Witwe des Kaspar Freund, 87 Jahre alt, starb den 5. Juni. Johanna Petri, geb. Schmitt, Witwe des Etsenbahnsekre- lärs Karl Petri, 64 Jahre alt, starb den 7. Juni.
vertreten."
§ Dntenh of en, 13. Juni. Dem eifrigen Bemühen unseres verehrten Geistlichen, Pfarrers Geibel, ist es xvaäy vielen Schwierigkeiten gelungen, im vorigen Jahve Hierselbst eine Kleinkinderfchule ins Leben zu rufen. Für den Sonntag Nochmittog wird das erste Jahresfest für die Kleinkinderschule stattfinden. — Weiterhin feiert am nächsten Sonntag der hiesige Gesangverein ein Sänger- fest auf dem gewohnten Festplatze am Wetzlarer Weg.
§ Butzb ach, 13. Juni. Auf Einladung des Kreisrals Fey zu Friedberg fand heute nachmittag in unserem Rathaus eine Zusammenkunft der Büraerm elfter aus hiesiger Gegend statt, um das Projekt der Nebenbahn Butzbach-Wetzlar zu besprechen.
e. Bad-Nauheim, 13. Juni. Die vollständige Neufassung, die Baurat Dr. E s e r während des Winters und Frühjahrs am Karlsbrunnen oorgeiwmmen hat, ist mit Erfolg gekrönt worden. Der Karlsbrunnen floß fiüher aus zwei dünnen Röhrchen und spendete nur 1017 Liter in 24 Stunden, jetzt fließen in derselben Zeit 73 000 Liter aus vier dicken Röhren, und durch Absaugen des Wasserspiegels kann die Ausflußnrenge auf 432 000 Liter in 24 Stunden gebracht werden. Infolge des günstigen Resullates wird die Badcdirektion den Karlsbrunnen nunmehr für den V e r - sandt im großen benützen. — Die Frequenz des Bades beträgt 122 Kurgäste mehr wie zur selben Zett im ^Vorjahre. Es sind in der letzten Woche 1247 Personen zur Kur angekommen, sodaß die Gesamtfrequenz am 12. Juni 7225 betrug, gegen 7103 im Jahre 1901. Anwesend sind z. Z. 4740 Kurgäste und die Zahl der abgegebenen Bäder i’t 68 607.
-b. Ulfa, 13. Juni. Dem Landwirte Sch. hier verendete dieser Tage ein Pferd, und zwar schien das arme Tier gräßliche Schurerzen gelitten zu haben. Als Todesursache fand man in einem zerrissenen Darme des Kadavers eine Kugel, die einer Kegelkugel vollständig Hlich Bei einem Durchmesser von 15 Etm. hatte sie das
* lieber versuch, von machten, wirb ber Sellerstraße
Kleidung: einen grauen Anzug, eine grünlichgraue Joppe, ein Paar Zugstiefel, Strümpfe unb Hemd, alles schmutziges Zeug, aus und legte bafür einen grauschwarzen Marengo- Anzug — ber Rock mit schwarzem Sammtkragen — von Atax Altmann unb bie rotbraunen Stiefel unb einen Strohhut des Aftermieters an. Nach der Umkleidung fand er noch noch ein paar Sparbüchsen, deren Inhalt er sich auch noch aneignete. Um die hilflose Greisin, bie er zu ihrem Glück ür tot hielt, kümmerte er sich nicht weiter. Es wurde 12 Uhr, bis bie Frau soweit wieder zu sich kam, baß sie sich nach bem Korribor schleppen, um Hilfe rufen unb bie Thür öffnen konnte. Der Thäter war unterdessen verschwunden. Hausgenossen holten nun bie Polizei, bie ben Thatbestand aufnahm unb die Verfolgung des Räubers einleitete. In ben zurückgelassenen alten Kleibern fanb man eine Mundharmonika. Frau Alimann ist zum Glück nicht schwer verletzt, wenn ihr auch der Schreck bei ihrem hohen Alter geschadet hat. Sie konnte in ärztlicher Behandlung in ihrer Wohnung bleiben. — Der Thäter ist bereits von der Kriminalpolizei in der Person des mehrfach vorbestraften 21jährigen Arbeiters Dritter auf dem Schlesischen Bahnhof verhaftet worden. Er hat ein umfaßendes Geständnis abgelegt.
Krrche und Schule.
— Der Deutsche Verein für Knabenhandarbeit roirb seine diesjährige Versammlung am 12. und 13. Juli in Augsburg abhallen. Auf der Tagesordnung stehen für den 13. Juli u. a.: „Der Werkunterricht und die geroerbliche Bildrmg der Jugend" von Schulinspektor Scherer-Worms und „Die Knabenhandarbeit in geschlossenen Erziehungsanstalten", von Lehrer und Landtagsabg. G. Kalb-Gera. Eme Ausstellung von Arbeiten und Werkzeugen roirb mit ber Versammlung verbunden sein. Nachbein Baden den H a n d f e r t i g k e i t s u n t e r r i ch t schon 1890 gesetzlich als wahlfreien Unterrichtsgegenstand in die Schule eingeführt hat, macht Hessen bamtt gegenwärtig bekanntlich planr äßige Ver-- suche in der Volksschule.
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13.
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Beb. Himmel
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