Ausgabe 
13.12.1902 Erstes Blatt
 
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Frankfurt a. N18. Dezember 1902.

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auch einige konservative Organe ecklären, Gegner einer Volitst zu sein, welche eine längere Aktion gegen Venezuela nach sich ziehen würde. (Die englischen Blätter führen ja immer gern das große Wort. Wir meinen aber, Zeit abwarten wäre hier doch besser ain Platze! D. Red.)

London, 12. Dez. Hellte abend sind zwei Verträgt veröffentlicht worden, der eine zwischen England und Abes- ynien, der andere zwischen Abessynien, England und Italien. Der erstere sieht die Abgrenzung zwischen dem Sudan und Abessynien vor. Ncgus Meuelik verpflichtet sich, weder Bauten aufzunehmcn noch aufnehmen zu lassen im Blauen Nil, Tsauasee oder Sobat, die deren Gewässer hindern würden, sch in den Nil zu ergießen. Menelik gestattet England, in bei Nachbarschaft von Itang an den Ufern des Flusses Poaro ein Gebiet zu wählen, das nicht größer als 400 Hektar ist und auf eine Ausdehnung von mehr als 2 Kilometer an den Fluß angrenzt. Dieses Gebiet wird von Menelik der englisch-ägyptischen Regierung verpachtet werden, die darüber die Verwaltung übernehmen lind es als HandelSitation be­setzen wird, jedoch sich desselben weder zu politischen noch militärischen Zwecken bedienen darf. Menelik räumt den Engländern das Recht ein, durch das abessynische Gebiet eine Eisenbahn zu bauen. Der zweite Vertrag betrifft einige Ab­änderungen der Grenze zwischen Abessynien und der Kolonie Erythräa einerseits und letzterer und dem Sudan andererseits.

London, 12. Dez. Der Minister dcS Acußercn, Lord LanSdowne, hielt heute abend beim Festmahle des United Elub eine Rede, in der er sagte, in den venezolanischen Ge­wässern seien, wie er mit Freuden feststelle, deutsche und britische Kriegsschiffe und Matrosen Seite an Seite thätig, um die gerechten Forderungen der beiden Mächte durchzusetzen und im Somalilande biete Italien unschätzbare Erleichterungen für die Durchführung der Operationen. Redner bemerkte ferner, England hege keine eingewurzelten Antipathien gegen Venezuela. Wenn dieses von Gewaltthaten gegen englische Untertanen und englisches Eigentum ablassen, berechtigte Schuldsorderungen bezahlen und auf höfliche diplomatische Vorstellungen nur antworten wollte, brauchte England keinen Streit mit ihm zu haben.

Marseille, 13. Dez. Trotz der gestrigen Streit- Ereignisse verlief der Abend und die heutige Nacht ruhig. Die Truppen patrouillieren immer noch die verlassenen Quais ab. In der militärisch besetzten Arbeiterbörse erklärte der Sekretär der Streik-Kommission, eS werde ein Aufruf der Streikenden an die staatlichen Arbeiter gerichtet werden.

Nom, 13. Dez. Die Tribuna bezeichnet die letzte Reichs» lagSrede deS Grafen Bülow als eine neue Gefahr für den Abschluß neuer Handelsverträge, da sie mit ihrer Voran- sjellung veterinärer Motive zur Verhinderung aller Einfuhr- Produkte Anlaß zu willkürlichen Interpretationen biete, waS bei dem Fleischbeschaugesetz bereits der Fall gewesen sei.

Nom, 13. Dezember. DerPatria" zufolge hat bet Dampfer. .Elba", welcher sich nach ben chinesischen Ge­wässern begeben wollte, Befehl erhalten, unverzüglich nach Venezuela zu gehen.

Mequinez, 13. Dez. Hier sinb beunruhigende Nach- richten auS Tezza eingetroffen. Der Sultan ist gestern hierher zurückgekehrt und hat einen Teil der Truppen, etwa 2000 Mann, nach Fez abgesandt.

Tanger, 12 Dez. Der Sultan von Marokko ist nach dem Lager bei Fez zurückgekehrt. Es heißt, das j Gros der Armee soll nach Soja gesandt werden.

. Washington, 13. Dez. Das Staatsdepartement hm bis jetzt noch keine Antwort auf den Schiedsgerichts-

Vorschlag erhalten, welchen es im Auftrage der venezola- ' nifchen Regierung den Kabinetten von London und Berlin ; gemacht hat. Man hat wenig Hoffnung auf eine günstige Antwort. (DaS meinen wir auch.)

Caracas, 13. Dez. Wie vertraulich von einer eng» , lischen Persönlichkeit mitgeteilt wird, steht das Bombarde- ment auf den Hafen von La Guayra unmittelbar ; bevor.

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$n ber für ben 8. Januar 1908 Hngubendenben General- Versammlung bet Bereinigten Brauereien Aktien­gesellschaft in Frankfurt a. TL, hat ber Vorstand be- schlossen, die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent vorzu- schlagen.

An ber Berliner Börse wurde der Antrag gestellt, 2 Mill. 8 7, pr oAnleihe der Stadt Bonn von 1902, l L Reihe, zum Börsenhandel zuzulassen.

Die am 2.15. Januar n. IS. sälligen Coupon« und^ ver­losten Stücke der 4 v r o z. amortisalbe Königlich Ser­bischen Staats-Anleihe vom Jahre 1896 werden vom 2 Januar n. I«. ob eingelöst.

Tabak. Im Laute der vergangenen Woche wurden Tabake in Sandholen zu Mk. 2730, in Schaarhol zu Tlf. 26 27 ver­knust. Durch da» anhaltende Frostwetter trat im Einkäufe Hin- ftnnb ein, diese Witterung ist den noch am Dache här m Tobaken nur förderlich. Einige kleine Porthieen wurden a«.., m Langenbrücken zu Mark 24 verkauft. Das Geschäft m alten Tabaken ruht nahezu vollständig, es wurde unS nur ber Verkauf von co. 150 Rentner Bellheimer bekannt. In losen vfälzer Rippen geschästSlo«, lose seine 910 Tlf., gebündelte 11 12 Tlf.

Petroleum. Seit letztem Bericht ist die erwartete offizielle Preissteigerung einqetreten und notiert z. Zt. amerikanisch 22.10. Der Verfalls beschränkt sich aus die Deckung deS offenen Zwischen- bedarf.

Getreide. Bei fester Tendenz de« Weltmarktes verkehrte auch unser Markt hier in fester Haltung; wozu auch noch ber über­raschend früh und plötzlich einqetretene SchifsfahrtSschluy beitrug. Tie Umsätze bewegten sich allerdings in ziemlich engen Grenzen. DaS Angebot war ebenfalls nur mäßig. Roggen unverändert. (R e r ft e lest. Hafer fest. Mai« lehr fest. Die heutigen Do­tierungen sind: Debminter H Tlf. 126128. Kansas II Tlorf 126127. Südruff. Weizen Tlf. 121-142. Rumän. Weizen Tlf. 125185. Ruff. Roggen Tlf. 103. Ruffische Fultergerste Mk. 93-94. Tuff. Hafer Mk. 105125. Laplata-Mai« r. t. Mk. 113. Mixed Mais Januar-Ablad. Mk. 95-96 per Tonne cif Rotterdam.

Märkte.

«letzen, 18.Dez. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarft kosteten: Butter pr.Psd. 1,10-1,20 Tlf., Hühnereier 1 St. 810 Pfg., 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 0000 Vsg., Enteneie 0OPfg., Käse vr. Ctck. 58 Pf., Käsemotte2 Stck. 56Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Toubenvr. Paar 0,80-0,90Tlf., Hühner pr. St. 2 001,20 Tlf., Hahnen pr. Stück 0,701,25 Tlf., Enten pr. Stuck 6,002,60 Tlf., Gänse pr. Pfd. 4864 Pfg., k?chsenfleisch pr. Pfund 16-76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60-64 Psg., Sch'veme- steisch pr. Pfund 7080 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6872 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,506,00 Tlf., Weifckrant per Stück 00-00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 8,504,50 Tlf., Milch ner Liter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 000 Psg., in Körben 0000 Pfg. Trauben 0000 Pfg. , ,

Die Marftzeit dauert von morgen« 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr. Gegenstände des Wochenmarftverfehrs dürfen vor Beginn ber Marftzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marftzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen VerfaufSplätzen, also auch nicht im Umherziehen, seilgeboten werden.

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*tne 25jährige Ehefrau plötzlich überrascht, sodaß ihre schleu- eige Ueberführung in die städtische Entbindungsanstalt nötig Murde. Die bedauernswerte Frau war von Rodheim in tvberhessen gekommen auf ber Suche nach ihrem durchge- o;Qngenen Mann und auf dem Weg nach Vilbel, ihrem Wohnort.

Kleine M itteilun gen auS Hessen und den 'Nachbarstaaten. In H ö ch st a. M. explodierte in einer Sauhütte auf bisher unaufgetlärte Weise der Ofen. Drei Maurer wurden dadurch so erheblich verletzt, daß sie Auf­nahme im städtischen Krankenhaus finden mußten. Ter Fuhrmann Nürnberger aus Griesheim ist heute morgen im StaatSgüterbabnhof in Frankfurt vorn Wagen ge- i kürzt und hat sich eine erhebliche Schüdelverletzung zu- gezogen. Er fand im städtischen Krankenhaus Aufnahme. - Ein junger Mann, der vergangene Nacht auf der Zeil jin Frankfurt mit einem Revolver spielte, schoß sich iu6 Unvorsichtigkeit eine Kugel in die Hand. Ein Holz­hauer aus Gedern gefrorenes Brot und liegt nun ' ferner krank darnieder.

llntürrritüts-lliifliriditrn.

München, 12. Dez. DerAllg. Zlg." zufolge hot Profeffor itrufiuS au4 Heidelberg die Berufung auf den Lehrstuhl für I klassische Philologie an der hiesigen Universität an Stelle des ®e- jeunrat« Christ annenomnien.

Gerichlssaal.

E. Dietzen, 9. Dez. Strafkammer. E« kam zur Verhand­lung die von Adam Marsteller, dem Gememderechner Leidig II. mb der Frau Schmalz, sämtlich von Grünlingen, gegen da« Urteil Vrotzh. Schöffengerichts Lich vom 19. Juli d. I. eingelegte Be- rufunfl. Durch genannte« Erkenntnis waren die Angeklagten oegen Beleidigung deS Bürgermeister« Gilbert IIl. von Grüningen ijit einer Geldstrafe von je 60 Tlf. verurteilt worden. ES wurde blgenber Sachverhalt festgestellt: ES war von dem Angeklagten DlarfteÜer eine Eingabe an das KreiSamt gerichtet worden nut Iler Rubrik:Die AmtSehre des Bürgermeisters Gilbert III. von -Srüningen betreffend", in ber vonunwürdigen Vorkommnissen" I)fe Rede war. ES sollte insbesondere gerügt werden, daß der föürgermeister Holz, welches von dem Polizeidiener Hudler zu 27 Tlf. »gesteigert worben wäre, mit nur 16 Tlf. als Einnahme emge- ragen hätte. Dtese Darstellung ist von ber Angeflagten Schmalz aud- regangen unb verbreitet worben. Die beiben anberen Angeflagten er- fuhren gleichfalls davon -, dteseTlttteilung fam ihnen gerade recht, da sie geeignet war, die Wiederwahl Gilberts als Bürgermeister in Frage ,iu stellen. Marsteller trug diese Verdächtigung denn auch weiter; !o wurde sestgestellt, daß er einem Steinberger Landivirt, namenS Sender, davon erzählte. Nachdem er in einer Wirtschaft roeaen ' dieser Versteigerung in seiner Eigenschaft als Mitglied de« Ge- neinderateS zur Rede gestellt worden war, ließ er sich von Leidich aeranlafien, die Amtsführung des Bürgermeisters bet dem Kreis- nute in der angedeuteten Weise zu fritifieren. ES wurde sestge­stellt, daß die Behauptungen ber Eingabe falsch sind. DaS Holz var zu 16 Mack versteigert worden. Tie Strafe konnte wenn auch der Schutz des § 193 St.-G.-B. bet der Einreichung einer Eingabe an die vorgesetzte Behörde zugebtlltgt wurde nur bzgl. ber Angeklagten Schmalz heruntergesetzt werden, da die Ausdrucks- Teile dte gehässige Absicht der beiden anberen Angeklagten, dem Bürgermeister eine Beleidigung zuzufügen unb ihm bei der Wahl nt schaden erkennen ließ; letztere dagegen mehr als Weckzeug der ersteren erschien.

Berlin, 13. Dez. Im Kreise Lieqnitz-Goldberg- Haynau ist eine Stichwahl -wischen dem freisinnigen und sozialdemokratischen Kandidaten erforderlich. Dieselbe ist au Freitag, den 19. Dezember, festgesetzt worden.

Berlin, 13. Dez. Tie heutigen Depeschen über die Lage in Venezuela lauten ziemlich widersprechend. Ter Lok.-Wnz." meldet über London, baß in der gestrtgen Ditzung deS nordamerikanischen Kabinetts die Lage aus­führlich diskutiert werde. Man beschloß, dem Gesandten Bowen die Ermächtigung zu erteilen, als Vermittler zu fungieren und vorläufig Bowen Depeschen bezüglich der Schiedsgerichtsfrage England und Deutschland zugehen zu las en. In London zirkulierten gestern abend Gerüchte, denen zufolge Präsident Castro zum Nachgeben neigen soll. Ein Telegramm lautet: Castro werde schwacher. In gut informierten Londoner Kreisen glaubt man, Castro werde, da er fände, daß Deutschland und England entschlossen seien, fest zu stehen, in ein SchiedS- verfahren mit den Vereinigten Staaten als Schiedsrichter einwilligen. Demgegenüber wird dem genannten Blatte aus Newyork gemeldet: Ter Aufntf des Präsidenten Castro hat jeden Gedanken an eine Fortführung der Revolution beseitigt. Venezuela sei einig ist dem Entschluß, die In­vasion zu bekämpfen. Die Thatsache, daß die bewaffneten Venezulaner die nationale Trikolore führen, bedeutet, da es sich um einen nationalen Kampf handle. Nach einer Journal-Meldung ist das Zollhaus von La Guayra unter dem Schutz der Geschütze der Kriegsschiffe von den Verbündeten besetzt worden. Nach einer Meldung auS Washington hat sich da- Staats-Departement nicht verpflichtet, die im Falle einer Blockade dem amerikanischen ficmbel etwa auferlegten Beschränkungen anzuerkennen. Ein diesbezügliches Gesuch Deutschlands vom vorigen Jahre nahm das Staats-Departement einfach zu Protokoll.

London, 12. Dezbr. .Daily Mail* meldet au« Caracas, daß die venezolanischen Streitkräfte sich nach Puerto Cabello begeben und daß die dort wohnenden Deutschen sich auf die Kriegsschiffe .Vineta* und .Ariadne" geflüchtet haben. Beide Kriegsschiffe bereiten sich zum Born- bardement vor. Zahlreiche Fremde sind nach Trinidad au5- gewandert.

London, 13. Dez. Die liberalen Morgenblätter und

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Marseille, 12. Dez. 9(Qe Werften kannten heute Bor- mittag bas eckarberliche Peckonal eiitstelleu. Ungefähr 100 AuS- ftfiubifle, bie sich auf ben OuaiS aufhielten, veranlaßten einige Ar- beiter zur Einstellung ber Arbeit. Alle Kohlenoerlaber sinb auS- iSiibig. Die QuaiS, die polizeilich abgesperck sinb, bücken von '.luSstäubigen nicht betreten werben. Bi« jetzt kamen keine Gewalt- lhätigfeiten vor. ,

Marseille, 12. Dez. 8000 eingeschriebene Seeleute unb O-uaiarbeitcr beschlossen heute in einer in ber Arbeitsböcke abge- toltenen Versammlung, ber Regierung ihre Mißbilligung auSzu- iprerhen unb ben K a nt p f fortzufetzen sowie auf bie Gewalt- Tätigkeiten ber Polizei gegebenenfalls in gleicher Weife zu antworten. Der Sekretär des Komitee? ber Ausstänbigen richtete an ben Mi- nfterprfifibenten ein Telegramm, in dem eS heißt, baß bie AttS- Räudigen in Marseille mit Unwillen gegen bie Gewaltthätigkeiteii ber Poltzei protestieren, die Regierung aufforbern, bie Truppen lurückzuzieben und ihrerseits jebe Verantwortlichkeit ablehnen.

Marseille, 12. Dez. Eine Schaar anSstanbiger Hafenarbeiter Helt auf bem Jolietteplatz einen Kohlenwagen an unb versuchte ibn umznwecken. AlS bie Polizei eingckfi, entstaub ein Zusammen- ftoe, bei bem ein Polizetkommissar einen Schlaa in« Gesicht erhielt, ©eubamien gingen nunmehr gegen bie AuSstänbigen vor unb räumten ben Platz. Etwa 15 AuSstänbige, bie sämtlich mit einem Dlefter bewaffnet waren, wurden verhaftet, ebenso ber Sekretär be« SnnbikatS ber Hafenarbeiter, Tlanot. Der Jolietteplatz wirb ekt militärisch bewacht, begleichen bie Hauptstraßen, die zum bafen führen. Tie Polizei ergriff sehr strenge Tlafirepeln, um die Freiheit ber Arbeit zu schützen. Angesicht« ber Ankunbigung ber Dörfer, sich bem Ausstand anzuschließen, wurden alle Bäcker be« Marseiller Armeekorps requiriert unb bie Bäckereien militärisch besetzt.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

»ehfar, 13. Dez. BubemSsche Eisenwerke Wetz - (r Unter bem üblichen Vorbehalt teilt die Verwaltung mit, haft sie beabsichtigt, bei der nächsten ordentlichen Generalversamm­lung für ba5 Jahr 1902 eine Dividende von etwa 5 Prozent bei ungefähr den gleichen Zurückstellungen wie im Vorjahr in Dor- schlag zu bringen.

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