Ausgabe 
13.12.1902 Erstes Blatt
 
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Wr. 293

er|<Dfi*t täglich Gilbet Lonniag».

jfcem (Siebener tt neiget werden im Wechsel mit dem hesfllchen Canbroirl die ftiefaenet $auüll<n» blätter üiennal in der 'hioche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag bei Brüh lldjen Ilinoeft.-Bnch- u.Ttein- dinckereNPietsch Erden)

Redaktion, A^oedinon und Trudeiel

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ftbtefle lüi Tcpelrfien: Anzeiger Gilben.

FrrnIprrchan'-INutzAr 51

Samstag 13. Dezember 3908

ISS. Jahrgang

Erstes Blatt.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger

TnMa und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen

vl-nudpret-r monatlid)7biM viertel- jährlich 9ML 2.20; durch. Abhole- u. Zweigstellen inonatlich 60 Pf.; durch die Post "Dir. 2. viertele iähvl. ansschl. Bestellg, Annahme von Anzeige»^ !iit die Tagesnnminer bis vormittag- 10 Uhr. ZeNenpreis: lokal 12 Pf, ausivärtS 20 Pfg.

Verantwortlich für de» volit. u. allgem.

t. V.. Fr. Hannemann; für,Stadt u. Land' und ' ,®crid)t6|nal*; 6 u r t Plato; für den ?ln« Aeiqenteil: !>an- Beck.

$)it Oeullge Bummer umsaht 24 -eiltn.

prhninitmndjung.

Betr.: Die Ausführung des ReichSgeseheS über die Ab- Änbentng der Gewerbeordnung ootn 80. Juni 1900.

Wir bringen hiermit zur Kenntnisnahme der Interessenten,, daß im Jahre 1903 an den nachbenannten Tagen die Vor­schriften über die Mindestruhezeit und Mittagspause der Ge- Hilfen, Lehrlinge und Arbeiter (§ 189 * rubr. Gesetze?) keine Anwendung zu finden haben, und die Läden, sowie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offengehallen werden dürfen:

5 Wochentage vor Ollern

(5.9. und 11. April),

1 Wochentag vor Himmelfahrt (20. Mai),

4 Wochentage vor Pfingsten (2730. Mai),

12 Wochentage vor Weihnachten

(11. und 12., 14.19., 21.24. Dezember),

1 Wochentag vor Neujahr (31. Dezember).

Eine Anzahl weiterer Tage, an denen Ausnahmen von den gesetzlichen Vorschriften gewährt werden können, bleibt für unvorhergesehene Fälle vorbehalten.

Gießen, den 10. Dezember 1902.

Großherzoglii-ue«olizeiamt Gießen.

Hechler.

' Vckamitmlichtlng.

In der Zeit vom 6. bis 13. Dezember 1902 wurden fa hiesiger Stadt

gefunden: 3 Pelzkragen, 2 Regenschirme, 1 Paar Kinder­schuhe, 1 Damenumhang, 1 Fingerring und 3 Geldstücke;

verloren: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Täschchen mit einem ü-Dollarstück, 2 Pelzkragen und 1 Schürze.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 18. Dezember 1902.

Grohherzoglicbe» 'Poitaetami Gießen.

Hechler.

I)er Konflikt mit Aenezucta.

Zu den Vorgängen in Venezuela wird in Berliner amtlichen Kreisen versichert, daß irgendwelche genügende Erklärung deö Präsidenten Castro an die Negierungen von Teutschland und England nicht erfolgt sind. Ueber die Zustände in Caracas kann selbst der deutsche Geschäfts­träger vorläufig nichts berichten, dagegen kann auS dem Umstande, daß eine amtliche Depesche nach Berlin auf dem Postamt in La Guayra aufgegeben und richtig befördert wurde, geschlossen werden, daß dort die Zustände nicht allzu schlimm sind. Bisher ist nicht bestätigt worden, daß die vier venezolanischen Schiffe in den Grund gebohrt sind. Vielmehr wird zuverlässig nur mitgeteilt, drei Schiffe seren ausgebracht worden, ein viertes wurde unbrauchbar gemacht, Deutschland wünscht nur die Integrität Venezuelas erhalten

xu sehen und die deutschen Forderungen durchzusetzen. Amerika ist nach wie vor mit den Maßnahmen Deutsch­land- und Englands einverstanden. ES steht zu erwarten, daß die Mächte mit den bisher entfalteten Mitteln auS- kommen werden.

Nach einem Telegramm de- Newpork Herold aus La Guayra richtet die Bevölkerung dort Notbefestig­ungen auf, Frauen bringen Sandsäcke herbei, die Trup­pen entfalten die nationale Trikolore, nicht Castros gelbe Standarte. Nach Landung der Truppen am Mittwoch zum Schutze der abzieheuden Europäer erfolgte eine Kundmach­ung, daß etwaige Feindseligkeiten mit einem Bombardement der Forts und Zollhäuser erwidert werden würde.

Aus Washington, 12. De^, meldet Reuters Bureau: Eine Depesche des amerikanischen Gesandten in Caracas, Bowen meldet, Venezuela richtete das Ersuchen an ibn, England und Teutschland vorzuschlagen, daH die Streitig­keiten schiedsgerichtlicher Entscheidung unter- breitet werden.

Nach wetteren Meldungen aus Amerika trifft Castro enorme kriegerische Vorbereitungen. Alle waffenfähigen Männer zwischen 18 und 50 Jahren sind einberufen, und das Volk strömt scharenweise zu den Jah­nen, da der Kampf populär ist. In La Guayra sind schon 926 Freiwillige bewaffnet, und stündlich melden sich mehr, lleberall trifft man mit Mausern bewaffnete Männer. Ter Kriegsminister General Ramon Guerra ist mit 2500 Mann und 18 Geschützen in La Guayra eingetroffen und hat die Geschütze auf den die Stadt beherrschenden Höhen postiert. General Celestino Castro, ein Bruder des Präsidenten, wurde in der heutigen Nacht mit 23000 Mann nebst Geschützen in La Guayra erwartet, sodaß die Venezolaner heute 5000 Mann und gegen 50 Geschütze in La 6-uayra zu haben hoffen. Den ganzen Tag und die ganze Nacht wurde Munition nach Fort Lavigia geschafft, das den Hofen überragt. Eines der vorgestern durch den deutschen Commodore Scheder hum Sinken gebrachten venezolanischen Schiffe soll nach einer Meldung aus La Guayra feuernd Widerstand geleistet haben.

Tie Londoner Meldung, daß die Verbündeten die Ge­fangennahme Castros planen, wird in Berlin als unrichtig bezeichnet. Es werde nicht beabsichtigt, einen Feld- zua in das Innere deS Landes zu führen, was geschehen müßte, wenn man Costco festnehmen wollte. Eine solche Expedition wäre nicht blos mit großen Schwierigkeiten verbunden, sondern müßte auch zu Blutvergießen führen, und daS will man vermeiden. Taher wird die Aktion auf die Küste beschränkt bleiben.

In London hielt der Minister des Aeußern, Dort» Lanödowne, gestern abend beim Festmahle des United Club eine Rede, in der er sagte, in den venezolanischen Ge­wässern seien, wie er mit Freuden fcststelle, deutsche und britische Kriegsschiffe und Matrosen Seite an Seite thätig, um Die gerechten Forderungen der beiden Machte durchzu- setzen und im Somaltlande biete Italien unschätzbare Er­leichterungen für die Turchführung der Operationen. Redner bemerkte ferner, England hege keine eingewurxelten Anti­pathien gegen Venezuela. Wenn dieses von Gewaltthaten gegen englische Unterthemen und englisches Eigentum ab- lassen, berechtigte Schuldforderungen bezahlen und auf höf­liche diplomatische Vorstellungen nur antworten wollte, brauchte England feinen Streit mit ihm zu haben.

Aus Washington verlautet noch: Marinesekretär Moody erklärte am Nachmittag Berichterstattern gegen­über, die Regeirung sende, wenigstens jetzt, kein Kriegs­schiff nach Venezuela, da die Gegenwart eines solchen jetzt

nicht nötig sei. Infolge einer telearaphischen Jnstruk- tion sprachen der deutsche und der englische Botschafter dem Staatsdepartement Tank für die guten Dienste des amerikanischen Gesandten Bowen aus, durch welches die Befreiung der englischen und deurschen StaatöangehS-- rigen in Venezuela herbeigeführt wurde. Beide Diplo­maten erörterten die gegenwärtige Lage mit dem Staats­sekretär Say, der sich erbot, die Botschafter über die Meld­ungen, welche von der Gesandtschaft in Caracas und den amerikanischen Konsuln eingehen, auf dem Laufenden zu erhalten. Tie Botschafter sind angewiesen, daS Staats­departement zu versichern, daß weder England iwch Teutsch­land beabsichtige, in irgend einer Einzelheit abzugehen von dem Plan einer gemeinschaftlichen Aktion, wie sie in London und Berlin festgestellt und dem Staatsdepartement vor einiger Zeit mitgeteilt worden sei.

Unter dem Schuh der Kriegsflotte.

Von besonderer Seite wird uns auS Berlin, 12. Dezember, geschrieben:

Im Kieler Hafen liegen die kleinen KreuzerMma* z on e",Ariadn e" undNiob e" in voller Kriegsbereit­schaft und segelfertig für die Fahrt nach Venezuelas Von der Gestaltung der Ereignisse dort wird eS abhängen, ob sie Segelordre erhalten. In Marinekreisen neigt man der Ansicht zu, daß die Entsendung mindestens zweier Kreuzer nach jenen Gewässern binnen kurzem erfolgen wird, und zwar zur dauernden Stationierung. Ein solcher Entschluß der Marineleitung dürste mit Genugthuung be­grüßt werden. Tenn schon seit Jahren haben die in Mittel­und Südamerika ansässigen oder am Handel mit diesen Ländern interessierten Deutschen um Kreuzerschutz gebeten. Es sei beispielsweise erinnert an die wiederholte Petition Hamburger Kaufleute um Stationierung eines Kriegsschiffe? an der Küste von Guatemala, dessen Kaffee-Pflanzungen und Kaffee-Handel überwiegend in deutschen Händen liegen. Tie Zahl der in Guatemala lebenden Deutschen ist aller­dings nicht besonders groß, aber das dort arbeitende deutsche Kapital wird von sachverständiger Seite auf mindestens 200 Millionen Mark geschätzt. Aehnlich liegen die Ver­hältnisse in den meisten mittel- und südamerikanischen Revu- bliken. Wenn also eingewendet wird, eine Verstärkung der amerikanischen Kriegsschiftsstation erübrige, sich, da in den verschiedenen Freistaaten eine verhältnismäßig geringe An­zahl ÜTeutscher lebe, so kann diese Einwendung nicht als stichhaltig angesehen werden. Ter Zwischenfall mit Vene­zuela spricht eine deutliche Sprache. Gewaltmenschen vom Schlage eines Castro gießt es allenthalben im spanischen Amerika^ die Neigung zum Aufruhr ist bei der demorali­sierten Mischbevölkerung, die ja nichts zu verlieren hat, stets vorhanden, und daß die Ausschreitungen in erster Linie gegen die Deutschen sich richten und richten werden, ist begründet in der instinktiven Abneigung der Romanen und Mischlinge gegen das fleißige, ordnungsliebende ger­manische Element, die zu schüren die nordamerikanischen Jingo-Blätter, allen voran die Newyorkergelbe" Presse, stet? bestrebt gewesen sind. Ter Schutz des Lebens und Eigentums Deutscher über See, diese wichtige Aufgabe der Kriegsflotte, wird also für die nächste Zukunft besonders auf Mittel- und Südamerika gerichtet sein müssen. Es ist dies die eigenste Angelegenheit Deutschlands, in die ihm die Vereinigten Staaten nicht hereinzurcden haben. Der Schutz seiner Interessen dem Sternenbanner anheim zu stellen, ist Deutschland nicht genötigt. Es ist in der Lage, sich selbst zu helfen, und wenn das gegenwärtig in den

Fierte Vorstellung des T^atervereius.

NN. Gießen, 13. Tez.

In der jetzigen unruhigen Zeit vor dem Christfest ist man allgemein nur wenig geneigt oder empfänglich ernste dramatische Genüsse in sich aufzunehmen. Man hat da seinen Kopf schon mit anderen Tinaen voll und also keine Zeit, den am Al'end einzu schlürfend en Denkstoss geistig weiter zu verarbeiten, wodurch doch allein ein dauernder Wert des Theatergenusses geschaffen wird. Es war deshalb eine recht glückliche Idee, auch einmal einen kühnen Griff in das Gebiet der heiteren Muse hineinzu-- thun und daraus den guten, altenTr. KlauS" hervor- ruholen, oder richtiger, dessen gelungenes Faktotum Lu- bowski, der mit seinem urbiedern Berliner Mutterwitz nun bald seit einem Menschenalter weit und breit die Lachmuskeln der Zuschauer so stark in Bewegung setzt. Adolf L'Arronge hat sich mit dieser köstlichen Figur allem schon einen ehrenvollen Platz unter den deutschen Bühnen- Humoristen erworben, aber was ihn uns noch näher führt und höher stellt, ist, daß er seinen Humor frei von allen Trivialitäten und Lascivitäten vor unS aufthut, und ihn gleichzeitig umrahmt mit echten, gesunden Charakteren, mit einem Stück warmblütigen Bürgertums, daS in unfern modernen Lustspielen längst fast gänzlich verloren ge­gangen ist. Hier lacht man nicht, weil man lachen soll, sondern weil man lachen muß über all die trockenen Streiche des vierschrötigen und gutmütigen Tölpels, hier fühlt man und empfindet man mit den Herzen der beiden jungen, weiblichen Wesen, hier ist man aber mich ent­zückt von dem geraden grundehrlichen Charakter des welt- erfahrenen Arztes, der, im Ernst des LebeuS gelautert, nach dem alten Sprichwort handelt: Im deutschen lügt man, wenn man höflich ist! Ter Manu, deß ist man sichon nach seinen ersten Sätzen sicher, würde sich lieber die rechte Hand abschlagen lassen, als nur einen Schritt von seinem geraden Wege abmeichen und wenn er schein­

n

bar doch zu einer List oder einem frommen Betrug seine Zuflucht nimmt, um den leichtfertigen, blasierten Max v. Boden zu seiner Pflicht zu führen, so handelt er eben auch hier als Arzt, als ein wirklicher Woh'thäter für Leib und Seele. Ter Gast des Abends, Herr Eduard Schima- sow vom Kasseler Hoftheater, ist uns noch von seiner früheren Thätigkeit am Wiesbadener Residen^theater in bester Erinnerung. Er bat die Hasimcnrn'sche Schule durchs gemacht und sich damals auch in der Operette mit gutem Glück versucht. Sein Lubowski hat nichts Gemachtes oder Geziertes, sondern schlicht und gerade, wie es der Berliner Possenwitz verlangt, quillt der Humor hervor. Tie kleine Szene mit der Tochter des Tr. Klaus, vor allem aber die Begegnung mit dem ärztliche Hilfe suchenden Bauem- burschen, den er coram publico mit köstlicher Pose und derbem Mutterwitz durch ein großes GlasTinktura regia" kuriert, nachdem er den Patienten der Aufschrift gemäßvor dem Gebrauch" tüchtig geschüttelt hat, und der ihn bann als anacblichtoter Sauer" wie ein Gespenst verfolgt, daS war eine Glanzleistung sowohl in mimischer, wie in bumo- ristischer Beziehung, die dem Künstler auch einen durch»- chlagenden Erfolg und lebhaften Beifall ein trug. Bon den ihrigen Darstellern deS Lustspiels ist im allgemeinen eben- alls nur gutes zu sagen. Frl. P-eige zeichnete die lie­bende Tochter Julie, tote die unglückliche Frau des schullicn- überladenen Barons v. Boden in eleganter Haltung und mit svmpethischen Salontönen, dabei aber auch in jeder Situa­tion die Willensstärke, zielbewnhte Gattin gut charakteri­sierend. Ten Baron gab Herr v. Stahl. Er spielte ihn ganz in dem nonchalanten Gewand des Fatalisten oder des Trübsal blasenden Kavaliers', hätte aber hier und da noch ein wenig schärfer pointteren können: die L'Drrong'sche Lusr- spielfigur kann das sehr wohl vertragen. Am besten ae- lang dem Künstler die Zeichnung deS erwachenden Pflicht- unb Ehrgefühls, bas den Baron bestimmt, sich aus dem dolce sar niente herauö^rreißen und mit Einsetzung aller Kraft für die Existenz seiner Familie zu arbeiten. Mit besonderem Vergnügen haben wir die Leistung des Frl.

Sophie Egard als Emma Griesinger verfolgt. Das toat wirklich eine frische. herzgewinnendeBraut voll reizender Nai­vität und anmut9'hoITer Koketterie, habet doch stets in wohlaemessenen Grenzen sich bewegend und auch die drolligsten Szenen mit Grazie und Natürlichkeit beherr­schend. Tie Titelrolle hatte Herr Ger lach inne. Er ver­stand es, den geraden, rauhen Tr. Klaus mit psycho­logisch feiner Charakteristik aus'ustatten und eine sehr glück­liche Verbindung Krischen der schroffen Außenseite und deut edlen innern Kern, dem goldenen Gemüt des durch Schicksal und Lebenserfahrung in sich gefestigtenArztes herbeizuführen. Den alten reichen Griesinger spielte Herr Töpfert gleich gut in Haltung und Maske, den Referendar Gerstel gab Herr Zoden in korrekter Auffassung und auch Frau Lina Schmidt -als ^rau Tr. Klaus, Frl. Frida Kruse als Haushälterin Griesingers, sowie die Inhaber der kleineren: Partien thaten ihr Bestes zum guten Gelingen des Ganzen. Die Inszenierung durch .Herrn Ger lach hatte mit viel Geschick die wirksamsten Momente hervorzuheben und humorvoll auZ-zustatten verstanden. Tie stanze Aufführung ging tadellos von statten, und hat zweifellos sowohl die Mitglieder des Theatervereins, wie die übrigen Besucher in jeder Weise voll befriedigt.

Ella Mensch, unsere gesck)äyte Darmstädter Mitarbeiterin, hat bei Hennann Seemann Nacht, m Leipzig einen Roman heraus­gegeben unter dem TitelDer Geopferte, Liebesroman eines modernen Mannes".

Der neue große Ritbamm bei Affnan, eines der bedeu­tendsten Werke moderner Bau- und Ingenieurkunst ist in Gegen­wart beS stbedive, deS Herzogs und der Herzogin Connaught, so­wie zahlreicher anderer Ehreiigäste feierlich cmqeweiht worden» Tie riesige Stauanlage soll weiten Landstrichen Egyotens erhöhte Fruchtbarkeit verschaffen und dovvelte Ernte im Jahre fiebern. Eine Meldung darüber besagt: Affuan, 11. Tex. rin dem Festakt Vir Eröffnung der Rilstanwerke nahm da4 diplomatische Corps Egptens, banmter als Vertreter des denlschen Kauers General­konsul von Dlüller teil. Als der Khedive und die geladenen Gäste an dem oroßen Tamm eiugetroffen waren, hielt der Minister her