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L ton- äÄ«e LfKtz Wen, ob man auch J^huigen gemacht^ ÄT9e*s Kommandeur
!ietu abend fand i« llung des hessischen lnascherung statt, »er bie krematistifcheu Versammlung und be. er Redner wies daraus M im Frühjahr n. 1 Hessen in trieb g> in .Herein für Toten. :nd" gegründet worden, üglieder des hessischen Tie Vorarbeiten und Tarmstadt zu ei« dem Ergebnis geführt, 1 Kostenvoranschlag für cinzip bereits zur Ver- hroanb des südöstlichen >er-Ramstädterstraße zu werden konnten. T«
ellmform frühgotischer lgsrauw! gleichzeitig fr :esten Raum geschasst für den Aum w4t> msjenige von Klingen, i hat nun an die W -t, das Krematorum , während der Lerein sofort zur Verfügung muns unvech.nÄW xW«. Tn fcb MMich Ofen> Lauleitung. Durch Ander ürnennischen W I die Stadt 15000 $1 ’ die Stadt zunächst wt huß von nur ca. W ie Gesamtanlage, hieJJ nen Bamert von dOOO ig der Stadtoerwaüuns Msallen, sodaß bBO Tarmstadt verwickch »rsihende noch mrt- daß Alten SeLer sich m l und Jndusttie dahier <r seitherige Borsts m Vorsitzende der ran! "g aWlP*”; SS»
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«Haberei gegründet. Verschiedene Regierungspräsidenten Laben eine Verordnung erlaffen, nach der jeder einheimische Singvogel, der in Gefangenschaft gehalten wird, ange- meldet werden muß, was oft bis zu 7 Mark Schreib* xebühr kostet. Wer die Anmeldung unterläßt, hat Strafe zu zahlen. Das Halten von einheimischen Singvögeln durch Lieb- Laber, die das Leben und Treiben der Vogelwelt nur so erfunden können, erweist, so führte der Redner auS, thatsächlich 2er Wissenschaft einen großen Dienst. Man muß verhüten, 2aß auch in unserem Bezirk ein solches Verbot erlassen wird. Wenn man auf der einen Seite so schroff vorgeht, ist es auffallend, daß man heute noch Tausende von Singvögeln, wie Drosseln, Amseln, Staare, Seidenschwänze als ,KrammetS- :>ögcP hinmorden läßt, die dann an die Delikatessenhändler oerfauft werden. Der Vortragende hat in hiesigen Geschäften unter achthundert Stück nur neun echte Kram- metSvögel gefunden. (Frkf. Ztg.)
fc. Frankfurt a.TL, 12. 91OD. Leutnant Claret dtm den 13. Husaren, der vor einigen Jahren flüchtig ging, Hat sich vor Kurzem der Militärbehörde dahier gestellt. Das Verfahren gegen ihn wegen Fahnenflucht, mit der ein anderes Vergehen des Exleutnants zusammenhängt, befindet füch noch im Vorstadium. Die Anklage i|t noch nicht erhoben. Leutnant Claret ist ein natürlicher Sohn des Königs Leopold von Belgien und einer Dame aus Kassel.
Vermischtes.
* Berlin, 12. Nov. Tas junge Mäd d) en, welches zusammen mit dem geisteskranken Nißle in einem Hotel der Friedrichstadt erschossen aufgefunden wurde, ist die 27jährige Tochter einer Schutzmannswitwe Seifert aus der Swrnemünderstraße. Ob Nißle im Einverständnis mit dem Mädchen gehandelt hat, ließ sich noch nicht feststellen.
• Hamburg, 12. Nov. Der Dampfer v©orrento* der hiesigen Rhedereifirma Rob. M. Sloman jr. gehörend, ist nach einem bei der Rhederei eingegangenen Telegramm vorgestern in der Nähe vom Kap Finisterre gestrandet. Der Dampfer gilt als vollständig verloren.
• Stockholm, 12. Nov. ^Svenska DagbladeP will wissen, daß schon in diesem Winter drahtlose Telegraphie zwischen der schwedischen Flottenstation Karls- . Frona und fünf norddeutschen Küstenstationen mit je 160 Kilometer Entfernung zur Verwendung kommen soll.
• Christiania, 12. Nov. Von den bei dem Erd- kutsch in Dunderslcmdsdalen Berunglüückten, sind bisher drei tot und elf verletzt geborgen. Mehrere Personen werden »och vermißt.
* Cardiff, 12. Nov. In der Ozean-Kohlengrube bei Merthyr-Tydvil blieb ein Förderkorb, auf dem 30 Bergleute hinaufbefördert wurden, infolge Versagens der Maschinerie stecken. Gleichzeitig stockte vorübergehend die Ventilation, sodaß fünf Bergleute erstickten.
Lüttich, 12. November. In dem hiesigen Theater »Pavillon de Flore" kam es gestern abend zu ernsten Ausschreitungen. Als einer der Schauspieler, den König Leopold darstellend, die Bühne betrat, veranstalteten die anwesenden Studenten einen Höllenlärm, sodaß die Polizei intervenieren mußte. Ein Student wurde wegen LHLtlichkeiten gegen den anwesenden Polizeikommifsar ver- h astet.
Paris, 12. Nov. Ein Gerichtsschreiber des Untersuchungsrichters wurde seines Amtes entsetzt, weil miter den bei dem Bankier Boulaine beschlagnahmten Papieren sich Briefe von ihm befanden, worin Boulaine über die gegen ihn geführte Untersuchung auf dem Laufenden ge- h,alten wurde.
* Louvaine, 12. Nov. Hier wurde heute ein alter Dann von 60 Jahren von einem Tandem überfahren und b-lieb auf der Stelle tot Die beiden Radfahrer erlitten, »nicht unerhebliche Verletzungen.
* W i e n, 12. Nov. In der hiesigen Wagenfabrik von Lübler barst während des Betriebes die Schmirgelscheibe eimer Dampsschleiftnaschine, wodurch ein Arbeiter getötet n.nd zwei tötlich verletzt wurden.
Eingesandt.
Aür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Ärtifel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Wer Gelegenheit hatte, am vergangenen Sonntag das tnfte Konzert des Konzertvereins zu besuchen, der konnte ich des Eindruckes nicht erwehren, daß die in allen Stücken » wohlgelungene Ausführung einen glückverheißenden Au- ang für die musikalische Wintersaison bedeutete. Um so mehr mußte es überraschen, und befremden, wie nicht mir über das Orchester, sondern vor allem über eine v ortreffliche Solistin in m. E. nicht zutreffender Weise q begurteill werden konnte. Vielleicht dienen die nachfolgenden, aus musikalischen Städten stammenden Referate dazu, dem Publikum zu beweisen, daß die von dem Herrn Lrrtiker vorerst über Fräulein Agnes Leydhecker aus Berlin ausgesprochene Meinung nicht die einzig her- schende ist, eine Solistin, welche von den bedeutendsten musi- lolischen Autoritäten (Arnold Mendelssohn-Darm- slidt, de Haan-Darmstadt, Pros. Reimann-Berlin il a.) aufs Wärmste empfohlen ist. Es mag noch hinzu- g-fügt werden, daß, um die höchste Vervollkommnung zu mreichen, die Dame in der letzten Zeit bei Frau Viar- dot-Garcia in Paris noch sehr erfolgreiche Studien b '.trieben hat. Jedenfalls hätte die Sängerin meines Er- achtens geradezu uneingeschränktes Lob verdient. Ter berliner „Börsen-Courier" sagte über ein jüngst stattgehab- trs Konzert, wie folgt: „Am vorgestrigen Abend führte sich im Bechsteinsaale die Sängerin Fräulein Agnes Leyd- h icker mit einem Liederabend aufs Günstigste ein. Ter tonnte Klang ihres sonoren, altähnlichen Mezzosoprans gewann ihr von vornherein die Spmpathieen der Hörer umb ihr beträchtliches gesangliches Können, im Verein mit der ungekünstelten Wärme ihres Vortrages ließen diesen Eindruck von Lied zu Lied immer stärker werden. Unter ihren Tarbietungen hoben sich das Bach'sche „Todessehnsucht" durch Innigkeit des Ausdrucks und Mo- zurt's „Veilchen" durch die schlichte Grazie der Wiedergabe besonders hervor. Auch das Brahms'sche „Wie In ft Du meine Königin" hört man nicht oft so gesungen." — Tas „Darmstädter Tageblatt" berichtet über Fräulein Leydhecker: „Eines durchschlagenden Erfolges hatte sich die Liedersängerin des Abends, Frl Agnes Leyd
hecker Mt erfreuen, welche vier Brahms'sche Lieder mit gereifter Kunst, schöne Tongebung, und edler Wärme der Empfindung vortrug. Bewährte sie sich in diesen Liedern, die ganz hervorragende gesangliche Leistungen waren, als eine Br ahm s- sängerin par excellence, so bewies sie in dem Vortrag zweier graziöser Lieder von Felix Weingartner, daß sie eine nicht weniger als einseitige Ausbildung erhalten hat und den weitestgehenden Anforderungen ihrer Kunst zu genügen weiß." Ist es aufs Tiefste zu bedauern, daß eine, wie sich hierin ausspricht, auswärts wohl angesehene Künstlerin*) in Gießen in dieser Weise angegriffen wird, so erscheint es mir auch in Bezug auf die Leistungen des Orchesters nicht angebracht, hier die künstlerische Bedeutung der hiesigen Militärkapelle als solche in den Schatten zu stellen. Dies gefährdet den musikalischen Frieden aufs Schwerste! Es muß doch anerkannt werden, daß der Einzelne sein Bestes zu leisten bestrebt und die Gesamtwirkung eine höchst befriedigende war. Wie leicht in den Blasinstrumenten hie und da etwas passieren kann, weiß jeder, der schon öfters Symphoniekonzerte besucht hat. Ja, in den besten Orchestern kommen solche lleinen Versehen vor; ist es doch Thatsache, daß im letzten Weingartner-Konzert in Frankfurt a. M. die bekannte Hornstelle in der Eroica völlig mißglückt ist! Ist aber daraus einem Orchester ein Vorwurf zu machen?
Schließlich noch ein Wort über den Konzertsaal, auf den wir in Ermangelung eines größeren Saales, vor allem eines Saalbaues angewiesen sind. Hier Abhilfe zu schaffen, wird einer wohl fernen Zeit ja Vorbehalten sein. Vorerst müssen wir dem Vorstände des Gesellschaftsvereins Dank schuldig sein, daß er, wie seither, den Saal für Konzertausführungen überhaupt noch zur Verfügung stellt!
Alles in allem habe ich den Eindruck, der Herr Kri- tiker habe in den, wohl gut gemeinten Ratschlägen über das Ziel hinausgeschossen, und befürchte, mit dieser Kritik habe er unserem musikalischen Leben zum Mindesten nichts genützt. Auf weitere Erörterungen in der Zeitung werde ich mich nicht einlassen, werde dies vielmehr dem Gutdünken des Konzertvorftandes, in Bezug auf die Bemerkungen über die ÄRusikkapelle aber deren verdienten Leiter, Herrn Musikdirektor Krauße, anheimstellen, weitere diesbezügliche Schritte zu thun.
" Professor D r. Walther.
♦) Welchen Rufes sich Frl. L. in Berlin erfreut, geht daraus hervor, daß sie soeben für ein großes Konzert (Cantate Don Bach u. a.) in der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche in Berlin von Prof. Reimann engagiert worden ift
Anmerkung der Red aktion. Wir haben diese Zuschrift des Herrn Prof. Dr. Walther in der Voraussetzung veröfsenllicht, daß damit eine weitere öffentliche Debatte über das erste Konzert des Konzertvereins verhindert wird, und haben uns bereits veranlaßt gesehen, weitere Zuschriften zur Kritik des Herrn......... zurücFu-
w eisen. _____________
Was ist ein Schliefplatz k
Unter den 18 Nummern, aus denen sich die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtv.-Verjammlung für heute zuiammensetzt, befindet sich unter 7. die Vermietung eines Teiles der Waldparzelle nördlich der Liebigshohe als Schliefplatz. Viele Leser der Tages- Ordnung, die sich vielleicht gefragt haben, was ist ein Schliefplatz? begnügen sich mit dec Antwort: das ist ein Platz, den die Jäger brauchen, um Hunde abzurichten. Der Schreiber dieses weiß auch nur ungefähr wie es da zugeht, er ist wohl gelegentlich eingeladen, sich die Sache anzusehen, hat aber immer höflich dankend abge- lehnt. Auf dem Schliefplatze werden, sage ich, um gemeinverständlich die Einrichtung zu erklären, künstliche Fuchsbaue hergerichtet. Natürliche Fuchsbaue sind röhrenförmige Hohlräume unter der Erde, in denen sich der Juchs, wenn ihm Gefahr droht, verbirgt, in denen auch die Füchsin ihre Jungen zur Welt bringt. — In die auf dem Schliefplatz durch Menfchenarbeit hergerichleten Fuchsbaue werden eingefangene Füchse einzeln eingesetzt und diese durch junge Hunde gehetzt. Die jungen Tachsel sollen hier chre Studien machen, sie sollen Raubzeug würgen lernen. Um die jungen Hunde nicht scheu und bedenklich zu machen im Angriff, giebt man ihnen entsprechende Gegner. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Füchsin im Bau Junge geworfen hat, werden diese durch Ausgraben gefangen und für den Schliefplatz groß gefüttert Die jungen Thiere werden eingesperrl und mit Kartoffelsuppe, Brod, Eier und auch Fleisch (Vögel, Mäuse) ernährt Ihre natürliche Behendigkeit, ihre Verschlagenheit und besonders die Entwickelung ihrer Gebisse bleibt ui der Gefangenschaft zurück. Diese jungen Füchse sind daher ihren Gegnern, den Hunden, auf dem Schliefplatze ungefährliche Gegner, wenn sie auch in der Todesangst und infolge der Schmerzen, die ihnen die Bisse der Hunde verursachen, sich verzweifelt zu wehren suchen. Wie lange es dauert, bis der junge, in der Gefangenschaft aufgewachsene, schlecht entwickelte Fuchs unter den Bissen der Hunde endlich stirot, das ist sehr verschieden. Ist der Fuchs ver- Aroeifelt tapfer, so dauert die Qual lange und er hat unter Umständen zwei, drei Gegner zu bestehen. Aber auch alte Füchse, auch Dachse werden eingesetzt, die zu dem Zwecke irgendwie lebend eingefangen sind. An diese hetzt man aber nur alte erfahrene Hunde. Wer den bissigsten, geroanbeften Hund hat, der das Raubzeug am gewandtesten abwürgt, erhält den ersten Preis. Ist diese Abrichtung junger und alter Hunde auf dem Schliefplatz notwendig? Oder deutlicher gesagt: Ist dieses zu Tode ängstigen und zu Tode quälen dcs Raubzeuges auf dem Schliefplatze notwendig? Ich glaube nein 1 Zu allen Zeiten hat man mit Recht und mit Erfolg Füchse gejagt und man hat dabei in freier Jagd mit alten Hunden junge angelernt Der Fuchs wird aus feinem Bau durch den Hund gesprengt und kommt so zu Schuß, oder wird im Bau fest- gehalten und ansgegraben. Dabei können auch Grausamkeiten Vorkommen, die der echte Waidmarm nach Möglichkeit vermeidet. Er tötet das jagdbare Tier so rasch als möglich, jede Quälerei ist ihm zuwider. Er ist auch in dieser Beziehung barucherzig gegen das Raubzeug. Was auf den Schliefplätzen geschieht, ist eine unnütze Grausamkeit, eine Thierquälerei, die sich Sport nennt und als solcher respektiert {ein will.
Wie hat sich das ganze deutsche Bürgertum vor etwa 15 Jahren entrüstet ausgesprochen über das sportmäßige Tauben- schießen? Wenn Leute, die nichts besseres zu lhun hatten, Tauben einzeln auffliegen ließen, um sie herabzuschießen, so war das vielleicht als eine gute Vorübung anzusehen, um später mit Geschick das jagdbare Flugwild herunterholen zu können. Denn je geschickter die Jagd mit Pulver und Blei geübt wird, um so weniger grausam ist sie. Es wird dann weniger Wild angeschossen, das sich häufig verkriecht und jammervoll zu Grunde geht. Aber man hat dies sportmäßige Taubenschießen, durch die öfientliche Meinung gezwungen, als Tierquälerei verboten. Man sperrt einen Landwirt ein, der ein störriges Pferd jedenfalls übet Gebühr gestraft hat, und daneben läßt man mit besonderer Raffiniertheit auf dem Schliefplatze Füchse und anderes Getier durch ungeschickte Hunde zerfleischen und nennt diese straflos bleibende Tierquälerei einen eport, an dem sich die anständigsten Menschen beteiligen dürfen, ohne darauf angesehen zu werden. Wäre es sonst möglich, daß eine Vereinigung von Sportsleuten die Stadtverordneten-Ver- fammlung angehen könnte um Ueberlassung städtischen Geländes zur Errichtung eines Schliefplatzes?
Ader fragt man erstaunt, warum darf man nicht zum Sport Tauben schießen? Warum darf man nicht störrige Pferde prügeln, bis sie thun, was sie sollen, wenn daneben die Quälereien auf dem Schliefplatze geduldet werden? Uebertreffen denn nicht die
Grausamkeiten auf dem Schliefplatze alle anderen? Sind fte keine Tierquälereien, weil sie sich gegen Raubzeug richten?
Unsere Stadtverordneten werden hoffentlich auf städtischem Gebiet keinen Schliefplatz errichten lassen! Ob es nicht die höchste Zeit wäre, dem grausamen Sport, der auf den Schllesplätzeu im deutschen Reich geübt wird, ein recht schnelles Ende zu machend Ich bin der Meinung.
Kunst und Wissenschaft.
Rom, 11. Nov. Der Kommandant des im Hasen von Sydney liegenden Schiffes „Carlo Alberto" telegraphierte dem Marines Ministerium, der „Carlo Alberto" habe auf der ganzen Reise von England bis ins Innere des Hafens von Sydney täglich radio- graphische Depeschen von der Station Polothu erhalten. Die Alitteilung des Marineministeriums fügt hinzch dies bestätigt die, Möglichkeit, sich gleichzeitig mit Den Küsten von Europa und Amerika während der Fahrt auf dem atlantischen Ocean in Verbindung zu halten, wenigstens bis zu einer Entfernung von 3000 Mellen. Es würde also noch leichter sein, Verständigungen zwischen den beiden Kontinenten zu sichern mü Hilfe von Stationen, welche über Apparate verfügen, die starker sind, als diejenigen, welche man zweckmäßig auf den Schiffen auf- stellen kann.
Unwerslläts-Nalyrüyteu.
Der Professor Dr. med. E. v. Düring-Pascha zu Konstantinopel ist zum außerordentlichen Profeffor in der ^eb^ zinischen Fakultät der Universität zu Kiel ernannt worden.
pa. Ullendorf a. d. Lda., 12. Nov. Heute wurde hitt, vom schönsten Herbstwetter begünstigt, der diesjährige Nickels-Markt abgehalten. Es waren etwa 2000 Schafe aufqetrieben sowie viele FerkA, die beide guten Absatz fanden. Eine Menge Stände, über 60, umsäumten den Atarktplatz, die auch gute Geschäfte machten, da die Bauern von Nah und Fern sich zahlreich eingefunden hatten, um ihre Bedürfnisse zu decken. Das beste Geschäft machten wohl wieder die Wirtschaften, die sich für das leibliche Wohl der Markt- besucher nach Kräften eingerichtet hatten.
Krieskusten der Redaktion.
Großh. Betriebstnfpettion II Gießen. Ihrer gestrigen Berichtigung war allerdings noch folgender Schlußpassus an gefügt: »Die Darstellung in der bctreffeneen Zeitungsnotiz beruht also auf vollständiger Uillenntnis der Betriebs- und Stations-Verhältnisse in Beienheim, und ist nur geeignet, unbegründete Aufregung und Beunruhigung im Publikum hervorzurufen und den Schein einer Dienstoernachlassiaung seitens des betreffenden Stationsbeamten zu erwecken." Wir hatten diesen Satz nicht zum Abdruck gebracht, da in der ihm vorgehenden Aufklärung des Falles das Thatsächliche und Wesentliche gesagt ivorden war und diese Worte über den Rahmen einer preßrechtlichen Berichtigung hinausgehen.
Telephonischer Kursbericht«
3*/g% Reiohsanleihe . . 102.10
8% do. ... 91.85
8V,°/o KooboIb .... 101.80
3% do......91.50
87Hessen .... 100.35
3% Oberhessen . . . 99.80 4% Oesterr. Goldrente . . 103.00 4l/a% Oesterr. Silberrente 101.30 4% Ungar. Goldrente, , . 101.70 4% Italien. Rente . . . 103.00 4'/,-6 Portugiesen . . . 50.10 8% Portugiesen. .... 3L15 1-6 C. Türken .... — Türkenlose ...... 123,00 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44JJ0 47,-6 äussere Argentiner —.—
3% Mexikaner .... 25.20 4,/21/o Chinesen .... 92.60
Electric. Sch ackert ... 80.25 Nordd. Lloyd . . . . 95.50
Kreditaktien.....211.10
Diskonto-Kommandit. . . 187.40 Darmstädter Bank . . . 137.60 Dresdener Bank .... 142.00 Berliner Handelsges. . . 155.70 Oesterr. Staatebahn . . . 149.80 Lombarden . ♦ . . . 18.90 Gotthardbahn.....180.50
Laurahütte......198.00
Bochum ....... 166.75 Harpener......166.75
Tendenz: ruhig.
Neueste Meldungen,
vrigirraldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger.
München, 13. Nov. Dem Ministerium des Inner» ist ein Entwurf zur Ausführung der Matnkaualifie- r u n g zugegangen, ausgearbeitet von einem zu dfersem Zwsck in Aschaffenburg errichteten Bureau.
Birmingham, 13. Nov. Ein Umbau der kaiserlichen Jacht ,Meteor"' soll beschlossen sein mit einem Kostenaufwand von 200 000 Mk.
Lille, 13. Nov. Etwa 1000 Bergleute sind an gefahren. Es macht sich Neigung zur allgemeinen Aufnahme der Arbeit bemerkbar.
Paris, 13. Nov. In Blayo ereignete sich gestern abend ein schwerer Unglücksfall. Bier Personen hatten während eines starken Sturmes ein Bovt befliegen, um sich über die Gironde setzen zu lassen. Das Boot kippte jedoch um und alle vier ertranken. Infolge des Sturmes scheiterten alle Rettungsversuche. — Wie nunmehr amtlich bekannt wird, handelt es sich in der Schwindel-Affaire des Bankiers Boulaine bei dem vielgenannten bom- promitttierten Magistratsmitgliede um den Appellations- gerichtsrat Andrieux, gegen den bereits das gerichMiche Verfahren eingeleitet worden ist. Die Mitglieder des Magistrates wurden vom Generalprvkurator einem Verhör unterzogen.
Paris, 13. Nov. Die Insassen eines von Paris Lmr- menden Automobils setzten auf der Landstraße bei Fontaine la Louvet eine Wiege mit einem Knaben aus. In der Wiege lagen 14 000 Fran^ und ein Brief mit der Bitte, den Knaben, der einer vornehmen englischen Familie angehöre, bis zur Volljährigkeit zu erziehen.
Rom, 13. Nov. Ter amerikanische Botschafter überfuhr mit seinem Automobil einen achtjährigen 5.naben> der sterbend ins Hospital gebracht wurde. K-' .abinieri führten den Botschafter und den Führer des ' Uomobils nach der Kaserne von Brozzi, wo der The^bestzand aufgenommen wurde.
Wien, 13. Nov. ^kie für heute angesagt.n allgemeinen Audienzen wurden vom Kaiser Franz Josef abgesagt^ weil sich der Monarch bei einer Fahrt im offenen Wagen einen schmerzhaften Rheumatismus zugezogen hat.
Petersourg, 13. Nov. Offiziös wird gemeldet, daßf der Sultan seinen Lieblingssohn, den Prinzen Amed Esfendi, demnächst nach Petersburg zum Besuche des russischen Hofes senden werde, um damit den Beweis der innigen Freundschaft, welche zwischen Rußland und der Türkei besteht, zu dokumentieren. Es sei wahrscheinlich, daß Prinz Amed auch mehrere andere europäische Höfe, insbesondere den Berliner Hof, besuchen werde.
von 65 Pf. an p. Mel, letzte Reichem . Franto u. schon verzollt ins V " geliefert. Reiche Musteraussiung ;; gehend. Aciuenfabrlk üt-j berg, Zürich.
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