Ausgabe 
13.10.1902 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

er von dritter Seite empfangen hatte, ml überbringen. Die Seim war dem Nahrgang nicht freundlich gesinnt und hatte sich schon früher dahin ausgesprochen, daß. Nadr- aang noch einmot seine Schläge erhalten sollte. Don dieser Asbrcht der Seim hatte der Angettagte Ruppentahl Kennt­nis. Als er daher erfuhr, daß Nähr gang in Groß-Felda ein getroffen sei, begab er sich m das Haus der Seim, um aus Ruppenchal mx warten. Als Nakraana nach kurzer Zeit kam und an dem Fenster der Kauß klopfte, schlich sich Ruppenthal an ihn heran, während die Seim in einiger Entfernung, mit einem Stocke bewaffnet, sich in Positur stellte. Ruppenthal versetzte dem ahnungslosen Nahrgang zwei furchtbare Stockhiebe über "den Koöf, die zur Folge hatten, daß Nahrgang *u Boden fiel. Alsoann hiü Ruppen­thal unbarmherzig aus den Wehrlosen ein. Trnrn schleifte man den Menschen Auf den in der Nähe des Hauses be­findlichen Misthaufen und ließ ihn dort während der aanzen Nacht liegen. Erst am nächsten Morgen wurde er von Dritten Personen aufgefunden und in ärztliche Behandlung gebracht. Ru^enthal wurde alsbald verhaftet. Nabraang ist bis auf den heutigen Tag arbeitsunfähig. Außer schweren Kopfverletzungen hat er einen Bruch zweier Rippen und einen doppelten Bruch des rechten Vorderarmes davonge­tragen. Seine Arbeitsfähigkeit i,st dauernd erheblich be­einträchtigt. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde gegen Ruppenthal eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren, gegen die Seim eine solche von Monaten beantragt. Tas Gericht erkannte geyen Illippenthal diesem Antrag ge­rn äß, gegen die Seim aus.eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten, indem cs die Thal der Seim nicht wie die Anklage als Mittäterschaft, sondern nur als Beihilfe zu der von Ruppenthal verübten schweren Mißhandlung auf* aßte. Der Schüler Friedrich Leun von Holzhausen st eines SitllichkeitSverbrechens angeklagt, wird aoer reigesprochen, da das Gericht der HauptbelastungS- zeugin keinen Glauben beimißt. Zwei weiter anstehende Sachen werden vertagt.

Heilbronn, 1L Dft Im Gewerbebankprozeß be­antragte nach Dem Spruch der Geschworenen Oberstaatsanwalt Hartmann gegen Fuchs Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre und eine Gesamtzuchthausstrafe von neun Jahren; gegen Keeser Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf acht Jahre uno eine Gesamtzuchthausstrafe von 6x/i Jahren: gegen Krug Ver­lust der bürgerlichen Ehrenrechte auf sechs Jahre und eine Ge- samtzuchchausslrafe von fünf Jahren. Dtrcktor Fucbs erhielt acht Jahre Zuchthaus und acht Jahre Ehrverlust, Direktor Keeser vier Jahre drei Monate und Krug drei Jahre und zwei Monate Zuchthaus. Die Geschworenen verneinten die Frage des betrügerischen Bankerotte und die Frage auf mildernde Umstände. In Der Frage, ob der Prokurist Krug als Mitchäter oder als Gehilfe anzusehen sei, sprachen sich die Geschworenen für Gehilfenschaft aus. Jedem Angeklagten wurden zehn Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt angerechnet.

Oldenburg, 13. Oft. DaS Landgericht verurteilte nach drei Wochen dauernder Verhandlung den früheren Auktionator E a l b e r l a wegen Unterschlagung, Betrugs und Untreue au vier Jabren Gefängnis und verfügte den sofortigen Strafantritt. Calberla legte Revision ein.

Vermischtes.

* Berlin, 11. Okt. Die Direktion der städtischen ^ileptiker-Anstult Wuhlgarten hat an die Sbacttsanwall- schaft gegen Den in ihrer Anstalt angestellten Wärter Triczinski Anzeige erstattet, in der er beschMägt wird, den Pflegling Maler Fritz Stegmann derart mißhandelt zn haben, daß die Verletzungen den Tod herbeigeführt haben.

* Zwei Attentate. Die That eines Wahnsinnigen hat im Osten Berlins große Auftegung hervvrgerufen. Als der praktische Arzt Dr. Louis S aus seinem Hause Heraustral, stürzte plötzlich ein Mann in den mittleren Jahren auf ihn zu, zog einen Revolver unter dem Mantel hervor und gab hintereinander zwei Schüsse auf den Arzt ab. Ter erste Schluß streifte den Paletot des Dr. S., der zweite ging fehl. Als der Attentäter sah, daß er nicht getroffen hatte, suchte er zu entfliehen; er wurde indessen von Passanten ergriffen und der Polizei übergeben. Hier stellte es sich heraus, daß man eS mit einem offenbar geistes­kranken Mann zu thun hatte; der Thäter war ein frü­herer Kaufmann Pestakowsky. Die Reviervolizei veranlaßte die Ueberführung des ManneS nach der Jrren- station der Charttö. Pestakowsky hatte niemals Bezieh­ungen zu Dr. S. unterhalten; er kannte ihn nur vom Sehen und war auch nie in seiner Behandlung gewesen. Bemerkenswert ist, daß Pestakowsky vor drei Atonalen schon ein ähnliches Attentat gegen einen Verwandten des Dr. S, einen Wäschefabrikanten, beging; doch benutzte er da­mals nur einen schweren Stock. Obgleich seinerzeit eine Strafanzeige erfolgte und die Ermittelungsverhandlungen ergaben, daß P. gemeingefährlich geisteskrank war, sahen sich die Behörden nicht veranlaßt, den Pestakowsky durch Internierung in einer Irrenanstalt mischädlich zu machen. Vor einigen Tagen wurde in der montenegrinischen Hauptstadt C e t i n j e ein Attentat gegen den Gouverneur von Podgorizza, Spiro Popovic, von einem Offizier verübt. Ter Attentäter feuerte nach kurzen: Wortwechsel auf Popovic aus seinem Tienst- revolver mehrere Schüsse ab und verwundete ibn lebensgefährlich. Ein Schuß traf das Opfer in die Bauchgcgend, ein anderer streifte die Niere; beid.'Wunden sind sehr schwer. Popovic hatte noch die Kraft, auf den Atten­täter einen Schuß aus seinem Revolver adzugeben, wo­rauf er ohnmächtig zusammensank. Ter Attentäter ergriff die Flucht, allem zwei in der Nähe beftndliche, durch die gewechselten Schüsse alarmierte Gendarmen setzten ihm sofort nach und schossen den Flüchtling nieder, der auf der Stelle tot blieb. Er entstammte einer der ersten Fo­lien Montenegros.

Prag, 11. Ott. Die bei der Borschußkasse ver- untreuteSumme dürste 4 Millionen Kronen be­tragen; eS fehlen bisher in der Einlage-Abteilung 1303 761 Kronen und in der Wechsel-Abteilung mehr als 2 Millionen tonen. Auch die Wirtschafterin des Direktors Drvsd, Anna Madl, wurde verhaftet.

* Eine Blutthat aus Aberglauben. Montag abend hat bei Prag ein Arbeiter seine Geliebte auf ihr eigenes Verlangen erschossen und sich dann selbst zu töten versucht. Der 26 jährige Fabrikarbeiter Mecir unter­hielt seit längerer Zeit mit der 17 jährigen Helene Taitl ein Verhältnis. Helene Daitl als auch Mecir waren ex­zentrischer Natur und abergläubisch, und lange schon hatten Beide beschlossen, gemeinsam zu sterben. Schon Der Um­stand, daß in der Familie des Mecir der Selbstmord förm­lich erblich geworden ist denn nicht nur der Großvater, foiibern auch die Großmutter, ein Cousin und ein naher Verwandter haben durch Selbstmord ge nöet wirkte stark auf daö Gen feit langer Zeit in oer Einbildung lebte, sie werde eines unnatürlichen Todes sterben. Am Tage der helligen drei

fcöntoe fjat das Mädchen zu Hause Blei gegossen. Als daS Blei auSkühlte, bildete sich daraus ein Klumpen, der einem Revolver ähnlich sah. Und dieser Umstand bestärkte die Ahnungen des abergläubischen Mädchens.Johann", sagte das Mädchen am Samstag zum Mecir,einen ein­zigen Wunsch hege ich im Herzen Kaufe einen Revolver und erschieße mtch.^ Merctt gehorchte. In Prag kaufte er einen Revolver, und für Montag war die That be­sprochen. Montag kamen sie zusammen, diesmal fest ent­schlossen, zu sterben. Helene Daitl führte den Geliebten in die freien Felder in der Richtung gegen Wysotschan. setzten sich Beide auf die Rasenfläche und wechselten die letzten Worte. Mtt Thränen in den Augen spannte Mecir den Hahn, legte die Waffe an den Kopf des Mädchens und Drückte los. Sie war zu Tode getroffen. Nach einer Weile kehrte Mecir die Waffe gegen sich. Doch seine Hand zitterte. Vier Schüsse, die er gegen seinen Kopf abfeuerte, gingen biA truf einen, der ihn leicht verletzte, alle fehl. Trotzdem fiel er in Ohnmacht und erwachte erst nach etwa zwei Stunden. Heftig weinend kniete er neben der Leiche Des jungen Mädchens, dann erhob er sich rasch und eilte nach Lieben. Es war schon gegen 1 Uhr nach Mitternacht. Als er einem Polizeiwachrnanne begegnete, der chn auf die Siebener Wachstube führte, erklärte Mecir, daß er die Bekanntschaft mit Helene Daitl im Theater in Lieben ge­macht habe, daß er sie nur auf ihren ausdrücklichen Wunsch erschossen habe, und daß er oedauere, sich selbst nicht getötet zu Haven.

* lieber ein Unglück am Brienzer Rothvrn meldet man: Frl. KatharinaA»dereggvonZaun, Tochter eines berühmten Bergführers, hatte ihren Bruder und ihre Schwägerin, die auf dem Rotyorn die Wirtschaft führen, besucht. Infolge des schlechten Wetters fuhr kein Bahnzug; es schneite. Ta fuhren das überkühne Attidchen und der Portter des Hotels, Jaun von Zaun, auf einer Draisine die Bahnlinie herunter, um wieder heim zu kommen. Allein wohl infolge des gefallenen Schnees wirkte die Bremse nicht oder ungenügend, und schon im erstenTrittel des Berges wurden die beiden abgeworfen. Jaun rollte noch ein Stück weiter hinab und hat erhebliche Verletzungen erlitten. Tie Tochter aber wurde gleich so schwer verletzt, daß sie bewußtlos liegen blieb. Ein von ihrem Bruder, der Unheil ahnte, telephonisch aufgebotener Hilfszug brachte die Verunglückten nach Brie'nz; Frl. Anderegg erlag chren Verletzungen. Die Teilnahme mit der Familie, die vor wenigen Jahren einen Sohn durch Lawinensturz verlor, ist allgemein.

Meisterprüfung in Köerheffen.

(Originalarttkel desGieß. Anz.")

Im Saale des Hotel Einhorn in Gießen fand am Sonn­tagvormittag die Ueberreichung derMeisterbriefe an diejenigen Handwerker statt, die; die Meisterprüfung mit Erfolg bestanden haben. Tie jungen Meister waren nahezu vollzählig erschienen. Der Feier wohnten u. a. Negierungs­rat Dr. Heinrichs, der Sekretär derHandwerkskammer,Engel- bach, mehrere Mitglieder der Prüfungskommission, die Gewerbebeisitzer u. a. bei. Im Namen des Vorstandes der Prüfungskommission für Oberhessen begrüßt Hauptlehrer Traber die Versammlung und dankt besonders den Ver- tteternld er Behörden für ihr Erscheinen. Er führt u. a. aus, daß die besten Wünsche die Junghandwerker, die sich erst­mals der Meisterprüfung unterzogen und den Meistertitel erworben haben, auf dem Wege der Wiederverkörperung des Handwerks begleiten. Er fei verwundert gewesen über alles, wasdie Prüflinge an schwierigen Meisterstücken sowohl wie bei der theoretischen Prüfung, in der Buchführung, Wechselkunde, Kenntnis der sozialen Gesetzgebung usw. ge­leistet, es beweise dies, daß in dem Handwerk noch, die alte Urkraft stecke; der heutige Tag sei ein Ehrentag für die Jung^ meister, daß sie sich nicht durch eine umfangreiche Meister­prüfung haben abschrecken lassen, er beglückwünsche sie und hoffe, daß sie auch künfttg nut dazu beitragen, das Hand­werk zu tteiben, wie die Gewerbeordnung es gewollt, be­sonders das Lehrlingswesen so handhäben, da ßtüchtige Meister dem Handwerk zugeführt werden. Hierauf gaben die Junameister den Handschlag an die Herren Weißbinder- meister L. Petri II. und Schuhmachermeister Carl Berg unter Entgegennahme der Meisterdiplome. Es bestanden die Meisterprüfung die Maurer Karl Berg aus Friedbergs Wilh. Metzendorf aus Schlitz, Wilh. Eckel aus Unterwidders- heim, Heinr. Schell aus Steinfurth (Kr. Lauterbach), Joh. Habicht aus Engelrolh, Ludwig Dietz aus Höingen, Ludwig Keßler aus Garbenteich, die Zimmerer Ernst Zöll aus Friedberg, Gg. Scheid aus Lindenstruth, H. Ludw. Wißner aus Londorf, Conr. Diehl aus Ruppertsburg, Karl Hübner aus Langd, Gg. Jac. Haas aus Grünberg, Wilh. Füller aus Friedberg; der Wagner Karl Schwalm aus Lollar; die Schmiede Joh. Ludwig aus Schotten, Balth. Becker aus Londorf, Heinrich Becker aus Gießen; der Spengler Friedr. Geibel aus Homberg, die Schuhmacher Johs. Braunroth aus Äiaulbach, Heinr. SHmehl aus Maulbach, der Schneider Heinr. Braunroty aus Maulbach, die Metzger Carl Fritz aus Grebenhain, Konr. Schsnlz aus Lauterbach, DH. Bönsel aus Lauterbach, Ludwig Tietz aus Lauterbach, Der Glaser W. Rothamel aus Gießen, die S ch r e i n e r O. Fr. Gehringer aus Grünberg, R. Scharmann aus Ulrichstein, Hch. Rohrbach aus Lollar, Carl Weigel aus Butzbach Joh. Werner aus Maulbach, Gg. Haubach aus Gießen, die Weißbinder Th. Wetzlar aus Schotten. Herm. Paul L aus Nidda. Nach Verteilung der Meister­briefe richjtete Weißbindermeister L. Petri II. eine An­sprache an die jungen Meister und empfahl ihnen besonders den Zusammenschluß bei Erörterung von gchhsragen und bei Vergebung von größeren Arbeiten, vor allem Einigkett, ferner bett. der Lehrlingsausbildung Heranziehung eines tüchtigen Nachwuchses, im Hinblick auf die Neuorganisation der Berufsgenossensschaften Prüfung aller einschlägigen Fragen; er wünscht den neuen Meistern viel Glück auf ihrem Lebenswege. Als Beauftragter der Handwerkerkammer betont der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für Lehr­linge, Lantz aus Darmstadt, zunächst das regste Interesse der Kammer an den Handwerkerprüfungen, äußert seine Freude über das von Herrn Traber den Jungmeisiern aus­gestellte günstige Zeugnis und die auf Hebung des Hand­werks gerichteten Bestrebungen. In der Handiverkerbild- ung müsse der Gesetzeskunde mehr Raum genäljri die kauf­männische Bildung des Handwerks mehr gepfle werden. Bei den Prüfungen würde künftig wohl etwas äcfer ver­fahren werden, es sei dies nötig im Jnteress Der Aus­bildung der Handwerker. Ter Auffassung, daß oer Meister­titel etwas Nebensächliches fei, fei entgegenzuhalten, daß künfttg bei Vergebung von Regierungsarbetten in erster Linie nur Handwerker berücksichtigt werden, die die Meister- auch das ausschließliche Recht gewayrt, Lehrlinge auszubilden. Tie Handwerks­kammer sei dankbar dafür, da»p sich so viele Handwerker

zur Meisterprüfung gemeldet. Auch er empfehle gleich feineig Vorredner Zusammenschluß der Handwerker zu Genossen- schaften, betont die staatserhallende Tendenz des Hand­werks, aber auch die ihm obliegenden Verpflichtungen. Noiiiena der jungen Meister dankte Glasermeister Roth- e i .:i e l-Gießen der Prüfungskommission für ihre Müh» toaltung und die den Meistem zu teil gewordei Belehrung die zu befolgen sich Ne jungen Meister st. bemühen würden. Ein Frühschoppen hiell die Telln. -wer an der Feier noch kurze Zett beifarnmau

UniversiMs-Nachrichte».

Wie aus Berlin berichtet wird, beabsichtigt Professor Dr.Wühelm Förster, der Direktor der fönigL Sternwarte, zum 1. Oktober 1903 von der Leitung der Sternwarte zurückzu­treten. Das Ordinariat für Astronomie an der Berliner Uni­versität wird Geh. Rat Förster dagegen beibehalten: auch bleibt er Präsident der internationalen Kommission für Maß und Ge­wichte. Tas 400jäbnge Jubiläum des älteren - Zweige- unserer Vereinigten Friedrichs-Universität Halle-W Itten­berg wird am 1. November durch einen Festakt in der Aula be­gangen, an Denen Kultusminister Dr. Studt, Ministerialdirektor Dr. Althoff und Vortragender Rat Leper teilnehmen. Bon der Aula begibt sich die Festversammlung im Festzuge nach dem neuen Auditonengebäude. Man berichtet auS Leipzig: Ter neube­rufene Dermatologe Pros. Dr. Rille wird seine Lehrthäügkeit an der Universität bereits mit nächstem Semester beginnen. Ter Prwatdozent für Chirurgie an der Wiener Universität Dr. med. R. F r a n f wurdezum Honorardozenten für erste Hilfeleistung bei Un- fällen an der Technischen Hochschule in Wien ernannt.

Die Eröffnung der ueubegrüudctcu staats- uub rechtswifsenschaftlichen Fakultät an der Universität Münster wird am 24. und 25. Oktober in feierlicher Weise im Beisein Dej Kultusminister Tr. Studt erfolgen. An alle deutschen Universt täten sind zu dieser Feier Einladungen ergangen und diese werden durch Deputationen vertreten fein. Wie Die ,Nat.-Ztg." erfährt, ist noch ein evangelischer Historiker an die Universität Münster be­rufen worden. Der ord. Prof. Dr. Georg Erler in Königsberg hat einen Ruf nach Münster für das Fach der mittleren und neuen Geschichte erhalten und angen. mmen.

Berlin. 11. Oktober. Wie DieNat. Ztg/ hört, ist Prosesso» H e l f f e r i ch , der bekannte oolkswirtschaitliche Schriftsteller, zmn ständigen Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amte ernannt worden.

Landwirtschaft.

Das Mischen von Düngesroffen. In einer Abhandlung über das Mischen von Lüngemitteln und die dadurch möglichen SclMigungen giebt Professor Albert- Gießen folgende bemerkenswerte Anleitungen für die gebräuchlichsten Düngemittel: 1. Chilesalpeter darf nicht mit Superphosphat gemischt werden, wenn die Mischung nicht sofort gestreut wird, da sonst ein festes Zusammen- ballen eintritt, im übrigen darf eine Mischung desselben mit allen Düngemitteln slattfinden. 2. Schweselsaures Am­moniak, Superphosphat, Ammoniak-Superphosphat, Prä zipitat, Guano, rob und au geschlossen, Blutmchl, Stallmist, Latrinendünger, Blut, bür en nicht mit Thomasmehl und Aedkalk vermischt werden, Da durch den Kalkgehalt dieser beiden Düngemittel ein Zurückgehen der Phosphorsäure und bei Ammoniatgehalt Stickstoffverluste eintreten (Super. Phosphate und Chile vergleiche unter 1). 3- Thomasmehl, Aetzkalk, Holzasche dürfen nur mit Chilesalpeter, Rohphos­phaten und Kalisalzen gemischt werden, mit den letzteren aber nur unter Beifügung von 2y2 Prozent Torfmull, wenn nicht sofortiges Ausftreuen der Mischung erfolgt 4. Kalisalze können mit allen Düngemitteln vermischt wer. den, nur stets bei dem Lagern unter Beimischung von Prozent Torfmull. Besser ist auch hier eine sofortige Verwendung der Mischung.

Sport.

P». Marburg, 12. Oktober. Der Gau 9 (Nordbezirk) bei deutschen RabfahrerbunbeS hielt heute im Hotel Freib- Hof unter dem Vorsitze des Herrn L) e r b e rt - Gießen feinen Tele giertenlag ab. Bei ber Vorstanbswahl wurde Genannter als 1. Vorsitzender wiedergewählt DaS nächstjährige B e z i r k S f e ß soll in Kirchhain stattsinben.

Schiffsliachriasten.

Norddeutscher Lloyd.

lln Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 8. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph. Der Toppelschrauben-Schnellpostdampser »Kaiserin 'Diana Theresia". Kapitän P. Wettin, vom ölorbdeutjchen Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

' Dr.W.KnechfsMagenbitter

^{.SÄNTISlstderbeste

M der Welt.

'___________;___________________1______:_____________________________'_______________________________* y

Csibniz 'Waffeln

Zu haben bei Hofl. J. PLonx, tieltersweg No. 25. 3506

Aus dem Geschüststelicu.

Der Stolz jeder Hausfrau

ist wohl, in ihrer Wirtschaft alles stets sauber und blank zu halten. Von größter Bebeutung für die Hausfrau sind daher Die PuymiUel. Es ist aber nicht leicht, unter Den vielen Probukten, welche ange- priesen werden, bas praktischste und vorteilhafteste herauszuwählen. Vor allen Dingen bars em Probukt, baß im Haushalt verwendet werben soll, nicht giftig sein. Außerdem darf dasselbe auf den Putzflächen keine Schrammen hinterlassen und Die Putzkraft niemals verlieren.

Tas Beste aller jetzt existierenden Putzmittel ist Der in seinen vorzüglichen Eigenschaft einzig dastehendeGlobuö-Puyextrakt", hergesiellt von Der altrenommierten Chemischen Fabrik Friy Schulz iun., Aktien-Gesellschaft in Leipzig und E g e r i. B,

Globus-Putzextrakt ist auf allen beschickten Ausstellungen mit hohen Auszeichnungen bedacht worden und auch auf der Pariser Weltausstellung 19üu mit Der goldenen Medaille prämiiert worden. Eigene Blechemballagen-, Kartouuagen- und Kistenfabrik ver­vollständigen die Leistungsfähigkeit Der Firma Fritz Schutz juiu, Aktien-Gesesssckaft in Leipzig, Eger i. B. und Neuburg a. D- welche in der Putzmittelbranche Die größte und bedeutendste Fabrik auf der Erde ist.

Ta aber alles Gute und Echte Nachahmer findet, so ist Vor­sicht beim Einkauf geboten, zumal da viel fchlechte Nachahmungen felbft mit der nachgeahmten Bezeichnung ^Putz-Extrakt" angeboten werden. Man verlange in allen Trogen-, Kolonial-, Eisen- und Rurgroarentjanblunqcu ausdrücklich nur Gtobus-Putzextrakt von ivechgelbllcher Faromig in Tosen a 10 und 25 Pfg. und achte bade' auf die jedem Tosendeckei aufgebrudte Schutzmarke GlobuL rotem. ELuerftreifen.

färbe: ge

Bet

1c tw Osmse tw wmLlL nemeben. x uni SegeB smbvo«»' meisrer-W Rm'tnu 1 <> schrMiM .htj nach di ifidjnil biö i an dir un xradtung

küchrnv

Am 1 kisn M Licknmg btmtbtnf vom L 91 1 Mr v< vertrag auf dem batmllonl

Cflttten pitfvrecher ba fluch ei LltoberU

Tie 5 Ul.

Stäbt.

Heu

Itk.

grimi

Fr.

von

in stz

Gei

Vahnl

26

Beile folb^arma öttrylttnn «iw Z Hihmt 1 |0flt_

Itütri

L (l

Sieger CSr» "w für

r^uusrui

^er»aq Wli^ £t(|