Erstes Blatt.
152. Jahrgang
Mittwoch 13. August 1903
Nach einer Meldung aus Rom gießt das offizielle Organ des Vatikans, der „Osservatore Romano", die Erklärung ab, Präsident L o u b e t würde nichtvomPapste empfangen werden, wenn er der Gast, des Königs Viktor Emanuel im Quirinal sei.
preise eine bestimmte Höhe Anträge werden abgelehnt.' Der Zolltarifgesetzes wird angenommen, sich die Kommission auf den überläßt den Fraktionen die Bildung kommission, die am 18. September
63 wird ernst in Südamerika.
In Berlin soll an zuständiger Stelle von einer beab- sichtigten Truppenlandung vor Puerto Cabello nichts bekannt sein. Trotzdem läßt sich annehmen, daß die Führer der deutschen Kriegsschiffe ermächtigt sind, in jedem Augenblick die ihnen nonueubig erscheinenden Maßregeln zu treffen. Tort unten in Venezuela befinden sich die Kriegsschiffe „Falke" und „Gazelle". Tie angeblich erfolgte Weisung des amerik anischen Marinedepartements, ein Bombardement ohne vorherige Ansage zu verhindern, erscheint mindestens überflüssig. Es ist solche Piratenmanier am allerwenigsten deutsche Art. Tas sollten auch die Amerikaner wissen. Zn Barcelona währte der Kampf den ganzen Tag, bis die Regierungstruppen aus allen Positionen geworfen waren, teuf 6eiben Seiten gab es 167 Tote. Gefangen wurden der Kommandeur der Regierungstruppen, 8 Generale und 23 Obersten. Alle Läden wurden geplündert, besonders ausländische, ebenso das französische Kabelamt, sowie das amerikanische, italienische und holländische Konsulat. Ter amerikanische Ge,cuidte in Carracas, Bowen, erhielt vom amerikanischen Gesandten in Barcelona ein Telegramm, in dem es heißt, daß die Aufständischen die Stadr plündern. Ein amerikanisches Kriegsschiff fei daher nach Barcelona beordert.
Tas neueste Telegramm aus Port of Spain besagt: Tas Gefecht, das zur Eroberung von Barcelona führte, begann am 3. August. Am 6. August drangen die Aufständischen in die Stadt ein. Sie unterhielten das Feuer, Tag und Nacht und zerstörten die Gebäude, soweit sie vorgerückt waren. Am 7. August hatten die Aufständischen Zroeidrittel der Stadt in Besitz. Am 8. August ergaben >ich die Negierungsrruppen. Unter den Gefangenen befinden sich der Präsident von Barcelona, Marcano, der Führer der Regierungstruppen, 8 Generäle, 22 Oberste, 167 Mann sind auf beiden Seiten gefallen. Tie Häuser wurden geplündert, harmlose Frauen und Kinder mißhandelt oder getötet und die Läden geplündert, insbesondere diejenigen der Fremden. Das französische Kabelamt wurde genommen und das amerikanische, italienische und holländische Konsulat geplündert. Die Konsuln verlangen Kriegsschiffe.
erreichen. Diese Rest des § 12 des Darauf D er tagt 22. September und einer Siebener-Sub-
Nr. 188
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solchen Beschlusses bewußt werden. Das Reich müsse mit einer ganzen Reihe steigender Ausgaben rechnen. Es sei daher unmöglich anzugeben, ob der Antrag Heim ohne Mehrbelastung des Etats durchführbar sei. —'Die Gleichung enthält vier unbekannte Größen, die Unsicherheit des Zollvertrages und der endgiltigen Zollsätze, die Zunahme der Bevölkerung und der Versicherungskosten. Ohne neue Steuern sei der Antrag Heim nicht gangbar. Der bayerische Bevollmächtigte StaatSrat Stengel führt aus, der Antrag Heim mahne angesichts des jetzigen Defizits und der unsicheren Finanzlage dringend zur Vorsicht in Anbetracht anderer Verpflichtungen pes Reiches, der Tilgung der Reichsschuld und der Sanierung des Reichsinvalidenfonds. Ferner sprechen Dr. Müll er-Sagau namens der Freisinnigen für Ablehnung aller Anträge, Tr. Paasche für die Resolution, ebenso Dr. Barth. Molkenbuhr erklärt, die Sozialisten stimmen für den Zentrumsantrag. Darauf werden alle Anträge und die Resolution Arendt ab- gelehnt.
Die Kommission lehnte auch den sozialistischen Antrag, jährlich 60 Millionen des Zollüberschusses zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kleinbauern zu verwenden , ab. Staatssekretär Frhr. v. Thielmann erklärte, daß der Antrag unannehmbar, da das Reich nicht die Millionen dafür übrig habe und der Ka n a l b a u Sache der Ei n z e l st a a t e n fei. Ferner liegen fünf sozialistische Anträge vor: Solange Zölle bei Einfuhr von Nahrungs- und Genußmitteln erhoben werden, treten die ersten §§ 2 bis 18 des Salzabgabegesetzes außer Kraft. Es wird zweitens die Verbrauchsabgabe auf Branntwein auf 0,50 Mark für einen Liter reinen Alkohol herabgesetzt; drittens wird § 43 c des Gesetzes betr. die Besteuerung des Branntweins von 1895 aufgehoben. Außer Kraft treten viertens die §§ 77 und 78 des Gesetzes von 1896 betr. die Abänderung des Zuckerst eu e r g e s e tze s, fünftens hat der Bundesrat die Getreidezölle aufzuheben, wenn die Verkaufs-
zur Vorbesprechung der zweiten Lesung zusämmentreten soll. Der Vorsitzende wünscht vergnügte Ferien. Abg. Dr. Hahn dankt dem Vorsitzenden Rettich. Damit ist die e r st e L e s u n g erledigt.
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Ausland.
London, 12. Ang. Ter König nahm heute, in Begleitung der Königin die Parade der Kolonialtruppen ab. Roberts und Kitchener wohnten gleichfalls der Parade bei, nach welcher Ordensauszeichnungen verteilt wurden. Der König richtete an die Kolonialtruppen eine Ansprache, in der er seiner großen Äenugthunng! über den Patriotismus und die Art und Weise Ausdruck gab, wie diese sich in Südafrika hervorgethan haben. Der König fügte hinzu, er werde niemals vergessen, welche Dienste die Truppen deni Mutterlande erwiesen haben. Hierdurch würden die entlegenen Kolonien mehr denn je auf das Engste mit den anderen Teilen des großen Reiches verbunden werden
— Tic Durenführer Botha, Dewet und Delarey werden am Samstag an Bord der königlichen Dacht im* Hafen von Portsmouth vom König empfangen werden. Die Generale kommen am Samstag in Southampton> aus Südafrika an und werden der großen Flotten-Revue1 zwischen Portsmouth und der Insel Wight auf einem vom Kolonialamt zur Verfügung gestellten Tampfer beiwohnm.
— Milner weilt z. Zt. in Laurenco Marquez. Es handett sich wohl um die Einleituna von Unterhandlungen zwischen England unb Portugal fratreffenb die Lütro-turrA
Deutsches Reich.
Berlin, 13. Aug. Kaiser Wilhelm hat dem deutschen Marineattachee in Petersburg, Korvettenkapitän Frhrn. v. S ch i m m e l m a n n, persönlich sein Bildnis mit Widmung überreicht. Kaiser Nikolaus zeichnete ihn durch eine kostbare goldene, mit Brillanten besetzte Daba- tiöre aus.
— Die Kaiserin konnte wegen einer leichten Unpäßlichkeit nicht, ihrer Zusage gemäß, an der Fahnenweihe eines Kriegervereins aus der Umgegend von Cavinen persönlich teilnehmen. Nach der „Elb. Ztg." ist diese Unpäßlichkeit auf einen Unfall zurückzuführen, indem die Kaiserin gelegentlich eines Ausfluges nach dem Seebade Kählberg beim Aussteigen aus der Dampspinasse sich, den Fuß verstaucht haben soll.
— Ter Abg. Ahlw ard t soll nach einer erregten Auseinandersetzung mit seinen ehemaligen Freunden, die in Woldenberg siattsand, darin eingewilligt haben, auf seine Wiederaufstellung im dortjgen Wahlkreise zu verzichten.
— In mehreren Wahlkreisen Badens werden die Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei in den nächsten Tagen Stellung zur Frage der Männer klöster nehmen. Tie Lage ist namentlich durch den Protest der drei badischen Hochschulen so gespannt, • daß man in ernsthaft zu nehmenden polittschen Kreisen mit der Möglichkeit des Rücktritts des Ministers v. Dusch rechnet.
— Ter Allgern. Deutsche Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch) hält vorn 3. bis 7. September in Kreuznach den 43. Allgemeinen Genvssen- schaftstag ab.
Die erste Kommissionslesung des Zolltarifentwurfs gehört älso der Vergangenheit an. Die kleine Schar von Parlamentariern, die in 101 Sitzungen diese Unzahl von Positionen unverzagt aufarbeitete, ging gestern auseinander, um in sechswöchiger Sommerrast von dieser Tage Qual auszuruhen. Noch mehr freilich bedürfen der G*r» f)ohing die Vertreter der Regierung, für die es ein Abgelöstwerd en nur selten gab. Die Erörterung über die Möglichkeit, die aus den Getreidezollerhöhungen usw. zu erwartenden Ueberschüsse für eine allgemeine Witwen- und Waisenversorgung ist, wie bei der ungünstigen Finanzlage und der zurzeit bestehenden Unsicherheit bezüglich des Schicksals des ganzen Tarifentwurfs nicht anders zu erwarten war, refultatlos verlaufen, und sämtliche Verwendungsanträge sind abgelehnt. Bei der zweiten Lesung wird's schwerlich anders kommen. Dagegen steht außer Zweifel, daß die zweite Lesung, besonders die Beschlußfassung über die landwirtschaftlichen Zölle, mit der die Beratung am 22. September wieder ausgenommen werden dürfte, das öffentliche Interesse bei weitem mehr erregen wird, als das bei der ersten Lesung der Fall war. Voraussichtlich wird dann der Reichskanzler in Aktion treten und alles aufbieten, um zu verhüten, daß dem Zolltarif das Schicksal des Mittellandkanals zu teil werde. Einstweilen ruht der parlamentarische Streit, und es ließe sich wohl eine Wette darauf wagen, daß diese Pause aus keiner Seite unangenehm empfunden wird.
Die Zolltariskommissiou
Zur Beratung der Verwendungsanträge lag am Dienstag ein Antrag Heim vor, nach § 11 des Zolltarifgesetzes einen § 11 a einzuschalten: lieber den Ertrag der Zölle der nach den Tarifstellen 1, 2, 3, 4, 102, 103, 105, 106, 107, 132, 133, 134, IGO, 163 zu verzollenden Waren, welcher den Durchschnittsertrag der Zölle aus 1895 bis 1902 der entsprechenden Pos. des gegenwärtigen Tarifs übersteigt, ist durch besonderes, spätestens bis 1. Januar 1910 zu verabscheuendes Gesetz zur Erleichterung der Durchführung der W i t w e n - und Waisen Versorgung Bestimmung zu treffen. Bis zum Inkrafttreten sind die Mehrerträge für Rechnung des Reiches anzusammeln und verzinslich anzulegen. Im Falle des Nichtinkrafttretens des Gesetzes bis zum angegebenen Zeitpunkt sind die Zinsen und Mehrerträge, sowie die eingehenden Mehrerträge den Jnvaliden-Versicherungsan st alten zu überweisen nach Maßgabe der im vorhergehenden Jahre aufgebrachten Versicherungsbeiträge für die Witwen- und Waisenversorgung. Zweitens ein Eventualantrag Geyer, hinzuzufügen, die Zollerttäge aus den Tarifstellen 5, 6, 9, 33 bis 36, 44 bis 48, 162 treten statt am 1. Januar 1910 gleichzeitig mit dem Zolltarifgesetz in Kraft. Drittens ein Antrag Kauitz, den Ueberschuß des Zollertrages gegen jetzt aus den Tarifstellen 1 bis 4, 102, 103, 105, 106, 107, 132 bis 134, 160, 163, zur Ermäßigung der Jn- validitätsbeiträge zu verwenden. Viertens eine Resolution Arendt, den Reichskanzler zu ersuchen, die Zollüberschüsse, wie sie der Antrag Kanitz genannt, zur Mtwen- und Waisenversorgung zu verwenden und thunlichst bald einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Dr. Arendt führt aus, die Erfahrungen mit der Festlegung von Geldern für einen Zweck, den ein zukünftiges Gesetz bestimmen solle, seien schlechte; ein Zwang für die Regierung, die der Sache zuftimme, sei unnötig. Die Jnvaliditätsbeiträge belasten zwar die Bewohner des platten Landes sehr, aber der Antrag Kanitz verschärfe die Gegensätze noch mehr. Staatssekretär Frhr. v. Thielmann erklärt, der Gedanke einer Witiven- und Waisenversorgung fei an sich sympathisch, man müsse sich aber auch der Folgen eines
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Vom französischen Kulturkampf.
In mehreren Ortschaften des Departements Finistöre sind die Ordensschnlen ohne größere Zwischenfälle geschlossen worden. In Mvrlah war der Widerstand jedoch sehr heftig. Während Arbeiter die Thüren des Schulgebäudes einschlugen, steckten die Bewohner Holzscheite, die sie hinter die Thür gelegt hatten, in Brand, sodaß die Feuerwehr alarmiert werden mußte, um das Feuer zu löschen. Die Menge war besonders gegen die die Thüren öffnenden Schlosser aufgebracht, sodaß die Gendarmen des öfteren sie vor der Volkswut schützen mußte. In St. Jean la Poterie mußten die Gendarmen die Menge mit Gewalt auseinandertreiben. Ein Brester Polizeikommissar begab sich in Begleitung einer Abteilung Gendarmerie nach Geuszec, um die Auflösung der dortigen Kongregationsniederlassungen zu erwirken, begegnete aber dem Md erstand der mit Stöcken und Steinen bewaffneten Einwohner. Er mußte sich, ohne seine Aufgabe erfüllt zu haben, zurückziehen. Erst gegen 6 Uhr abends, hat er, von einer Kompagnie des 118. Jnf.-Regts. unterstützt, die Niederlassung unter den Hochrufen einer zweitausendköpfigen Menge auf die Nonnen und die Freiheit geschlossen. Am Dienstag abend legte in Paris der Gerichtsliquidator der aufgelösten Kongregationen Siegel an die Druckerei La Croix an, mit der Begründung, der gegenwärtige Direktor des Blattes sei nur ein Strohmann des aufgelösten Ajsump- tionistenordens, welchem die „Croix" gehört. Das Kriegsministerium erhielt keinerlei Bestätigung des Gerüchts, nach welchem eine Jnfanteriekompagiiie in Quimper sich weigerte, eine gegen die Kongregationsschulen angeordnete M-aßnahme auszuführen.
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Lchen, SH, welches langen Zeil -ei Kindern in befietc jern war, wünscht roieta jche Stellung aus bald.
IX Känrlch Seipp VII, nngshausen, Kreis Alsi.ll
Politische Tagesschau.
Der Stapellauf des „Kaiser Wilhelm II."
Stettin, 12. Aug.
Der Kaiser traf mit Gefolge in Begleitung des Staatssekretärs v. Tirpitz auf dem Torpedoboot „Sleipner" bei kühlem Wetter auf der Werft des Vulkan bei Bredow zum Stapellauf des für den Norddeutschen Lloyd gebauten Schnelldampfers „Kaiser Wilhelm II." ein. Der Kaiser, der Wmiralsuniform trug, wurde empfangen vom Staats-Minister von Geßler, den Zivilbehörden, der Direktion und dem Aufsichtsrate des Vulkan und den Direktoren des Norddeutschen Lloyd. Die Ehrenkompagnie wurde vom Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm IV. (Erstes Pommer. Nr. 2) gestellt. Tausende von Zuschauern begrüßten den Kaiser mit Hurrah von den Tribünen und den zahlreichen Oderdampfern. Der Kaiser begab sich durch eine Ehrenpforte auf die Taufkanzel, wo Fräulein Wiegand das Taufgedicht sprach, welches Dr. Stettenheirn verfaßt hatte. Darauf wurde eine Champagners lasche am Bug des Schiffes zerschellt. Nach dem Stapcllauf, der sich glänzend vollzog, nahm der Kaiser ferner die Maschinenbauanstalt auf dem Oderhof, sowie einen russischen Kreuzer in Augenschein. Hierauf schiffte sich der Kaiser wieder auf dem „Sleivner" ein, und fuhr zum Personenbahnhof in Stettin und begab sich alsbald nach Neugattersleben zur Einweihung des Grabdenkmals der Frau von Alvensleben. Die am Ufer der Oder und auf derselben befindlichen Schiffe waren dicht mit Zuschauern besetzt.
Das Gedicht, das Fräulein Wiegand, die Tochter des General-Direktors des Norddeutschen Lloyd, sprach, feiert den Kaiser, der fein Volk mit Kraft und mit Weisheit zu hohen Zielen führe, der den Blick auf das weite Meer lenke und voranschreite, ' um das Meer in friedlichem Kampfe zu erobern. Ihm möge das Schiff gleichen und kühn wie des Adlers Flug feine Bahnen durch die Meere gleiten. Wo es erscheine, möge es den Ruhm des deutschen Namens verkünden, und immer und überall möge das Glück über dem Schiffe schweben.
Der neue Riesendampfer „Kaiser Wilhelm II." ist das größte der deutschen Handelsmarine, und besitzt die größte Länge aller bisher erbauten Schliffe. Trotz seinen ungeheuren Dimensionen zeigt der neue Dampfer, auf dem Wasser schwimmend, so elegante fast zierliche Formen, daß man von feiner Größe erst einen Begriff bekommt, wenn man feine Einzelheiten betrachtet. Der Dampfer würde, an Land gebracht, einen hinreichend großen Tunnel für unsere Normallokomotiven abgeben. Er besitzt einen Durchmesser von 5 und eine Höhe (über Deck) von 18,5 Metern. Tie Fortbewegung des Dampfers geschieht mittels zweier, zu beiden Seiten des Steuers befindlichen, Schrauben von je vier Flügeln, welche die Kleinigkeit von je ca, 600 Zentnern wiegen und einen Durchmesser von ca. 71/2 Meter besitzen. Diese Schrauben werden von Maschinen in Bewegung gesetzt, welche 38000 Pferdekräfte indizieren und dem Schiff eine Geschwindigkeit von ca. 23 Seemeilen pro Stunde geben werden- Verschwindend klein ist der Mensch gegen fein Bauwerk, und doch genügt eine Bewegung von ihm, um dem Kolloß Leben zu verleihen — ein Druck auf einen Hebel und die Maschine kommt in Gang. Für alle Apparate an Bord kommt Dampfkraft in Anwendung, so auch bei dem Heißen des'Ankers, der natürlich auch eine, der Größe des Misses entsprechend, Schwere besitzt.
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V O monatlich 7oPs., viertel-
Giehener AnzeigeiM
** General-Anzeiger " v v kür den polit. u. allgern.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZWZ __________________________ ” zeigemeil: Hans Beck.
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