Dienstag 13.Mai 1902
ISS. Jahrgang
Zweites Blatt.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Nr. HO
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Ausland.
London, 12. Mai. Unterhaus. Bei der zweiten Lesung der Finanzbill erklärte Schatzkanzler Hicks Beach, die Regierung würde sich aber für die Zukunft die Erwägung der Frage Vorbehalten, wie das hierdurch entstehende Defizit zu decken sei . Harcourt begründet einen Abänderungs- antrag, in welchem erklärt wird, daßj das Haus es adle hnt, auf Getreide und andere für die Bolksnährung in erster Reihe notwendige Artikel einen Zoll zu legen. Parlamentssekretär der Admiralität Arnold Forster teilt mit, daß die Erneuerung des Abkommens der Admiralität mit der White Star-Linie nahe bevorstehe und zwar mit einer Zusatzbestimmung, nach welcher diese Gesellschaft ohne Zustimmuno der Admiralität keines der Schiffe, welche dem Abkommen unterließen, einer fremden Flagge übertragen darf. Die Admiralität sei benachrichtigt woäen, daß nichts in dem von der Gesellschaft mit Pier- vont Morgan getroffenen Uebereinkommen dem Rechte der Admiralität entgcgenstehe, die Bestimmungen ihres Abkommens mit der White Star-Linie bezüglich der subventionierten Schiffe geltend zu machen. Chamberlain erklärt in einer an Howard Vincent gerichteten schriftlichen Antwort, um die gänzliche Abschaffung der Zuckerprämien zu sichern, sei es nötig gewesen, darauf einzugehen, daß ftcmder und britischer Kolonialzucker in den Stand gefetzt werden, auf dem englischen Markte unter gleichen Bedingungen zu konkurrieren. Ein bestimmter Zeitpunkt für die Beratung der Brüsseler Zuckerkonvention könne zur Zeit nicht festgesetzt werden .
Budapest, 12. Mai. Im Abgeordnetenhausc gab der Abgeordnete Franz Kossuth die Erklärung ab, daß die Unabhängigkeitspartei jeden Versuch, den mit Oesterreich ab^ischliehenden Ausgleich zu Ungunst en Ungarns abzuändern, mit der schärfsten Obstruktion, eventuell mit parlamentarischer Revolution beantworten würde. Er hoffe, daß £>ie Krone diese Erklärung ebenfalls vernehmen und Ungarn vor dem Schicksal bewahren werde, daß auch hier, wie in Oesterreich, Erie LeSenschaften aufgewühlt und alle Verhältnisse auf den Kops gestellt werden.
Paris, 12. Mai. Das Ergebnis der Stichwahlen itz folgendes: Gewühlt sind 3 Konservative, 17
heutige Dummer umfaßt 8 Seiten.
Protest der Städte gegen deu Zolltarif.
Aus Berlin. 12. Mai, wird uns geschrieben:
Die heutiae Kundgebung des Deutschen Städtetages gegen den Zolltarifentwurf, gegen jede Erhöhung der Zolle auf unentbehrliche Lebensmittel, hat einen Verlauf genommen, der ohne Uebertreibungeu ein imponierender genannt werden muß. Rur ist zu bedauern, daß diese Protestversammlung, in der 77 deutsche Kommunen vertreten waren, erst jetzt veranstaltet wurde. Eine Einsprucherhebung kann nie früh genug erfolgen, inib sie Hütte z. B. unter dem Eindruck, den im Juli vorigen Jahres die Veröffentlichung des Tarifentwurfs hervorrief, sicher kräftiger gewirkt. Ja, noch früher war es au der Zeit, die hochwichtigen Interessen der deutschen Kommunen an der Neugestaltung des Zolltarifs energisch wahrzunehmen, da ja seit Jahren von den Vertretern der Regierung kein Hehl daraus gemacht wurde, ' daß die Nahrungsmittel-Zölle eine erhebliche Steigerung erfahren sollten.
Der Berliner Oberbürgermeister Kirschner eröffnete die Versammlung und betonte, man habe davon abgesehen, schon auf dem letzten preußischen Städtetag die heutige Frage zu erörtern, weil einmal die Frage des Zolltarifs eine deutsche Angelegenheit sei, und zweitens, weil damals die Stellung der Reichsregierung noch nicht klar gewesen wäre.
Die Stellungnahme des Reichstags war aber doch nach dessen Zusammensetzung unschwer vorauszusehen. Immerhin kann selbst rn diesem späten Zeitpunkt der Protest der Städte noch seine Wirkung auf dre endliche Ausgestaltung des Zolltarisgesctzes haben. Denn unbeachtet können weder Reichstag noch Regierung den einmütig gefaßten Beschluß aller hervorragenden Kommunalvertretungen lassen.
Die enffcheidenste und am meisten einleuchtende Rede hat Oberbürgermeister Gauß-Stuttgart gehalten. Das Erfrischende und Erfreuliche dieser Ausführungen war vor allem die echt süddeutsche Offenheit, womit der Redner über den Entwurf urteilte. Man blicke scheel auf die Entwickelung der Städte, der alte Haß gegen die Städte trete hier wieder zu tage. Die Rede erreichte chren Höhepunkt in folgenden Sätzen: „Wird diese Vorlage Gesetz, so stehen wir vor einem nationalen Unglück. Wir wollen aber nicht nur Schlimmes verhüten. Wir wollen eine aufstrebende Entwickelung unseres Vaterlandes. Wie war ein solcher Entwurf überhaupt nur- möglich? Es ist der Haß gegen die Stadt! (Lebhafter Beifall und Zuruf.) Was wäre Deutschland ohne die Städte! Sie sind die Träger der Kultur, und darum ist es ein s e l b st m ö r d e r i s ch e s V o r g e h e n, die Städte schädigen zu wollen. Thorheit ist es, vom Reichtum der Städte zu sprechen. Wir wissen es am besten, wie schwer der Städter zu arbeiten hat. Dennoch sind wir nicht aus Egoismus zusammeugckommen, sondern weil wir der Ueber- zeugung sind, daß die Kommunen nicht ruhig zusehen dürfen, wenn der Gesamtheit ein Schaden droht."
An Stelle des durch einen Trauerfall verhinderten Stadtrats Fischbeck behandelte Stadtrat Dr. Weigert als Korreferent das Thema der Handelsverträge, deren Notwendigkeit für Deutschland er nachzuweisen sucht. „Und mut komme man, führte er aus, mit solchem Taris, der die schwersten Befürchtungen übertreffe. Deun niemals kann Deutschland darauf rechnen, seine Jndustrieerzeugnisse nach Rußland, Nordamerika, Ungarn, Argentinien usw. aus- sühren zu können, wenn es dem Produkt dieser Länder, dem Getreide, die Grenzen sperrt. So wolle man die Lebenshaltung verschlechten: und die Erwerbsthätigkeit beeinträchtigen. Durchdrungen vom Gefühl ihrer Verantwortlichkeit wollen die Städte dagegen ihre Stimme erheben. Indem wir das thun", schloß er, „handeln wir für das, Wohlergehen, den Fortschritt und den Frieden unseres deutschen Volkes!"
Ohne Diskussion wurde unter lebhaftem Beifall folgende Resolution angenommen:
„Die heute in Berlin versammelten Mitglieder deutscher städtischer Gemeindebehörden sprechen sich, unbeschadet ihrer grundsätzlichen Stellungnahme zu den Zollfragen, gegen jede Erhöhung für Zölle auf unentbehrliche Lebens mittel aus und erwarten gleichzeitig, daß die gesetzgebenden Faktoren auf die Fortsetzung und den Ausbau der bewährten Politik langjähriger Handelsverträge bedacht sein werden."
Die offiziöse „Nordd. Allgem. Zta." teilt nur die Leso lution des Städtetages mit, ohne Erwähnung der Sprecher. ______________________________________________
ix. a. äußerte, es sei doch recht schade, daß die hervorragenden Befähigungen Liebers für staatsmännische Geschäfte nicht direkt für Reich oder Staat nutzbar gemacht werden könnten dadurch, daß derselbe in ein höheres Reichsoder Staats-Amt trete unb ihn fragte, ob er vorkommenden Falls nicht dazu geneigt sein würde. Die Antwort Liebers lautete: „Wenn schon, dann erschiene mir ein Amt be - gehrenswert, das des preußischen Finanz-Mini st ers". Nur sehr wenigen näheren Freunden hat,Dr. Lieber über dieses Gespräch Mitteilung gemacht mit der Bitte um absolute Diskretion. Vollstcmdig richtig ist es, daß der Kaiser am 28. März 1898 zur Erinnerung an die Verabschiedung des Flottengesetzes dem Dr. Lieber sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift und Widmung überreichen ließ. In der letzteren war namentlich die vaterländische Gesinnung Liebers hervorgehoben. Gerade diese Anerkennung des Kaisers hat Lieber große Freude bereitet.
— Die allgemeine Ausdehnung der Kranken- Versicherung auf die H e i m a r b e i t er , zu der dem Bundesrat durch Gesetz vom 20. Juni 1900 die Ermächtigung erteilt ist, soll wie aus einem Erlaß des Handelsministers zu ersehen ist, jetzt durchgeführt werden. Es ist beabsichtigt, die zwangsweise Krankenversicherung der Haus- Gewerbetreibenden mit dem 1. Januar 1903 in vollem Umfange eintreten zu lassen.
— Der Zentralausschuß der fteisinnigen Volkspartei beschloß am Sonntag, nach Erstattung des Geschäftsberichts und einer Vertrauenskundgebung für die Parteileitung, den nächsten allgemeinen Parteitag am 27. bis 29. September in Hamburg abzuhalten.
— Am 10. d. M. ist das neue Seemannshaus in Tsingtau eröffnet worden, welches denselben Zwecken, wie die beiden bereits vorhandenen Seemannshäuser der kaiserlichen Marine in Kiel und Wilhelmshaven dienen soll. Der Staatssekretär des Reichs-Marineamts hat zu der Ein- wechungsfeierlichkeit folgendes Glückwunschtelegramm ab- aesandt: Meinen aufrichtigen Glückwunsch zur Weihe des stattlichen Hauses. Dtöge es seinen Gästen unseren braven Mannschaften, stets ein deutsches Heim auf deutschem Boden bieten.
Wiesbaden, 12. Mai. Der Kaiser unternahm gestern nachmittag eine Spazierfahrt nach dem Neroberge mit daran anschließendem Spaziergang. Nach der Theatervorstellung versammelte der Kaiser gestern abend die Herren seiner Umgebung zum Bier um sich. Hierzu waren geladen Graf Görtz, Gesandter Prinz Ratibor, Professor Uphues, Professor Knack fuß und Professor Salzmann. Heute morgen ?y2 llhr unternahm der Kaiser einen Spazierritt und hörte später im Laufe des Vormittags den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts.
Halle a. S, 12. Mai. An der heutigen Einweihung des neuen Handelskammergebäudes nahmen Handelsminister Moeller, Untcrstaatssekretär Lohmann, Oberpräsident v. Boetticher und andere Vertreter der königlichen und städtischen Behörden teil. Minister Moeller teilte mit, der Kaiser bekundete lebhaftes Interesse für die künstlerische Ausgestaltung des Baues. Ferner gab der Minister verschiedene Auszeichnungen bekannt. — Unmittelbar nach dem Festakte in der Handelskammer, wurde der Präsident der Kammer, Ku h 1 o w , vom Gehirnschlag getroffen. Er starb bald darauf.
Colmar i. E, 12. Mai. Der Colmarer Gemeinderat beschloß einstimmig, dem Kaiser den Dank für die Entschließung in der Diktaturfrage auszusprechen.
Deutsches Keich.
Berlin, 12. Mai. Der „Reichsanzeiger"' meldet: Dm Präsident des Reichsgerichts, Oehlschläger, erhielt du Brillanten zum Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichen laub. Reichsgerichtsrat Stellmacher erh*ekt den Roter Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub.
— Der frühere Gouverneur von Stuttgart, General: leutnant Frhr. v. Lupin, ist, 72 Jahre alt, gestorben.
— Heute begeht der Gen.-Lt. z. T. Adolf v. Knobb« den Tag, an dem er, wenige Tage vor seinem 17. burtstag, vor 50 Jahren beim 3. Art.-Regt, ein getreten ist
— Von einem näheren wohl informierten Freund, des verstorbenen Abgeordneten Dr. Lieber geht der „Ger mania" über die sogenannte Lieber-Legende eb seltsamer Bericht zu, dem wir folgendes entnehmen: Boi mehreren Jahren, als Minister v. Miguel noch im Amt war, hatte derselbe bei einem zufälligen Zusammentrcffei eins Unterredung mit Dr. Lreber. m deren Verlauf e
Nationalisten, 16 antiministerielle Republikaner, 29 Republikaner, 42 Radikale, 40 sozialistische Radikale, 21 Sozialisten, 4 Guesdisten. Die Konservativen gewinnen 2 und verlieren ebensoviel Sitze, die Nationalisten gewinnen 15, verlieren 17, die antiministeriellen Rupubllkaner gewinnen 13, die Radikalen gewinnen 14, verlieren 11, die sozialisti- chen Radikalen gewinnen 12, verlieren 10, die Sozialisten gewinnen 8, verlieren 4, die Guesdisten gewinnen 2, verlieren 1 Sitz. Somit sind, unter Hinzurechnung des Ergeb' nisses der Hauptwahl 587 Wahlresultate bekannt und unter Zugrundelegung der von den Gewählten vor der Wahl über ihren Dartelltandpunkt abgegebenen Erklärungen ergiebt fidi otgenbe Zusarnmensetzung der Parteien in der neuen Kammer: 50 Konservative, 59 Nationalisten, 99 antiministerielle Republikaner, 111 Republikaner, 129 Radikale, 90 radikale Sozialisten, 43 Sozialisten, 6 Guesdisten.
Haag, 12. Mai. Das heute mittag ausgegebene Bulletin konstatiert eine fortschreitende Besserung in dem Befinden der K ö n i g i n. Jede weitere Gefahr könne als ausgeschlossen gelten.
Schloß Loo, 12. Mai. Heute nachmittag machte die Köni gin-Mutter eine Spazierfahrt zu Wagen in die Umgebung des Schlosses. Diese Ausfahrt, die erste feit acht Tagen wird als Beweis dafür angesehen, daß das Be ftnden der Königin sehr gut ist.
Haag, 12. Mai. Das Zentralkomitee des Niederländischen Roten Kreuzes erhielt am 9. Mai die amtliche Mitteilung, daß die englische Regierung den niederländischen Ambulanzen nicht gestatten konnte, daß sie sich zu den Burenkommandos begeben.
Madrid, 12. Mai. Die Festlichkeiten anläßlich der Krönun gs feier des Königs nahmen mit einem Pferderennen ihren Anfang. Aus ganz Spanien bringen die Eisenbahnzüge tausende von Menschen. Die Polizei trifft umfassende Vorsichtsmaßregeln und brachte viele verdächtige Personen in Gewahrsam.
Barcelona, 12. Mai. Die Polizei überraschte eine heimlich tagende Versammlung der Anarchisten und verhaftete 37. Dieselben erklärten, sie versuchten eine Revision des Montjuich Prozesses durchzusetzen.
Stockholm, 12. Mai- Ter Reichstag nahm heute in gemeinsamer Abstimmung mit 199 gegen 168 Stimmen die Vorlage zur Bewilligung von 20 Millionen Kronen für den Bau neuer Kasernen an. Die Minorität stimmte für 16 und eine halbe Millionen.
Petersburg, 12. Mai. Der Mörder Ssipjä- gins wurde zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil unterliegt noch der kaiserlichen Bestätigung.
Shanghai, 12. Mai. Wie aus Peking verlautet, protestierte der russische Gesandte gegen das neue englisch-chinesische Eisenbahn-Abkommen, insbesondere auch gegen das darin vorgesehene fremde militärische Subdirektorium bei der chinesischen Regierung nachdrücklich. Auch der Vertreter der Vereinigten Staaten soll dem Abkommen wenig Sympathie entgegenbringen. Nach russischer Versicherung enthielte das Abkommen einen Artikel, durch den anerkannt wird, daß der Eisenbahn-Gesellschaft auch Konzessionen zustehen für die Linien von Tientsin nach Paotmgfu und von Tingtschau direkt nach Tangsachu und von Peking in der Richtung auf Kalgan.
Aie vulkanische Katastrophe aus Martinique.
Das entsetzliche Unglück, das die Insel Martinique betroffen hat, gab Kaiser Wilhelm Anlaß zu einem Telegramm an den Präsidenten Loubet, in dem er dem französischen Volke seine Teilnahme ausdrückt und zur Unterstützung der die Katastrophe Heb erlebenden 10 000 Mark spendet. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut:
Seiner Exzellenz dem Präsidenten der Republik, Paris. Tief bewegt durch die Nachricht von der schrecklichen Katastrophe, welche St. Pierre betroffen, und welche einer Bevölkerung das Leben gekostet hat, die ihrer Zahl nach fast die erreicht, welche in Pompeji um kam, beeile ich mich, Frankreich den Ausdruck meiner aufrichtigen Teilnahme auszusprechen. Möge Gott, der Allmächtige, die Herzen derjenigen trösten, welche unersetzliche Verluste beweinen. Mein Botschafter wird Euerer Exzellenz den Betrag von 10 000 Mark übergeben, um den Betroffenen zu helfen. Wilhelm.
Auf das Telegramm des Kaisers traf folgende Antwort des Präsidenten Loubet ein:
Paris, 11. Mai. Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm in Wiesbaden. Sehr gerührt von dem Beweise der Teilnahme, welche Euere Majestät die Güte hatten, mir anläßlich des schrecklichen Unglückes, das Frankreich betroffen hat, auszudrücken, bitte ich Sie, meinen lebhaften Dank, wie auch die Versicherung der Dankbarkeit der Opfer entgegenzunehmen, denen »ie zu Helsen beabsichtigen. Emile Loubet.
In Frankreich ist man zunächst bemüht, den Ueberleben- den der Katastrophe schleunige und ausreichende Hilfe zukommen zu lassen. Es hat sich laut telegrapischer Meldung aus Paris zur Unterstützung der Bewohner von Martinique ein Komitee gebildet, oas unter dem Vorsitze des gegenwärtigen Kolonialministers steht und dem als Mitglieder die früheren Minister der Kolonien, die Deputierten und Senatoren der Kolonien, die Direktoren der großen Finanzinstirute usw. angeboren. Präsident Loubet benachrichtigte das Komitee, daß er ihm 20000 Francs zur Verfügung stelle; der Kabinettsrat zeichnete sich mit 5500 Francs in die Liste ein.
Auch die amerikanische Regierung beteiligt sich tfiatfrüftig an dem Hilfswerk. So hat der Senat einen GesetzLNtwurs angenommen, der den Präsidenten ermächtigt, für die Notleidenden in Französisch-Westindien die notwendigen Bedürfnisse zu beschaffen, und zu diesem Zwecke


