tia bte internationale Knnstgewerbe-Aus-
Wellung eröffnet Der Herzog von A o st a als Vorsitzender des Ausstellungskomitees hielt eine Ansprache. Er gedachte der Betheiligung aller Nationen und sagte, diese gäben damit einen neuen SBeroeis ihrer niemals verleugneten Liede für das schöne Italien, die hehre Mutter aller Künstler. Redner sprach im Namen des Königs den Vertretern der verschiedenen Nationen Tank aus für bie eifrige Förderung der Bestrebungen. Tie Ansprache rief lebhaften Beifall hervor. Es folgten Reden des Ministers Nasi, der Bürgermeister von Turin und Rom. Hieran schloß sich ein Rund- ,ang durch die Ausstellung an.
Radsport. Wie schon initgeteilt, findet am 15. Juni für den Gau IX des D. R. B. die diesjährige Gaufahrt nut dem für alle Vereine gleichen Ziele „Gießen" statt. Nach erfolgtem Eintreffen der Vereine ist mittags ein großer Preis corfo in Aussicht genommen, an den sich am nachmittag große Amateurrennen auf dem Sportplatz an der Hardt anschließen werden. Hierzu ist folgendes Ausschreiben bereits ergangen: 1. Erstfahren 2000 fuhr. 2. Hauptfahren 8000 Mtr. (Einspurige Cchrittmachermaschlnen jeder Art gestattet.) 3. Gauverbandswanderpreisfahrcn 2000 Mtr L Vorgabefahren 2000 Mtr. o. Mehrsitzersahren 2000 Mtr. 6. Bei genügender Beteiligung Rennen für die unter 2 thätig gewesenen Schrittmacher.
Loudon, 10. Mai. Ter „Daily Telegraph" meldet: Ter Herzog von Connaught teilte Lord O'Brien mit, er habe em Schreiben des Deutschen Kaisers erhalten mit dem Ersuchen, die Bedingungen des im Juli 1902 in Eork stattfindenden internationalen Wettruderns möchten den Vorständen den l s ch e r Ruder vereine mitgeteilt werden, damit eine deutsche Mann- schäft ausgestellt werde, die sich am Wettkampf beteilige.
Landwirtschaft.
Die 12. ordentliche Generalversammlung der Central Genossenschaft der Hess, landw. Consumvereine findet am Donnerstag, den 15. d. M., in Darmstadt statt. Wir entnehmen dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1901, daß am Ende beff eiben 104 landwirtschaftlichen Genossenschaften und Vereine und 6 Einzelpersonen der Eentral-Genoffenschaft als Mitglieder angehören. Dieselben besitzeii ein Geschästsgut- haben von 15 969 Mk. und es entspricht den 165 Geschäftsanteilen eine Haftsumme von 82 500 Mk. Der Reservefonds betrug Ende 1901 20 000 Mk., die Betriebsrücklage 40 000 Mk. Der Ge- samtwaarenbezug, bestehend in der Hauptsache aus Hilfsdünger, Lrastfuttermittel, Sämereien Kohlen, Torfstreu, Schwefel, Kupfervitriol re. betrug 401466 Zentner im Werte von 1 213 725,64 Mk. ober 75313 Zentner = 18,75 pEt. und 132 852 Mk. = 11 pCt. mehr als im Vorjahre. Das Gewinn- und Verlustconto zeigt einen Gewinn von 46139,41 Mk. Der Aussichtsrat beantragt bei Oer Generalversammlung neben einer entsprechenden Dotirung des Reservefonds und der Betriebsrucklage, sowie einer Verzinsung der Geschäftsguthaben mit 5 pCü, eine Waarendividende von 3 pCt Die Eentralgeuoffenschaft, welche seit Jahrzehnten in ruhiger und zielbewußter Arbeit ihrer Aufgabe gerecht zu roerben sucht, kann mit den gewonnenen Ergebnissen wohl zufrieden fein. Sie ist zu einem bedeutenden und unentbehrlichen Faktor im wirtschaftlichen Leben unserer landwirtschaftlichen Bevölkerung geworden und genießt nach allen Setten hin das größte Vertrauen.
t-. lieber die Frostschäden und über die Schäden, die harter Schneefall herbeigebracht hat, wird aus verschiedenen Gegenden geklagt Glücklicherweise sind größere Schäden nur ganz lokal ent- ftanben. So soll im südlichen Odenwald die Apfelblüthe erheblich gelitten haben. Von anderer Seite indes wird behauptet, daß die Apfelblüche nur ganz vereinzelt beschädigt sei. Aus Rheinhessen wird berichtet, daß der Weinstock in ausgedehntem Matze gelitten habe, fingerlange Triebe seien nach vorausgegangenen Regenschauern völlig erfroren. Im vorderen Odenwalde soll der beste Roggen durch Schneedruck am empfindlichsten geschädigt sein. Dagegen wurde der entstandene Schaden an der Bergstraße nicht
o hoch angeschlagen, rote bas nach verschiedene« Zettungsbenchten geschehen war. xritt bald wärmeres Wetter em, fo roirb bei dem sonst guten Stand der Saaten der Frostschaden verhältnismäßig leicht 'überwunden fern, nur die geschädigten Weinberge werden darin eine Ausnahme machen. An der Gegend zwischen Frank- f u r t und Mainz bat der fruhgesäete Roggen die Achrcn noch vollständig, die Apfelbäume blühen ad, der Flieder steht auch in un- geschützten Lagen in voller Blüthe, an Nußbäumen, Akazien, Kastanien, die doch alle sehr empfindlich sind, konnte ich feinen Frost- chaden wahrnehmen, Zwischen Frankfurt und D a r m ft a b t sieht m Folge der Kälte der spat gefäele Roggen sehr blaß aus, auch der ewige Klee auf den Sandäckern scheint gelitten zu haben, es werden hier noch vielfach Kartoffeln gepflanzt. In der Umgebung von Frankfurt haben aufgegangene Kartoffeln und Bohnen durch Frost gelitten. Auch der ungeschützte Wein am Spalier. Im Annoncenteil der Zeitungen tauchen die Weinversteigerungen auf, wahrscheinlich in Erwartung Höherer Preise infolge der AUarm- nachrichten über Frostschäden. Was dem Einen ferne Uhl ist, ist dem Andern seine Nachtigall.
Gerichtss"al.
a Gießen, 12. Mai. Gewerbegericht. Den Vorsitz fuhrt Stadtverordneter Keller. Als Beisitzer fungieren Friseur Ger- Hardt von hier und Eigarrenmacher Rudolph von Wieseck. — Die Klage des Kutschers Earl Aug. Pasbach hier gegen ben Hotelier Kühne hier roegen Entschädigung wurde kostenpflichtig abgewiesen, weil durch die Zeugenaussage des Oberkellners des Beklagten als erwiesen angenommen werden mußte, daß Kläger mit der Entlassung ohne Einhaltung der gesetzlichen Küiidigungssrist einverstanden gewesen ist. — Der Schuhmacher Friedrich Bernhardt zii Weilburg klagt gegen den Hotelbesitzer Nauheimer hier auf Zahlung von 50 Mk. Entschädigung. Ter Beklagte habe seinen, des Klägers Jungen als Kochlehrlttig angenommen unb aus- gefordert, die Lehre anziitreten. Als er dem Jungen die nötigen Kleider beschafft und mit ihm nach Gießen gereist sei, habe der Be- klagte inzwischen sein Hotel verkaiist gehabt und den Lehrvertrag nicht mehr erfüllen können. Der Streit wurde durch Vergleich bet- gelegt.
Darmstadt. 12. Mai. Wetzen gefährlicher Körperver- l etzung wurden kürzlich vom hiesigen Schöffengericht zu 100 Mk und 120 Mk. Geldstrafe verurteilt der Tenor B i r r e n k o v e n und der Tenor Brunow vom hiesigen Hostheater. Sie waren in angeheiterter Stimmung im vorigen Jahre in einem Restaurant mit Studenten aneinander geraten.
Schweidnitz, 10. Mai. Wegen Sittlichkeitsverbrechen an seinen Schülerinnen hatte sich vor der Strafkammer der Lehrer Reinhard Mücke aus Oelje, Kreis Striegau, zu verantworten. Tie unter Ausschluß der Oeffentlichkeit erfolgte Beweisaufnahme ergab 45 Fälle, in denen feine Schuld erwiesen wurde. Tas Urteil lautete auf sechs Jahre Zuchthaus und sechs Jahre Ehr- verlutt.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Budapest, 10. Mai. Nach den bisher vorliegenden Anmeldungen sind 85 pCt. der zur Konversion kommenden Staatstitres zum Umtausch antzemeldet. Die Anmeldungen erstrecken sich gleichmäßig auf sämtliche Katetzorien der konvertierten Werte. Deutschland, Holland und Frankreich haben den Umtausch bereitwillig ausgenommen, und auch in Oesterreich sind, obwohl der Umtausch dort auf manche Schwierigkeiten gestoßen ist, bedeutendere Beträge angemeldet.
New-Aork, 10. Mai. Die Pacific Eommercial Eable Company hat ihr Betrrebskapital von 3 auf 12 Mill. Doll, erhöht, um die zur Vollendung des Kabels von San Francisco nach Manila notwendigen Geldmittel zu beschaffen.
Märkte.
Gießen, 13. Mai. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmartt kosteten: Butter pr.Psd. 1,10—1,20 Mk., Hühnereier! Stck. 5—6Psg., Gänseeier 10—12 Pfg., Enteneier 6—0 Pf., Käse vr. Sttick 5—7 Pf., Käsematte 2 Stck. 0—0 Pfg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Linsen per
Ltter 32 Pfg^ Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. Stuck 1 00—1,50 Mk., Hahnen pr. Stück 1,20—1,80 Ack., Enttn pr. <stud 2,40—2,60 Mk., Gänse pr. Psd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch J>r. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schwem^ fleisch pr. Pfimd 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 66—70 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50-70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Rar. 2,80-3,50 Mk., Weiß raut per Stück 00-00 Psg., Zwiebeln pr. Zenmer 7,50—8,50 Mk., '-Utua) per Liter 18 Psg. Acpfcl per Psd. 0—60 Psg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg.
Dauer der Marktzeit von morgens < Uhr bis nachmittag* 1 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten Verkaufsplätzeli und nicht im Umherziehev icilgcboien werden. __ _.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Wetter
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Höchste Temperatur am 11 12. Mai + 10,9° C.
Niedrigste „ „ 11. 12. „ — 0,2u C.
79 8E.
-J1 NW.
94 WNW.
F
Die Beleidigungen, Ä S
° ** J der Wäsche ausgestoßm
werden, vermindern sich, wenn man die Wäscherinnen ermahnt, entiveder nur mit Serfa oder wenigstens mit einem Zusätze von Serfa zu waschen. 3372
Leibniz, Hannelade Cahes-Tabrik 0
Die deutsche chemische Industrie hat ben Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung, zu denen man hinsichtlich eines der niedrigst stehenden pflanzlichen Gebilde, der Hefe, gelangt ist, einen neuen Triumph zu verdanken. Es ist nämlich festgestellt roorben, daß sich in der Hefe alle die Extraktstoffe vorfinden, die der tierische Körper enthält. Das führte zu dem Versuche, ein Präparat daraus herzustellen, das m seinem Gehalt und Werte bcin Fleischextrakt entsprechen mußte. Und in der That ist dieser Versuch nicht nur in einer glänzenden, sondern auch in einer geradezu überraschenden Weise gelungen, insofern nämlich, als das pflanzliche Präparat vor dem tierischen Vorzüge entwickelt hat, die man kaum erwarten durfte. Bekanntlich ist der Fleischextrakt kein eigentliches Nährmittel, sondern mehr ein Geschmackserreger. Dieselbe Eigenschaft besitzt auch das pflanzliche Produkt, das unter dem Namen „Siris" ein- geführt wird. Nur mit dem Unterschiede, das; Fleischextrakt dem Siris hinsichtlich seiner Ausgiebigkeit und Württraft erheblich nach- steht. Dadurch schon würde Siris den Fleischextrakt vorteilhaft ersetzen. Da es sich außerdem aber im Preise um die Hälfte bilttgÄ stellt, so erscheint es geradezu als eine wirtschaftliche Wohlthat für die weiten Volksschichten, die der hohe Preis des Fleischextraktes von seinem Konsum ausschließt.
Damenlländschähe Preislagen 1 Waag, wÄ
i>rekems5Mng
auf Jacketts, Kostüme, schwarze Paletots, Regen-Paletots, Capes. 36ie Carl Nowack.
Bekanntmachung.
In dem hiesigen Handelsregister, Abt. A, wurde heute oorgemerkt: Die offene Handelsgesellschaft E. Fritzges & Reuning zu Allendorf a. Lumda ist in Folge Ausschetdens des Gesellschafters Carl Fritzges erloschen. Das Geschäft ist mit Actioen und Passiven auf den seitherigen Gesellschafter Wilhelm Reuning übergegangen und wird unter der Firma „Wilhelm Reuning" weitergefuhrt.
Gießen, den 12. Mai 1902. 3683
Großherzogliches Amtsgericht.
Wßherzoglich Hessische Landes-zrriMnstalt.
Die Stelle eines einjährig-freiwillige« Hilfsarztes wird am 20. Juni frei und soll alsbald auf ine Dauer eines Jahres wiederbesetzt werden. Bargehalt 600 Mk. neben freier Station. Verpflichtung auf die Dauer eines Jahres. Psychiatrische Vorbildung nicht erforderlich. Bewerbungen werden zunächst brieflich hierher erbeten.
Heppenheim a. d. 33., den 12. Mai 1902. 3682
Großherzogliche Direktton der Landes-Irrenanstalt.
Medizinalrat Dr. Bieberbach.
Bilanz am 31. Dezemöer 1901.
Aktiva. Jt
1. Kaffenbestand 796.82
2. Ausstände 505.91
3. Warenvorrat nach
Einkauf 7659.84
4. Utensilien 137.38
Passiva. Jü H
1. Warcnschulden 2986.50
2. Aufgenommenes
Kapital 1500.—
3. Stammguthaben 520.—
4. Reseroefond 1643.41
5. Betriebsrücklage 1511.05
6. Reingewinn 938.99
9099.95
9099.95
Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1900 101
Während 1901 gingen zu 3
8681 104
Während 1901 gingen ab —
Daher Stand der Mitglieder Ende 1901 104
Beuern, den 10. Mai 1902.
Der Vorstand
des landwirtschaftlichen Konsumvereins Beuern 11.
Konrad Sommerlad IV., Ph. Lindenstruth V., Direktor. Lagerhalter.
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