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Vermischtes.
"Osnabrück, 10. Mai. Der Großherzog von Weimar lehnte es, trotz wiederholter Berliner Einwirkungen, entgiltig ab, den Pastor Wein gart für die Gemeinde Nöda, die Herrn W. bekanntlich zu ihrem Seelsorger gewählt hatte, zu bestätigen.
' * Petersburg, 11. Mai. In Grosnyi (Kaukasus) wurde gestern Abend ein starker Erdstoß verspürt. Im Flecken Oniksehty, im Kreise Wilkomir, äscherte eine Feuers- brunst 160 Häuser ein.
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Kin Millionen-Schwindel.
Mir berichteten bereits gestern von dem ungeheuerlichen Betrüge, den das Ehepaar Humbert in Paris Jahre lang zu verüben uno zu verdecken verstand. Heute sei eine ausführliche Darstellung der Machinationen dieses sauberen Ehepaares gegeben.
Die beiden Leute lebten auf großem Fuße. Frau Humbert gab vor, sie sei die rechtmäßige Besitzerin von 100 Millionen, die ihr durch Erbschaft zugesallen seien, und um diese Millionenerbschaft führte sie jahrelange Prozesse mit zwei Brüdern Crawford 18 Jahre lang rief das Ehepaar die Zivilgcrichte einschließlich der Zivilkammer des Kassationshofes au, um zu ihrem angeblichen Rechte zu gelangen.
Der ganzen Affaire liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Im Jahre 1883 lebten in Toulouse, dem Heimatsort vieler unter der dritten Republik berühmt gewordener Leute, in einem Hause zusammen der spätere Justizminister Humbert und die Witwe eines verarmten Gascogner Edel- manues Namens d'Aurignac. Hr. Humbert, der damals Professor der Rechtswissenschaften an der juristischen Fakultät von Toulouse war, hatte einen Sohn, Frederic Humbert; die Witwe d'Aurignac, die ein kleines Putzgeschäft betrieb, hatte zwei Töchter, Therese und Marie. Eines Tages, es steht nicht ganz genau fest, in welchem Jahre, ging an dem Laden der Madame d'Aurignac ein alter Herr vorbei, der ohnmächtig wurde und im Niedersallen die Scheiben des Schaufensters des d'Aurignacschen Geschäftes zertrümmerte, wobei er sich nicht unerheblich verletzte. Madame d'Aurignac und ihre Töchter, von denen die älteste, Therese, schon erwachsen, die jüngste, Marie, noch ein Backfisch war, nahmen sich des erkrankten fremden Mannes an, verpflegten ihn in ihrer Wohnung und heilten seine Schäden. Dieser Mann hieß, oder soll geheißen haben, Crawford. Noch im Jahre 1883 starb besagter Crawford. Und nun sangen die Rätsel an. Niemand weiß bis jetzt anzugeben, wo Hr. Crawford geboren, noch wo er gelebt, noch wo er gestorben; der Sage nach ist er Engländer gewesen, der Name läßt ja auch daraus schließen; er soll aber auch lange in Amerika gelebt haben-. Kurz, als er starb, hinterließ er in einem Testament, das bisher niemand gesehen hat, der ältesten Tochter der Witwe d'Aurignac in Toulouse, Frl. Therese d'Aurignac, die Kleinigkeit von 100 Millionen, die aber niemand jemals sah. Die 100 Millionen wurden Frl- d'Aurignac, die in Fleisch und Blut existiert, von dem mysteriösen Mr. Crawford jedoch nur unter allerlei Bedingungen und den verschiedenartigsten Verklausulierungen hinterlassen. Immerhin galt die Erbschaft für so gut, daß sich Frl. Therese d'Aurignac bald darauf mit dem Sohne des Professors und späteren Justizministers Humbert, Fre- döric Humbert, der inzwischen wiederholt Abgeordneter gewesen ist, vermählte.
Und seit dieser Zeit hat nun ein Vorgang begonnen, den Hr. Waldeck-Rousseau, als er noch nicht Ministerpräsident war, sondern nur der angesehenste Advokat des Pariser Barreau, eines Tages den ,/größten Schwindel des Jahr- • Hunderts" genannt hat. Frl. Therese d'Aurignac, die jetzige Frau Fredöric Humbert, trat nämlich niemals in den Besitz, wenigstens nicht in den freien Besitz der hundert Millionen des Mr. Crawford, denn gleichzeitig mit dem Testament, das sie zur Erbin einsetzte, tauchte ein anderes Testament Mr. Crawfords auf, angeblich vvm gleichen Tage datiert wie das der Frau d'Aurignac-Humbert. In diesem sozusagen Zwillingstestament war nicht Therese d'Aurignac, sondern waren zwei Neffen des verstorbenen Mr. Crawford, zwei Brüder, Robert und Henry Crawford, zu Universalerben eingesetzt, mit der Bedingung, an Frl. Therese d'Aurignac, die spätere Frau Humbert, eine Rente von 30000 Fr. monatlich zu zahlen und außerdem 30 Millionen oder so etwas dem Frl. Marie d'Aurignac zukommen zu lassen, wenn diese einen der Brüder Crawford heirate. Das Wunderbare an diesem zweiten Testament und an den durch dieses Testament zu Erben eingesetzten Brüdern Henry und Robert Crawford ist nun wieder, daß auch sie bis jetzt noch kein sterbliches Auge erblickte. Madame Humbert hat einen Advokaten in Paris, die Brüder Crawford haben einen Advokaten in Rouen. Beide Advokaten verkehren jedoch, wie das im Gesetz begründet ist, nicht mit ihren Klienten oirekt, sie brauchen das wenigstens nicht notwendigerweise zu thun, sondern sie bekommen ihre Instruktionen von dem Avoue ihrer Klienten. Nun haben wohl der Advokat und der Avouö der Mme. Humbert diese schon gesehen, sogar oft. Aber weder der Advokat noch der Avons der Brüder Crawford haben einer: dieser Brüder je zu Gesicht bekommen, ja der Crawfordsche Advokat kennt nicht einmal den Aufenthaltsort seiner Klienten. Das hat aber nicht verhindert, daß Mme. Therese Humbert, assistiert von ihrem Manne Frsderic Humbert und bis vor kurzer Zeit auch von dessen Vater, dem ehemaligen Justizminister Humbert, sowie Frl. Marie d'Aurignac einerseits und die Brüder Henry und Robert Crawford andererseits seit vielen Jahren an allen nur denkbaren Gerichtshöfen einen wahren Rattenkönig von Prozessen mit einander führten, um die mysteriösen 100 Millionen des ebenso mysteriösen Mr. Crawford senior zu erlangen. Jedesmal, wenn die Prozesse zu Ende zu gehen drohten, dann schlossen die beiden streitenden Parteien einen Vergleich ab, und jedesmal, sobald dieser Vergleich eingegangen war, wurde er entweder von einem Teil gebrochen oder angefochten und wieder umgestoßen.
Die Gerichte hatten nach der Gerichtsordnung immer nur. die Aktenlage zu prüfen, keineswegs aber zu erforschen, ob die 5)undert-Millionen-Erbschaft wirklich existiere. Und da die Entscheidungen meist zu Gunsten der Humberts aus- fielen, gelang es diesen, Banken und Private zu täuschen. Der Organisator dieser Manöver war ein Parmentie-r, der inzwischen in Havre verhaftet wurde.
laübnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Haufe Settersweg 50. 38. Desgl. des Hermann Will dahier zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Burggraben 9. 39. Desgl. des Fritz Kremer dahier zum Gastwirtschastsbetrieb im Hause Mar- burgerstraße 68.
Sos. Von der Heidenmiffiou in China. Allen Freunden des Werkes der Heidenrnission, die sich seinerzeit über die scharfen und zum größten Teil ungerechtfertigten Angriffe, der die Mission anläßlich der Kämpfe in China ausgesetzt war, betrübt haben, wird die Nachricht von einer glänzenden Ehrenerklärung für die Mission, die der Gouverneur der chinesischen Provinz Schan-si ausgestellt hat, erfreuen. Die von den Verfolgungen schwer betroffene evangelische China-Jnland-Mission, die tief im Innern von China arbeitet, hatte es abgelehnt, für ihre Verluste an Hab, Gut und Leuten eine Geldentschädigung anzunehmen. Dafür wurde an 15 Hauptorten der Provinz folgende Erklärung des Gouverneurs angeschlagen:
„Nach gründlicher Untersuchung der Tbatsachen bin ich, der Gouverneur, zur Erkenntnis gekommen, daß Sie christliche Religion die Menschen auf allerlei Weise zu einem tugendhasten.Leben anzuhalten sucht. Die Missionare haben unentgeltlich Arzeneien an Kranke abgegeben und zurzeit der Hungersnot Almosen verteilt. Sie opfern fort und fort große Summen für wohlthätige Zwecke und verwenden große Sorgfalt auf deren Verteilung. Sie behandeln jedermann mit großer Achtung und machen feinen Unterschied zwischen unserem und ihrem Land. Wir Chinesen haben sie dagegen scheel angesehen, haben ihnen statt der gebührenden Achtung Ungerechtigkeit und Verachtung entgegenaebracht. Das müssen wir mit Scham bekennen. Letztes Jahr sind die Boxers mit List und Gewalt gegen sie vorgegangen, und das unverständige Volk hat mit ihnen gemeinsame Sache gemacht. Dadurch kam es überall zu Aufruhr und Blutvergießen. Die Häuser der Missionare wurden ohne Unterschied des Landes und ihrer Nationalität niedergebrannt und die Missionare selbst mit Schwert und Spieß getötet. Dabei ließ man sich Grausamkeiten zu Schulden kommen, als ob unser Volk eine Horde roher Wilder wäre. Wenn wir das Verhalten der Missionare mit dem unseren vergleichen, so kann niemand, der es mit Recht und Vernunft hält, sich des Gefühls der Scham für das, was vorgekommen ist, erwehren."
Und nun mahnt der Gouverneur unter Hinweis darauf, wie die Mission auf jegliche Vergeltung verzichtet habe, dem Beispiele der Missionare zu folgen, die, wie er sagt, „es verstehen, zu vergeben, wie sie Jesus gelehrt hat". Das ist eine höchst erfreuliche Kundgebung. Es fehlt auch sonst nicht an Anzeichen, daß die schweren Zeiten, die die Mission in China erduldet hat, nicht vergebens gewesen und das Blut der Christen nicht umsonst geflossen ist. Von ihrem gottergebenen Leiden und Sterben und von ihrem Glaubensmut sind tiefe Eindrücke ausgegangen, die ihre nachhaltige Wirkung wohl noch weiterhin offenbaren werden.
el. Schotten, 8. Mai. Heute fand hier die 18. Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenklubs statt, die sehr gut besucht war. Forstmeister Diefenbach-Schotten, eröffnete die Versammlung, indem er die Vertreter der Zweigvereine herzlich bewillkommnete. Der Rechenschaftsbericht, der von Steuerkommissär Kriegk-Schotten versaßt war, bewies, daß das Interesse der Zweigvereine im verflossenen Jahre ein recht reges war und überall Einrichtungen getroffen worden sind, die das Besteigen unseres Gebirges leicht und angenehm machen. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Plane, auf dem Tauffteine einen Brsmarckturm zu errichten, geschenkt. Dieser Turm ist um so notwendiger, da die beiden Gerüste auf dem Taufstein vollständig bau-^ fällig sind. Es wurde beschlossen, daß der Vorstand der nächsten Generalversammlung einen Plan nebst Kostenberechnung über einen massiven Bismarckturm vorlegen soll. Neu ausgenommen wurde der Zweigverein Sch lier- bach -Wächtersbach. Die Rechnung wies eine lleber- ausgabe von 13 Mark auf. Ms Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Herbstein bestimmt. Dem Zweigverein Grebenhain wurden ausnahmsweise 30 Mark bewilligt, außer der Farbe zu Markierungen, da diesem Verein früher 50 Mark zugesprochen waren, die nicht verausgabt wurden. Außerdem wurden zur Wiedererrichtung des Hainig-Turmes bei Lauterbach und des Gerüstes auf der Herchenhainerhöbe je 100 Mark in den Voranschlag ausgenommen. Endlich wurde die dringend geworbene Frage bezügl. des Ausbaues der Küche im Klubhaus gelöst. Es wird eine bedeckte Halle errichtet, welche die Küche ausnimmt, und ev. Ausenthalt im Freien bietet- Die Kosten hierfür werden aus dem Aktienkapitalfonds gedeckt. Der alte Vorstand wurde wiedergewählt mit der Aenderung, daß für Lehrer L i n ck - Rudingshain Amtsrichter Pfeifer-Schotten, eiutritt. Zum Vereinsorgan wurden die empfohlenen „Touristischen Mitteilungen bestimmt. (Unliebsam verspätet.)
Darmstadt, 12. Mai. Vom ehemaligen Pastor Dissel» hoff kommen immer mehr Schwindeleien in Trebbin zu Tage, je weiter die Untersuchung schreitet. Unter anderem hat er noch im Februar d. I. der Oberin Spannagel in Darmstadt 1500 Mk. abgeborgt und als Deckung einen Schuldschein mit gefälschten Unterschriften der Mitglieder des Trebbiner Gemeindekirchenrats ausgestellt.
** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. In Worms hat sich in einer Wirtschaft in der Speyererstraße in Gegenwart der Wirtsleute und eines Kollegen ein Besucher einer dortigen Lehranstalt mittels Revolvers durch einen Schuß in die Schläfe erschossen. Es wird geistige Störung bei dem Selbstmörder vermutet. Der Verstorbene hatte am Tage vorher noch eine Anzahl Briefe geschrieben. — In Mainz wurde der Schreinermeister Schnorrenberger von drei Unteroffizieren mit den Säbeln lebensgefährlich verletzt. — In Wiesbaden starb der Direktor Ludolf Meyer von der Hamburg-Amerika-Linie, der dort zur Kur weilte, nach einer Blinddarmoperation im städtischen Kranken- hause. Die Leiche wird nach Hamburg gebracht.
Kunst und MMMft.
Turin, 10. Mai. In Gegenwart des Königspaares, bet Prinzen und Prinzessinnen, der Minister Zanardelli, Giolitk unb Balenzano, der Vertreter der Behörden und fremden Künstler wurde
Vielleicht wäre der Zusammenbruch noch unterblieben, wenn das Ehepaar Humbert, welches 56 Millionen im Laufe der Jahre zu entlehnen vermochte, von denen 16 Millionen durch Aufnahme immer neuer Anleihen getilgt wurden, schließlich noch eine einzige Million für einen Herrn Catbani hätte auftreiben können. Dieser Herr aber haßte das Ehepaar aus Privatgründen und wollte keinen Ausgleich, keine Vertröstung. Der zweite dringende Gläubiger, Morel, war schon daran, seine Klage zurückzuziehen, weil chrn weisgemacht worden war, der famose Erbfchaftsprozeß betreffend die Humbertschen Millionen sei niedergeschlagen worden und das ganze Geld bleibe in der Familie. Ein kostbarer Schmuck, der bei einem Juwelier von den Humberts entliehen war, wanderte am letzten Dienstag ins Psandamt. Von dem Erlös wurde die Hum- bertsche Dienerschaft mit 7000 Francs beschenkt, und damit war die Diskretion der Domestiken erkauft. Nun aber sollte das Testament endlich vorgezeigt werden; da nahm das Ehepaar Humbert Reißaus und ermöglichte seine Flucht, indem es seinem Advokaten Dubuit, dem ehemaligen Stabträger der Advokaten, sagte: „Wir begeben uns aufs Land, sind «a ber zur Eröffnung der Kasse, in der sich das Testament und die 100 Millionen befinden, wieder zurück." Thatsächlich befand sich nämlich; die Familie d'Aurignac- Humbert im Besitz eines mit sieben Siegeln — buchstäblich genommen — verschlossenen Geldschrankes, in dem die 100 Millionen Mr. Crawfords )en- enthalten sein sollten. Die Aufbewahrung dieses Geldschrankes war der Frau Therese Humbert laut Uebereinkommen mit dem Advokaten der Brüder Crawford zugesprochen worden. Der Advokat Dubuit glaubte dem Ehepaar. Auch der Vater Humberts, sowie mehrere Pariser Notare, ein Gouverneur der Banque de France, sowie mehrere Senatoren und Abgeordnete und die nationalistische Presse gelten als schwer belastet.
Unter den Gläubigern befinden sich der Credit Foncier, welcher Realitäten mit U/t Millionen belehnte, die Socißtö Generale, Credit Industrie!, Banque de France, welche aber bezahlt ist, mehrere belgische und nordfranzösische Häuser, und in Paris das Haus Bernard, dessen einer Chef kürzlich durch die Humberts zum Selbstmord getrieben wurde, ferner der Juwelier Dumoret, der Marquis Cazeaux, Graf Bra- nicki und andere.
Bei der Haussuchung in der Humbertschen Wohnung ereignete sich ein heiterer Zwischenfall. Auf der Straße, wo Tausende Neugieriger warteten, verbreitete sich die Nachricht, Herr Humbert sei hinter einem Möbel versteckt gefunden und verhaftet worden. In Wahrheit war es ein bekannter Pariser Reporter Jules Huret, dessen Anwesenheit von der Wirtschafterin entdeckt worden war. Die Frau erklärte ihn für einen Einbrecher und drang auf seine Verhaftung. Huret verließ nach Feststellung seiner Identität das Haus, war aber Augenzeuge der gerichtlichen Kassenöffnung gewesen, und diese ergab, daß sich Wert- lapiere in Höhe von 20000 Francs, wert- oje Schmucksachen und alte Zeitungen in der Kasse befanden.
Wunder muß es einen nehmen, daß es dem Verbrecherpaare so lange gelang, den Advokaten Dubuit, der Vor- itzender des Advokatenvereins und einer der hervorragendsten Advokaten in Paris ist, zu täuschen. Oder ob auch er mit den beiden unter einer Decke steckte?
Aus Stadt und Land.
Gießen, 13. Mai 1902.
- Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 9, enthält: 1) Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung des Fonds zur Gewährung von Beihilfen bei Ueberschwemmungen für das Rechnungsjahr 1899,1900 und 1900/1901 betr. 2) Ueber- icht der von Großh. Ministerium des Innern für das Etatsahr 1902/03 genehmigten Umlagen der Kommunalbedürfnisse, in den Landgemeinden dds Kreises Alzey. 3) Uebersicht der ür das Jahr 1902/03 genehmigten Umlagen zur Bestreitung )er Gemeindebedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg. 4) Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern für das Etatsjahr 1902/03 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Lauterbach. 5) Konkurrenzeröffnung. 6) Sterbefälle.
**TagesordnungfürdieSitzungderStadt- verordneten-Versammlung Donnerstag, den 15. April 1902, nachmittags 4 Uhr. 1. Mitteilungen. 2. Verbreiterung der Kreisstraße von Gießen nach Heuchelheim. 3. Korrektion der Kreisstraße von Gießen nach Gleiberg. 4. Verlegung der Kreisstraße von Gießen nach Krofdorf. 5. Baugesuch des Jakob Stein für die Stephanstraße- 6. Gesuch des August Kilbinger dahier um Erlaubnis zum Aufbau eines 3. Stockwerkes aus seine Werkstätte Kaplans- gasse 9. 7. Baugesuch des Eisenbahnfiskus für den Bahnhof Gießen; hier: für die Stellwerke 2, 3, 4, 5 und 14. 8. Baugesuch des Friedrich Benzler für den Asterweg. 9. Baugesuch der Firma Birkenstock & Schneider dahier für die Landgrafenstraße. 10. desgl. für den Brandplatz. 11. Baugesuch des Maurermeisters Jh. Gg. Pfaff für den Schiffen- bergermeg. 12. Gesuch des Joh. Nickel dahier um Erlaubnis zur Aufstellung einer Lokomobile im Gießener Stadtwald. 13. Die Rechnung der Stadt Gießen pro 1900/01. 14. Desgl. des Stadterweiterungsfonds für 1900/01. 15. Dekretur von Rechnungen. 16. Antrag des Stadtverordneten Dr. Gaffky auf Einführung der Formaldehyddesinsektion. 17. Beschaffung von Feuerlöschgerätschaften. 18. Straßenauffül- lung in der Kepler- und Bismarckstraße. 19. Kohlenbedarf für das städt. Elektrizitätswerk. 20. Herstellungsarbeiten im Hause Bahnhofstraße 66. 21. Ueberwölbung des Klingelbachs von der Stephanstraße bis zur Löberstraße. 22. Gesuch um Ueberlassung eines Bleichplatzes. 23. Gesuch der Gemeinbe Trohe um Abgabe von Streulaub. 24. Gesuch des Wilhelm Rudolph daher um Erlaß der Anerkennungsgebühr für Ueberwölbung des Schoorgrabens. 25. Gesuch der Lehrerin Math. Frank dahier um Uebemahme der Unterhaltung von fünf Begräbnisplätzen auf dem hiesigen Friedhof seitens der Stadt. 26. Beschwerde der Spengler und Installateure betr. das Gaseinrichtungswesen- 27. Gesuch der Gießener Omnibusgesellschaft um Deckung des im Betriebs- jahr 1901/02 erwachsenen Defizits seitens oer Stadt. 28. Vertilgung der Blutlaus: hier: Wahl der Kommission. 29. Anstellung eines Friedhofsaufsehers für den Friedhof am Rodtberg. 30. Das Personal des Stadtbauamtes; hier: Ur- laubsgejuch des Technikers Pairan. 31. Gesuch des August Hell zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Westanlage 39. 32. Desgl. des Georg Seipp zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Liebigstraße 3. 33. Gesuch des Karl Loth dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Hammstraße 14. 34- Desgl. des Eugen Asprion dahier im Hause Neustadt 31. 35. Desgl. des Johann Appel Ehefrau dahier im Haufe Schloßgasse 9. 36. Desgl. des Emil Mütter dahier im Hause Aiegelpfad 38. 37. Gesuch des Gustav Trinkaus um Er
wiesen, denen man aber vielfach mit berechtigtem Mißtrauen gegenüberstehe. Jene hätten sehr hohe Berwalt- ungskosten, arbeiteten zu teuer, verlangten vaher zu hohe Prämien und machten bei der Entschcidigungsfrage leicht Schwierigkeiten. Man beantrage deshalb, eine Pferdever- sicheruriAsgesellschaft für das ganze Land anzustreben. — Nachdem verschiedene Redner sich zustimmend geäußert, andere die Ortsversicherunaskassen als zweckmäßiger hervorgehoben hatten, andere die in Ob er Hess en bestehenden immer nur eine Anzahl von Ortschaften umfassenden Pferdeversichemngsvereine in Grünberg, Nidda, Alsfeld rc. rühmend hervorgehoben hatten, einigte man sich dahin, eine Kommission aus In t er e sis ent en der 3 Provinzen des Landes zu bestellen, die sich über die Frage schlüssig machen und der nächsten Hauptversammlung das Ergebnis vortragen soll. Man war der Ansicht, daß die bestehenden Pferdeverficherungen sich gegebenenfalls an die Landesversicherungsgesellschaft unter Wahrung ihrer Selbstständigkeit anlehnen würden. — Danach schloß der Vorsitzende nach Worten des Dankes die Sitzung. Die nächste Versammlung soll in Großgerau statt find en.
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