Derweil' ich zu Bozen im „Schwarzen Greif', So wird es mir Heller im Schädel.
Bi« giebt's keine Kellner, befrackt und steif —
§ umsorgen mich jungfrische Mädel.
Da vergess' ich des Lebens Zickzacklauf, Da chauen verschneite Gedanken auf, Und manches lustige Lied wird reif, Derweil' ich -u Bozen im „Schwarzen Greift.
Deim rast' ich zu Bozen im „Schwarzen Greift, So hör' ich kein Kritteln und Lästern.
Da schweigt der Parteien politisch Gekeif, Man denkt nicht an morgen und gestern. Man schaut auf die leuchtenden Gipfel hin, Man giebt sich der Stunde mit offnem Sinn Und hort nicht der Sorge raschelnden Schweif, Verweilt man zu Bozen im „Schwarzen Greif'.
Beim Glase Terlaner im „Schwarzen Greif', Ta ivachsen dem Frohsinn bte Schwingen — Und wer auch sonst mir ein Locklied peif, Sein Ruf wird machtlos verklingen.
Das gastliche Haus un schönen Tirol, Das macht mich im innersten Herzen wohl.... Und es fallt auf den Weg wie Frost und Reif, Muß ich endlich scheiden vom „Schwarzen Greif'.
* Ein Ballgespräch. In einem kleinen Nest Ostpreußens findet ein Bürgerball statt. Natürlich kennen sich sämtliche Damen und Herren dem Ansehen nach scbon seit langer Zeit, werden aber trotzdem einander durch den Vorstand sehr zeremoniell vorgestellt. — Dem Fräulein F. soll Herr Pfeiffer bekannt gemacht werden und dies geschieht in folgender Weise. — Einer der Herren des Vorstandes sagt vorstellend: „Freeilein, der Herr Feeiffer!" — worauf das Frl. F. mit einem schnippischen „Ich weeiß!" antwortet. — Herr Pf. beginnt nun, sich mit Frl. F- zu unterhallen und fragt: Herr Pf.: „Kennen Sie dem Herr Spergies?" Frl. F.: „Nei!" Herr Pf.: „Ei dem Herr Blubbereit?" Frl. F.: „Nei, denn kenn ich all ehr dem Herr Spergies!" Man beginnt zu tanzen, und während des Tanzens entwickelt sich folgende Unterhaltung: Frl. F.: „Finden Se es nich hier sehr staubig?" Herr Pf.: „Wieso?" Frl. F.: „Na sehn Se, wenn man spuckt, denn siebt es immer solche Kullerchens!" In der Tanzpause fragt Herr Pf.: „Freeilein, is Ihnen heeiß?" Frl. F.: „Ja!" Herr Pf.: „Wollen Se Eeis?" Frl. F.: „Ja!" Herr Pf.: „Jeden Se Jald (Geld)!" Schließlich in der Kafseepause ist Herrn Pf. der Unterhaltungsstoff ausge- Sangen, und beide sitzen bereits seit einiger Zeit sprach- >s nebeneinander. Plötzlich fängt jemand im Nebenzimmer an, Aavier zu spielen, und dies begeistert Herrn Pf. zu der Frage: „Spielen Se Klavier, Freeilein?" Frl. F. (verlegen): „Das war ich gar nich." („Simplic.")
Universitäts-Nachrichten.
— Wie verlautet, wird der Prof, der Wiener theologischen Fakullät Dr. Erhard einem Rufe an die Universität zu Freiburg i. Br. Folge leisten.
Gerichtssaal.
Ncwyork, 11. April. Die Appellationsabteilung des höchsten Gerichtshofes bestätigte die Verurteilung Johann Most's wegen eines in seiner Zeitung yurZeit der Ermordung Mac Kinleys veröffentlichten ausrührerischen Artikels.
Kandel und KerKrhr. Volkswirtschaft.
Frankfurt a. M., 11. April. Der Aufsichtsrat der A k - kumulatoren werke System Pollak wird heute folgende Erklärung veranlassen: Um Mißverständnissen vorzubeugen, erklärt der Aussichtsrat heute ausdrücklich, daß er von vornherein überzeugt war, daß irgendwelche Unredlichkeit bei dem hochehrenwerten Charakter des Direktors Mafsenbach ausgeschlossen war. Es ist denn auch um so bedauernswerter, daß eine Persönlichkeit, welche in so seltenem Maße allseitige Hochachtung genoß, durch selbstverschuldete Ucberarbeitung den Kopf verlieren konnte, weil die Ergebnisse der Bilanz nicht den Erwartungen entsprachen.
Vertin, 11. April. Die gestern hier versammelten 36 Vertreter deutscher Stabeisenwalzwerke stellten einstimmig fest, daß in allen Revieren starke Beschäftigung vorliege, sowie daß die auf der letzten Zusammenkunft in Köln beschlossenen Mindestpreise für den Verkauf erheblich überschritten worden sind. Die in Aussicht geiwmmene Bildung eines allgemeinen Stabeisensyndikats wurde von allen weiten freudig begrüßt und die erforderlichen Vorarbeiten in die einzelnen Gruppen verwiesen.
Chicago, 10. April. Siebzig hervorragerrde Geschäftsleute aus den östlichen, mittleren und westlichen Staaten trafen heute hier zusammen, um eine von Parteirücksichten unabhängige nationale Reziprozitätsliga zu bilden. Der Vorsitzende der Versammlung erklärte, die Reziprozität werde rasch die wichtigste Frage für die Verein. Staaten werden.
— Bom Kohleusyndikat. Das Syndikat fuhrt augenblicklich wieder einen größeren 'Auftrag für Feinkohlen für das Ausland aus. Infolgedessen zeigt der Kohlenmarkt weitere Entlastung.
— Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft. Die bereits früher erwählüc Gejellschast zur Einführung von Erfindungen, an der die Herren Professoren Geheiinrat Riedler und Stumpf beteiligt sind und die den Ankauf und die Verwertung von patenten bezweckt, ist nunmehr perfekt geworden. Tas Stammkapital beträgt 500 000 Mk. Zunächst hat die Gesellschaft die Ricdler-Stumpf'schen Patente auf eine Dampfturbine und aus Kondencatpumpen in das Bereich ihrer Thätigkeit gezogen.
— 4proz. Griechische Goldrente vom Jahre 1889. Im Frühjahre 1898 sind den Gläubigern dieser Rente anläßlich der Bezahlung des Coupons vom 1. April 1898 mit 30 Prozent Bescheinigungen (Certificate) erteilt worden, denen zufolge ein eventueller werterer Nachcmpfang von 2 Proz. statthaft ist. Wie wir erfahren, findet die Einlösung dieser Certificate mit 2 Proz. vom Nennbeträge des ursprünglichen Coupons noch während der ganzen Verjährungs* zeit des Coupons, nämlich bis zum 31. März 1903, statt. Es dürste sich daher enrpsehlen, dieselben baldigst zur Zahlung einzureichen, um einen Verfall des Nachbezugsrechtes von 2 Prozent zu vermeiden.
Zum SyndikatSwcscu. Gestern haben wir auf eine in Ber- lm slaltfindende Versammlung von Vertretern von Syndckaten aufmerksam gemacht und heute können wir mitteilen, daß diese Versammlung beschloß, einen Ausschltß von sechs Mitgliedern zu wählen, der im Verein mit dem Zentraloerband deutscher Jn- duslrieller eine wirksame Vertretung der deutschen Kartelle vorbc- reuen soll. Wie ein Berliner Blatt meldet, soll die Gründung unter Linderem besonders dazu bestimmt sein, gegenüber etwaigen gesetzgeberischen Maßnahmen, die sich gegen sie richten sollten, 11raner zu organisieren. Zu der Versamnllung waren etwa 100 Vertreter von Kartellen geladen.
Viehmarkt. Tas Geschäft konnte sich auch während der ver- gcmgeneu Berichtswoche au den einzelnen Mäcklen durchaus nicht beleben, und die Umsätze waren im großen Ganzen nur mittelmäßige. Hauptsächlich klagen die Metzger, über sehr stauen Geschäftsgangs was natürlich zur Folge hat, daß die Preise für prima und mittlere Sorten nicht Stand halten können. Wie immer steht prima Großvieh im Vordergründe des Handels, der Abzug hierin entsprach nicht jenem der Vorwoche, es blieb ziemlich Ueberftaiib* Hierdurch waren natürlich mittlere Qualitäten bedeutend weniger beachtet, der Umsatz war auch sehr gering. Kälber waren etwas besser gehnndelt, die Umsätze hierin jedoch nur an einzelnen Märkten flott, während die Mehrzahl der Märkte nicht ausverkaufen konnten. Fette Schweine gegenüber den Vorwochen etwas bester berücksichtigt, im allgemeinen waren jedoch die Umsätze nicht
sehr belangreich, sodaß noch sehr viel unverkaufte Ware abgefuhrt wurde.
Märkte.
Gieße«, b. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Pfd. 1,10—1,20 Mk., Hühnereier iStck. 6 Pfg., Gänseeier 12—14 Pfg., Enteneier 7—8 Pf^ Käse vr. Stuck 5—7 Pf^ Kasematte 2 Stck.0—O Pfg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Lmsen per Liter 32 Psq^ Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. Stück 1,00—150 StL Hahnen pr. Stück 1,20—1,80 Mk., Enten pr. Stück 2,40—2,60 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg^ Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rnrdfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 64—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,50—3,80 Ack„ Weißkraut per Stuck 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7,50—8,50 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 0—00 Pfg., tu Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg.
Dauer der Marktzeit von morgens 7 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten Verkaufsplätzen und nicht im Umherziehen fellgeboten werden.
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
. F- T. Mit wem, haben Sie sich eigentlich einen verspäteten Aprilscherz erlauben wollen? Sie glauben hoffentlich nicht im Ernst, daß sich der „Gieß. Anz." zu derartigen Anulkungen der Behörden hergiebt!
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Darmstadt, 12. April. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Prinz undPrinzessinHeinrich von Preußen haben heute früh die Rückreise angetreten und sich zunächst nach Bonn begeben. Am Bahnhof verabschiedete sich der Großherzog auf's herzlichste von seinen Gästen.
Berlin, 12. April. Der Kaiser begab sich heute Vormittag 9 Uhr auf den Schießplatz Kummersdorf. Gestern Abend waren der Rektor der Berliner Universität und Ministerialdirektor Alth off zum Thee geladen.
Berlin, 12. April. Die nächste Sitzung der Zolltarifkommission findet erst am Dienstag statt.
Stuttgart, 12. April. Den Anarchisten ist cs gelungen, vor einigen Tagen in der Nähe von Stuttgart eine geheime Anarchist en-Konferenz abzuhalten, ohne daß die Polizei dieselbe hätte verhindern können. In Bezug auf Agitation und Propaganda sollen wichtige Beschlüße gefaßt worden sein. Das Anarchistenblatt „Die Freiheit" soll künftig in größerem Format erscheinen. Redaktion und Verlag bleiben in den Händen des bisherigen Verlegers Klink in Bietigheim. — Für die Maifeier wird in Anarchistenkreisen lebhaft Propaganda gemacht und es wird für völlige Arbeitsruhe eingetreten.
London, 12. April. Nach Mitternacht ließ das Kriegsamt entgegen den abends zirkulierenden Friedensgerüchten offiziell erklären, daß der Krieg nicht beendet, sondern daß unoerweilt neue Truppen-Verschiffungen nach Südafrika stattfinden würden.
Loudon, 12. April. Der Bericht Lord Methuens über das Gefecht bei Tweebosch ist nunmehr veröffentlicht worden. Er enthält keine neuen Einzelheiten, ausgenommen, daß Methuen sich heftig über die Haltung der Peomanry beschwert. — Lord Roberts besichtigte gestern 1000 Mann Truppen der Garde, die nach Südafrika abgehen. Die Einberufung von 20 000 Mann Truppen wird vorbereitet.
London, 12. April. Gestern ging in den verschiedenen Teilen der Stadt das Gerücht, der Friede sei abgeschlossen. In Portsmouth hatte der Bürgermeister bereits seine Freunde eingeladen, um den Friedensschluß! mit Champagner zu begießen. In Dover war angeblich ein Telegramm Lord Roberts eingetroffen, worin der Friedensschluß mitgeteilt wurde. Im Kriegsamt erhielt man unzählige Telegramme, in welchen nach Einzelheiten gefragt wurde. Es hieß, das Kriegsamt habe von Kitchener ein Telegramm erhalten, nad); welchem ihm die Friedensbedingungen unterbreitet wurden, welche von Steijn und seinen Anhängern herrübrten.
London, 12. April. Gestern abend ist plötzlich ein Kabinettsrat auf heute in das Auswärtige Amt einberufeu worden. Tie Minister mußten ihre Reisepläne aufgeben. Diese Thatsache wird auf das Eintreffen wichtiger Depeschen Kitscheners über die Friedens-Verhandlungen zurückgesührt.
London, 12. April. Das Kriegsamt giebt bekannt: 1000 Mann Gardetruppen, die der Oberstkommandierende gestern besichtigte, sind die erste Abteilung irischer Truppen, die zum Winterfelt^ug nach Südafrika abgehen. Tie weiteren Truppennachschübe folgen von der nächsten Woche ab, nämlich 7000 Mann Infanterie, 1000 Mann Artillerie, 7000 Mann Deomanry und 5000 Mann Kolonialtruppeu.
Brüssel, 12. April. Gegen 11 Uhr nadjtS erfolgte in der Rue Haute ein neuer Zusammenstoß, bei dem ein Schutzmann durch zwei aus der Menge abgegebene Schüsse verwundet wurde. Um lU/g Uhr ließ die Polizei das Volkshaus räumen. Dabei wurde ein Artillerie-Leutnant durch einen Steinwurf am Kopf verletzt. In der Rue Escalier wurde alle Augenblicke geschossen. In der Rue Alesbiens wurde ein Manifestant bei einem Zusammenstoß durch einen Säbelhieb verletzt. Vernehmung der im Laufe des Abends Verhafteten hat bereits während der Nacht begonnen.
La Louviere (Belgien), 12. April. Beim Herankommen von Gendarmen wurden dieselben von einer Gruppe Arbeiter, unter der sich auch Frauen befanden, ausgepfiffen. Die Gendarmerie ergriff ihre Gewehre und schoß in den Haufen. Eine furchtbare Panik bemächtigte sich der Menge. Ein junges Mädchen fiel mitten in die Stirn getroffen tot nieder. Ein Arbeiter wurde schwer, mehrere andere leicht verletzt. Die Menge war sehr aufgeregt und suchte nach Waffen, um sich zu rächen. Als die Gendarmen zurückkamen, spieen ihnen die Frauen ins Gesicht und riefen ihnen „Mörder" zu. Ein Arbeiter zeigte einem Gendarmen seine blutende Hand und rief: „Dich kenne ich unter Hunderten wieder heraus. Ich werde mich rächen." Vier Personen wurden verhaftet und von den Gendarmen mit gezogenem Revolver ins Gefängnis abgeführt.
Petersburg, 12. April. In der Haupt-Jng enieur- Verwaltung sind große Unregelmäßigkeiten entdeckt worden, die mit Landesv errat in Zusammenhang stehen.
Klerksdorp, 12. April. Die Vertreter der beiden
Buren-Regierungen berieten am Mittwoch nach, mittag und heute. Es nahmen nur diese Vertreter daran teil. Ter Verkehr mit irgend wem außerhalb ist nW gestattet.
Hongong, 11. April. In der Provinz Kwangsi ist ein Aufstand ausgebrochen. Heber 1000 Eingeborene find bereits getötet worden. Die reguläre Armee ist ohnmächtig, die Ruhe wieder herzustellen.
Uöchtutliche IkbrrOdit brr Todtgfalle in der Zladt Kietzes.
13. Woche. Vom 23. bis 30. März 1902.
Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Militärs 'Sterblichkeilsziffer: 22,08, nach Abzug von 4 Drtsfremben 14,05 °/ro.
Kinder
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, rote viel der Todesfälle in der betreffendeit Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Es starben an: Zusammen: Erwachsene
im
Lebensjahr:
vom
2.—15. Jahr
1.
Diphtheritis
1 (1)
—
—
1 (1)
Lungenschwindsucht
1
1
—
—
Tuberkulose des Ge-
Hirns
1
—
—
1
Lungenentzündung
2 (1)
2 (1)
——
—
Nierenentzündung
1
1
—
—
Schlagfluß
1
1
—
—
Krebs
1
1
—
Blutflcckenkrankhell
1 (1)
—
—
1 (1)
Lebensschwäche
2 (1)
—
2 (1)
—
Sumina:
11 (4)
6 (1)
2 (1)
8 (2)
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
April
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
11. 226
741,4
+ 15,6
7,0
53
ESE.
2
Bew. Himmel
11. 9“
742,2
4- 10,3
8,5
92
bi NE.
2
Regen
12. 7"
744,0
+ 9,5
7,4
86
N.
2
Bew. Himmel
Höch
te Tem
per atm
am
10. bis
11. A
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17,7» <x
Niedrigste
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11.
6 +
5,8° 0.
Von Mund zu Mund hat sich der Ruf der „Patent-Myrrholm- Seife" als unübertroffene hygienische Toiletteseife fortgepflanzt und groß ist heute die Anzahl derer, die dem fortgesetzten Gebrauch dieser ärztlich so warnt empfohlenen Seife eine gesunde feine Haut und schönen Teint verdanken. Ihre Anhänger mehren sich von Tag zu Tag und in allen Ländern findet eine fortwährend sich steigerrtde Nachfrage statt. Wer die „Patent-Myrrholin-Seife" einmal gebraucht, wird sie unentbehrlich finden. Man verlange überall, auch in den Apotheken, nur diese Seife und nehme keine andere.
... Man «erlange überall: ,.VutZ-»W
oeli s vorzügliche
Kronen-Papier-W äsche jnd achte beim Einkauf auf die nebenstehende Schutzmarke.
Eine sensationelle Erfindung
gegen Hautleiden, besonders Hautausschläge und Flechten, Hacw- und Bartkrankheiten, ist das unter dem Namen ObermeyerS Herbaseife bekannte Präparat. Viele ärztliche und private Zeugnisse stehen demselben zur Selle, so daß Jeder, welcher ein Hautleiden hat, mit Ruhe dieses ärztlich warm empfohlene, garantiert unschädliche Mittel anwenden kann. Jeder Apotheker oder Drogist kann Ihnen über die Wirksamkeit Wiskunft geben. Bestandteile 90 Proz. Seife, 2 Proz. Salbei, 3 Proz. Arniea, L5 Proz. ar ab. Wasserbecherkraut, 3,5 Proz. Harnkraut. Preis per Stuck Mk. L25, Fabrikant I. Gioth in Hanau a. M.
Warnung vor Fälschung
J „„ in Pillen noch, in Pulverform noch mit Cacao I XVGllvl gemischt, sondern 179e
— in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist
II UL Dr. Hommel’s Haematogen echt. |
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. M... 12. April 1902.
3i/i°/0 Reichsanleihe . .
3% do. . . . 3V,0/0 Konsole . . . . 3% do
3’/2% Hessen . . . .
3% Hessen 4% Oesterr. Goldretne . .
4*/2% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4o/j Italien. Rente . . . 4t/2% Portugiesen . . . b°/ Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . , . . Türkenlose 4% Oriech. Monopol -Anl.
4'/,% äussere Argentiner
101.80
92.35
101.95
92.05
100.10
102.65
101.50
100.90
43.50
28.45
1121)0
43.90
8% Mexikaner 41/2V0 Chinesen . Electric. Scbuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatfibahn Lombarden . . Gotthard bahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . .
Tendenz: fest.
. . 26.50 . . 90.40 . . 109.00 : 211L0
. . 189.90 . . 138.00 . . 188.80 . . 153.20 • . 143.20 . . 18.00 . . 167.50 . . 202.70 . . 197.60 . . 167.20
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplcch.
Bremen, 9. April. (Per transatlantischen Telegraph.)- Ter Doppelschrauben-Postdampfer „Friedrich der Große", Kapitän M. Eichel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bekanntmachung.
In der Zell vom 5. bis 12. April 1902 wurden in hiesiger Stadt
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brille, 1 Vifit- karten-Täschchen, 1 weiße Schürze, 1 fchwarz-woll. Tuch und 1 Rolle Draht;
Verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt;
Zugeflogen ist: 1 Kanarienvogel.
Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu rnttchew
Gießen, den 12. April 1902, .Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.


