Ausgabe 
12.2.1902 Erstes Blatt
 
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:rden- Der Bewerber überreicht halb abgerauchte Zigarre- Raucht

seiner Auserkorenen eine

Februar

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M fiäsiiiur oestes Mundwasser der Welt!

lieber die religiösen'Vor st ellungen der Ein­geborenen ist noch wenig bekannt- Der Ahnenkultus, Animismus, scheint die hauptsächliche Form ihrer reli­giösen Verehrung zu sein. Tänze und Feste, bereit es eine große Zahl _ giebt, haben aber bisher nur wenig zur Klärung unserer Kenntnis von diesen Dingen beigetragen-

Tie von dem Vortragenden ausgestellten Gegenstände können, in zwei Abteilungen gesondert werden. Einerseits waren es Vögel und Schmetterlinge, alle von den pracht­vollsten Farben und viele von großem Wert, andererseits Schmucksachen, Gebrauchsgegenstände und Waffen der Ein­geborenen. Eine große Reihe von Photographie en, die zum Teil auch in dem von Dr. Hagen herausgegebenen Buche Unter den Papuas", Wiesbaden, 1899, abgebildet sind und von denen eine große Anzahl in Form von Licht­bildern vorgeführt wurden, unterstützte den fesselnden und reichen Inhalt des Vortrags auf das Ausgiebigste.

Ehen werden geschlossen, indem wenige For-

** Zagdvcrpachtung. Die Gemeindejagd Nonnenroth, die bisher das Fürst!. Solms-Braunfels'sche Haus für 600 Mk. Jahrespacht inne hatte, ging bei der Neuverpachtung mit 1075 Mk. jährlichem Pachtzins an Stationsvorsteher Burk- Lich über.

8 Butzbach, 12. Febr. Infolge der nassen Witterung ist die Wetter, wie auch ihre Zumässer, derart angeschwollen, daß von Griedel ab flußaufwärts bis in die Nähe Münzen­bergs verschiedene Wiesengründe, bezw. Felder überschwemmt sind und die Mühlen stillestehen.

N. Ober-Seemen, 10. Febr. Dem Vernehmen nach soll mit dem Bahnbau der Strecke GedernGr eb en Hain be­gonnen werden, da die Vermessungen zu Ende sind. Damit soll auch der Arbeitslosigkeit gesteuert werden. Zuerst sollen Auffüllarbeiten und Brückenbauten vorgenommen werden.

2 Sero. Himmel

2 Sternh.

1 Nebel

Aie tzingevorenen des deutschen Schutzgebiets n. Melanesien.

Gießen, 11. Febr.

Bereits in Nummer 32 unseres Blattes erwähnten wir kurz den Vortrag, den Hofrat Dr. B. Hagen-Frankfurt am Main am Donnerstag in derGesellschaft schäft für Erd- und Völkerkunde" über das obige Thema hielt. Wir geben heute den Inhalt dieses ebenso inter­essanten wie lehrreichen Vortrags in ausführlicher Weise wieder.

Meteorologische Beobachrungen

_________der Station Gießen.

11.

ii.

12.

Ans Stadt und Land.

(Der Mdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Anz." gestaltet.) Gießen, 12. Februar 1902.

Religionsgeschichtliche Vorträge. Wir machen nochmals darauf aufmerffmn, daß der letzte dieser Vorträge zum Besten der deutschen Heilstätte in Davos nächsten Freitag Abend 8 Uhr im Konsirmandensaale der Johanneskirche slattfindet. Professor Holtzmann wird überTas Evangelium und die Konfessionen" sprechen. Karten zu 75 Pfg., für Studierende und Schuler zu 50 Pfg., sind in der Ricker'schen Universitäts- Buchhandlung und abends beim Eingang zu haben.

** Benefiz Schneider. Zum Vorteile des Herrn Schneider findet am Freitag eine Aufführung des Üindauschen Schau­spielsMaria und Magdalena" statt. Das Stück hat ja bereits ein Alter von 30 Jahren, trotzdem aber ist es heute kaum veraltet. Es ist reich an höchst lebendigen und fesselnden Situationen, hat einige originelle Gestalten und der Dialog ist beweglich und geistreich. Herr Schneider wird wohl Gelegenheit finden zur Entfaltung der ganzen Fülle seines schönen Talentes und der vollen Wärme seines künstlerischen Empfindens. Eine seiner vorzüglichsten darstellerischen Eigen­schaften ist em feines künstlerisches Taktgefühl, wodurch er alles Zuviel zu vermeiden weiß; es zeigt sich sowohl in; Situationen der Leidenschaft wie da, wo er seinem liebens­würdigen Humor Ausdruck zu geben Gelegenheit findet. Gerade dadurch erzielt er die echtesten Effekte, dadurch hat sein Spiel den Schein der Natürlichkeit. Es gelingt chm auch fast immer, die Pointen des darzustellenden Charakters m angemessener Form wirkungsvoll hervorzuheben. An seinem Ehrenabend wird Frl. Emmy Hoffmann, Solotänzerin vom Herzog!. Hoftheater in Altenburg, die Zwischenakte durch choreographische Vorführungen aufs angenehmste ausfüllen.

SÄnstoife&i'Ä von Elten & «süssen, JS* Krefeld.

I Angebaut werden Vegetabilien, Taro, L)cuns und Tabak, weniger Sago. Ter Brotfruchtbaum liefert seltener Nahrung. Fische werden überall gefangen. Tie Jagd ist wenig ergiebig. Schweine werden bei Festlichketten I verzehrt und Hunde als besonderer Leckerbissen betrachtet. Wer jemandem einen Hund schenkt, wird sozu,agen dadurch sein Pathe. Das Beteltauen ist allgemein. Tie Anfertigung von Thonwaren ist wohlbeiannt. Töpfe führt besonders die Insel Bilibili aus. Tie Töpferei wird wie die Seilerei und Flechtarbeit besonders von den Weibern geübt. Tie Männer fertigen die prachtvollen Holzschnitzereien für Häuser, Waffen, Fahrzeuge an. Außerdem betreiben die Männer die Jagd, die Weiber dagegen den Ackerbau. Eisen- und Schmiedekünst ist überall unbekannt. Die ganze Nord­küste befindet sich noch im Zustande der Steinzeit. Und so geraten die Eingeborenen, bei denen die Europäer sich niedergelassen haben, plötzlich aus der Steinzeit in unser Zeitalter der Elektrizität, was für sie vor­aussichtlich den Untergang bedeuten wird.

Rangunterschiede bestehen unter den Einge­borenen so gut wie gar nicht. Es giebt nur einen Rat der Alten und , eine Art Unterhaus, in das die durch irgendwelche tüchtigen Leistungen bevorzugten Männer ein- treten^ Tas Ganze ist eine republikanische Verfassung ohne Spitze. Ueberdies hat jedes Torf seine eigene Sprache, sv daß die politische Zersplitterung ungehener groß ist. Meist haben auch nur Oie iiüchstgelegenen Dörfer mit einander Verkehr, namentlich im Handel und durch Hei­raten. Doch scheinen sich manckie Dörfer überhaupt in zwei Abteilungen zu teilen, damit der Anforderung, daß der junge Mann aus seinem Dorf herausheiraten könne, genügt werde.

Höchste Temperatur am 10.

Niedrigste 10.

Febr. bis 11. Febr. + 3,5° C.

11. 3,2° C.

Tie Tierwelt ist äußerst eigenartig und bilder leinen Uebergang von der malahischen zur australischen Fauna. Sie ist jedoch auf derselben Grundlage erwachsen wie die australische, hat sich aber später nach der Losreißung von Australien eigenartig entwickelt. Tie Zahl der Säugetiere ist für ein tropisches Land nicht all­zugroß Besonders charakteristisch ,ind das Baum­känguruh, das Kusu- Es kommi auch der Ameisenigel auf Neu-Guinea in drei Arten vor, nicht aber das austra­lische Schnabeltier. Ungeheuer groß dagegen ist die Zahl der Vögel und nicht minder groß die Pracht ihres Ge­fieders. Kasuare, Tauben, Papageien, Eisvögel, Honig­fresser und Paradiesvögel sind die häufigsten. Tie Para- I diesvögel fallen durch ihre glänzende Färbung und die eigentümlich angeordneten Federn auf, die bald dem IKopf, bald dem Rücken und den Schultern ent­springen. Der Vortragende hatte einen Paradiesvögel, Paradisea Apoda, ausgestellt, sowie auch zahlreiche Papageienarten, die für die Wälder Neu-Guineas bezeich­nend sind. Diese sowie die Kakadus sind es vor allem, die den sonst toten Wald durch ihr Geschrei beleben. Ter Kasuar lebt auf dem Graslande, scheut aber auch den dichteren Wald nicht. Von den übrigen Tieren fallen be- 1 sonders die Schmetterlinge durch ihre Schönheit und Eigen­art auf. Der Redner zeigte einige äußerst seltene, darunter besonders Ornithoptera Paradisea.

Die Bevölkerung des Landes ist im allgemeinen noch wenig bekannt. Man rechnet sie den Melanesiern zu und bezeichnet ihre einzelnen Stämme als Papua. Hagen glaubt, daß eine ursprüngliche Bevölkerung vor­handen gewesen sei, über welche ein indischer Einfluß gebreitet wurde. Einerseits scheinen die Bergstämme den älteren Typus zu repräsentieren und die Küstenstämm> den jüngeren. Dann aber ist es sehr auffallend, daß die Manner der Küste von Kaiser Wilhelmsland einen anderen Typus zeigen, als die Frauen. Sie scheinen einen verfchiedneren, besser entwickelten Typus zu repräsentieren als die letzteren, die auffallend an die Frauen der Hottentotten und Buschmänner erinnern, so daß man es hier vielleicht mit einem seit frühester Zeit konser­vierten Stamme zu thun hätte, dessen Männer durch die erobernden Eindringlinge getötet, dessen Frauen aber- übrig geblieben wären. Diese Bildung gilt zunächst aber nur für die Küste von Kaiser Wilhelmsland- Tie Be­wohner sind meist wohlgestaltet, mittelgroß und kräftig sehr groß am oberen Augustafluß. Ihre Haut ist dunkel­braun, wechselt aber bei den einzelnen Individuen von tiefschwarz bis zum hellen Gelbbraun- Im Innern scheint die Bevölkerung ganz . nackt zu gehen, wie am mittleren Rarnu. An der Küste tragen die Männer meist einen Lendenschurz aus Baumrinde ober bedecken sich mit einer Muschel an einer Schnur- Die Frauen besitzen Gras- oder I Iaserröcke. Im übrigen pflegt der Schmuck und die Be­malung die Kleidung zu ersetzen-

Der Schmuck ist äußerst pr imitiv- Erbestehtaus Zähnen von Wildschweinen und Hunden, aus Fruchtkernen Muscheln in Platten und Schildpatt- Durch die Nase stößt man Stifte aus Muscheln, Perlmutter oder Holz; in den Ohren trägt man große Scheiben, um den Hals Schnüre aus weißen Muscheln, sonst Armbänder, Taschen mit Hundezähnen ober Samenkernen und Troddeln- Das Haar wird sorgfältig aufgebaut, mit Kämmen, Federn, Blumen, Kräutern und Stäbchen geschmückt- Peinigt das Ungeziefer zu sehr, so wird das Haar mit Kalk eingerieben und erscheint dann nach kurzer Zett fuchsrot- Die Be­malung ist verschieden und richtet sich oft nach bestimmten Zwecken, hat z. B. ein Mann, der zwei Frauen besitzt, eine von ihnen verloren, so färbt er die eine Hälfte schwarz, die andere bleibt rot- Tie Zähne werden oft schwarz gefärbt. Tätowierung ist selten; dagegen kommen Hautnarven vor, die in Verbindung mit den zahlreichen Hautkrankheiten die Eingeborenen vielfach abschreckend machen- Eine sehr große Kunstfertigkeir wird in der Herstellung der Bogen und Pfeile geübt; auch besitzen die Eingeborenen Schwerter, und alle diese Gegenstände werden mit ausgezeichneter Schnitzerei verziert. Die ge­waltigen Bogen werden von den Eingeborenen mit Leich- tigreit gespannt, während die Europäer zumeist nicht dazu imstande sind oder die Bogen zerbrechen-

Tie Hütten bestehen aus Gerüsten, über die Matten gelegt werden- Hier und da findet man zweistöckige Hütten in den Gebirgen langgestreckte, schmale, im Innern meist stnstere Behausungen. Tie Tächer werden aus Laub her­gestellt und reichen bis an den Erdboden herunter- Das ' Hausgerät ist nicht ganz gering. Man findet Körbe, Schüsseln, Kürbis schalen, Thontöpfe, Schemel aus Holz, Bettstätten aus großen Rindenstücken. Charakteristisch sind - die Junggesellenhäuser, in denen die unverheirateten Männer der Stämme wohnen, und die auf den Bäumen errichteten Baumhütten. Nach der holländischen Grenze

Neu-Guinea, die größte Insel der Erde, ist in ihrem nordöstlichen Teile deutsches Schutzgebiet- In der Mitte wird die Insel durchzogen von einem krystallini- schen Schiefergebttge, an das sich weiter nach der Küste Pi im deutschen Schutzgebiet ein Sedimentgebirge, junge Eruptivgesteine und schließlich Korallenkalk anschließen, der mächtig gehoben ist und in großen Terrassen zum Meere abfallt. Vor der Küste liegen Vulkane. Das innere Gebirge, Bismarckgebirge, ist mindestens 4000 bis 4500 Meter hoch und soll zeitweise Schnee tragen- Die nach der Küste zu liegenden Gebirge, namentlich die Finis- terre-Kette, erreichen 2000 bis 3000 Meter, die der! Küste nahen Gebirge 1000 bis 1500 Meter. Zwei große Flüsse fließen zwischen der Hauptkette des Inneren und den Küstengebirgen in langen Längsthälern, merkwürdiger­weise einander entgegen. Von der holländischen Grenze kommt der Kaiserin Augusta-Fluß, von Südosten der Ramu oder Ottilien fluß. Beide münden dicht bei einander an der Nordküste ungefähr unter 4 Grad südlicher Breite. Beide sind schiffbar, doch haben ihre Thäler heute noch keine Besiedelung.

Tie Ansiedelungen drängen sich überhaupt an der Küste zusammen, insbesondere an der Astrolabe-Bai, die in das Land einschneidet. Ein zweiter größerer Busen P der Huon-Golf. Zwischen ihnen liegt die große Halbinsel, die an ihrer Ostseite den früheren Hauptort von Kaiser Wilhelmsland, Finschhafen trägt. Dieser wurde 1891 verlassen, aber 1901 wieder eröffnet. Der jetzige Hauptort ist Friedrich Wi l h e 1 m s h a f en an der Astrolabebai. Die genannte Halbinsel übt einen I ei g en t ü m l i ch e n Ci n f l u ß auf das Klima von Kaiser Wilhelmsland aus. Sie hält nämlich in chrem nörd-1 lichen Teil die Südostwinde, und in ihrem südlichen Teil die Nordwestwinde zurück. Infolgedessen fallen an ihrer Nordseite bei Nordwestmonsun die meisten Nieder­schlage des Jahres. An ihrer Nordostseite dagegen wird der sonst trockene Südostpassat zu einem regenbringenden Winde, da er an der Küste emporsteigt, und sich abkühtt. Tie Niederschlagshöheii find sehr beträchtlich. Sie erreichen an einigen Stellen 6000 mm- Ein ausgesprochener Wechsel der Jahreszeiten ist nicht überall vorhanden- Manche Stationen haben in allen Monaten Regen- Doch ist in Friedrich Wilhelmshafen der Südwinter Juni bis Sep­tember, am trockensten, in Finschhafen und Umgebung da- . gegen der Südsommer, Januar und Februar- Die Schwank­ungen derRegenrnenge sind sehr bedeutend. Manche Jahre sind äußerst regenreich, andere sehr arm an Nieder­schlägen. Tie Malaria ist an der Küste vorhanden. Doch tritt sie im allgemeinen leicht auf, so daß Europäer von einiger Widerstandsfähigkeit sich unschwer attlimatiJ fieren. Nur in Finschhafen raffte das Fieber im Januar 1891 zahlreiche Europäer, Malaien und Chinesen dahin- Dysenterie ist ebenfalls unter den Eingeborenen verbreitet und belästigt hier und da auch die Weißen-

Tie Flora trägt einen durchaus indisch-malaiischen Charakter, besonders an der Nordtüste, also un öeut.chen -Schutzgebiet, weniger auf der Südseite, in BritisckEeu- zu'nehmen U^ftchllauteU'^r^st^^^ZaU "dtt Guinea, wo australische Pflanzen in größerer Zahl auf- Dörfer und Versammlungshäuser an Größe zu. treten. Bezeichnend ist es, daß Neu-Guinea den größten1 <"----- -- ' .....« - '

Teil seiner Pflanzen mit dem malayischen Archipel, viel weniger Arten mit Australien und Polynesien, gemeinsam hat. Eine Reihe von Pflanzen sind sogenannte Sam m e l- typen, die die Merlmale verschiedener Gattungen in sich vereinigen und daher von besonderer Wichtigkeit sind. Lokalvariationen sind sehr allgemein. Oft beherbergen zwei nahe gelegene Punkte Pflanzen von so großer Ver­schiedenheit, daß man einen weiten Zwischenraum zwischen ihnen annehmen müßte. Ueberdies haben sich auf Neu- Guinea viele Pflanzen in eigenartiger Weise entwickelt, so daß zahlreiche endemische Gattungen Vorkommen. Es sind bereits etwa 50 betannt. Manchem Botaniker gilt Guinea als der Schlüssel für das Verständnis der Pflanzen­verbreitung in der ganzen Umgebung. Im deutschen Schutzgebiet herrscht der Wald vor. Mangrovenwald giebt es nur wenig, dagegen kräftigen Hochwald von groß­artigster Entwickelung mit wenig Unterholz, aber mäch­tigen in drei Stufen über einander emporsteigenden Bäu-! men, die bis zu 50 Meter Höhe erreichen. Palmen sind! sehr z a h l r e i ch, Kokospalmen an den Küsten, Sagopalmen in sumpfigen Niederungen in dichten Beständen, die oft armdicke Kletterpalme, Rotang, die Areka oder Betel- palme, sämtlich in den niederen Teilen des Waldes. Cha rakteristisch sind ferner die Muskatnußbäume, die Myristi caceen, von denen allein 30 Arten betännt sind, und endlich die Ameisenpflanzen, d- h. nicht die ameisenfie.sew den Pflanzen, sondern die mit den Ameisen in einem Pchutz- und Trutzbündnis befiirdlichen, auch sonst in den Tropen häufigeii, oftmals hohen Bäume, wie Endospermum Formrrarum, dessen hohle Stämme von Ameisen bewohnt werden. Ter Neu-Guinea-Wald liefert zahlreiches Nutzholz, wertvolle Rinden, tieibenbaumrooUc, eine Reihe von Ge s

wird nußmitteln, und überdies sind zahlreiche tropische und malitäten erfüllt werden.

5 die Deutschen eingeführt seiner Auserkorenen eine 1

diese den Stummel auf, so ist der Antrag angenommen, ' im anderen Falle hat der Begehrende einen Korb erhalten.

kommt es aber auch vor, daß Jünglinge ihre Frau aus einem entfernten Stamm holen. Dann wird sym­bolisch der Vrautraub dargestellt, und die jungen Männer des Ortes, in dem die Braut wohnt, durchschießen den aus diesem Torfe mit der Braut Eiitfliehenden mit einem Psei! den Unterschenkel. _ Hagen führte dieses Beispiel an, um zu zeigen, da,) jedensalls der Brautraub die Grundlage des Brantkaufes gewesen sei.

Tie Frau steyt im allgemeinen ziemlich h o ch. Stirbt jedoch der Mann, so beginnt für sie eine üble Zett. Sie muß sich das Haar in Schnüre flechten, sie muß auf dem kaum zugeschütteten Grabe ihres Mannes mehrere Wochen sitzen bleiben, sie muß das Gesicht für alle Zetten schwarz färben.

AKs Warten nicht aushalten; die Industrie Iv^b! nu^nurein, unv uaerotes ii LlC T ^bc ^5.. siebziger Jahre ihrerseits subtropische Pflanzen durch durch Geltendmachung ihrer Wunsche ein Ende gemacht hat worden, mtt der damaligen fteihäiidlerischen Periode und den Zoll- Tie tarif von 1879 herbeigeführt hat, so wird auch die'"'«-"' 11 ^nbuftrie uns kommen und kommen müssen, und die verbündeten Regierungen werden, wenn sie an das dauernde Wohl des deutschen Vaterlandes denken, sich die Sache noch einmal überlegen müssen. Sie werden vor allen Dingen dem deutschen Volke die Möglichkeit geben müssen, durch seine verantwortlichen Vertreter im Reichs­tage chnen überhaupt erst einmal die Forderungen der deut­schen Landwirtschaft zu entwickeln, was ja bis jetzt in der Zolltariflommission nichr geschehen ist. Tann werden wir uns wieder sprechen und wir wollen daran festhalten, daß wrr von dem für recht Erkannten unter feinen Umständen, abweichen, daß wir keine Neuregelung des Zolltarifes zu- laffen, die eine neue Periode botv 12 unglülckichen Jahren sür dre deutsche Landwirtschaft herbeiführen würde. Daran, meine Herren, lassen Sie uns unverbrüchlich festhalten und den Männern damit eine Rückendeckung geben, die in dem augenblicklichen schweren und verantwortungsvollen Kampfe für die deutsche Landwirtschaft mitten darin stehen. (Stür­mischer, minutenlang anhaltender Beifall und Hände­klatschen.)

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