Ausgabe 
11.11.1902 Erstes Blatt
 
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Dienstag 11. November 19021

ISS. Jahrgang

Erstes Blatt

Pfennig.

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Erstes Konzert (9. November 1902).

Gieß en, 10. Nov.

Gießen, 10. November 1902.

Betr.: Wandergewerbescheine.

Das Grsscherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises

Da nach § 60 der Gewerbeordnung der Wandergewerbe­schein für die Dauer deS Kalenderjahres erteilt wird, wollen Sie alle diejenigen Personen, welche den Gewerbebetrieb im Umherziehen im Jahre 1903 fortzusetzen oder zu beginnen beabsichtigen, durch wiederholte ortsübliche Bekanntmachung auffordern, ihre Anträge auf Erteilung des Wandergewerbe­scheines bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei ihres Wohnortes jetzt schon und so zeitig zu stellen, daß sie zu Anfang deS nächsten Jahres im Besitz des erforderlichen Ge­werbescheines sein können. Die Anträge wollen Sie uns, unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars, baldigst vorlegen. Tie Änsendung alter oder schon gebrauchter Wandergewerbeschcine an uns hat zu unterbleiben.

Wir machen Sie zum Schlüsse zur Bedeutung der Antragsteller darauf aufmerksam, daß nach dem Gesetz vom 12. August 1899 über den Urkundenstempel, Nr. 87 des Tarifs, bei Erteilung des Wandergewerbescheines ein Stempel von 4 Mk. verwendet wird, und empfehlen Ihnen, den Be­trag gleichzeitig mit den bezüglichen Anträgen durch Post­anweisung portofrei an uns einzusenden.

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Gießener Anzeiger

** General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Mit einem kurzen Blick auf die spätere Lebensperiode des Reformators schloß Redner seinen warmherzigen, geist­vollen Vortrag. D-ie Lutherfeier wurde in würdiger Weise durch Gesänge des Kirchengesangvereins der Mar- tiusgemeinde verschönt und schloß mit dem stehend ge- üngenen alten Lutherlied: Em feste Burg ist unser Gott!

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Zn den ^andtagswahlen.

liegen uns heute mehrere Zuschriften aus dem Lande vor.

Unser Herr -i-Korrespondent schreibt aus dem Wahl­kreise Schlitz-Lauterbach:

Ter Landtagswahlbezirk Lauterbach, der die Amts­gerichtsbezirke Lauterbach und Schlitz umfaßt, war seither 15 Jahre hindurch durch den nationalliberalen Bürgermeister Zinßer-Schlitz vertreten. Schon bei der vor. Landtagswahl war von der Lauterbacher Seite aus Bürger­meister Stöpler-Lauterbach als Gegenkandidat ausgestellt worden; Stapler hatte aber schließlich noch vor der Wahl Verzicht geleistet. Bei dem den Lauterbachern im beson­deren Maße eigenen Lokalpatriotismus wäre eine Nicht­proklamierung einer Lauteroacher Kandidatur für die dies­malige Wahl sehr wunderlich gewesen, und doch hörte man nichts und konnte auch auf Fragen nicht erfahren, ob oder daß eine Kandidatur Stöpler beabsichtigt sei. Auffallender Weise hüllte sich alles in Lauterbach in tiefste Verschwiegen­heit. Es herrschte öffentlich eine Sttlle und Ruhe, die fehr verdächtig erscheinen und geheime.Verabredungen vermuten lassen mußte. Und in der That, im letzten ALvmente vor der Wahlmännenvahl erschien im Lauterbacher Blatte ein Aufruf zur Wahl des Bürgermeisters Stöpler, dessen Haupt­begründung war, daß der Landtagsabgeordnete 15 Jahre von Schlitz gestellt sei und daß nun Lauterbach als Borort des Kreises auch an die Reihe kommen wolle und dürfe, eine Begründung, die in einer Schlitzer Entgegnung als komisch wirkend" bezeichnet wurde. Bon einem Pro­gramm des Bürgermeisters Stöpler war in dem Wahl­aufruf keine Rede, ebensowenig davon, und es kotmte auch davon nicht die Rede sein, daß etwa der bisherige Abg. Zinßer den Wahlkreis nicht vorteilhaft vertreten habe. Auch in den folgenden Aufrufen für Stöplers Wahl spielte die obige Begründung eine Hauptrolle, nur daß in ihnen der Verfasser derselben mit ungenierter Kühnheitals die wahrhaftige Ueberzeugung aller, die beide Herren näher kennen, aussprach, daß der ganze Wahlkreis und alle Be­rufsstände an Bürgermeister Stöpler höhere Erwartungen als an den seitherigen .Vertreter stellen könnten." In Lauterbach sah man nach den Wahlmännerwahlen mit Siegeszuversicht der Wahl Stöplers entgegen, während die besser Eingeweihten wußten, daß außer den 15 Schlitzer Wahlmännern sich von den 17 Wahlmännern des Lauter­bacher Amtsgerichtsbezirks drei für Zinßer bestimmt er­klärt hatten. Jedoch ist an Bee inf lus sung der Wahl- männer der Lauterbacher Ortschaften von Lauterbacher Seite geleistet worden bis zum letzten Augenblick vor der Wahl, was nur geschehen konnte. Bei der Wahl ergab der erste und zweite Wahlgang Stimmengleichheit für Zinßer und Stöpler. Es waren also Wahlmänner trotz ihrer vorher abgegebenen Erklärungen um­gefallen. Tas Los mußte entscheiden; es entschied für Stöpler.

Auch diese Wahl hat gezeigt, daß der jetzige Waht- modus nichts anderes ist als ein den Charakter ver­derbender Kuhhandel. Ferner aber hat diese Wahl eine gereizte Stimmung des Schlitzerlandes gegen Lauter­bach hervorgerufen, deren Nachwirkung die Lauterbacher Geschäftswelt wohl noch lange schmerzlich empfinden wird.

So viel aus jenem nordöstlichen Teil unjeres Landes. Aus Burkhardsfelden geht uns die Nachricht zu, daß

März 1841 zu Leipzig im Gewandhause unter Mendels­sohns Leitung ihre erste Aufführung unter größtem Bei­fall erlebte. Schumann selbst wollte sie ursprünglichFrüh­lingssymphonie" und den ersten Satz:Frühlingserwachen", den letzten:Frühlingsabschied" benennen, und in der That ist sie die lichtvollste und sonnigste seiner symphonischen Arbeiten,so hochzeitlich und freudig, als feiere Schumann darin seine symphonisschen Flitterwochen". (Louis Ehlert.) Und wie reich ist sie nicht nur an Humor, sondern cyrch an innigstem erotischem Empfinden. (Daß noch nie ein Großer dieser Erde auf die Idee gekommen ist und sich diese wonnevolle Symphonie hat zu seiner Hochzeit spielen lassen! Freilich wie überall, so pflegt auch bei solchen Anlässen eine reichbesetzte Tafel allen andern Genüssen vorgezogen zu werden. So weit sind wir von der wahren Kultur noch entfernt, so tief noch im Materialismus stecken geblieben.) Aber auch gegensätzlichen Themen ist der zum geeigneten Kontrast nötige Raum, wenn auch sparsam, gewährt. Das in vieler Hinsicht beinahe Beethovcn'sche Larghetto trägt hier das meiste zum Kontraste bei. Es lebt ein tief religiöser Zug darin und klingt in dem wie aus der Ferne herübertönenden Posaunenchor schließlich mit einer stummen vertrauensvollen Frage aus. Wie elektri­siert reißt uns das köstliche Scherzo aus dem Sinnen empor und im Sturm nimmt es uns voll freudigen Humors, voll feinhumoristischer Liebe mit. Es erinnert vielleicht manchen an desselben Meisters köstliches Klavierstück:Grillen" aus den Phantasiestücken op. 12. Tie beiden Trios kommen vortrefflich zur Wirkung, das erste, wie weiches Wiegen, wie Klingen und Grüßen aus der Ferne, in lieblichen Akkorden, dann näher kommend unb wie tm Wmbe er- schwellend, das zweite voll harmloser, jugendlich freudiger Lustigkeit, und am Schlüsse folgt auf ein seufzerartiges .Ver- - - " ---5 nun ein herrliches

VezugSpret», tnonatnch7b Pf^ eiert ek jährlich Mk. 2-20; durch Abhole- u. Zweigstellen monaUtd) 6o Pf.; durch diePost Mt.8. viertel- jährt auslcht. Veslellg, Annahme von Anzeigen fiii bie TageSnummer bis vormittag- 10 Uhr. Retlenpret»; lokalILPt, auswärts 20 Pjg. verant wörtlich, für den poltt. u. allgem. Teil: P. Wittko: füt .Stadt und ßanb* und .GerichtSlaal*. Lark Plato, füt den An- zergenteil: HanS Beck.

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Darmstädter Arief.

R. B. Darmstadt, 10. Nov.

Noch sind die feuchtfrostigen Herbststürme eifrig bei der Arbeit, das dürre Laub der Bäume in wilden Wirbeln durch die Lüfte zu jagen und schon befinden wir uns sozusagen mitten in der Hochflut der Gesellschaftssaison. Sie hat im ersten Drittel des November bereits einen so gewaltigen Umfang angenommen, daß sie in den eigent­lichen Wintermonaten kaum noch übertroffen werden kann. Kein Tag vergeht, an dem nicht mindestens ein Viertel- dutzend größerer Veranstaltungen ab gehalten würden und daneben weisen die Tagesblätter noch ein ganzes Bündel von Kunzerten und Vergnügungen auf. So zählten wir für den gestrigen Sonntag allein vier große Militärkon­zerte, zwei Wohlthätigkeitslonzerte, eine Lntherfeier im Saalbau, für den heutigen Montag das zweite große Kvn- zert der Hofmusik mit Felix Berber unb Heinrich Bruns, das Konzert der Liedertafel im Kaisersaal mit Frl. Hof­meister und Hof Opernsänger Birrenkoven, dann die Seance" des Antispiritistenpaares Laus, dassensationelle Enthüllungen" aus dem Gebiet des Spirttismus und Ge- dantenlesens, sowiemoderne Wunder" aus der vierten Dimension antünbigt, unb weiter folgen ein großes Phil­harmonisches Konzert, das erste große Saalbaukonzert des Mozartvereins mit der Dresdener Kammersängerin Mimi Rast, ein musikalischer Voltsunterhaltungsadenb, Konzert und Ball der Vereine Eintracht und Bürgerverein, Konzert des Richard Wagner-Vereins alsWillem de Haan-Abend" und so fort, während ein Reigen von Vorträgen der ver­schiedensten Art, int deutsch-öfter reichlichen Alpenverein über Eine Gebirgswanderung von der Zugspitze bis zur Rosen­gartenspitze", im Goethebund überKlassische und roman­tische Poesie" (Prof. Tr. Hamack), im Proteftantenverein überDie Entstehung der christlichen Kirche", im Verein für Verbreitung von Volksbildung überDie Kunst, zu hören", im Evang. Arbeiter- unb Haiidwerkerverein überDie Rechte unb Pflichten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern"

usw. ufto. mehr oder minder größere Kreise von Zu­hörern zusammen führ en wird.

Wer da als gewissenhafter Musik- oder Litteratur- reund auch nur den interessantesten der Darbietungen olgen wollte, der würde kaum noch außer Atem kommen. Am schlimmsten sind natürlich die Tageschronisten dran.

Im Mtttelpunkt der festlichen Veranstaltungen stand das gestern vomAllgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande" arrangierte großeSiebenbürgisch-deutsche Fest" im städti­schen Saalbau. Es war ein Wohlthätigkeitsfe'st! und ein Freudenfest. Schon seit Wochen waren von feiten einer Anzahl Damen eifrige Vorbereitungen dafür getroffen wor­den; Verkaufsstände nach echt siebenbürgischer Art, Buffets und Schanfftätten wurden errichtet, in denen schmucke Bäuerinnen ihre meist selbst gefertigten Kunstsachen zum Verkauf anboten ober flottgeschürzte Heben den Becher kredenzten, und Blumenmädchen, Ansichtskarten- unb Lose­verkäuferinnen, sowie schöne siebenbürger Sächsinnen ver­vollständigten das farbenprächtige, das Auge fesfelnde Bild. Die Piöce de refiftance des Abends bildete die Aufführung eines siebenbürgischen Hochzettsseftes, das von Mitgliedern des Hoftheaters arrangiert war, unb höchst effektvoll durch­geführt wurde soweit das eben bei einem theatrali­schem Hochzeitsfeste möglich ist. Der Hauptzlveck, ein reicher Ertrag zum Besten der deutsch-nationalen Sache im Aus­land, dürfte bei dem ganz außerordentlich starken Besuch des Festes unb ber freudigen Gebelaune voll erreicht wor­den sein.

Noch ein anderes Fest verdient hier besondere Er­wähnung: Die Lutherfeier des Evangelischen Bundes. Auch sie hatte eine außerordentlich zahlreiche Beteiligung aufzuweisen, unter den Gästen bemerkte man neben der ganzen evangelischen Geistlichkeit auch den Re­gimentskommandeur Grafen Westarp mit Familie, Ober- konsistorialpräsident D. Buchner und Prälat D Walz. Nach­dem ber Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Lic. Waitz, die Versammelten willkommen geheißen uiid zum Festhalten an dem Luthergeifte ermahnt hatte, hielt Prof. D Tr. Paul DrewsausGießen einen anderthalb stündigen Vor­trag überdas Tragische in Luthers Leben". Der Redner versteht unter dem Tragischen bei Luther nicht seine großen, schweren Seelenkämpfe, die er zu kämpfen hatte, noch bevor das große Werk begann, auch nicht die furcht­baren Kämpfe mit den feindlichen Mächten um das Evange­lium, sondern er erblickt das Tragische in Luthers Leben in dessen Stellung im Bauernkriege (um 1525) und den ohne seine Schuld damit im deutschen Volke Ij er bor­gerufenen Erschütterungen. Ter Redner zeigte unter häu­figer Zitierung von markanten Stellen aus Luthers Schrif­ten, wieEine treue Vermahnung in alle Christen, sich zu hüten vor Aufruhr unb Empörung", seine Antwort auf bieZwölf Artikel" der Bauernschaft in Schwaben undWider bie mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern", wie Luther von dieser Veivegung mit hinein- gerissen wurde, während er Alles daran setzte, den Mutigen Aufstand zu verhindern. Das tragische Schicksal Luthers war: Er hatte zum Frieden gemahnt und dabei den Sturm entfesselt, er hatte für Alle das Beste gewollt und mußte nun von allen Seiten, von dem sich von ihm trenn ent) en Volk, wie von den ihn schmähenden Fürsten die ärgsten Vorwürfe erfahren. Und doch hat er nie etwas getyan oder geschrieben, was eines Luther unwürdig wäre, oder wider das Evangelium verstieße. Er war ein Prophet und kein Tiplomat; auch in der bittersten Zeit hielten ihn sein felsenfestes Gottvertrauen unb fein reines Gewissen aufrecht. Aber niemanb hat auch mehr unter seinem tragischen Geschick gelitten, als Luther selber.

Nr. 265

9r1d)etnt täglich außer SonnlagS.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Gtehener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt.

KotattonSdruck u. Ver­lag der Brüh lachen Untvers.-Buch- u.Slein- D ruderet (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Ochnt st ratze 7.

6lbref]e für Depeschern Anzeiger Bietzen.

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ruhigen festen Stimmung, bie der schönste Lohn eines starken Vertrauens auf den Sieg des Guten ist.

Eine gewisse innige, liebliche Feierlichkeit lebt und webt in demReigen seliger Geister" aus Glucks Orpheus; wir Musikfreunde, denen es selten beschieden ist. Gluck zu hören, wurden wie von Mozarts Geist berührt und es war etwas in dem Hauptthema, was an irgend ein be­kannte Melodie Mozarts erinnert. Glucks Orpheus ist aber bereits 1762 in Wien aufgeführt. Er ist übrigens sehr reich an Ballettstücken, freilich nicht an solchen für halb französische Leibesausstattungskunst ober sonstige Pikanterieen nach Art eines abgebrühten Verzeihung, ich hätte beinahe gesagtGeschmacks", wo nur von Geschmacklosigkeit bie Rede sein kann son­dern von jener Feinheit unb Grazie, mit ber bie aus­drucksvollen Pantomimen jener Zeit erfüllt waren, keine Schaustellung der sinnlosen Künste des modernen Balletts. Irren wir nicht, so wurde das Ballett aus dem 2. Akt Auftritt 4 gespielt: bie seligen Geister umgeben Orpheus in anmutigem Reigen unb er bittet, ihm Eurydice zurück- zugeben, was auch dann geschieht. Tie Flötenstellen sind also wohl als Orpheus' Bitten aufzufassen gewesen. Mit welch' einfachen Mitteln und doch wie ausdrucksvoll lieb­lich und wahr wirkt diese Musik!

Den Schluß des Konzerts hätte man nicht wirkungs­voller gestalten können, als durch Meister Brahms' Aka­demische Festo uv er ture. In einer Universitätsstadt erübrigt es sich wohl, den Aufbau derselben aus Stu- dentenliederthemen im einzelnen hier vorzuführen; jeder kennt sie und niemand vermag sich der hinreißenden Kraft dieser Komposition zu entziehen. Wer hat je sonst die Weise:Was kommt dort von der Höh'" so ergötzlich, wer je sonst das Gaudeamus so schwungvoll gehört, wie es in dieser herrlichen Ouvertüre zu hören ist? Wahrlich, ein frohsinniges, liebenswürdiges und dock» berrlico emires

Schlechtes Wetter da draußen und bie Aussicht auf ein ganz wundervolles Konzert im neuhergerichteten Saale! Man sprach davon, baß gut verkauft sei. Genug, wir haben auch diesmal allen Anlaß, uns nach einem geeigneteren Saale für solche Konzerte zu sehnen war das ein Gedränge und eine Not, heraus- äUf°Dmyar i>a3 eine herrliche Musik! Tiefe frohe, Wonne- volle unb strahlenbe Symphonie, diese rauf ch^ide und boch auch wieder ernste, fast feierliche akabemijchss Festouver- ture beides Werke reich an starkem Humor und dazwischen Glucks vormozartische liebliche Weisen, emgerahrnt von einem Strauß der wunderbarsten Liederperlen (den Reifen­auer meinen wir damit freilich nicht) aus neuer unb neuester Zeit! Wahrlich, wir haben lange kein so treff­liches, köstliches Konzertprogramm gesehen. Ein auserlefe- ner Geschmack hat ein solches Konzertprogramm 8U farmen» gestellt unb uns allen, bie wir als Juljorer anwesend sein durften, überreiche Erquickung gewahrt.

Schumanns B-dur Symph onieZf fein erstes großes Jnstmmentalmus ikwerk, stammt au» feiner glück­lichsten Zeit. Das Jahr 1840, in dem er endlich, nach hartem Kampfe mit Friedrich Wieck, feine geliebte Braut als Gattin heimführen durfte, ist fern sog. ,,rieberjM)r geworden- weit über 100 Lieder unb was für Lieder., ent-

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e einen tüchtig Ma­ssigen hausbiM.

Gg.Meü.

I] Lchretuvtchlmg ge­kost und LH im hach Schisseiungerwetz b6.

>] Dieuftidchny wech kochen tonn, bei hohe ^ucht, 2vsmann!ir. 7,. Mdcheu, weÄsdch: chen unb olle hauSck: t, in einen lümen rgleitf) oder 'spater M: tarieDrLel, Liebigs j\ hin tüchtiges, iöl .Mädchen findet bei hc.. iute Stelle bis l.Tezmte.

rudwigstraße^.