Universitäts-Uachrichten.
An der technischen Hochschule zu Darmstadt fanden soeben die ersten Doktor-Jngenieur-Promotionen statt. Der Prüfung haben sich Julius Möttinaer, Oberingenieur der Firma Schuckert in Nürnberg und Ernst Detterlein z. Zt. Assistent für die Lehrstühle Baukunst 1, 11 und IH an der technischen Hochschule in Darmstadt unterzogen. — Der o. Professor an der Universität in Czernowitz Dr. Hans Groß ist zum o. Professor des österreichischen Strafrechts und Strafprozesses an der deutschen Universität in Prag ernannt worden. — Wie die Vossische Zeitung mitte Ut, ist in St. Petersberg der Oberbotaniker des kaiserlich russischen Botanischen Gartens Dr. Joh. Ehr. Klinge im öl. Lebensjahre gestorben. — Die Wahl des Professors Otto Mayer zum Rektor der Straßburger Universität ist bestätigt worden. — In der gestrigen Sitzung der Kommission des preuß. Abeordnetenhauses für die Neuordnung des juristischen Studiums teilte die Regierung mit, daß der Gesetzentwurf über die Ausbildung der höheren Derwaltungsbeamten fertig gestellt sei und noch der Zustimmung des Staatsministeriums bedürfe und dem Abgeordnetenhaus e demnächst zugehen werde. Die erste juristische Prüfung soll auch als erste Prüfung für die Verwaltungskarriere dienen und der praktische Vorbereitungsdienst auf 3'/, Jahre reduziert werden. — Die Großh. technische Hochschule zu Darmstadt beginnt ihre Vorlesungen und Hebungen im Sommersemester am 22. April. — Dr. H. Bellermann m Berlin, Professor für Attrsik an der Berliner Hochschule feierte seinen 70. Geburtstag. — Man schreibt aus Heidelberg: Das Protektorat an der hiesigen Universität für das Studienjahr Ostern 19U2 03 geht am 15. ds. vom Geh. Kirchenrat Dr. A.Hausratb auf den Ordinarius der Rechte Dr. H. Buhl über. — Das geologisch-mineralogische Jn- Mut der Universität Freiburg i.B. ist in zwei selbständige Anstalten, eine geologische und eine mineralogische, geteilt worden. Das geologische Institut testet Hofrath Professor Dr. G. Steinmann, die Leitung des mineralogifchen Instituts ist dem a. o. Professor Dr. F. G r ä ff übertragen worden. — Aus Tübingen wird geschriebeu: Die Nachricht von einer bedenklichen Erkrankung des Vorstandes derPolMinik der Universität, Professor Dr. v. Jürgen s e n, ist nicht zutreffend. Es handelt sich nur um eine ner-
Vermischtes.
. Metz, 10. März. Anläßlich der hier z. Z. stati- findenden Musterung kam es zu einem bedauerlichen Vorfall. Bei einer Spazierfahrt, bie fünf zur Musterung erschienene Leute unternahmen, beging einer von ihnen den Er/eß, einen vorübergehenden Gendarmen zu schlagen. Von diesem zum Auösteigen genötigt, gingen sofort sämtliche Waaenmsassen auf den Gendarmen mit Messern los, sodaß der Beamte in der Notwehr den einen erschoß und einen anderen verwundete. Die übrigen wurden von Soldaten dingfest gemacht und_^n__Haft abgeführti—________
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Der Geldmarkt und die Sprozcntigeu Anleihen. Ein annefebener Bankier hat den überaus billigen Geldstand als eme Landeskalamitat bezeichnet. Von seinem Standpunkt mag er rech haben und wenn das billige Geld nicht gerade eine Landeskalamitat St so ist <5 doch eine solche für die Bairken, die an hohen Zm^- Iahen viel Gew verdienen. Ein Finanzblatt meint: ,uJlan mag |ict) ben Kops noch so sehr zerbrechen, man wird eine endgiltige Losung her Frage nicht finden, woher es eigentlich rühren mag, baß innerhalb eurer verhältnismäßig kurzen Zeit der Geldsatz sich um 2 bis Ü pEt. vermindert hat, und daß der Zinsfuß bet uns niedriger ist als in irgend einem anderen Kulturland, auch m solchen mit traditionell west größerem Reichtum." — Zum guten -teil hangt der Geldübersiuß damit zusammen, daß die Industrie keme nennens- roerten Ansprüche macht. Gefördert wurde er dadurch, daß zahlreiche Kommunen und auch verschiedene Staaten chre Anlehens- bedurstiisse ausgiebig zu befriedigen suchten und das überschüssige Geld, wofür sie gegenwärtig keine Verwendung haben, bei den Bcmken liegen lassen. Auch der Hypothekenzinsfuß hat sich in der letzten Zest ganz wesenllich ermäßigt. Aist dem Privatdiskont sind wir nun auf 1* । pEt. angelangt. Dadurch werden die topefulahons- taufe in Anlagewerten ersten Ranges angeregt, und so ist es gekommen, daß Sie 3proz. deutschen Anleihen in der letzten Zeit im Kurs wieder angezogen haben, während die 3*/r und 4pEt.-Werte liegen blieben, da die Kurschancen hier weseMlich geringer sind.
Gieße», 1L März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter vr. Pfund 0,00—1,00 Alt., Hühnev- eier pr. Stück 6—7 Pft Enteneier 8 Pf., Käse pr. Stuck 0-8 Pf., Käsematte 2 Stück 0-0 Pfg., Erbsen pr. Lster 19 Pfg., Lmsen per Lster 82 Pfg., Tauben pr. Paar 0,90—1,20 Ack^ Hühner pr. Stuck 1,00—1,70 Ack^ Hahnen pr. Stück 1,20-1,70 Ack., Ersten pr. Stuck 2,40—2,70 SHt, Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg_ Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Psg^ Schweme- fleisch pr. Psimd 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg^ Kartoffeln pr. 100 Kar. 3,20—3,80 Ack., Weißkraut per Stück 00-00 Pfg- Zwiebeln pr. Zentner 7,50—6,50 Alk., Milch per Lster 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 9—15 Pfg., in Körben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg.
vöfe Erkrankung, die sich vor emtgen Tagen vorübergehend ver- chlimmerte. Das Befinden des Kaanken ist zur Zeit em zmrieden- tellendes. — Wester wird aus Tübingen berichtet, dast dort die Errichtung eines Elektrizstätswerkes beschlossen wurde, das vorzugsweise der Universität zugute kommen wird, - ^r- med- Winternitz, Assistenzarzt an der medizinischen Universitätsklinik zu Halle, hielt am 8. ds. behufs Habilitation an der Universität eine Antrittsvorlesung.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Mittwoch, den 12. März, abends 6 Uhr, in der Stadtkirche 5. Passionsandacht. Pfarrer Schlosser.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
März
Barometer auf 0° reduziert
1 c n c. e |
der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
X) c Z
Windstärke
Wetter
10.
2“
746,8
+
4,3
3P
52
NE.
2
Sonnenschein
10.
9"
749,0
1,4
3,6
88
dE.
1
Sternh.Himm.
1L
qu
748,5
—
5,6
3,0
100
8
1
Heller „
Höchste Temperatur am 9.—10. März- + 6,6° C.
Niedrigste „„ 9.—10. „ — 1,5° C.
Neueste Melkungen.
Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.
S. Darmstadt, 11. März. 2. Kammer. Bei der Beratung der Hauptabt. 9 „Justizminister'ium" bringt Dr. Gut fleisch Anstände bezügl. der Gerichtsschreibereien vor und wünscht Vermehrung der Registratoren und raschere Behandlung in den Kanzleien. Eine Vermehrung der Amtsrichter sei nicht nötig. Er rügt ferner die hohen Stempelgebühren in der sreiwill. Gerichtsbarkeit und wünscht die baldige Vorlage emes Gesetzes betr. die unschuldig Verurteilten. Schill kritisiert die billige Gefängnrsarbcit in Buchbach. Justizminister Dittm ar bestätigt, daß beim Bundesrat eine Gesetzesvorlage eingereicht sei, die sich nicht nur auf die unschuldig Verurtellten, sondern auch unschuldig Verhafteten beziehe. Weidner beschwert sich über die neuen Dienstanweisungen für Orts-vorsteher. Abg. Ulrich sprich«! über die Auffassung, die einzelne Richter über die Immunität der Abgeordneten hätten. Köhler- Langsdorf bringt den Sträfnntrag gegen die „Deutsche Volksmacht" wegen „Judenbeleidigung" zur Sprache. Es entspinnt sich eine längere Debatte über die Anstellung jüdischer Juristen im Richterdienst, worauf die Kapitel 88, 90, 91, 92, 94 und 95 angenommen werden.
Berlin, 11. März. Die freikonfervative Fraktion des Abgeordnetenhauses hat gestern abend in einer fast vollzählig besuchten Sitzung einstimmig beschlossen, den Antrag Graf Limburg n. Gen. betr- denGetreidezoll nicht zu unterschreiben, dagegen einen Abänderuugsautrag ein- zubringen dahingehend, die Staatsregierung zu ersuchen, im Bundesrat dafür eiuzutreteu, daß eine Verständigung mit dem Reichstag betreffs der von der Zolltarif Kommission gefaßten Be- schlüffe auf Verstärkuuu des Zollschutzes für die Landwirtschaft übet die Sätze der Zolltarif-Vorlage hinaus herbeigeführt werde. „ Berlin, 11. März. Die öffentliche Versammlung des Antisemiten-Bundes, in der Graf Pückler redete, wurde aufgelöst, als der Graf seine Zuhörer aufforderte, »die jüdischen Giftschlangen aus ihren Häusern zu treiben". Auf der Straße kam es noch zu Lärmszenen, sodaß die Polizei einschreiten mußte.
Berlin, 11. März. Die Nachricht von dem Buren- siege, die sich gestern abend durch Extrablätter in ganz Bertiu und den Vororten schnell verbreitete, wurde mit freudiger Genugthuung ausgenommen. Ueberall wurden die neuesten Ereignisse in Südafrika lebhaft besprochen. Auch in studentischen Kreisen wurde der Sieg gefeiert Die Burschenschaft Vandalia sandte an den Präsidenten Krüger in Utrecht folgendes Glückwunsch-Telegramm: „Eine wie alle Deutschen Ihr Volk verehrende deutsche Burschenschaft sendet Ihnen die herzlichsten Glückwünsche zum neuesten Siege und wünscht, daß Ihr tapferes Volk das fremde Joch endlich abschüttelt."
London, 11. März Wie verlautet, erhielt das Kriegs- amt eine Meldung, wonach Delarcy Lord Kitchener bereits mit-
geteilt haben soll, daß er Methueu als Geisel zurückbehall« werde. .
London, 11. März. In politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß Methuen ein Soldat ersten Ranges ist Andererseits wundert man sich, daß er nicht schon eher in Gefangenschaft geraten sei. An der Börse brach bei Ein- laufen der Nachricht eine furchtbare Panik aus. Alles wurde verkauft. Minenwerte fielen fabelhaft. Erst einige Zeit nachher legte sich die Auftegung. „Daily News" schlug die Meldung in großen Lettern an, wodurch dieselbe schnell bekannt wurde. „Daily Mail" sagt, man befinde sich vor der größten Niederlage Englands. Obgleich dieser Burensieg die allgemeine Lage nicht ändern werde, so müffe er doch die Buren ermutigen, ihren Widerstand fortzusetzen. „Morning Leader" ist beunruhigt über das Schicksal der anderen englischen Kolonnen. „Daily Expreß" sagt, daß olche Zwischenfälle unausbleiblich wären. Von großer Wich, tigfeit fti, ob die Regierung die Stärke der noch kämpfenden Buren nicht kenne oder ob sie das Publikum zu täuschen beabsichtige.
Glasgow, 11. März. Bei einem gestrigen Dmer hielt Lord Rosebery eine Rede. Er sei gegen die Abberufung Milners und dagegen, dem Feinde Friedens» anerbietungen zu machen. Er weise die Beschuldigungen von Barbarismus von sich, die gleichviel, ob auf Truppen, deren Offiziere, oder die Regierung, welche die Offiziere in» struiere, gemünzt, gleich gehässig und grundlos seien, aber er sei dafür, daß der Krieg durch eine loyale Anerkennung oder Regelung der Verhältnisse sein Ende fände. Nichts sei verächtlicher, als wenn' man die Buren als Räuberbande behandeln wollte. Andererseits würde aber auch keine Regelung der Dinge für die Zukunft Südafrikas günstige Aussichten eröffnen, wenn nicht die Burenführer selber sich in einer Urkunde zu der Einhaltung des Vertrages verpflichteten. (Rosebery hat diese Rede, wohl gemerkt, vor Eintreffen der neuesten Meldungen vom Kriegsschauplätze gehalten ! D. Red.)
New-York, 11. März. Prinz Heinrich ist gestern Nachmittag 5,45 Uhr in Hoboken eingetroffen.
Philadelphia, 1L März, Bei dem Diner der „Union Liga" zu Ehren des Prinzen Heimtich hiell dieser eine Rede, in der u. a. sagte: „Es war absolut kein geheimer Zweck, der mit meiner Mission in Ihr Land verknüpft war. Sollte irgend jemand von Ihnen ettoaS Gegenteiliges lesen oder hören, so er mächtige ich Säe, dies rundweg zu bestreiten." Prinz Heinrich dankte dann für den herzlichen Empfang und für die Sympathien, die ihm während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten zu teil geworden seien. „Es wird mir", sagte er, „am Herzen liegen, dem Kaiser hiervon Kenntnis zu geben." Ter Prinz schloß mit den Worten: „Lassen Sie uns da-> nack trachten, Freundezu sein, und es auch w irk- l i ch sei n."
Telephonischer Kursbericht«
Frankfurt a. Ä., 11. März.
S’/jO/q Reiohsanleihe . . 102.00 3% do. ... 92.45 3%% Konsole . . . . 101.75 30/0 do.....22.40
3‘/80/n Hessen .... 100.05 396 Hessen ..... 110.— 496 Oesterr. Goldretne . . 102.90 4*/,96 Oesterr. Biiberrente 101.55 496 Ungar. Goldrente . . 101.15 4°/ Italien Rente . . . 100.80 4,/896 Portugiesen . . . 42.70 •>°l Portugiesen, .... 28.40 196 C. Türken .... 28.10
Türkenlose ...... 45.50 4% Griech. Monopol -Anl. 10.00 4’/a 96 äussere Argentiner —.—
Bu/o Mexikaner .... 26.70 4l/t L Chinesen .... 90.80 Electric, bei ackert . , . 110.00 Nordd. Lloyd ..... —.— Kreditaktien , . , . , 219.70 Diskonto-Kommandit. « . 124.90 Darmstädter Bank . . . 143.00 Dresdener Bank .... 137.40 Ber iner Handelsges. . . 154.90 Oesterr. Staatabahn , ♦ . 145.00 Lombarden ..... 19.30 Gottharibahn.....163.60
Laurahütte ...... 202.00 Bochum ....... 197.00 Harpener ...... 166.00
Tendenz: fest.
HB3B AMTLICH GLÄNZEND BEGUTACHTET: pmflJ
SSÄLUTARIS®
TOILETTE-FETT-SEIFE
anflhertrofTtt tlr Baut- ■ rtintpNege. Rein, «NL. xpanae.
C. Naumann, Seifen-u. Parfflmeriefabrik, Offenbach aJW.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Lauter für das Jahr 1902/03 liegt vom 14. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Büreau zur Einsicht der Jntereffenten offen.
Lauter, den 10. März 1902.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lauter.
I. E.: Pitz, Beigeordneter. 2033
Holz - Versteigerung.
Versteigert werden:
Montag den 17. 1. Mts., vormittags 10V2 Uhr, aus den Domanialwalddistrikten Jrrhausköpfe, Tiefstruch, Rocheberg und Langebäume, Forstwartei Eichelsdorf:
Stämme: 29 Eichen von 22 bis 36 cm Durchm.. 2 bis 9 rn Länge — 10,69 fm,
2 Lärchen von 29 cm Durchm. 12 m Länge — 1.50 fm
4 Fichten von 21 bis 32 cm Durchm., 12 bis 18 m Länge --- 4.02 fm,
Derbstangeu: 15 Eichen von 8 bis 10 cm Durchm.. 4 m Länge — 039 fm,
9 Buchen von 8—9 cm Durchm., 4 m Länge — 018 km NutzknÜPPcl: 15 rm Fichte (9 m lang), Scheiter: 260 rm Buche; Knüppel: 110 rm Buche (100 m Stammknüppel), 40 rm Eiche (2 m lang), 4 rm Aspe, 38 rm Fichte (8 m lang. Lattenholz), 2 rm Kiefer (3 m lang, Pfosten re.); Reika: 100 rm Buche (Stammreisig), 80 rm Buche (Astreisig), 160 rm Eiche (Stammreisig), 100 rm Eiche (Astreisig), 22 rm Fichte (in Schichten), 250 rm Kiefer und Erle; Stöcke: 30 rm Buche, 40 rm Eiche, 80 rm Radel.
Das zur Versteigerung gelangende Scheicholz in Tiefstruth ist mit einem blauen Kreuz gezeichnet. Das mit Kalk gespritzte Holz kommt nicht zum Ausgebot.
Beginn auf der Glashütter Kreisstraße, am Eingang in die Jrrhausköpfe, beim Eichen-iötammholz. — Weitere Auskunft erteilt der Großh. Forstmart Lchrnttt zu Eichelsdorf.
Eichelsdorf, den 9. März 1902.
Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf.
Trautwein. 2030
Spar- und Aihlraffe Gießen.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Verwaltungsrat beschlossen hat, den Zinsfuß für alle Einlagen bei unserer Kasse auf 33/4 Proz. zu ermäßigen und zwar für neue Einlagen mit alsbaldiger Wirkung, für bereits bestehende vom 1. Juli l. I. ab.
Diejenigen Einleger, welche mit dieser Zinsermäßigung nicht einverstanden sind, werden ersucht, dies bis zum 1. t Mts. bei unserer Kaffe anzuzeigen, worauf dann Rückzahlung der Einlagen am 1. Juli L I. stattfinden wird. Erfolgt eine solche Anzeige nicht, so wird unterstellt, daß die betreffenden Einleger mit der Ermäßigung des Zinsfußes einverstanden sind und ihre Kapitalien bei unserer Kaffe stehen lassen wollen.
Gießen, am 11. März 1902.
Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen.
Wiener. 2042
Hohversteigerung
Montag den 17. März, vormittags V Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeich- netes Holz versteigert werden:
3 Eichen - Schnittholzstämme von 6 bis 8 w Länge, 46 bis 54 cm Durchmesser — 4,30 tm.
100 Nadelstämme von 6 bis
12 m Länge — 31 fm.
82 Nadel - Derbstangen = 8 fm.
8 rm Buchen-Scheit.
14 rm Eichen-Scheit.
6 r Buchen-Knüppel.
12 j, Eichen-Knüppel.
314 „ Nadel-Knüppel, hier« unter 70 rm von 2 bis 3 m Läuge.
1800 Eichen-Wellen.
4000 Nadel-Wellen.
40 rm Eichen-Stöcke.
36 „ Nadel-Stöcke.
Zusammenkunft an derKreis- straße Leihgestern — Gießen, Abteilung Mühlberg.
Leihgestern, 10. März 1902.
Gr.Bürgermeisterei Lechgestern.
Heß. 2085
Spar- und Icihkasse Gießen.
Kinladung.
Die Vertreter der Vereinsgemeinden werden zu einer außerordentlichen Hauptversammlung, welche
Mittwoch Seil 28. l. Mts., mchmttligs 4 Uhr, im Saale der höheren Mädchenschule (Schillerstraße- dahier stattsindet, ergebenst eingeladen.
Tagesordnung:
1. Die Erbauung eines neuen Sparkassengebäudes, hier:
a. Festsetzung der Mietpreise für die Wohnungen r b. Krediterweiterung.
2. Bewilligung von Diäten an auswärts wohnende Spar- kassevertreter für den Besuch der Versammlungen.
Gießen, am 11. März 1902.
Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen.
Wiener. 2041
Samstag den 22. Mürz 1902, nachmittags 2*/2 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen der Weidig, Susanne und Theodore, stehenden Grimüstücke der Gemarkg. Gießen Flur 1/85,3 — 125 qm Hofraite in der Mühlgafse,
Flur 1 85,5 — 131 qm Hofraite daselbst,
Flur 1/86,3 — 19 qm Grabgarten daselbst,
Flur 186,5 — 12 qm Grabgarten daselbst,
ferner die vor den Namen der Susaime, Theodore und Louise Weidig stehende Parzelle
Flur 27 245 — 619 qm Grab- garten am alten Schlag
I und die vor dem Namen der Weidig, Batth.L Ehefrau, stehende Parzelle
Flur 40 Nr. 212,5 - S? qm u 545 qm
Grabgarten auf demGartseld Erbverteilungs halber öffenttich freiwillig meistbietend versteigert. Es wwd ausdrücklich bemerkt, daß nur diese eine Versteigerung stattfindet und bei annchmbarem Gebot der Zuschlag erteilt werden wird.
Gießen, 10. März 1902.
Großh. Ortsgericht Gießen.
___________Gros._______2034 Aterhslt. ÄiMlikMgeii billig zu verk. Westanlage 62,1V


