Ausgabe 
11.1.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 9 Erstes Blatt.

152. Jahrgang

Samstag 11. Januar LNVS

Erscheint tSgNch außer Sonntags.

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Kenrralverf ammluvg des MttelrHrinischen KabriLauLen-Wererus.

D- Mainz, K). Jannar.

Am Donnerstag fand hier unter dem Vorsitz des Herrn Dr- L. Beck-Biebrich die ordentliche Generalversammlung des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins statt- Die Rech­nung für 1901 gelangte zur Vorlage. Aus dem darüber erstatteten Bericht ist zu entnehmen, daß die Einnahmen im verflossenen Jahre 13 077.02 Mk. und die Ausgaben 6645.18 Mk. betragen haben Der Voranschlag weist in Einnahmen den Betrag von 13 92L84 Mk. und in Aus­gaben bei reichlicher Dotierung der einzelnen Posten den Betrag von 6920 ML auf, sodaß ein vorcmschlagsmaßiger Ueberschuß von 7001.84 Mk. vorharrden ist.

Darauf wurde die Neuwahl des Vorstandes vorge- vommen, der sich einschließlich der durch Kooptation zu­gezogenen Herren für das laufende Jahr wie folgt zu­sammensetzt: Richard Avenarius-Gcm-Algesheim, Dr. L Beck-Biebrich a- Rh-, Dr. G v. Brüning-Höchst, Direktor Brunck-Ludwigshafen a- Rft, Kommerzienrat G. Dyckerhoff- Biebrich a- Rh., Fr Fehr-Flach-Wiesbaden, Kommerzienrat Hey lig en städt-Gie^n, Kommerzienrat Georg Heyne- Offenbach, Direktor Hummel-Hochheim, Direktor Kohn- Frankfurt a- M., Hans Kopp-Frankenthah Kommerzienrat Franz Kupferberg-Mainz, Kommerzienrat P. Melchers- Mainz, Kommerzienrat Herrn- Mohr-Mannheim, Direktor Pauli-Frantsnrt a- M, Josef Reinach-Mainz, Geh. Kom­merzienrat Jul. Römhew-Mainz, Direktor Ugö-Kaisers- lautern, E Weismüller-Bockenheim, Dr. v. Voß^-Darmstadt. Zum Vorsitzenden wurde Dr- Beck-Biebrich, zum stellver­tretenden Vorsitzenden Kommerzienrat Gust. Dyckerhofs- Biebrich und zu Rechnungsrevisoren Dr v. Fritzsche-Frank­furt a- M. und Oskar Schimmelbusch-Kaiserslautern wieder- gewählt-

Hierauf hielt Professor Dr M. Biermer-Gießen einen einstüudigen Vortrag über denRe ich seifen- bahngedanlen". Der Vortragende bekannte sich grund- sätzttch als Anhänger des Staatseisenbahn­systems und zwar hauptsächlich deshalb, weil der Be­trieb der großen Verkehrsanstalten seiner ganzen Natur nach zur Monopolisierung führte und diese Monopolisierung auch wirtschaftlich und technisch zweckniäßig sei- Wenn man aber die Wahl habe, ob man das Verkehrsmonopol lieber nivaten Syndikaten oder dem Staate anvertrauen wolle, o könne die Entscheidung nur zu Gunsten des Staats aus- allen- Eine ganz andere Frage sei die, ob der Staat/ nachdem er sich erst einmal in den Besitz der Eisenbahnen gesetzt habe, den Betrieb wirklich nach allgemein volks­wirtschaftlichen Grundsätzen ausübe. Die Gefahr liege nahe, daß ein einseitiger Eisenbahnfis kalis- mus mehr und mehr Platz greife, den Verkehrsfortschritt hemme und gleichzeitig die Staatsftnanzen, die immer mehr auf die Eisenbahnüberschüsse eingerichtet würden, lästigen Schwankungen unterwerfe- Biermer kritisiert nach dieser Richtung hin die preußische Eisenbahn­finanzpolitik in lebhafter Weise, warnt aber vor übertriebenen Reformvorschlägen. Das Ziel der Reofrmen kann nicht etwa das sein, daß die Eisenbahn- emnahmen aufhören, einen wesentlichen Bestandteil unserer

Staatssinanzen zu bilden- Wer heute dafür plaidiert, daß die Ueberschüsse aus dem Betrieb von Staatseisenbahnen grundsätzlich nur wieder für Verkehrsverbesserungen und Verkehrserweiterungen Verwendung finden, und nicht zu- lassen will, daß diese sinanziellen Ueberschüsse für den allgemeinen Staatsbedarf .bereitgestellt werden, der ver­kennt unsere Finanzzustände und hat nur eine dürftige Vorstellung von der finanziellen Bedeutung, welche die Ueberschüsse der Eisenbahnen in unserem Staatshaushalte erlangt Habern Sieht man genauer zu, so wird inPreußen seit einer Reihe von Jahren nur durch diese Ueber­schüsse ein Defizit von 100200 Millonen Mark ge­deckt- Es müßte die direkte Steuerschraube in einer ge­radezu unerhörten Weise angezogen werden, wenn man hier durch Steuererhöhung auf dem Gebiete der Personalbe­steuerung einigermaßen einen Ausgleich schaffen wollte.

Ob die preußische Staatsregierung ihre damaligen Ver­sprechungen, als sie den Landtag für ihre Pläne gewann, gehalten hat oder nicht, erscheint Biermer von sekundärer Bedeutung, die Verhältnisse sind eben mächtiger geworden als die Menschen. Eine zweckmäßige Reform kann deswegen nur durch Erlaß eines Garantiege­setzes geschaffen werden in der Art, daß das ^inanz^ wesen der Eisenbahnverwaltung möglichst selbstänoig ge­macht und ein Ausgleichsfonds geschaffen wird, in dem gewisse Quoten der Ueberschüsse aus den günstigeren Jahren zurückgestellt werden, um für die mageren Jahre Zuschüsse bereitzustellen. Hand in Hand mit diesem Garantiegesetzj müßte der weitere Ausbau eines festen Tilgungs­systems, nachdem die Eisenbahnschuld langsam und plan­mäßig amortisiert würde, gehen-

Biermer ging dann dazu über, in großen Zügen die Geschichte der preußisch-deutschen Eisen­bahnpolitik zu schildern und behandelte besonders aus­führlich die Schicksale des Reichs-Eisenbahn-Projekts, das schon vor Bismarck der damalige bayrische Ministerpräsident Hohenlohe und neben chm manche andere weitblickendere, namentlich süddeutsche Politiker verfolgt hätten. Nach seiner Ansicht sei das Reichseisenbahnprojekt, wie es Bismarck vertrat, an einer sehr kurzsichtigen Oppo­sition, zu der sich süddeutsche und preußische Partikula- risten, Doktrinäre Manchesterleute und philiströs denkende Staatsmänner wie Achenbach und Camphausen verbunden hätten, gescheitert. An die Stelle des Reichs- eisenbahngedankens sei dann die jetzige einseitige preußische Eisenbahnpolitik getreten, und die Drohung, die Bismarck seinerzeit ausgesprochen habe, daß, im Falle man seine Pläne weiter mißverstehe, die Einheit­lichkeit der Eisenbahnpolitik ohne Rücksicht auf die deutschen Bundesgenossen mit aller Macht von Preußen allein be­trieben werden würde, habe sich immer mehr zu einem festen und rücksichtslos durchgeführten Programm verdichtet. Die preußischen Staatsbahnen durchziehen jetzt ganz Preußen von Osten nach Westen, von Norden nach Süden, sie durch­ziehen das Herzogtum Braunschweig, die sächsischen, thüringi­schen, anhaltischen, Lippe'schen Staaten, sie erstrecken sich in das Gebiet fr.er Hansestädte Bremen und Hamburg, sie entsenden Ausläufer hinein in Bayern und in dcks König­reich Sachsen, in Mecklenburg, in Hessen und in Olden­burg. Der Verkehr nicht nur von ganz Norddeutschland, son­

dern auch von ganz Mitteldeutschland wird von den preußi­schen Staatsbahnen beherrscht, und durch die Personal­union zwischen dem Minister der öffentlichen Arbeiten und dem Chef der Verwaltung der Reichsbahnen dehnt sich ihr Einfluß au chaufdas westlicheSüddeutschland aus.

Die letzte Phase der Entwickelung, zugleich die charakteristischste, stellt der Staatsvertrag zwischen Hessen und Preußen, auf Grund dessen die Eisenbahngemeinschaft" geschaffen! worden ist, dar. Das ganze Vorgehen Preußens erinnere sehr lebhaft an di: Ge­schichte des deutschen Zollvereins. Auch hier habe Hessen den er st en Schritt zur nationalen Ver- st ä n d i g u n g wagen müssen. Die hessisch-preußische Eisen­bahngemeinschaft sei nur der erste Anfang von Fusionen, die weiteren würden folgen, und man könne der Vvrge- waltigungspolitik der preußischen Eisen­bahnpolitiker, die eine hohe politische Gefahr darstelle, nur dadurch kräftig vorbeugen, indem man den Eisenbahngedanken wieder ernstlich und möglichst bald vor das Forum des Bundesrats bringe. Die Protest­erklärungen der süddeutschen Landtage nützten gar nichts. Auch damals (1828), als der preußisch-hessische Zollverein zu stände gekommen sei, habe man in Bayern und Württem­berg protestiert und wenige Jahre darauf seien beide Staaten genötigt gewesen, der Vereinigung beizutreten.

Eine einheitliche deutsche Verkehrspolitik sei ebenso notwendig wie eine einheitliche Handels- und Notenbankpolitik. Der Verein der deutschen Eisenbahnen gewährleiste Preußen ein kolossales Ueberge- wicht, während die Reichsverfassung besonders Tank des föderalistischen Charakters der Bundesregierung den Einfluß Preußens sehr erheblich einschränke. Die Ue b er nähme sämtlicher deutscher Bahnen durch das Reich sei auch um deswillen von hohem Wert, weil auf diese Weise ein wesentliches Stück der Reichsfinanzreform ge­leistet würde. Der gegenwärtige Zustand der Ueber Weisung en und Matrikularbeiträge zeige, daß er unhaltbar sei, und wenn man mit dem Reichseisenbahnsystem ein verständiges Garantiegesetz mit fester Schuldentilgungspflicht und einen Ausgleichfond verbinde, so wurden auch die Finanzen der Mittelstaaten, die vielfach in einer kritischen Lage sich be­fänden, saniert werden. Errdlich biete eine einheitliche Reichseisenbahnpolitik den Vorzug, daß man die Regierungen der Mittelstaaten vor dem Anstürme lokaler Eisenbahn­wünsche schütze.

Professor Biermer schloß seinen Vortrag damit, daß er der festen Zuversicht Ausdruck verlieh, daß wir jetzt voll­ständig reif für den Reichseisenbahngedanken wären und daß es allerhöchste Zeit sei, die großen Fehler der 70er Jahre wieder gut zu machen. Gefahr sei im Verzüge. Reicher Beifall folgte den interessanten Ausführungen des Redners.

Tie Lahnkanalisation.

Die Kommission zur Förderung der Lahn­kanalisation in Wetzlar hat eine Denkschrift zur Be­gründung derNotwendigkeit und Berechtigung der Lahn­kanalisation" versaßt, und stellt uns den nachstehenden Auszug

Gießener Stadttyeater.

Der Pfarrer von Kirchfeld.

Von Anzengruber.

Dem ersten Benefiz dieser Spielzeit haben wir es zu verdanken, daß am Freitag endlich einmal Ludwig Anzen­gruber auf unserer Bühne zum Worte kam. Genau vor 80 Jahren roarS, daß, durch nichtige Zufälligkeiten, Anzen­gruber, der damals ein kleiner Polizeischreiber in Wien war, als Dichter .entdeckt" rourbe. Anno 1872 hatte der Direktor hesTheaters an der Wien" eine schlaflose Nacht. Zufällig griff er nach einem der ihm zur Begutachtung eingereichten neuen Stücke, die auf seinem Nachttische lagen; zufällig fiel ihm AnzengrubersPfarrer von Kirchfeld" in die Hände, der dort schon Jahr und Tag lagerte, zufällig las er über die ersten schwerfälligen Szenen hinweg, ohne die Geduld zu ver­lieren, und zufällig erkannte er den Wert des Dramas, das dann drei Monate lang das Repertoire jenes wienerischen Theaters bestritt. Aus dem geheimnisvollenL. Gruber" beS Theaterzettels wurde der große Bauerndichter Ludwig Anzengruber, dem es fteilich erst gegen sein allzu frühes Ende beschieden war, das Morgenrot der Sonne allgemeiner Volksgunst zu schauen und der bis zu seiner Todesstunde Redakterw eines lokalen Wiener Witzblattes bleiben mußte, er, der größte realistische Tragiker, den Oesterreich hervor­gebracht hat. Heute ist man sich über seine Größe allent­halben im Klarer:, aber seine Stücke werden in seinem öster­reichischen Vaterlande noch seltener gegeben als in Deutsch­land. Oesterreich steht fteilich auch nicht mehr unter dem Zeichen der josephinischen Toleranz und wir hatten erst in diesen Tagen zu vermelden, daß dort ein Theaterstück wie Die größte Sünde" Otto Ernsts verboten werden konnte was allerdings auch ein preußischer Landrat, der zu Hanau, fertig gebracht hat.

Der Pfarrer von Kirchfeld" gehört zu jenen vereinzelten Stücken der letzten drei Jahrzehnte des 19. Säeulums, deren Wirkung nicht zugleich mit der Zett verflog, aus der sie ent­banden find. Wie tief vrftünken neben ihm die dramatisirten

Dorfgeschichten, die uns die Tegernseer vor dem Weihnachts­feste auftischten! An technischer Sicherheit fehlt es hier freilich dem Dichter noch. Schon daß der mcht sehr geschmackvoll in den Namen Hell und Finsterling ausgedrückte Konflikt rein abstrakt bleibt, daß der theoretische Grundgedanke sich nicht völlig in Leben verwandelt hat, ist für das Drama ein leicht erkennbarer Uebelstcmd. Doch der Dichter findet fast durchweg echte Naturlaute, und sein Pfarrer, bei dem man nicht mit Unrecht an den saooyischen Vikar Rousseaus erinnert hat, spricht hier und da ein mit ziemlich flacher Reflektion durchsetztes Buch- deutsch. Aber was verschlägt das gegenüber der Kraft und Frische, mit der das eigentliche Bauerndrama gestaltet ist. Denn in der bäuerlichen Welt und unter den bäuerlichen Menschen ftihlle sich der Dichter heimisch; hier schaltete und waltete er frei und behaglich; hier verfügte er über einen großen Reichtum an charakteristischen Zügen und Einfällen, mit dem er seine Figuren und Szenen überschüttete. In ihm selbst war eben das Bauernblut seiner Vorfahren lebendig, wodurch sich allein das merkwürdige Phänomen erklärt, daß er, dies echte Wiener Kind, das weitaus den größten Teil seines Lebens in seiner Vaterstadt hockte, der unübertreffliche Schilderer bäuerlicher Charaktere geworden ist. Und während darum in den Stücken der Tegernseer, trotz der echten Bauernspieler, doch alles nur Theatermache bleibt, weht uns aus dieser Dichtung frischer Erdgeruch entgegen, erfreuen uns hier allenthalben echte Naturlaute aus der Tiefe der Volks­seele, sind hier die bäuerlichen Figuren allesamt frisch aus dem Leben herausgeholt. Den Tegernseern aber passen solche echten, lebensvollen Bauernstücke nicht; sie wollen eben Komödie" spielen, d. h. für sie so viel als sich möglichst loslösen aus chrer grauen Alltäglichkeit, Posten reißen, schuh- platteln, schnadahüpfln, juchzen und raufen, kurz gerade das Gegenteil von dem, was ein ernster Künstler will.

Die beste Gestalt des Stückes ist die köstliche Episoden- sigur des Wurzelsepp, eine der eigentümlichsten Schöpfungen des Dichters, der für derlei mit der Welt zerfallene Volks­naturen, für die Ausgestoßenen und vom Leben Zerzausten eine ganz besondere Vorliebe besaß und diesen um ihr Glück Betrogenen seine ganze reiche Liebe zmvendete. Und in dieser

Figur des Wurzelsepp, wie in drei oder vier ähnlichen Ge­stalten seiner anderen Dramen, offenbart sich vor allem seine geniale Schöpferkraft, sein scharfer Blick in das Abgründige der Menschennatur und seine Gabe, auch aus scheinbar ver­härteten Naturen den menschlichen Klang herauszuhorchen; hier vor allem spürt man das, was Berthold Auerbach ein­mal tteffend als die merkwürdige Verbindung von Naturmut und theatralischem Mut in Anzengruber bezeichnet hat. Es sind Figuren, die zugleich der darstellerischen Kunst die höchsten Auf­gaben stellen, deren restlose Bewältigung für jeden Charakterspieler einen der schönsten Triumphe bedeuten wird. Herr Ramsey er, der Benefiziant, gab den verbissenen Dorfpessimisten, den mtt Gott und der Welt zerfallenen, verlumpten Ketzer, den rüden vier­schrötigen Kerl wohl mit struppigem Haar, zerfetzten und verschlissenen Kleidern, scheuen Augen und heiserer Stimme, trotzdem aber doch mit helleren Farben und resoluteren Tönen, als man gewohnt ist und er im Grunde vertragen kann. Das Verzwickte, Verkniffene fehlte. Und dann war die nächt­liche Gartenszene mit dem Pfarrer, die ihm einen brutalen Triumph bringt, nicht verinnerlicht genug, und störend wirkte ganz besonders hier sein häufiges, gänzlich unmotiviertes, ihn selber an dem Aufgehen in der dichterischen Gestalt hinderndes Blicken ins Publikum, das er sich nun einmal durchaus nicht abgewöhnen will. Wett wirksamer war die Szene, in der Sepp vom Pfarrer die christliche Bestattung seiner durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Mutter erfleht und statt Haffes Liebe und Dankbarkeit in sein Herz einziehen. Hier fand er Töne warmen Empfindens, Leiden­schaftlichkeit, ein glaubliches Gemisch von Trauer und Freude, Lebhafter Beifall und Blumenspenden lohnten ihn.

Den Pfarrer von Kirchfeld stellte Herr Gerlach schlicht und einfach dar, weit besser als den Pfarrer Sang inlieber unsere Kraft". Seine Würde hatte nichts übertrieben Salbungs­volles, Pathetisches, und dadurch trat die Unwahrscheinlichkett der Anzengruberschen Figur weniger hervor. Seine Sprache zeigte milde Ruhe und innere Ausgeglichenheit, vielleicht mehr als diesem jungen heißfühlenden Geistlichen zukommt. Frl. Hohenfels sprach, sang und spielte als das Bergdirndl mit Anmut und traf, wie Hochwürden, recht gut den paffenden Ton,