Ausgabe 
10.11.1902 Zweites Blatt
 
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Drenze brachte.

378%

47a % Oesterr. tiilberrento 101L0

Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

MöcheMcht llcberjicht der Todesfälle m der LIM Hießen

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

1

2

1

1

Lungenerweiterung 1 (1)

1(1)

Gießen gebrachte Kranke kommen.

do. Hessen

11)

KD

2

2

101.80

103.30

70L0

31.25

28.30

123.20

44.40

Blasenleiden im Wochenbett

3 4

1

1

e- ne

378% 3%

3% Öberhessen

4% Oesterr. Goldrente

. 25L0 . 92.60 . 81.00 . 99.50 . 210.30

. 186.30

. 136.40

. 141.50 . 154.90 . 149.50 . 18.80 . 179.30 . 196.70 . 164.40 . 165.10

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

-1- Ihr Bericht kommt leider verspätet, wir haben in letzter- Nummer die Angelegenheit bereits gebracht. Wir bitten auf den Manuskripten stets ihren Namen zu bemerken. Besten Gruß^'

Masern

Lungenentzündung Blutfleckenkrankhett Typhus Zuckerkrankheit Herzleiden

4% Ungar. Goldrente, . . 4°/u Italien. Rente . . , 4/2% Portugiesen . . , 3°/. Portugiesen. . . .

1% C. Türken . , . , Türkenlose.....

4% Griech. Monopol.-Anl. 472% äussere Argentiner

. 102.10

. 91.85

. 102.00

. 91.80

. 100.30

. 99.80

. 102.90

Reiohsanleihe do.

Der gern gesehene ,Jaffee-Onkel" bringt [6961 Pfeiffer & Dillers

Kaffee-Essenz

in Dosen in Erinnerung. Einmal gebraucht kann man sie nie mehr entbehren. Dose 30 Pfg.

Telephonischer Kursbericht.

h'rankturt ». 10. Ko^ember iyo2.

37,% Konsols 3%

1

1

1

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KD - -

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___________ 1(1) -_______-

Summa: 16 (5) 10 (5) 2 4

Anrn.: Die in Klammern gesetzten Zrffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach

»schüft.

>t erwarb, wie man unb ung von Hennes u. (s0. Ludwig v. Hosmann:

Nansen teilt mit, daß unter der Leitung des 1 und Königs-Wil- ck den magnelifchc» Rock dition weiter westlich fe. ehren. Kapitän AmunA, ^'teilen und das Prott i suchen. Sie 6$peten

Bei Eröffnung derM slrator mit, daß ßqsor i werde zu UnlerfttÄgen der durch die Seuche ißt

Bruchschaden Unterleibsentzündg. 1 (1)

OrW.Knechl's Magenbitter

SÄNTIS

istbelMägen-u.Darmbeschwerden dasvorziiglichsteu.unenlbehrlichste Hausm i Hel. Probef lasche! =erbheäfhich

Vermischtes.

Berlin, 8. Nov. Auf Antrag des Vertreters des Fürsten Anton Radziwilll wurde gestern der General­direktor Arnolf Noettger verhaftet. Ter In­haftierte war Bevollmächtigter des Prinzen Radziwill, des Sohnes des Fürsten Radziwill. Es wird ihm zur Last gelegt, den Prinzen bewuchert und betrogen zu haben.

* Lemberg, 9. Nov. In einem Hotel hat ein fremder Qtssisscher Student den polnischen Schriftsteller Dr. Jods ko Markiewicz durch einen Revolverfchuß oe r l e tz t. Ter Student wurde verhaftet.

* Ein schwerer Mißgriff der Altonaer Po­lizei. Aus Altona wird geschrieben: In einer vor dem hiesigen Schöffengerichte durchgeführten Verhandlung gegen die Tochter des verstorbenen Kommerzienrats Hein aus Würzburg, geschiedene Frau Rapaport, wegen Wider­stands gegen die Staatsgewalt wurden seitens der An­geklagten und der Verteidigung fast unglaubliche Anklagen gegen die Altonaer Kriminalpolizei erhoben. Das Ge­richt schenkte diesen Anklagen vollen Glauben, indem es nicht nur die Angeklagte fteisprach, sondern auch die Losten der Staatskasse auf erlegte. Amtsrichter v- Köller führte in der Urteilsbegründung aus, die Angellagte sei .gezwungen gewesen, sich einen Verteidiger zu nehmen, um nicht wieder schutzlos in eine so böse Lage zu ge­raten, wie die, in der sie sich befunden habe. Frau Rapport, deren Mann Anfang 1899 nach Unterschlagung Don mehreren 100 000 Mark nach Amerika geflüchtet ist, Lagt zur Zeit noch immer gegen die Konkursmasse ihres geschiedenen Mannes auf Herausgabe ihrer Mitgift von 120 000 Mark. Sie hatte sich im vorigen Jahre ein Hamburger Stadttheater-Abonnement auf Kredit gekauft. «Seitens des Theaters wurde in diesem Jahre Anzeige toeaen Betruges gegen die Frau erstattet, well der Betrag nicht bezahlt worden war. Das Verfahren ist von der -Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Tie Wtonaer Kri­minalpolizei war ersucht worden, Frau Rapaport zwecks verantwortlicher Vernehmung in dieser Sache dem Amts­gericht zuzuführen, da der Aufenthalt der Frau, die sihren Mädchennamen wieder angenommen und dies der Behörde nicht mitgetellt hatte, in Hamburg nicht fest­zustellen war. Am 28. Juli wurde Frau Rapaport morgens Lon zwei Beamten nach dem Altonaer Polizei­amt gebracht, ohne daß man ihr Zeit gelassen hatte, ihre primitive Morgentoilette mit einem Kleide zu vertauschen. Im Polizeigebäude wurde die Sistierte einer körperlichen Untersuch­ung durch den Polizeiarzt unterzogen und für krank erklärt. Sie wurde jetzt zwangsweise, ohne dem Mchter vorgeführt zu werden, ins Krankenhaus ge­bracht und mußte einen Saal mit 25 Straßendirnen teilen, obwohl der Oberarzt sie für vollständig gesund erklärte. Die Polizei stützte sich nur auf die falsche Diagnose chres Arztes und verlangte das Verbleiben und die Behandlung der Eingelieferten, die noch heute an den Folgen des entsetzlichen Aufenthaltes in der verseuchten Gesellschaft jener Station des Krankenhauses leidet. Nach acht Tagen tvurde sie endlich dem zuständigen Amtsrichter vorgesübrt vnd natürlich sofort in Freihell gesetzt. Jetzt erhob die Polizei Anklage wegen Widerstandes gegen die Staats- Lewall, weil Frau Rapaport die Beamten nicht schnell genug in ihre Wohnung eingelassen haben sollte. Die Verhand­lung endete, wie erwähnt, mit einer vollständigen Frei­sprechung. Gegen die verantwortlichen Organe der Polizei rnnd des Krankenhauses wird der Verteidiger Dr. Revi Straf- »Lntrag wegen widerrechtlicher FrechellÄreraubung, Beleb- chigung, Körperverletzung und Mißbrauch der Amtsgewalt erheben.

* Wilderer. Aus Güsten wird gemeldet: Als in »ergangener Nacht im benachbarten Rathmannsdvrf zwei Kvrstbeamte und der Amtsdiener drei Wilderer überrasch- llen und die sich Wehrenden durch Schüsse kampfunfähig «rächten, wurden sie plötzlich von vier Genossen der Wilderer Lb er fallen. Einem Förster wurde das Schienbein zerschossen, dem Amtsdiener ein Oberarm. Sämtliche Wilderer, von denen drei schwer verwundet waren, «enttarnen. _ ,

*Terbekannteitalieni!lcheMaseagui wurde -in Boston wegen Kontraktbruchs verhaftet.

* Die Vernichtung der schweizerischen Plantage Helvetia" in Guate mala beiden letzten ilusbrüchen'des Vulkans Santa Maria erfährt in vollem Umfange ihre Bestätigung. Man hatte das schreck­liche Schicksal der Ansiedelung schon befürchtet, doch kam nun erst die traurige Gewißheit, daß etwa 6 00 Personen 2ei der Katastrophe u m g e k o m m e n sind; die Pflanzungen wurden natürlich völlig verwüstet.

Kan-millschast.

-o- Biebrich, 9, Nov. Auf der am 9.11. d. M. hier ab­gehaltenen Geflügel-Ausstellung erhielten Gießener Aus- [teilet nachfolgende Preise: E. Rübsamen für gelbe Orping- tons einen Ehrenpreis, für Touloujer Gänse einen Ehren- und einen 3. Preis, für Rouen-Enten einen L, für Pecking einen 2. und einen 3. Preis; Ludwig Hanau für weiße Italiener einen 3. und zwei 4. Preise; Aug. Felsing für welsch. Italiener zwei 2. Pr.; Julins S t o h r für welsch. Italiener einen 2. Preis; I. S ch ä - er III. für Hamburger einen 4. Preis; L. Adam für Eochin, Brahma und welfch. Italiener je einen 4. Preis und für Lans- bahn-Hühner einen 3. Preis. Für Pfau- und Perrückentauben Apotheker S ch w i e d e r zwei 2. und zwei 4. Preise, Für Brief- taubnn Gg. F o r b a ch zwei dritte und einen 4. Preis.

Berlin, 8. Nov. In den nächsten Tagen wird den Stadt- »erordneten die Vorlage über die neue städtifche Anleihe in Höhe von 225 bis 230 Millionen Mk. zugehen.

Lcivziq, 8. Nov. Die bekannte Buchbrnderer-Aktren- «esellschafl vorm. F.A.Barthel hat den Konkurs angemeldet. Ne Paffwen belaufen sich auf 1200 000 Mk. Die Gesellschaft er- Härt, daß es in Folge persönlicher Differenzen zwhchen einigen der -bauptaktionäre momentan an genügendem Betriebskapital fehlte; nur deshalb habe sich die Gesellschast, um keinen der Gläubiger zu benachteiligen, zum Anträge auf jlonkurseroffnung entschloßen. Der Geschäftsbetrieb erleide durch die Konkurseröffnung nicht die mindeste Störung, da die Konkursverwaltung bereits beschloß, die Fabrik in der bisherigen Weise fortzubetreiben, ihr auch von einem großen Bankinstitute die erforderlichen Betriebsmittel zur Versü- .«ung gestellt worden seien. Nach den Verhandlungen sei anzuneh- anen, daß das gegenwärtige Provisorium nicht allzulange wahren Toirb. Daß die Insolvenz des Etablissements Barthel mit 250 Mann Personal Aufsehen macht, liegt auf der Hand.

Konkurrenz des österreichischen Petroleums gegen die Standard Oil Company. Die österreichischen Petroleumexporteure Hassen es sich angelegen sein, den deutschen Petroleumhandel in feinem Kampf gegen die Standard Oil Company und das mit Lieser verbündete russische Kartell zu unterstützen. Zu diesem Zwecke ßoll die Organisation der österreichischen Petroleumexportfirmen m eine Genossenschaft umgewandelt weichen.

Tabak. Im Laufe der Berichtswoche wurden von einem Kabrikanlen in einigen Orten des Neckarthaies ca. 6700 Zentner 3902er Tabak in bei Preislage von 2)1 L 2527 getauft. Bis jetzt Eat sich jedoch die Allgemeinheit am Einkäufe nicht beteiligt, da feie Händler die geforderten Preise für diese Qualitäten viel zu hoch Halten. Im vergangenen Jahre war die Qualüät für Zigarren-

qemernschaMch die VrOckenplSne zur Kenntnis einer anderen Macht gebracht. Alle drei waren sich bewußt, daß sie dadurch sich des Landesverrats schuldig machten. Einen Teil ihrer Thätigkeit siel ins Ausland, aoer auch im Jnlande sind sie in einer Weise chälig gewesen, daß sich chre Verurteilung wegen Landesverrats rechtfertigt. Frau Bai hat sich der Beihilfe dadurch schuldig gi macht, daß sie die Pläne unter ihren Kleidern verborgen über di

tabafe in dieser Gegend eine vorzügliche, solch hohe Preise wurden jedoch nicht hierfür angelegt Für die am Dache hängenden Tabake dürste die Witterung nunmehr sich sehr beffern, da die Tabake durch das anhaltend naffe und feuchte Wetter Schimmel anfetzen und den Glanz verlieren. In alten Tabaken wurden in letzter Woche in Rücksicht auf die Dualität der neuen Ernte, ca. 3000 Zentner 1901er Einlage zu Anfang Mk. 40 von einem Fabrikanten gekauft. Ferner wurden einige kleine Posten ent­rippter Einlage zu Mk. 8285 und einige Posten Abfälle zu Mitte Ml. 30 bis Mk. 40 umgesetzt Im Allgemeinen liegt das Geschäft ehr ruhig. In losen vsälzer Rippen geschäftslos, lose feine Mark 99.50, gebündelte Mk. 1112.

Getreide. Tas Getreidegeschäft verlief auch in dieser Woche in ruhiger Stimmung. Amerika ist heute Alk. 1 per Tonne billiger wie am Schluß der Vorwoche, Rußland ist behauptet. Roggen unverändert. Gerste unverändert. Hafer unverändert. Mais effektiv gesucht, auf spätere Sichten etwas ruhiger. Die heutigen Notierungen sind: Redwinter II Mk. 124125. Kansas II Mark 123123.5. Südruss. Weizen Alk. 120140. Rumän. Weizen Mk. 124-132. Ruff. Roggen Mk. 103104. Ruff. Futtergerste Mk. 93. Ruff. Hafer Mk. 106120. Amerik. Hafer Alk. 115. Laplata-Acais r. t. Mk. 110. Mixed Mais Jan.-Ablad. Mk. 92 per Tonne cif Rotterdam.

Märkte.

Grüuberg, 8.November. Fruchtmarkt. (Durchschnitts­preis pro 100 Kilo.) Weizen 15.60 bis 15.75 Mk., Korn 14.04 bis 00.00 M, Gerste 00.00 bis 00.00 Mk., Hafer 13.50 bis 14.00 Mk., Erbsen 15.4016 Mtt, Linsen 25.30 SDIL, Lein 00.00 DHL, Wicken 00.00 Mark, Samen 00.0000.00 SDlt, Kartoffeln 0.00 bis 0.00 Alk. -

fc. Frankfurt a. M., 8. Nov. (Telegr. Orig.-Bericht des »Gieß. Anz."). Amttiche Slotterungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen: 453 Ochsen, z.122 aus Oester­reich, 53 Bullen, Irans Oesterreich, 1057 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oesterreich, 286 Kalber, 571 Schafe und Hümmel, 1139 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7073 Alk^ 2. Qual. 6567 DJlt, 3. Qual. 6063 Alk.; Bullen l.Quall 62 bis 64 Alk., 2. Qual. 5860 Mk.; Kühe L Qual. 6162 Alk., 2. Quall 5658 Alk., 3. Qual. 4648 Mk, 4. Quall 4042 Mk., 5. Quall 0000 Mk. Salbet :L Qualität 8082 Pfg^ Lebendgewicht 50-00 Pf., 2. Quall 7475 Pfg., Lebendgewicht 4446 Pfg., Schlacht­gewicht 6265 Pfg., Schafe: 1. Quall Schlachtgewicht 6264 Pfg., 2. Qual. 5961 Pfg., 3. Quall 0000 Pfg.; Schwellte 1. Qual. 68 Pfg., Lebendgewicht 53 Pfg^ 2. Quall 67 Pfg., Lebendgewicht 52 Pfg., 3. Quall 0000 Pfg^ Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh gedruckt, Ueberstand sehr beb., bei Kleinvieh gut. Alles verkauft.

to. Frankfurt a. M., 8. Nov. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtliche Notierungen ber heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 15.75,-00.00 Kurhessiscyer Alk. 15.7516.00, La Plata Mk. 17.2517.50, Kansas Alk. 17.2517.50, Roggen (hiesiger) Mark 14.5000.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.5015.75, Franten- felber Alk. 00,0000,00, Hafer Mk. 14.7515L5, Alais Mk. 14.0014.25, Weizenmehl 0 Alk. 25.2525.75, 2. Qualität Mk. 23.50

bis Alk. 23.75, 3. Qualität Mk. 21^021.75, Roggenmehl 0 Mk. 23.0023.75, L Qualität Alk. 21.7522.25, Weizenklete Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Roggenkleie SDlt 9ä010.00, Maiskeime Mk. 10.00 bis Alt 10.25, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.0000H0. Alles per 100 Kg. ab hier.

Kirche unb Schule.

Königsberg llM, 8. Sllov. Der Proviuzialsynode für Ostpreußen, deren Vorsitzender Fürst von Dohna-Schlobitten ist, lag in der heutigen Sitzung ein Antrag vor, ine Provinzialsynobe wolle beschließen: Auf Antrag ber Kreisfynobe Insterburg vom 4. Dezember 1901 auf Bes ertigung bes Duells erneuert bie Provinzialsynode einmütig ihren Beschluß vom 12. November 1896 unb beauftragt ihren Vorstand, benselben zur Kenntnis ber Generalsynobe zu bringen. Dazu stellt ber Synodal-Superinten- bent Leibreiter nebst Genossen folgenben Zusatzantrag: Die ost­preußische Proointialsynode legt bafür Zeugnis ab, baß bas Duell miber Gottes heiliges Wort unb Gebot unb baber Sünbe ist, unb erklärt, baß auf bem Wege ber Verbreitung unb Vertiefung christ­licher Erkenntnis feine Beseitigung zu erstreben ist. Unterzeichnet ist ber Zusatzantrag u. a. von bem Vorsitzenben bes Provinzial- lanbtages Grafen zu Eulenbura-Praffen, bem Landeshauptmann v. Branb, Grasen v. Dönhoff, Rittergutsbesitzer v. Seybel-Chilchen, Superintenbenten Dr. Lackner, Lanbgerichtspräsibenten Dr. von ber Prenck, Grafen zu Eulenburg-Gallingen, bem Oderlanbesgerichts- präfibenten von Plehwe. Der Antrag wurde ohne weitere Debatte einstimmig angenommen.

7ter. Den Dorsch Mr 2Int(agd)d)brbe vertrat ebritffyid von Qtoieny legen

ib roegen Wröens M tjaVtm. Lüne Berufung men Derhmdlungslerinm itfen. - Der Laglöhntt in einem bauje zu Wen- Z er das Verlangte nicht dort aus Rache eine Kuh icht Butzbach ha"e gegen Wiivs unb der Rohheit .gen der Erheblichkeit bet r-aie von einem Jahre er- igte dies Erkennt' . "des Bettelns erkannten nderung, daß die letztere ei-'is W-tz

LSS )Uu9moröen ist und reizt woMN , m lung Itehen e» ba§ werden ye|Itafung ^l03d) unb erkann e mers a. ßejängni» 'tnlöna Öfl aufge-

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Neueste Welliuiigen.

Originaldrahtmeldrmgcn des Gießener Anzeiger.

Frankfurt a. M., 9. Nov. Gestern sprang eine 24- Jahre alte Frau Namens Alaria Bonifer in der Hasengass^ aus einem Fenster des 3. Stockes in bett Hof und ertiitl lebensgefährliche Verletzungen. In der Lttosicaße stürzt^ ich ebenfalls gestern vormittag die 24 Jahre alte Franz Klara Lebbecke aus dem 3. Stock ihrer Wohnung auf diel Straße unb war sofort toll

London, 10. Nov. Mehrere Morgenblätter lenken die Aufmerksamkeit auf die Nachrichten aus Shanghai betreffend die angebliche Haltun g Deutschlands in der Frag? des Dangtse-Thales. Tie Blätter bemerken, daß der B e f u ch Kaiser W i l h e lm s in England die Vorsicht gegenüber Teutschland nie schwächen dürfe. Taich Mail" erinnert daran, daß Deutschland einen Geheimvertrag mit China abgeschlossen haben oll, um das deutsch-englische Llbkommen über das Jangtse- Gebiet abzuändern oder völlig zu annullieren.

Brü is s e l, 10, Nov. König Leopold hat auf pet> sönliche Rechnung Uvei an den töiliglichjen Palast anstoßende Gebäude gekauft, welche wegen des geplanten Umbaues; des Schlosses niedergerissen werden sollen.

Paris, 10. Nov. Ein Fin anz-Skandal scheuch große Ausdehnung anzunehmen. Bis jetzt sind 26 Per­sonen verhaftet.

Wien, 10. Nov. Ter Sonn- und Montags-Zlg. zufotM koursieren in dortigen diplomatischen Kreisen sensatio­nelle Gerüchte über bevorstehende wichtige Ereignisse am belgischen Königshofe. König Leopold soll von einer bedenklichen geistigen Störung befallen sein die ganz zu besonderenEntschließungen führen könne. Jnsolg^ der kritischen Situation sei der Graf von Flandern, der sich am Krankenlager feiner Tochter in Mendelbu^g Tirol befindet, telegraphisch zur schleunigeit Rückkel^x uaj£fr Brüssel veranlaßt worden. Taß König Leopold sich mit Rücktrittsgedanken trage, hält das Blatt fj^ weniA glaubwürdig. Von anderer <Äite verlautet über An­gelegenheit nichts.

Newyork,9. Nov. M a s o a g n i wurde gegen Hinter­legung von 10000 Dollars freigelassen., ileber den Fall wird morgen verhandelt werden.

Ungetellte« Beifall gestrigen Kostprobe im Geschäfte des Herrn L. Kalthof Nächst., H. Erle, verabreichten Proben von Maggi's Gemüse- und Kraft-Suppen. Durch praktische Vorführung seitens des anwesenden Vertreters der Firma konnte man sich überzeugen, wie zweckmäßig diese Suppen nicht nur für die Hausfrau, sondern auch für alleinstehende Peiffonen sind. Aus einem Würfel für 10 Pfge. erhält man auf die einsachste Weise, lediglich durch Austochen m Wasser, 2 Teller vorzüglicher, voll­ständig fertiger Suppe. Allgemein wurde bereu reiner, natürlicher Geschmack anerkannt. Durch mehr als 30 Sorten, wie Reis, Grün­kern, Erbs, Tapioca-Julienne rc. ist für angenehme Abwechslung gesorgt. Wir zweifeln nicht, baß sich biefes vorzügliche Produtt bald den ihm gebührenden Platz in der Küche sichern wird und' nwchten nicht verfehlen, auf die beiden noch stattfindenden gleichen Veranstaltungen hinzuweisen, nämlich am Dienstag, den 11. ds. bei1 Herrn Christian Wallenfels, Marktplatz 17, und am Donnerstag, den 13. ds. bei Herrn Adolf Lenard, Franksurterstraße.

43. Woche. Vom 19. Okt. bis 25. Okll 1902. Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkll 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 32,12,

nach Abzug von 5 Ortsfremden 22,08 °/co.

Kinder

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Tendenm matt.

khriBeschermlgberKltiMiider-BeVilhrliLstlilt

Am 4. Advent-Lountag, den 21. Dezember V. I., soll die Christbescheruug für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben in diesem Jahre über 200 Kindern die Bescherung her» zunchten und den Weihnachtstisch mtt Gaben zu decken. Um oies zu können, wenden rotr uirs wieder an die Liebe und den wohl­wollenden Sinn der Freunde unserer Anstatt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn unb dergleichen, besonders aber auch Geldgaben, die uns die gleich­mäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen.

Eine Liste zrw Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgehen. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachteii Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu laßen: Frau Rechtsanwall Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haao, Ostanlage 31; Frau Rechmmgsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Ostanlage 36; Frau Bürgermeister Mecum, Löberstraße 23; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8: Frau^ Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schmall, Ostan­lage 36; Fräulein Lnise Wortmann, Dammstraße 32.

Auch die Schwestern unserer Anstatt sind bereit, Gaben an- ziinehmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Klelnkinder- schulschwestern sind Diezsttaße 15.

Gießen, den 10. November 1902.

Der Vorstand der Kleintinderbewahranstatt.

Dr. Naumann. 786T

Spielman drr vrrrimgten Frankfurter Stadllheater. Renes Schauspielhaus.

Dienstag den 1L November*): Zu Schillers Geburtstag: In neuer Einstudirung und Jnszenirung:Die Piccolomini". Vorher: .Wallensteins Lager." Mittwoch den 12. November: In neuer Jnszenirung: .Minna von Barnhelm". Donnerstag den 13. November, abends halb 8 Uhr: .Die zärtlichen Verwandten". Freitag den 14. November: .Wallensteins Lager". Hierauf:Die Piccolomini". Samstag den 15. Noveinber, abends halb 7 Uhr: .Faust", 1. Teil. Sonntag den 16. 9lm>ember, nachmittags halb 4 Uhr: Auf Verlangen: Wiederholung der Festvorstellung zur Eröffnung des neuen Schauspielhauses. Abends 7 Uhr: .Die zärt­lichen Verwandten". Dtontag den 17. November: .Es lebe das Leben."

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.