Gerichtssaal.
Vermischtes
Schmidt an Dr. Gentzsch am 4. März 1901, er sei durch diese Kreditskizzierung ganz mutlos geworben, auch seine dortigen Mitinhaber verlören den Kopf. Ergänzend kommt ein vertraulicher Brief der Trebergesellschaft an das Sekretariat der Leipziger Bank zur Verlesung. Sie schreibt, sie müsse, wenn nicht ihre ganze Arbeit umsonst gewesen sei, einen weiteren Kredit haben. Dann gelangt das Protokoll des Aufsichtsrates der Bank vom 11. März 1901 zur Verlesung. Es herrschte allerseits Einverständnis, daß an dem letzten Beschluß sestzuhalten sei, damit das Kasseler Obligo vermindert würde. Immerhin wolle man dem drv-
lPriestersemmars zu Fulda.
* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Hofmarschall v. Seckendorf hat die Burg Rh ein st ein für den Prinzen Heinrich von Preußen, dem sie von dem verstorbenen Prinzen Georg testamentarisch .-vermacht worden war, übernommen. Der Zutritt zur Burg Meibt dem Publikum genau in der bisherigen Weise gestattet.
eilt worden, in dem die bestimmteste Skizzierung des s Kassels ausgesprochen wird. Hierüber schreibt
Der Leipziger Baukprozetz
XVL
*Paris, 9. Juli. Die hiesige Polizei hat bi§ jetzt nicht weniger als 900 Meldungen über ine sicheren Spuren der Entdeckung der Familie Humbert Erhalten, gewissen Kreisen hält man übrigens die Suche nach den Lumberts für ein Seitenstück der Suche nach Arton, deu die Polizei s. Zt. nicht aufsindeu konnte. Es scheint fernem Zweifel zu unterliegen, daß der Aufenthalt der MttglletEr der Familie Humbert der Regierung bekannt sei. Die Furcht vor einem Skandale, in welchen zahlreiche politische Persönlichkeiten hineingezogen werden könnten, sei jedoch fo groß, daß deshalb eine Verhaftung nicht erfolge.
* Bologna, 9. Juli. In einem Kaufladen im ßen* trum der Stadt brach heute eine F e u e r s b r u n st aus, bte sich infolge einer Explosion von Petroleumfässern auf. die Nachbarhäuser ausdehnte. Etwa vierzig Personen wurden verletzt. Der Brand wurde in den Abendstunden bewältigt. Der Schaden ist sehr groß.
* Sern, 10. Juli. Der Kupferstecher Krause ftürste. unweit Beatenberg ab und wurde schwerverletzt aufgv- funden, nachdem er drei Tage hilflos gelegen hatte.
* Budapest, 10. Juli. Der Ortsvorstand Weichste aus Schönau in Sachsen, welcher wegen Unterschlagung; von 54 000 Mark geflüchtet war, wurde unweit Leutschpu
- '■ v _ ™ < । oct zwficht. über feine Person zu luuiujui. uumcnuumicu uuw.
^ Loudon, 9. ^uIl Aus ^ureuzo Marques wird S^^ich enthalte die Beuöchmmg ms prakt. A^t ein Vergehen
Der Gesamtschaden. ivcldKn die letzte gro^el gcqen die <ÄL^rbeorommg. Die Anklagebehörde bezeichnet den L b r u n ft verursachte, beläuft sich auf eine Million AyaEaglen ms einen gemeinaesährlichen Hochstapler und ehr- terl. Der Brand dauerte fünf Tage. J^eh Charakter, der mlldernde Umftänbe nicht verdiene. Er habe
Verbot der Ehelosigkeit ergeben haben. Daß hierbei auch manche in das Gebiet des geschlechtlichen Verkehrs fallende Vorgänge berührt werden mußten, ist auf den in dem Buch behandelten Stoff zurückzuführen. Der ganze im Zusammenhang zu berücksichtigende Inhalt der Bücher läßt aber nicht erkennen, daß dem Verfasser daran gelegen hat, etwas, was Achtung und Verehrung erfordert, in verletzender und roher Weife herabzuivürdigen; er ist ferner auch nicht geeignet, das Scham- und Sitllichkeitsgefühl des Publikums, für das jenes Buch bestimmt ist, in geschlechtlicher Be-
Paris für 500 Fr. gekauft hatte. Aber weshalb ließen, sich I Sch^t Hergl s. Hem'ürLl beH'- Der Verfasser diese beiden diese iwerteuren ui^zum Teil überflüssigen I Quf historisch-philosophischer Grundlage, also in wissenschast- Artikel aufhalsen? ^m Gefchaftsrotwelsch heißen solche, ckr- Weise, die Lehre der katholischen Kirche von der Ehelos io- tikel „Ausgestopfte zteokodile"; der Wucherer, der beileibe x^it des Priest er st andes als unrichtig darziUhun. Er feinen Verstoß gegen das Gesetz machen möchte, besitzt im beschimpft hierbei nicht die Einrichtung der katholischen Kirche, Hintergründe seiner Geschäftsstube noch einen geheimen sondern erläutert an Beispielen die Folgen, die sich aus dem Verschlag mit ausgestopften Krokodilen, d. h. mit wert- " ' ' losen Gegenständen; wenn er schon sein Geld zu einem | unanfechtbaren Zinsfüße leiht, so nötigt er nebenbei feine Schuldner, ein solches Krokodil für irgend einen Phantasiepreis mit in den Kauf zu nehmen. Wenn der Prinz und seine Geliebte also bei yanias anklopften, war ihnen ein solches Krokodil gewiß, mochte es als abessinischer Tiger ober als Zobelpelz auftreten. Unglücklicherweise ließ sich aber Hamas verleiten, ihnen für ein Darlehen von 8000 Franken volle 10000 Fr. anzuschreiben, und daraus fußt denn die Klage auf Wucher, die gegen ihn angestrengt worden ist. Was sonst die Vergehen des Betruges und | des Hintergehens von Minderjährigen betrifft — der Prinz ist erst 22 Jahre alt — so könnte er sich daraus allenfalls mit der Behauptung aus der Schlinge ziehen, daß er feine I Artikel zu irgend einem Preise verkaufen dürfe; wie er oft ein Tuch, für das er 6 Fr. gezahlt, für 50 Centimes ausbiete, so sei chm auch gestattet, 10 Fr. für einen Gegenstand zu fordern, für den er 50 Centimes selbst ausgelegt habe. Im übrigen aber hat Hanias eigentlich überhaupt noch feinen Heller von dem Paare gesehen; er wurde anfangs auf die Großjährigkeit des Prinzen und später auf den ---z <. R _ , , , ITod des Fürsten vertröstet; und da er sonst ein ehrlicher
Der Angeklagte Do d es jagt am,, daß er, abgesehen Geschäftsmann ist unb sich der allgemeinen Achtung erfreut, bau der Beteiligung am ^nterventtonskvnto, einen G e- , er jeine engeren Landsleute wenigstens auf feiner Seite, f a m t ö er l u st von 1930000 M k. in Leipziger Sanlql ^enn das Gericht zu Gunsten des Pumpprinzen
und Treberwerten erlitten habe. Angeklagt^ entscheidet, wird es ihm in Zukunft schwer werden, sich eine
Besitzer der bekannten Buchhandlung F. Volckmar, habe fast I Geldbezugsquelle in Dieppe auszuthun. Ta der Prinz 134000 m in Bankaktien, unb bu ihn. E°°ndten > eine bekannte Figurund seine Geliebte
nahen Vorster und Volckmar hatten ol9 000 Mk. Leipziger Tochter des bekannten Barons Seilliöres ist, so hat Bankaktien besessen, die zusammen einen Mminalwert von> - ’ - - - - - - - ■ «*-«-«•-----------
750000 Mk. hatten, die aus einem Erbe erworben seien.
Der Zeuge Bollmann, früher Prokurist in Kassel, ex> ßärt, er habe Schmidt nur in laufenden Angelegenheiten vertreten. In einem zur Verlesung kommenden Briefe des
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Ä 0 i werb Um aurubem o m unb
1901 zur Verlesung. In diesem wird die Prüfung des Ab- unverletzt und konnte sich» sofort erheben, fein tmronltidmft eine fortgesetzte Betrugshandlung, davon ausgchend,
sckilusses für 1900 zur Sprache gebracht, desgleichen das! Oberleutnant v. Stülpnagel sprang vor und hielt dav Pferd tn ollen Fällen der Kredit lediglich deshalb gewährt worden Gnaaaement bei der Trebergesellschaft. Einstimmig wird fest. Der Kronprinz uni) sein Begleiter konnten den Weg sei, weil der Angeklagte sich als Arzt mit gesicherter Zukunft geriert beicKlossen daß nunmehr der Kredit der Trebergesellschaft zu Fuß fortfetzen. ^be. Durch die Anfertigung von Rezepten nut der Unterschrift:
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schasteu und thre Stellung zu dm Aufstchtsraten ^rselben lagltch d« Seuch« zum Opfer s-Men. ^dkch,, über sein- Person zu täuschen., ooroenommen babe.
befragt. Sie igtiben hierüber ausführlich AuNchluß. In
Verfolg eines Aufsichtsratsbeschlusses ist von ^achienröder gemeldet am 28 Februar 1901 an Exner ein Bries beschrieben und | d c u c r. - diesem der Eutwiirf eines an Kassel gerichteten Brieses j Pfuno e
ziehung zu verletzen."
Leipzig, 9. Juli. Heute fand vor der Strafkammer unter starkem Andrang des Publikums derPr0 re ß gegen den Herausgeber und den U e b e r s e tz e r der L 0 l st 0 i' schen Broschüre „£) e r Sinn des Lebens", Verlagsbuchhändler Eugen D i e d e r i ch s - Leipzig und den Schillercheater-Direktor Löwen- seid- Berlin statt. Beide Angeklagte waren persönüch erschienen. Die Anklage lautete aus Gotteslästerung. Rach vierstündiger Verhandlung beantragte die Staatsanwaltschaft Bestrafung der Angeklagten nach § 166 des Strafgesetzbuches und Einziehung der Tolstvi'scheu Broschüre! Das Gericht erkannte. wie nicht anders zu erwarten war, aujFreisprechungi beider Angeklagten. Die Beschlagnahme der Tolstoi'schen Broschüre wurde a u f g e h 0 den.
Zweite hessische Kammer beschäftigten, eine Besprechung imb Verständigung herbeizuführen. Er fei ganz dafür, -aß sich der Wormser Patteivorstand deshalb beschwerdeführend an die Zentralparteileitung in Darm- Padt wende. Die Parteileitung im Reiche handle ganz sauders. Sie halte bei allen wichtigen Dmgen ihre Besprechungen ab, so auch am 6. Juli wieder, und auf dem alljährigen Delegiertentag werde die Stellung der Partei zu (den politischen Tagesangelegenheiten eingehend erörtert: infolgedessen wisse auch der Reichstagsabgeordnete stets, wie sich die Gesamtpartei zu den einzelnen Fragen stellt, während innerhalb der hessischen Partei AUeI^ben GÄbedürfnis Küssels abhelfen und Kassel befrie- klaren bleibe. Es sei sehr notroenbtg, ben Darmstadter fofem Deckungen auch von Außenständen gegeben Zentralvorstand zur Erfüllung ferner Pflichten zu bestimmen, toürben Die Ansicht, daß die Bank die Sistierung des Kre- wenn nicht die ganze Partei in Hessen aus-U)^^ an bie Trebergesellschaft wegen des eigenen Geld- einand ergehen solle. Herr Notar Schwarz bedauerte mangels unterlassen habe, weisen die Aufsichtsräte zurück, ebenfalls lebhaft, daß, solange er an der Spitze des Lokal-Hierauf wird die Verhandlung auf morgen vertagt. Vereins stehe, vomZentralvorstand so gut wie nichts -
Kefchehen sei. Wucherer uud Verschwender.
Fulda, 9. Juli. Der gesamte Vorstand und die Paris, 6. Juli.
Alumnen des hiesigen Priesterseminars machten gestern, Die Stadt Dieppe an der normannischen Küste ist eines I v e r h a f t et. " einer Einladung der Land grafin von Hessen folgend, r^önften und fashionabelsten Seebäder Frankreichs; pn Newyork, 9. Juli. Die Vulkane Miravallis und
einen Ausflug nach Schloß Adolphseck. DieLandgräfln em- Unterhaltung sehtt es also dort nie. Augenblicklich aber Vieja sind sehr thätig. Menschenverluste sind nicht vor-
psing die Besucher persönlich in herzlichster Weise und über- wird den Badegästen ungewöhnliche Kurzweil bereitet durch gekommen, da die Bewohner rechtzeitig flüchteten.
reichte jedem Alumnen eine Photographie der Kapelle des einen Prozeß von allgemeinem Interesse: er heißt der * Newyork, 9. Juli. In Samt Joseph (^Wurt)
™ - - - 'Mokodilprozeß; hinein verwickelt sind erstens als Ange- brach ein Aufruhr tm Gefängnisse aus. Dte Straf-
ilogter Herr Hanias, Eigentümer eines Allerweltsgeschäfts, finge sprengten die Wand des Gefängnisses mit Dynamtt der Wertheim von Dieppe, und zweitens als Kläger der und suchten zu entfliehen, wurden jedoch von Wärtern durch Prinz Gregorius Sturdza, unb seine Geliebte, das Fräulein Flintenschüsse an der Flucht gehindert. Sechs Sträflinge v. Seillieres. Der Prinz, ein Saufewind, der angeblich wurden dabei getötet.
in allen Spielplätzen und auf allen Rennplätzen zu finben ist, heute sich duelliert unb morgen der Bärenjagb in den Iber Pyrenädn obliegt, leibet an einem chronischen Gelbmangel, - ba ihn sein Vater mit einer Wohnung unb einem Jahresgehalt von 40 000 Franken abfinbet. Was ihm aber biesen Gelbmangel doppelt schmerzlich macht, ist sein Verhältnis zu dem schönen Fräulein v. Seillieres, zu deren Füßen er seit seinem fünfzehnten Jahre liegt, denn er ist ein Muster
M. Gieße«, 9. Juli. Strafkammer. Straffache gegen Heinrich Haug. (Fortfehung.) Die Staatsanwaltfchaft, deren Antrag wir gestern müteilten, häll den Angeklagten überführt zunächst des Betruges im straftechllichen Rückfall zum Nachteil des Ulrichsteiner Arztes. Diesen habe er durch die Vorspiegelung der falschen Thatsache, er sei Dr. med., und Unterdrückung der wahren, _____. . . daß er nicht approbiert sei, bezw. unter Benutzung des hierdurch der Prozeß auch in der Hauptstadt großes Aufsehen erregt, bervorgerusenen Irrtums über seine Person und Qualität zu einem ■——— ■ Vertragsabschluß veranlaßt, der insofern eine Vermügensbeschä-
digung des Arztes enchalte, als dieser Leistungen versprochen habe, denen keine gleichwertigen seitens des Angeklagten gegenüber- I gestanden hätten; über die Minderwertigkeit seiner ärztlichen * B 0 n n, 9. Juli. Dem Kronprinzen ist am Drms- Leistungen sei der Angeklagte bei seiner Intelligenz nicht im ZweifA
— — —. •* ** Ä »4 A4«« XKa.m A.« 1 -f.. rrr\ * » < *. . 1 a
Leipzig, 9. JuÜ.
Auf eine Anfrage des Staatsanwalts Kunz sagt Sach-1"r *atfo mit der Dame unb deren verständiger Plauth-Kassel in B^ug auf die Vtlanz unä ^litJern .-amTn(^. »omohl er wie sie brauchen Geld, sehr den Geschäftsbericht für 1900 aus, es hatte^ im Bericht min-1 unfc) no^’, oiele andere Dinge, wie kostbare
bestens gesagt werben müssen, daß dre Bank mit der Treber- un^ Toiletten, und da nun einmal der Fürst, le prince geseUschast in Verbindung stehe und die ^igagements sehr! . beißt weder seinen Beutel öffnen,
gewachsen seien. Wie Sachverständiger Bünger ausfuhrt,”n^n 4
fütb bei bei Lotterie-DarlehAÄ-Kasse 9 958000 Kt Xreberd"^Nrf« «Se?e ift’b^« sSSSS wechsel und Effekten verpfändet worden, darunter allem em unterer rba t , ' Dievve der iäbrttch für
5 260000 Treberwechsel, bei anderen Bankinstttuten 5 650 000 ^r G schüf | tz , > be V 9 I
Mark Efsetten, darunter H/3 Millionen Leipziger Bankaktien, ^e Million umfchlagt. -Hamas hilf es also,reg^ Die Dividende von 9 Prozent hätte bei einem Risiü) von 80 fr »enn bie g
Millionen unbedingt nicht verteilt werden dürfen. Die haft»nur half er ihnen
SSerbicnftc an. feer ^^n ber Jahren um 997 OOO^Franfen, also auf 1165000 Fr., I Zeichnungen, die beide den Verletzten darstellen und von
nicht verteilt werben dürfen, foudern in bie Reserven gestellt .-^g^n. Für die Käufer auf Borg hatte das Haus Hanias seinem besten Freunde angefertig sind; die eine trägt das werben muffen. Q ™ schon an sich eine besondere, allen Kommis bekannte Be- Datum 30. Mai 1902 unb wurde an diesem Tage aufge-
Zeuge Konkursverwalter der sechziger dank, Mch^ I L^bfung; sobald Hcuiias ihnen einen Kunden zuwies mit nommen, während der betr. Studierende mit geschlossenen
antmilt Fr ey tag, fagt aus, daß Lei dem Ausbruch d^ ^ Empfehlung: „Bitte, Herrn X. besonders gut zu beJ ober halbgeschlossenen Augen am Klavier phantasierte. —
Konkurses der Bank er sich anso.ngs nicht im Klaren war, ^nen", bann wußten sie schon, daß demselben bie Käufe Die Notiz, der in seinem Blute Schwimmenbe fei von'
aber bald überzeugt Spesen sei Sache nicht so I anzutreiben waren; für den Prinzen unb einem ,chlrteilsvollftrecker" mit dem Fuße angestoßm wor-
fortgehen könne. Er habe ^el^Untemchmungen unter- I«^^in v. Seillieres aber belief sich der Kaufpreis oft den, wobei eine unglaublich rohe Aeußerung gefallen fei, stM, um beten Konkurs abzuhcllten. dem Konkurse v zehnfachen Wert unb mehr. So würbe ihnen ein ist vollständig unrichtig."
in Kassel habe vch gezeigt daß ^e Zusümde dchelbst die ^^sches Salonmoblliar im Werte von 1500 Franken zu — ■
benf b ar f aul ft en feien und nur no^ einige Vorräte 3Q 0Q0 ^ranfen ungerechnet; ein Zobelpelz von 1000 Franken ÜtltffpnflhllfL
if^nne alte Maschinen und altes Eisen vorhanden 40000 Franken und ein Kronleuchter von 293 Franken UUllsI luU> y3l||rU|Mju|L
waren. Auch der S t a n d d e r T 0 ch t e r g e f e l l s cha s - 150Q e^T(mten Der Aufzählung dieser Aufschläge im - Die Strafkammer des Berliner Landgerichts hat in
cken war un gern ein traurig, Ergebnis sei nu ^richtssaal setzte aber bie Krone bas Tigerfell Menelik auf, der Straffache gegen Ferbinand Heigl wegen Verbreitung mimmal gewesen. Wie leichtsinnig bie Gründung mancher ^nias geradeswegs ans Abessinien bezogen haben unzüchtiger Schriften unb Beschimpfung von Em- Dochtergefellschaften vorgenommen, zeige Vygoba, ba» nu 1^. er rechnete bafür bie Kleinigkeit von 6800 Fr. an, richtungen der katholischen Kirche eine "Beschwerde der 3 Millionen gegründet uud bei m eit em Nicht sewst es von Rsvillon in der Rue be Rivoli zu Staatsanwaltschaft zurückgewiesen und bie Beschlagnahme der
3-00000 Mark wert fei. FreYtaa erwähnt bie L hnttP Aber m-sbalb ließen sÜb>Schrist Heigl's: „Das Eolibat^ Gedanken und That-
kauften Bantlinaktten, bie von der Trebergesellschaft mit !3 800 000 Mk. erworben seien mit bem Zweck, Bantlin aus 'seinen Unternehmungen herauszudrängen. Die Leipziger Bank habe daraus bis zum Ausbruch des Konkurses 1 Million bar und 600 000 Mk. in Wechseln bezahlt und hat
* UeberdenSelb st Mordversuch eines Heidel^ berget Studenten unter sehr eigenartigen Umständen berichteten wir vor einigen Tagen. Zu dieser Angelegenheit schreibt der Prorektor bet Heidelberger Universität, Prost Dr. Buhl, ber „Frkf. Ztg." folgendes: „Die Behörden haben erst durch ben betreffenben Artikel Kenntnis von einem angeblichen amerikanischen Duell ber Heibelberger Hochschule erhalten. Die sofort angefteftten umfassenden Ec- hebungen haben mit voller Bestimmtheit ergeben, daß ent solches nicht ftattgefunben hat. Es hanbelt sich bei dem bete. Stubierenben (bessen Vater übrigens nicht Beamter ist) zweifelsohne um einen Selbstmordversuch, ber in hoch- grabiger nervöser Ueberreizung wegen einer Anzahl Widet- märtigfeiten begangen wurde. Als seine Freunde, die nachmittags noch bei ihm gewesen, ihn abends abholen wollten, erfuhren sie zu ihrem größten Schrecken von diesem Selbstmordversuch, worauf sie (es waten drei) unverzüglich ärztliche Hilfe herbecholten und sich alle nur erdenkliche Mühe gaben, den Schwerverletzten am Leben zu erhalten. Die beiden „Totenmasken" der Duellanten find zwei Kreide-
-famit eine Million verloren, ber Wechsel wurde beim Konkurs anZemeldet. Bantlin hat sonach 1 Mill, verdient. Freytag sagt wettet aus, Exner habe alle seine Anlagen bei der Bank belassen. Der Au f s i chtsta t, dessen Hjesarntvermögen er auf rund 8 Mill, schätzt, habe sich auf das Jntervention-skonto mit der Zahlung von 4y2 Millioiien verpflichtet, eventuell mit einer weiteren halben § Million, zahlbar am 31. Dezember 1904.
Der Verteidiger Broda stellt fest, daß der Angellagte Dr. Gentzsch 85 000 Mk. Leipziger Bankaktien besessen habe und ein Schuld en konto bei der Leipziger Bank in Höhe von 406000 Mk. aus den verschiedenen Interventions-Kontos gehabt habe, wodurch fein volles Vermög e u e r s ch ö p f t fei. Freytag, vom Broda interpelliert, sagt über Gentzsch aus, er fei ein hochanständiger, ehrenwerter Kollege gewesen, er habe dem Amvaltstande als guter Jurist Ehre gemacht, doch fehle es ihm an einer besonderen Energie; er sei etwas weich. Ein guter Rechts anwalt brauche noch lange nicht ein guter Bankdirektor zu sein. Freytag schätzt den Verlust der Aufsichtsratsmitglieder in den Treberwerten auf ganz kolossale Summen, so habe Sachsenröder allein 300 000 Mk. in Leipziger Bankaktien und Treberaktien besessen.


