Ausgabe 
10.5.1902 Viertes Blatt
 
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8 Münzenb erg, 9. Mai- Gestern mittag langten zahlreiche Ausflügler, darunter von Gießen, in unserem Flecken mit seinen sehenswerten Burgruinen an, und nach­mittags trafen zu der am Himmelfahrtstag üblichen Volks­feier im hübschen GasthofanwesenBurg Münzenberg" trotz des zweifelhaften Wetters viele Besucher aus der Umgebung ein. Bei dem Tanzvergnügen konnte man die schönen eigenartigen Wetterauer Volkstrachten, besonders der Mädchen beobachten, welche großenteils in ihrem kostbaren Festtagsstaat erschienen waren.

e. Bad-Nauheim, 9. Mai. Trotz Kalte und Schnee­wehen ist die Frequenz unseres Bades bereits eine höhere wie im vorigen Jahre. Die Frequenz^betrug näm­lich gestern, nach amtlichen Feststellungen, 1787 Personen, gegen 1731 im Jahre 1901 und anwesend zur Zeit 1531 Gäste, während es im vorigen Jahr nur 1454 waren. Auch die Zahl der abgegebenen Bäder ist höher, nämlich 9108 im vergangenen und 10 603 in diesem Jahre bis zum 8. Mai. Die Arbeiten an den Sprudelbassins find voll­endet, und werden jetzt Bäder jeder Art gegeben. Neu sind in diesem Jahre die Bäderarten: Thermal-Strom- und Thermal-Sprudel-Strom-Bäder.

Friedberg, 8. Mai. Heute, am Himmelfahrtsfest, früh zwischen 4 und 5, Uhr brach in der Möbelfabrik Bindewald Feuer aus und zerstörte die Fabrik zu einem Teil. Es steht trotzdem zu hoffen, daß die Arbeit der Fabrik ohne erhebliche Betriebsstörung wird fort­gesetzt werden können.

l Geiß-Nidda, 8. Mai. Wie nötig unserem Orte eine ausreichende Wasserversorgung thut, zeigt sich gegen­wärtig, wo einer der wenigen Gemeindebrunnen wieder einmal versagt. Ein großer Teil der Ortsbewohner muß sein Wasser eine große Wegstrecke weit holen. Es mehrt sich deshalb die Zahl derer, die eine Wasserleitung anstreben, fortwährend. Die zur Wasserleitung in Betracht kommende ganz nahe oberhalb des Dorfes liegende Quelle wird nun feix Monaten genauen Beobachtungen und Messungen durch Kreisbaumeister Kraft aus Nidda unter­zogen. Das Ergebnis war bis jetzt durchaus günstig. Es ist also begründete Aussicht vorhanden, daß wir in nicht zu ferner Zeit den Segen einer Wasserleitung genießen dürfen. Die seiner Zeit von den Gemeinden Fauer­bach b. N. und Ober-Lais beschlossene Leitung wird demnächst in Angriff genommen. Dem thatkräftigen Mit­wirken des Kreisamts Büdingen haben schon viele Ge­meinden die Wohlthat einer Wasserleitung zu danken.

Darmstadt, 9. Mai. Der Groß Herzog wird morgen vormittag mittels Sonderzuges in Station Groß- Gerau eintreffen und von da im Wagen nach Jagdschloß Wolssgarten weiterfahren.

n. Bad-Salzhausen, 8. Mai. Hier wurde Restau­rateur Weil mit 4 von 6 Stimmen zum Beigeord­neten gewählt. Bis jetzt ist noch immer eine Anzahl Gemeinderatsstellen und sonstiger Gemeindeämter aus Mangel an Bewerbern unbesetzt. Hier könnte so mancher, der bisher trotz mannigfacher Bemühungen bei Gemeindewahlen ourchfiel, mühelos ein solches Ehrenamt ohne besondere Unkosten einfach durch Zuzug erhalten. v- Die Eröffnung der Saison wird durch die ungünstige

Witterung noch hin aus ges chvb en. Am 1-Mar wurde hier wieder wie bisher eine Postagentur für den Sommer errichtet. Vom ersten Juni an werden am Nachmittag zwei neue Züge in der Richtung Nidda und umgekehrt ein­gelegt, mittels deren die Bevölkerung der ferneren Umgebung unser Bad kurz nach 3 Uhr erreichen kann.

Offenbach, 8. Mai. In der Sitzung der Stadtver­ordneten am Mittwoch teilte Oberbürgermeister Brink mit, daß die Beschwerde des Beigeordneten Wolfs vom Kreisamt als unbegründet verworfen worden sei. Sodann giebt die Versammlung ihre Zustimmung dazu, über den Stadtverordnetenbeschluß vom 27. März d. I. daß der Beigeordnete Gerhäuser mit der Stell­vertretung des vom Amt suspendierten Beigeordneten Wolff beauftragt wird. Hierbei erwähnte der Vorsitzende, daß in dem Disziplinarverfahren gegen Wolff Regierungsrat Höl- zinger-Tarmstadt die Untersuchung führe, Oberregierungsrat Dr. Best-Tarmstadt sei Vertreter des Staatsintere,,es. Die Bürgermeisterei Mainz hat sich an die Stadtvertretung mit deni Ersuchen gewandt, sich ihrer an den Reichstag und das hessische Staatsministerium gerichteten Eingabe anzu­schließen, die dahin geht, daß die in der Zolltariskommisjron beschlossene Aufhebung der Kommunal-Ko nsum- fteuern wieder rückgängig gemacht werde, weil die Auf­hebung des Oktrois nicht zur Kompetenz des Reichs, sondern der einzelnen Bundesstaaten und der Einzelkommunen ge­höre. Nach längerer lebhafter Debatte wurde mit 19 gegen 16 Stimmen beschlossen, der Eingabe der Stadt Mainz nicht beizutreten.

Mainz, 9. Mai. Großes Aufsehen verursacht hier die Verhaftung eines Kaufmanns, der vor einigen Jahren bei Michelstadt i. O. eine Papierfabrik besaß, wegen M e ch s e l f ä l s ch u n g. ...

b. Mainz, 9. Mai. Die hiesige Hand els kämm er hat sich in ihrer letzten Sitzung infolge Anregung des deutschen Handelstages mit der Beschwerde befaßt, die die Vertreter der österreichisch-ungarischen Eisenbahnverwal- tung auf der letzten Eisenbahnkonferenz gegen Preußen er­hoben, das entgegen d en Bestimmungen des deutsch-öster­reichischen Handelsvertrages der Herstellung direkter Eisenbahnfrachttarife durch sein Gebiet wider­strebe. Die österreichisch-ungarischen Vertreter erklärten, daß, falls Preußen auf seiner Haltung beharre, von Oester­reich die Aufhebung der bestehenden direkten Tarife nach Oesterreich, Rumänien rc. erwogen werden müsse. Die Mainzer Handelskammer spricht sich dahin aus, daß sie es sehr beklagen müßte, wenn es durch das ablehnende Ver­halten der preußischen Eisenbahnverwaltung zur Aufhebung der bestehenden Tarife käme. Im Interesse der deutschen Ausfuhr liege es, daß direkte Tarife, die jetzt nur für einzelne Artikel und für bestimmte Stationen bestehen, mög­lichst allgemein eingeführt werden.

Frankfurt, 9. Mai. Aus einer Reihe von Le gat en, die der kürzlich verstorbene Bankier Georg Speyer, bestimmt hat, werden vorläufig folgende bekannt: die verschiedenen Pensionsfonds der vereinigten Stadttheater erhalten 30 000 Mark, der Beamtenpensionsfonds der Banksirma Lazard Speyer-Elissen 100 000 Mark, der Jornalisten- und Schrift­stellerverein 500 Mark. .

fc. Frankfurt a. M., 9. Mai. Wegen Unter* schlagung wurde der Kassierer Busch von der Hen­ninger Brauerei in Untersuchungshaft genommen. Am 6. September wird hier der V e r b an d s t a g derbeut* schen Mietvereine" abgehalten. Der VereinReichs- Wohnungsgesetz" veranstaltet während der Tagung des Verbandes gemeinsam mit demselben eine öffentliche Ver- saMMlUNg.

Gerichtssaal.

M. Gieße«, 9. Mai. S t r a f k a m me r. Den Vorsitz fühtte Landqerichtsdircktor Dr. Güngerich, die Anklagebehörde vertrat Oberstaatsanwalt v. Hessert. Dem Maurer Friedrich Weidling von Glauberg war von verschiedenen Gemeinden die Reparatur der Gemeindebackösen übertragen worden und zwar gegen Pauschal­summen, in die auch die Kosten der Materiallieserung vertraglich ein» beqrifsen waren. Der Angeklagte hat auch das Material bestellt ieDocf) auf Rechnung der Gemeinden. Wegen dieser Belruge- reien hat sich der wegen Betrugs vielfach vorbestraste Angeklagte heute zu verantworten. Zwecks Erhebung weiterer Beweise wird die Verhandlung am nächsten Dienstag vertagt. Der Kautmann Fakob Schrimpf von Butzbach ist der Beleidigung und des Er- pressunqsversuches beschuldigt. Der Angeklagte, der von einem hiesigen Rechtsanwalt in einer Privatklagesache vertreten morden ,var, hatte seinem Vertreter brieflich unter groben Formaliniurien Pflichtverletzungen vorgeworfen und unter Androhungweiterer Schritte" die Niederschlagung der Anivaltsgebühren verlangt. Tie heutige Verhandlung ergab die völlige Grundlosigkeit der Ver­leumdungen. Mit Rücksicht auf die schwere der Beleidigungen erkannte'das Gericht wegen ihrer und wegen des Erpressungs­versuchs auf eine dreimonatige Gefängnisstrafe. Em Bürger­meister aus dem Vogelsberg ist der Falfchbeurkundung angeklagt und wird dieserhalb zu einer Gefängnisstrafe vor; 1 Monat und 1 Woche verurteilt. Der wegen Wilderei vorbestrafle Landwirt Heinrich Wießner von Nieder-Ofleiden ist des gleichen Delikts wiederum angeklagt. Er wurde von den Forstbeamten der v. Schenck'schen Forstverwaltung im Marz d. Js. in der Nahe des Schenck'schen Jagdgebietes mit Gewehr und Munition ausgeruM iind nach Wild spähend angetroffen. Der Angeklagte leugnet, sich auf der Jagdausübung befunden zu haben, will vielmehr Gewehr wie Munition gefunden und lediglich beabsichtigt haben, dessen Schilßfertigkeit zu peobieren. In der heutigen Hauptoerhandlung trat ein Entlastungszeuge auf, der das bei dem Angeklagten ge­fundene Gewehr und die Munition als sein Eigentum ausgab und die Gegenstände um die fragliche Zeit an der fraglichen stelle weg- qeworfeii haben will. Daß Gericht hielt die Angaben dieses Zeugen der Nachprüfung dringend notwendig und vertagte die Verhand­lung zwecks Erhebung weiterer Beweise. Ebenso wird die Ver­handlung gegen die Frau Dr. Tille zwecks Erhebung weiterer Beweise vorläufig ausgesetzt. ---

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