Ausgabe 
10.4.1902 Zweites Blatt
 
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Donnerstag 10* April 1902

ISS. Jahrgang

Zweites Blatt.

D

Nr. 83

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotanonsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu Unwers.-Buch- aStein- Druckerei (Piets ch Erben) RedakNon, Erpeditton und Druckerei:

Schnlstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Hernsprechanschluß Nr. 51.

GleßenerAnzergerW

General-Anzeiger w

V für den poht. u. allgem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KM

v T zeigenteil: HanS Beck.

Z)ie heutige Yummer umfaßt 8 Seiten.

politische Tagesschau.

Der deutsche Reichskanzler in Wien.

Tie Telegraphenbueraus verbreiten heute folgende un­erwarteten Meldungen:

Innsbruck, 9. April. Reichskanzler Graf Bülow ist hier eingetroffen und setzte die Heimreise fort. Er fährt nicht direkt über München zurück, sondern macht einen kurzen Abstecher in Wien.

Bozen, 9. April. Reichskanzler Graf Bülow reiste gestern abend hier durch, verabschiedete sich von seinem Bruder Alfred (dem deutschen Gesandten in Bern) und setzte dann die Reise über Innsbruck nach Wien fort.

Wien, 9. April. DerN. Fr. Presse" zufolge, trifft Reichskanzler Graf Bülow heute abend hier ein, und bleibt bis Freitag. Er wird mit dem Grafen Golu- chowski konferieren und vom Kaiser empfangen werden.

Wien, 9. April. In hiesigen volitischen Kreisen erblickt man in dem Besuch Bülows oen besten Beweis dafür, daß die Beziehungen zwischen den Dreibund- Staaten die besten sind, und daß der Erneuerung des Bündnisses kein Hindernis im Wege steht.

In Berlinermaßgebenden Kreisen" glaubt man an­nehmen zu dürfen, datz bei den langjährigen persönlichen und freundschaftlichen Beziehungen des deutschen Reichs­kanzlers mit dem österreia)isch-ungarischen Minister des Auswärtigen und bei dem Vertrauen, das Graf Bülow bei Kaiser Franz Joseph genießt, der Aufenthalt Bü­lows in Wien dazu beitragen werde, die Kräftigung und Befestigung des Dreibundes angesichts aller feindseligen Unterstellungen nach den verschiedensten Richtungen hin außer Zweifel zu stellen. Der deutsche Botschafter Fürst Eulenburg wird während Bülows Aufenthalt nicht in Wien anwesend sein. Rach einem Telegramm derVoss. Ztg." aus Wien hat daselbst Bülows Besuch ziemlich über­rascht. Seine Anwesenheit wird den Kreis der Berat­ungen, die der Reichskanzler in Italien zur Erneuerung des Treibundes gepflogen hat, schließen und durch die rasche Aufeinanderfolge der Konferenzen mit Prin etti und Goluchowsky wird die politische Bedeutung des Besuches erhöht. Vielleicht wird, wie man in Wiener diplomatischen Kreisen glaubt, dadurch auch die am Frei­tag in Budapest beginnende Fortsetzung b.*r Beratungen des österreichisch - ungarischen Zolltarifs eine andere Grundlage bekommen, da Bülows Besuch ebenso derJösung politischer wie wirtschaftlicher Fragen gilt, und auch dem österreichischen Ministerpräsidenten von Koerber wird da­durch vielleicht eine neue Stärkung in der Ordnung der parlamentarischen Verhältnisse gegeben.

Soweit die uns vorliegenden Meldungen. Der Haupt­zweck der ..berraschenden Fahrt des Reichskanzlers nach Wien ist z. eisellos ein politischer; er gilt dem Dreibund. Graf Bülow zeigt sich auch hier wieder als ein Freund desmündlichen Verfahrens", und als ein Staatsmann, der das Eisen schmiedet, so lange es warm ist. Die Unter­redung mit Prinetti hat zweifellos das grundsätzliche Ein­verständnis des italienischen Verbündeten ergeben, die bewährte Gemeinschaft fortzusetzen. Da war es denn das Einfachste, sich auch gleich in Wien vom Grafen Golu- chowsti dieselbe Gewißheit zu holen. Der Empfang des Reichskanzlers beim Kaiser Franz Joseph hat unter diesen Umständen die Bedeutung, daß alles geregelt ist. Von der Osterfahrt bringt Graf Bülow die Sicherheit der Fort­dauer des Dreibunds heim. Dieser Erfolg fällt schwer in die Wagsck>ale. Daß bei Gelegenheit dieses Besuchs auch die künftigen Handelsverträge gestreift werden, ist anzu­nehmen. Aber der Reichskanzler wird im Hinblick auf die verworrene Situation, in der bic Tarifvorlage sich befindet, nicht viel mehr zur Beruhigung sagen können als sein geflügeltes Wort in der ersten Lesung des Ent­wurfs:Warten Sie ab, wie der Hase läuft."

Wovon man sprach.

Man schreibt uns aus Berlin, 9. April:

Ueber die unlängst erfolgte Unterredung des hollän­dischen Ministerpräsidenten Dr. Kuh per mit dem Staats­sekretär Frhr. v. Richthofen verlautete bisher nur, daß die Angelegenheit der Buren nicht Gegenstand des Gespräches gewesen ist. Andeutungen aus den Kreisen der holländischen Kolonie der Reichshauptstadt lassen den Schluß zu, daß die beiden Staatsmänner über Fragen des Zolltarifs sich unterhalten haben. Es wurde vor einigen Monaten bereits an dieser Stelle auf die in den Mederlanden sich geltend machenden Bestrebungen hingewiesen, die Einfuhrzölle für aus Deutschland kommende Waren zu erhöhen. Bekannt­lich ist auch die holländische Regierung mit der Revision des Zolltarifs beschäftigt, die sich, den wirtschaftspolitischen An­schauungen des Ministeriums Kuyper gemäß, in schutzzöllne- rischem Sinne vollziehen und besonders agrarische Erzeug­nisse betreffen dürste. Es liegt also in der That nahe, daß in der Unterredung zwischen Frhr. v. Richthofen und Dn Kuyper Zollfragen erörtert worden sind. Der Staatssekretär des Auswärtigen kommt vielleicht bei der zweiten Lesung des Zolltarifentwurfs auf diese Angelegenheit zurück.

Ordensverleihungen an englische Offiziere.

Ter deutsche Kaiser hat Berliner Blättern zufolge dem englischen Admiral Seymour und den Offizieren seines Stabes Ordens-Auszeichnungen verliehen.

Diese Ordensauszeichnungen werden nicht, wie die Ver­leihung des Schwarzen Adlerordens an Lord Roberts, zu

politischen Kommentaren Anlaß geben können. Der Kaiser ehrt die Verdienste, die sich Admiral Seymour durch den kühnen Versuch, die in Peking Eingeschlossenen zu entsetzen, erworben hat. Allerdings ist dieser Versuch von militärischen Beurteilern vielfach angefochten worden, weil er mit durch­aus unzureichenden Mitteln unternommen wurde. In der höchsten Not erschallte damals der Ruf: Die Deutschen vor die Front!" Kapitän v. Usedom, der sich an die Spitze der mit größter Bravour kämpfenden Mannschaften setzte, hat bereits den Orden pour le merite erhalten. (Einern Berliner Blatte zufolge gab die Lektüre der Tagebücher des Kapitäns v. Usedom dem Kaiser Veranlassung, die englischen Offiziere zu dekorieren. Admiral Seymour wurde durch Verleihung des Roten Adlerordens 1. Klasse mit Schwertern ausge­zeichnet^^_________________________________

Vorn Burenkrieg.

Der entschiedenste und thatkräftige Vertreter der Frie- densidee' auf englischer Seite ist zurzeit unstreitig König Eduard. Tas Bild hat sich völlig verschoben: während früher die englischen Minister, allen voran Herr Chamber­lain, das Mort führten natürlich im kriegerischen Sinne und der König sich im Hintergrund hielt, ist es im Ministerlager jekt völlig still geworden; dagegen sucht der König auf jede mögliche Weise das Ende der Feindselig­keiten herbeizuführen. Auf seine Initiative ist die Ein­leitung von Friedensverhandlungen mit der Transvaal- Regierung bewirkt, begab sich Lord Wolseley nach dem Kriegsschauplatz, soll demnächst Lord Roseberry nach folgen, um, wie es heißt, auf Grund eigener Anschauungen dem Könige entspreck-ende Vorschläge zu unterbreiten. Die Ent­sendung dieses liberalen Politikers ist ein untrügliches Anzeichen dafür, daß der König die Haltung des Kabinetts Salisbury's-Chamberlain in der Südafrikafrage mißbilligt. Tie Tage des konservativ-unioniftischen Ministeriums sind darnach gezählt; Rosebery ist derkommende *1)101111". Aus die Buren wird dieses rückhaltlose Bestreben, den Krieg zu beenden, nicht ohne Eindruck bleiben. Heißt es doch bereits, daß auch Telarey sich an dem Zugeständnis der Selbstregierung der Buren genügen lassen will.

Gerüchte aller Art über die Friedensverhandlungen wurden gestern an der Londoner Börse verbreitet. Wie es nach Reuter heißt, widersetzen sich die Oranjeburen den versöhnlichen Vorschlägen der Vertreter Transvaals. Nach anderen Meldungen aus dem Haag soll der Friede in zwei Tagen unterzeichnet werden. Dem lvird aber sofort aus London offiziös widersprochen. Alle diese Gerüchte entbehren jeder authentischen Grundlage und beruhen auf bloßem Gerede. In Londoner amtlichen Kreisen ist keine Nachricht über einen angeblichen Fortschritt der Friedens­verhandlungen eingegangen.

Präsident Steijn leidet, nach einer Meldung von gestern aus Pretoria, an einer Augenkrankheit, durch die er mit Erblindung bedroht ist. Wir wollen hoffen, daß dies eine englische Ente ist.

In der Angelegenheit des in Südafrika ermordeten Berliner Missionars Heese weisen Berliner Blätter auf folgende Erklärung hin, die Staatssekretär v. Richthofen am 13. Januar im Reichstage ab gab: Ein Teil der Missio­nare hat die deutsche Staatsangehörigkeit entweder über­haupt nicht mehr, oder doch nur neben der Staats-An­gehörigkeit der Bureurcpubliken. In solchen Fällen lehnte die englische Regierung eine Intervention ab. Mir ist beispielsweise folgender Fall bekannt geworden: Ein Missio­nar namens Heese, ich glaube, von der Berliner Mission, ist, anscheinend von Angehörigen des englischen Heeres, ermordet worden. Ter kaiserliche Konsul hat sichso- fort mit der englischen Militärbehörde in Verbindung gesetzt, welche auch die Untersuch­ung mit v ollem Eifer einleitete. Als der Konsul sich daun an den Vater, der gleichfalls Missionar in Süd­afrika ist, wandte, schrieb dieser zurück: Mein Sohn ist britischer Unt er than, ich kann daher eine Intervention für diesen deutscherseits nicht beanspruchen.

Wie aus London geschrieben wird, ist in denTimes" folgende außergewöhnliche Annonce zu lesen:

Verstorbene Offiziere und Soldaten in Südafrika Einbalsamieren." C. E. Kiplinger, Leichenbesorger und Einbalsctmierer, Spezialvertreter der amerikanischen Re­gierung im Ausgräber:, Einbalsamieren und Verschiffen von Offiziers- und Soldatenleichen nach dem Krieg auf Kuba, hat ein Zweiggeschäft in Kimberley eröffnet und wünscht das englische Publikum zu informieren, daß seiner Mitwisserei Gewissensbisse bekommen, und seinen Kollegen bienen. Alle Leichen können ausgegraben unb verschifft werden, ohne Rücksicht auf das Datum der Beeroigung.

Deutsches Reich.

Berlin, 9. April. Ter Kaiser hatte heute vor­mittag eine Besprechung mit dem Staatssekretär des Aus­wärtigen Frhrn. v. Richthofen und hörte im königlichen Schloß den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts von Lueanus. Um HV2 Uhr wohnte das Kaiserpaar in der Urania einer Vorführung über die Herstellung farbiger Photographieeu bei. Vorträge hielten Prof. Miethe und Dr. Selle.

Die Ei nn ahm en der Staatseisenbahnen sind gegen den Etatsansatz um rund 80 Millionen, gegen die Einnahmen des Jahres 1900 um rund 35 M il l. zurückgeblieben. Ebenso weist der Eisenbahn­uberschuß gegenüber dem Etatsansatz einen Rück­gang um rund 58 Millionen, gegenüber dem Vor­jahre um rund 43 Millionen Mark auf. (Vgl.Preuß. Ab­geordnetenhaus.")

Tie Beratung der auf weitere Erhöhung der Getreidezölle gerichteten Anträge der Konservativen und des Zentrums im preuß. Mgeordnetenhause soll bis auf weiteres verschoben werden.

Vertreter der in Deutschland bestehenden Kartelle und Syndikate tagten hier unter Vorsitz des Geh. Finanzrats Jancke und beschlossen, ein sechsgliedriger Ausschuß der heutigen Versammlung solle gemeinsam mit dem Direktorium des Zentralverbandes deutscher Indu­strieller die enbgUtige Schaffung einer gemeinsamen Vertretung der deutschen Kartelle vorbereiten.

TerBerl. Pol. Nachr." zufolge, dürfte dem Reichs­tage ein weiterer Nachtragsetat zugehen, nach welchem, statt bisher 40000, künftig 60000 Veteranen eine Jahresunterstützung von 120 Mark zuzuwenden er­möglicht werde.

München, 9. April. In der Abgeordneten­kammer kam heute die Frage der Zukunft der Pfäl­zer Eisenbahnen gelegentlich der Etatsberatung zur Sprache. Hierbei erklärte der Staatsminister Graf von Crailsheim u. a.: Tie Auffassung eines Vorredners, daß die Pfälzer Bahnen von einem ü b e r m ächti g en Ge g- n er umgeben seien, kann ich nicht teilen. Tie preu­ßische Eisenbahnverwaltmig hat sich vielmehr der bayer­ischen Staatsbahnverwaltung sowie der Verwaltung der Pfälzer Bahnen gegenüber stets nicht als Gegner, sondern als Freund bewiesen. Richtig ist, daß der Pfalz durch Kon kurrenzmaßnahmen ein großer Teil des Verkehrs entzogen werden könnte. Es ist aber nie der Versuch dazu gemacht worden. Sodann erörterte der Minister die Bedingungen, unter denen die Pfälzer Bahnen im Jahre 1905 vom Staate übernommen werden könnten, und fuhr fort: Ich möchte aber von dieser Stelle aus erklären, daß an eine Angliederung der Pfäl­zer Bahnen an die preußisch-hessische Bahn­gemeinschaft oder an die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen nicht gedacht 1derben kann, unb daß alle hierauf bezüglichen Bestrebungen völ­lig aussichtslos sind. Ter Minister schloß mit den Morten: Wir wollen bei dem Erwerb der Pfälzer Bahnen für den Staat fein Geschäft machen, sondern betrachten ihn nur als eine Maßnahme im wirtschaftlichen Interesse der Pfalz.

Auslanü.

Haag, 9. Styrif. Premierminister Kuyper hat sich bei seiner Rückkehr in anerkennendster Weise über den ihm in Belgien und Deutschland zuteil ge­wordenen Empfang unb über die zuvorkommende Art und Weise ausgesprochen, in der ihm die Erfüllung seiner Aufgabe der Besuch der technischen Schulen in den genannten Ländern erleichtert wurde.

In niederländischen Regierungskreisen scheint man der Frage der holländisch-deutschen Zollunion noch ebenso skeptisch gegenüberzustehen, wie vor drei Jahren. Bei dem ohnehin nicht sehr günstigen Staude der Reich sein fünfte fürchtet man das Risiko eines Ausfalles bei Erniedrigung der Portotaxen. Trotzdem ist gegenwärtig eine genaue Untersuchung im Gange; auch werden zwischen den beiden höchsten Post- verwaltungsstellen Hollands und Teutschlauds Korrespon­denzen in dieser Sache gewechselt. Bevor jedoch Die hiesige Hauptverwaltung das bis jetzt noch nicht vorliegende Re­sultat ihrer Untersuchungen dem Handelsminister nicht unterbreitet hat, kann man in Negierungskreisen noch fein abschließendes Urteil abgeben.

Brüssel, 9. April. In der Kammer polemisierte Minister de Favereau gegen die hochschutzzöllne- rischen Tendenzen im deutschen Reichstage.

Japanische republikanische Abgeordnete, die gestern abend einer Versammlung im Volkshause beigewohnt hatten, wurden heute notmittag von der Poli^eiverwaltung benachrichtigt, daß sie heute nachmittag Belgien zu ver­lassen hätten. Sie sind heute nach Paris abgereift. Eine aus Sozialisten bestehende Volksmenge, der eine rote Fahne vorangetragen wurde, begleitete sie nach dem Südbahnhofe, und gab bei der Abfahrt ihren Beifall kund. In Demselben Augenblick verließ der König, der von Biarritz zupück- kehrte, den Bahnhof. Die S 0 z 1 a l i st e n d r ä n g t e n sich an das Automobil des Königs und schwenkten die rote Fahne unter Hochrufen auf das all­gemeine Wahlrecht und die Republik. Es fand keine Verhaftung statt.

Mit Rücksicht auf die Möglichkeit von Ruhe­störungen hat der Kriegsminister die Einberufung der Jahrgänge 1898 und 1899 der Milizen Der 14 Linien - regimenter und des 1. und 2. Jägerregiments zu Fuß sowie des Jahrgangs 1898 des Carabinier- und Grenadier- regiments unb der Verwaltungstruppen angesronet. Die Genannten haben sich unverzüglich zu ihren Truppenteilen zu begeben. Ebenso haben sämtliche Gendarmerie­brigaden sich marschbereit zu halten. Klerikalen Führerin wurden die Fenster eingeschlagen. Zwei Polizisten mürben schwer verletzt. Ein Volkshaufe dranate in Schaerbeck drei Schutzleute in ein Kaffeehaus, plünderte dieses und gab Revolver schlisse ab. Tret Schutzleute wurden ve r w u n d e t. Einwanderer Volkshaufe durchzog nach einer Versammlung die Straßen und warf die Fenner der Je­suitenkirche und des Priesterseminars ein. Vor Dem Polizei- bureau in der Rue St. Francois sanden Massenansamm- hingen statt. Es wurden Revolverschüsse abgegeben.

Lüttick, 9. April. Im Laufe der Kundgebungen wurde abends der Deputierte Troclet verwundet.

Paris, 9. April. TerStatin" will heute wissen, daß der Warschauer Oberst Grimm einen an den Zacken Nikolaus gerichteten Bericht über die Mobilm achung