verabredeten näheren Bestimmungen bis zur 3. gemein- schaftlichen Lotterie einschließlich von dem Vertrage zurück- treten kann. Als Gegenleistung zahlt Hessen £ Ibenburg nach her 6 Lotterie, die voraus, ichllich im Februar 1903 beendig! sein wird, 30000 Mk, nach der 7. Lotterie 40 000 Mk., nad) der 8. Lotterie 45 000 Mk. und nach der 9. sowie nach ieder folgenden Lotterie 51000 Mk., wovon als Beitrag L Tantiemen und Gratifikationen eindreiviertel Prozent ru kürren ist. In Rücksicht auf das finanzielle Ergebnis und darauf, daß Hessen bis zu einem besttmmt'en Termin iebeneii vom Vertrag zurutrcketen kann, empfiehlt ber erste Ausschuß der 2. stamniei bie Annahme des Vertrages.
Hanau, 7. Febr. Das Projekt, welches das technische Amt des Bayerischen Kanaloereins über die Main-Dona u- Großschiffahrt aiisarbcitet, geht feiner Vollendung entgegen. Tic für das Projekt bis jetzt ausgewendeten Moffen ^laufen sich auf 95000 Alk. Zur Deckung der Gesamtkosten und noch 10 000 Mk. erforderlich, die durch freiwillige Spenden von Seilen der beteiligten Gemeinden und Privatpersonen aufgebracht werden sollen.
Frankfurt, 7. Febr. Ter hiesige kaufmännische Verein hat die Versicherung gegen Stellenlosigkeit auf obligatorischer und fakultativer Basis beschloßen und steht eben im Begriff, die Versicherung den Ansorderimgen des Reichs- gesetzes über die privaten Versichcrungsuntcrnehmungen entsprechend zu gestatten.
NniverMs Nachrichten.
München, 7. Febr. Tic „Munch. N. N." berichten über einen Zwischenfall im Hörsaal wie folgt: Professor Tr. R'a n k e behandelte in seiner Vorlesung den Unterschied zwischen Mensch und Affen, wobei er in durchaus humorvoller und liebenswürdiger Weise auch auf bie geschnürten Damen und Offiziere zu sprechen kam, die in manchmal übertriebener Weife ben Unterschied, ber auch in Bezug auf Taille zwischen Mensch und Tier besteht^ marfierten. PrinzGeorg, ein eifriger Hörer des Professors Ranke, richtete nad) ber Borlesung an diesen in durchaus korrekter und höflicher Form die Frage, ob der Herr Professor auf seine, des Prinzen Eigenschaft als Offi- zier Bedacht genommen habe, und ob er nicht glaube, daß die Bemerkung eine Kränkung des Offizierstandesi involvieren tonne. Der Gelehrte verneinte dies, erklärte sich aber gerne bereit, einige Worte in diesem Sinne seinen Ausführungen folgen zu lassen, worauf er hervorhob, daß ihm jede Beleidigung des Offizierstandes na- türlick) fern gelegen habe-
Gerichtssaal.
Wiesbaden, 7. Febr. In der Deleidigungsklage ber Eisenbahn-Direktion Frankfurt gegen ben dortigen Rechtsanwalt Dr. O h l e n s ch l a g e r wegen eines als „Eingesandt" in einem Frankfurter Blatt veröffentlichten Beschwerdebriefs über die Mißstände beim Sonntagsverkehr Frankfurt-Wiesbaden-Schwalbach erkannte die hiesige Strafkammer heute gemäß dem Antrag des Staats
anwalts auf Freisprechung und Uebernahme sämtlicher Kosten, einschließlich derjenigen erster Instanz, so wie der Reisekosten des Angeklagten und des Verteidigers, auf bie Staatskasse. Tas Gericht nahm an, baß Tr. £. nicht bie wörtliche Veröffentlichung eines Briefs bcab sichtigte, sondern nur die Redaktion mit Material zur Erörterung thatsächlich vorhandener Mißstände habe versehen wollen, die seitens der Eisenbahnverwaltung keines Wegs unvermeidbare gewesen seien Tie im Brief zum Ausdruck gebrachte Entrüstung sei daher berechtigt gewesen und formell sei auch ui allen, obgleich teilweisen idarjca Ausdrücken keine Beleidigung enthalten; insbesondere nichi in ber von dem Briefschreiber geäußerten Meinung, daß die Eisenbahn dieselbe Pflicht der Vertragserfüllung habe, wie jeder anständige Privatmann.
Insterburg, 7. Feor. Eine dumme Redensart, die er in angetrunkenem Zupande geäußert hatte, brachte dieser Tage den Maurergesellen Rudolf Thews vor die Strafkammer. Ende September v. I. weilte der Kaiser im Jagdschloß Romintcn, während in Szittkehmen eine Kom pagnie des Infanterieregiments Nr. 59 lag. Ain 25. Septem ber traf Thews auf einer Fußreise in Szittkehmen ange- trunien ein, und ging nach dem Kehlbach ersehen Gasthaus, wo er sich auf eine Bank setzte. Man sprach über Personen, die in der Nähe anarchistische Schriften verbreitet hatten und verhaftet worden waren. Thews mischte sich in die Unterhaltung und äußerte: „Na, ich schieße den Kaiser tot." Als man ihn darauf aufmerksam machte, daß er so etwas nicht sagen dürfe, wiederholte Thews seine Aeußerung. Thews wurde von einer Patrouille festgenommen.. Amtsvorsteher Steiner bekundete im Termin, daß Thews sehr betrunken gewesen sei und bei ihm eine Absicht, den Kaiser zu beleidigen, nicht Vorgelegen haben kann. Am irächsten Tage sei Thews sehr niedergeschlagen gewesen und habe gemeint. Ter Amtsvorsteher bezeichnete den Angeklagten als einen tüchtigen und fleißigen Menschen, der als Handwerker für zwei arbeite. Ter Gerichtshof sprach Thews frei, weil er bei getrübtem Bewußtsein gewesen und nicht die Absicht, zu beleidigen, gehabt hat, sich auch nicht, der schweren Tragweite feiner Aeußerungen bewußt gewesen ist.
London, 7. Febr. Aus Kapstadt kommen 4tach- richten über die Verhandlungen gegen die Prinzessin Radziwill und Eecil Rhodes auf Zahlung von Mechselschulden im Betrage von 23 000 Lstrl. (460 000 Mk.) Kläger ist ein Mann Namens Louw, der Indossant der Wechsel, welche die Unterschriften der beiden Beklagten tragen. Cecil Rhodes erklärte bie Unterschriften auf ben Wechseln für Fälschungen. Tie Prinzessin Rodziwill habe er in Lonbon bei einen von einem Journalisten gegebenen Tiner getroffen, und ihr bezüglich der Anlage ihrer Ka pitatten Rat erteilt. Er habe von Lord Rowtou gehört, daß die Prinzessin den Vorzug gehabt habe, der Berliner Konferenz mit Fürst Bismarck beizuwohnen. Im Jahre 1901 fei er von ihr um eine Geldunkerstützung angegangen worden, und er habe ihre Hotelschulden in Kapstadt unter der Bedingung bezahlt, daß sie Südafrika verlasse. Trotzdem sei die Prinzessin wieder nach Südaftita zurück- gekehrr- — Aus.Grund von Rhodes' Aussage erklärte der
Oberrichter Te Villicrs die Wechsel für gefälscht und wies die Klage Louws ab.
Eingesanök.
(Für Form und Jnha.t aller unter dieser Rubrik stehende» Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Anfrage.
Am 1. September 1900 richteten 14 hiesige Bürger an die hocbverehne Sladwerordnctenversamnrlung, z. H. der Großh. Bürgermeisterei, die Höst. Bitte um Beseitigung ber für bad hiesige InstaUatcurgewerdc erdrückenden Konkurrenz des Städtischen Uiaß- und Wasserwecks.
Ta persönliche und schriftliche Anfragen und Billen an bie Großh. Bürgermeisterei um eine Entscheidung ohne Erfolg geblieben sind, io fragen wir nunmehr auf diesem Wege an, ob 14 steuerzahlende Bürger nicht wert sind, einer Antwort gewürdigt zu werden?
Die Freie Vereinigung s e l b ft ä n b ig e r Installateure.
Auszug aus den Kilchrvbüchtr» der Stabt Kietzen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute. Lukasgemeinbe. Ten3. Februar. Karl Philipp Gustav Klos, Pfarroerwaller in Münster, und Lina Göckus, Tochter des verstorbenen Samenhändlers Wilhelm Göckus in Friedberg. —> Johan nesgemetnde. Den ö. Februar. Emil Kirchcnbaner, (.Geschäftsführer in Leipzig, und Ehristiane Adolsine Gelße, Tochter des verstorbenen Schichtmeisters Albert Heinrich Wilhelm Ehristian Geiße zu Gießen.
Getaufte. M a t t h ä u S g e m c i n d e. Den 2. Februar. Dem Taglöhner Johannes Döring eine Tochter, Maria Klara Elisabeth, geboren den 14. Dezember. Denselben. Dem Metzger und Wirl Hermann Hammel eine Tochter, Minna Katharine Anna, geboren den 7. Januar. Denselben. Dem Sattler Karl Diebel eine Tochter, Auguste Elise, geboren den 9. Januar. — Markus- gcmcinbc. Ten 2. Februar. DemKausmann Friß EccariuS ein Sohn, August Heinrich Otto, geboren den 18. September. — Johannes gern einbe. Den 2. Februar. Dem Schreiner Karl Wirt Zwillingskinder, Marie Luise und Elly Justine, geboren ben 31. Tezember. Ten 5. Februar. Dem Küfer unb Wirt Karl Schmid eine Tochter, Emilie Susanne Sophie, geboren ben 31. Dezember.
Beerdigte. Markusgem einbe. Ten 81. Januar. Auguste Vix, 'Tochter des verstorbenen Schneidermeisters Vix, 83 Jahre alt, starb den 30. Januar. — LukaSgerneinde. Den 2. Februar. Marie Dauernheim, Tochter des verstorbenen Hauptkassenbuchhallers Wilhelm Tauernheinr zu Gießen, 58 Jahre alt, starb den 31. Januar. ■
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, B i b e l st u n b e im Konsirmanbensaale ber Johanneskirche. Johanneseoangelium Kap. 14, von Vers 23 an: Wort unb Friebe Jesu, bie rechte Liebe zu Jesus.
Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch, ben 12. Februar, abends6 Uhr, erste Pass io ns- anbacht. Pfarrer Dr. Naumann.
Tie für Dienstag ben 11. Februar verabredete Zusammenkunft der neufonfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde im Schwesternhaus findet erst Dienstag den 18. Februar statt.
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