Ausgabe 
9.7.1902 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.

Mittwoch S. Juli 1902

153. Jahrgang

Nr. 158

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Greßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kefstschen Landwirt die Gießener Zamllien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag bi. Brü h l'sche Untoerl. Buch-u.Stei. druckere! (Pietsch Erben) Redall 11. (Srpcbttühk um Druckerei:

Gchulstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Kernsprechanschluß Nr. 51.

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Amts- Md Aiizetzeblatt für den Kreis Sichen SW

,. , zeigenteil: Hans Beck.

Die heutige Yummer umfaßt 10 Seiten.

Kyamöerlain oder Woseöery?

Infolge der Erkrankung König Eduards ist Has öffentliche Interesse in England von einer Angelegenheit abgelenkt worden, die von der politischen Tagesordnung keineswegs verschwunden ist, wenn auch in letzter Zeit weniger von ihr die Rede war: von der Frage nämlich, Wer­derkommende Mann", der k ü n s t i g e M i n i st e r p r ä s i - den t sein wird? Lvrb S a l i s b u r y ist betagt und körpeo- lich hinfällig; seine immerhin zähe Natur ermöglicht ihm Mar, die Staatsgeschäste formell zu führen, die th'atsäch^- lrche Leitung und Initiative geht aber schon jetzt nicht mehr von ihm aus, wie er denn auch an den parlamentarischen Verhandlungen sich nennenswert nicht mehr beteiligt. Es muß also mit seinem baldigen Rücktritt gerechnet werden, der ja auch gestern wieder einmal als bestimmt bevorstehend angekündigt wurde. Dieser kann plötzlich erfolgen, kann aber auch mit der nicht mehr fernen Ausschreibung der Neuwahlen zum Parlament zusammenfallen.

Leitender Geist des gegenwärtigen Kabinetts ist un­bestritten Mr. Chamberlain. Er fühlt sich in den Re- grerungsregionen sicherer denn je und weiß sich im Besitz der Legitimation" für die Bewerbung um das Minister­präsidium. Der südafrikanische Krieg hat mit einem Erfolg für England »geendet, und welche Schatten auch während des wechselvollen Verlaufes des Krieges aus Chamber­lains Charakterbild fielen, wie anfechtbar auch dieses Mi­nisters Verdienst an dem Ausgang des Krieges sein mag der Erfolg macht den Mann. Chamberlain ist populär, der Unfall, der ihn betroffen, mehrt die Sympathien im Volk. So schlimm fteht's daniit auch nicht. Sein Verbleiben im Hospital ist lediglich eine Vorsichtsmaßregel, welche die Aerzte angeordnet haben, da der Minister seine Amtsthätig- keit augenblicklich doch nicht wieder aufnchmen ftmn und die Aerzte absolute Ruhe für erforderlich halten. Cham­berlain teilte dem Kolonial-Jnstitnte mit, daß er beim großen Reichskrönunasbankett am 11. Juli den Vorsitz zu führen gedenke. Es darf aber kühnlich prophezeit werden, daß man dereinst auch ihm, wie jetzt seinem politischen Ge­sinnungsgenossen und Helfershelfer, Cecil Rhodes, in England ein Denkmal errichten wird.

Ist danach Joö Chamberlain als der kommende Mann anzusehen? Nun, er hat einen ernsten Mitbewerber um die leitende politische Machtstellung. Dessen Name war vor Halbjahressrist jenseits des Kanals in aller Munde: Lord Rosebery. Er stellte damals, als noch die Kriegs­wolken drohend über England lagerten, in seiner großen Rede zu Chesterfield seine Kandidatur auf. Was ui dieser Programmrede abfällig klang, richtete sich gegen Chamber­lain. Ihm machte Lord Rosebery zum Vorwurf, durch seine Politik England um jeden moralischen Kredit gebracht zu haben, und diese Worte weckten damals unleugbar ein Echo im Volke. Seitdem ist Lord Rosebery allerdings öffentlich selten hervorgetreten. Die langwierigen Friedensverhand­lungen, die freudige Erregung der Bevölkerung über den Friedensschluß, die Vorbereitungen zur Krönungsfeier, die jähe Unterbrechung durch König Eduards Erkrankung in solchen Rahmen hätte die politische Fehde öer beiden Rivalen schlecht hineingepaßt. Doch dieStreitaxt" ist des­halb nicht begraben. Einerseits ist Lord Resebery nicht der Mann, der lediglich eines Augenblickserfolges halber in programmatischer Rede an die öffentliche Meinung appel­liert, und dann darf nicht außer acht gelassen werden, daß Lord Rosebery so gut Imperialist ist, wie Chamberlain, daß man ihn durchaus den liberalen Unionisten zuzählen kann, die ihm im Fall seiner Berufung zum Kabinettschef willig Gefolgschaft leisten dürften. Für Mr. Chamberlain wäre des Bleibens in einem Ministerium Rosebery natürlich nicht, ebensowenig würde der Letztere zum Eintritt in ein Kabinett

Chamberlain sich bereit finden lassen. Einer oder der Andere so liegt die Frage. Möglicherweise entscheidet sie der König s. Zt. dahin, daß er weder dem Einen noch dem Anderen, sondern einem Dritten, etwa dem Schatzlord Balfour, das Ministerpräsidium anbietet. Ob aber der ehrgeizige Mr. Chamberlain das Fehlschlagen seiner Hoff­nungen in dieser Form hinnehmen würde, erscheint sehr zweifelhaft. Der Rücktritt Lord Salisburys ist also von nicht geringer Bedeutung für die Zukunft Chamberlains.

Politische Tagesschau.

Die Erhöhung der sächsischen Zivilliste.

Die zweite sächsische Kammer hat die neue Zivilliste, das Wittum der Königin-Witwe und die erhöhten Apanagen nach der Regierungsvorlage einstimmig bewilligt. Es han­delt sich nach Abzug einiger in Zukunft wegfallenden Sum­men, um einenMehrbetrag von 6 3 7 7 0 0 Mark. Das Verhältnis der Zivilliste zu dem gesamten Staatsauswand bietet in den letzten Jahren ein immer günstigeres Bild, die der Vorlage beigegebene Begründung enthielt darüber fol­gende Zahlen: Jahr Staatsaufwand 1831 15 622 385 Mk. 1855 27122 706 1864 40 976 952 ., 1872 41258 757 1874 47 492 919 1892 74 965 369 ,, 1902 92 793 960

klebrigen wies die Vorlage ziffernmäßig nach, daß die Mehrausgaben der Zivilliste für das Hoftheater (seit 1874 mehr 208 200 Mark), für Hofpensionen und Gehalt (mehr 243 300 Mk.), für Instandhaltung der der Krone ge­hörenden Gebäude :c. die jetzige Erhöhung noch um einiges übersteigen, so daß auch nach der Erhöhung eingreifende Ersparnismaßregeln im königlichen Haushalte, vorgenommen werden müssen. DerVorwärts" freilich ist der Meinung, zur Bestreitung seines Aufwandes reiche für den König Georg sein großes Prioatvernrögen allein schon hin, und spöttelt über diekönigliche Lohnzulage".

Eine polnische Herausforderung.

Noch ehe überhaupt Einladungen an die Mtglieder des Posener Provinziallandtages zu den Fest- lrchkerten anläßlich des bevorstchenden Besuches des Kaisers ergangen sind, haben die polnischen Mitglieder dieser Körperschaft an den Oberpräsidenten v. Bitter ein Schreiben gerichtet, in dem sie eine Einladung ab­lehnen! Diese Absicht der Herren Polen war zuerst dem Ausland bekannt geworden. Die einer Herausforderung glerchkommende Kundgebung steht in schreiendem Gegensatz zu dem Tone der unterwürfigsten Loyalitätsversicherungen, in denen das Schreiben an den Oberpräsidenten abgefaßt ist. Die Idee einer Losreißung von Preußen weisen die Unterzeichner der Kundgebung alsgrundlose Verlästerung mit Entrüstung" zurück'! Zur Unverschämtheit gesellt sich hier Hohn und Heuchelei. Jedes polnische Blatt predigt als unverrückbares Ziel die Unabhängigkeit eines einigen, großen Polenreiches, d. h. Losreißung der Provinz Posen von Preußen; und die geistigen Führer dieser Polenbewegung wagen es noch, Worte der unerschütterlichen Königstreue zu schreiben und Versicherungen abzugeben, an der inneren Festigkeit des Staatsbaues weiter zu arbeiten!

Der Wortlaut des Ablehnungsschreibens ist wie folgt: Excellenz! Da es sicher zu fein scheint, daß während der bevorstehenden Anwesenheit des Kaisers auch ben,

9,87 v. H. d.

Staatsaufw.

u

1/

Zivilliste 1 541 667 Mk. 1710 000 1845 000 1 935 000 2 850 000 3 052 300 ,, 3 052 300 (3 500 000 ,,

6,31 4,50 4,69 6,00 4,07 3,12

3,58

Amerikanischer Größenwahn.

Den Besuch Pie rpontMorgans in Berlin meldet derNewyork-Herald"-Korrespondent seinem Blatte in fol­genden charakteristischen Worten:Mr. Pierpont Morgan traf heute nachmittag in Berlin ein und wurde wie ein Monarch empfangen. Eine große Volksmenge ver­sammelte sich vor dem Hotel Bristol, wo Aufwärter und Hotelpagen ein doppeltes Spalier bildeten.Ich traf mit dem Kaiser zusammen und er gefällt mir", sagte Mr. Morgan zu demHerald"-Korrespondenten. Als Illustra­tion hierzu bringt derHerald" an der Spitze des Blattes zwei Photogramme, links den Kaiser als sehr jungen M ann, etwa im Anfang der Zwanziger, mit der Marinen­mütze, und rechts neben ihm Äerrn Pierpont M o r ga n mit einer Art Bis m arckkop s/der das jugendliche Antlitz des Kaisers um fast das Vierfache übertrifft. Nebenbei bemerkt, wird kein Mensch in'des Kaisers Photo­gramm Wilhelm II. erkennen. Daß die ganze Meldung reiner Schwindel ist, bedarf natürlich keiner weiteren Ver-

Provinzialständen die hohe Ehre zu Teil werden soll. Seine Majestät den Kaiser und König im Ständehauss in Posen zu begrüßen, fühlen wir uns, um später nicht vielleicht in die allerhöchsten Dispositionen Verwirrung zu bringen, verpflichtet, schon heute Euer Excellenz nach­stehende Erklärung vorzulegen:

Durch die neuen gesetzgeberischen Maßnahmen gegen dre Polen, sowie durch den uns aus dem Munde Sr. Majestät gemachten, tief von uns empfundenen Vorwurf schwer betrübt, können wir nicht mit freudigem Empfin­den vor das Angesicht unseres allergnädigsten Kaisers und Königs treten. Wir würden int Falle unserer An­wesenheit durch unsere Trauer nur die Fröhlichkeit der Feier trüben. Darum sehen wir uns gezwungen, Ew. Excellenz zu bitten, unsere Abwesenheit an aller­höchster Stelle rechtfertigen zu wollen. Ungeachtet aller Maßnahmen, deren Zweck unsere nationale und materielle Hintansetzung auf vaterländischem Boden ist, ja noch mehr, welche sogar die Herzen unmündiger Kin­der zum Tummelplatz politischer und religiöser Kämpfe gewählt haben, wollen wir, eingedenk der Gebote Gottes, auch weiterhin Sr. Majestät des Kaisers und Herrn ge­treue Unterthanen sein. Da wir uns in unserem Verhält­nis sowohl dem Staate als auch der allerhöchsten Person des Monarchen gegenüber keiner Schuld bewußt sind, da wir die uns zugeschriebene Absicht, uns loszureißen oder den Bestand der Monarchie zu ändern, als grund­lose Verleu mdung mit Entrüstung zurückweisen, darum warten wir, vertrauend aus die Allmacht des höchsten Lenkers der menschlichen Geschicke, sowie auf den wiederholt konstatierten Scharfsinn des allergnädigsten Herrn, mit voller Bestimmtheit aus die Stunde, in welcher der künstliche Dunst, der uns umgeben hat, zerfließen und die Reinheit unseres Denkens als Staats­bürger und Unterthanen vor den Augen des Kaisers er­strahlen wird. Dann werden wir endlich in der heute von uns erwünschten Lage sein, wo wir getreu unserer Kirche, getreu unserer Nationalität, bei der wir verharren wollen bis zum letzten Atemzuge, imstande sein werden, Sr. Kaiserlichen Majestät, unserem allergnädigsten Herrn nicht nur Treue darzubringen wie jetzt, sondern auch auf­richtige Freude und Dankbarkeit, wo wir in Frieden und gegenseitiger Achtung gemeinsam mit unseren deutschen Mitbürgern an der inneren Festigung des Staatsgebäudes werden arbeiten können."

Unterzeichnet ist die Erllärung von Michael Bogu- linski, Dr. Julian von Chelmicki, Apolinarius Hoff­mann (!), Joseph v. Koscielski, Kosicki, Adalbert v. Lubienski, St. v. Morawski, Wladislaus Lobermeyer (!), Nikolaus Placzek, Fürst Anton o. Sulkowski-Reisen, Graf Theodor v. Zoltowski und Zablocki.

Gießener Madttyealer.

Das Winterhalbjahr ist und bleibt für die meisten Städte, namentlich Die kleineren, die eigentliche Theater­zeit. Brennt dagegen die Sommersonne in die heißen und staubigen Straßen hinein, dann folgt auch die Kirnst Thalias dem großen Strome der Ruhededürftigen und Erholungsuchenden und flüchtet in die Erquickung und Heilung spendenden Bäder. Aber nicht aus hohem Koturne in tragischem Gewände erscheint sie dort, sondern leicht geschürzt und mit frischen Blumen bekränzt. Statt der schweren und wuchtigen Weisen der Oper erklingen nur noch die prickelnden, oft an ein flottes Tänzlein gemahnen­den Melodien ihrer jüngeren, lebenslustigen Schwester, der Operette. Nicht mehr die Erweckung von Furcht und Mit­leid, wie es in den Regeln des Aristoteles heißt, sucht der Theaterbesucher, sondern eine angenehme Unterhaltung, die dem Geiste wenig, der Lachlust um so mehr zu thun giebt.

Unsere Stadt, die den Vorzug besitzt, in der Nähe von einigen Badeorten zu liegen, hat für ihr Kunstleben schon manchen Gewinn daraus gezogen. Es sei beispiels­weise nur an die Mitwirkung des trefflichen Homvur- g e r K u r o r ch e st e r s in unseren Konzerten erinnert. Für diesen Sommer aber hat sich der rühmlich bekannte Di­rektor Karl entschlossen, mit dem von chvl seit mehreren Jahren geleiteten Emser Sommert Heater eine Reihe von Vorstellungen zu geben. Nachdem vor 14 Tagen der Vogelhändler gewissermaßen als Proüepseil voraus­gesandt worden war, erfolgt jetzt in kürzeren Zeitabstän den die Aufführung von sechs durch, den Theaterverein «ausgewählten Operetten.

Für den ersten Abend (Dienstag) kann mit voller Freude und Anerkennung ein Treffer verzeichnet werden. Eine neuere französische OperetteDie Puppe" von Edmond And ran wurde zum ersten Male hier ge­geben, ein Werk, dem von vielen anderen Bühnen her schon ein guter Rus vorausgeht. Eine durchaus originelle Handlung ist hier mit Geschick durchgesührt, mit hübschen Witzen ausgestattet, und mit ansprechenden und flüssi­gen Melodien versehen. Ein junges Mädchen erscheint als Puppe, als sprechender, tanzender und singender Automat natürlich darf das WortspielAutomädchen" nicht fehlen. Auch von diesem Wesen würde der Dichter Bren­tano vielleicht sagen:

Keine Puppe, es ist nur Eine schöne Kunftfigur.

Denn eine große Kunst gehört thatsächlich dazu, um den vielerlei Schwierigkeiten dieser Figur gerecht zu wer­den, und nach keiner Richtung hin blieb Frl. Else Ber­ger, die Hauptheldin des Abends, hinter den gestellten Anforderungen zurück Wie auf einem Räderwerk, und doch immer graziös schnurrte diese niedliche Puppe dahin, ihrer klangvollen Stimme wußte sie, wo es not that, den knarrenden Ton des Automaten zu verleihen; wenn sie dagegen als die 18 jährige stark verliebte Alesia Hilarius erscheinen durste, so war sie von entzückender Ausgelassen­heit, Frische und Liebenswürdigkeit. Ihr Partner, Herr Lerchenseld, betonte die Schüchternheit des ejungen Lancelot zu sehr und erschien oft ungelenker und unsym­pathischer als gerade nötig war. Doch.ist auch seine Leistung im ganzen als tüchtig anzuerkeunen. Gesanglich zeichnete sich umer den Herren wohl Herr Werblowski am meisten aus, dem seine gutgeschulte Baßstimme bei der Ver­körperung des Klosterw rstehers Maximius sehr zu statten

kam. Eine reiche Dosis von Humor und Beweglichkeit ent­wickelte Herr Groß als genialer, beinahe üb er geschnappter Puppenfabrikant. Auch die Herren Walter, Herrmann und Joost, sowie die Damen R o s en und Br e s s e l ver­dienen in ihren Rollen zweiten Ranges alles Lob.

Was die Inszenierung angeht, so gefiel wohl der- Puppensaal des zweiten Aktes am besten, namentlich als am Schluß sich ein fo starkes mechanisches Leben in ihm entwickelte. Die örtliche Zweiteilung im letzten Akt da­gegen, die schon auf den größeren Bühnen keinen rechten Anklang gesunden hat, erschien auf unserer kleinen Bühne nur als ein Notbehelf.

, , Das Orchester (ein Teil der hiesigen Regimentskapelle) folgte den, oft mit raffiniertester Bühnen-Technik heraus- gektügelten Partien ebenso exakt, wie den feineren Jnten- tronen semes tüchtigen Kapellmeisters F ü r st b a u e r. Wenn bie noch folgenben fünf Vorstellungen aus der Höhe dieser ersten stehen, so wird kein Theaterfreund ihren Besuch zu bereuen haben.

Frankfurter Stadttheater. Die Oper ist in bte Ferien gegangen. Unterdessen arbeitet unser Schau­spiel an dem Dramen-Cyclus zum Llbschiede vom alten ^chausptelhause munter weiter. Nach JsflandsJäger" wurden jetzt nacheiuanber aufgeführt:Miß Sara Lamp­son" von Lessing,Die deutfchen Kleinstädter" von Aug. v. Kotzebue uudDie Schleichhändler" von Ernst Raupach. Alles Dichtungen, deren Geburtsjahr um ein Jahrhundert unb mehr zurückliegt, und trotzdem von einer Wirkung, die nicht im historischen Interesse allein begründet ist. Herr Jndentant Claar hat mit diesen Ausgrabungen einen großen künstlerischen Erfolg persönlich und für unser Schauspiel, errungen.