Vermischtes.
* Königsberg i. Pr., 7. Mar. Der hiesige städtische Steuererheber Hoppe wurde wegen Unterschlagung von 10000 Mk. Amtsgelder verhaftet.
* Einen Posten als Zählkellner hat der Sohn des vor einigen Jahren verstorbenen Erzherzogs Ernst, Baron Ernst Wallburg in Budapest angenommen. Seine Prozesse gegen mehrere Mitglieder des Kaiserhauses, als Erben des Erzherzogs, erregten bekanntlich jüngst peinliches Aufsehen und er selbst wurde unter dem Verdacht, den Trauschein seines Vaters gefälscht zu haben, verhaftet. Nachdem der gegen ihn angestrengte Prozeß durch einen Gnadenakt des Kaisers niedergeschlagen worden ist, hat sich der Baron genötigt gesehen, den genannten Posten in einem Budapester Kaffeehaus anzunehmen, um seiner zahlreichen Familie Brot zu verschaffen.
Gerichtssaat.
Straßburg, 6. Mai. Lokomotivführer Bauer von Straßburg, der wegen des Ludwigshafener Eisenbahnunglücks zu drei Monaten Gefängnis verurteilt war, ist nach der „Straßb. Post" vom Prinzregenten von Bayern zu dreiwöchiger Festungshaft begnadigt worden. Bauer hat bei dem Unglück ein Bein verloren.
tzehackteue Andacht. Darauf folgt Begrüßung durch die i Vorsitzende, Erstattung des Rechenschaftsberichtes durch i Frau Oberkonsistorialrat Walz-Darmstadt, Vorträge von i Frl. A. Vollmar-Berlin über „die Ziele und Grenzen i der Freundinnen arbeit"' und von Frl- H- Vollm ar-Ber- । lrn über „Wochentag und Sonntag in Heimaten der Freun- । dinnen." Darnach findet ein gemeinsames Mittagessen ' statt. Nachmittags 4 Uhr redet in öffentlicher Ver- 1 scunmluna, zu der auch Herren sebr willkommen sind, i Pastor M ah lin g-Hamburg über Bahnhofsmission. An i den Vortrag schließt sich eine freie Diskussion.
** Vogelschutz. Die Vögel find jetzt am Nisten, und i da wollen wir nicht unterlassen, daraus aufmerksam zu : machen, daß § 368, 11 des Strafgesetzbuches mit Geld- : strafe bis zu 60 Mark oder mit Hast bis zu 14 Tagen - jeben bedroht, der unbefugt Eier oder Junge von jagd- : barem Federwild oder von Singvögeln aushebt.
■ Lollar, 8. Mai. Eine rege Bauthätigkeit entwickelt < sich augenblicklich in Lollar. — Das von der Oberpoftdirek- i tion Darmstadt gepachrete an dec Hauptstraße in Lollar gelegene Wohnhaus des Weißbindermeisters Strauber wird i am 1. Juni er. seiner zukünftigen Bestimmung als Post- । gebäude übergeben werden. Das bisherige Poftgcbäude - wurde von dem Hüttenwerk für 9000 Mart käuflich erworben. । Es sollen darin Beamtenwohnungen eingerichtet werden. :
t Münzenberg, 8. Mai. In unserer schönen und i mit vorzüglicher Akustik versehenen Kirche findet am Sonn- ■ tag, den 11. Mai, nachmittags ö Uhr, ein Kirchenkonzert : statt, das elfte, das unser Kirchenchor seit seinem Bestehen veranstaltet. Auch in diesem Jahre haben die Damen < Web er und Jä g er-Lich, wie so ost schon, ihre be- : währte Mithilfe freundlichst zugesagt, daneben wird sich stud. forest. Zentgraf-Gießen als Hornbläser hören lassen, so daß das Programm eine reiche Abwechslung von Chorgesängen, Terzetten und Einzelvorträgen bietet. Der Besuch des Konzerts steht jedermann unentgeltlich frei.
(:) Rodheim a. Bieber, 8. Mai. Dem preußischen Herrenhause ist der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abänderung von Amtsgerichts bezirken nebst Begründung zugegangen, wodurch auch der Gerichtsbezirk Gladenbach eine Aenderung erfährt. Die dem Amtsgericht Gladenbach, (welches bekanntlich in jedem Monat auch hier in Rodheim zwei Gerichtstage abhält), zuge- teilten Ortschaften Hermannstein, Naunheim und Waldgirmes soll.'n für die Folge dem Amtsbezirk Wetzlar überwiesen werden. Letztere Ortschaften gehören zwar zum Kreise Biedenkopf, liegen aber in unmittelbarer Nähe der Stadt Wetzlar.
t Wetzlar, 8. Mai. Der Kreistag hat die Erweiterung der Kreisobstbaumschule genehmigt, da es sich als notwendig erwies, mit der Anzucht von Obstbäumen schneller und in größerem Umfange vorzugehen. — Infolge der Zusammenlegung der Grundstücke, welche wieder für mehrere Gemeinden beschlossen ist, wird sich nach Bekanntmachung der Spezialkoumussionen der Bedarf an Obstbäumen sehr steigern. Im vorigen Jähre wurden 3286 veredelte Obstbäume aus der Kreisobstbaumschule abgegeben. Bereits 29 Gemeinden des Kreises haben Baumwärter ausbilden lassen, die Ueberwachung sämtlicher Gemeindeobstanlagen ist dem Kreisobstbaumlehrer Kilp übertragen.
§ Butzbach, 8. Mai. Das Hausbergfest wurde heute nachmittag in der üblichen Weise aus dem Tanz- vlatze begangen; das Konzert wurde von der bekannten Butzbacher Kapelle ausgesührt, welche vor dem Abmarsche dem langjährigen Vorsitzenden unseres HauSberg-Ver- schönerungsvereins ein Ständchen brachte.
§ Ost heim, 9. Mai. Gemeinderechner Schneider und seine Gattin Magdalene geb. Gatzert hier, feiern heute das seltene Fest .der goldenen Hochzeit. Beide Ehegatten erfreuen sich noch körperlicher und geistiger Rüstig- teit, sowie der Liebe und Achtung unserer Ortseingesessenen.
Friedberg, 6. Mai. Als beachtenswerte Neuerung Sei dem Frühjahrsfahrplan ist. zu erwähnen, daß bei den Schnellzügen 12 Uhr 38 Min. mittags und 9 Uhr 48 Min. abends der Ortsverkehr zwischen Bad Nauheim und Friedberg, sowie Friedberg-Uebergang a u s - gesch I o । । c n ist, und zwar schon feit dem 1. Mai. — Gestern abend wurde eine von hier'nach Ober-Wöll st ad-t gehende Frau jenseits der Galgenbrücke von einem Stromer in unsittlicher Weise angepackt. Zum Glück kamen zwei radsahrende Arbeiter von der Höhe herab zu Hilfe, woraus der Attentäter nach Nieder-Rosbach zu entfloh. Ihrer Räder wegen, die sie nicht im Stiche la,sen wollten, konnten die Arbeiter denselben nicht verfolgen.
Laubach, 7. Mai. Wie die Tschechen ihren in Deutschland beschäftigten böhmischen Heimatsgenossen Ungelegenheiten und Scherereien zu bereiten verstehen, zeigt folgendes, dem „D .T. A." mitgeteiltes Vorkommnis. Ein bei dem hiesigen Bahnbau angestellter Schachtmeister, aus einem Dorfe bei Pilsen gebürtig, will sich hier trauen lassen. Auf seine Bitte wendet sich der hiesige Standesbeamte behufs Ausstellung der erforderlichen Papiere an den dortigen Bürgermeister. Die Bescheinigung trifft ein, aber in tschechischer Sprache abgesaßt, obscyon nach Versicherung des Schachtmeisters der Bürgermeister des Deutschen gut mächtig ist. Dem Gesuchsteller erwachsen durch die amtlicherseits besorgte Uebersetzung Kosten, und dazu ist die erlangte Bescheinigung wertlos, da sie nichtssagenden Inhalts und nicht verwendbar ist. Der Schachtmeister will nun die Sache sewst betreiben und hofft aur ein in Deutsch ab gefaßtes energisches Gesuch eine in derselben Sprache ausgestellte richtige Beantwortung zu erhalten.
k. Grebenau, 5. Mau Vor etwa drei Wochen fand der Jagdpächter der W a l l e r s d o r f e r Gemeindejagd, Dr. med. Schneider hier, auf seiner Jagd den ftischen Aufbruch eines Rehbockes, nachdem er am Morgen des betreffenden Tages einen Schuß in der Richtung des Fundortes gehört hatte. Die angestellten Nachforschungen haben bis jetzt noch zu keinem Ergebnis geführt.
o. Nieder-Gemünden, 8. Mai. Bekanntlich hat man in unserer Gemarkung beim Bau der Ohmthalbahn ein wertvolles T h o n l a g e r ausgedeckt. Frühere Verhandlungen, das Material zu verwenden, sind gescheitert. Neuerdings hat sich nun eine Gruppe Frankfurter Finanziers gefunden, welche beabsichtigt, in unserer Gemarkung eine Verblendziegelfabrik anzulegen, falls die Versuche mit dem Material dessen Verwendbarkeit zu Verblendsteinen ergeben. Als Preis für das in Aussicht genommene Gelände sollen 80 Pfennig bis 1 Mark für den Quadratmeter vereinbart sein.
Oberau, 7. Mai. Ein für die vier hier zusammeu- liegenden Pfarresen des Dekanats Rodheim v. d. H. — Wrenstadt, Höchst, Oberau, Rodenbach — veranstaltetes Mission § feft wurde am Sonntag Rogate hier ai)gehalten. Der Feftpredtgt des Pfarrverwalters Körbel von höchst a. d. N. lag Zlpostelgesch. 4, 20 zu Grunde: „Wir
Kunst und Wissenschaft.
Versammlung mittelrheinischer Acrzte. Für die am Pfingst- dienslag, 20. Mm, in Bad Soden a. Taunus stattfindende Versammlung der mittelrheinischen. Aerztü steht eine zahlreiche Beteiligung tit Aussicht. Zwanzig Vorträge sind angemeldet. Unter den Vorrragcnden beftnden sich außer einer Anzahl bekannter Aerzte die Prosessoren Schmidt-Bonn, Sommer-Gießen, v. Buengner- Hsnau, Brauer, Joeörn, Kraopolm und Sstarcb-Hvidetbsrg, ftäftcr
können es ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten von dem, was wir gesehen und gehört haben." Sie führte in eindringlicher Weise aus, wie der Dank für die eigene Rettung und das Mitleid mit den in der Finsternis des Unglaubens Lebenden die Christen treiben muß zur Bethäti- ining ihrer Liebe den Heiden gegenüber in _ber äußeren Mission. Darauf sprach Missionar Fl ad auf Grund von Matth. 28, 18—20 von der Arbeit, den Leiden und Erfolgen der Mission, besonders in China. Kirchenrat Kalbh enn von Burggräfenrode schloß daran, ausgehend von Joh. 10, 12—17 Ausführungen über den Stand und die Beurteilung der Misfionssache vor ungefähr 50 Jahren und über den herrlichen Aufschwung derselben bis zu einer Großmacht, mit der man jetzt aus allen Gebieten rechne, und über den Segen der Mission, mahnend zu treuem Liebes- und eigenem Opfersinn für sie. Mit herzlichem Danke für alle Beteiligung an der Feier und mit der Bitte um den Segen des großen Schirmherrn der Mission schloß der Ortsgeistliche die Feier. „
Alsfeld, 7. Mai. Auf einer der letzten Konferenzen der Geistlichen des Dekanats Alsfeld wurde die Gründung eines Dekanats-Erziehungsvereins beschlossen. Sämtliche Geistliche des Dekanats sind diesem Verein bei- getreten. Zum Vertrauensmann des Vereins wurde Pfarrer Kl in geuschmidt- Romrod bestimmt. Der Verein will den Staatsbehörden bei der Auswahl geeigneter Familien zur Erziehung verwahrloster in Zwangserziehung gegebener Kinder und Jugendlichen zur Hand gehen .
Mainz, 7. Mai. Durch die Uebernahme des alten Schützenplatzes bei Mombach durch die Militärbehörde wurde dieser Platz vor einigen Tagen von den Soldaten geebnet, um zu dein bestehenden llebungsplatz hinzugezogen zu werden. Zu biejem Zweck sind sämtliche Bäume auf dem Platz von den Soldaten umgehauen worden. In der Nähe des Schützenplatzes befindet sich nun eine Brunnen- tube für ein Fabrikanwesen, die schon seit Jahren mit großen Bäumen bepflanzt ist. Die Soldaten, in der Meinung, diese Brunnenstube gehöre noch zum Schützenplatz, haben auch sämtliche Bäume ausuudin der Nähe dieser Brunnenstube um geh au en. Der Eigentümer dieser Bäume hat daraus die Militärbehörde für dadurch entstandenen und noch entstehenden Schaden verantwortlich gemacht, da die Bäume seinerzeit angepflanzt worden sind, um die Brunnenstube und ihren Inhalt vor den Somienstrahlen im Sommer zu schützen.
ni. Marburg, 8. Mai. Auf der am 6. und 7. Juni hier stattfindenden Hauptversammlung des „hessischen S t ä d t e t a g s" wird die Gründung eines Hessischen Städtebund-Theaters zur Erörterung gestellt werden. Herr v. Bo d en h aus e n- Cassel hat die Berichterstattung darüber übernommen.
fc. Frankfurt, 8. Mai. Die Spareinlagen bei der hiesigen städtischen Sparkasse haben nach dem letzten Jahresabschluß gegen das Vorjahr um 41 Prozent zugenommen.
Frankfurt, 8. Mai. Der hiesige Polizeibericht hat eine Notiz veröffentlicht, welche em hübsches Licht auf gewisse amerikanische Verhältnisse wirft. Die Bürger von St. Louis sind aus der Suche nach zwei ihrer Stadträte, welchen man merkwürdigerweise ihre Bestechungsgelder nicht gönnt. Tie amerikanische Polizei setzt 32 000 Mark Belohnung aus die Ergreifung d er Herren aus. Der Eine scheint ein Deut- cher zu fein, er heißt Kratz, der Andere aber ist ein echter Amerikaner, denn er heißt erstens Adurell, zweitens aber ’agt der Steckbrief des Herrn Polizeipräsidenten zu seiner näheren Kennzeichnung: „Trinkt, raucht, priemt und läfte rt". Ob sie ihn danach wohl finden?
Limburg, 7. Mai. Fast in jedem Jahre gehen Schwestern aus dem deutschen MnUerhanse der Pallo- tinerinnen in Limburg in der Missionsthätigkeit nach Kamerun. Auch in dieser Woche noch werden aus dem obengenannten Mutterhause wieder drei Schwestern dorthin abreisen, sodaß sich daselbst insgesamt 20 Pallotiner- schwesteru befinden. Die Schwestern ertragen das Klima bedeutend besser als die männlichen Mitglieder der Mission, denn ind en letzten et\ Jahren süiü über 20 Priester und Laienbrüder der ^Mission den klimatischen Verhältnissen znm Opfer gefallen, während in den sechs Jahren, in denen die Schwestern daselbst wirken, nur eine gestorben ist.
Kreuznach, 6. Mai. lieber eine M ordthat berichtet der hiesige „G.-A" ans O b e r st e i n: Vor einigen Monaten kam eine geborene Obersteinerin Namens Weiß mit ihrem Töchterchen hier aus Amerika an und gab sich als unverheiratet aus. Einige Zeit nach ihrer Rückkunft verlobte sie sich mit einem verwitweten Fabrikanten Namens Wirth und zog gleich in dessen Wohnung. Einige Wochen nach der Verlobung reklamierte der ameriianische Masseur Osbal- d es ton, der bereits früher einmal mit der Weiß hier war, sie sowohl in Briefen als auch in öffentlichen Annoncen als seine rechtmäßige Frau. Montag nachmittag kam der Amerikaner von Kirn, wo er in einem Hotel Wohnung genommen hatte, hier an und ging vor die Wohnung des Wirt, um sein Töchterchen und feine Frau mitzunehmen. Wirth jedoch verweigerte die Herausgabe, worauf der Amerikaner einen Revolver zog und Wirth mit drei Schüssen nieder ft reckte; einem zu Hilfe kommenden Arbeiter Baumhard schoß er in den Hals und verwundete ihn schwer, sodaß auch an dessen Aufkommen gezweifelt wird. Der Mörder wurde spät abends in Baumholder verhaftet und heute dem Amtsgericht in Oberstem zugßführt.
und Ranberg-Marburg, Freund-Straßburg und Hofmeier-Wurzburg. Nach dem Empfange der Gäste in der „Schönen Aussicht rotrb ein Rundgang durch die Anlagen und Kureinrichtungen unternommen Zwischen 2 und 4 Uhr Verträge. Daran schließt sich ein gemeinschaftliches Essen im Kurharrse und Konzert im Parke.
Man schreibt aus Freiburg i. B.: Die hiesige Universität wird in diesem Semester über 1800 S.kudirende haben. Vor wenigen Jahren erst hat die Stadt anläßlich der Einkehr des 1500. Studenten ein prächtiges Fest veranstaltet. Unter den 100 immatrikulierten Medizinern befinden sich zwei Damen. Am Mittwoch veranstaltet die Freiburger Studentenschaft aus Anlas; des Großherzog-Jubiläums einen Jestkommers. — Tie Redaktion der „Götlinglschen Gelehrten Nachrichten", die durch die Berufung des bisherigen Leiters, Professors Tr. Georg Wentzel, an die Universität Marburg, sreigeroorden ist, wurde von der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen dein Privatdo^enteii für germanische Philologie, Dr. M e i ß ii e r in Göllingen, übertragen.
Rothenburg o. d. T. Tie "Aufführung des historischen F e st s p i e l s findet am 19. Mai (Pfingstmontag) mit darauffolgendem Festzug und Feldlager statt. Durch Einlegen von Extrazüge n aus Nürnberg und W ü r z b u-, r g, welche abends wieder zurückgehen, ist es den Besuchern ermöglicht, friih abrelsen, das Festspiel mit Zug und Feldlager besuchen und nachts wieder zu Hause sein zu fönncii.
Handel unD Verkehr. Dolkbwirlschafl.
Wächtersbach-BAsteiner Kleinbahn-GefLlljchafr Att.-Gef. Wie man uns bericht er, hat das am 1. 2lp ril geschlossene Betriebsjahr eine Einnahme von 74 254 Mk. erbracht gegen 59 568 im Vorjahr. . .
Die „Union" Allgemeine Versicherungsge^ellfchast m Berlin schließt in 1901 mit einem Ueberjchuß von 228703 Mark (i. V. 201030 Mk.). Hiervon erhält die Präniienreserve 31000 Ä (i. V. 30 000 Mk.), die Dispositions- und Divideildenreserve 50000 Mk. (40000 Mk.), die verschiedenen Beamtenfonds 30 200 Mk. Die Dividende betragt 10 Proz. (wie i. V.)
ClettrizitätSgefellschaft vorm. Schuckert. In neunter Zeck verlieren sich rnieber Mitteilungen in die Presse über Unterhandlungen der Schuckertgesellschaft und der Allgemeinen Elettrizttäts- gesellschaft. Es heißt, daß immer noch nach einem Modus gejucht würde, der eine Annäherimg oder sinanzielle Vereinbarung ermögliche. Wir sind der Ansicht, daß es in absehbarer Zeil weder zum Einen nod) zum Andern kommt, denn weder die 9türnberger noch die Kontinenialgesellschaft sind in der Lage, für das abgelaufene Jahr eine Dividende verteilen zu können und mit ziemlicher Sicherheit kann gejagt werden, daß es auch für 1902/3 nichts giebt. Was sollte die Allgemeine Elektrizitatsgesellschaft veranlassen, eine geradezu notleidende Gesellschaft ins Schlepptau zu nchmen?
Vereinigte Schweizerbahuen. In der letzten Sitzung des Verwaltungsrals ivurden u. A. solgende Anträge angenommen: Am 1. Juli 1902 wird für jede Prioritätsaktie gegen Abgabe der Betrag von 534 Fr. gezahlt. Den Stammaktionären wird freigestellt, ' eiitweder für je zwei Stammaktien eine Bundesbahnobliga- tion im Nennwerte von 1000 Franks mit Koupon über die vom 1. Juli 1902 an laufenden Zinsen zu beziehen oder den Erlös der mcht zum Umtausch gelangenden Bundesbahnobligationen zu verlangen. Außer den Bnndesbahnobligationen oder ihrem Erlös erhalten die ©tammaftionäre per Aktie am 1. Juli 1902 eine Baar- entschädigung von 23 Fr.
Luxemburgische Priuee Heuri-Bahu. Aus dem Geschäftsbericht pro 1901 i|t noch zu erwähnen, daß infolge unvorhergesehener Umstände, unter Ariderem der schlechten Boderwerhältnisse an der Linie Luxemburg-Pettiiigen die Baukosten dieser Lime die Voranschläge überschreiten werden, so zwar, daß der Erlös aus der Ausgabe der 10000 Obligationen, wozu die Generalversammlung vom 9. Niärz 1901 die Ermächtigung erteilte, zur Deckung der Ausgaben nicht vollständig hinreichen wird und der Verwaltungsrat somit für den Fehlbetrag anderweitige Deckung wird suchen müssen. — Die Aktien der Prinee Henri-Bahn gehören stets zu den Papieren, die starken Schivankungen unterworfen sind. Auf die obigen Alüteilungen des Geschäftsberichts sind dieselben wieder um einige Punkte zurückgegangen.
Arraugemeut. Die Salpeter-Importfirma Cäsar Wehrhan hat ihre Zahlungen wieder ausgenommen. Es wurde ein endgültiges Arrangement getroffen.
Zufammeugebrocheue Gründung. Im Jahre 1900 wurde in Budapest eine Atzrogasgesellschast mit einem Aktienkapital von 2 Millionen Kr. gegründet. Dieselbe hat in den 2 Jahren ihres Bestehens so riesige Verluste erlitten, daß nunmehr der Konkurs vom Gerichtshof verhängt werden mußte.
Bom rheinifch-westphälifchen Kohlensyudikat. Die Gewerkschaft „Deutscher Kaiser" hat sich nunmehr grundsätzlich bereit erklärt, dem Kvhlensyndikat beizutreten. Die Gewertschaft stellt ie- doch insbesondere die Bedingung, daß die Möglichkeit der Bewilligung von Erhöhungen von Beteiligungsziffern, speziell beim Abteufen weiterer Schächte erheblich erschwert rotrb und nicht für jeben neuen Schallst 120000 Tonnen Mehrbeteiligung bewilligt iverden, wie dies bisher geschehen ist. . .
Die Oberrheinische Bersicherurrgsgesellfchaft m Mannheim wird 8 Prozent Dividende gegen 7 Prozent im Vorjahr in Vorschlag bringen.
Limburg a. d. L„ 7. Mai. Fruchtmarkt. Durch» schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.78 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.80 Alk., Gerste 9.30 Mk., Hafer 8.36 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
Arbeiterbewegung.
Kopenhagen, 6. Mai. Nach Aeußerunaen verschiedener Schiffsrheder gedenkt der Rhederverein auch nach der Aufhebung des Ausstaiides feitenS der Fachvereine an feinem Beschluß festzuhalten, keinen Seemann und Heizer eines Fachoerems anzunehmen. Einzelne Rheder meinen, man könne gegenüber den Hafenarbeitern einen anderen Standpunkt einnehmen.
Schiffsuachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
In Gießeti vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 6. Mai. (Per transatlantischen Telearaph.) Ter Doppelschranben-Postdampfer „Bremen", Kapitän R. Nierich, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 3 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
„Red Star Linie" Antwerpen.
Der Postdampfer „Southwark" der Red Star Line, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 6. Mai wohlbehalten in Newyork angekommen. _
Der Postdampser „Nederland" der Med Star Lime ut Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Mai wohlbehalten m Philadelphia angekommen. ,
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