Ausgabe 
9.4.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 82

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem kesfischen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Univers.-Buch- u-Stein- druckerei lPietsch Erbens Redaktion. Expedition und truderet: Schul st ratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Kkrnsprkchansckluß Nr. 51.

Zweites Blatt.

152. Jahrgang

Mittwoch 9. April 1903

GietzenerAiMiaer

General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eießen

vezugSpreiSt monatlich 7b Pf., viertel- jährlich Pik. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen moiivtlich 6o Pf.; durch dlePost Mk.2. Diertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für »Stadt und Vanb* und ,(Äerlchtssaal":R.Ditt- mann; für den An­zeigenteil: §>anS Beck.

Pie öeutige Kummer umfaßt 10 Seiten.

Maldersees 70. Keburtstag.

Tie große Geburtstagsdankrede des Grafen Waldersee haben wir gestern bereits im wesentlichen unfern Lesern Mitteilen können. Heute haben wir über den Verlauf des Tages noch einiges nackzutragen.

Ter Kaiser ließ dem Grafen Waldersee durch den Kabinettsrat Geh. Regierungsrat Mießner als Geburtstags­geschenk einen silbernen Tafelaufsatz überreichen. Ter Jlüaeladjutant des Kaisers Oberstleutnant Böhn über­brachte mündlich die Glückwünsche des Kaisers. Gegen 1 Uhr mittags traf gestern ein Telegramm des Kaisers ein. Es lautet:

Zu Ihrem Geburtstage sende Ich Ihnen Meine herz­lichsten Glück- und Segenswünsche. Möge Gottes Gnade Sie Mir und dem Vaterlande noch lange in voller Frische erhalten. Wilhelm.

Kaiser Franz Josef sandte dem Grafen folgendes Telegramm:

Freudig bewegt entbiete ich Ihnen zu Ihrem 70. Geburtsfeste, welches Sie heute in vollster Schaffenskraft und Rüstigkeit feiern, meine herzlichsten und aufrich- tiysten Glückwünsche. Möge es dem Allmächtigen gefallen, Sie noch recht lange Ihrem Kaiser und dem Vaterlande zu erhalten. Ihr Franz Joseph.

Es gratulierten f.rner bi. P.irrten Hein.ich und A br cht von Preußen, der Prinzregent von Bayern, der König von Sachsen, der Großherzog und die Großherzogin von Baden, der Gro ß Herzog von Hessen, der Herzog und die Herzogin von Anhalt sowie zahlreiche andere Fürstlichkeiten, Staatssekretär v. Tirpitz u. a. Das Ostasiatische Expedi­tionskorps sandte ein Album mit den Bildern sämtlicher Offiziere, auch der ausländischen, die an der Expedition teclnahmen. Eine Offiziersdcputation des 9. Feldartillerie- Regiments in Itzehoe unter Führung des Regimentskom­mandeurs überreichte Bilder des Offizierkorps und der Kasernements in Itzehoe. Schon früh begannen die Regi­mentsmusiken mit ihren Vorträgen. Später marschierten die von einer Hebung zurückkehrenden Königs-Ulanen im Parademarsch an der Villa des Grafen Waldersee vorbei. Mittags fanden die Musikvorträge vor der Villa ihre Fort- etzung. Hm 6 Uhr 30 Min. fand in der Villa Familien- >mer statt, zu dem auch einige Freunde des Hauses ge- aden waren.

Deutsches Deich.

Berlin, 8. April. Ter Kaiser hörte heute im Schlosse die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts und des Chefs des Admiralstabes. Heute Abend nahm der Monarch das Tiner beim Chef des Marinekabinetts v. Senden-Vibran ein.

Tas Deutschtum des deutschen Reichs­kanzlers nachzuprüfen, hält derVorwärts"gerade jetzt, wo in Nordschleswig Leute ausgewiesen werden, die seit vielen Jahren als deutsche Unterthanen gegolten haben, wo für jeden unbequemen Nordschleswiger die Staatszugehörig­keit an dem dünnen Faden juristischer Finessen hängt", nicht für uninteressant. Und da findet er denn, daß noch der Vater unseres Reichskanzlers Däne, der Sohn eines dänischen Beamten war und erst 1873 die deutsche Reickszugehörigkeit erlangte. Bernhard Ernst von Bülow, der Vater des Reichskanzlers, richtete am 10. Okt. 1873 folgenden Brief an Bismarck:

Eure Durchlaucht wollen mir gestatten, der offi­ziellen Meldung meines Dienstantrittes vor allem die Bitte hinzuzufügen, mir das Vertrauen zu bewahren, dem ich diese Stellung und das volle Heimatsrecht im deutschen Reiche danke. Hr. v. Balau hat mich in diesen Tagen sehr zuvorkommend und sehr instruktiv in den Gang und die Pflichten der laufenden Geschäfte eingeführt. Die Tage sind mir aber besonders deshalb nützlich und lieb ge­worden, weil ich in der Werkstatt sofort Hand und Geist des Werkmeisters in Aktion fand und in deren belebender und erleuchtender Erkenntnis meinen Weg schon finden werde."

Graf Bülow soll auch jetzt noch die dänische Staats­angehörigkeit besitzen.

Landtagsabg. Direktor Dr. Krieger in Königs­berg ist nach derBerl. Ztg." als Kandidat für den Posten des Berliner zweiten Bürgermeisters ausersehen

Der Reichstagsabg. Letocha vom Zentrum wird bei den nächsten Wahlen nicht wieder kandidieren. Er ver­tritt jetzt den Wahlkreis 6, Oppeln.

Die geplante Kundgebung von Mitgliedern der kommunalen Körperschaften gegen die Ge^ treidezölle ist noch nicht zustande gekommen. Es scheint sich eine ganze Reihe von Städten gegen das Projekt ablehnend zu verhalten. Von vielen Städten sind Antworten immer noch nicht eingetroffen, und schon ist in der Presse von mehreren Städten berichtet woröen, daß sie sich gegen das Projekt ausgesprochen haben.

Infolge eines Erlasses des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten über die Aufstellung von Hilf- zügen für Eisenbahnunfälle sind an 249 Sta­tionen Hilfsgerätschaftswagen ausgestellt. Auf die einzelnen Tirektionsbezirke sind die Wagen selbstverständlich ver­schieden, dem Umfange des Verkehrs entsprechend, verteilt. An einzelnen Stationsorten sind mehrere solcher Wagen aufgestellt.

Eine Versammlung von 2000 Tischlermeistern genehmigte mit großer Mehrheit den von mehreren Verst bänden verfaßten Beschluß, alle Arbeiter, die am 1. Mai feiern, bis zum 5. Mai auszusperren und vor dem 12. Mai in keinem Konkurrenzbetriebe wieder anzustellen.

gestrigen Datum Thielen wird beabsichtigt, den

Politische Tagesschau.

Der preußische Landtag nach den Ferien.

Burenkrieg.

In liberalen Londoner Kreisen wird behauptet, daß die englische Niedcrlagebei Boschmauskop be -

D. B. Hd. meidet uns unter dem aus Berlin: Der Eisenbahnminister v. heute aus Meran zurückerwartet. Er

deutender gewesen ist, als amtlich zugestanden wird. Tie Burenkolonne unter dem Kommandanten Albert habe 50 englische Dragoner und Husaren ge­fangen genommen, aber nach Slbnahrne ihrer Waffen und Munition wieder freigelassen.

Herrn Piet D e iv e t, den Bruder des großen Buren­generals, haben wir kürzlich an dieser Stelle unseren Lesern genügend charakterisiert. Heute wird aus Bloemfontein ge­meldet, daß dieser Volksverräter mit Genehmigung Lord Kitcheners ein BurenkorpsinenglischenDieustcn im Gebiete des Oranjestaates gebildet hat! Wer dem Korps sich anschließt, erhält besondere Beihilfen für die Rückkehr auf seine Fann nach Beendigung des Krieges! Trotz dieser englischen Beihilfen wird diesesKorps" aber zweifellos wenig Anhänger finben!

Im englischen linterhause fragte Mae Deagk an, ob die deutsche Regierung irgendwelche Mitteilungen an das Auswärtige Amt oder Lord Kitchener in Betreff der angeblichen Ermordung des deutschen Missio­nars Heese gerichtet habe. Staatssekretär Cranborne er­widert, an das Auswärtige Amt sei keine solche Mit­teilung gelangt und dem Staatssekretär des Krieges liege keine Jnsormation vor, daß eine derartige Mitteilung Lord Kitchener gemacht worden wäre. Tas wäre eine schwere Unterlassungssünde des deutschen Auswärtigen Amtes, allerdings aber wohl eine Folge der Fruchtlosigkeit aller ähnlichen deutschen Vorstellungen in London.

Ter holländische Ministerpräsident Tr. Kuh Pers hat Teutichlaud wieder verlassen und sich nach dem Haag be­geben. Vor seiner Abreise hatte noch der Vertreter einer amerikanischen Zeitung eine Unterredung mit ihm, in der Tr. Küppers bemerkenswerte Mitleilungen über Amerikas Stellung zum südafrikanischen Krieg machte. Ter Minister meinte, daß die Verein igte n Staaten zu Gunsten der Buren nicht interve niert hätten in dankbarer Erinnerung der britischen Unterstützung, die ihm England vor und während desspanischen Krieges geleistet hat. Bei Erörterung der Friedensfr,age sagte Dr. Küppers: Die Buren im Felde könnten ihre jetzige Wider- st a n d s f ä h i g k e i t noch aus 10 Jahre erhalten. Die überwältigende Wucht des britischen Heeres müsse fort» fahren, sich auf die Defensive zu beschränken. Tie offen­siven Truppen, wie Kitchener sie verwenden könnte, seien kleine Truppenkörper von 1000 oder 2000 Mann, mit denen die Buren jederzeit fertig würden. Waffen, Munition und Lebensmittel würden zur Verfügung der Buren bleiben, solange die britischen Konvois sich bemühen, ihre defensive Stellung zu verlassen und sich gleichzeitig im offenen Felde zu versuchen.

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 9. Zlpril 1902.

** AzneZ Sorma kommt nach Gießen! Agnes Sorma, heute wohl die größte deutsche Bühnenkünstlerin, deren Ruhm

Etat der Eisenbahnverwaltuiig bei den morgen beginnenden Verhandlungen im preuß. Abgeordnetenhause persönlich zu vertreten.

Tie Eisenbahnfrage bildet nach dem noch unerledigten Etat die Ausgabe für das preußische Abgeordnetenhaus. Ferner hat sich die Kommisjioli zu beschäftigen mit dem Gesetzentwurf über die juristischen Prüfungen und die Vorbereitung zum höheren Justizdienst. Hoffentlich gelangt dei? ebenfalls in der Kommission be­findliche Gesetzentwurf, welcher der Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden durch Reklamen ein Ende machen soll, noch in der gegenwärtigen Tagung zur Verabschiedung. Es ist hoch an der Zeit, Geschmacklosigkeiten nach amerikanischem Muster, die ehe­mals schönen Landschaften vielfach geradezu einen gro­tesken Charakter verleihen, energisch zu beseitigen und für die Zukunft zu verhindern. Man hat schon zu lange oamit gezögert. Von den Initiativanträgen der Parteien im Abgeordnetenhaus wird insbesondere der Antrag Graf Limburg (kons.) wegen Verstärkung des landwirtschaftlichen Zollschutzes ausgedehnte und bewegte Erörterungen her- beisühren. Tie preußische Regierung wird wobt keine andere Antwortt erteilen, als die hessische, nämlicy daß sie sich außer stände sieht, im Bundesrat für höhere Getreide- und Viehzölle einzutreten, wie im Zolltarifentwurf vorge­schlagen sind. Aber man stellt ja auch diese Anfragen keineswegs, um Auskunft zu erlangen, sondern umvor bem Lande" zu konstatieren, wie schwer die Regierunge- die .<2 off nun gen der Landwirtschaft enttäuschten.

Gras Posadowsky that gestern in der Zolltarif­kommission den bitteren Ausspruch, schließlich würden die exorbitant erhöhten Zolltarifsätze vom Auslande nicht mehr ernst genommen werden, was die handelspolitischen Unterhandlungen sehr erschweren werde. Tas war so deutlich als höflich, wenn auch ein klein wenig ungeduldig.

Hni zum preußischen Abgeordnetenhaus zurückzukehren, sei erwähnt, daß noch die Interpellation d-s Zentrums wegen Verbots einer öffentlichen Versammlung unter Ge­brauch der polnischen Sprache bevorsteht, wobei auch schlechterdings nichrs neues für und wider den Polonis- mus gesagt werden kann. Von den freisinnigen Anträgen sind bemerkenswert der auf Einführung der fakultativen Feuerbestattung und auf Aufhebung der Landestrauer-Be­stimmungen gerichtete. Vor Pfingsten soll der preußische Landtag geschlossen werden.

Ausland.

London, 8. April. Ter frühere liberale Minister Lord Kimberley ist heute gestorben.

Eine heute an die Zollbehörden in allen Häfen gerichtete besondere Verfügung untersagt die Erteilung der gewöhnlichen Eiiifuhrerlaubnis für alle Schiffe, welche mit zollfreien Waren ein - laufen. Tie Regierung betrifft nicht allein Bauholz, sondern alle Waren, welche jetzt zellfrei sind. Man ver­mutet, daß der Zweck dieser Verfügung ist, die Geheim­haltung der Pläne des Schatzkanzlers zu sichern.

Liverpool, 8. April. Hier sind Gerüchte im Um­lauf, daß der nächste Etat Vorschläge erhalten würde, d^n Zoll auf Zücker zu verdoppeln.

Brüssel, 9. April. Gestern abend kam es nach Schluß einer Versammlung, in welcher der sozialistische Abg. Vandervelte eine aufreizende Rede gehalten hatte, zwischen einer Masse von 1500 Sozialisten und der Po­lizei zu einem Zusammenstoß. Zwei Polizisten und ein Sozialist wurden verwundet. An einem anderen Punkt der Stadt versuchten die Manifestanten an die Bureaux eines katholischen Blattes Feuer zu legen. Tas Feuer wurde sogleich gelöscht. Ein Haufe Manifestanten zog nach dem Palais des Prinzen Albert. Die Polizei sperrte die Straßen ab, und schritt mit blanker Waffe ein. Drei Manifestanten wurden verwundet.

Luxemburg, 8. April. In der heutigen Sitzung der Kammer machte Staatsminister Eyschen folgende Mit­teilung: Ter Gesundheitszustand des Groß- Herzogs legt ihm große Schonung auf, andererseits will er eine Störung der ganzen Staatsgeschäfte ver­meiden und ernennt darum traft der Verfassung den Erbgroßherzog zum Statthalter. Ter Erbgroß- herzog nimmt die Mission an und läßt die Kammer ersuchen, einen Ausschuß zu ernennen, in deren Hände er den vorgeschriebenen Eid leisten will. Die Kammer loste darauf eine Kommission von 7 Mitgliedern.

Paris, 8. April. In Charenton entstand bei einer Mähler-Versammlung eine große Schlägerei zwischen Republikanern und Nationalisten. Der frühere Abg. Gaudy, dessen Frau und Kinder der Versammlung beiwohnten, wurde schwer verwundet, ebenso wurden Frau und Kinder des Abgeordneten derart zugerichtet, daß sie nach einem Hospital gebracht werden mußten. Ter Kampf dauerte über eine Stunde. Im ganzen wurden 30 Personen mehr oder minder schwer verwundet.

Venedig, 8. April. Reichskanzler Graf Bülow ist heute nachmittag nach Berlin ab gereift. Die Gräfin Bülow ist vormittags mit ihrer Mutter nach Rom gereift.

Bern, 8. April. In der Beratung des Z o l l t a ri f - gesetzes lehnte der Nationalrat den Antrag ab, durch den die Bundesversammlung ermächtigt werden sollte, nach Abschluß neuer Handelsverträge oder falls sich deren Slb- schluß als unmöglich erweisen sollte, unter Ausschluß des Referendums einen selbständigen Gebrauchstarif mit niedrigen Ansätzen aufzustellen.

Wien, 8. April. Abgeordnetenhaus. Minister­präsident Tr. v. Koeroer stellt auf Grund authentischer Informationen fest, daß die Meldung von einer angeb­lichen Spende von 200 000 Mark seitens derRegier -- ung Hessen-Darmstadt für die Zwecke des deutschen Schulvereins in Oesterreich-Ungam jedweder Grund­lage entbehrt und auch bereits in aller Form de­mentiert wurde. Solche Meldungen, die zu agitatorischen Zwecken absichtlich erfunden und verbreitet würden, seien überhaupt mit der größten Vorsicht aufzunehmen. In Beantwortung einer Interpellation der Abgg. Jaworski und Breiter, betreffend die angeblichen Aus weis un gen polnischer Studenten aus Preußen, betont der Ministerpräsident, daß nach den an zuständiger Stelle einge^ogenen Informationen die der Interpellation zu Grunoe liegenden Gerüchte den Thatsachen nicht ent­sprechen. Ein allgemeiner Erlaß der preußischen Regier­ung wegen der Ausweisung slavischer Studenten sei nicht ergangen; es seien nur in Posen und Schlesien in der letzten Zeit einige Relegierungen vorgekommen. Die falschen Gerüchte seien offenbar darauf zurückzuführen, daß vor einiger Zeit 34 junge Leute, zumeist Hörer der Berliner Universität, wegen erwiesener Zugehörigkeit zu unerlaubten Verbindungen, nicht aber wegen ihrer Nationalität, aus Preußen polizeilich ausge­wiesen wurden. Bon den Ausgewiesenen seien übrigens nur fünf Angehörige der österreichisch-ungarischen Mo­narchie^

Sodann wurde eine Resolution gegen die Erhöhung der Holzzölle angenommen, in der auf die steigenden Erträge der deutschen Forsten, auf die Unentbehrlichkeit gewisser ausländischer Holzsorten und auf die mit einer Erhöhung der Zölle verbundene Schädigung gerade der im Kleinbetriebe und Mittelstände thätigen Gewerbetreiben­den hingewiesen wird.

Mannheim, 8. April. Der Vorstand des Lokal­komitees für den deutschen Katholikentag trat am Samstag zusammen. Ter Vorsitzende der Nednerkommission, Professor Meck, erstattete Bericht über deren Thätigkeit. Tie Vorarbeiten sind bis zur Feststellung der Themata und Einladung der Redner gediehen. Tie bezüglich der Benutzung der städtischen Festhalle aufgetauchten Zweifel sind endgiltig beseitigt. Durch Stadtratsbeschluß vom 4. April ist dem Antrag ftattgegeben worden. Die Festhalle wird dem Komitee für die Zeit vom 24. bis 28. August überlassen.