Ausgabe 
9.1.1902 Erstes Blatt
 
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Direktion: Grossh. Univ.-Musikdirektor 6. Trautmann. Solist: Hugo Oushoorn (Cello).

Orchester: Verstärkte Homburger städtische Kurkapelle.

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Der Voranschlag der Armenkasse und der Plock'schen Stiftung für 1902/1903 liegt zu jedermanns Einsicht acht Tage lang auf dem Armenamt offen.

Gießen, am 7. Januar 1902.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

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Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehr- ordnung werden alle im Jahre 1882 geborenen Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welche dieses Alter bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder der der Musterung in 1901 zurückgestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschafts- veamte, Handlungsgeyilfen, Lchrlinge, Hairdwerksgesellen, Dienst­boten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aus­halten, hiermit ausgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Rainen in die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis L Februar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimnier Nr. 13 zu melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihre« Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Standes­amt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren Lofungsschein vorzulegen.

Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Hast bis au drei Tagen belegt, von der TeiMahme an der Losung ausgeschloffen, und ihrer etwaigen Ansprüche aus Zurückstellung usw. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Pteldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet, ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, pos. 2, Lit. a, b, o, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind; ver­spätete Gesuche können keine Berücksichtigung finden.

Gießen, den 3. Januar 1902. 364

GrohherKogliche Bürgermeisterei Gießen.

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Hattenrod, den 7. Januar 1902.

Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod.

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