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8.12.1902 Erstes Blatt
 
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bekanntmachung, "bett, die Bevollmächtigung deS Staatsministeriums mit der vorübergehenden Vertretung Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs, vom 3. Dezember 1902:

Unter Bezugnahme auf den Allerhöchsten Erlaß obigen betreffs von heute wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Vertretung Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs in Ausübung Allerhöchstdessen Regierungsrechte in Ange­legenheiten, die nach den Verordnungen, die Organisation der ,'bersten Staatsbehörde betr., vom 15. Marz 1879 und vom . August 1896 autzschließiich zu dem Geschäftskreis einer bet innerhalb des Staatsministeriums bestehenden Ministerien gehören, von diesem Ministerium, in allen übrigen An­gelegenheiten von dem Staatsministerium wahrgenommen verden wird.

Darmstadt, den 3. Dezember 1902.

Großherz oqliches Staatsministerium. Rothe. Dittmar. Gnauth.

Valckenberg.

Tie Stellvertretung des (tzrohherzogS.

Das neueste Regierungsblatt veröffentlicht, wie schon Iburch eine Drahtnachricht im Sonntagsblatte mitgeteilt, einen .allerhöchsten Erlaß über die Bevollmächtigung deS Staats- Ministeriums mit der vorübergehenden Stellvertretung Sr. königlichen Hoheit deS GroßherzogS. Der Erlaß lautet:

Ernst Ludwig von Gottes Gnaden Groß- Herzog von Hessen und bei Rhein rc. ic.

Da Wir durch eine überseeische Reise für einige Zeit an Ser Erledigung der Regierungsgeschäfte verhindert sein wer­den, so erteilen wir hierdurch auf Grund des Artikels 10 des »Gesches, die Regentschaft betreffend, vom 26. März 1902 Unserem Staatsministerium Vollmacht, Uns für die Dauer Anserer Abwesenheit auS dem Großherzogtum in der Aus­übung Unserer Regienmgsrechte zu vertreten. Wir ermäch­tigen zugleich Unser Staatsministerium, wegen dieser Ver­tretung nähere Anordnungen zu treffen, insbesondere auch zu .'bestimmen, daß die Vertretung in Angelegenheiten, die nach ben Verordnungen, die Organisation der obersten Staats­behörde betreffend, vom 15. März 1879 und vom 1. August 1896 ausschließlich zu dem Geschäftskreis eines Unseren Ministerien gehören, von diesem Ministerium wahrgenommen werden kann.

Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beige­drückten Großherzoglichen Siegels.

Darmstadt, den 3. Dezember 1902.

(L. 8.) Ernst Ludwig.

Rothe. Dittmar. Gnauth.

Volltische Wochenschau.

Mehr als je waren in der vergangenen Woche die Blicke der Deutschen, ja von ganz Europa, auf den deutschen Reichstag gerichtet. Immer mehr ist's der Zolltarif der die Reichsboten zur Beratung zusammenhalt. Rach sechstägiger Geschäftsordnungsdebatte hat man sich end­

lich darüber geeinigt, daß der Antrag v. Kardorff, der die en block-Mnnahme sämtlicher 914 Positionen des Zolltarifs vorsieht, zulässig sei. Das war für die Linke der Moment < der wütendsten Obstruktion, der tumultuarischsten Szenen, wie sie der Reichstag noch nie gesehen. Alle Augenzeugen sind darüber einig, daß die Reichstagsberichte nicht im entferntesten imstande wären, ein auch nur einigermaßen anschauliches Bild von dem wiederzugeben, was sich rn diesen Tagen im deutschen Parlament zugetragen. Hat man während der Beratung die Wochen hindurch die Linke, ins­besondere durch den unvermeidlichen Singer, die Obstruk­tion recht fleißig geübt, so war es doch das reinste Kinder­spiel, was seit Dienstag geschehen ist. Zunächst Antrag auf Antrag, daß eine solche Verwirrung herrschte, daß kaum noch jemand fähig war, zu erkennen, was der Gegenstand der Verhandlung, was der Kern der » st immun g war. Oder wer vermag sich darinnen zurecht zu finden, was der Mg. Bebel beantragte:Ich beantrage, über den Antrag auf Nichtzulässigkeit des Antrags über Nebergang zur Tagesordnung die namentliche Abstimmung". Roch mehr solcher Ungeheuer erzeugten die Verhandlungen, zugleich bei ohrenbetäubendstem Lärm, und dadurch war die Phase der Farce durchschritten und der Reichstag selbst zum förmlichen Kampfplatz geworden. Herr Paul Singer, neben Stadthagen die auffälligste Erscheinung_\m Reichs­tage, als wagemutigster Reiter, als tollkühnster Führer, so wie's sichs gehört, allen voran, und hinter ihm der paukende Chor der Rhabarberleute, der Antrick und Gothein, der-Ulrich und Reißhaus, den Präsidialtisch erstürmend, ins gefährliche Gefecht mit dem Präsidenten eingehend, dieser selbst sich wahrend durch den grellen Ton der Glocke, und über all diesem Kämpfen und Ringen, dem Gewirr und dem Donner, der die Luft erzittern macht, thront Herr Spahn, wie von einem erhöhten Punkte als Sachverständiger den einzelnen Bewegungen und Operationen zuschauend, thatsächlich aber eine Rede haltend, die kein Mensch ver­stehen kann, bis endlich Herr Singer erlag und das Ge­fecht abgebrochen wurde. Roch ist er nicht tot, noch will der bewährte Kämpe sich erheben, seine Freunde jedoch tragen ihn fort und unter Bebels Händen giebt er seinen Geist auf an den Verhandlungen darf er keinen Anteil nehmen.

Einer steht zähneknirschend zur Seite, sein Herz ist geteilt und möchte zerspringen angesichts dessen, was sich hier zuträgt. Eugen Richter ist's, der Verteidiger des Parla­mentarismus, der eifrigste Vertreter des Freihandels. Keiner Partei kann und wlll er sich mit seinen Mannen, die im Laufe der Jahrzehnte ihm geblieben, anschließen. Das schroffe Gebühren der Linken, mit der er so oft Schulter an Schulter gestritten, widert ihn ebenso an, wie ihm die Rechte mit ihrem großen Eifer, den Zolltarif durchzu- brtngen, unsympathisch ist. Rur einmal hat er sich erhoben, er, der Riese, gereizt durch die Mückenstiche, und gewaltig zahlte er heim. Niemand konnte es so thun, wie er, denn sachlich stand er auf der Seite seiner Gegner. Vor seiner scharfen, zwingenden Logik mußten alle verstummen. Er konnte darauf Hinweisen, daß niemand und nichts anders die auseinanderstrebenden Mehrheitsparteien zusammen- aeschweißt und so erst zum richtigen Gelingen des Zolltarifs lhr bestes gethan habe, als die Obstruktion der Linken, die sich dadurch der gröbsten Verletzungen der von ihr stets hochgehaltenen parlamentarischen Freiheit schuldig gemacht.

.Der deutsche Reichstag soll nach unserer Meinung ein

Muster sein in korrekten Formen des Parlamentarismus", so schloß der Gewaltige von Hagen seine Rede, m der die ranze Heuchelei des Radikalismus und des nut ihm ver­bündeten weiblichen Freisinns ans Licht gestellt wurde. Und in der That, nichts macht einen unangenehmeren Eindruck, als meiw Singer sein gefährliches Spiel dadurch zu recht- ertigen sucht, daß er die Sozialdemokratie als dazu be­rufen erachtet, Hüter der Geschäftsordnung, Stutze des Parlamentarismus, Verfechter des Rechts, des Gesetzes und er Ordnung zu sein, die nicht dazu beitragen will, noch nicht einmal indirekt, die Würde und daS Ansehen deS Parlaments herabzusetzen, wenn Singer seinen Gegnern, die die Mehrheit haben, Vergewaltigung vorwrrft und Ausdrücke entgegenschleudert, wiedie Mehrhcitsparteren hätten die Diktatur des Zollwuchers eingeführt", und der Vorwärts" in getreuer Nachfolge von den Preßsöwlmgen des Zollterrorismus schreibt. Und dabei geht derselbe Herr Singer in seiner unberufenen Zensorschast so wert, daß er bestimmen will, ob und wie lange ein Redner zu sprechen hat, daß er den Gang der Debatte vorschreiben wrll, und wenn es nicht nach seinem Willen geht, so verfügt er über ein solches Heer lärmender Genossen, daß die Ver­handlung abgebrochen und er selbst, der Vorsitzende der Geschäftsordnungskommission, kalt gestellt werden mutz. Unseres Wissens ist ein solcher Fall fett Bestehen des deutschen Parlaments nocb nicht vorgekommen, und der Reichstag hat sich, dank einer revolutionären Minderheit^ noch nie so unfähig gezeigt, wie jetzt, sodaß der Wunsch Richters verständlich wird, wenn im deutschen Reichstag österreichische Zustände einreißen sollten, möchte er nicht fernerhin die Ehre haben, Mitglied dieses hohen Hauses zu sein. ,

Das englische Parlament hatte im Jahre 1881, durch die irischen Debatten hervorgerufen, ähnliche Verhältnisse, wie jetzt wir in Deutschland, aber praktisch, wre die Eng­länder nun einmal sind, wurde von der Mehrheit schnell ein Gesetz gemacht, das dem Präsidenten die Macht grob Abgeordnete, die sich nicht fügen wollen, von der wertereii Debatte auszuschließen und zwar von einer Woche bis zu einem Monat. Hierin verrät sich ein ganh gesunder Sinn. Es stellt sich darin ein ganz gesundes Mettel bar, Mienen zu verhindern, die nur zu dem Zwecke arrangiert werden, bte Gesetzgebung lahm zu legen. Die Mehrheit des deutschen Reichstages wird es zunächst mit einem gelinderen Mittel versuchen. Es wird von ihr ein Antrag präpariert, der dem Präsidenten die Vollmacht geben will, Reden zur Ge­schäftsordnung auf die Dauer von fünf Minuten zu be­schränken und auch selbständig zu entscheiden, wieviel der­artige Reden zu einer Frage zugelassen werden sollen. Es erscheint uns fraglich, ob man damit das erwünschte Ziel erreichen wird. Unsere ganze Geschäftsordnung ist, dem deutschen Geiste entsprechend, auf Obstruktion nicht zuge- schnitten, denn Obstruktion ist so wenig deutsch, wie ihr - Name. Wenn aber ausländische Gepflogenheiten in deutsche . Parlamente Einzug halten, wird die deutsche Mehrheit, wenn i auch notgedrungen und ihr eigenes Wesen verleugnend, , zu Mitteln ihre Zuflucht nehmen müssen, die der Ver- schleppungstaktik einer Minderheit wehren.

Während der deutsche Reichstag einen Hausstreit ganz i ungewöhnlicher Art führt, bei dem die Regierung als . staunender Zuschauer figuriert, erwachsen ihr drüben über [ dem Atlantischen Ozean, in dem nördlichsten Staat des

Nr. 2RR

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im W.'wlel mit bem hessischen Landwirt bie Siebener Hamiliew blätter viermal in der

Woche betflelegl.

!Rotahon6bvucf il Ver­lag der Brühl 'ichen Ünivers.-Buch- u.Stem- bruderei (Pietsch Erbens

Reboftton, Ervedttron und Druckerei:

Schulstratze 7.

lldresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

z,rnlvrkckanl'tiluß 91 r. 51.

Erstes Blatt. 15S. Jahrgang Montag ^.Dezember

GlehemrÄnzelgeM

M General-Anzeiger v käs

i.V.. Fr. Hannern ann; fürStadt u. Land" und -Gerichtssaal": Curt Plato-, für den An­zeigenteil: Äanß Beck.

Zlnler sonnigem Kimmel.

Brief aus Italien von E. E.

Wo soll ich nur anfangen, um Mr auch nur einen Reinen Begriff von all dem Herrlichen zu geben, das ich inzwischen gesehen habe?

Von Botzen will ich nicht ausführllcher erzählen, aber schön war es mit den gewaltigen Bergriesen rings umher und den schönen dunkelblauen Trauben in den Weingärten. Dann der Gardasee?

.Hätte ich Dich nur Bet nur haben können, als ich an einem herrlichen, sonnigen Tage auf der tiefblauen, F ut dahinglitt, an fruchtbaren Gefilden und schroffen Felsen vorüber. Auf letzteren sah man oft m schwindelnder Höbe ein Dorf oder ein einsam gelegenes Krrchlem Man begreift kaum, wie die Leute da oben existieret können. Postsachen imd Lebensmittel wurden durch eine Winde vom Schifte aus hinaufbefördert. Jenseits schien sich aber ein Hochplateau anSzudehnen oder allmählia abzr»stufen, so daß den Leutchen dort oben m ihren Fersennestern doch ganz behaglich zu Mute sein mag.

Verona hat auf mich einen unvergeßlichen Eindruck gemacht' Ich kann mir nicht denken, daß^ irgendwo größere Kontraste neben einander existieren. Die Stcch an sich ist düster und schmutzig, aber^ungemein inrieng! offenen Läden, in denen d,e Waren uach alter Sitte bis tief in die Straße hinein ausgeboten werden die Piazza del'Erbe, von stolzen Marmorpalasten emgefaßü ^^Auf diesem Platze spielen sich die Obst- und> Gemüsemärkte:ab, die durch die kräftigen verschiedenen Farben ihrer Pro- butte für die schönste Dekoration s^gen. Verona ist von einer FfttunOmaner umschlossen und ^^se wird durch prachtvolle Thore unterbrochen, besonders zwei derselben haben mir sehr gefallen. Sie sind ganz> auS Quadersteinen, in der einfachen, maßvollen Art b^r ^lrena erbaut. Der berühmte Sanmichele hat die schönsten $$ore herrlichen Paläste der Skaliger erbaut. Ja, die skaliger sie haben mir in Verona viel zu sschaffen gemacht, sodaß ich jede Nacht von ihnen träumte, und am lleosten gleich ihre Familienchronik studiert hätte. Ein fftoiIjetf, furchtbares Geschlecht sind sie gewesen. Der Urahn, der Freund und Beschützer Tanie's, erwarb großen Ru )in und

machte Verona weit und breit gefürchtet. Schon bei Leb­zeiten läßt er sich einen schlichten Sarkophag mit schönem, einfachem Monument darüber errichten und darin ruht er noch heute im Angesichte Veronas, und in der Rühe birtr nicht weniger aber oft höchst verrücktet

Nachfolger. Da ist einer, der hat Mord auf Mord, fretltch andererseits auch Ehre auf Ehre gehäuft und sein Grab­denkmal wirkt wie ein eigentümliches Bekenntnis! Ob der trotzige Geselle schließlich doch, Gewiflensbisse fühlte und sich quasi durch dies öffentliche Sündenbekenntnis in Stein mit seinem Gott versöhnen wollte oder ob der Künstler auf eigene Hund für ihn diese erschütternde Beichte ablegte i

Du glaubst nicht, wie viel einem solch Stein zu raten aufgiebt? Da i-st u. a. ein Relief:Kain und Mel", worin nach alter Tradition Kain mit den Zügen des ge- waltthätigen Skaliaers ausgestattet ist. Wieder hieß man denselben stolzen Skaliger reumütig knieen vor der Mutter des erbarmens und endlich erblicken wir ihn stolz zu Roß, das Antlitz jedoch bedeckt mit Helm und Visier die Dolk-sage meint, weil er die Züge des Brudermörders vor seinem Volke verbergen wollte.

Alle die Monumente zeigen im Aufbau und in den Details eine zauberhafte Schönheit und das Eisengitter, das dies eben erwähnte Grabmal einschließt, ist in feiner Art wohl kein geringeres Kunstwerk als das Denkmal an sich.

Die stolzen Paläste der Skaliger schmücken noch heute bie Stadt, und ihre trotzigen Burgen liegen hie und da im Lande zerstreut. Und dann die Arena! Wie nur die Römer von ihren herrlichen gymnastischen Uebungen bis zu den Gladiatoren kämpfen sinken konnten. 2030 000 Menschen soll die Arena haben fassen können. Noch sieht man die finsteren Felsenlöcher, in denen die Gefangenen, andere, in welchen die Bestien untergebracht wurden.

Padua hat mir auch sehr gefallen. Ich lernte einen liebenswürdigen alten Professor der dortigen Universität kennen, der hat mir Fresken gezeigt, die, wie er meinte, die Reisenden selten zu sehen bekämen, herrlich, sage ich Dir. Engel in zart blauweißen Gewändern mit leuchten­dem Goldschmuck auf grauschwarzem Grunde. Am meisten haben mich aber bi: Fresken Mottos interessiert. Giotto muß einen beig. ^.nbc« Ehrgeiz gebabt haben, aber trotz

seiner männlichen energischen Pinkelführung verrät er oft ein fast frauenhaft zartes Empfinden.

Jeder Aufgabe weiß er den Augenblick abzwzewinnen, in dem er das tiefste seelische Empfinden hineinleaen kann. Er war ja mit Dante zu gleicher Zeit in Padua und der Gedankenaustausch mit dem gelstesgewaltigeii Freunde mag ihm manche Anregung gegeben haben, aber er hätte doch nicht so unsagbar vieles in seine Bilder hineinlegen können, wenn er selbst nicht den Blick besessen hätte, der bis auf den Grund der Deelen dringt. Wünsche Dir doch zu Weihnachten einige Photographien nach den Fresken aus Santa Maria d^Areoa, etwa.,Joachim bei den Hirten",die Heimsuchung",die Verkündigung" und wenn Du sie bekommst, so achte doch auf das tiefe Gefühl, mit bem sich Giotto in die Lage und Stimmung der ein zelnen Personen versetzt: darin ist er ganz einzig.

Hätte ich Dich nur mit in Venedig gehabt. Hier bleibt einem ja erst recht nicht das wehmütige Gefühl erspart, das einen übermannt, wenn man bie stolze Vergangenheit Italiens mit der Gegenwart vergleicht. Ich weiß, es soll noch ein ungeheurer Reichtum tn Venedig aufgespeicbert sein. Der Fremde, der einige Wochen hier weilt, sieht davon wenig. Mehr als irgendwo sonst drängt sich einem hier das Gefiihl auf, daß die Stadt hauptsächlich von den Fremden lebt. Durch den Unverstand und den ungebil­deten Geschmack, namentlich der reisenden Amerikaner, ist das Kunstgewerbe hier direkt beeinflußt und begnügt sich meist mit schlechtem Kopieren alter Kunstwerke.

In den alten stolzen Marmorpalästen Hausen Krämer oder Hotelbesitzer. Wer trotz allem? Venedig behalt seinen Zauber! Die Fabrten nach dem Lido oder auf dem Eanake granbe an all den herrlichen Marmorpalästen vor­über, die Spaziergänge auf dem Markusplatze beim Mon­denscheine, wenn sich die Kontureir der Markuskirche oder bie eleganten Spitzenborduren der Procuratien von dem schwarzblauen Rachthimmel abheben das alles wird mir unvergeßlich sein. Die Tauben auf dem Markusplatze hätten Dir Spaß gemacht. Sie kommen zu Hunderten, wenn man sie füttert, setzen sich einem auf die Schultern, auf die Hände, und lassen sich Zeit, die Körner nchig aus­zupicken.

Wmi-derbar «steht durch das Anschauen der Kunsll werke das alte Venedig vor einem. Der Dogenpalast.