Ausgabe 
8.11.1902 Zweites Blatt
 
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sämtlichen Stimmen wicdergewählt.

Zm 6. Wahlbezirk

Vermischtes.

Der

Gcrichtssaal

4l

den Arzt.

7831

2. Starkenburg.

124.40

44.40

3% Oberhessen

4% Oesterr. Goldrente

103.20

50.40

31.45

3'/,°/°

3»/0

8V,1/o

3%

37«%

Reicheanleihe do.

Konsole . do. . .

Hessen

. 25.56 . 92.70 . 81.00 . 100.50 . 211.80 . 187.30 . 137.70 . 142.50 . 155.60 . 150.90 . 19.10 . 179.50 . 198.U0 . 165.60 . 166.00

(Oppenheim) wurde Braun (B. d. L.) g wählt. (Bisher Altbürgermetster Koch-Oppenheim.) Zm 9. Wahlbezirk (Bingen-Mainz) wurde Rechtsanwalt Fr enay (Cir.) wieder- gewählt^

Tie hessischen 2audtagswahlen.

Dte Resultate der heutigen Hauptwahlen zum hessischen Landtage liegen uns bereits aus zahlreichen Orten vor. Zn Gießen beteiligten sich an der Wahl von 50 Wah männern 45, die einstimmig Zustizrat Dr. Entfleisch wählten.

L Oberhesseu:

Za Grüuberg wurde Hirsche! (Antis.) mit 17 Stimmen gewählt. Auf Moll entfielen 16 Stimmen. Zn Alsfeld wurde Rechtsanwalt Reh (sreis.) von 19 Wahlmannern gewählt; einer fehlte. In Lauterbach erz>elten bei zwei Wahlgängen Stopler-^auterbach und Zinhcr-5chlitz Stimmengleichheit. Tas Los eutschied für Stapler. Zn Friedberg wurde Bei­geordneter Tamm (freis.) mit 20 Stimmen einstimmig gewählt. Zm 10. Wahlbezirk (Herbstein) hat der bisherige Abg. Schmalbach glänzend gefiegt gegen Muth. Zn Schotten iegte Weidner mit 19 Stimmen über Dr. Weber, der 15 erhielt.

Ferner liegen uns folgende eigene Drahtmel« ungen vor:

4% Ungar. Goldrente# , 4°/. Italien. Rente . .

4s, % Portugiesen . . .

.s°/ Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . . lückenlose .....

4% Griech. Monopol.-Anl.

41;,% Süssere Argentiner

102.00

91.95

102.00

91.85

100.30

99.80

103.00

Gegen Schnupfen ist der Schnupfen» äther forman* anzuwenden, der ärzt­licherseits mehrfach als »geradezu ideales Schnupfenmittel* bezeichnet wird. Bei leichtem Schnupfen Forman» Watte (Dose 30 Pf.,) bei starkem Schnupfen Forman »Pastillen (50 Pf.) zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frap« pant! In allen Apotheken. Man frage

Buchhändler Säug, mit großer Majorität gewählt. Zn Ttadt Offenbach wurde der Sozialdemokrat Ulrich wieder- gewählt. Zm 13. Wahlbezirk (Wolfskehlen-Grohgerau) wurde Bürgermeister S e n s f e l d er - Büttelborn gewählt. (Früherer Vertreter war Oberlehrer Backes). Zm 6. Wahlbezirk (Reim heim-Dieburg) wurde Schönberg er-Großbieberau wieder» gewählt. Zm 2. Wahlbezirk (Erbach-Odenwald) wurde der Gastwirt Friedrich Lang io Michelstadt wiedtrgewählt. Zm 7. Wahlbezirk (Groß-Umstadt) wurde der Landwirt Hauck (Antis.) mit 22 Stimmen gewählt. Ter Centrnmskan- didat Uebel erhielt 16 Stimmen. (Früherer Vertreter war Bei- geordneter Ohl). Zm 17. Wahlbezirk (Offenbach-Laad) verlief die Wahl resnltatlos. Die Sozialdemokraten erhielten 32 und die Bürgerlichen 22 Stimmen. (Bisher Andreas Raa, so-.) 3. Rheinhessen.

Zn Mainz wurden die Sozialisten Dr David und Haas wiedergewählt. Zu Bingen wurde der Eenlrnms« mann Redakteur Penurich wiedergewählt. Zu Worms wurde der Fabrikbefitzer Nikolaus Reinhardt (natl.) mit

* Petersburg, 7. Nov. In der Umgegend von Elisabethgrad wurde die Post üb erfüllen. Postillon und der Kondukteur wurden verwundet und

Telephonischer Kursbericht«

Jtrziiiklurt *. A., 8. Kovember 1902.

8v/o Mexikaner . . , 4*/i /o Chinesen . . . Electric, botuckert . . Nordd. Lloyd . . .

Kreditaktien . . .

Diskonto-Kommandit « Darmstadter Bank . . Dresdener Bank , . . Beniner Handelsgut. . Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . Uottbardbahn .... Laurahütte . . . . . Bochum......

Harpener.....

Tendoni: still.

Neueste yiduuiujriL

Originaldrahtmeldungcu des Gießener Anzeiger.

Berlin, 8. 9tov. Zu dem Anträge auf Abände­rung der Geschäftsordnung bemerkt derVor­wär rs": Ter Antrag, wie er verliegt, ist völlig unbrauch­bar. Eine namentliche Abstiminung tann ihren Abschluß erst haben mit der .Verkündigung ihres Ergebnisses, denn von der Feststellung des le frieren hängt der Fortgang der weiteren Beratungen ab. ES ist selbstverständlich, daß die Zoll-Opposition den neuen Anschlag der Mehrheit mtt der größten Entschiedenheit Zurückschlagen wird. Tie Zoll-Par- leien wollen ö,en Kampf der Erbitterung; sie sollen ihu haben.

London, 8. Nov. Ein Teil der englischen Dresse setzt ihren Feldzug gegen Deutschland fort Daily Mail" sagt, es sei lächerlich, zu behaupten, wie dies die deutsche Presse thue, daß die Reise Kaiser Wilhelms keinen anderen Zweck habe, als dem Iagdvergnügen ob­liegen. Ter Kai,er sei nicht der Mann, der aus diese Weise seine Zeit vergeude, aber er würde es nicht ungern sehen, wenn zwischen England und Rußland ein Konflikt aUm­brüche, wenn nur seine guten Beziehungen zu Rußland sortdauerten.Tailh Telegraph" sagt dagegen, es fei kein Grund vorhanden, daß Teurschland und England nicht wieder in ebenso freundschaftliche Beziehungen zu einander treten, wie dies früher der Fall gewesen fei. Wenn btefc beiden Nationen sich nicht verständigen könnten, welches seien denn die Stationen, die hierzu in der Lage wären Tew Augenblick sei gekommen, daß die beiden Völker die Freund­schaft ihrer Herscher zu der ihrigen machen.

Rom, 8. 9tav. Graf Götzen, der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, erklärte einem Redakteur der ^Jtalie": In Deutsch-Ostafrika seien vor kurzem Gold­minen von unerhörtem Reichtum gefunden wor­den. Die Minen seien noch wett rcioiec als jene von Jo­hannesburg und die letzten Depeschen darüber klängen wahrhaft phantastisch. Selbst der größte O pt i m i s m uS sei gerechtfertigt. Das KriegsschiffSlbe" geht nach China ab zur Errichtung einer italienischen Mar- co ni-Station.

Wien, 8. 9tav. Gegen Abend wurde die Landtags­wahl-Niederlage des Sozialisten Dr. Adler gegen den Antisemiten, der eine Mehrheit von 39 Stimmen er­halten, bekannt. Hierüber war die Aufregung unter den Sozialdemokraten sehr groß, da sie annehmen, daß die geringe Majorität durch Wahlfälschungen erreicht worden sei. Schon in den ersten Nachmiltagsstunden kam es zu Prügeleien, bei denen eine Anzahl Personen Ve rwundungen, in einem Falle sogar schwerer Art erlitten. Die Polizei verhaftete 40 Personen wegen versuchter Schwindelei bei der Wahl und wegen der Straßen-Exzesse. Ein Trupp Christlich-Sozialer überfiel ein sozialistisches Agitations-Lokal, wurde aber zurückge- schlagen. Schließlich mußte die berittene Sicherheitswache mit zweimaligem Angriff vorgehen, wobei 40 bis 50 Ar­beiter durch Säbelhiebe verwundet wurden, darunter mehrere schwer.

Budapest, 8. Nov. Wegen schwerer Unregel­mäßigkeiten hat Ministerpräsident v. Szell gegen die gesamte Verwaltung der Stadt Szabadka die Disziplinar-Untersuchung angeordnet, Zahlreiche Beamte wurden bereits vom Amte suspendiert.

Rowdieö am Mittwoch abend um 11 Uhr in der Wagen- aasse ein junger Kaufmann. Ehe er sich wieder von seinem Schreck erholen konnte, waren die Rowdies. ver­schwunden.

)( Queckbo-rn, 7. Nov. Die Gemeinde beabsichttgt das kürzlich erworbene sogenannte Herr en gut, Großh. Familien eigentum, in derselben Weise wie setther den Landwirten tu eit er zu verpachten, event. spater käuflich zu überlassen. Eine Anzahl kleiner Landwirte, die nur Herrengut besitzen, hegten bereits über etwaige Aender- ungen Besorgnis, als vor einigen Wochen Gerüchte über den Verkauf im Umlauf waren. Die hiesige Gemeindever­tretung hat sich durch den Erwerb des Gutes ein großes Verdienst erworben.

§ Rockend erg, 7. Nov. Das vor 90 Jahren unter Benutzung der Gebäude des früheren Klosters Marienschloß dahier errichtete Landeszuchthans soll demnächst eine bauliche Vergrößerung erfahren, gleichzettig ist die Be­schaffung neuer Aufscherwohnungen geplant. Zu diesem Be- chufe wurden bereits vom letzten Landtage die für Erwerbung des erforderlichen Geländes bezw. für bauliche Aufführungen notwendigen Drittel bewilligt, sowie kürzlich Geländekomplexe durch den hessischen Staat angetauft. Die hiesige Central - strafanstalt beruht noch auf dem System der Gemeinschafts­chaft und vermag nur bis 350 Gefangene zu bergen. Da auch die weiblichen Zuchthaussträflinge in Marienschloß Aufnahme finden müssen und ohnedies während der letzten Jahre die Zahl der Sträflinge andauernd gestiegen ist, muß die projektierte Erweiterung der Anstatt entsprechend ihrer Bestimmung eintreten.

-t. HartmannShain, 6. Nov. Heute hielt hier der Gemeinderat unter dem Borsitz des Kreisamtmanns von Schotten eine Sitzung ab, an der auch ein Mitglied der Großh. Kutturinspektwn Gießen teilnahm. Es wurde der Voranschlag für die Anlegung einer Wasser leitung durch­beraten und endgültig angenommen. Danach belaufen sich sämtliche Kosten auf 18000 Mk. wovon der zu erwartende Staatszuschuß sowie auch die Anlegung der Hausanschlüssc und Hydranten, für welche die Hausbesitzer selbst, resp. die Brandkasse aufkommen werden, abgehen. Außerdem wird auch die Bahn einen annehmbaren Beitrag leisten. Das Aus- schreiben der Arbeiten soll in Kürze geschehen.

Bingen, 7. Nov. Infolge des niedrigen Wasser­standes sind gestern im Laufe des Tages vier Schiffe in Bingen selbst und in der nächsten Umgebung auf Grund geraten und haben Leckagen erlitten. Hierdurch ist der Schiff- fahttSverkehr fast ganz und der Flo ßo er kehr vollstän- dig gestört.

12000 Rubel geraubt. Die Newa ist heute bei Schlüsselburg leicht gefroren. Die Schiffahrt ist dort ein­gestellt.

* Stürmische Szenen bei der Verurteilun g 4e3 Frauenmörders Vidal. In Nizza ist, wie mitaeteilt, Henri Vidal, welcher im verflossenen Sommer in der 9lähe von Nizza mehrere Frauen ermordete, zum Tode verurteilt worden. Der Gerichtshof zog sich nach beendeten Plaidoyers nur wenige Minuten zurück und ver­kündete dann seinen Spruch. Nun erhob sich ein wilder Sturm unter den zahlreich versammelten Zuhörern. Man rief dem Gerichtshöfe laute und begeisterte Bravos zu und schleuderte dem Verurteillen wilde Drohungen ins Gesicht. Noch stürniischer gestalteten sich die Aufttitte vor dem Justizpalast, als Vidal zehn Minuten nach Ver­kündung des Urteils in einem geschlossenen Wagen, von Gendarmen eskortiert, ins Gefängnis zurücktransportiert wurde. Eine kolossale Menschenmenge umringte den Wagen, so daß dieser nur Schritt fahren konnte. Drohende Fäuste ftrcdten sich durch das Wagenfenster dem Verurteilten entgegen, der blaß und in sich zusammengesunken dasaß. Man heulte, tobte und schrie:Sofort zum Tode mit dem Mörder!" In das Meer mit der Kanaille! Ertränkt das Scheusal!" Die Gendarmen waren der wild erregten Menge gegenüber, die Anstalten zu macken schien, Vidal aus dem Wagen zu reißen und zu lynchen, vollständig machtlos. Erst als ein größeres Po­lizeiaufgebot eintraf, gelang es, die aufgeregten Massen zu zerstreuen, und Vidal in seine Zelle zu bringen. Der Staatsanwalt hatte beantragt, daß die Hinrichtung auf einem der öffentlichen Plätze stattfinden soll, und der Gerichtshof stimmte diesem Wunsche zu

Leipzig, 7. Nov. Die Strastammer in EberSwalde hat km 15. April den praktischen Arzt Dr med. Ernst Meyer, jetzt in Berlin, wegen schweren Diebstahls verurteilt. Dr. Schmieder in Oderberg, IL-TL, nahm den Angeklagten als Vertreter an und fragte ihn gelegentlich, ob er Raucher sei. Ta der Angeklagte sagte, er rauche nur manchmal Zigaretten, so schloß Dr. Schmieder seine 300 Zigarren in das Zylinderbureati. Er gab dem Ange­klagten alles zum Schreiben Nötige und die Schlüssel zu den üb­rigen Zimmern. Als Dr. Sch. von seiner Reise zurückkam, sand er das Zylmderbureau offen und das Schloß nicht in Ordnung. Die Zigarren ivaren verschwunden. Ter Angeklagte gestand zu, daL schloß mit dem dazu gehörenden, am Schlüsselbunde besind- lichcn schlüssel yeöffnei und die Zigarren genommen zu haben. Er bestreitet jedoch, daß Dr. Sch. ihm verboten habe, die Zigarren zu nehmen, und behauptet, Dr. Sch. sei bei der fraglichen Verabredung ganz betrunken gewesen, auch das Zeugnis der ftrau Dr. Sch. sei unzuverlässig, da sie Morphinistin sei. Tie Straf­kammer nahni aber hieraus keine Rücksicht. Die Revision des Angeklagten fam vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. Gerügt wurde zunächst Beschränkung der Verteidigung. Ter Angeklagte 'a rL <u$cn bimmmt, welche bekunden würden, daß Tr. Schinieder tn Cbcibcrg allgemein als em Mann gelte, dem mail nicht glauben tonne und von dem sich die bessere Gesellschaft zurückgezogen habe. Vieser Antrag sei ulizillässigetweise mit der Begründung abgclehnt worden, er fei jn allgemein gehalten. Ferner behauptete der An- geklagte, er habe nicht gewußt, daß der von ihm beäugte Schlüssel cm falscher war; er habe ihn für den richtigen gehalten. Höchstens könne Mundraub angenommen werden. Der Verteidiger führte noch des näheren ans, daß die Beweisanträge des Angetlagten Angehender hatten gewürdigt werden müssen, insbesondere der, den Bürgermeister über den Leumund des Tr. «ch. J vernehmen - Der RctchSanwall erklärte die Revision für begründet. Tre Le- wetSantrüge hinsichtlich der Glaubivürdigkeit des Tr Sch seien zu unrecht abgelehnt worden. Die Llrafkammer sähe, sie könne sich über die Glaubwürdigkeit des Zeuge.i Tr. Schmieder lelbst cm Urteil bilden. Tas genüge aber nicht, da der Antrag spezialisiert war. Zm übrigen fei eimvcmdsrei fest- gestellt, daß der Angeklagte gewußt, der Schlüssel sei falsch, denn Dr. Sch. habe dem Angetlagten gejagt, dag er .den- Schmssel an

Vorwärts auf dem Gebiete der Möbel-Industrie durch ge­schmackvolle, ziveckenlsprechende und garantiert solide Ausstattung der Wohnräume. 7848

Allgemeine Anerkennung finden in diesem Sinne die Ans- stellimgeii und Arbeiten der Möbelfabrik mit Motorbetrieb Th. Brück, Gießen, Schloßgasse, Ecke Brandplay, gegr. 1858. Zehn Schaufenster, ca. 100 Zimmereinrichtungen, franko Bieieruna.

/,% Oesterr. tiilberrente 101.30

~ . 101.80

1 richt eine fortgetzte Handlung angenommen hat. Denn angenom­men würde, daß der Angeklagte in einer Reihe von einzelnen Handlungen die Zigarren genommen habe, so habe sehr wohl an­genommen werden können, daß es sich um Genußmittel von ge­ringem Werte zu alsbaldigem Genüße gehandelt habe. Abgesehen davon komme in Betracht, daß, wenn das Bureau das erste Mal geöffnet wurde und wie anzunehmen geöffnet blieb, nur die erste Wegnahme als schwerer Tiebstahl, alle folgenden aber als einfache Diebstähle anzusehen sein würden. Das Verschenken von Zigarren zum sofortigen Gebrauch würde auch nur SDlunbraub sein. Das Reichsgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht Prenzlau.

Mflfg MS dtll Ltsll-kSiUlltsrrgißrrll der Stadt Sießell.

Aufgebote.

November. L Johannes Becker, Straßenwarter dahier, mit Susanne Triller Hierselbst. 3. Heinrich Rtenges, Postassistent in Großen-Linden, mit Raroline Wilhelmine Luise Wißner dahier. 5. Karl Pfeffer, Kutscher dahier, mit Margarethe Raroline Julie Anna Emilie Paul Hierselbst. 7. Karl Hugo Thielmann, Tabak­spinner dahier, mit Katharine Rietz Hierselbst.

Eheschließungen.

' November. 1. Philipp August Presber, Feldwebel dahier, mit Pauline Sudheimer Hierselbst. 1. Ludwig Weisbrod, Fahr­kartenausgeber dahier, mit Marie Elisabethe Klös hlerselbst. 1. Peter Otto Brühl, Glasermeister dahier, mit Emma Margarethe Elise Hitzel Hierselbst. 1. Johann Wilhelm Rinn. Schlosser dahier, mit Juliane Schmidt Hierselbst. 1. Karl List, Metzger m Brauer- schwend, mit Louise Dina Friederike Christine Rinn dahier. 1. Wil­helm Reinhardt, Stationsgehilfe dahier, mit Raroline Marie Elisabethe Pfeiffer hierselbsl.

Geborene.

__ Oktober. 26. Dem Zugführer Johannes Friedrich Preiß eine Tochter. 29. Dem Tapezier Friedrich Zimmermann ein Sohn. 29. Dem Kutscher Heinrich Fiedler ein Sohn, Karl. 29. Dem Tag- löhner Andreas Krug II. ein Sohn, Karl. 29. Dem Metzgernieisier und Wirt Georg Kraft ein Sohn, Ludwig Gustav Otto. 31. Dem Lackirer Albert Lehr ein Sohn. 3L Dem Weißbinder Wilhelm Horn ein Sohn. November. 1. Dem Kaminfegermeister Eduard Rupp ein Sohn, Karl Hugo Ernst. 1. Dem Schreiner Heinrich Vetter ein Sohn, Albin Wilhelm. 1. Dem Metzger und Viehhändler Ernst Fleck ein Sohn.,

Gestorbene.

November. 3. Dr. Ferdinand Fuhr, 49 Jahre alt, Professor dahier. 6. Adelheid Roseiibaum, geb. Oppenheimer, 39 Jahre all, Ehefrau des Kaufmanns Samuel Diofenbaum dahier. 6. Elijabethe Sieglinger, 1 Jahr 5 Monate all, Tochter des Taglöhners Adolf Sieglinger dahier. ________________________________

Kandel und Verkehr. Dolkswirtschaft.

Darmstädter Bank. Die Aktien erfuhren eine Kurs- teig e r u n g, indem verlautete, daß das Konsortium für die ungen Aktien der Bank seine Bestände ausverkauft hat. Auch das Jnteresfe der Tarmstädter Bank an der unter Beteiligung der Berlm-Wilmersdorser Terrain- und der Neuen Bodeiigejellfchast u bildenden Jrnmobiliengefellschaft wurde als Erklärung für die Kurssteigerung angeführt. Im Zusauimenhang mit der Auflösung des Konsortiums für die jungen Aktien der Darmstädter Bank wurden auch die Aktien der mit der Darmstädter Bank liierten Breslauer Diskontobank höher.

Fufionieruvg der Duisburg-Ruhrorter Bank mtt der Deutschen Bank, Berlin. Der Aufstchlsrai der Deutschen Bank beruft auf den 3. Dezember eine außerordentliche Generalversamm­lung zur Beschlußfassung über die Erhöhung des Grund­kapital sum zehn Ai illionen auf 16 0 Millionen Tlarf. Die Erhöhung ist zur Erwerbuiig der Aktien der Duis­burg-Ruhrorter Bank bestimmt und dient im Uebrigcn zur 23er- tdrfung der Mittel in Rücksicht auf die durch die Gründung der Filialen in Dresden und Leipzig stattgehabte Ausdehnung des Ge- chästsbetriebes. Von der durch Attien-llmtausch zu schaffenden Jnteressen-Vereinigung mit der Duisburg-Ruhrorter Bank erwartet die Deutsche Bank eine weitere Ausgestaltung der Geschäfte und Förderung der Interessen der ihr näher befreundeten rheinisch- westsalischen Institute. Gleichzeitig hat auch der Aufsichtsrat der Duisbura-Ruhrorter Baick beschlossen, den aus den 3. Tezember zu einer aiißerordenllichen Generaloersanimlung zu berufenden Aktio­nären die Annahnie der Offerte der Deutschen Bank in Berlin zum Umtausch der Duisburg-Ruhrorter Bankaktien gegen Aktien der Deutschen Bank mr Annahme zu empfehlen. Die Verwaltung sieht in der mit dem Austausch der Aktien eintretenden Anlehnung der Duisburg-Ruhrorter Bank an die Deutsche Bank eine Grundlage, welche die ersprießliche Fortentwickelung ihres Institutes, das un­verändert unter seiner Firma bestehen bleiben soll, gewährleistet. Die Bedingungen tragen zudem allen berechtigten Wünschen der Aktionäre Rechnung. Tie Duisburg-Ruhrorter Bank verfugt über ein Aktieickapital von 12 Millionen Mark. Die Generalversamm- luna vom Mai 1900 hat die Erhöhung um drei Millionen auf 15 Millionen Mark beschlossen, jedoch ist diese Erhöhung bis jetzt unterblieben. Die Bank besitzt unter der Firma Niederrheinische Bank auch eine Zweiganstall in Düsseldorf. Die Dividende betrug im letzten Jahre 3/s Prozent, in den vorhergehenden 4 Jahren je 7 Prozent.

Der AufsichlSrat der Badischen Brauerei in M a n n heim beschloß, wie im Vorjahre eine Dividende von 10 Proz. zu verteilen.

Die Aktionäre der Bayerischen Bank werden noch­mals ausgefordert, ihre Aktien zur Zusaminenlegung bis zum 19. November er. einzureichen.

Märkte.

Dießen, Z.Nov.Marktbericht. AusdemheufigenWochenmackt kosteten: Butterpr.Psd. 0,901,10 Mk., Hühnereier pr. St. 79 Psg., 2 Stck. 0000 Psg., Gänseeier 0000 Psg., Enteneie 00 Pfg., Base vr. Stck. 59 Pf., Käsematte2 Stck. 50Pfg., Erbsen pr.Liter 20 Psq. Linsen pr. Liter 32 Psg., Taubenpr. Paar 0,700,90Mk., Hühner pr. St 0,901,40 Mk., Hahnen pr. Stück 0,751,60 Alk., Enten pr. Stück 2,202,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 5265 Psg., Ochsenfleisch pr. Psund 6676 Psa. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Pfg., (öchweine- ttisch pr. Pfund 7080 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6872 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 4,005,00 Mk., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 3,303,50 Alk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepiel per Pfd. 060 Pfg., in Körben 0000 Psg. Trauben 0000 Pfg.

.....r>-- - »m-u«, d «.v ,vch x^ujuiiiei an 3° Darmstadt wurden die Kulldidaten der freifinnig- sich nehme. Richt genügend dargethan sei aber, warum das Ge-1sozialdemokratischen Vereiaiguag: Fabtitaat Lanaenbach und