Nr. 57
erscheint täglich außer Sonntags.
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Fernsprechanscbluß Nr. 51.
Zweites Blatt.
153. Jahrgang
Samstag 8. März 1902
GietzenerAnzeiger
w General-Anzeiger w 'e*7
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertel-, jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—-viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Ps^ auswärts 20 Psg.
Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und fionb* und „Gerichtssaal":R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
W Heutige Wimmer umfaßt 18 Seiten.
rcmern Auslassungen von nichtbeteiligter Seide, fi diese Reise beziehen, einigermaßen nüchtern anmuten. Das ift unleugbar auch der Fall bei diesem Tele- gramm des Königs Eduard. Die „Voss. Ztg." bezeichnet dre Worte König Eduards als dürftig und farblos, geht aber mit dieser Kennzeichnung wohl zu weit. Es liegt *.. ) nur etn familiärer Austausch von Empfindungen Eindrücken rc. vor und soweit derartige Äeutzerungcn König Eduards bisher der Oeisentlichkeit besannt geworden sind war ihnen Gedankenanschauung, Pracht der Sprache durch- aus nicht eigen Das hat seinen Grund ebm in der ind- viduellen Veranlagung und darj deshalb nicht im Sinne 5^5» ^usreundltchkert etwa gedeutet werden. — Es heifct beiläufig jetzt daß Miß Roosevelt nicht zur "Lrönuna König Eduards nach London kommen wird. Die Be- statigung dieser seltsamen Meldung dürfte abzuwarten sein.
Am Donnerstag Wend besuchten die Offiziere der „Hohen^ollern" eine Vorstellung im Opernhause und waren später die Gäste des deutschen Pvesseklubs, der ihnen ein Bankett gab.
König Eduard von England richtete an den Prinzen Heinrich folgendes Kabeltelegramm: „Vielen Tank für Ihr freundliches Telegramm vom Niagara. Ich bin gewiß, daß Ihre Reise Ihnen Freude macht und Sie überall in herzlicher Weise empfangen werden."
Es liegt in der Natur der Sache, daß im Verglsich zu begeisterten Kundgebungen zwischen Deutschen und Amerikanern Auslassungen von nichtbeteiligter Seite, soweit sie sich auf diese Reise beziehen, ' J- 1
Vrivz KeLurich in Amerika.
Nach Meldungen aus B o st o n ist der dortige Besuch »es Prinzen im höchsten Maße befriedigend verlaufen, leberall, wo der Prinz mit seinem Wagen passieren mußte, ammelten sich große Menschenmassen, die ihm lebhafte Be- ;rüßungen zuriefen. Unter den Veranstaltungen ist beson- >ers der Besuch bei der Havard-Union, einem starken Studenten-Verein, der zwei Drittel der ca. 5000 Havard-Studierenden umfaßt, hervorzuheben. Bor der gedrängt vollen Aula wurde der Prinz vom Rektor eingeführt uyd mit lebhaftem Beifall empfangen. Was und wie der Prinz sprach, wurde wieder vortrefflich ausgenommen. Gleich erfreulich gestaltete sich auch der Empfang beim Professor Münsterberg. An Stelle des erkrankten Karl Schurz hielt Puttnam die Begrüßungsrede namens des germanischen Museums. — Zu einer großartigen Kundgebung gestaltete sich die Feier in der Havard-Universität., Nach der Promovierung in der Aula, die Kopf an Kopf mit Studenten angefüllt war, begrüßten ihn die Studenten als Kommilitonen. Bon weit und breit waren zu der Feier die namhaftesten alten Herren der Havard-Universität zu- sammengestrümt. — Ter Auszug des Prinzen nebst Gefolge in den von der Stadt Boston zur Verfügung gestellten Equipagen unter Begleitung einer sehr stattlichen Kavallerieeskorte gab ein Schauspiel ab, das unzähliche Scharen von Zuschauern auf die Straße gelockt hatte.
Prinz Heinrich traf am Freitag früh in Albany ein und wurde von dem Gouverneur Odell, dem Generaladjutanten Henry und einer Abordnung des Senats empfangen. Zunächst wurde unter militärischer Eskorte eine Fahrt nach dem Rathaus angetreten, wo der Mayor Gans den Prinzen mit einer Ansprache begrüßte.. Hierauf begab sich der Prinz nach dem Staatskapitol, wo eine Begrüßung durch den Gouverneur im Namen des Staates Newyork stattsand. Alsdann trat der Prinz eine Fahrt nach dem Staatssenat an und wohnte einer Sitzung bei, zu der nur Senatoren und Staatsoberrichter Zutritt hatten; von hier begab sich der Gast nach dem Abgeordnetenhause. Nachdem noch das Kapitol besichtigt war, fuhr der Prinz pm 10 Uhr nach Westpoint weiter, wo er um 2 Uhr nachm. zum Besuche der Militär-Akademie der Ber. Staaten ein- tras. Prinz Heinrich inspizierte die Kadetten und hielt eine Ansprache, in der er ihre stramme Haltung lobte. Indem er dabei zugleich auf die bevorstehende 100jährige Jubelfeier hinwies, erklärte er, man müsse der amerikanischen Nation gratulieren, solch ein vorzügliches Institut zu haben.
In Newyork traf Prinz Heinrich um 5.45 Uhr ein und begab sich in das Hotel Waldorf-Astoria. Am Wend war im Universitätsklub Empfang. Später wohnte Prinz Heinrich noch einem Kommerse im Bereinshause des „Arion" bei.--
Zur Arage der KetreidezöLe^
Die an dieser Stelle neulich ausführlich behandelte Promotvonsschrist des Dr. Rudolf Koenig finät eine sehr scharfe Verurteilung in der „Franks. Ztg.". Sie schreibt u. a. folgendes:
. . Dr. Rudolf Koenig hat gerade um die Zeit, als Kübn feine Statistik aufmachte, ein recht gutes Buch über die englische Landwirtschaft geschrieben, aber die^Jahre die seither verflossen sind, reschen wohl aus, agrarische Statistik zu erlernen. Koemg kommt also jetzt mit St a- tistischen Mitteilungen aus 62^ kleinbäuerlichen Betrieben über Erzeugung, Verbrauch, Verkauf und Zukaufwon Getreide" (Jena, Gustav Fischer. 60 S.). . . . Eine so saloppe Art der ftatistiichen Schätzung ist schon lange nicht dagewesen Emen Wert haben die Konstruktionen Koenigs natürlick Nicht, nur das, was er über die 62 Betriebe mitteilt kann Anspruch auf Beachtung erheben. . . . Diese Leute stellen fest, daß einige Bauern Getreide verkaufen, und schließen bewunderungswürdiger Ruhe, daß die Erhöhung der Getreidezolle für den Bauern notig sei. So einfach }Jt Sache aber dann doch nicht. Einmal muß man sehen, wie viel die Bauern verkaufen, welchen Ausfall niedrigere Getreidepreise ihnen bringen. Die Bauern
Königs nun. scheinen allerdings etwas mehr zu verkaufen als die Bauern Kühns, aber auch dort ist der Ausfall nicht schlimm. Bei vielen beträgt die Differenz zwischen Getreideverkauf und Zukauf zu Gunsten der Ersteren weniger und viel weniger als 100 Mk.; was macht da eine Erhöhung des Getreidepreises um ein paar Mark aus? Bei einigen beträgt dieser Saldo allerdings 300 Mk. und darüber; sie werden also durchschnittlich etwa 20 Doppelzentner mehr verkaufen als kaufen; bei einem 6 Markzoll würde ihnen das vielleicht 50 Mark mehr einbringen. Nun sind 50 Mark für einen kleinen Landwirt gewiß eine schöne Summe, aber jeder Sachverständige weiß, daß es drei Dutzend Wege giebt, sie in anderer Weise zu gewinnen, durch Geflügelzucht, Genossenschaften usw. Diese Spezialrechnungen sind jedoch noch nicht das Ausschlaggebende: Man darf nicht das Getreide herausgreifen und es für sich bewachten, sondern muß die Wirtschaft als Ganzes ins Auge fassen. Das ist Methode, und so hat Professor Lotz die Wirjtschastsergebnisse einiger mittlerer und kleinerer Getreidebauern in der Pfalz untersucht. Er berichtete darüber in Conrads Jahrbüchern. . . .
Preußisches Abgeordnetenhaus.
42. Sitzung vom 7. März.
Die Gesetzentwürfe, betr. das Diensteinkommen der evang. Pfarrer des Consistorialbezirks Frankfurt a. M., und betr. deren Reliktenversorgung, werden in erster und zweiter Lesung genehmigt. Hierauf wird die Spezialberatung des Kultusetats fortgesetzt.
Abg. v. Knapp (nl.) erörtert den Unterschied namentlich in den sprachlichen Unterrichtsfächern zwischen den Gymnasien und den neuen Reformanstalten, und die Schwierigkeiten, die sich daraus für die Zulassung der Abiturienten zum Universitätsstudium ergeben.
Abg. Dr. Dittri ch (Ctr.) tritt für die Wiederherstellung des vor dem Beginne des Kulturkampfes vorhanden gewesenen Zustandes in Kirche und Schule ein. Von dem Zustande der Freiheit, in dem die Katholiken damals lebten, könnten, dürften und wollten sic nichts aufgeben. Sie sehnten sich nach jenen Zuständen zurück, und hofften, der Minister werde nicht umhin können, die letzten Trümmer der Kulturkampfgesetze Hinwegzuräumen. Das Centrum werde niemals aufhören, auf diesem Gebiete Remedur zu fordern. Diese Forderungen seien nicht exorbitant, sie seien leicht durchführbar. Besonderer Wert werde dabei auf den Einfluß der Kirche in der Volksschule gelegt. Bei der Ausführung, des Lehrerbesoldungsgesetzes sei auch nach seiner Meinung nicht immer im Geiste des Gesetzes verfahren, dennoch bitte er den Abg. Kopsch, nach den entgegenkommenden Erklärungen des Ministers, den Antrag auf eine Untersuchung über die Ausführung des Lehrerbesoldungsgesetzes zurückzuziehen. Garantien verlange das Centrum für die Erhaltung des konfessionellen Charakters der Schule, und namentlich dafür, daß Eltern nicht gezwungen werden, ihre Kinder im Simultanschulen zu schicken. (Sehr richtig! im Centrum.) Zum Schutze der konfessionellen Minderheit müßten gesetzliche Bestimmungen getroffen werden. (Beifall.)
Kultusminister Studt erklärt, es sei ihm unverständlich, wie zwischen ihm, dem Minister, und seinem Amtsvorgänger, ein Gegensatz zum Nachteil der katholischen Kirche konstruirt werden könne. Der bedeutende Aufschwung der katholischen Kirche in ber ganzen Organisation, m ihrem Vereinswesen, ließen die Klagen gegen die Regierung um so weniger begründet erscheinen. Wo wirkliche Mißstände hervortreten, sei die Regierung jederzeit bereit, Gerechtigkeit walten zu lassen. (Beifall.)
Abg. Trimborn (Ctr.) wendet sich in längeren Aus- ührungen gegen den Gustao-Adolf-Verein und den Evanae- lischen Bund.
Abg. v. Eynern (natl.) tritt den Ausführungen der Abgg. Dittrich und Trimborn entgegen und bemerkt, das Wesen des Ultramontanismus bestehe darin, daß er den Staat kirchlichen Ansprüchen dienstbar machen wolle.
Deutsches Reich.
Berlin,?. März. Ter K a i, e r begab sich heute nach Potsdam, um den Reirbesichtigungen beizuwohnen.
— Der „Post" zufolge dürfte sich die Nachricht bestä- rgen , daß Kaiser Wilhelm im kommenden Sommer dem Zaren einen Gegenbesuch ab statten wird.
— Für den in den Ruhestand tretenden kommandieren- >en General des 17. Armeekorps v. Lentze soll der bisherige kommandierende General des 3. Armeekorps v. L i a - nitz, als Nachfolger bestimmt sein.
— Gestern fand eine vom Antisemiten-Bund einberufene, von ca. 5000 Personen besuchte Versammlung statt. (Vgl. unsere heut. Morg.-Ausg.) Die große Mehrzahl der Teilnehmer bestand aus Soziald emo traten. Schon der erste Teil des Abends, der ein Referat des Abg. Werner über die Zolltarif-Vorlage brachte, verlief so erregt, daß die Polizei mit der Auflösung drohte. Als dann Graf Pückler zu reden begann, steigerte sich die Aufregung unter den Sozialdemokraten noch mehr. Bei der Aufforderung des Redners : „die Juden zu verkeilen", löste die Polizei die Ver- ammlung auf.
Straßburg, 7. März Der Kronprinz ist hier eingetronciL Zu jentcm Empfang waren auf dem Bahnhof anwesend: Der Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg
mit seinem Ddjutanten, der Kommandeur des 15. Armeekorps, General der Infanterie Herwarth von Bittenfäld, der Gouverneur von Straßburg, Generalleutnant v. Sick und Polizeipräsident Dall. Nach der Begrüßung begab sich der Kronprinz sofort nach dem Statthalterpalais.
Ausland.
Madrid, 7. März. Heute fand eine Studentenkundgebung statt, und zwar wegen eines Vorfalles vor Gericht. Ein Student hatte gestern vor Gericht sich geweigert, auf das Evangelium zu schwören, indem er erklärte, er glaube nicht daran und wolle auf seine Ehre schwören. Der Richter ließ ihn indeß fesseln und einkerkern. Abg. Canalejas mterpellirte darüber in den Kortes den Unterrichtsminister, der erklärte, die Abschaffung des religiösen Eides werde demnächst der Votierung der Kortes unterbreitet werden, indeffen solle der Student, obgleich er gegen das Gesetz verstieß, freigelassen werden.
Konstantinopel, 7. März. Es sind neue Verhaftungen vorgenommen worden. In der Marineschule wurden 40 Kadetten festgenommen, aber auch vor Höherstehenden schrecken die Schergen des Pildiz-Kiosk nicht zurück. Vergangene Nacht fuhr der Kommandant von Stambul, Marschall Sad-Eddia, begleitet von 30 Mann, nach der Prinzeninsel, wo die Verhaftung der Generalleutnants Missim und Schakio- Pascha vorgenommen wurde.
Aus Stadt und Land.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, 8. März 1902.
•* Touristisches. Seitdem die Touristik auch das Fahrrad ihren Zwecken dienstbar gemacht hat, ist dieses moderne Fortbewegungsmittel selbst auf den Paßhöhen der Hochgebirge eine durchaus nicht mehr ungewohnte Erscheinung geworden, und die von Alpenvereineu veröffentlichten Rciseberichte geben Künde von mancher Radtour in die Bergwelt. Eine solche Fahrt in das Hochgebirge der Insel Korsika war Gegenstand eines Vortrages, den Herr Emil Pi stör aus Marburg vorgestern in der Sektion Gießen des D. und Oe st. Alpenvereins hielt. Durch zahlreiche photographische Aufnahmen unterstützt, entwarf der Redner eine fesselnde Schilderung von den hervorragenden Schönheiten, dem Reichtum der Vegetation und von der Eigenart der Bewohner jenes meerumspülten Berglandes, über denr der blaue Himmel des Südens lacht, und wo von den Höhen der leuchtende Schnee hernicdergrüßt auf Lorbeer, Oelbaupr und Palme. — Auf den Inhalt des sehr beifällig aufgenömmenen Vortrags näher einzugeben, wollen wir uns an dieser Stelle versagen; da in der jüngsten Zeit gerade bei den deutschen Touristen das Interesse für die Reize dieser Insel sich zu regen beginnt, so glauben wir unseren Lesern zu dienen, indem wir demnächst in unseren „Familienblättern" einen ausführlichen Bericht erscheinen lasten.
** Zu der Geistlichen Musikaufführung des Evangelischen Kirchengesangvereins möge noch einmal darauf hingewiesen werden, daß zur Vermeidung des Gedränges die Eingänge für die mit Karten versehenen Mitglieder und die für die übrige Gemeinde getrennt gehalten werden sollen, daß demnach der Eintritt ohne Karten nur von der Süd- thüre aus (an der Schmalseite, der Kanzel gegenüber) erfolgt, der zu den reservierten Emporen und dem vorderen Teil des Schiffes durch die Hauptthür vom Kirchenplatz aus und durch die Turmthür. Kinder können nur in Begleitung ihrer Angehörigen zugelasten werden. Um des überaus starken Zudranges willen wird überdies gebeten, Kinder, die noch kein musikalisches Verständnis haben und anderen den Platz versperren, lieber überhaupt nicht mitzubringen.
** Promcuademufik findet morgen in der Süd-Anlage tatt. 1. Ouvertüre z. Op. Norma v. Ballini; 2. Frühlingserwachen v. Bach; 3. Carlotta-Walzer v. Millöcker; 4. Finale a. d. Op. Aida v. Verdi.
**PhiliSchroth absolviert ein abermaliges Gast- Piel im hiesigen Stadttheater amSonntagdenv. März als „Catherine" in „Madame Sans-Gsne" (vv lkstüm - liche Vorstellung) und am Mvntag den 10. März als „Zaza".
* Aus dem Theaterbureau. Am Sonntag nachmittag 4 Uhr wird als letzte Kindersvorstellung )ieser Saison die Komödie „Rübezahl", nach den Rübe- zahl-Sagen von Görner bearbeitet, hier aufgeführt.
** Ein elektrisches Edison-Theater hat auf Oswaldsgarten sein Zelt aufgeschlagen und wird morgen und an den folgenden drei Tagen Vorstellungen geben. Das abwechslungsreiche Programm weist u. a. die Vorgänge bei >er Ermordung des Präsidenten Me. Kinley, Szenen aus dem Zarenbesuch in Frankreich, den neuesten Ereignissen im Vurcnkriege, den Wirjren in China usw. auf. Sämtliche Bilder werden dem Zuschauer mittete Kinematograptz in Naturtreue vorgesührc.
** Kaiser-Panorama. Eine neue Serie von Bildern kommt morgen im Panorama, Ecke Lindenplatz, zur Ausstellung und zwar Bilder aus Palästina. Schon dieses Wort übt auf die Bewohner der ganzen christlichen Welt einen besonderen Eindruck aus. Zur Andacht stimmt der Anblick der heiligen Stätten, welche in ihrer stillen Erhabenheit auf das empfängliche Gemüt den tiefften Eindruck ausüben. Wie


