lebhaften Beifall gebührend geehrt.
P. W.
im letzten Kampfe mit einander. Von alledem brachte die Darstellerin außerordentlich wenig, sodaß von einem Umschwung der Situation ohne Herrn Jürgensen nichts zu bemerken gewesen wäre. Den Gerichtsrat spielte Herr Leß- m ann mit Pose ganz eindruckslos, besser war Herr Sch nei- d er als der Bauernbursche, aber auch diesem naiven Charakter fehlte da» frische poetische Leben. Auch die beiden Mägde hätten spaßigere Tollpatschigkeit zeigen können. Herr H e r tz o g bewies für den Schreiber Licht Verständnis. Er war äußerst zurückhaltend, zu sehr fast, denn seine Figur kann einen kleinen Draufdruck wohl vertragen. Vater Tümpel, der Vertreter rustikalen Stumpfsinns, war leider ganz gestrichen.
Das Haus war ausverkaust und der Gast wurde durch
Ter mit den nommen zustellen.
Auf Märchen
LMeratur, Wissenschaft mii) Kunst.
D i e Darmstädter K ü n st l e r k o l o n i e. Folgendes Schreiben, gerichtet an den Geh. Kabinettsrat Römheld, stellte die Kabinettsdirektion im Einverständnis mit
Aus Stadt und Salü».
Gießen, 7. März 1902.
gewußt, daß der andere dessen Cousin sei, aber mit Namen will er denselben nicht gekannt haben. Sicher sei aber, daß Karl Scheser am 12. April abends bei seinem Vetter um 9 Uhr gestanden habe. Als der Juxplatz um 10 Uhr von der Polizei' geräumt wurde, will Fröber mit Walther erst noch in eine andere Wirtschaft gegangen und dann kurz vor 11 Uhr noch bei Hentschel eingekehrt sein. Am Tage darauf sei sein Onkel Flatow von Okarben nach Frankfurt gekommen und habe ihn des Diebstahls beschuldigt. Er habe ihn bewegen wollen, die Thüterschaft zuzugestehen, da der Onkel dann von einem Strafantrag gegen ihn habe abstehen wollen.
Angeklagte schildert nun in Uebereinstimmung anderen Angeklagten die Schritte, die er unterhabe, um sein Alibi für den Abend vorher sest-
Befragen des Vorsitzenden erzählt Fröber ein mit allen Einzelheiten, wonach er der Ansicht sei, daß ein Schreiner, Namens Schott, den Onkel bestohlen habe. Dieser soll am 12. April nachmittags zu ihm gekommen sein, und ihn fyafcen veranlassen wollen, mit nach Okarben zu kommen, weil da was zu machen sei. Er habe aber nicht mit gewollt, weil er geahnt habe, daß Schott dort habe stehlen wollen. Es wird darauf ein Kassiber verlesen, den Fröbel im Provinzial-Arresthaus geschrieben hat, und den er dem Angeklagten Walther zustecken wollte. Darin läßt er ebenfalls den Diebstahl von dem Schreiner Schott ausführen. Er beschreibt den Schott mit allen Einzelheiten, giebt dessen Alter, Größe, Bartwuchs an, und bemerkt, er wolle jetzt dem Gericht die Wahrheit sagen, wer der Dieb sei. Befragt, warum er, Fröber, den Schott nicht schon früher angegeben habe, als die Untersuchung sich auf die Ermittelung des Thäters erstreckte, erklärt der Angeklagte, er habe diesen Menschen nicht hereinlegen wollen. Die Frage, warum er denn auf dem Zettel an Walther den Schott so mit allen Einzelheiten beschrieben habe, beantwortet Fröber damit, Walther habe ein sehr kurzes Gedächtnis.
Durch weiteres Befragen des Angeklagten wird fest-
Dic gestrige Zeugenvernehmung in der Verhandlung gegen Adolf Schefer und Genossen erstreckte sich in der Hauptsache darauf, den Beweis zu erbringen, daß die nach der Anklage beschworenen Eide wissentlich falsch abgegeben seien und daß die Angeklagten Adolf und Karl Scheser sowie der Wirt Hentschel von Fröber und Walther hierzu angestiftet seien. Der Wärter des Vilbeler Arresthauses, in dem der Angeklagte Fröber zuerst inhaftiert war, bezeugt, daß nicht weit von der Umfassungsmmauer des Gefängnisses sich eine hoch gelegene Ackerfläche befindet, von der man jedes nach, jener Seite gelegenen Zellenfenstern geflüstertes Wort deutlich hören kann. An dieser Seite der Anstalt liege die Zelle, in der Fröbel gesessen hat. Es sei sehr wohl glaubhaft, was einer der als Zeuge zu veünehmenden Gefangenen aussagte, daß er von jener Anhöhe gehört habe, wie Walther und die beiden Schefer den Alibibeweis vereinbart hätten. Hierzu wird den Geschworenen eine Handzeichnung vorgelegt, um chnen die Situation klar zu rnachern
Es werden nun eine ganze Anzahl von Sträflingen als Zeugen vernommen. Mehreren, die s. Zt. mit Fröber als Untersuchungsgefangene inhaftiert waren, bat dieser mit allen Einzelheiten erzählt, wie er den Diebstahl in Okarben begangen hat. Er hätte gehofft, bei Flatow eine große Summe zu finden, da dieser 10 000 Mark aus Amerika geerbt hätte, und habe auch gewußt, daß niemand im Hause seines Onkels anwesend sei. Er habe ferner erklärt, den Einbruchsdiebstahl mit seinem Komplizen Walter vorher verabredet zu haben, der dann Posten gestanden habe. Man würde chnen jedoch nichts beweisen können, denn sie hätten zwei gute Zeugen, durch die er beweisen werbe, daß sie beide
Unreiner Teint mag noch so einen schönen Namen haben, nicht gebessert werden, es muffen denn ihr so wirksame Ingredienzen beigefügt werden, rote bet Oberweyers Herbaseife. Noch feine im Handel befindliche Seife hat solche Zeugnisse über wunderbare Wirkung auf die Haut aufzuweifen, wie Obermeyers Herbaseife. Vo»t Aerzten warm empfohlen, i|t solche in allen Apotheken und Drogerien per Stück Mk. 1.25 zu haben. Nach kleinen Plätzen, in welchen sich keine Niederlage befindet, erfolgt direkter Versandt durch I. Gioch, Hanau a. M. 907
Sandwirtschaft.
Ausschußsitzung des landw. Provinzialvereins. Unferm gestrigen Berichte tragen wir noch nach, daß als Referenten in den Ausschuß gewählt wurden: für die Hutweidenverbcsserung im Vogelsberg Otto Gras zu Solms-Laubach, für Pferdezucht Albrecht Riedesel, Frhr. zu Sickendorf, in das Schiedsgericht zur Entscheidung von Streitfällen über die Versicherungsentschädigung bei auf die Jnnaviehweiden aufgetriebenen Rindern der Vicepräsr- deut, Kreisrat Dr. Wallau, als Vorsitzender (Stellvertreter Kreisveterinärarzt Dr. Schmidt), Gutspächter Christian Grebe in Aulendiebach und H. Engelland in Altenburg als Mitglieder (Stellvertreter Bürgermeister Alles in Rieder- Florstadt und Landwirt Scharch in Stumpertenrod).
zur kritischen Zeit auf dem Juxplatz in Frunksurt gewesen! Professor Christiansen^zrrrB°röfsentlichung bet „tfrantT feien Auch von einem Wirt hat Fröber verschiedentlich ge- Ztg. zu. „©». §od)Wol)lgc&oreit tnoajre i i a «rochen, aber während eine Reihe von Zeugen bejtimmt ergebenft mitMen: „ ^nnl "
gewesen sei, uud dieser habe ihm verbrochen, ^se ..^-rmstad^t ? m
8et‘Ä^enta,«B später ^^aMw^^ich^ ^k^mi^rs^d^^m
schrift erhielt, deren Inhalt gelesen, und gefunden day darin solchuAuckücher Lrisss erweckt wird,
der Einbruch mit allen Einzelheiten, tote Fröber vorher «gegen ^te gLtta)ieten perfonitcgen ^ny hi ^federnde
mehrfach Kassiber unter einander gewechselt, über deren 2L Okt v ^"wonach ich ihn 'alsBecm^
'Nach'beendeter Beweisaufnahme werden die an die tragten e^sich^um'eineÄlieferung
Geschworenen zu stellenden Schuldsragen festgestellt. Es smd t u m vcr etzt lvar, ale^ handle e- stch un^ W I tun« 'aVrlÄsAeu"-ö?ls ch e!d B« FribÄ es MbLZ benMg?wu?deu' Aes, zusammen mit de?
L L Lwegen Mordernng der Schküssel durch
Anstifung, und zwar ob jeder allein oder beide gemern- “"ÄLU“eSngt we^de Ich habe indchsen mitt, sam die That begangen, vorgelegt_____________________. I'LweUe un^ bÄ Rücksprache mit Ihnen dies als irrig
erkannt. Schließlich möchte ich noch hervorsyeben, daß meure Mitteilungen über die Ende Okt. 1901 von der Kabinetts- direktion an die Mitglieder der Künstlerkolonie geachtete Umfrage — Mitteilungen, die durchaus nicht für dre Oefsent- lichkeit bestimmt sein sollten — zu der unr ichtigen An- gabe des .Herrn Rüttenauer, man habe die Künstler auf- qefordert, haarklein aufzuzählen, was sie bis jetzt prr ihre Bezahlung geleistet hätten, keinerlei Anlaß boten, ^zch gebe Ew. .Hochwohlgeboren anheim, diesen Brtef als Erwiderung auf den Rüttenauerschen Artikel und zur Klärung der Sachs- läge der Oesfentlichkeit zu übergeben.
" Hochachtungsvoll
Professor Hans Christiansen."
— Ei« neues Werk von Björnsou. Björnson arbeitet an einem neuen Werk. Es wird den Titel führen: i n M e ns ch". Im Laufe des nächsten Monats wird es in Kopenhagen erschemen.
— Preise von 200 Mk., 100 Mk. und zwei Preise von je 30 Mk. schreibt die Verlagsgesellschaft „Harmonie" (Berlin) für die besten sangbaren Br et tl -Lied er aus. Letzter Einlieferttngs- termin ist der 15. April.
Die Gesellschaft (Herausgeber Dr. Arthur Seidl in München, E. Piersons Verlag in Dresden) bringt in ihrem soeben erschienenen 5. Hefte einen aktuellen Eingangsartikel „Wie ist der Not der Landwirte zu steuern?" von Dr. Konrad Küster inBerlin, auf den wir Interessenten aufmerksam machen möchten. $n einem anderen Aufsätze spricht, unter Bezugnahme auf eine kurze Notiz in der von L eß mann (übrigens oem Vater des Gießener Charakterdarstellers) in Berlin herausgegebenen „Allg. Musikztg.", Paul Ehlers sehr anregend, mit Hinwetsen auf die Darmstadter und Frankfurter Erfahrungen, über „die Verdunkelung unserer Kornerträume". Die „submarinen Fahrzeuge in Werkstätten", behandelt Hoffmann v. Bestenhof. lieber neuere Tolstoi-Litreratur berichtet Georg Trepplin. Paul Scheerbart, der Verfasser des sonderbaren Romans „Lirouna und Kaiddh" (vom Verlag der Insel in Leipzig sehr fein ausgestattet) redet in feiner bumsten Art über „Frisches Menschenfteisch". — Soviel aus dem reichen Inhalt der neuesten Gesellschafts-Hefte.
gestellt, daß Schott der große Unbekannte ist. Der Angeklagte Walther erklärt, er wisse nichts von Schott. Fröber sei em großer Lügner. Er, Walther, sei weder an dem Diebstahl in Okarben beteiligt, noch habe er sich der Anstiftung zum Meineid schuldig gemacht. Walther ist überaus gewandt, und giebt bei der Fragestellung ausweichende, die Thatsachen harmlos hinstellende Antworten.
Tie gestern nachmittag vorgenommene Beweis-Aufnahme erstreckte sich in der Hauptsache darauf, den Beweis zu erbringen, daß Fröber und Walther den Diebstahl bei Flatow in Okarben begangen haben. Eine Reihe einwandfreier Zeugen bestätigt, daß sie am fraglichen Abend zwei Menschen am Thatort unter verdächtigen Umständen beobachtet hätten, die mit den Angeklagten Fröber und Walther identisch seien. Der letztere habe Schmiere gestanden, während Fröber in das Haus des Flatow gegangen sei.
Absolut bestes iMömi wissen |
MNMW i
Am 23. Februar. Dem Kaufmann Heinrich Heyne 1 Sohn, Heinrich. 27. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Heinrich Nau 1 Tochter, Pauline Crescentia. Am 28. Dem Vureaudiener Georg Trapp 1 Tochter, Else Elisabeth. Dem Schlosser Heinrich Dörr 1 Tochter, Elisabethe. Am 1. März. Dem Metzger uno Wirt Karl Hartmann 1 Tochter, Erna Elise Anna. 2. Dem Repetent bei der theologischen Fakultät Eduard Edwin Becker 1 Sohn. Am 5. Dem Schlosser Max Schicker 1 Sohn, Karl Paul.
Gestorbene.
Am 3. März. Hermann Fuhr, 26 Jahre all, Kaufmann dahier. 4. Jean Klöß, 1 Jahr alt, Sohn des Schlossers Wckhelm Klöß dahier. Wilhelm Weber, »/< Jahr alt, Sohn des Bierbrauers Joseph Weber. Am 5. Marie Wagner, 2 Monate alt, Tochter des Taglöhners Heinrich Wagner dahier.
** H e s s i s ch c H a n d w e r k s k a m m e r. In der Freitag stattgehabten 5'. Plenarversammlung genehmigte die Versammlung die im Entwurf vorgelegte Prüfnngsord- nung für die Meisterprüfungen im Großherzogtum Hessen. Die Regierungsvorlage betr. das Ver- dingungswesen, die Aufstellung von Preisverzeichnissen durch die Großh. Hochbauämter und die Mitwirkung des Handwerks hierbei "fand unter Anerkennung des von der Regierung dem Handwerk erwiesenen Entgegenkommens Zustimmung. Besonders erwähnenswert dürfte sein, daß die Hochbauämter Preisverzeichnisse aufzustellen haben, welche in erster Linie dazu dienen sollen, feste Preise für die auf Grund der Verzeichnisse erfolgende Vergebung der Unterhaltungsarbeiten, soweit solche nach den bestehenden Bestimmungen mit Rücksicht aus den Kostenbetrag aus freier Hand erfolgen darf, sestzusetzen. Die Verzeichnisse enthalten, ähnlich wie die bei den Stadtverwaltungen üblichen Preisverzeichnisse nach Titeln (Handwertszweigen) getrennt, für sämtliche Handwerks- zweige die Auffassung und kurze Beschreibung aller derjenigen Leistungen, welche bei Unterhaltungsarbeiten vorzukommen pflegen, sowie ferner die hierfür zu vergütenden Einheitspreise. Es bleibt Vorbehalten, falls die örtlichen, insbesondere wirtschaftlichen Verhältnisse, namentlich auch in Bezug aus Stadt und Land, bei einem Hochbauamt zu verschiedenartig sind, den Bauamtsbezirk in mehrere Unterbezirke einzuteilen und für jeden be-
ro btu irr ݰt Sich«.
Termin abzuhalten, zu dem Vertreter des Handwerks ein- Aufgebote. ,
geladen werden. In diesem werden in mündlicher Be- Am 28. Februar. Josef Sonneberg, Handelsmann m öom« ratung die Einzelpreise für die Bauarbeiten oder -Liefer- born mit Escher Löwenstein dahier. Am 1. Jteig,
ungen festgesetzt und in das Preisverzeichnis eingetragen. Lackierer basier ^Selbfl’ 3 Otto^Rau!ä/
Als Vertreter des Handwerks werden bei I^m ^ge1?ernbra^ier mit Anna ^argar^he Sauer hierfelbst. Friedrich bauamt sur leben Handivertszwerg hochitens je drer Merster Dntenhoserr mit Katharine Müller dahier. 4.
bis auf weiteres bestellt. Durch die Vorfchrtsten wird be- Johannes Wilhelm Otto, Schlosser dahier mit Maraareche Belloff zweckt, die Vergebung der kleineren Unterhaltungsarbeiten Lerselbst. Georg Martin, Bauaspirant, mit Elisabethe Diargarethe im Interesse aller Beteiligten zu erleichtern und 'in ge-!Katharine Henrrette Schwan Hierselbst. Karl Friedrich Marra rechter Weise zu regeln, hierbei gleichzeitig einesteils Carls, Maschinenbauer dahier mit Johanna Pauline Ernestine Ida dem Handwerker, und insbesondere dem kleineren Hand- Zimmermann in Bielefeld. 5. Chrlstran Hemrrch Kuhn, Schrmed Werker, eine ausreichende Vergütung zu sichern, andernterls dahier mit Anna Marie Noll hierfelbst.
aber auch für die Bauverwaltung die Gewähr für eine I Eheschließungen.
tüchtige Arbeitsleistung zu schaffen. Endlich und nicht an! Ami. März. Joseph Emil Georg, Fuhrknecht dahier mit letzter Stelle soll ein gäreihliches, auf gegenseitigem Ver-! Elisabethe Schlau Hierselbst. Friedrich Wilhelm Stuber, Sergeant trauen beruhendes Zusammenarbeiten Wischen Bau-Be- in Bockenheim uüt Marie Marga^he Krellmg ba^er. 5. Ctml amten und Handwerkern, wie -i" solches aus dem fort- ^l=r, ®irt b^ier mit OTarf ® i> 6^ R gesetzten personlrchen und mündlichen Benehmen zu feivfr. v. ^r. R.gw ) warten ist, angestrebt werden. Ein weiterer Entwurf ßUmtt Rraft Dat)ier* trifft die Vergebung der Unter haltungsarbei- u>e r
t e 11. Mit diesem Entwurf. ist ein langgehegter Wunsch I des Handwerkerstandes der Erfüllung nahe. Ein Antrag, daß Abgebote von 20—25 Prozent besonderer Prüfung unterstellt werden möchten, und Abgebote über 25 Prozent unter dem behördlich sestgestellten Voranschlag ausgeschlossen werden möchten, fand einstimmige Annahme. Zu der Regierungsvorlage „die amtlichen Bekanntmachungen der Handwerkstamme^ beschloß die Kammer, das Gewerbeblatt für das Großh. Hessen als offizielles und amtliches Organ anzunehmen. Eine Anregung wurde seitens des Vorsitzenden gegeben, die einzelnen Mitglieder möchten für sich und ihre Vereinigungen das Handwerkerblatt anschasfen, um auch über die außerhalb Hessens vorkommenden Handwerkerangelegenheiten gut unterrichtet zu fein. Neu errichtet wurden Gesellenprüfungs--Aus- s ch üs s e bei den Ortsgewerbevereinen Bad-Nauheim, Herbstein, Pfaffenbeerfurth, Gonsenheim und Mombach, sowie den Bäcker-Innungen zu Pfungstadt und Eberstadt, und bei der Metzger-Innung Bensheim. Erledigt wurden noch nachstehende Anträge: Regelung des Herbergswesens, Aufhebung der Fahrradsteuer für kleine 5)andwerker, sofern sie das Rad ausschließlich zu Erwerbszwecken benutzen, Abänderung des Kursus der Hufschmiede, Hausieren mit Back- warren pp. lieber den „Befähigungsnachweis" wurde eine, Diskussion herbeigesührt, deren Endresultat war, daß sich die Kammermitglieder dem von feiten des Vorstandes in dieser Frage auf dem zweiten deutschen Handwerks- und Gewerbekammertage vertretenen Standpunkte einstimmig anschlossen. Bei der statutenmäßigen Ergänzung des Be- rufungsausschusses fiel die Wahl auf Mailand-Offenbach am Main, Winkler-Worms und Engel-Darmstadt.
** Stiftungsfest. Morgen (Sonntag) feiert der Bauer sche Gesangverein in Steins Saalbau fein 38. Stiftungsfest in Gestalt eines Konzertes vor geladenen : Gästen. Bei der bekannten Leistungsfähigkeit des Vereins ist mit Sicherheit anzunehmen, daß den Besuchern des Festes ; ein schöner Genuß bevorsteht. Wir möchten mit Rücksicht ’ hierauf darauf Hinweisen, sich rechtzeitig einzufinden, da : die Vorträge präcis 8 Uhr abends beginnen werden, und da f bei dem voraussichtlich starken Besuch es für Nachzügler - schwer werden dürfte, einen guten Platz zu erhalten.
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