Ausgabe 
8.1.1902 Zweites Blatt
 
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den

Millet enthalten, einen Wert von über 10 Millionen Francs.

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Wetter

Januar

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Höchste Temperatur

Niedrigste

Telephonischer Kursbericht

8. Januar.

Tendenz: fest.

WasserdichterÄbschius^s. Luftund fester haltbarer aaÄ Verputz durch Bekleidunjmib.sja,!

Sitz

Alleinverkauf der berühmten Herzfabrikate.

PjtentJj/ztafe/n

Kosmos

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Gegen feuchte Wände

-mit dessen Spazierstock zur Kirchweih gegangen und nicht mehr zurückgekehrt. Da er behauptet, die Meistersfrau habe Ihm den Stock zu dem Ausfluge überlassen, und da die ^Sachlage auch in sonstiger Beziehung in der heutigen Sitzung nicht hinreichend aufgeklärt werden konnte, wurde die Ver- >handlung vorläufig vertagt. Ein ländliches Idyll ent- lrollt die Verhandlung gegen die jugendlichen Landwirte Airbreas Rasch und Kaspar Hofmann aus Freiensteinau. ^Einigen Mädchen, die nachts um 2 Uhr von der Tanzmusik heirnkehrten, wurden ohne jeden ersichtlichen Grund, ledig­lich aus der lustigen Kirchweihstimmung heraus, allerlei .Gegenstände nachgeworfen, z .B. eine mit rostigen Nägeln versehene Latte und ein 3i/2 Pfund schwerer Stein. Eins- ider zur Zielscheibe gewählten Mädchen erhielt eine schwere 'L^rletzung am Kopf. Bei der Dunkelheit waren die Thäter nicht zu erkennens es konnten jedoch nur die hinter den sMädchen hergehenden beiden Angeklagten als solche in Be- -tracht kommen. Das .Schöffengericht Herbstein hatte den Ersten zu 2, den letzten zu 3 Monaten Gefängnis, den Rasch außerdem zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 100 M5 jverurteilt. Der Angellagte Hofmann nimmt die eingelegte Berufung vor der heutigen Verhandlung zurück und behält seine zweimonatliche Gefängnisstrafe. Rasch bezeichnet sich selbst alsunschuldig", findet aber weder die Unterstützung -der Zeugen noch den Glauben des Gerichts und wird zu der erhöhten Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt. Tas Schmerzensgeld von 100 Mk. erhöht sich um die ihm auf­gelegten Kosten der Berufungsinstanz.

Wien, 7. Jan. Heute begann die geheime Verhandlung gegen den ehemaligen österreich-ungarischen Kavallerie-Offizier E a r i n a, der beschuldigt wird, zwischen 1896 und 1899 in Wien und anderen Orten für fremde Staaten Mitteilungen, welche sich auf die mili­tärische Verteidigung und Kriegsmacht Oesterreich-Ungarns beziehen, ausgekundschaftet zu haben. Der Angeklagte erklärte, nicht schuldig zu sein. Er habe seit 1895 das Kriegsministerium nicht betreten, und niemals mit militärischen Fachleuten verkehrt. Er könne mit­hin das ihm zur Last gelegte Verbrechen nicht begangen haben.

Bew. Himmel Bed. Himmel Bed.

Reichsanleihe do.

Konsole do. . .

Hessen

4727o Chinesen . , Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresd< ner Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . , . , * Harpener . . . .

3% Hessen . . . . . 4% Oesterr. Goldrente 47Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 40/d Italien. Rente . . . 4%% Portugiesen . . . 3°/ Portugiesen . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose ...... 4% Griech. Monopo 1-Anl 47i% äussere Argentiner

Stadt. Schlachthaus

Freibank.

Heute unv morgen:

* Stiklsleisch 54 M

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

. 26.60 . 88.25 . 110.75

202*80 . 184.50 . 129.10 . 132.00 . 143.50 . 141.25 . 20.80 . 165.50 . 192.00 . 180.00 . 164.25

3 Personen werden vermißt. Man vermutet, daß sie in Flammen umgekommen find.

Paris, 8. Jan. Mehreren Blättern zufolge haben von dem verstorbenen Privatier Thonny Thiery dem Louvre machten Gemälde, die u. a. zahlreiche Werke von Corot

Kekanntmachung.

Donnerstag den 9. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, sollen dahier im Otto Luft'fchen Saale, Neuenweg 28,

1 Spiegelschrauk, IBertikow, 1 Spiegel, 1 Sekretär,

mehrere Sophas unv Kom­moden, 1 Musikautomat

u. v. A. zwangsweise gegen bar versteigert werden.

Gießen, den 7. Januar 1902. 332 Seipel, Gerichtsvollzieher.

Zu haben in Gießen auf dem ^aornlager bei Herrn Emil

Horst, Riegelpfad. 170

von den einfachsten bis zu den feinsten Sorten

empfiehlt

Marktstr. 9. Ii. Süss Wettergasse.

[froTpeete,Muster,Beweise überBe^ährung' V sendet portofrei der fabrikent \ A Andernach y/'/> BeuaJdtm Rhein .

zu erh alten, worauf sie durch die lange unter be$ Meisen Fürsorge der Hohenzollernfürsten geleitete Kultur* arbeit einen gerechten Anspruch erworben haben. Die Regierung wird ihre Pflichten, die ihr durch die Pfleax des Deutschtums im Osten und die Abwehr der staatsseinb- liehen Bestrebungen auserlegten, mit Festigkeit und Stetig­keit erfüllen und zählt hierbei auf die Unterstützung be£ gesamten Volkes-

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Preuß. Holland, 8. Jan. In dem Wohnhaus des Rentiers Goerke brach Feuer aus, das das Gebäude eiuäscherte.

Litterarische Neuerscheinungen.

(Besprechung Vorbehalten).

Goethes ausgewählte Gedichte. In chronolog. Folge mit Anmerkungen versehen von O t t 0 H a r n a cf. (XIu, 38816.) Braunschweig, Friedr. Vieweg u. Lohn. Eleg. geb. mit Goldschn.

0 t h, Elise, Die Tochter in Haus und Welt. Wegweiser zur Weiterbildung nach dem Austritt aus der Schule. (380 S.) Stutt­gart, Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung. 4jUlf.

Grab ein, Paul, C alte Burschenherrlicykett. Bilder aus bem deutschen Studentenlcben. (338 S. mit zahlreichen Textilluftr.) ^Stuttgart, Union. Eleg. geb. 8 Mk.

Bezüglich der Versteigerung der Friedrich Müller'schen Grund­stücke, welche Samstag den 11. Januar 1902, nachm. 2l/a Uhr, auf hiesigem Ortsgericht statt- > findet, werd besonders bemerkt, daß nur diese einmalige Ver­steigerung stattsindet, und bei annehmbarem Gebot derZuschlag erteilt werden wird.

Gießen, den 8. Januar 1902.

Großh. Ortsgerüht Gießen.

Gros.

6. Jan. bis 7. Jan. + 7,7° C.

6. 7. , + 5,8° C.

Berlin, 8. Jan. Das Befinden der Kaiserin das gegen Ende des verflossenen Jahres zu wünschen übrig; ließ, hat sich so gebessert, daß die hohe Frau gegen­wärtig die frühere Frische wiedererlangt hat- Von einer Kur im südlichen Klima konnte daher endgiltig Abstands genommen werden. Dagegen wird die Kaiserin mit den beiden jüngsten Kindern das Frühjahr in Homburg v. b. <b. verbringen, wohin der Kaiser seiner Gemahlin; das (Meit geben dürste. Der Pionier Joses Emdes vom ostasiatischen Pionier-Bataillon wurde vom Kriegs­gericht der 1. Garde-Infanterie-Division wegen Gehorsams- Verweigerung und thätlichen Angriffs im Felde zu zwei Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt unter Anrechnung von 5 Monaten Untersuchungshaft. Der Vertreter der An­klage hatte 10 Jahre 3 Monate Gefängnis beantragt- Professor Rudolf Virch 0 w hat auch den gestrigen Wend gut verbracht. Der Kaiser hat durch den Kultusminister Dr. Studt Erkundigungen nach dem Befinden des Patten-, ten einziehen lassen. Der Minister erschien zweimal irr der Wohnung Virchows, wo auch Oberbürgermeister Kirschner, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Langerhans, sein Stellvertreter, die Rektoren der Universität und techni­schen Hochschule und viele Professoren ihre Karten ab- gaben- ~ ,

^London, 8. Jan. Nach einem Telegramm aus, Durban sind dort gestern 300 Buren-Gesangeutz eingetrossen. Weitere 750 kommen heute an. Dieselben; werden sämtlich nach St. Helena transportiert werden.

München, 8. Jan. Herzog Siegfried in Bayern^ bisher Leutnant im 1- schweren Reiter-Regiment und als hervorragender Sportsman bekannt, beabsichtigt auf längere Zeit aus dem aktiven Militärdienst zurückzutreten. Ditz Gründe zu diesem Entschluß sind bisher nicht bekannt.

Wien, 8. Jan. Nach Meldungen polnischer und tschechischer Blätter dürfte die bekannte Erklärung be$ Fürsten Czartoryski zu der Wreschener Assaire für Galizien sehr ernste Folgen haben. Dre erste Folge dürfte die demnächstige Demission des Statthalters Grafen Bilinski sein. Außerdem soll dem galizischen Landtage nicht mehr Gelegenhell gegeben werden, sich wie gewöhn­lich im Frühahjr zu einer neuen Session zu versammeln^ sondern das Budget werde auf dem Wege einer kaiser­lichen Verordnung künftig festgesetzt werden-

Budapest, 8- Jan. Die Polizei hob infolge einet; Denunziation zwei in Privat-Wohnungen etablierte Rou­lett e - B a n k e n auf und und überraschte zahlreiche Spieler. Gegen dieselben, darunter mehrere polllische Persönlich­keiten, wurde das strafrechtliche Verfahren eingelellet-

Sidney, 7. Jan. Richter Stephen gab der Berufung des Kapitäns des LloyddampfersPrinzregent Luitpold" gegen das Urteil statt, durch welches der Kapitän wegen Verletzung der zollamtlichen Siegel auf der Fahrt von Melbourne nach Sidney in eine Geldstrafe von zehn Pfund genommen wurde, und erließ eine Verfügung, durchs die der Kläger, also die australische Regierung, aufgefordert wird, zu begründen, weshalb die Verurteilung des Kapitäns nicht aufgehoben werden sollte.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden .Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

In der Johcmnesstraße wird gegenwärtig ein Akt des Vandalis­mus begangen, den man in einer Stadt mit einer io intelligenten Bevölkerung wie Gießen nicht für möglich halten sollte. Tie pracht­volle alte Linde zwischen dem Schwesternhaus und dem Spar- kassen-Gebäude wird ohne ersichtlichen Grund der Axt geopfert. Es ist dies umso unbegreislicher, als seitens der Stadt fortwährend roit großen Kosten Bäume in neuen Straßen angepflanzt werden, welche erst unseren Enkeln und Urenkeln zu gute kommen, während hier die der Stadt gehörige Linde, eine Zierde der ganzen Johannes- straße, mutwillig umgehauen wird. Wir fragen an: Geschieht dieses mit Genehmigung des Stadtvorstandes?

Mehrere Bürger.

Neueste Meldungen.

Eröffnung des preußischen Landtags.

(Orig.-Tel. desGieß. Anz.")

Berlin, 8- Januar^

Heute vormittag wurde der preußische Landtag er­öffnet- Die vom Reichskanzler Grafen Bülow verlesene Thronrede betont die Ungunst der allgemeinen wrrt- schaftlichen Verhältnisse. Durch ihre Einwirkung auf die Gestaltung der Staatssinanzen des laufenden Etclls- jahres sei eingünstigerAbschluß nicht zu erwarten, indem namentlich die Einnahmen der Staats- Eisenbahnen wesentlich hinter dem Voranschlag zu­rückblieben. Im Staatshaushaltsetat für 1902 mußten die Staatseinnahmen aus den Staatsbetrieben besonders vorsichtig und deshalb niedriger als im laufenden Etats­jahre veranschlagt werden- Gleichwohl halten sich die Einnahmen und Ausgaben ohne Rückgriff auf den Staats­kredit das Gleichgewicht, weil durch reichliche Bemessung des Extraordinariums in den letzten Jahren eine Re­serve für minder günstige Zellen gewonnen worden sei. Die Thronrede kündigt die Anforderung höherer Mittel als bisher zur Verbesserung derWohnungsverhält- nisse der in staatlichen Betrieben beschäftigten Arbei­ter und der gering besoldeten Beamten an- An einer Er­höhung der Dotation der Provinzialverbände durch lleber- weisung weiterer Staatsrenten hält die Regierung fest, ungeachtet der ungünstigen Gestaltung der Finanzlage. Trotz des Rückgangs der wlltschaftlichen Lage toirb die Eisenbahnverwaltung durch Erhöhung der Bauthä- tigkeit vermehrte Arbeitsgelegenheit geben und die Erwerbsthätigkeit durch umfangreiche Aufträge möglichst unterstützen. Die Erweiterung des Staatseisen­bahnnetzes und die Unterstützung des Baues von Klein­bahnen im Lande wird die Bewilligung erheblicher Mittel erfordern. Die Ausgestaltung der wirtschaftlichen Ver­hältnisse ist ein Bedürfnis für alle Teile des Landes. Die Regierung wird s. Z. hierüber dem Hause eine neue Vorlage unterbreiten. Infolge der s ch wierigen Lage der Landwirtschaft in den östlichen Provinzen hat die Negierung zur Erhaltung zahlreicher, insbesondere tleinerer Landwirte im Besitz und Nahrungsstande die notwendigen Maßregeln in Voraussetzung der Zustimmung des Landtags ungesäumt durchgeführt. Für die neuere Entwickelung der Rechtswissenschaft seit Einführung des neuen B- Ges.-Buches ist ein dreijähriger Zeitraum des Rechtsstudiums nicht mehr ausreichend- Eine Vorlage, die der Verlängerung des Studiums und der Abkürzung des juristischen Vorbereitungsdienstes Rechnung trägt, wird Gegenstand der Beschlußfassung des Landtags sein- Die Thronrede geht alsdann auf die Verhältnisse der dop­pelsprachigen Landesteile des Ostens über, die ernste Aufmerksamkeit erheischen- Es ist eine Frage der Selbst­erhaltung für den Staat, in den östlichen Provmzen dem Deutschtum die polllische und wirtschaftliche Stellung

Gerichtssaal.

M. Gießen, 7. Jan. (Strafkammer.) Der viel- ,sach vorbestrafte Karl Bellersheim aus Ulm hat sich !wegen zweier Majestätsbeleidigungen, begangen in Hausen nuib Nauenheim, sowie wegen Beleidigung des Bürger- uieisters von Nauenheim zu verantworten. Er giebt sämt­liche beschimpfende Aeußerungen zu, will aber einerseits nicht die Absicht gehabt haben, den deutschen Kaiser zu «beleidigen und andererseits den Bürgermeister von 9iauen- Keim nicht gekannt haben, da dieser sich als solcher nicht ^vorgestellt" habe. Die Vernehmung des Bürgermeisters er- giebt, daß der Angeklagte gewußt hat, wen er vor sich hatte. «Er wird zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahre verurteilt. Da er in Nauenheim auch gebettelt hat, erhält er noch 3 Wochen Haft und wird der Landespolizeibehörbe überwiesen. Währenb er die Freiheitsstrafe annimmt, will er gegen die Ueberweisung ins Arbellshaus Revision ein» legen. Der Fnhrknecht Hermann Bender aus Gießen Hat den Transport auf der Bieberthalbahn daburch fahr- Msigerweise gefährdet, daß er mit seinem Wagen zwischen sdem Geleise der Bahn und einem dastehenben Fuhrwerk fuhren wollte. Er stieß mit der Bahn zusammen und richtete einen Materialschaden von etwa 80 Mk. an. Die Staats­anwaltschaft beantragte mit Rücksicht darauf, daß durch derartige Fahrlässigkeiten wie die vorliegende schon viels Zusammenstöße mit ber Bieberthalbahn verursacht worden leien, und in Gießen die Gefahr bekannt sei, eine Geldstrafe pon 100 Mk. Das Gericht verurteilte den Angeklagten mit Rücksicht auf seine Unbestrafthell zu einer Geldstrafe von 25 Mk. Der Metzgergeselle J'entsch aus Sgorsellitz, Hessen Vorstrafliste auf das Jahr 1888 zurückreicht, war vorübergehend bei dem Händler Egidius Ebel in Gießen mit Kirschenpflücken beschäftigt. Nachdem er, da er nicht einmal hierzu zu gebrauchen war, von Ebel entlassen worden war, soll er in dessen Verkaufsbude eingebrochen sein und Eßwaren und einige Kleinigkeiten daraus entwendet haben. IDa er leugnet und der sichere Nachweis seiner Thäterschaft nicht zu erbringen ist, wird er freigesprochen. Der .Schreinergeselle Seger, Besitzer einer gleich großen Straf­fste wie sein Vorgänger, Spezialist in Betrugssachen, ist mit einem von seinem Meister geliehenen Geldbetrag und

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Köln, 7. Jan. Heute sand hier die entscheidende Beilamm- lung der K 0 h l e n ° G r 0 ß h ä n d l c r von Mannheim, Marnz und Frankfurt a. M. behufs Bildung eines neuen Kohlenrmgej statt. Sie ging ergebnislos auseinander.

Märkte.

Gießener Biehmarktbcricht. Ter gestrige Viehmartl hatte einen Austrieb von etwa 9001000 Stück Rindvieh, wozu noch an Schweinen etwa 4500 Stück kommen.<^c=

stattete sich mit Rücksicht auf die Jahreszeit überaus lebhaft, -tic starke Nachfrage besonders nach Al ilch viel) zahlreicher Käufer vom Main, von der Sieg, aus der Nahegegend und aus der Umgebung von Köln bewirkte ein geringes Anziehen der Preise gegen die de- letzten Dezember-Marktes in allen Viehgatlungen. Nur gemästete alte Abmelkkühc (Schlachtware), die früher stark auf unseren ^tartren für das Industriegebiet aufgekauft wurden, waren sehr schwer, felbst bei recht billigen Preisforderungen, an den Mann zu bringen und verließen teilweise unverkauft den Markt. Tas^Kalbergeschaft war eit langem nicht so gut wie gestern. Für die ^chlachthofe drauk- furt a. M. und Wiesbaden war besonders fchwere Ware ge ud)t, aber auch Gießener Metzger deckten ihren Bedarf gestern am Markt, so daß die Preise für gute Ware erheblich stiegen. Es wurden ver­kauft: 5iühe, frischmelkend und tragend, 1. !Qual. 4o0oOO ffllf., 2. Qual. 350400 Alk. Geringere Ware m Milchvieh 27532o Mk. Tragende Färse 180200 Alk. Der kleine Vorrat an Gang-Ochfen wurde nach dem Rheinland für 750-800 Mk. pro Paar abgegeben. Junge fette Rinder kosteten pr. Ztr. Schlachtaewicht 0860 Mk. Kälber wurden verkauft 1. Sorte zu 5961 Mk., 2. Sorte o4 bis 56 Mk., leichte Waare 4952 Mk. pr.Ztr. Schlachtgewicht. Der Handel in Schweinen war weniger lebhaft. Die Forderungen der Verkäufer waren wieder sehr hoch. Der kleine Auftrieb langte je­doch für den Bedarf reichlich aus, und so kam es gegen den Schluß des Alarktes noch zu einem recht flotten Handel. Bezahlt wurden pro Paar für Ferkel, 810 Wochen alt, 38-45 Mk., 1214 Wochen alt 5060 Mk. 1820 Wochen alte Tiere gingen zu 75100 Alk. ab. Einlegschweine waren wenig am Markt und fette Schlacht­ware fehlte ganz. Nächster Markt 21. Januar.

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