Ausgabe 
7.10.1902 Zweites Blatt
 
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der Lraats nids um 7 llhi R emständiger e der Anklage. >en dafür em, - erwiesen, daß be. Ter Aer- W alle Mo- günstig sind. Beraümg die «meinen aber m Angeklagten m Bermogcns' wegen Bttrug e BobenhMsen Der LtaM- 3 zu erkennen, lere Strafe, die s Urteil lautet

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loder 1902.

beute bie fern* vltite, roddje men, verlesen.

des j yx ^xotowl; Mn Mdurm ie^onen behaup­tenden Mmenli weil man wen- des Arükels habe ; gewordene vor- er Gras Andraßy gesprochen Haden ussland zur Folge öglichkeü gedacht, ichtigeL Lorgeden ngeordnel Haden , daß der M angewiev M m enennih mo llt hah tti M-

Die a dlesein das Staat»' hlen tin be in dir Juden falsch und eme arnabMun' M daher sein z hieran den "" Sellegasl und de- und die BeschA bis 23.3uni M den-M eschließl die Ad

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Vermischtes.

Aus Stadt und Land.

Telephonischer Kursbericht

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. 101.90 . 92. . 102. . 92.06 . 100. . 99.70 . 102.80

100.86 . 101.30 . 103.80 . 60.80 . 32. . 28.60 . 121.00 . 48.96

^^Hteraui wurde die Verhandlung aui Dienstag vertagt.

Ehepaar Siebold erhängt, und zwar der Mann morgens tm Keller, die Frau abends auf dem Speicher. In Kassel wurde wegen Unterschlagung von etwa 26 000 Mark der Buchhalter Stieglitz der Getreideftrma Buchenholz verhaftet.

Roichsanleihe do.

Konsole . do. . .

3*/a% 8%

3V,%

3%

Hessen . . .

3% Oberhessen . . .

4% Oeeterr. Goldrente . ,

4%% Oesterr. Silberrente 4-6 Ungar. Goldrente . .

4°/u Italien. Rente . . .

4% 56 Portugiesen . . ,

3°/ Portugiesen, . . .

1% 3. Türken . . .

Türkenlose.....

4% Grieoh. Monopol.-Anl.

4'/,-6 äussere Argentiner

8% Mexikaner . . . 41/a"/o Chinesen . . . Electric, ßohuokert . . Nordd. Lloyd . . .

Kreditaktien «... Dis konto-Komm andit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsgea.

Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . . . Gotthardbahn .... Laura Hütte.....

Bochum......

Harpener.....

Tendenz: still.

Meyer!" ruft der Chef

. 26L6 . 91.9e . 82.76 . 106.80 . 216.1C . 186.0C . 135D0 . 142L0 . 156.50 . 152.46 . 20.40 . 178.50 . 200.50 . 178.80

. 168.70

Landwirtschaft.

Gießen, 6. Okt. Auf der am 4. Oktober eröffneten deutschen Gersten- und Hopfenaussleliung zu Berlin fiel der erste Sieger­preis in ine vom Hessischen Landwirtschaftsrat veranstaltete Sammelausstellung und zwar aus eine von Gottjrred Bund-

i-v-

schuh aus Lengfeld L O. ausgestellte Gerste. ganz«, kamen auf die 28 Gersten der Hessischen SammelauSstellung 19 Auszeichnungen, darunter drei erste Preise außer dem ersten

Gießen, 7. Oktober 1902.

* Gedenktage. Zu Florenz starb am 8. Oktober - 6808 der italienische Tragödiendichter Vittorio Alfieri. , Empörung gegen jede mißbrauchte Gewalt und Tyrannei, ein !»egeisterteS Gefühl für Freiheit, tiefer Groll gegen die Er- schlaffung seine« Volkes, daS sind die Hauptzüge, welche die 1 Seele seiner kraftvollen Tragödien auSmachen. Zu feinen besten Stücken zählen:Saul* und .Philipp II.* Zu Asti (Piemont) ward der Dichter am 17. Februar 1749 geboren.

- Personalien. Dem Oberförster der Oberförsterei Lampertheim, Gustav Dieffenbach wurde der Charakter «lS Forstmeister verliehen. Der evangelische Pfarrer Geh. 5lirchenrat D. Thomas Stock zu Stockhausen, Dekanat Lau- t crbach, ist auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienstführung in den Ruhestand versetzt worden. Der Oberkonsistorialasiessor Franz Merck zu Darmstadt, dem der Charakter als Oberkonsistorial» rot verliehen war, ist zum Oberkonsistorialrat ernannt worden.

- Zu den Landtagswahlen. Der Vorstand des Nhein-Main-Gastwirteverbandes hat an seine Mitglieder einen Llufruf erlösten mit dem Ersuchen, angesichts der kommenden öandtagswahlen sich bei ihren Landtagskandidaten, ohne Diückstcht auf deren Parteistellung zu vergewistern, wie sich dieselben gegenüber den Forderungen der Gastwirte ®uf Aufhebung bezw. Ermäßigung derunge­rechten Stempel und Steuern" stellen, welche sich für bie Herbeiführung einer gerechten Besteuerung durch Auf­hebung bezw. Herabsetzung der einseitigen, unter dem Namen stempel bestehenden Doppelsteuern aussprechen.

Stadttheater. Als erste v olkstümliche Vor­stellung geht am Mittwoch Hermann Sudermanns Schau­spielHeimat" in Szene. Die Eintrittspreise betragen für Loge 1.20 Mk., Saalplatz 60 Pfg., Gallerie 30 Pfg.

Der große ZirkuSCharleS trifft am Mittwoch Nachmittag 6.50 Uhr hier ein und wird am Freitag seine Liorstellungen hier beginnen.

R. Hattenrod, 5. Okt. Nachdem unsere Gemeinde, bie zu den wenigen glücklichen zählt, die keine Kommunal­steuer erfordern, erst im letztverfloffenen Frühjahr die hiesige Kirche mit einer prächtigen Orgel auSgestattet hat, konnte heute auch ein neuer luftiger Schulsaal seiner Bestimm­ung übergeben werden, während der seitherige, den Ansprüchen nicht mehr genügende Raum durch Umwandlung in zwei Zimmer eine zeitgemäße Erweiterung der Lehrerwohnung ab­gegeben hat. Die Einweihungsfeier, welcher seitens der Schul- und Baubehörde die Herren Provinzialdirektor Dr. Breidert, Kreisschulinspektor Prof. Dr. LuciuS und Bau- rct Stahl von Gießen beiwohnten, eröffnete die Musikkapelle mtt dem LiedeIch bete an die Macht der Liebe", worauf Lehrer Römer die zahlreichen Festgäste im alten Schulsaale begrüßte. Dann bewegte sich der Zug der Festgäste nach bem unweit deS alten Schulhauses als besonderer Bau mit flachem Dach errichteten neuen Schulsaal. Hier hielt Pfarrer R ö m h e l d von Ettingshausen die Weiherede. Durch e ine Schülerin wurde dann der Schlüssel dem Baurat Stahl überreicht, welcher ihn mit Dank gegen den Bauleiter, Kreis- sßraßemneister M a r i n g e r von Grünberg, wie alle am Neu­bau beschäftigt gewesenen Handwerker und Arbeiter und mit bem Wunsche, daß der neue Saal allen Anforderungen ent­sprechen möge, weitergab an den Provinzialdirektor Dr.Brei- tert Dieser sprach seine besondere Anerkennung der Ge­meinde Hattenrod für ihre Opferwilligkeit aus und überreichte boen Schlüssel dem Bürgermeister Rock. Bevor letzterer die Eingangspforte öffnete, dankte er den Festteilnehmern für ihr zahlreiches Erscheinen und empfahl das eine Zierde der mannen Gemeinde bildende neue Gebäude dem Schutz Gottes. Zum Schluß trug der hiesige Gesangverein unter der Leitung deS Lehrer Römer den vierstimmigen ChorLaßt Jehovah doch erheben" vor, worauf die Besichtigung des neuenSchul- j-aaleS erfolgte.

n. Echzell, 6. Okt. Baron v. Harnier hier hat sein n Ulfa bei Nidda liegendes Gut, das etwa 150 Morgen HUt, an den Händler Leopold Weinberg von Treysa bei Raffel verkauft. Letzterer hat es in der Absicht erworben, baS Gut zu parzellieren und in kleinen Abteilungen an die Anwohner Ulfas zu verkaufen.

Darmstadt, 6. Okt. Gestern Vormittag fand in der hiesigen Stadtkirche die Amtseinführung des neu ernannten Stadtpfarrers unserer evcmg. Stadtgemeinde, Dr. Friedrich Grein, seither in Gießen, statt, dessen Berufung durch die Ernennung des Pfarres Petersen zum Oberkonsistorialrat notwendig geworden war. Die feierliche Handlung wurde durch Superintendent D. Flöring vorgenommen, der seiner J3 Herzen gehenden Ansprache den Text Psalm 27, 1 zu Grunde gelegt hatte. In seiner Antritts-Predigt be­merkt Pfarrer Grein einleitend, daß er zwar von seinersett-

UnioerstMs-Nlichrichlra.

DerReichsanz." meldet, Prof. Orth in Göttingen ist in die medizinische Fakultät der Berliner Universität versetzt. (Orth ist bekannllich der Nachfolger Virchows. Die Red. des Gieß. Anz.)

Gerichtssaai.

München, 6. Okt. DaS Landgericht verurteilte den Schrift- steller Friedrich Benz zu 2 Monaten Festungshaft wegen Beleidigung des Deutschen Kaisers, die in einem Briefe an den Schriftsteller Karl Hermann in Braunschweig et> °lgt war. -------- .

Daris 6. Oft. Der Gouverneur von Martinique tele­graphiert: 4er Mont Pel6 stößt Asche und Rauch aus: man hört dumpfes Rollen, lln der Gegend von Basse-Pointe richteten Ströme heißen Wassers Schaden an

* Paris 6. Oft. Zwischen dem KaLinettschef des Kriegsministers General Per ein und dem Redakteur desGaulois" Pollonais wurde heute nachmittag ein Zweikampf auf Säbel auögetragen, wobei ersterer eine leichte Verletzung an der Hand erhielt. (Die Veran­lassung hierzu war die gestern von uns mitßeteiltc Preß­äußerung über Dreyfus und Percin am Grabe Zolas. D. Red. d. Gieß. Anz.)

Wien, 6. Oft. Die RcttsVammer des Landgerichts beschroß heute die Haftentlassung des in Zusammen­hang mit der Angelegenheit Jellinek verhafteten General­direktors der Eltvomobilwerke Pollak, da weder Flucht­verdacht nodj Kollusionsgefahr vorliege. Der Gasthofs­besitzer Foerschtgott tötete heute vormittag s e i n e F r a u, 'eine drei Kinder und sich selbst durch Revolver- chüsse. Tas Mottv sollen finanzielle Schwierigkeiten lein.

*Generalmajor v. Mackensen, der Kommandeur der Leibhusaren-Brigade, hat, wie man aus Danzig berichtet, auf der Fuchs-Jagd des westpreußischen Reiter-Vereins durch Sturz vom Pferde einen sehr schweren Knüchelbruch erlitten.

Das Münchener Oktoberfest. Nach ememTele­gramm aus München endete das sogen. Oktoberfest, ein bayerisches Volksfest, mit großen Exzessen. Schutzleute, welche bei einem Strecke intervenieren wollten, wurden von der Menge angegriffen und wurden gezwungen, blank zu ziehen. Bald hatte sich eine nach vielen Hunderten zählende Volksmenge angesammelt, welche gegen die Polizei­wache einen Hagel von Steinen schleuderte und auch mehrere scharfe Schüsse abgab. Mehrere Personen, darunter ein Schutzmann, wurden nicht unerheblich verletzt. Erst in später Nachtstunde konnten die Ausschreckenden beruhig

dem Lehrling zu,holen Sie mal sofort 12 Schachtel» Sodener Mineral-Pastillen aus der Apotheke, aber ver­langen SieFays achtel" Der Husten des Personals muß endlich einmal energisch bekämvst werden bei vertreibt mir sonst die ganze Kundschaft." Tann wen­dete er sich an seine Angestellten:Für die Folge abei sorgen Sie selbst dafür, daß Sie nicht wieder mit einem Husten und chronischer Heiserkeit ins Geschäft kommen, Eine Schachtel Pastillen kostet nur 85 Pfg. und damit beugen Sie jeder Erkältung vor. 6824

daß bezüglich der Behauptung -v r. - .

an Komtz bie umfassendsten Nachforschungen angestellt worden !Äen. <LS sei jedoch kein Beweis hierfür erbracht worden. Zu... Schluß gelangen noch die Aussagen mehrerer Zeugen zur Ver- irsung, die sich auf die Behauptung beziehen, daß der ylelscher- nneister Israel Eisenstädt au5 Schlochau in der Nacht vom 11. zum U. März in dem BorromäuSstift in Könitz, in dem er krankheUS- h.ilber sich aufhielt, gefehlt und daß er durch das ©eftreiten dieser ihatiacbe einen Meineid geleistet habe. Nach emgehender gericht- [flj)er Voruntersuchung ist das Verfahren mangels Beweises durch Eeschluh der Strafkammer deS Landgericht- zu Komtz eingestellt

Ionen nach Könitz kamen. Im Allgemeinen bemerkt Schweiger, GedächtmS-Sttstimg^, die vor

bezüglich der Behauptung _über den Aufenthalt frernber^ubai und nun mck emem Aufruf an o

Beitrag von 100 Mark. In Weissenbach hat sich das Siegerpreis.

tzrrigen Gemeinde, bei der er zehn Jahre thätig gewesen, nur mit schwerem Herzen Abschied genommen, daß er aber fltme wieder heimatlichen Boden betreten habe, um dem Ar­beitsfelds seine Kräfte widmen zu dürfen, auf dem sein Vater (Ser hier unvergessen gebliebene Hofprediger Ernst Grein) ein Menschenalter hindurch in Segen gewirkt. Seine Predigt über das Thema 1. Johannes 1, 7 (Unser Wandel geschehe im Licht und unsere Gemeinschaft in der Liebe") zeigte, daß unsere Gemeinde in Dr. Grein einen Kanzelredner von glän­zender rhetorischer Begabung und begeisterter Hingabe an feinen hohen Beruf gewonnen hat.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Ter Hessische Goethebund, der seinen ^itz in Darmstadt hat, leistete für dieDeutsche Dichter-

Ueuelle Meloungen.

vriginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Straßburg, 7. Okr. Die Köchin und das Zimmer­mädchen des Professors Böckel wurden tot in ihrem Zimmer aufgefunden. Tie polizeiliche Untersuchung ergav, daß der Tod durch A-usströmen von Kohlengas aus dem chadhaften Kamin eintrat. .

London, 7. Oft. Alle Meldungen, wonach sich der Besuch des Königs von Portugal in England auf ein Abkommen b etr ess end die De l a g o ab ai be­ziehe, entbehren der Begründung. Tie Integrität des ivrtugiesischen Kolonialbesitzes ist mehr als ein bloßes Schlagwort der Lissaboner Regierung. Eine Verletzung dieser Integrität würde das portugiesische Rational-Bewußt- ein so empfindlich treffen, daß nicht bteä das Kabinett dadurch unhaltbar, sondern geradezu der Fortbestand bet Dynastie gefährdet werden würde.

Paris, 7. Oft. Zu dem jüngsten Ausbruch des. Mont Peläe meldet der Gouverneur von Martinique an den französischen Kolonialminister: In Basso-Pointe strömt siedendes Wasser aus dem Erdinneren. In den Dörfern St. Marie und Trinite wurden Erdstöße verspürt, welche von unterirdischem Getöse begleitet waren.

Paris, 7. Okt. Auf einem Bankett beS republikani­schen Komitees für Handel und Industrie ergriff Minister­präsident Combes das Wort. Er Mtze sich glückliche das Werk Waldeck-Rousseaus fortzusetzen, der den Zusammen­schluß der republikanischen Partei durchgeführt und damit die Republik von der doppelten Gefahr bes Nationalismus und der klerikalen Reaktion befreit habe. Ihr Komitee ist au der Weiterführung unseres Werkes interessiert, bad' heißt an der Inanspruchnahme der Rechte des Staates- die ihm von den Vätern in der Revolution erworben sind. Hat nicht die Revolution das unsinnige Brandmal aus Ihrer Stirn gewischt das früher jeden zeichnete, der sich dem Handel hingab? Sie stützen daher Ihre eigene Sache, indem Sie der Sache der Revolution dienen. Der Minister­präsident entwarf ein Bild des Kampfes, der sich zwischen dieser Revolution und der Gegenrevolution entspann, dis sich mit Hilfe ihrer Mönche bestrebe, dem republikanischen Frankreich alle Eroberungen der Revolution wieder zu entreißen. Diese Gegenrevolution, setzte Ministerpräsidenl Combes hinzu, vermummt sich, indem sie chre Maske und Taktik ändert, hinter der republikanischen, und mit dem Rufe ,Hoch die Freiheit" stürzt sich die Welt des Klosters plötzlich erleuchtet, durch die Gnade der Revolution (Hettev feit;, vor den Altären nieder mid ruft den Gott des Syllabu^ zum Zeugen der Unduldsamkeit und des freien Gedaukeni an. Schließlich sprach Combes von den friedlichen M sichten der Regierung gegenüber dem Auslande.

Pont ä Mousson, 7. Oft. Bei einer Explosion eines Hochosens wurden ein Arbeiter getütet, sieb« verwundet.

Lissabon, 7. Oft. Ta der Besuch des Königs in England voraussichllich über 40 Tage dauern dürfte, wurde beschlossen, der Königin die Re gen t sch af t übertragen. Äne besondere Einberufung der Kortes wahrscheinlich, damit diese selbst die Vereidigung btf Königin auf die Verfassung entgegennehme.

Budapest, 7. Oft. 'Tie Stellung Körbers ist sehr erschüttert. Der Kaiser ist sehr mißgestimmt nicht blos wegen der bisherigen Resultatlosigkeit der Aus^ gleichs-Verhandlungen, sondern auch, wegen der Dovped 'strömung, die sich seit der Verheiratung des Thronfolgers am Wiener Hofe bemerkbar macht und die schon zu ver- schiedenen Konflikten geführt haben soll.

und zerstreut werden.

* Verschnupft! Alle Welt ist jetzt bei dem fort­während wechselnden Wetter erkältet und verschnupft. Die Vernachlässigung eines Schnupfens kann unter Umständen sehr unliebsame Folgen haben. Ist auch noch Niemand direkt an Schnupfen gestorben, so lehren doch zahlreiche Todesfälle, daß em vernachlässigter Schnupfen unter un­günstigen Umständen sehr wohl zu lebensgefährlichien Kom- plikattonsn führen kann. Namentliche bei Kindern und bei Personen mit zarter Konstitution hat ein Schnupfen oft schwere Lungenbatarrhe rc. im Gefolge. Deshalb muß jeder Katarrh, und besonders der am weitesten verbreitete, der Schnupfen, vom ersten Tage an sorgfältig behandelt werden. Als Mittel ist Forman anzuwenden, der neue Schnupfen- äther, der auf der vorletzten (73.) Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte den anwesenden Professoren und Aerzten demonstriert und ärzllicherseits mehrfach, als ge­radezu ideales Schnnpfenmittel bezeichnet wurde. Forman ist ein Kondensationspvoduft aus Formaldehyd und Men­thol. Seine Anwendung ist eine sehr einfache Bei leichtem Schnupfen genügt die Formanwatte, die in kleinen, wohl feilen Dosen verkauft wird, bei schwerem Schnupfen wird der Formanäther (in Pastill en form) mittelst eines kleinen Glasröhrchens inhaliert. Das Eigenartige seiner Wir­kungsweise ist, daß das Mittel fast momentan eine Er­leichterung im Kopse und in den Nasengängen verschafft. Die Wirkung ist ganz frappant !

Handel und Verkehr. Uolkswülschaft.

Mannheim, 6. Okt. lieber die heutige Versammlung der Gesellschafter der ,R h e t n a u " - G e s e 1 l s ch a f t m. b. H., meldet dieN. Bad. L.-Ztg." daß der Gesellschaftsverttag nach ver­schiedenen Richtungen hin durch Aufnahme neuer Bestimmungen ergänzt wurde. Insbesondere wurde bestimmt, daß in Zukunft nur zwei Geschäftsführer gemeinsam zeichnen sollen. Gleichzeitig wurde ein Aussichtsrat ernannt. Die Verhältniffe der Gesellschaft wurden dargelegt und über den Stand der Verhandlungen Kennt­nis gegeben. Es wurde konstatiert, daß eine vitale Schädigung der Geschäftsintereffen durch die Manipulationen des verhafteten Direktors Böhm nicht stattgefunden bat. Es be° stehe die Aussicht auf eine die Jntereffen der Gesellschaft nicht zu schr gefährdende Abwicklung.

Homburg, 6. Okt. Am 9. Oktober werden 2 Mill. Mark 3V,proz. Anleihen der Stadt, 4. Ausgabe, zur Subskription aufgelegt. Der Zeichnungspreis beträgt 99 Prozent.

London, 6.Okwber. Hier gelangte die Japanische An­leihe zur Emission.

Paris, 6. Oft. Die Serbische Nationalbank hat im Auftrage der Banque Ottomane dem Finanzministerium 5 Millionen Franks zugestellt, lieber den Stand der Cotierungs- frage verlautet nichts neues. Die Zahlung läßt aber wohl darau schließen, daß die diplomackschen Verhandlungen einen Erfolg in sicherer Aussicht stellen.

Harpener Bergbau Aktien-Gescllschaft. In der Sitzung des Auffichtsrates wurde beschlossen, der Generalversammlung am 25. Oktober er. die Verteilung einer Dwidende von 10 Proz. (gegen 12 Proz. im Vorjahre) vorzuschlagen.

Markte.

Gießen, 7. Okt. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkl kosteten: Butterpr.Psd. 11,01,15 Mk^ Hühnereier pr. St. 78 Pfg., L Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 00-00 Pfg., Enteneier 0OVsg., Käse vr. Stck. 59 Pf., Käsematte 2 Stck. 60 Pfg., Erbserr pr. Lcker 19 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr. Paar 0,600,80 Mk., Hiihner pr. St. 1,001,30 Mk^ Hahnen pr. Stück 0,600,85 Mk., Enten pr. Stuck 2,002,30 Mk., Gänse pr. Pfd. 5066 Pfg., Ochsenfleisch vr. Psimd 6676 Pfg^ Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 7080 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6872 Psa., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 4,505,00 Mk., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 3,303,50 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepftl per Psd. 000 Pfg., in Körben 0000 Pfg. Trauben 0000 Pfg.

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