Ausgabe 
7.10.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 235 Zweites Blatt.

152. Jahrgang

Dienstag 7. Oktober LVVS

»rfchetut tägliq außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siehener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen tlnwers^Buch- u. Stein- drucke re t (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstrahe 7. tibrefie für Depeschenr Anzeiger Gießen, tzernsprechanschluß Nr. 5L

GichenerAnzeiger

w General-Anzeiger v**

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

«e»«g»prer», monatlich 7b Ps^ viertel« iLürlich M. 8.20; durch Abhole- u. Hweigstellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Mk.2. oieriel- jährl. ausschl. Beslellg.

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Die heutige Dummer umfaßt 8 Seite«.

Bekanntmachung.

Die Rotlaufseuche unter den Schweinen in Caldern ist erloschen.

Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben.

Marburg, den 6. Oktober 1902.

Der Königl. Landrat des Kreises Marburg.

v. Negelein.

Politische Äagesschau.

Die Buren-Generale werden, wie ein Berichterstatter als feststehend mitteilt, vom Kaiser empfangen werden, wahrscheinlich be­reits am Tage ihrer Ankunft in Berlin. Diese erfolgt Freitag früh auf dem Bahnhofe Zoologischer Garten. Die Generale nehmen im Hotel Prinz Albrecht Wohnung, wo auch das Fest des Burenhilfsbundes zu Ehren der Generale am Abend des 18. stattfindet und bei welcher Gelegenheit die Spende überreicht werden wird. Ain Sonntag darauf dürften die Generale an dem Gottesdienst in der Kaiser Wilhelm- Gedächtnislirche teilnehmen. Was die ihnen zu gewährende Audienz beim Kaiser anbetrifft, so hat sich der Monarch gleich von vornherein bereit erklärt, die drei Vertreter des Burenvolkes unter gewissen Bedingungen zu empfangen. Zunächst wird gefordert, daß oiesewen sich in Deutschland jeder antienglischen Agitation enthalten, und außerdem muß die englische Ver­mittelung beim Gesuch einer Audienz nachgesucht werden. Tie Bedingungen sind auf die Bitte der Generale um eine Audienzgewährnng ihnen gleich bekannt gegeben worden. Hierdurch ist der Weg zum Empfange beim Kaiser schon vorher nach Möglichkeit geebnet worden, was im Falle der Nachsuchung einer Audienz seitens der Buren erst nach ihrem Eintreffen in Berlin bei der Kürze chres voraussicht­lichen Aufenthaltes kaum möglich gewesen wäre. Zunächst haben also die Generale die englische Vermittelung für den Empfang und danach hat die englische Botschaft um Audienz­gewährung beim deutschen Kaiser nachzusuchen. Nach den Berl. N. Nachr." sind die nötigen formellen Schritte und Abmachungen noch nicht erledigt.

Am Montag trafen die Generale in Brüssel ein. Sie wollen dort, sowie in Frankreich und Deutschland eine große Anzahl Banknoten und Briefmarken der früheren Buren- reaierungen Liebhabern zum Kaufe anbieten. Auf den Noten befinden sich die Unterschriften der Burengenerale. Ter Ertrag soll der Burenhilfskasse zugute kommen. Tie Gene­rale begeben sich am 14. Oktober nach Paris und dann über Berlin Anfang November nach Italien, wo sie Padua und Mailand besuchen werden. Zunächst aber begeben sie sich am Mittwoch .nach Gent und am Donnerstag nach Utrecht, wo der Geburtstag Krügers gefeiert werden soll. In Brüssel wußten sich bei ihrem Eintreffen. Hunderte von Menschen sich dadurch Zugang zu dem Bahnsteig zu ver­schaffen, daß sie Billets nach den umliegenden Stationen lösten. Auf dem Bahnhofe wurden die Generale von den Mitgliedern des Burentomitees empfangen. Als sie fror dem Bahnhof den Wagen bestiegen, erschollen anhaltende Hochrufe auf die Buren und die Generale. 9hir mit größter Mühe gelang es dem Wagen, durch die Menschenmenge durchzukommen. Die Generale begaben sich zum Hotel du Monarque, wo sie Wohnung nahmen. Tewet hielt front Balkon des Hotels eine Ansprache, in der er erklärte, die Generale seien nicht nach Europa gekommen, um um Unterstützung behufs Wiedererlangung der Unabhängigkeit zu bitten, sondern um Hilfe zu suchen zur Heilung der Kriegsschäden. Zur Ehrung der Buren generale wurde als­dann eine große Versammlung nach derGrande Har­monik cinberufen. Dewet erklärte: Angesichts der ge- walttgen Begeisterung, die wir hier sehen, fragen wir uns: Warum hat keine Intervention stattgefunden? Gott hat gewollt, daß wir die Unabhängigkett verlieren sollten. Wir werden dem neuen Vaterlande treu bleiben, wenn die Fricdensbedingen loyal ausgeführt werden. Tie Engländer sind unsere Feinde nicht mehr. Ich habe den Friedensvertrag mitunterzeichnet und werde mein Wort halten.

Die Zolltarifkommisfion

trat am Montag zur Feststellung des Berichtes zusammen. Verschiedentlich lvurde erwartet, daß die Kommission auch Vorschläge für die Reihenfolge machen werde, nt der das Plenum über die einzelnen Teile der Vorlage beraten soll. Hiervon wurde aber Abstand genommen und die Ange­legenheit dem Senioren-Kvnvent überlassen.

Es ist wahrscheinlich, daß der Sentoren-Konvent es kurz macht", d. h. sich dafür aussprtcht, gleich das Haupt­stück des Tarifentwurfs, die Getreide-, Vieh- und Fl eisch Kölle, in Angriff zu nehmen. Von der (Snt^ scheidung über die Agrarzölle hängt nun einmal das Sein oder Nichtsein der Vorlage ab. Tie Konferenz der ver­bündeten Regierungen wird Gewißheit schaffen, daß die Bundesstaaten den Getreidezöllen nichts zulegen wollen. Dann kann ebensowohl der Reichstag , ein Urteil fällen. Zeit zurVerständigung" war genug vorhanden. Man nimmt an, daß Graf Bülow vor Beginn der Debatten eine erfreuliche Aussprache mit den parlamentarischen Führern veranlassen wird. Die konservativeKreuzztg." will sichabwartend verhalten"- bis die, verbündeten Re­gierungen zu den Kommissionsbe,chlusien Stellung ge- nommen haben. DieK'reuzztg." hak immer die Fahne der Hoffnung hochaehatten, daß die Negierungen doch noch zu anoerer Ueberzeugung kämen. In der Polittk ist man

sonst nicht so hoffnungsvoll. <83 ist auch wohl nicht im Sinne des Vertrauens gemeint, sondern derstarken Er­wartung" der Umkehr der Regierung.

Der Bericht schließt mit folgenden Anträgen der Kommission: Der Reichstag wolle beschließen, erstens, dem Gesetzentwurf betreffend den Zolltarif in der vorge­schlagenen Fassung die Zustimmung zu erteilen, zweitens, die zu dem Gesetzentwurf eingelaufenen Petttionen durch Beschlußfassung über denselben für erledigt zu erklären und drittens folgende Resolutionen anzunehmen: Erstens, den Bundesrat zu ersuchen, mit möglichster Be­schleunigung unter Hinzuziehung von Verttetern des in­ländischen Tabakbaues zu prüfen, in welchen Bezieh­ungen die Ausführungsvorschriften zum Gesetz front 16. Juli 1879 betreffend die Tabakb esteuerung im Interesse der kleineren Tabakbauern ver­ein facht werden können und dem Reichstage die Ergeb­nisse mitzuteilen, zweitens, mit Rücksicht auf oie Erklärung der Vertreter der verbündeten Regierungen bänglich der Zollsätze in Pos. 237, Petroleum, keinerlei vertrags­mäßige Verbindlichkeiten anderen Staaten gegenüber ein­gehen zu wollen, sowie die Regierungen zu ersuchen, mtt möglichster Beschleunigung zu erwägen, ob nicht durch Ein­führung verschiedener Zollsätze für Rvhpetroleum und gereinigtes Petroleum die Schaffung einer in­ländischen Raffinerie-Industrie möglich und wirtschaftlich geboten erscheine und, bejahenden Falles, einen diesbezüglichen Gesetzentwurf dem Reichstage vorzulegen.

Der nationalsoziale Parteitag

ist am Sonntag in Hannover geschlossen worden. Aus dem politischen Jahresbericht Naumanns erwähnen wir, daß dieser die Erwartung aussprach, daß, nachdem in der Sozialdemokratie der Diarxismus vollständig abgethan sei, ohne daß eine neue politisch-wirtschaftliche Anschauung ein- aetreten sei, sich hier eine industrielle Volkspartei durchsetzen werde. Tr. Alfred Weber-Berlin hielt einen Vortrag über KartelleundSyndikate. Er bezeichnete in seinen Leitsätzen die Kartelle als entwickelungsgeschicht­lich notwendige Bildungen, die aus den Konzentrations­tendenzen des Kapttals sich ergeben und gegen die eine Reprefiivpolitik unmöglich sei. Zur Verhütung einer Aus­beutung des Jnlandmarktes forderte er die Einführung einer möglichst weitgehenden Publizität der Kartellgebahrung durch Kartellregister, Veröffentlichung der Kartellbeschlüsse und der Kartellpreise. Der Staat müsse sowohl als Pro­duzent int Bergbau wie als größter Abnehmer für Schienen, Kohlen 2C. eine ungesunde Kartellzinspolitik durchbrechen- Erwünscht sei die Einfügung einer Klausel in die Handels­verträge, die die Erhebung eines Zollzuschlages auf Artikel ermöglicht, welche fremde Kartelle mit Hilfe der Export­prämien ausführen. Der Parteitag stimmte diesen Leitsätzen zu unter Einfügung der Forderung nach Veranstaltung einer Enquete, wie weit die Kartelle zu gesetzlichem Eingreifen Veranlassung geben. Hierauf befürwortete Tischendörfer- Berlin eine Arbeitslosenversicherung. In der Diskussion kamen die Schwierigkeiten zum Ausdruck, welchen die Durchführung der Arbeitslosenversicherung begegnet. Es wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Lettfätze des Referenten als Grundlage für die Aufstellung eines Programms für die Arbeitslosenversicherung einer Kom­mission von sieben Mitgliedern überwiesen wurde.

Auf Antrag des Pfarrers Gros-Esch nahm der Partei­tag einen Protest gegen den Ausschluß der sozia l- demokratischen Konsumvereine aus dem allge- mein en Verband der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossen­schaften an. Tie vom Parteitag angenommene Resolution drückt das Vertrauen zu derEinsicht und Gerechttgkett" der Regierung aus, ,chaß sie der Genossenschaftsbewegung des Arbeiterstandes dasselbe Wohlwollen und mindestens dieselbe Freiheit gewähren werde, wie dem ländlichen Ge­nossenschaftswesen".

Ueber das Aktionsprogramm des Sozialis­mus sprach Tr. Maurenbrecher. Er meinte, eine Partei, welche wie die Sozialdemokratte aus der Philosophie stammt, höre auf zu existieren oder müsse fortwursteln, veröden, versanden, wenn sie die Theorie aufgebe. Heute seien bei der Sozialdemokratie keine instruktiven Ideen mehr vor­handen, alte Gedanken seien auf allen Seiten innerhalb der Sozialdemokratie zusammengebrochen, neue seien nicht möglich. Der Gedanke, daß der Sozialismus Vergesell­schaftung der Produktionsmittel und der Staat das einzige Produktionssubjekt sei, der eine Freiheit gewährleiste, sei sowohl bei Bernstein wie bei Kautsky aufgegeben. Die So­zialdemokratie schweige sich aus über die Frage, wie sie an der Regierungsgewalt Anteil gewinnen könne, um Aende- ntngen zu schaffen. Ties sei nur möglich durch ein Kom­promiß zwischen dem Nattonalen und dem Sozialen. Wenn der Gedanke sich verbreite, daß die Frage, ob Monarchie oder Republik, leine Prinzipienfrage ist, sondern die Be­urteilung der Frage der Staatsform nach Gründen der Macht und der Zweckmäßigkeit sich richte, so würden die Arbeiter einem Kompromiß mit dem nationalen Gedanken geneigter werden.

Bei der Vorstandswahl wurde Naumann zum Vereinsvorsitzeitdeu wiedergewählt. Ter engere Vorstand besteht aus idem Regierungsbaumeister Frauendienst, dem Bodenreformer Tamaschke, Regierungsbaumeister Souchon, Lithograph Tischendörser, Lehrer Schöning und fr. Gerlach, alle in Berlin.

Tie Nationalsozialen haben am Sonntag abend in einer geschlossenen Sitzung verhandelt über die bevorstehenden Reichstag sw ah len und über die allgemeine Lage des Vereins, und der Presse zu diesen Verhandlungen keinen Zutritt gewährt.

Umstrittene Gesetzentwürfe.

Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 6. Oktober:

Unmittelbar nach Wiederbeginn der Reichstagsverhand- lungen wird als erste Kommission diejenige zusammen- treten, der der Gesetzentwurf über die gewerbliche Be­schäftigung fron Kindern zugewiesen ist. Tie Be­ratungen dieser Kommission dürften sich geraume Zett hin­ziehen, da, wie bereits die Generaldebatte im Plenum erkennen ließ, Berständigungsschwierigkeiten zu überwinden sind. Auf leben Fall wird der Entwurf in erheblich ver­änderter Gestalt ins Plenum zurückgelangen, seine Ver­abschiedung ist im günstigsten Falle bis zum Beginn der parlamentarischen' Osterferien möglich. Tie Linke will alles versuchen, die landwirtschaftliche Kinderarbeit in das Gesetz einzubeziehen, was die Regierung dem Ver­nehmen nach ab lehnt. Ob die Vorlage über die kauf­männischen Schiedsgerichte das Parlament noch vor Neujahr beschäftigen wird, ist sehr zweifelhaft. Die Meldung, int Reichsjustizamt sei wenig Stimmung für ein solches vorhanden, trifft zwar nicht zu, der Entwurf ist int Gegenteil nahezu fertiggestellt. Tvch der Umstand, daß er den Anschluß dieser Schiedsgerichte an die Amtsgerichte vorsieht, dürfte ihn dem Reichstag weniger sympathisch machen. Tie Volksvertretung ist in ihrer großen Mehrheit für die Angliederung an die Gewerbegerichte, wo­gegen wiederum die Regierung Bedenken hat. Tie Möglich­keit erscheint sonach nicht ausgeschlossen, daß der Gesetz­entwurf scheitert, zumal auch die kaufmännischen Kreise einer Angliederung der Schiedsgerichte an die Amtsgerichte roiberftreben. Tie Novelle zum Krankenversiche­rungsgesetz dürfte dem Reichstag erst im letzten Tagungsabschnttt zugehen.

König Leopold als Geschäftsmann.

Aus London wird berichtet: In der Presse macht augenblicklich eine Geschichte die Runde, die den so stark ausgeprägten Geschäftssinn des Königs der Belgier charakteristisch beleuchtet. Als Leopold nach dem Tode seiner Gemahlin nach. Brüssel kam und dort die Beerdigung der Königin mit der beinahe un­anständigen Eile vollziehen ließ, während er gleich« zeitig Veranlassung nahm, den sattsam besprochenen Skandal mit seiner Tochter Stephanie zu pro­vozieren, mußte er bekanntlich den Aufenthalt in seiner Hauptstadt und in seinem Lande angeblich auf dringendes Anraten seiner Leibärzte auf die allerkürzeste Fri st be­schränken und schleunigst wieder nach dem schönen Süden eilen. Trotzdem aber fand der König unter all diesen be­trüblichen und peinlichen Umständen doch die Zeit, ein gutes Geschäft zum Abschluß zu bringen, indem er den Kontrakt für den Ankauf des HotelsSeite- frue" iin BrÜssel mtterzeichsnete und dadurch rechtS- kräfttg machte. Das Hotel ist ein sehr lukratives Unter­nehmen und liegt in der Nahe des königlichen Palastes^ uno nun bemüht man sich in Hofkreisen, die Sache so par- zulegen, als ob König Leopold den Ankauf nur vollzogen! habe, um seinen eigenen Palast ausbauen zu können. Hierzu soll aber speziell jetzt, nach, dem Tode der Königin, nicht die geringste Veranlassung vorliegen, und es ist viel wahrschein­licher, daß der König wenigstens vorläufig Hotelbesitzer bleibt und den schönen Profit, den das Unternehmen ab- wirft, in die Dusche steckt.

Deutsches Keich.

Berlin, 6. Okt. Der Kaiser wird morgen von Königsberg nach seinem Gute (Sabinen fahren. Am Mitt­woch beabsichtigt der Monarch der Einweihung der neuen Schule in Sabinen beizuwohnen. Donnerstag Mittag erfolgt bie Weiterreise nach Marienburg. Ueber die Reise bes Kaisers nach England wirb aus Kiel berichtet, baß die Uederfahtt von Vlissingen angetreten werden soll. Die Yacht Hohenzollern" und das Begleitschiff, Kreuzer.Nymphe", er­hielten Befehl, Kiel am 6. November zu verlaßen und sich nach Vlissingen zu begeben. Soweit heute bekannt ist, wird sich der Kaiser am 9. November dort auf dieHohenzollern" begeben und nach England abfahren.

Die »Berl. N. Nachr." stellen fest, daß e§ sich bei der Nachricht von einer bevorstehenden Konferenz der Ministerpräsidenten der größeren Bundes­staaten um eine durchaus unbeglaubigte Reporternotiz handelt. Dem Blatte wird bestimmt versichett, daß der Reichskanzler Einladungen zu einer solchen Konferenz nicht ergehen ließ.

Im Namen von 70 000 Gastwitten hat der Vorstand des deutschen Gastwirte-VerbandeS eine Eingabe an den Bundesrat und Reichstag in Sachen der Flei sch not abgesandt. Neben diesem Verbände, der zurzeit 470 Vereine mit 33 000 Mitgliedern umfaßt, sind daran be­teiligt der Bund deutscher Gastwitte, der in 400 Vereinen 30 000 Mitglieder zählt, ferner der Verband der Gast- und Schankwitte Berlins und Umgegend, die Berliner Gastwitte- Jnnung und der Verein der Berliner Hotelbesitzer.

Hamburg, 6. Okt. Heute wurde hier die 9. Jahres- Versammlung des Zentralverbandes der Orts­krankenkassen im deutschen Reiche unter dem Vorsitz von Hermann Steinmetz-Leipzig eröffnet. Vertreten sind 111 Kaffen mit 188 Delegierten und mehr als einer Million Mitgliedern. Nach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden hielt Senator Dr. Lappcnberg eine längere Ansprache, in der er die Teil­nehmer an der Versammlung im Namen de§ Senats und der