Nr. 285 Erstes Blatt. 152. Jahrgang
Dienstag 7. Oktober 1903
tL-ttch außer Sonntags.
Dem Siebener Anzeiger werden tat Wechsel mit dem Velfifche« Landwirt die Siegener LamiNen» Höfler viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh loschen Hntvers^Buch-u.Stein- b ruderet (Pietsch Erben) Redaktion, Trpedttio« und Druckerei:
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GletzenerAnzeiger
General-Anzeiger **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Ber«g»p»,t»r rnonalUch7b^viertel» iäbrltch Ml. 2.20; durch Abhole- xu Zweigstellen monatlich 6d Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel jährl. ausschl Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilen preis: lokal 12P1« auSwärt» 20 Psg. verantwortlich: für den polit. tu allgem, Leil: P. Wittko: für „Stadt und Land* und .Derichtssaal*: Lurt Plato; für den An- zeigsnteil: HanS Beck.
Bekanntmachung.
Betr.: Vorträge über Obstbau.
Der für SamStag, den 11. d. Mts., angekündigte Vortrag deS Herrn Obstbautechnikers Wiesner, der in Langd abgehalten werden sollte, fällt auS.
(Ließen, den 7. Oktober 1902.
Der Vorsitzende
deS Vereinsbezirks Gießen des Oberheff. Obstbauvereins.
Dr. Heinrichs.
KeKanntmachung.
Bei einem Schweine deS Heinrich Roth IX. zu Längs- darf ist Schweinerotlauf festgestellt worden.
Gehöftsperre ist angeordnet.
Gießen, den 6. Oktober 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen- Dr. Breidert.
KeKanntmachung.
Betr.: Die landwirtschaftlichen Winterschulen zu Alsfeld und Friedberg.
Die beiden nachstehenden Bekanntmachungen bringe ich zur Kenntnis der Vereinsmitglieder mit der dringenden Empfehlung, von den hiernach gebotenen Einrichtungen so weit nur irgend thunlich Gebrauch zu machen.
In dem lausenden Voranschlag des Vereins ist ein Betrag von insgesamt 150 Mk. vorgesehen zur Gewährung von Beihilfen zum Besuche von Ackerbauschulen. Die jungen Leute aus dem Vereinsbezirk, die einer Bewilligung hiernach teilhaft werden sollen, lade ich ein, ihre Absicht, den Kursus in AlSfeld oder in Friedberg mitzumachen, durch Vermittlung der Großh. Bürgermeisterei ihres Wohnortes mir im Laufe dieses Vtonats mitzuteilen.
Gießen, d,en 3. Oktober 1902.
Der Direktor des landwirtschastl. Bezirksvereins Gießen.
I. V.: Schlenke.
KeKanntmachung.
Betr Die landwirtschaftliche Winterscbule zu Alsfeld.
Die landw. Winterschule zu Lllsfeld beginnt ihren 30. Winterkursus DienStag den 4. November d. I., vormittags 11 llhr.
Indem wir zum Besuche der Schule einladen, bemerken wir, daß die Schule das Ziel verfolgt, jungen Landwirten diejenigen Fachkenntnisse, welche heute zur rationellen Bewirtschaftung bäuerlicher Güter notwendig sind, in zwei fünfmonatlichen Winterkursen zu vermitteln. Zur Erreichung dieses Zieles lehren an der Schule drei Landwirtschaftslehrer und vier Hilfslehrer. Die Schule ist mit einer reichen Lehrmittelsammlung zweckentsprechend ausgerüstet.
Ausgenommen werden junge Leute im Atter von 14 ete 20 Jahren, welche das Unterrichtsziel der Volksschule erreicht haben; in den oberen Kursus nur solche, welche schon den unteren Kursus mit Erfolg besucht haben, ober welche nach weisen, daß sie die Kenntnisse, welche der untere Kursus vermitteln soll, bereits besitzen. Aeltere Landwirte können als Hospitanten ausgenommen werden.
Die jungen Leute stehen während ihres Hierseins unter Aussicht der Lehrer und müssen sich der Schulordnung unbedingt unterwerfen. Sie nehmen Wohnung in bürgerlichen Familien, und können Wohnungen zu 30—40 Mk.
pro Monat von dem Vorsteher der Schirle, Herrn Oeko- nomievat Leithiger nachgewiesen werden. Das Schulgeld beträgt für Ms Wintersemester 25 Mk.
Anmeldungen sind an den Aufsichtsrat ober an Herrn OÄkonomierat Leithiger zu richten, welcher auch bereit ist, speziellere Anfragen zu beantworten.
Alsfeld, den 1. September 1902.
Der Aufsichtsrat ber landw. Winterschule Alsfeld. Dr. Melior.
Bekanntmachung.
DaS Wintersemester der landw. Abteilung beginnt Montag, den 3. November.
Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Statuten, sowie Wohnungsausweise und Schülerfahrscheine zu erhalten sind.
Großh. Direktion der Obstbau- und landw. Winterschule zu Friedberg.
Dr. v. Peter.
Nolitische Tagesschau.
Zum Falle Endell.
Als Erwiderung auf die erwähnte Bühring'sche Broschüre über den „Fall Endell" sendet der darin erwähnte Direktor des Verbandes der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Posen, HüneraSky, der „Dtsch. Tagesztg." folgende Erklärung:
„In der Sache der Posener Genossenschaft erkläre ich, daß die Anführungen des aus dem Dienst entlassenen Verbands-Revisors Bührmg ui der von ihm in die Welt gesetzten Broschüre von Anfang bis zu Ende bewußte Unwahrheiten oder Verdrehungen einfacher Lhatsachen sind. Zur Charakterisierung der Behauptungen der Bühring'schen Broschüre bezüglich des Vertrages zwischen dem Verbände der Posener Genossenschaften und dem Bunde der Landwirte sei die Wirkung des Vertrages hier angeftihrt. Dem Posener- Verbände sind heute angeschlossen: 263 Spar- und Darlehnskassen, 88 Alolkerei-Genofsenschaften, 25 Ein- und Verkaufsaenossenfchaften, 40 verschiedene Genossenschaften, zusammen 366 Genossenschaften. Dagegen zählt der Verband des Bundes der Landwirte in der Provinz Posen nur: 1 Spar- und Darlehnskasse, 3 Ein- und Verkaufsgenossenschaften, 8 Brennerei-Genossenschen, 16 Pferdezucht- Genossenschaften, 4 verschiedene Genossensc^ -ften, zus. 32 Genossenschaften. Von unseren Genossenschaften Hal keine einzige heute die Bestimmung in chren Satzungen, daß Mitglieder der Genossenschaften gleichzellig auch Mllglieder deS Bundes sein müssen. Dagegen enthalten noch zwei oder drei die Bestimmung, daß die Mitgliedschaft in der Genossenschaft von der Mitgliedschaft beim Verein zur Förderung des Deutschtums in den Ostmarken abhängig gemacht wird. Werin auf ausdrückliches Verlangen der Mitglieder derartige Sonderbestimmungen, wie dies auch in vereinzelten Fällen erfolgt ist, in die Satzungen aufgenommen werden, so hat die Verbandsleitung durchaus keine Veranlassung, dies zu verhindern."
Schließlich kündet Hünerasty an, daß sich der Rest der Angelegenheit vor Gericht abspielen wird. Auch der Major Endell selber sandte einem Berliner Blatt eine Zuschrift, in welcher er mitteilt, daß er Bühring wegen Verleumdung gerichtlich belangen werde.
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Ans tzluöl und Land.
Gießen, den 7. Oktober 1902.
** Theater-Verein. Auf die Bekanntmachung des Vorstandes im heutigen Anzeigentell, betr. die Aufführung
des Schauspiels „Das große £idjt" im Stadttheater, weisen wir die Mitglieder des Theätervereins besonders hin. Ter Vorstand wünscht in dieser Vorstellung die Mitglieder mit dem größten Teil des neu engagierten Personals bekannt $u machen, deshalb ist ein zahlreiches Erscheinen der Mitglieder sehr erwünscht. Zudem handelt eS sich um eine Schauspielnovität, die überall mit dem größten Beifall gegeben wird und die es im Wnigl. Schauspielhaus in Berlin schon auf bald 100 Auffhrungen gebracht hat.
** Haushaltungsschule. Von den zahlreichen sozialen Bestrebungen und Forderungen unserer Zeit auf allen Gebieten des Gesellschaftslebens sind wohl als die wichtigsten und am ersten realisierbaren diejenigen, einer guten Volksernährung und rationellen Gesundheitspflege anzusehen. Vereine und Kommissionen haben es sich zur Pflicht gemacht, an ber Lösung ber mannigfachen Aufgaben im Interesse ber öffentlichen Wohlfahrt thatkräftig mitzuarbeiten. — Hat man zunächst die Beschaffung guter und billiger Nahrung für die Volksmassen, insbesondere für Arbeiterfamilien in größeren Städten durch Volksküchen und andere Einrichtungen zu ermöglichen gesucht, so ist man doch bald zur Ueberzeugung gekommen, daß auf diesem Weg das wichtige Problem nicht gelüst werden kann. Darum hat man die Familie als die Grundlage ber Gesellschaft für die körperliche Entwickelung des Einzelnen vev- antwortlich gemacht, und hier ist es die Hausfrau, die Verständnis und die nötigen Kenntnisse zur Herstellung guter und billiger Speisen haben muß. Allgemeine praktische Anleitung als auch theoretische Unterweisung in den wichtigsten Zweigen ber Haushaltungskunbe wollen die Fortbildungs- unb Haushaltungsschulen ben der Schule entwachsenen Mädchen für ihren künftigen Beruf als Hausfrauen vermitteln. Auch Gießen ist im Besitz einer solchen Haushaltungsschule, die am 13. Oktober eröffnet wird- Die Schule, die nach dem Urteil von berufenster Seite stets die besten Resultate erzielt hat, wird von einer dazu speziell vorgebildeten Lehrerin geleitet Es soll in ihr den Mädchen Gelegenheit geboten werden, sich! unter geringen Kosten oder kostenlos in weiblichen Handarbeiten, im Maschinennähen, Bügeln und ganz besonders im Kochen und in der Führung eines einfachen Haushaltes auszubilden. An der Haushaltungsschule soll gelehrt werden, wie man durch richtige Zubereitung mit bescheidenen Mitteln eine nahrhafte, wohlschmeckende Speise Herstellen kann; zugleich soll aber auch ber Sinn für Sparsamkeit, Ordnung unb Reinlichkeit in Küche und Haus geweckt und gepflegt werden. Wenn es keine Frage ist, daß von der einsichtsvollen Führung des Haushaltes das Wohl einer Familie abhängt, so kann man den Eltern nicht genug empfehlen, durch recht zahlreiche Anmeldung ihrer Töchter von der gebotenen Gelegenheit Gebrauch zu machen.
** Zu den Landtagswahlen. Ans Ber9roK wird uns von unserem dortigen Korrespondenten geschrieben : Am Sonntage fand hier im Saale des Gastwirts Hofmann eine sozialdemokratische Wa hlver- fammlung statt. Der Einberufer, Redatteur Vetters von Gießen, verbreitete sich in längerer Rede über die Ziele feiner Partei, über die Zölle unb besonbers über die bevorstehende Landtagswahl, wobei er in scharfen Worten das indirekte Wahlrecht tadelte. Die Versammlung war nicht stark besucht, Erörterungen sanden nicht statt.
)( Aepfel! Tie reiche Aepfelernte, die uns die Gunst des Wetters schenkte, und einigermaßen das gänzliche Fehlen der Quetschen" verschmerzen läßt, ist zum größten Teile geborgen. Bei den Versteigerungen der verflossenen Woche wurden von auswärtigen Händlern die Preise auf
zur Rede Setzenden dann mit seinem Revolver nieder- schoß. Dieser Syndon ist ein Sump !" Mer dann wurde eine andere Lesart verbreitet: „Die Liebschaft mit einem halben Kinde ist eine Erfindung der Angehörigen des Börsenmaklers, die nicht eingestehen wollen, daß dessen Frau Syndons Geliebte war!" Und plötzlich fühlt man sich diesem seelenverwandt. Man findet jene Erfindung empörend, aber daß Syndon jahrelang die Wohlthaten und die Gastfreundschaft dessen annahm, den er betrog, das erscheint vielen ganz selbstverständlich: so abgeschwacht ist bei ihnen der moralische Sinn. Ja selbst die blutige Rache an dem, ber dem Verführer feiner pflichtvergessenen Gattin die Thür zu weisen sich unterfängt, dünkt ihnen verzeichhlich: Dieser Uebermensch liebte die Frau seines Wohlthäters ja so übermenschlich! Wie hat ben Aermsten die Eisersucht gemartert! ©in Freunb des Mörders glaubt ihn in der Thal durch folgende Charakteristik entschuldigen können: „Ein ungewöhnlich empfindsamer Mensch, ben bie besten Vernunftgründe nicht beeinflussen können, wenn seine Nerven erregt sind!", während er doch nur dessen Gern ein gesähr- lichleit kennzeichnet. So sind sie alle, jene selbstsüchtigen Entarteten, die nur an ihre eigenen Leiden unb nicht an die denken, welche sie anderen bereiten. Sklaven ihrer Leidenschaften und unfähig zu einer Willens'that, zu regelmäßiger Arbeit, verdammt zu dem ewigen Stromer- und Parasitenleben ber Künstlerbohöme!
Tie meiste Nachsicht aber findet Synbon in den Pariser Salons, so scheint's, bei dem schönen Geschlecht. Schon bas Wort „passionelles Verbrechen" ist ein angenehmer Kitzel für Ibje tränten Nerven ber „monbaine", die sich, lüstern nach neuen Sensationen, um so lieber in alle feine Einzelheiten hineinträumt, als es ungewöhnlich ist. Und' das ist diesmal recht eigentlich der Fall, denn gemeiniglich endet das Ehebrnchsdrama ja nicht mit dem Tode des Störenfrieds, Gatte genannt, sondern mit dem des sympathischen Liebhabers. 1
Eugen v. Jagovh
ßin passtoneLes Serörecheu i« ßttetat.
Paris, 29. Sept.
Vor etwa einem Jahre erschien in Paris aus der Feder eines ber hervorragendsten Kriminalisten der Gegenwart, des Gerichtspräsidenten Proal, ein Buch mit dem recht zeitgemäßen Stiel „Das passionelle Verbrechen und der passionelle Selbstmorb". Es wird darin ausgeführt, daß die Auswahl der Bucher für die Gesundheit des Geistes so wichtig sei, wie bie Auswahl ber Speisen für den Körper, unb baß nachlässige Eltern und unlautere Romanschrift- Beller einen großen Teil der Verantwortlichkeit für bie äufigleit der Selbstmorde unb ber aus Leidenschaft begangenen Verbrechen hätten. Proal hätte in feiner Anklage die Pariser Journalisten nicht vergessen sotten; chre Berichterstattung über derartige Verbrechen demoralisiert oft mehr, als der schlüpfrigste Roman, weil sie häufiger unb mehr gelesen wirb und wie ein noch schlüpfrigerer Auszug aus einer solchen wirkt. Die ganze Boulevardpresse füllt s eit mehr als einer Woche täglich ganze Spalten mit der Wiedergabe des im „Fränk. Kurier" schon mehrfach erwähnten „Dramas von Etretat", das um so „Pariserischer" anmutet, als es in einem von der Pariser Lebewelt viel besuchten Seebadeorte sich abspielt. Ich will versuchen, an diesem Beispiel das Vorhergesagte zu veranschaulichen.
Kaum hat sich ein „drame monbain" zugetragen, von 2)ent also anzunehmen ist, daß es für einige Tage bas Hauptgespräch der Pariser Salons bilden wird, macht sich ein ganzes Heer von Reportern auf den Weg. Schon ist die Neugier des Publikums durch den summarischen Bericht der Umstände, unter denen das Verbrechen stattfand, gereizt worden. Es weiß schon, daß ber noch jugendliche Maler Synbon ben Börsenmaller David in Gegenwart von dessen Frau nach einem heftigen Wortwechsel erschossen hat. Auch über die Natur ber Wunde, über die Haltung des Mörders, der nichts bereut und über ben L^w eg gründ feiner That asusschweigt, über die Uebersührung der Leiche
nach Paris, über allerlei Nebenumstänbe hat es schon das Eine oder Andere erfahren. Aber das genügt ihm längst nicht, unb statt das Ergebnis ber gerichtlichen Untersuchung abzuwarten, macht nun ber Reporter selbst eine Enquete, deren Einzelheiten er, noch bevor er sie beendet hat, und auf die Gefahr hin, Unwahrheiten und Verleumdungen zu verbreiten, haarllein berichtet. Zuerst schildert er ben Stranb, auf dem ber Mord ftattfanb, das Haus, in dem ber Mörber wohnt oder der Ermordete aufgebahrt liegt, bann befragt er ben Pförtner, bessert Loge ber Mittelpunkt bes Lausklatsches ist, bie Dienstboten, bie dort vorsprechen, und schließlich auch die Familie, die natürlich auch Interesse daran hat, dem Gegner unb seiner Familie möglichst viel Schlechtes nachzusagen. Auf diese Weise werden alle beschmutzt, unb je mehr Skandalofa, von denen natürlich auch ein Zehntel wahr ist, die Zeitung bringt, um so eifriger wirb sie gelesen. Die Gestalten des .Verbrechers, seines Opfers unb ber ihnen nahestehenben Personen stehen vor dem geistigen Auge derer, bie sich mit chrer Psychologie wie mit einer Zwangsvorstellung unausgesetzt beschäftigen, so lebendig da, wie die Figuren eines Bühnenstückes, aber freilich nichts so, wie sie sinb, sondern so, wie sie sich bie überreizte Phantasie auf Grund völlig wertloser Reporter- schilberungen unb ihrer krankhaften Neigungen ausmalt, sich ganz in ben gefährlichen Dunstkreis des Verbrechens einlebenb.
Noch weiß man nichts unbebingt Sicheres über ben Beweagrunb des Verbrechens, unb schon bilden sich in ber Gesellschaft wie in der Presse zwei Gruppen, von denen die eine für ben Mörder, die andere gegen ihn Partei ergreift. Unb man muß leider feststetten, daß bie Zahl berer, die ihn „sympathisch" finden, wächst. Anfangs hieß es: Syndon, ein talentvoller, aber arbeitsunlustiger armer Maler, hat die Gastfreundschaft seines Gönners dadurch belohnt, daß er sich dessen erst fünfzehnjährigen, noch dazu etwas verkrüppelten Tochter gegenüber in mehr als unpassender Weise benahm unb daß er ben ihn deswegen.


